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... so weit entfernt


 

 
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SchreibDi
Geschlecht:weiblichErklärbär

Alter: 48
Beiträge: 4
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 12.06.2014 13:24    Titel: ... so weit entfernt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lege deinen Kopf auf meine Brust
Atme ein und atme aus

Höre mein Herz, wie es trägt
Höre den Rhythmus, den es schlägt

Lege deinen Kopf auf meine Brust
Atme ein und atme aus

Fühle mein Herz, wie es sucht
Fühle die Sehnsucht in seiner Glut
Fühle die Leere, die dich ruft

Lege deinen Kopf auf meine Brust
Atme ein und atme aus

Sehe, was mein Herz dir zu erzählen vermag
Sehe, wie es deinen Namen sagt
Sehe, wie es zu dir spricht
‚Fühle, berühre und vergiss mich nicht!’

Lege dein Herz auf meine Brust

Zusammen atmen wir ein
Zusammen atmen wir aus

Dein Herz berührt meins
Wir sind eins


(verzeiht mir den Versuch einer Klassifizierung, denn eigentlich weiß ich so gar nicht, in welches dieser Mehrzeiler hineingehört! Ich freue mich auf Eure Kritik und Anregung und vor allem auf Eure Klassifizierung!)

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niko
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 63
Beiträge: 213
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 13.06.2014 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

hallo schreibDi,

klassifizierungen werden überbewertet... Razz

ich weiß nicht so genau. ein übermäßiger freund von viel wiederholungen bin ich ja nicht. das ist für meinen geschmack hier ein bisschen viel. aber...das mag ansichtssache sein.
was mir schwierigkeiten macht bei deinem text, ist, dass er nicht so recht weiß, ob er ein reimgedicht sein soll oder nicht. du schaukelst da etwas hin und her, reimst garnicht, dann mal wieder gekonnt, dann halbherzig mit "faulen reimen" - leichter machst du es dem leser damit nicht gerade. es mag sicher in irgendeinem gedicht als stilmittel passen. hier empfinde ich es aber eher als störend.

dennoch finde ich die idee des stücks, den aufhänger gut. nur bei der umsetzung würde ich eventuell das ein oder andere (ver)ändern.

beste grüße: niko


_________________
Ein Gedicht auf dem Hintergrund der Biographie des Autors zu interpretieren ist so, als würde man einem schwimmenden Schiff das Wasser nehmen. (NJK)
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SchreibDi
Geschlecht:weiblichErklärbär

Alter: 48
Beiträge: 4
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 13.06.2014 15:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Niko,
vielen Dank für Deine Kritik.

Ich habe es mir selber noch einmal unter den kritisierten Gesichtspunkten vorgelesen und glaube zu verstehen, was du meinst. Durch die verschiedenen Stilrichtungen wird es etwas unruhig und ist dadurch nicht leicht zu erfassen. Der Inhalt wird nebensächlich. Hmm...
Ich sollte mehr auf den Stil achten als auf den Rhythmus. Das ist ein Manko meinerseits, denn ich höre nur darauf, wie es sich anfühlt und nicht so sehr wie es sich liest... ok! Also, nochmals Dank für die Anregung!
aber eine Frage noch:

was sind 'faule Reime' ?

Lieben Gruß
Diana
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niko
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 63
Beiträge: 213
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 13.06.2014 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

reime, bei denen man nicht weiß, ob sie sich nun eigentlich reimen sollen oder nicht. Very Happy
zb: vermag / sagt
oder
glut / ruft

das sollte eindeutiger sich absetzen vonenander oder sich eben...reimen Smile


_________________
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SchreibDi
Geschlecht:weiblichErklärbär

Alter: 48
Beiträge: 4
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 13.06.2014 15:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oha, da und schon was gelernt! Danke Dir! smile
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niko
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 63
Beiträge: 213
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 13.06.2014 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ein ausdruck von mir. Kein literarischer begriff!!!

_________________
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Aranka
Geschlecht:weiblichBücherwurm


Beiträge: 3383
Wohnort: Umkreis Mönchengladbach
Pokapro und Lezepo 2014



BeitragVerfasst am: 13.06.2014 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo SchreibDi,

ein Liebesgedicht? Denke mal, dass du es so einordnen würdest.

Niko hat schon einige Dinge benannt, die man überdenken könnte: a) die Wiederholung dieser Doppelzeile in so kurzer Folge. Sie haben etwas Mantra ähnliches und vielleicht willst du das ja auch so. (Wie ein Refrain im Lied, nur sollten dann vielleicht die Zwischentexte mehr Gewicht erhalten und nicht auch mit der Wiederholung der ersten Worte als Stilmittel arbeiten. Wiederholung kann sicherlich der Intensivierung einer Aussage dienen, aber sie kann sich auch rasch verschleißen, wenn man sie überstrapaziert.
Du betonst jeweils die Verben, wobei ich besonders bei dem „sehe“ frage, ob es da überhaupt das richtige Verb ist. Wäre nicht da eher das „Hören“ angebracht. Und heißt es nicht auch „sieh“ (Imperativ Präsens 2. Person SG).
b) die Unentschlossenheit zwischen Reim und Nichtreim.

Ich frage mich immer auch, was könnte das für ein LI sein und in welchem Moment könnten solche Zeilen entstanden sein. Was ist da für eine Stimmung, was für ein Ton im Text.

Ich spüre Sehnsucht und ein LI, das um eine Liebe ringt, wirbt, sie fast ein wenig heraufbeschwörst. Der Text ist in Aussage und Wortwahl sehr romantisch angehaucht. Ich schwanke zwischen einem reiferen LI,
besonders  bei Zeilen wie diese:

Zitat:
Fühle mein Herz, wie es sucht
Fühle die Sehnsucht in seiner Glut
Fühle die Leere, die dich ruft


Dagegen ist der  Sprachstil schlicht, fast ein wenig naiv, zumindest gibt sich der Text in der einfachen Satzgestaltung einen solchen Anschein. Da könnte ich die Worte auch einem jungen Mädchen in seiner ersten Liebe in den Mund legen, jedoch einem Mädchen in einem anderen Jahrhundert.

Zitat:
… so weit entfernt


Dieser Titel spricht das aus, was  ich fühle: Diese Zeilen, diese Sprache, diese Gedanken, vielleicht auch diese Liebe sind so weit entfernt, trotz all des intensiven Herbeiflehens.

Dir ein herzliches Willkommen hier im Einstand und viel Freude in der Lyrik.

Liebe Grüße Aranka


_________________
"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

„Erst als ihm die Welt geheimnisvoll wurde, öffnete sie sich und konnte zurückerobert werden.“ (Peter Handke)
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SchreibDi
Geschlecht:weiblichErklärbär

Alter: 48
Beiträge: 4
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 13.06.2014 17:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Niko

hehehe... nun ist's zu spät! Jetzt ist es ein literarischer Begriff..,)

Zumindest hab ich jetzt doch gelernt, was du unter 'faulem Reim' verstehst! Also, auf jeden Fall was gelernt! wink


Liebe Aranka,
vielen Dank auch dir für dein feedback! Ich kann da einiges von mit nehmen. Bei dem Ausdruck, der Sprache muss ich sagen, dass es, glaube ich, einfach mein Stil des 'Ausdrückens' ist, was nicht immer sehr zugänglich ist, gebe ich zu. Auch deine Einstufung des Schreibstils: naiv und einfach, halt so wie man es vielleicht fühlt.

In dem Text steckt viel von mir selber drin, deshalb ist die Zwiespältigkeit von dir genau getroffen!!! Genau erkannt. (reifer Text und dann wieder mädchenhaft)
Der Text, die Worte, der Klang ist ganz einfach: Sehnsucht

Liebe Grüße
Diana
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