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saher
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BeitragVerfasst am: 17.10.2014 14:57    Titel: Krank eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Bevor ihr das lest: Es eignet sich vermutlich wenig für euren Deutschkurs. Aber wenn doch - eine Schauergeschichte geschenkt! Es finden sich vermutlich noch tausend Fehler und Logikhemmer drin. Ich habe es eben fertig geschrieben und nicht mehr angeschaut. Es geht noch nicht. Dazu brauche ich eure Hilfe. Schon seit einiger Zeit ist der Gedanke in meinem Kopf, eine Geschichte aus der Perspektive eines an Morbus-Pick-Erkrankten zu schreiben. Sie später jemandem zu schenken, der eine Aufklärungs-Web-Site zu dem Thema hat. Denn die Krankheit läuft offiziell unter 'Demenz'. Das veranlasst Pflegekassen dazu, sie nach Alzheimer-Kriterien zu beurteilen. Was wiederum die Angehörigen im Regen stehen lässt.
Bitte, nicht aufregen, dass ich es nicht besser überarbeitet habe. Mir fehlt gerade der Abstand, aber ich werde es nachholen! Versprochen!


Es zerspringt in tausend Scherben. Glasstückchen, die sich in seine Seele fressen, ihn nicht atmen lassen. Verdammtes Glasding. Vase, fällt ihm ein. Er wirft einen Blick zu seiner Frau. Ihr Gesicht ist nass. Er dreht sich um.
„Sauerei“, brüllt eine Stimme. Er kratzt sich am Kopf. Die Stimme kommt ihm bekannt vor. Das Gesicht seiner Frau ist immer noch nass. Ein Arm schiebt sie unsanft zur Seite. „Weg“, schreit ein  Mann.
Er stürzt hinaus. Auf die Straße. Luft! Er füllt seine Lungen wie andere eine Thermoskanne..  Unschlüssig kratzt er sich am Kopf. Wischt sich mit dem Handrücken die Nase.
„He, Herbert“, eine Stimme kommt mit einer dicken alten Frau um die Ecke hinter seinem Auto. Früher ist er oft gefahren. Jetzt nicht mehr.  
Er nickt. Fühlt sich gut. Das Auto. Die dicke Frau.  Sie kennt seinen Namen! Wozu hatte er den und warum war er ihm entfallen?  Er macht einen Schritt auf sie zu. Oben und Unten verschmelzen, links und rechts werden Eins. Ein Knall. Schmerz. Oben ist wieder über ihm. Aber wo ist rechts?
Die dicke Frau streckt ihm die Hand entgegen.  Rechts ist wieder rechts und links woanders. Der Boden ist unter seinen Füßen, wo er hingehört? Alles ist gut.
„Herbert, müsstest du nicht eine Jacke tragen? Es hat mir heut Nacht drei meiner Zwergkaninchen beinah schockgefroren! Geh doch nochmal rein und frag die Traudi nach deiner Jacke!“
Er nickt. Nickt er? Wozu? „Ich war auch mal fett“, erklärt er hilfsbereit. „aber nicht so wie Sie...“
Jetzt macht die Dame ein Gesicht und nickt. „Jacke, Herbert.“
Er läuft neben ihr her. „Ich war mal Professor der Philologie! Hat Spaß gemacht!“
Sie nickt wieder. „Jacke. Herbert!“ Als gäbe es nur diese eine Geste auf der Welt. Seine Frau nickte auch viel zu oft. Wenn ihr Gesicht nicht nass war. Da war ein Wort. Es war wieder weg. Ein Arm schlägt in die Luft. Wut. Seine? Haut die Dicke um. Er schüttelt den Kopf. Das Wort! Wieder weg.  Schlägt wieder und trifft den Zaun. Die Hand wird rot. Blut. Ein Wort! Er lacht. Ein Wort! Endlich! Blut!
Beschwingt macht er sich auf den Weg zu seinem Haus. Die Tür ist zu. Warum ist die Tür zu? Er rüttelt am Griff. Zu. Er tritt dagegen. Wut! Er hasst es, wenn das Blut ihm in den Kopf schießt und er die Zeit nicht mehr kontrollieren kann. Ein Bein tritt gegen einen Blumentopf. Wieder Scherben.  Er öffnet den Mund, etwas Wildes sollte herauskommen. Stille. Flüche sind nicht mehr gespeichert. Sowenig wie die anderen Worte. Worte, die er einst liebte. Immer noch liebt? Er weiß es nicht., erinnert sich nicht, was das Wort bedeutet.  Die Wut wird wilder. Angetrieben vom Schmerz. Dem Äußeren, wie dem Inneren. Er öffnet den Mund. Nichts. Dann: „Ähhh!“
Die Tür öffnet sich. Da steht die Frau. Seine Frau. Die Hand schiebt sie beiseite. „Blut“, faucht die Stimme triumphierend. Er kennt das Wort!
Das Gesicht der Frau verändert sich. Wird weniger nass, scheint heller. „Herbert, das ist ja toll! Ja, das nennt man 'Blut'.“
Sie nimmt  ihn bei der anderen Hand und macht weiße Dinger an sein Blut, nachdem sie ihn gezwungen hat, die Hand zu waschen.
Die Frau wischt das Nasse aus dem Gesicht. „Hast du deine Medizin heute schon genommen?“, erkundigt sie sich. Die Stimme hört er kaum. Ein Knurren antwortet. Sie blickt  auf.
„Wie soll ich das bloß am Samstag mit dir anstellen. Auf der Beerdigung?“
Er hört sie, und versteht kein Wort.  Keines. Außer 'anstellen'.
„Fernseher“, sagt die Stimme.
Sie steht auf und schaltet ihn an. Dreht sich wieder zu ihm. „Oh, Herbert. Wie soll ich das nur machen?“
Es ist ein gutes Gefühl, sie um sich zu haben. Die Stimme macht: „Ähhh!“ Ein Arm schiebt sie fort.
Im Fernseher läuft etwas. Ein Mann spricht. Er versteht es nicht. Kennt den Mann.  „Renegald Ruchfeld, geboren am 15. März 1965“, sagt die Stimme.
Er schüttelt den Kopf. Etwas ist falsch. Ist schon lange nicht richtig. Wird nicht anders. Falsch? Ein Wort! Was bedeutet es doch gleich?
„Die Beerdigung am Samstag.“ Er hört der Stimme seiner Frau zu. Dreht sich zu ihr. Sie  wischt das Nasse aus dem Gesicht. Bleibt in seinem Sichtfeld sitzen. „Weg“, brüllt die Stimme. „Fernsehn!“
„Die Beerdigung am Samstag“, wiederholt ihre Stimme.
„Ähhh!“ Etwas will sprechen, findet aber kein Wort. Sprechen? Ein Wort!
„Die Beerdigung deines Sohnes am Samstag. Was willst du anziehen?“
Etwas will sprechen. Wut! Nein, anders. „Christoph Segebert, geboren am siebten November Neunzig. Kenn ich!“ Worte. Nicht genug. „Fernsehen!“

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Saga
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BeitragVerfasst am: 17.10.2014 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wüst und wild, und als erster Ausbruch ok.
Weil´s noch so drunter und drüber geht, nur eine ganz allgemeine Anmerkung.

Ich weiß nichts über die Krankheit. Und nach deinem Text habe ich folgenden Eindruck: Das Verständnis von Worten ist stark eingeschränkt, auch wenn man offensichtlich plötzlich relativ vernünftige Sätze von sich geben kann, deren Sinn einem aber möglicherweise nicht bewusst ist. Jedenfalls vergisst man, dass man sie gesagt hat, oder warum, man weiß nicht wer man ist, man weiß nicht, wer die Anderen sind und man hat keine Kontrolle über seine Affekte.

Mein Problem: So, wie der verwirrte Protagonist nicht weiß, was er tut, wer er ist oder wo - so weiß ich es leider auch nicht wirklich. Dadurch, dass der gesamte Ablauf aus der Sicht des Verwirrten geschrieben ist, fehlt völlig irgendein Bezugspunkt, der dabei hilft, herauszufinden, was vor sich geht.

Zum Beispiel: Der "Knall", wenn er die Nachbarin trifft. Ist er hingefallen? Unwahrscheinlich. Auch wenn die Verwirrung von Oben und Unten davor es nahelegt. Also: Was ist passiert? Ich weiß es nicht.

Du hast dir da ziemlich was vorgenommen, die Eigenwahrnehmung eines Mannes in Worte zu fassen, der selbst keine Worte mehr hat. Ich vermisse jemanden, der ihn beobachtet und mir damit beim Verständnis hilft. Vielleicht seine Frau, die hinter der Gardine hervorlugt.

Lg, Saga


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Jede Geschichte kann erzählt werden - wenn man es richtig macht.
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 17.10.2014 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Mich fasziniert das. Ob es realistisch ist, sei dahingestellt. Ich lese den Text als einen, der aus der Sicht eines Mannes erzählt wird, der Alzheimer hat.
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gold
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BeitragVerfasst am: 18.10.2014 08:39    Titel: Re: Krank Antworten mit Zitat

Hallo Saher,

Der Text nimmt mich gefangen, er zieht mich in die Welt des dementen Protagonisten. Es zeugt m.E.von großem Einfühlungsvermögen, so einen Text zu schreiben. Natürlich kann er "nur" Spekulation sein, weil es dazu nur Beobachtungen geben kann und keine Befragungen des Patienten, die sich wissenschaftlich verwenden lassen. Diese Spekulation ist dir dermaßen gut gelungen, dass ich mich zeitweise beim Lesen dieses Textes so fühlte wie der Protagonist, aber auch wie seine Ehefrau, deren Hilflosigkeit du so sehr zum Ausdruck bringst.

Diese verzerrte Welt des Dementen, mir kommt sie manches Mal wie ein Traum, ein Sog vor, aus dem er vielleicht ab und zu kurz hochtauchen kann, aber im nächsten Moment ist er diesem Sog wieder ohnmächtig ausgeliefert.



Habe noch ein paar kleine Anmerkungen dazu:

saher hat Folgendes geschrieben:


 Flüche sind nicht mehr gespeichert. Sowenig wie die anderen Worte. Worte, die er einst liebte. Immer noch liebt? Er weiß es nicht., erinnert sich nicht, was das Wort bedeutet.


Hier ergibt sich ein Perspektivenwechsel, in Form einer Erklärung, die mich aus dem Text herausreißt.


Zitat:

Im Fernseher läuft etwas. Ein Mann spricht. Er versteht es nicht. Kennt den Mann.  „Renegald Ruchfeld, geboren am 15. März 1965“, sagt die Stimme.
Etwas will sprechen. Wut! Nein, anders. „Christoph Segebert, geboren am siebten November Neunzig. Kenn ich!“ Worte. Nicht genug. „Fernsehen!“


Diese Textstellen verstehe ich nicht. Das eine ist eine berühmte Person, das andere sein Sohn?

Habe deinen Text sehr gern gelesen.

LG gold


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saher
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BeitragVerfasst am: 18.10.2014 10:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Freut mich, dass ihr es habt lesen können! Danke!

Ok, ich zäume das Pferdchen mal von hinten auf:

gold hat Folgendes geschrieben:
Das eine ist eine berühmte Person, das andere sein Sohn?
Genau. Und es ist tatsächlich so, dass der Prota das Gefühl hat, beiden gleich nah zu stehen. Oder eben überhaupt niemandem. Ist leider wirklich so. Das soziale Verhalten ist am Anfang gestört, wenig später fort. Man kann sich so gar nicht vorstellen, was das bedeutet. Konnte ich jedenfalls nicht. Wie die Sprache. Manchmal kommt etwas, womit keiner rechnet, dann wieder ewig gar nichts, man merkt aber, dass derjenige sucht. Unglücklich ist. Vielleicht merkt er, dass etwas nicht rund läuft?

Die Stelle mit dem Fluchen, da ging es mir beim Schreiben plötzlich sehr auktorial Rolling Eyes Wie Saga auch schreibt [quote-"Saga"]fehlt völlig irgendein Bezugspunkt, der dabei hilft, herauszufinden, was vor sich geht[/quote] Den suchte ich auch beim Schreiben. Denn so ganz in den Kopf des Protas wollte ich dann doch nicht eintauchen. Wink

So, jetzt zu dir, Firstoffertio: Danke für den Eindruck! Denn mir war vor allem wichtig, dass eben genau die Impression, die du hattest, nicht aufkommt.
firstoffertio hat Folgendes geschrieben:
Ich lese den Text als einen, der aus der Sicht eines Mannes erzählt wird, der Alzheimer hat.
Bei Alzheimer wäre die Erinnerung lückenhaft. Aber die ist das einzige, was dem Mann noch geblieben ist. Auch sie wird löchrig, aber erst lange nach all dem anderen. Zuerst verliert er seinen Charakter, danach alle Menschen um sich herum. Der Mensch als einsame Insel. Keine von der angenehmen Sorte mit Palmen. Daran werde ich dann wohl noch etwas schrauben müssen. Danke!
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rieka
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BeitragVerfasst am: 18.10.2014 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Saher.
Wenn es dir erst einmal NUR darum geht!

Mich hat der Text sehr berührt. Ich sah einen Menschen, dem alles zerfließt, dem alles, was bisher Orientierung und Halt war, sich permanent verändert und verschiebt.

Ich vermute bis hin zur völligen Auflösung irgendwann. Es muss grausam sein.
Das war mein Eindruck, als ich den Text gestern las. Eine Kritik hatte ich mir nicht zugetraut. Aber du willst wissen, wie es emotional ankommt. Das kann ich dir sagen.
rieka
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saher
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Alter: 34
Beiträge: 167
Wohnort: baiuvarische Großstadt


BeitragVerfasst am: 20.10.2014 12:32    Titel: Re: Krank pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es zerspringt in tausend Scherben. Glasstückchen, die sich in seine Seele bohren, ihn nicht atmen lassen. Verdammtes Glasding. Vase, fällt ihm ein. Er wirft einen Blick zu seiner Frau. Ihr Gesicht ist nass. Er dreht sich um.
„Sauerei“, brüllt eine Stimme. Er kratzt sich am Kopf. Die Stimme kommt ihm bekannt vor. Das Gesicht seiner Frau ist immer noch nass. Ein Arm schiebt sie unsanft zur Seite. „Weg“, schreit ein  Mann.
Er stürzt hinaus. Auf die Straße. Luft! Er füllt seine Lungen wie andere eine Thermoskanne..  Unschlüssig kratzt er sich am Kopf. Wischt sich mit dem Handrücken die Nase.
„He, Herbert“, eine Stimme kommt mit einer dicken alten Frau um die Ecke hinter seinem Auto. Früher ist er oft gefahren. Jetzt nicht mehr.  
Er nickt. Fühlt sich gut. Das Auto. Die dicke Frau. Sie kennt seinen Namen! Wozu hatte er den und warum war er ihm entfallen?  Er macht einen Schritt auf sie zu. Noch einen. Oben und Unten verschmelzen, links und rechts werden Eins. Ein Knall. Schmerz. Oben ist wieder über ihm. Aber wo ist rechts?
Die dicke Frau streckt ihm die Hand entgegen. „Na, Herbert? Will das Gleichgewicht nicht mit dir gehen?", erkundigt sie sich. Ein abgeklärtes Lächeln umspielt ihre schmalen Lippen. Er rappelt sich auf. Rechts ist wieder rechts und links woanders. Der Boden ist unter seinen Füßen, wo er hingehört? Alles ist gut.
„Herbert, müsstest du nicht eine Jacke tragen? Es hat mir heut Nacht drei meiner Zwergkaninchen beinah schockgefroren! Geh doch nochmal rein und frag die Traudi nach deiner Jacke!“
Er nickt. Nickt er? Wozu? „Ich war auch mal fett“, erklärt er hilfsbereit. „aber nicht so wie Sie...“
Jetzt macht die Dame ein Gesicht und nickt. „Jacke, Herbert.“
Er läuft neben ihr her. „Ich war mal Professor der Philologie! Hat Spaß gemacht!“ Hat es wirklich. Das waren Jahre! Warum ist er nicht mehr dort? An der Uni hat es ihm gut gefallen. Warum ist der Autoschlüssel nicht in seiner linken Hosentasche? Er schaut zur dicken Dame, als müsse die es wissen.
Sie nickt wieder. „Jacke. Herbert!“ Als gäbe es nur diese eine Sache auf der Welt. Seine Frau nickte auch viel zu oft. Wenn ihr Gesicht nicht nass war. Da ist ein Wort. Es war wieder weg. Ein Arm schlägt in die Luft. Wut. Seiner? Haut die Dicke um. Er schüttelt den Kopf. Das Wort! Wieder weg.  Schlägt wieder und trifft den Zaun. Die Hand wird rot. Blut. Ein Wort! Er lacht. Ein Wort! Endlich! Blut!
Beschwingt macht er sich auf den Weg zu seinem Haus. Die Tür ist zu. Warum ist die Tür zu? Er rüttelt am Griff. Zu. Er tritt dagegen. Wut! Er hasst es, wenn das Blut ihm in den Kopf schießt und er die Zeit nicht mehr kontrollieren kann. Ein Bein tritt gegen einen Blumentopf. Wieder Scherben.  Er öffnet den Mund, etwas Wildes sollte herauskommen. Stille. Flüche sind nicht mehr gespeichert. Sowenig wie die anderen Worte. Worte, die er einst liebte. Immer noch liebt? Er weiß es nicht., erinnert sich nicht, was das Wort bedeutet. Die Wut wird wilder. Angetrieben vom Schmerz. Dem Äußeren, wie dem Inneren. Er öffnet den Mund. Nichts. Dann: „Ähhh!“
Die Tür öffnet sich. Da steht die Frau. Seine Frau. Die Hand schiebt sie beiseite. „Blut“, faucht die Stimme triumphierend. Er kennt das Wort!
Das Gesicht der Frau verändert sich. Bleibt nass, scheint aber heller. „Herbert, das ist ja toll! Ja, das nennt man 'Blut'.“
Sie nimmt  ihn bei der anderen Hand und macht weiße Dinger an sein Blut, nachdem sie ihn gezwungen hat, die Hand zu waschen.
Die Frau wischt das Nasse aus dem Gesicht. „Hast du deine Medizin heute schon genommen?“, erkundigt sie sich. Die Stimme hört er kaum. Ein Knurren antwortet. Sie blickt auf.  
„Wie soll ich das bloß am Samstag mit dir anstellen. Auf der Beerdigung?“
Er hört sie und versteht kein Wort.  Keines. Außer 'anstellen'.
„Fernseher“, sagt die Stimme.
Sie steht auf und schaltet ihn an. Dreht sich wieder zu ihm. „Oh, Herbert. Wie soll ich das nur machen?“
Es ist ein gutes Gefühl, sie um sich zu haben. Die Stimme macht: „Ähhh!“ Ein Arm schiebt sie fort.
Im Fernseher läuft etwas. Ein Mann spricht. Er versteht nicht, worum es geht. Aber er kennt den Mann.  „Renegald Ruchfeld, geboren am 15. März 1965“, sagt die Stimme.
Er schüttelt den Kopf. Etwas ist falsch. Ist schon lange nicht richtig. Wird nicht anders. Falsch? Ein Wort! Was bedeutet es doch gleich?
„Die Beerdigung am Samstag.“ Er hört der Stimme seiner Frau zu. Dreht sich zu ihr. Sie  wischt das Nasse aus dem Gesicht. Bleibt in seinem Sichtfeld sitzen. „Weg“, brüllt die Stimme. „Fernsehn!“
„Die Beerdigung am Samstag“, wiederholt ihre Stimme.
„Ähhh!“ Etwas will sprechen, findet aber kein Wort. Sprechen? Ein Wort! Er spürt, wie seine Mundwinkel sich heben.
„Die Beerdigung deines Sohnes am Samstag. Was willst du anziehen?“
Etwas will sprechen. Wut! Nein, anders. „Christoph Segebert, geboren am siebten November Neunzig. Kenn ich!“ Worte. Nicht genug.  Etwas schießt ihm ins Gesicht. Wut? Nein. Anders. Es überschwemmt seine Augen. Wut? Lächeln! „Fernsehen!“


Zweiter Versuch. Änderungen kenntlich gemacht. Neues Geändertes . Leute, ich hab's gemerkt, da waren sogar Zeitfehler drin. Sagt doch was! Bitte Wink
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Saga
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 55
Beiträge: 44
Wohnort: Tønsberg


BeitragVerfasst am: 20.10.2014 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ja. Super. Die kleinen Änderungen machen viel aus, was das Verständnis angeht.
Nur noch eine Sache: Haut er die Nachbarin um, bevor er den Zaun schlägt?
Dann sollte sie irgendwie fallen oder schreien oder irgendwas, nur ganz kurz, damit man es als Leser richtig mitbekommt. Wäre nützlich um die fehlende Affektkontrolle richtig zu vergegenwärtigen. Mit der Figur der Nachbarin ist ja die einzige Person anwesend (außer der Ehefrau), die einem das Geschehen auch von außen nahebringen kann.

Lg, Saga


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Klemens_Fitte
Geschlecht:männlichSpreu

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Beiträge: 1993
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 20.10.2014 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

du arbeitest da, finde ich, an einem in Idee und Ausführung sehr, sehr spannenden Text. Meine Erfahrungen mit Demenzkranken und dem Versuch, ihre Erlebniswelt begreifbar zu machen, beschränken sich leider auf die Mitwirkung an der Recherche für ein Theaterstück, das sich mit dem Thema auch eher allgemein, nicht mit der frontotemporalen Demenz im Speziellen, befasst hat.

Spannend finde ich, dass du hier an den Knackpunkt des Schreibens im Allgemeinen kommst: Wie bringt man etwas zur Sprache, das sich eigentlich nicht kommunizieren lässt? Und da hast du schon einen recht guten Rahmen gefunden, obwohl die Detailarbeit bei dieser Art von Text schon etwas schwieriger wird.

saher hat Folgendes geschrieben:
Die Stelle mit dem Fluchen, da ging es mir beim Schreiben plötzlich sehr auktorial Rolling Eyes Wie Saga auch schreibt
Saga hat Folgendes geschrieben:
fehlt völlig irgendein Bezugspunkt, der dabei hilft, herauszufinden, was vor sich geht
Den suchte ich auch beim Schreiben. Denn so ganz in den Kopf des Protas wollte ich dann doch nicht eintauchen. Wink


Das scheint für mich auch der Punkt zu sein, den es für dich zu überdenken gilt. Mir zumindest ging es beim Lesen so, dass ich gar nicht den Anspruch hatte, lückenlos zu verstehen, an welchen Stellen und wie weit sich Innen- und Außenhandlung auseinanderbewegen; kurz gesagt: Ich wollte gar nicht so genau verstehen, was tatsächlich passiert, zum einen, weil die Wirklichkeit meist banaler und uninteressanter ist als ihr Erleben, und zum anderen, weil die Wahrnehmung deines Protagonisten eine (für ihn) ganz eigene Wirklichkeit konstituiert, die man mE nicht ständig mit dem "Außen" abzugleichen braucht.

Aus diesem Grund haben mich auch die "auktorialen" Einschübe tatsächlich ein wenig gestört. Etwa hier:
saher hat Folgendes geschrieben:
Es zerspringt in tausend Scherben. Glasstückchen, die sich in seine Seele bohren, ihn nicht atmen lassen. Verdammtes Glasding. Vase, fällt ihm ein. Er wirft einen Blick zu seiner Frau. Ihr Gesicht ist nass. Er dreht sich um.

Dass es sich dabei um seine Wahrnehmung handelt, nehme ich ihm (oder der Autorin) irgendwie nicht ab. Ich glaube auch gar nicht, dass du "in seinen Kopf" musst – es gäbe zum Beispiel die Möglichkeit, die Wirklichkeit außerhalb seiner Wahrnehmung nur über die wörtliche Rede der anderen Personen zu transportieren – aber die Sprache, finde ich, sollte eben eine gewisse Kohärenz aufweisen. Nur am Rande: Warum nicht "Glasstücke" statt "Glasstückchen"? Das -chen mag mir irgendwie nicht so gefallen.
Ein anderes Beispiel:
saher hat Folgendes geschrieben:
Er füllt seine Lungen wie andere eine Thermoskanne.

Eigentlich ein schönes Bild, aber es passt mE nicht in den Erzählmodus des Textes.

Das waren jetzt nur zwei Stellen, die mir aufgefallen sind, und vielleicht merkst du, dass ich mich jetzt nur sehr zaghaft an die Textarbeit wage, denn vieles hängt davon ab, was du mit dem Text möchtest. Insofern warte ich erstmal ab, ob du mit meinen Einlassungen überhaupt etwas anfangen kannst.

Gerne gelesen.

Gruß,
Klemens


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100% Fitte

»Es ist illusionär, Schreiben als etwas anderes zu sehen als den Versuch zur extremen Individualisierung.« (Karl Heinz Bohrer)
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saher
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BeitragVerfasst am: 20.10.2014 16:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo und danke euch beiden.

klemens hat Folgendes geschrieben:
Beispiel:

 
saher hat Folgendes geschrieben:
Er füllt seine Lungen wie andere eine Thermoskanne.


Eigentlich ein schönes Bild, aber es passt mE nicht in den Erzählmodus des Textes.

Das ist wahr und genau deshalb hab ich es auch bei der Überarbeitung drin gelassen. Irgendetwas braucht der Text, was einen NICHT allzu nah kommen lässt. Und wer weiß, was der Prota noch (an Gefühlen) mitbekommt. Es beruht leider alles auf Beobachtungen, die ich selbst machen musste. Daher weiß ich, dass manchmal noch Dinge erhalten sind, die man längst pfutsch und weit weg glaubte. Und was dieses Gefühl angeht, wenn man meint zu ersticken, obwohl das unmöglich ist, sich dann wieder entspannt und atmet...warum sollte das nicht auch für den Prota etwas darstellen? Das Eklige an der Krankheit ist ja gerade, dass man seinen Intellekt zuletzt verliert. Man versteht nur nicht mehr, was um einen herum passiert.  Und die Sprache ... bis zum endlosen 'Ähh'.

Meinst du, es wäre schlauer, den Text entzwei zu reißen und nur einen Teil aus der Sicht des jetzigen Prota zu erzählen? Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Es wäre aber ein ziemlich auseinandergerupftes Eckchen Text, wenn man es auch noch zerteilt. Confused
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Saga
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BeitragVerfasst am: 20.10.2014 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich misch mich mal kurz ein: Nein, auseinanderreißen würde ich den Text nicht. Du erwähntest eine Webseite zum Thema. Da wird wohl genug Information sein, die die Krankheit von außen beschreibt, oder?

Ich will auch nicht "alles" wissen, aber wenn man so ungefährt mitverfolgen kann, wo der Protagonist sich gerade befindet und was er tut, wird das Erleben dessen, was in/mit ihm vorgeht zumindest in meinem Falle verstärkt.

"Beschreibungen" sind nicht nötig. Wenn man z.B. die Frau "Aua" schreien hört (wenn es denn so ist, dass er sie umhaut), würde das für mich völlig ausreichen. Ohne dem fehlt mir da etwas.

Zitat:
Sie nickt wieder. „Jacke. Herbert!“ Als gäbe es nur diese eine Sache auf der Welt. Seine Frau nickte auch viel zu oft. Wenn ihr Gesicht nicht nass war. Da ist ein Wort. Es war wieder weg. Ein Arm schlägt in die Luft. Wut. Seiner? Haut die Dicke um. Er schüttelt den Kopf. Das Wort! Wieder weg. Schlägt wieder und trifft den Zaun. Die Hand wird rot. Blut. Ein Wort! Er lacht. Ein Wort! Endlich! Blut!


Alles, was mir zu diesem kurzen Abschnitt einfällt: "Jacke, Herbert!" - ganz klasse!/Seine Frau ... Wenn ihr Gesicht nicht nass war - Er weiß also, dass die Frau im Haus seine Frau ist, aber er hat kein Wort mehr für "Tränen"?/Da ist ein Wort. Es war wieder weg - Ich komme irgendwie auf nichts, was er jetzt gerne sagen würden wollte, und darum hängt das irgendwie in der Luft. Kann man selbstverständlich drüber weglesen./Ein Arm schlägt in die Luft. Wut. Seiner? Haut die Dicke um - Wut, weil ihm das Wort fehlt? "Haut die Dicke um" finde ich zu, hm, umgangssprachlich, als wären eben diese Worte plötzlich für ihn wieder da "Haut-die-Dicke-um", passt das zu seiner Sprachlosigkeit?/Blut - das ist nicht das Wort, nach dem er gesucht hat, aber es immerhin irgendein Wort? Ist es das, was ausgedrückt werden soll? Das er zuschlägt, bis ein Wort kommt?

Lg, Saga


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saher
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014 09:18    Titel: Re: Krank pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein Knall. Es zerspringt in tausend Scherben, die ihn nicht atmen lassen. Verdammtes Glasding. Vase, fällt ihm ein. Er wirft einen Blick zu seiner Frau. Ihr Gesicht ist nass. Er dreht sich um.
„Sauerei“, brüllt eine Stimme. Er kratzt sich am Kopf. Die Stimme kommt ihm bekannt vor. Das Gesicht seiner Frau ist immer noch nass. Ein Arm schiebt sie unsanft zur Seite. „Weg“, schreit ein  Mann.
Er stürzt hinaus. Auf die Straße. Luft! Er füllt seine Lungen wie andere eine Thermoskanne.  Unschlüssig kratzt er sich am Kopf. Wischt sich mit dem Handrücken die Nase. Wie Nebel schwebt sein Atem vor ihm davon.  
„He, Herbert“, eine Stimme kommt mit einer dicken alten Frau um die Ecke hinter seinem Auto. Früher ist er oft gefahren. Jetzt nicht mehr.  
Er nickt. Fühlt sich gut. Das Auto. Die dicke Frau. Sie kennt seinen Namen! Wozu hatte er den und warum war er ihm entfallen?  Er macht einen Schritt auf sie zu. Noch einen. Oben und Unten verschmelzen, links und rechts werden Eins. Ein Knall. Schmerz. Oben ist wieder über ihm. Aber wo ist rechts?
Die dicke Frau streckt ihm die Hand entgegen.  „Na, Herbert? Will das Gleichgewicht nicht mit dir gehen?", erkundigt sie sich. Ein abgeklärtes Lächeln umspielt ihre schmalen Lippen. Er rappelt sich auf.  Rechts ist wieder rechts und links woanders. Der Boden ist unter seinen Füßen, wo er hingehört? Alles ist gut.
„Herbert, müsstest du nicht eine Jacke tragen? Es hat mir heut Nacht drei meiner Zwergkaninchen beinah schockgefroren! Geh doch nochmal rein und frag die Traudi nach deiner Jacke!“
Er nickt. Nickt er? Wozu? „Ich war auch mal fett“, erklärt er hilfsbereit. „aber nicht so wie Sie...“
Jetzt macht die Dame ein Gesicht und nickt. „Jacke, Herbert.“
Er läuft neben ihr her. „Ich war mal Professor der Philologie! Hat Spaß gemacht!“ Hat es wirklich. Das waren Jahre! Warum ist er nicht mehr dort? An der Uni hat es ihm gut gefallen. Warum ist der Autoschlüssel nicht in seiner linken Hosentasche? Er schaut zur dicken Dame, als müsse die es wissen.
Sie nickt wieder. „Jacke. Herbert!“ Als gäbe es nur diese eine Sache auf der Welt. Seine Frau nickte auch viel zu oft. Wenn ihr Gesicht nicht nass war. Da ist ein Wort. Es war wieder weg. Nicken. Nass. Weg! Ein Arm schlägt in die Luft. Wut. Seine? Er schüttelt den Kopf. Das Wort! Wieder weg.  Schlägt wieder und trifft den Zaun. Die Hand wird rot. Blut. Ein Wort! Er lacht. Ein Wort! Endlich! Blut!
        "Herbert?" Die Frau schaut ihn besorgt an. Als er nicht antwortet, nur auf die Hand starrt, als erwarte er Antworten von ihr, nimmt sie ihn bei der anderen.
Beschwingt macht er sich auf den Weg zu seinem Haus. Die Frau fällt von ihm ab, wie Obst vom Baum. Bleibt stehen. Geht weg.  
        Die Tür ist zu. Warum ist die Tür zu? Er rüttelt am Griff. Zu! Er tritt dagegen. Wut! Er hasst es, wenn das Blut ihm in den Kopf schießt und er die Zeit nicht mehr kontrollieren kann. Ein Bein tritt gegen einen Blumentopf. Wieder Scherben.  Er öffnet den Mund, etwas Wildes sollte herauskommen. Stille. Die Wut wird wilder. Angetrieben vom Schmerz. Dem Äußeren, wie dem Inneren. Er öffnet den Mund. Nichts. Dann: „Ähhh!“
Die Tür öffnet sich. Da steht die Frau. Seine Frau. Die Hand schiebt sie beiseite. „Blut“, faucht die Stimme triumphierend. Er kennt das Wort!
Das Gesicht der Frau verändert sich. Bleibt nass, scheint aber heller. „Herbert, das ist ja toll! Ja, das nennt man 'Blut'.“
Sie nimmt  ihn bei der anderen Hand und macht weiße Dinger an sein Blut, nachdem sie ihn gezwungen hat, die Hand zu waschen.
Die Frau wischt das Nasse aus dem Gesicht. „Hast du deine Medizin heute schon genommen?“, erkundigt sie sich. Die Stimme hört er kaum. Ein Knurren antwortet. Sie blickt auf. Große Augen, die sich in seine Schmerzen bohren. Er windet sich. Wendet sich ab.  
„Wie soll ich das bloß am Samstag mit dir anstellen. Auf der Beerdigung?“
Er hört sie und versteht kein Wort.  Keines. Außer 'anstellen'.
„Fernseher“, sagt die Stimme.
Sie steht auf und schaltet ihn an. Dreht sich wieder zu ihm. „Oh, Herbert. Wie soll ich das nur machen?“
Es ist ein gutes Gefühl, sie um sich zu haben. Die Stimme macht: „Ähhh!“ Ein Arm schiebt sie fort.
Im Fernseher läuft etwas. Ein Mann spricht. Er versteht nicht, worum es geht. Aber er kennt den Mann.  „Renegald Ruchfeld, geboren am 15. März 1965“, sagt die Stimme.
Er schüttelt den Kopf. Etwas ist falsch. Ist schon lange nicht richtig. Wird nicht anders. Falsch? Ein Wort! Was bedeutet es doch gleich?
„Die Beerdigung am Samstag.“ Er hört der Stimme seiner Frau zu. Dreht sich zu ihr. Sie wischt das Nasse aus dem Gesicht. Bleibt in seinem Sichtfeld sitzen. „Weg“, brüllt die Stimme. „Fernsehn!“
„Die Beerdigung am Samstag“, wiederholt ihre Stimme.
„Ähhh!“ Etwas will sprechen, findet aber kein Wort. Sprechen? Ein Wort! Er spürt, wie seine Mundwinkel sich heben.
„Die Beerdigung deines Sohnes am Samstag. Was willst du anziehen?“
Etwas will sprechen. Wut! Nein, anders. Er nickt. „Christoph Segebert, geboren am siebten November Neunzig. Kenn ich!“ Worte. Nicht genug.  Etwas schießt ihm ins Gesicht. Wut? Nein. Anders. Es überschwemmt seine Augen. Wut? Lächeln! „Fernsehen!“


Meine Tochter hat mit der Computer-Maus gespielt, die Maus hat es leider nicht zu gut verkraftet... Daher kann ich fürs Erste auch nichts mehr markieren...
@saga: Ja, die Umhausache fand ich auch too much. Jetzt ist sie weg. @Klemens: Die Thermoskanne hat ein Bleiberecht, gerade weil sie einen Stilbruch darstellt
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Klemens_Fitte
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

nur ganz kurz heute:
saher hat Folgendes geschrieben:
Meinst du, es wäre schlauer, den Text entzwei zu reißen und nur einen Teil aus der Sicht des jetzigen Prota zu erzählen? Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Es wäre aber ein ziemlich auseinandergerupftes Eckchen Text, wenn man es auch noch zerteilt. Confused

Um Himmels willen, nein. Um dir am Beispiel der Thermoskanne zu verdeutlichen, worauf ich hinaus will – du nennst die Stelle einen bewussten "Stilbruch", weiter oben schreibst du:
saher hat Folgendes geschrieben:
Daher weiß ich, dass manchmal noch Dinge erhalten sind, die man längst pfutsch und weit weg glaubte. Und was dieses Gefühl angeht, wenn man meint zu ersticken, obwohl das unmöglich ist, sich dann wieder entspannt und atmet...warum sollte das nicht auch für den Prota etwas darstellen? Das Eklige an der Krankheit ist ja gerade, dass man seinen Intellekt zuletzt verliert. Man versteht nur nicht mehr, was um einen herum passiert.  Und die Sprache ... bis zum endlosen 'Ähh'.

Das ist für mich dann wieder ein Hinweis, dass dieses Sprachbild aus dem Erleben des Protagonisten stammt, was ich ihm auch nicht absprechen will. Es ist für mich – das meinte ich, vielleicht etwas unverständlich, mit "Erzählmodus" – eine Frage der Formulierung; drückt es sich in ihm genau so aus, inklusive des "wie andere"? Falls ja, falls es in ihm dieses Bild von "anderen" gibt, die "Thermoskannen füllen" – dann muss das mE deutlicher werden, denn sonst bekommt die Formulierung eine zu stark auktoriale Färbung, die ziemlich vereinzelt im restlichen Textgefüge steht.

Kurz gesagt, die Frage für dich ist: Worin besteht der "Stilbruch"? Darin, dass sich an dieser Stelle ein souveränes Formulieren deines Protagonisten zeigt, er also nicht nur Worte, sondern ein Sprachbild findet, das mit seinem inneren Erleben deckungsgleich ist und sozusagen Identität stiften kann? Ein Selbst-behaupten?
Oder besteht der Stilbruch darin, dass hier ein auktorialer Erzähler das Sprachbild, das sich im Protagonisten entwickelt hat, nimmt und es mir mit seinen (denen des Erzählers) Worten vermittelt?

Ich möchte gar nicht, dass du die Stelle streichst. Aber sobald du weißt, wofür sie steht, findest du vielleicht eine bessere Möglichkeit, sie zu formulieren?

Auch da: Es ist deine Entscheidung, ich kann dir nur meine vor- und herantastenden Gedanken dazu mitgeben. Du bist recht fix mit deinen Überarbeitungen, und soweit ich das überblicke, gehen sie auch in die richtige Richtung; aber vielleicht wäre es gut, den Blick etwas vom Papier zu nehmen und den Text, in Idee und Ausführung, mit etwas Abstand zu betrachten?

Für mich bleibt es jedenfalls sehr spannend und ich freue mich auf eine Fortführung der Diskussion.

Gruß,
Klemens


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saher
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014 11:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Thermoskanne - EDIT: ah, nein, ich meinte Klemens Embarassed : Bewusster Stilbruch, weil: was der Text versucht ist ja nicht viel anders, als den Leser hineinzureißen, in einen Kopf, aus dem man nicht schlau werden kann. Davor wollte ich sozusagen noch ein Durchatmen gestatten. Denn danach ist ein 'Auftauchen' verboten Razz  Die Thermoskanne dient also mehr dem Leser, als dem Text. Ein letztes auktoriales 'Sich-Erheben' aus dem Sumpf gänzlich fremder Gedanken.
 
Denn, mMn ist es sonst unerträglich. Das Fehlen der Worte betrifft bis zu einem gewissen Punkt sogar den Schreibstil. Einen ganzen Text nur in kurzen Sätzen ohne jegliche Ausschmückungen, das wäre gerade ein Stil, den ich so für mein Monster (man nennt es Roman) nutze, um Spannung aufzubauen. Ein kurzer Text, der praktisch nur aus Spannungsaufbau besteht, geht bei dem Thema irgendwie auch nicht. Es geht ja gerade um diese Banalität jeder dieser - scheinbar ungewöhnlichen - Wahrnehmungen. Wenn ich also kurz die auktoriale Erzählperspektive wähle, mich sozusagen über die Handlung erhebe, kann  ich mich distanzierter umschauen und dann wieder hineinstürzen. (Drachen machen das so wink ). Also lieber bewusst raus aus der persönlichen Perspektive, Luftholen und - wie in der Achterbahn - runter, statt gleich in der Abyss zu versumpfen. Das geht jetzt zwar als Aussage schon wieder vom eigentlichen Text weg, ist aber dennoch meine Sicht der Dinge.
Klärt mich auf, wenn's Blödsinn ist...ich schreib ja nur, was mir so durch den Kopf hüpft. Einen Schreibratgeber hab ich im Leben noch nicht angerührt rotwerd

Jetzt kommen sie sicher gleich, um mich mit Schreibratgebern zu steinigen - oder nennt man das ratgebern??? Blink
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Klemens_Fitte
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

saher hat Folgendes geschrieben:
Jetzt kommen sie sicher gleich, um mich mit Schreibratgebern zu steinigen - oder nennt man das ratgebern??? Blink


Zumindest von meiner Seite hast du dahingehend nichts zu befürchten lol2

Ich nehme deine Ausführungen jetzt aber mal mit, lege sie über den Text und lese noch ein paarmal, und melde mich, sobald mein Eindruck ein bisschen mehr an Kontur gewonnen hat.


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Saga
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Es wird, es wird ...

Nur drei kurze Anmerkungen.
Zitat:
Ein abgeklärtes Lächeln umspielt ihre schmalen Lippen.
Den Satz würde ich wieder streichen. Er ist nicht nötig, für das Begreifen, was vor sich geht, und er lenkt die Aufmerksamkeit zu sehr auf die Frau. Außerdem ist er nicht wirklich gut. Die zwei Adjektive sind zu "wortreich", das "umspielt" zu klischeehaft.

Zitat:
Als er nicht antwortet, nur auf die Hand starrt, als erwarte er Antworten von ihr, nimmt sie ihn bei der anderen.
Da vorher die Frau erwähnt wird, ist "als erwarte er Antworten von ihr", nun, nicht missverständlich, aber für meinen Geschmack nicht eindeutig genug. "Als erwarte er dort eine Antwort" wäre 100%. Ach ja, und vielleicht "nichts erwidert" statt "nicht antwortet", sonst wiederholt sich "antworten/Antwort".

Zitat:
Die Frau fällt von ihm ab, wie Obst vom Baum. Bleibt stehen. Geht weg.
Geile Sequenz. Super!

Lg, Saga


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saher
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014 14:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Euch beiden: DANKE!

Ich find's echt super, wie ihr euch Gedanken über meinen Text macht. So viele eigene hatte ich wohl selbst noch nicht dazu... Wohow
Dann stell ich, in Hinblick auf die 'Du arbeitest zu schnell- Kritik' - welche bei mir ohnehin immer zutrifft - die nächste Überarbeitung in einer Woche rein.
Oder wann ich sonst Zeit finde.

Wenn zwischendurch noch jemand was dazu sagen möchte: Nur zu! (Klemens, ich warte noch auf die 'Schablone-drüber-halt-Kritik'. Die Diskussion ist nämlich noch längst nicht  sicher in der Thermoskanne verstaut! lol Oder ich muss mir doch noch einen Schreibratgeber zulegen hmm ?
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Klemens_Fitte
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

saher hat Folgendes geschrieben:
(Klemens, ich warte noch auf die 'Schablone-drüber-halt-Kritik'. Die Diskussion ist nämlich noch längst nicht  sicher in der Thermoskanne verstaut! lol Oder ich muss mir doch noch einen Schreibratgeber zulegen hmm ?


Oh weh, rechne mal nicht vor Ende der Woche damit Embarassed
Bei mir hat sich in der letzten Zeit einiges an Leserückstand im Forum angehäuft, den muss ich erstmal aufholen. Und dann will ich dir natürlich einen ausführlichen Kommentar schreiben, nicht wieder solche Zwischendurch-Dinger.

Aber, wie du sagst, vielleicht schiebt sich ja auch noch jemand dazwischen.


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saher
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BeitragVerfasst am: 15.12.2014 22:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Er wirft einen Blick zu seiner Frau. Ihr Gesicht ist nass. Er dreht sich um. Fort von ihr. Von den Tränen, die nichts mehr sagen wollen.
„Weg“, schreit ein Mann. Er selbst? Woher soll er das wissen?
Er stürzt hinaus. Auf die Straße. Luft! Er füllt seine Lungen wie andere eine Thermoskanne. Unschlüssig kratzt er sich am Kopf. Wischt sich mit dem Handrücken die Nase.
„He, Herbert“, eine Stimme kommt mit einer dicken alten Frau um die Ecke hinter seinem Auto. Früher ist er oft gefahren. Jetzt nicht mehr. Sie haben es ihm verboten.   
Er nickt. Fühlt sich gut. Das Auto. Die dicke Frau. Sie kennt seinen Namen! Er macht einen Schritt auf sie zu. Dann beginnt es. Schon wieder. Oben und Unten verschmelzen, links und rechts werden Eins. Ein Knall. Schmerz. Oben ist wieder über ihm. Aber wo ist rechts?
Die dicke Frau streckt ihm die Hand entgegen. Dann ist rechts ist wieder rechts und links woanders. Der Boden ist unter seinen Füßen. Alles gut.
„Herbert, müsstest du nicht eine Jacke tragen? Es hat mir heut Nacht drei meiner Zwergkaninchen beinah schockgefroren! Geh doch nochmal rein und frag die Traudi nach deiner Jacke!“
Er nickt. Nickt er? Wozu? „Ich war auch mal fett“, erklärt er hilfsbereit. „aber nicht so wie Sie...“
Jetzt macht die Nachbarin ein Gesicht und nickt. „Jacke, Herbert.“
Er läuft neben ihr her. „Ich war mal Professor der Philologie! Hat Spaß gemacht!“
Sie nickt wieder. „Jacke. Herbert!“ Als gäbe es nur diese eine Sache auf der Welt. Seine Frau nickte auch viel zu oft. Immer wiederholen sie ihm alles, dabei erinnert er sich doch genau. An so vieles. Ist ja nicht so, als ob er Alzheimer hätte. Er nimmt immer seine Medizin!
Beschwingt macht er sich auf den Weg zu seinem Haus. Die Nachbarin fällt dabei von ihm ab, wie eine überreife Frucht vom Baum. Er sieht sich nicht um. Wozu auch?
Die Tür ist zu. Warum ist die Tür zu? Er rüttelt am Griff. Zu. Er tritt dagegen. Wut! Er hasst es, wenn das Blut ihm in den Kopf schießt und er die Zeit nicht mehr kontrollieren kann. Ein Bein tritt gegen einen Blumentopf. Scherben. Er öffnet den Mund, etwas Wildes sollte herauskommen. Stille. Die Wut wird wilder, angetrieben von dieser Stelle der Leere, die ihn ausfüllt. Er öffnet den Mund. Nichts. Dann: „Ähhh!“
Die Tür öffnet sich. Da steht die Frau. Seine Frau. Die Hand schiebt sie beiseite. Er geht an ihr vorbei ins Haus. Ihren ratlosen Blick erträgt er nicht. Ist ja nicht so, als ob er krank wäre! Er nimmt seine Medizin!  
Die Frau wischt das Nasse aus dem Gesicht.
„Hast du deine Medizin heute schon genommen?“, erkundigt sie sich. Die Stimme hört er kaum. Ein Knurren antwortet. Sie blickt auf.
„Wie soll ich das bloß am Samstag mit dir anstellen. Auf der Beerdigung?“
Er hört sie, und versteht kein Wort. Keines. Außer 'anstellen'.
„Fernseher“, sagt die Stimme.
Sie steht auf und schaltet ihn an. Dreht sich wieder zu ihm. „Oh, Herbert. Wie soll ich das nur machen?“
Es ist ein gutes Gefühl, sie um sich zu haben. Die Stimme macht: „Ähhh!“ Ein Arm schiebt sie fort.
Im Fernseher läuft etwas. Ein Mann spricht. Er versteht es nicht. Kennt den Mann.  „Renegald Ruchfeld, geboren am 15. März 1965“, sagt die Stimme. Zufrieden mit sich und der Welt nickt er. Nickt Ruchfeld zu.
Das Nicken geht in ein Kopfschütteln über. Etwas ist falsch. Ist schon lange nicht richtig. Wird nicht anders. Aber er kann nicht einmal benennen, wie es sich anfühlt, dieses 'Falsch'.
„Die Beerdigung am Samstag.“ Er hört der Stimme seiner Frau zu. Dreht sich zu ihr. Sie wischt das Nasse aus dem Gesicht. Bleibt in seinem Sichtfeld sitzen.
„Weg“, brüllt die Stimme. „Fernsehn!“
„Die Beerdigung am Samstag“, wiederholt ihre Stimme.
Seltsam unvollständig scheint ihm diese Szene. Etwas ist fort. Etwas, das um jeden Preis dort sein müsste. Er schlägt auf den Tisch. Geräuschvoll. Wortlos.
„Die Beerdigung deines Sohnes ist am Samstag. Was willst du anziehen?“
Etwas will sprechen. Wut! Nein, anders.
Er spürt, wie sich sein Mund öffnet.
„Christoph Segebert, geboren am siebten November Neunzig. Kenn ich!“ Worte. Nicht genug.
Sein Mund klappt wieder auf. Worte rinnen, wie Wasser. „Geburtsgewicht 3150 Gramm. Ich stand im Flur, als sie ihn geholt haben. Das Licht war falsch, sodass ich das Bild an der Wand nicht erkennen konnte. Blau. Es war blau.“ Er holt tief Luft, als sei er aus großer Tiefe aufgetaucht. „Fernsehn!“
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