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Formatierung im Manuskript

 

 
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BerndHH
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Alter: 55
Beiträge: 520
Wohnort: HH


BeitragVerfasst am: 09.08.2014 10:53    Titel: Formatierung im Manuskript eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

[quote] Zucht und Ordnung. Und wenn es sein musste mit dem Ochsenziemer eingebläut.

 Die Fegeleins, das entsprach einer deutschen Karriere in Reinstform.
Der Junior folgte sehr bald dem alten Herrn: Gestellung beim 17. Bayerisches Reiter-Regiment und von 1926 bis 1928 bei der Bayerischen Landespolizei München.
 Seine Karriere endete genauso abrupt, wie sie begonnen hatte.
 „Aus dienstlichen Gründen“, wie es damals hieß und nicht weiter verfolgt wurde. Später sollte auch keiner mehr danach fragen.
Fast sein ganzes Leben verbrachte Hermann bei den Pferden. Schon früh als Stallbursche des schnauzbärtigen Christian Weber, dem honorigen Präsidenten des Kreistags von Oberbayern und gleichzeitig Präsidenten des „Wirtschaftsbundes Deutscher Rennstallbesitzer und Vollblutzüchter“. SS-Brigadeführer Weber, Führer der Reiter-SS.

Der ewig polternde Rüpel und Trunkenbold. Weißbier und Schnaps.
 „Mei Liewwer, dös is kaum zehna durch un‘  scho‘ bsuffa der Saudepp!“
Weber führte den jungen Fegelein in die ruppigen Weihen des Nationalsozialismus ein. Dieser trat 1931 als Staffel-Anwärter dem schwarzen Orden bei und wurde zwei Jahre später bereits Sturmführer.
 Kaum jemand war ehrgeiziger als der aufstrebende Hermann Fegelein.
Viel mehr noch als sein sechs Jahre jüngere Bruder Waldemar. Dafür wäre er über Leichen gegangen. Es sollte nur noch steil nach oben gehen. Immer weiter, immer höher. Die Tatsache, dass ihn Rüstungsminister Albert Speer für eine der „ekelhaftesten Persönlichkeiten“ im Führungskreis um Adolf Hitler hielt, ging ihm an seinem muskulösen Pferdehintern vorbei. „Helden sind einsam“, das war sein Motto und danach lebte er. Was andere Menschen von ihm hielten, das war ihm vollkommen schnuppe.

 Hermann Fegelein war jemand, der fordert, nicht bittet.
Schon in seiner frühen Jugend musste er schnell lernen, was Konkurrenz bedeutet.

 Im Pferdesport gab es einen übermächtigen Gegner.
Die Kavalleriereitschule Hannover.
 Sie stellten die besten Dressur- und Springreiter Europas und Fegelein verbrachte jede Minute damit, sich an ihnen, den Besten der Besten der Kavallerieschule der Reichswehr vom Preußischen Militärreitinstituts Hannover, zu messen. Carl-Friedrich von Langen auf „Draufgänger“, Hermann Linkenbach auf „Gimpel“ und Eugen von Lotzbeck auf „Caracalla“.  Die Bronzemedaille in der Vielseitigkeit nahm Bruno Neumann 1928 auf „Ilja“.

 Gegen die Hannoveraner war kein Kraut gewachsen.

 Und der blutjunge Hermann Fegelein nahm dies höchst persönlich. Er konnte gar nicht mehr einschlafen, wenn er an die stolzen Niedersachsen mit ihren Soldatenpferden dachte, die eine Medaille nach der anderen gewannen, so dass es fast schon unheimlich war.
 Ein anderer hätte vielleicht darüber gelacht. Nicht so Hermann Fegelein: er hasste die Preußen! Er war schließlich SS-Sturmbannführer, Reiterführer des SS-Oberabschnitts Süd und direkt dem Stab RFSS, also Heinrich Himmler und sonst niemanden unterstellt. Diese besondere Dienststellung bekam auch jeder zu spüren, der es mit Fegelein zu tun hatte.
 
1937 an einem schönen Frühlingstag wurde Hermann als strahlender Sieger auf seinem Hengstrappen „Schorsch“ auf dem Deutschen Spring-Derby in Klein-Flottbek bei Hamburg an der Elbe gekürt und er genoss das Blitzlichtgewitter der vielen Fotografen und die schwärmerischen Blicke der jungen Damen.

„Schorsch“, was war das für ein unglaublich prachtvolles Tier mit seinem schwarzseidenem Fell und seiner toupierten Mähne! [quote]


Moin, Moin,
vielleicht ist das ja eine Marotte von mir aber ich achte im Erstellen des Manuskriptes bereits sehr penibel auf eine ästhetisch ansprechende Formatierung, will heißen
=> neue Sätze/Satzblöcke eingerückt
=> wörtliche Rede/Dialoge immer eingerückt
=> kein Satz, der über 2 Seiten geht, das sieht m.E. nicht gut aus
Das führt aber häufig dazu, dass eine DIN-A4 Seite häufig überfüllt wird, bzw. die Form diktiert alles andere. Irgendwie ein Dilemma.

Geht es Euch ähnlich?

Gruss,
Bernd

PS: Nicht an der Sprache stören, soll den damaligen Zeitgeist einfangen und ist noch lange nicht in der finalen Form.


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BerndHH
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 55
Beiträge: 520
Wohnort: HH


BeitragVerfasst am: 09.08.2014 11:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Und hier ein Beispiel für meine Textformatierung.

Aber vielleicht verbringe ich zu viel Zeit mit der Form als mit Inhalt, Sprache und Stil.


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Dorka
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 65
Beiträge: 287
Wohnort: Allertal


BeitragVerfasst am: 09.08.2014 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bernd,

eine Formatierung ist nur dann sinnvoll, wenn Du den Text selbst setzen willst - also als e-book oder bei BOD z.B.

Dann aber solltest Du die Einrückung in der Formatvorlage als Einzug angeben. In der Typografie ist dies in der Breite des kleinen "m" vorgesehen und nicht einfach ein Leerzeichen.
Auch die Leerzeile zwischen zwei Absätzen müsste als Abstand ins Format übernommen werden.
Wenn Du Sätze nicht magst, die über 2 Seiten gehen: machst Du dann Seitenumbrüche in den Text? Dann wären Deine Seiten unterschiedlich lang - das sieht komisch aus.

Wenn Du den Text aber einem Verlag senden willst, solltest Du Dich dieser Art der Formatierung enthalten. Das ist Aufgabe des Verlages - die müssten dann Deine Leerzeichen, Leerzeilen und Seitenumbrüche mühsam wieder löschen.

Leerzeilen zwischen allen Absätzen finde ich nicht gut. Für mich läutet eine Leerzeile einen Wechsel ein: Perspektivwechsel, Ortswechsel, Zeitwechsel.
Irritierend finde ich auch, dass Du nach manchen Sätzen einen Zeilenumbruch machst, obwohl der Satz danach keinen neuen Gedanken enthält, sondern man auch einfach weiterlesen könnte.

Umbrüche sind eigentlich nur in zweiter Linie ästhetisches Mittel, zu allererst sind sie Strukturmittel: Lesehilfen.

Ich würde sparsamer damit umgehen.

Gruß
Dorka
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Dorka
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 65
Beiträge: 287
Wohnort: Allertal


BeitragVerfasst am: 09.08.2014 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir Deinen Pdf-Text angesehen. Da ist die Einrückung zu breit, wie ich finde.
Die gesamte direkte Rede einzurücken ist sehr ungewöhnlich, das kenne ich gar nicht.

Ich habe nun erkannt, dass die Leerzeilen in Deinem ersten Post vom Forums-Editor stammen, in Deinem PDF gar nicht vorkommen. Das vergesse ich manchmal.

Trotzdem gilt: wenig bis gar keine Formatierung, wenn der Text zu einem Verlag soll.

Gruß
Dorka
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BerndHH
Geschlecht:männlichAutor

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BeitragVerfasst am: 09.08.2014 12:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Dorka,

vielen Dank für Deine Tipps. Damit hast Du mich auf einiges hingewiesen, was ich vorher noch gar nicht bedacht hatte.
Ja, das ist natürlich richtig. Beim Einsenden an einen Verlag muss man sich natürlich streng an die Anforderungen der Normseite halten. Daran führt kein Weg vorbei. Also ich störe mich sehr an Fließtexten, daran sind meine Augen einfach nicht gewöhnt und sie mindern das Lesevergnügen drastisch.

Aber natürlich: an erster Stelle müssen natürlich Inhalt, Sprache, Stil, etc. stehen, die Formatierung kommt erst ganz zum Schluss. Durch automatische oder manuelle Silbentrennung verändert sich dann wieder das ganze Seitenbild.

Wenn ich mich recht erinnere, dann hat Stephen King doch einmal gesagt:
Stephen King schreibt in „Das Leben und das Schreiben:
„Ich bin der Meinung, dass nicht der Satz, sondern der Absatz die kleinste Einheit eines Textes darstellt, in der Kohärenz entsteht und Wörter die Chance haben, über sich hinauszuwachsen. Wenn es Zeit wird, das Tempo zu erhöhen, geschieht das auf der Absatzebene.“

Vielleicht sollte ich mich erst einmal um Satzbau, die Wahl der richtigen Zeitform, etc. kümmern.

Gruss,
Bernd


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BerndHH
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BeitragVerfasst am: 09.08.2014 12:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ach so: hatte ich vergessen.
Ich schreibe zunächst einmal nur für mich. Eine Veröffentlichung kann derzeit nicht in Frage kommen, da mein Manuskript voll ist mit historischen Persönlichkeiten und ich keine Schadensersatzprozesse mit deren Nachfahren möchte.
Man müsste die Realnamen durch fiktive ersetzen, also laß ich das mal lieber. Das ist aber ein anderes Thema.


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preusse
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Beiträge: 1182
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 10.08.2014 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mal zwei klitzekleine Anmerkungen:

Eine Mähne verzieht man und toupiert sie nicht.
Und ein Hengst kann zwar ein Rappe sein, aber das Wort Hengstrappe wäre eine Eigenkreation.

Nichts für ungut und viel Erfolg, M. Rolling Eyes


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BerndHH
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 55
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BeitragVerfasst am: 11.08.2014 04:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moin Preusse,
Rappenhengst, na klar. Da hätte ich auch selbst darauf kommen müssen.
Verzogene Mähne bei Sportpferden, das wusste ich noch nicht.
Bin leider überhaupt kein Pferdekenner, wie unschwer zu merken ist.
Was ich meine ist eigentlich eingeflochtene Mähne, was ja häufig vor Turnieren gemacht wird.

Was mich v.a. interessiert und was im späteren Verlauf der Handlung noch wichtig wird, ist die Leistungsfähigkeit von Militärpferden.
Dinge wie:
    Futterbedarf (Hafer, Rohfaser/Heu) pro Marschkilometer
    veterinärmedizinische Besonderheiten, z.B. Dasselfliegen i.d. Pripjetsümpfen
    besondere Eigenschaften von Hannoveranern, Holsteinern, Trakehnern, Insiderwissen halt


Gruss,
Bernd


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