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Stahlbetonzeit – Neonlicht (2)

 
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Jay99
Geschlecht:männlichVorschüler

Alter: 28
Beiträge: 1
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 29.06.2014 20:00    Titel: Stahlbetonzeit – Neonlicht (2) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Stahlbetonzeit – Neonlicht
Dunkelheit.
-Er wacht auf.-
Wo bin ich?
Umher tasten.
-Nichts. Kalter, harter Boden.-
Wo bin ich?!
Rufen.
-Keine Antwort.-
Wo bin ich?!!
Krabbeln.
-Vorne: Wand, Hinten: Wand, Links: Wand, Rechts: Wand-
Ich bin in einem Quader, kann ich stehen?
Aufstehen.
-Decke zirka 20 Zentimeter über seinem Kopf.-
Ich bin in einem Quader, Deckenhöhe: 2 Meter. Wie groß ist der Quader?
Schritte abmessen.
-Vorne: 3 Meter, Hinten: 3 Meter, Links: 3 Meter, Rechts: 3 Meter.-
Ich bin in einem Quader, Deckenhöhe: 2 Meter, Grundfläche: 36 Quadratmeter, Gesamtvolumen: 72 Kubikmeter. Materialtest.
Wände abtasten.
-Alle 6 Seiten gleich: Kalt, glatt, Luftlöcher.-
Ich bin in einem Betonquader, 72 Kubikmeter. Bin ich allein?
Den Boden gründlich abtasten.
-Nichts.-
Ich bin allein in einem großen Betonquader. Was ist hier drin?
Alle Wände gründlich abtasten.
-Nichts.-
Ich bin allein und hier ist nichts.
ES WERDE LICHT!!!
Grelles Flackern, Blendendes Licht.
Seine Augen gewöhnen sich dran.
Seine Ergebnisse waren richtig. Fast.
Er steht in der Mitte eines großen, vollkommen betonernen Raum. Dieser Raum ist leer. Fast. In der einen Ecke hängt ein winziger Lautsprecher.
GUTEN MORGEN, AUFSTEHEN! STRAMM STEHEN! WIE ICH SEHE, HAST DU DICH BEREITS EINGEWÖHNT: ICH BEGRÜßE DICH; DU WIRST DAS ALLES NOCH VERSTEHEN. BIS DAHIN VERSUCHE DOCH SELBER DRAUF ZU KOMMEN!
Was war Geschehen? Gestern noch war er pünktlich um 23Uhr ins Bett gegangen, ganz so wie Mama es beim Abendessen verlangt hatte.
Eigentlich sollte er in seinem Bett aufwachen. Aufgeweckt durch einen Kuss auf die Wange von Mama, Dann sollte er aufs Klo gehen, sich die Zähne putzen, duschen, zu Mama an den Frühstückstisch kommen, 1 weich gekochtes Ei, 2 Graubrote mit Salami essen, und 1 Kaffee und 2 Gläser stilles Wasser trinken. Dann kam die Pille. Ganz so wie Mama es will.
Doch hier gibt es kein Klo, keine Dusche, geschweige denn Zahnpasta oder Frühstück.
Und das Licht ist auch viel zu Grell!
Wieso könnte er hier sein? Er hatte alles gemacht, was Mama am gestrigen Tag gewollte hatte. Er war pünktlich in der Vorlesung gewesen, danach in der Bibliothek, Seminar und dann nach Hause. Da hatte er dann noch gelesen, bis Mama nach Hause kam. Mittagessen. Mittagsschlaf in Mamas Bett. Zurück in die Bibliothek, die Vorlesung  vorbereiten. Wieder zurück nach Hause. Mama beim Abendessen noch ein bisschen belehren, Fernsehen, Zähne putzen, Noch ein paar Seiten lesen. Licht aus, schlafen. Und dann wacht er hier auf.
Mama kann ihn also nicht hiermit bestrafen wollen. Oder?
AUGEN ZU, FRÜHSTÜCK KOMMT!
Augen zu. Dröhnen
AUGEN AUF, FRÜHSTÜCK IST DA.
Vor ihm 1 Teller, 1 Tasse, 2 Gläser: 1 Ei, weich gekocht, 2 Toast, mit Salami, 1 Kaffee, 2 Wasser, still.
„Aber“
Dröhnen.
Vor ihm schiebt sich ein Pissoir aus der Wand.
Er erledigt sein Geschäft.
Dröhnen.
Das Pissoir verschwindet. Ein Waschbecken erscheint. In ihm: eine Zahnbürste, Zahnpasta.
Zähne putzen.
AUGEN ZU, DUSCHE KOMMT!
Augen zu. Dröhnen.
AUGEN AUF, DUSCHE IST DA!
Vor ihm eine ziemlich luxuriöse, gläserne Nasszelle.
Er duscht.
Er frühstück.
„Pille?“
Eine Pille fällt von der Decke.
Er nimmt sie.
„Ich muss zur Universität!“
HEUTE NICHT!
„Aber“
AUGEN ZU, VORLESUNG KOMMT!
Augen zu. Dröhnen.
AUGEN AUF, VORLESUNG IST DA!
Eine Wand ist Glas gewichen. Draußen: Seine Studenten im Vorlesungssaal.
Er hält seine Vorlesung. - Die Rolle des nous bei Parmenides.
Als er fertig ist, schiebt sich wieder der Beton vor das Glas.
„Normalerweise gehe ich jetzt in die Bibliothek“
WELCHE BÜCHER BRAUCHST DU?
„Mansfeld und Primavesi Die Vorsokratiker, Wright Empedocles. The Extant Fragments. Vlastos The Physical Theory of Anaxagoras.“
AUGEN ZU, BÜCHER KOMMEN!
Augen zu. Dröhnen.
AUGEN AUF, BÜCHER SIND DA!
Vor ihm steht ein Bücherregal mit diesen und mehr Büchern. Zusätzlich ein Tisch und ein Stuhl aus der Bibliothek.
Er liest.
Langsam beginnt er hungrig zu werden.
Sein Magen knurrt laut.
AUGEN ZU, MITTAGESSEN KOMMT!
Augen zu. Dröhnen.
AUFEN AUF, MITTAGESSEN IST DA!
Der Tisch und das Bücherregal sind einem Teller gewichen.
Er isst auf dem Boden.
AUGEN ZU!
Augen zu. Dröhnen.
AUGEN AUF!
Der Teller ist weg. Stattdessen Mamas Bett. Er legt sich rein und schläft sofort auf.
Er wacht auf, in Mamas Zimmer, neben ihm Mama - „Mama, was ist passiert?“ - „Nichts, wieso?“.

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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 344
NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 30.06.2014 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

AUGEN AUF - auch dieser Text kommt für mich unter die besten zehn.
Ausgefallene Idee, super umgesetzt.

P.S. Gruß an Mama


_________________
Gruß von Karolin
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Michel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 48
Beiträge: 2198
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, aber mit dem Text werde ich nicht warm.
Es ist nicht der abgehackte Stil, den finde ich zumindest anfangs reizvoll. Aber das Dröhnen nutzt sich ab, und beim Lesen frage ich mich die ganze Zeit, was da eigentlich passiert. Finde ich eine der Schreib-Todsünden: Der Protag darf gern verwirrt sein, aber der Leser sollte zumindest eine Ahnung haben, was er da liest. Der Schluss kommt mir zu banal rüber: Zurück zu Mama. Und noch immer weiß ich nicht, was eigentlich passiert ist. Bitte kein "Und es war nur ein Traum" - aber der Verdacht drängt sich mir auf.
Herzliche Grüße, Michel
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 54
Beiträge: 2446
Wohnort: Mallorca
Ei 2


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Es fängt interessant an, doch schon in den kurz gehaltenen Einschüben, die zwischen der ersten und dritten Person wechseln, ist die Erzählerposition nicht mehr eindeutig. Sicher denkt ein Prota als "ich" doch durch die Absätze verwischt das Denken als "ich" und das erzählerische "er" zu einer Art Brei. Als die Mutter ins Spiel kommt und ich erfahre, dass der Prota in dem Alter ist, in Vorlesungen zu gehen, blicke ich leider überhaupt nicht mehr durch. Und das hält sich bis zu  Ende, da ich weder die Motivation des Prota noch die Pille, um die es geht / oder welche Erkrankung er hat, verstehe. So bleibe ich ratlos zurück.
Viele Grüße
Piratin


_________________
Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Kleeblättchen
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 34
Beiträge: 55
Wohnort: im schönen Frankenland


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich musste deinen Text mehrmals lesen, weil ich zuerst irgendwie ... ich wusste erst nicht was ich davon halten soll. Okay, dass er gut ist, sehr gut sogar habe ich mir von Anfang an gedacht. Aber sonst?

Ich finde ihn beklemmend.

Beim ersten Mal lesen dachte ich erst: Oh, spannend, Mystery-Thriller ... gut
Als der Teil mit seinem Tagesablauf kam dachte ich: Oh, ein kleiner Junge
Doch diese Meinung wurde ja recht schnell widerlegt.

Leider kann ich den Text nicht 100%ig interpretieren.

lg
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 60
Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 01.07.2014 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Guy oder Girl,

die Geschichte beschreibt bloss einen bösen Traum eines "großen Jungen", der noch bei seiner "Mama" wohnt, nicht wahr?
Er studiert, wie man dem Text entnehmen kann und kennt sich mit den geometrischen Gegebenheiten des Raums um sich aus. Irgendwie hat er wohl im Dunkel die Abmessungen vorgenommen.
Doch halt-
hier wird mein Denken zu realistisch, denn es handelt sich doch um einen Traum. Vielleicht ist die Geschichte aus dem geflügelten Wort "Hotel Mama" entstanden, vielleicht bin ich da auch wieder zu prosaisch. Aber für mich ergibt es einen Text-immanenten Sinn, ihn so zu verstehen.
Hm. Dann würde der Junge quasi im Traum reflektieren, was seine Mama oder Mama-nahe Menschen von ihm Denken.
Jedenfalls - nur ein Traum, trifft es wohl am ehesten. Oder hat die Mama wirklich diesen Quader, dieses Gefängnis für ihren großen Jungen gebaut und tut hinterher so, als wäre nichts gewesen?

LG Mardii


_________________
`bin ein herzen´s gutes stück blech was halt gerne ein edelmetall wäre´
Ridickully
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2813

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deinen Beitrag. Auffallend von deiner "Geschichte" ist, du beginnst in der ersten Person (ich) und wechselst plötzlich nach es werde Licht in die dritte Person (er) und verbleibst dort. Warum?
Des Weiteren hat mich deine Geschichte leider nicht gepackt. Ich fand sie unmotiviert geschrieben und langweilig zu lesen. Die Pointe (Traum) kommt uninspiriert.

Dein Beitrag hat es leider nicht in meine Top 10 geschafft. Es tut mir leid.

Merci beaucoup.

LG,
Constantine
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 65
Beiträge: 799

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 02.07.2014 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
der Text ist nicht uninteressant, aber die einzelnen Etappen im Quader, wie es sich die Umgebung aneignet, das dauert mir zu lang.
Enttäuscht war ich leider auch über das Ende, weil es sich einfach so sang- und klanglos auflöst.
Ich denke aber, das war der Kürze der Zeit geschuldet.
Viele Grüße von Zufall
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 26
Beiträge: 2093
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 02.07.2014 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag diesen Text. Er ist an vielen Stellen so herrlich drüber - und es stört ihn selbst nicht mal, es ist die Marotte, die dazu führt, dass er funktioniert. Zwischendrin laberst du etwas viel rum, da geht streckenweise mein Leseinteresse etwas verloren. Das ist schade, aber bei zwei Stunden Schreibzeit, die man hat, war wahrscheinlich nicht mehr genug Ruhe da, um die Längen noch rauszunehmen und die Orthographie zu überprüfen. Ab der Stelle, wo es heißt "AUGEN ZU, DUSCHE KOMMT" und sich das Augen-zu-Prinzip öfter wiederholt, gefällt mir deine Geschichte dann aber gut und auch diese gestört-ödipale Beziehung zur Mutter ist ganz interessant.
Da ich glaube zu wissen, wer hinter diesem Text steckt, weiß ich nicht, ob ich ihn bewerten werden, wenngleich er schon eine Option für die Top 10 wäre.
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 44
Beiträge: 6759

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 03.07.2014 08:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du,

der Anfang war für mich vielversprechend. Man merkt zwar, was ja klar ist, dass du es eben nur runterschreiben konntest, aber diese knappen Sätze gefallen mir und geben m.M.n. gut ein sprunghaftes Denken wieder:

Zitat:
Dunkelheit.
-Er wacht auf.-
Wo bin ich?
Umher tasten.
-Nichts. Kalter, harter Boden.-
Wo bin ich?!
Rufen.
-Keine Antwort.-
Wo bin ich?!!
Krabbeln.
-Vorne: Wand, Hinten: Wand, Links: Wand, Rechts: Wand-


Mein Kritikpunkt ist, dass ich mir keinen rechten Reim auf die Aussage des Textes machen kann, was vielleicht einfach an mir liegt. Auch ist mir das Ganze zu sehr in die Länge gezogen. Etwas mehr Wechsel im Textfluss würde mir auch gefallen.

Lg, KeTam.
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Malaga
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 789



BeitragVerfasst am: 04.07.2014 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Obwohl es sprachlich offensichtlich etwas dürftig ist, ist diese Dürftigkeit doch wiederum stimmig.
Das Skurrile und der Hauch von Psychoanalyse, Ödipussy gefallen mir.
Mein zweiter Platz.
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3041
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 04.07.2014 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Geht es hier um einen Hagestolz und um eine inzestöse Beziehung?

_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
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Vogel
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 451

Goldene Neonzeit


BeitragVerfasst am: 04.07.2014 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mal ... Na, da fehlen mir die Worte. Das ist cool.  Ok, dass es am Ende nach einem Traum zumindest aussieht, ist dann nicht so innovativ. Aber es gefällt mir, dass das zumindest unklar bleibt. Ach, aber wie das geschrieben ist, einfach großartig. So lustig, jedenfalls später, wenn da immer die Sachen hinknallen. Am Anfang klingt das noch etwas holprig. Es ist nicht nur lustig, es ist auch ein wenig bizarr aber vor allem auch ein liebenswerter Umgang mit einem (wie ich vermute?) Asperger-Autisten. Ist das sein Wunschtraum, wäre so sein ideales Leben? Ich bin sehr auf die anderen Kommentare gespannt, könnte mir vorstellen, dass das einige überhaupt nicht schätzen, aber ich find's großartig.

Gruß
Vogel


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Einar Inperson
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 05.07.2014 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und herzlichen Glückwunsch,

du gehörst zu den 10 Auserwählten.

Fast habe ich den Verdacht, dass du gelegentlich auch in der Lyrik zu finden bist.

Ein dichter Text, der den Leser in den Bann - und mitzieht. Ein Text, der zumindest mir nicht verrät, was hiervon die Traumwelt und was die Realität ist, oder ob es in dem Textuniversum überhaupt eine Realität gibt.

Die Wiederholungen sind mir nicht zu viel. Der Wechsel von Stakkatostellen bis zu ruhigen, die Hektik brechenden Beschreibungen, sind gut abgestimmt.

Zitat:
AUGEN ZU, BÜCHER KOMMEN!
Augen zu. Dröhnen.
AUGEN AUF, BÜCHER SIND DA!
Vor ihm steht ein Bücherregal mit diesen und mehr Büchern. Zusätzlich ein Tisch und ein Stuhl aus der Bibliothek.


Sehr gerne gelesen.

Edit: Wer einen solchen Text schreiben kann, der sollte auch einen anderen Titel finden können.


_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

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ErieBee
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 46



BeitragVerfasst am: 05.07.2014 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Du schreibst in einem ganz besonderen Stil, dafür bekommst du von mir Mut-Punkte.

Beklemmend dargestellte  - innere? – Abhängigkeit. Alle Auflagen gut erfüllt. Deine Geschichte ist für mich eine der besten im Wettbewerb.
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halcyonzocalo
Geschlecht:männlichEinsamer Trancer

Alter: 30
Beiträge: 1251
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo


BeitragVerfasst am: 06.07.2014 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hm... ich weiß ehrlich gesagt nicht so Recht, was ich von diesem Text halten soll. Eins muss ich dir zu Gute halten: Die Idee ist originell und hat was. Bei der Umsetzung bin ich mir aber nicht ganz sicher - das trifft einfach nicht meinen Nerv. Fazit: Hat was, spricht mich aber nicht unbedingt an. Tut mir Leid, das ist mein subjektives Empfinden. Schlecht ist der Text nicht.

_________________
Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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niko
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Alter: 62
Beiträge: 200
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 06.07.2014 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

finde ich spannend und -für mich prosaunkundigen- außergewähnlich gemacht. diese kurzen, abgehakten sätze, untereinandergestellt. ich war gleich drin in dieser atemlosigkeit, diesem entsetzt sein... seeeeeeeeeeeehr spannende geschichte!

beste grüße: niko


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Ein Gedicht auf dem Hintergrund der Biographie des Autors zu interpretieren ist so, als würde man einem schwimmenden Schiff das Wasser nehmen. (NJK)
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Eredor
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 06.07.2014 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo! Aus Zeitgründen werde ich nur in wenigen Sätzen meinen Eindruck wiedergeben. Möglicherweise kann ich nach dem Wettbewerb näher zu meiner Stellung Bezug nehmen.

***

Das finde ich gut. Andererseits fehlt auch etwas. Es ist nichts halbes und nichts ganzes für meinen Eindruck.

***

lg Dennis


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"vielleicht ist der mensch das was man in den/ ersten sekunden in ihm sieht/ die umwege könnte man sich sparen/ auch bei sich selbst"
- Lütfiye Güzel
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Spricht mich leider nicht an. Sehr karge Sprache, es wollen keine Bilder entstehen.
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1459
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Der Text kann nichts für die Reihenfolge. Aber der wievielte originelle Plot wird durch den aus-dem-traum-aufwach-kniff hier vernichtet?

Bitte an die Moderation: neben dem Tod auch auf die Verbotsliste!

Zum Text. Bisschen anstrengend zu lesen, aber bis auf die letzte Zeile ganz gut.


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3895

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Und am Ende war es nur ein Traum? Na gut, so eine Sache für sich mit den Enden beim FFF.
Zuerst mal hat mich die Szene ja stark an diesen Film erinnert, Cube? Zum Glück wurde es dann nicht so blutig. Ja, eigentlich wurde es dann sogar sehr lustig. An dem Punkt "Augen auf, Vorlesung ist da", da musste ich wirklich lachen. Es fehlt halt so ein bisschen ein Sinn, ein Aha-Erlebnis - ein richtig guter Schluss, dann hätte es womöglich was.
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Rodion
Schreiber-Lehrling

Alter: 35
Beiträge: 80
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 08.07.2014 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Text besticht durch seinen eigensinnigen Stil. Der Alptraum wird dabei schön beschrieben und da es auch erst zum Schluss aufgeklärt wird, ist die Wirkung groß, da man es ja für genauso wahr hält wie der Träumende.
Ich bin mir nicht sicher, ob das Stück eine tiefere Aussage hat, ich vermute es mal, aber ich hänge zu sehr an den Bildern, als dass ich mir da eine psychologische Erklärung zusammenreimen könnte. Gefällt mir aber sehr gut.
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