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Das Liebesnest im Zyklus der Lebensjahreszeiten


 

 
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curd belesos
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 73
Beiträge: 43
Wohnort: Im Land zwischen den Meeren


BeitragVerfasst am: 29.08.2014 23:03    Titel: Das Liebesnest im Zyklus der Lebensjahreszeiten eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

I.  Frühling

Kannst du es fühlen, was mein Herz empfindet,
Ein tiefes Sehnen raubt mir alle Ruhe,
In meinem Herzen, wie in einer Truhe,
Ist fest verschlossen, was uns zwei verbindet.

Wir saßen damals unter Blütenblättern
Versteckt in unserm Liebesnest im Garten
Und wollten immer aufeinander warten
Auf dieser kleinen Bank aus harten Brettern.

Dann kam ein Pfeil, direkt von Amors Bogen,  
Der süß die Liebe in das Herz uns senkte,
Und das Verlangen heiß und fordernd brachte,
 
Ganz still und heimlich durch die Nacht geflogen.
Ich war so glücklich, und was ich dir schenkte,  
War meine Lust, die dich zum Vater machte.

II.  Sommer

Wir haben dort im Liebesnest gesessen,
In jener Nacht, die mich so glücklich machte,
Dass dir mein Herz voll treuer Liebe lachte;
Ich werde diese Stunden nie vergessen.

Heut blühen wilde Blumen auf den Wegen,
Auf denen ich so gern zu dir gekommen,
Du hast mich liebend in den Arm genommen,
Doch für ein Wir fehlte des Glückes Segen.

Ich habe dir nicht nur mein Herz gegeben,
Als du mich hier vom Kind zum Weibe machtest.
Für dich ein Spiel, du meintest es nicht ehrlich,

Denn ich war bald darauf für dich entbehrlich.
Noch spüre ich die Scham, als du nur lachtest.
Ich geh allein und traurig durch mein Leben.

III.  Herbst

Wir haben unser Nest am Meer gefunden,
Hier ist das Glück uns beiden endlich hold,
Die Zeit zu zweit noch kostbarer als Gold,
Denn unsre Herzen können hier gesunden.

Vergangene Zeiten schlugen manche Wunden,
Doch unser neues Glück vertreibt den Schmerz
Und so erholt sich langsam unser Herz;
Es zählen nur noch diese schönen Stunden.

Mit Freuden haben wir uns das gegeben,
Was man im Rausch der Sinne gerne gibt,
Und wollen neu uns eine Zukunft bauen,

Denn nur zu zweit genießen wir das Leben.
So voller Hoffnung, selig und verliebt
Darf unser Herz dem Wort des andren trauen.

IV.  Winter

Ich muss im Liebesnest alleine sitzen,
Die rot geweinten, müden Augen schmerzen;
Vorbei die Zeiten, mit den frohen Scherzen
Und auch der Himmel grollt mit hellen Blitzen.

Du bist vor Tagen leis von mir gegangen,
Liegst nun im Grabe in der stillen Kühle;
Es tobt in mir ein Kampf meiner Gefühle,
Und tiefe Trauer hält mein Herz gefangen.

Ich will an diesem Ort hier nicht mehr leben,
Mit der Erinnerung von schönen Tagen,
Und möcht in meinem Kummer fast vergehen.

Ich spür wie Trauer Wolken um mich schweben,
Und kann den Schmerz im Herzen kaum ertragen,
Wie soll ich da des Schicksals Sinn verstehen.

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Soraja
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Beiträge: 218

DSFx


BeitragVerfasst am: 06.09.2014 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo curd besesos,

ich finde die Beschreibung Deiner Lebensjahreszeiten schön und wehmütig.

Nur manchmal empfinde ich das was sich reimt zu simpel?? Ich weiß nicht ob das die richtigen Worte für den Reim sind.

Ein Beispiel: Ein tiefes Sehnen raubt mir alle Ruhe,
In meinem Herzen, wie in einer Truhe,

Das reimt sich und passt auch und dennoch stört mich das Wort Truhe.

Entschuldige, dass ich es nicht besser beschreiben kann.

LG Soraja


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curd belesos
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Beiträge: 43
Wohnort: Im Land zwischen den Meeren


BeitragVerfasst am: 07.09.2014 12:39    Titel: Das Liebesnest im Zyklus der Lebensjahreszeiten pdf-Datei Antworten mit Zitat

moin moin Soraja,

Ein tiefes Sehnen raubt mir alle Ruhe,
In meinem Herzen, wie in einer Truhe,
Ist fest verschlossen, was uns zwei verbindet.

In einer Truhe ist fest verschlossen.........war für mich ein so schöner Gedanke, dass ich erst später den "banalen" Vers Ruhe/Truhe richtig mitbekommen habe.

Ja, es stört mich jetzt auch. Wahrscheinlich werde ich die drei Zeilen der ersten Strophe komplett umschreiben müssen. Nein, besser ich werde sie umschreiben.

Danke, für deine einfühlsame Art, mir die nicht gelungene  Wortwahl so schonend beizubringen Smile))

LG
CB


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Soraja
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Beiträge: 218

DSFx


BeitragVerfasst am: 07.09.2014 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo curd belesos,

es war mir eine Freude wieder etwas von Dir zu lesen. Danke


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curd belesos
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Alter: 73
Beiträge: 43
Wohnort: Im Land zwischen den Meeren


BeitragVerfasst am: 08.09.2014 13:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

moin moin Soraya,

dein berechtigter Einwand hat mir keine Ruhe gelassen.

Ich habe nicht nur die Truhe entfernt, nein, auch die harten Bretter der Bank Very Happy



I.  Frühling
Kannst du es fühlen, was mein Herz empfindet,
Ein tiefes Sehnen lässt mich leis erbeben,
Ich möcht erneut die Zeit mit dir erleben
Und liebend spüren, was uns zwei verbindet.

Wir saßen damals unter Rosenranken,
In unserm Liebesnest, versteckt im Garten
Und wollten immer aufeinander warten
Denn unsre Treue würde niemals wanken.

Dann kam ein Pfeil, direkt von Amors Bogen,  
Der süß die Liebe in das Herz uns senkte,
Und das Verlangen heiß und fordernd brachte,
 
Ganz still und heimlich durch die Nacht geflogen.
Ich war so glücklich, und was ich dir schenkte,  
War meine Lust, die dich zum Vater machte.


LG
CB

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Soraja
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Beiträge: 218

DSFx


BeitragVerfasst am: 08.09.2014 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo curd belesos,

für meine Seele hat es sehr gewonnen, Dein Lebensjahreszeitenwerk


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