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Trash-Story bisher ohne Titel


 

 
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kann_nicht_mehr_schreiben
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

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BeitragVerfasst am: 20.05.2014 14:51    Titel: Trash-Story bisher ohne Titel eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich habe da mal eine Geschichte ausgegraben, die ich 2011 begonnen hatte. Ich finde die Geschichte noch nicht richtig stimmig und hoffe, dass mich die Lust wieder packt, wenn mir dieses erste Kapitel wieder gefällt.

Dazu möchte ich euch fragen, was ihr davon haltet. Das Thema der Hintergrund ist absichtlich gewählt, daher nenne ich das ganze auch Trash Story.

Daher warne ich euch vor der Geschichte, die doch etwas derber ist.

Es würde mich natürlich freuen, wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt.



In einem hohen Bogen, einem abstrakten Schwan gleichend, der aus der Gefangenschaft in die lang ersehnte Freihete fliegen will, gleitete das zerknüllte Taschentuch durch die Luft gegen das Bücherregal, auf dem noch die ungelesenen Bücher, die von so vielen Geburtstagen sprachen und in unerfülltem Abwarten langsam verstaubten, prallte von dem glatten beigefarbenen Holz ab und landete auf dem Rand des kleinen Mülleimers, welcher neben dem Schreibtisch stand und in dem ein das Wissen unnütz speicherndes Buch über die Mathematik unachtsam dem baldigen Entsorgen ausharrte. Vom Rand abprallend flog der eben noch von Freiheit träumende Schwan in die tiefen der Vergessenheit und teilte dasselbe Schicksal wie das Mathebuch, eine Bananenschale und ein von Zahnabdrücken übersähter Füllfederhalter, der wohl die wenigste Zeit als das benutzt wurde was er war: ein Schreibutensil.
Jörg, der Werfer dieses Taschentuchs, zog sich seine hellgraue und von einigen hellen und dunklen Flecken überzogene Boxershort hoch an die Hüfte, nahm die Kopfhörer, aus welchen noch das freudige Stöhnen zweier in engen Liebesposen verschlungener Frauen schallte, von seinen leicht abstehenden Ohren und schaltete den Bildschirm seines alten Computers aus.
„Check Alter! Voll versenkt!“, rief er mit seiner durch die Pupertät rauen Stimme und streckte seine rechte Faust in typischer Siegermaniere aus, um den stillen Ruhm über den getroffenen Mülleimer über sich ergießen zu lassen.

Jörg, der gerade mit seinem allmorgendlichen Ritual, der Selbstbefriedigung, und eigentlich keinem wirklichen Ritual, da er dies auch während des Tages mehrmals wiederholen würde, fertig war, ließ sich auf sein natürlich ungemachtes Bett fallen, griff zu der herausstehenden Schublade und kramte dort zwei Socken heraus. Der erste war dunkelblau und hatte das Zeichen seiner ehemaligen Lieblingsfußballmannschaft aufgestickt. Welche das genau war, daran konnte sich Jörg nicht mehr erinnern. Zu lange war die Zeit schon her, als er sich für sinnvolle Dinge interessierte. Der zweite Socken war natürlich in einem kräftigen Rot gehalten und in schwarzen Fäden war das Wort „Hey“ integriert.
Nachdem er sich beide Socken angezogen hatte, stand er auf, streckte seine verschlafenen Muskeln und schlurfte über den unordentlichen Boden seines Zimmers. Schon dem Automatismus verfallen war er bedacht darauf seine Füße nicht anzuheben um vielleicht noch etwas von den unwichtigen Dingen, die sein Fußboden beherbergte, zu zertreten.
An der weißen Tür, die ihn in die heile ordentliche Welt des Friedens und der Geborgenheit führte, angekommen, drückte er die abblätternd goldene Türklinke herunter und öffnete die Tür.
Er trat in den aufgeräumten Flur im ersten Obergeschoss des kleinen Hauses seiner Eltern, in dem auf einigen Bildern noch der aufgeweckte, junge und wissbegierige Jörg zu sehen war. Das Badezimmer ließ er wie fast jeden Tag ignorierend an sich vorbeiziehen, als er seine Schritte zur Treppe lenkte. Aus Jörg’s Sicht war es überhaupt nicht nötig nach dem Aufstehen und dem allmorgendlichen Wichsen überhaupt in die Nähe von fließendem Wasser zu kommen. Außerdem war etwas anderes in diesem Moment viel wichtiger.
Jörg hatte Hunger.
Er hatte es sich als eine der wenigen sportlichen Aktivitäten, denen er noch heute fröhnte, vorgenommen, mit nur einem Sprung, mit Abstützen auf dem Geländer, die Treppe herunter zu spingen. Das kippelnde Regal, welches er bei einem überhasteten Sprung vor einiger Zeit getroffen hatte, sowie die Delle am Boden des Obergeschosses, als er zu hoch abgesprungen und gegen die harte Kante geknallt war, wodurch er rücklings auf die Treppe fiel und diese herunterrutschte, zeigten nur zwei seiner vielen Versuche den Sprung zu perfektionieren.
Diesmal nahm er aber all seine Gedanken, also die, die nicht mehr bei den beiden Frauen am PC waren, zusammen nahm ein Stück Anlauf und sprang, sich mit den Händen am Geländer abstützend Richtung Boden. Er flog über die acht mit rotem Teppich bespannten Stufen und landete mit beiden Füßen auf dem kleinen indisch wirkenden Teppich, welcher den unteren Flur bedeckte, Dann schlitterte Jörg mit diesem über den Boden das Stück bis zur Wand, an der er sich mit seinen Händen abfing.
Mit einem Gefühl, dass er alles schaffen würde, was er sich vornimmt, ließ er den Teppich verrutscht am Boden liegen und schlurfte weiter in Richtrung Küche.
Der verführerische Geruch von schwarzem Kaffee und frisch aufgebackenen Brötchen wehte ihm schon entgegen, als er das untere Badezimmer ebenfalls links liegen ließ.
Er schritt mit hängendem Kopf, es war ihm einfach zu schwer diesen immer wieder aufrecht zu halten, durch den Türrahmen der Küche und grunzte ein verschlafenenes „Morgen!“ in den Raum. Mit einem etwas überraschterem Gemüt bemerkte er, dass außer seine Mutter noch deren beste Freundin am Frühstückstisch saß. Annie, oder Tante Annabell, wie Jörg die Frau in früheren Zeiten genannt hatte, war ein oft gesehener Gast in dem Haus. Jörg stand auf sie. Sie war die Erfüllung der Träume eines jeden jungen Mannes: Große Titten, einen geilen Arsch und die Reife um einem Jüngling zu zeigen was Sex wirklich bedeutete. Eben diese in seinem Kopf aufflammenden Gedanken ließen Jörg’s ausgepowertes Becken wieder in Wallung kommen und sorgten für eine leichte Errektion.
„Morgen Annie!“, sprach Jörg jetzt natürlich ein wenig wacher als zuvor. „Du siehst heut wieder mal gut aus.“ Mit diesen Worten setzte er sich mit dem weißen Holzstuhl an den gedeckten Tisch, wobei er einen missbilligenden Blick seiner Mutter einfach nicht wahrnahm. Diese war von dem geringen Hygieneverhalten und der Unordnung, die schon an seinem Körper anfing überhaupt nicht einverstanden. „Du hättest dir wenigstens was sauberes anziehen können“, sprach Jörgs Mutter genervt, wobei sie widerum das „Morgen“ ihres Sohnes schlichtweg ignorierte. „ Und kennst du eigentlich gar keinen Kamm?“
„Ach Marie, lass ihn doch. In diesem Alter ist das Aussehen und der Anstand doch noch nicht so wichtig“, sprach Annie mit einem Lächeln auf den Lippen.
Jörgs Gedanken begannen nun zu rasen. War das einer dieser erfolgsversprechenden Flirts, mit denen die alten Frauen immer die jungen Boys ansahen, wie er es aus seinem Video-Arsenal her kannte? Mit einem, so seinem weiteren Fachwissen zu diesem Thema nach folgenden Schritten, verführerischen Lächeln bedachte er vor allem ihren Vorbau und antwortete mit seiner männlichsten Stimme: „Die Aussicht gefällt mir!“
Annie hob überrascht ihre Augenbrauen und blickte mit einem leicht angeekelten Blick zur Seite, was Jörg natürlich als Schüchternheit interpretierte und sich stolz mit einer Hand ans nun schon etwas steifere Gemächt packte.
Es verwunderte Jörg zwar, aber bei Annies kurz darauf erfolgenden aprubten Abschied war er voller Erwartung, sie bald wieder zu sehen. Nach dem erquickenden Frühstück, welches aus zwei Tassen Kaffee und einem Brötchen mit Kochschinken und Nutella, ja in Kombination, bestand, begab er sich erneut in sein Zimmer um über den weiteren Tagesverlauf nachzudenken.
Selbstredend ignorierte er erneut das Badezimmer auf seinem Weg zum Computer. Ja er war bereit für ein weiteres Mal in weiblicher Gesellschaft.
Fünf Minuten später und nach ein paar zukunftsorientierten Stöhnern, die so etwas wie „Annie!“ bedeuten sollten, war Jörg auch schon wieder fertig. Ihr fragt euch bestimmt, ob er das Taschentuch dieses mal auch wieder versenkt hat, doch diese Frage wird wohl unbeantwortet bleiben. Wozu braucht man(n) ein Taschentuch, wenn man Boxershorts trägt?!
Seine darauffolgende Aktion war der Besuch einer Video-Community, in der er sich am liebsten totale Volltrottel ansah, wie sie total trottelige Dinge taten und sich dabei filmten. Zwei Mal erkannte er sich selbst.
Während diese Videos, die von harten Klängen des Metals begleitet wurden, liefen , kramte der Junge in dem kleinen Wäschehaufen neben seinem Stuhl nach seiner Hose und dem in der Tasche befindlichen Handy. Dieses hatte wie so einiges andere, was Jörg zu seinem Eigentum zählte, schon bessere Tage gesehen. Ein Sprung in der rechten oberen Ecke zeugte von der Nacht der Nächte, als er zum ersten Mal einen Joint geraucht hatte und schnurstracks von der Garage fiel, auf der die Einnahme erfolgte. Zudem fehlte seitdem die Taste „9“, aber wozu brauchte man denn die Taste „9“ überhaupt!?
Schnell fand er mit dem Wahlwiederholungsknopf, nein das Wort kann er nicht buchstabieren, die Mobilfunknummer seines besten Freundes, mit dem er bereits seit zehn Jahren die aufregendsten Erlebnisse teilt. Sie waren zusammen im städtischen Fußballteam, haben sich gemeinsam den ersten Hardcorefilm angeschaut und waren nebeneinander nackt im Bett aufegwacht, nachdem eine durchzechte Nacht mindestens ihre Jungfräulichkeit zum Alkohol vernichtet hatte.
Jörg lauschte dem Tuten, welches untermalt war mit einem witzigen und überaus niveaulosen Kommentar einer viel zu hohen Stimme, als dass diese wirklich menschlich sein konnte. Gerade als diese Stimme die stilsicheren Worte „Fick Dich!“ herausbrüllte, meldete sich am anderen Ende eine verschlafene Stimme: „Jay, Alter, weißt du verfickt nochmal, wie spät es ist!?“
„Ey, Guy, chill mal, ey!“, antwortete Jörg darauf und begann seinem besten Freund von der eben erlebten Situation mit Annie zu berichten. „Und dann isse abgehauen. Rasiert sich bestimmt ihre Muschi für mich.“
„Eyaltercheck!“, nuschelte Guy bewundernd, während er sich wahrscheinlich gerade eine Zigarette anzündete. „Ey die knallste noch, Bro!“
„Definitly! Ey was drehn ma’n heute. Haste Bock auf chilln, Mann?“, fuhr Jörg das Gespräch nun in die eigentliche Richtung führend fort, denn er wollte nicht schon wieder nur den ganzen Samstag zu Hause sitzen.
„Hey Alter, klar, gerne. Muss aber noch mit meinen Ellis abklären. Yenne, meine Cousine, ist zu Besuch und ich soll mich mit der abgeben.“
„Ey klar Guy. Bring se halt mit, sag ma um vier bei den Garagen. Sag noch den anderen Bescheid! Check!“
„Machisch! Check! Gecheckt, alter, wie bei der Armee. Nich Roger, sondern Check, Alter!“
„Gecheckt Guy! Bis Peter.“ Damit drückte Jörg auf den roten Höhrer auf seinem Handy, was seinen Gegenüber verstummen ließ.
Jörg hatte Cheyenne nicht mehr gesehen, seit sie vor ungefähr sechs Jahren zu Besuch bei Guiseppe und seinen Eltern war. Damals versuchte sie immer mit den beiden rumzuhängen, was die beiden äußerst nervte. Sie schien damals in Ihn verliebt zu sein, was Jörg natürlich nie aufgefallen war, doch jetzt, wo er wieder über sie nachdachte: Mhh, sie war nur ein Jahr jünger als ich. Da muss sie jetzt um die vierzehn sein. Check! Voll im fickfähigem Alter.



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Doir
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BeitragVerfasst am: 20.05.2014 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab nach dem ersten Satz aufgehört zu lesen

Der Satz ist viel zu lang, zudem ist er vollgepackt mit Adjektiven und einige Rechtschreib- und Grammatikfehler sind auch noch drin. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Word Fehler wie "Freihete" und "gleitete" nicht erkennt. Falls du Word nicht benutzt, gibt es hier noch den Gerold, der deinen Text auf die gröbsten Fehler untersucht.

Du solltest dich zunächst nochmal intensiv mit deinem Text beschäftigen, bevor du ihn jemandem vor die Nase setzt. So ist es nämlich nicht möglich dir Feedback zum Inhalt deiner Geschichte zu geben.

mfg
Doir
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BeitragVerfasst am: 20.05.2014 15:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sorry falsche Version. Die ist nun denk ich mal besser.

Okay grammatisch gesehen ist der erste Teil noch nicht so ganz ausgefeilt


In einem hohen Bogen, einem abstrakten Schwan gleichend, der aus der Gefangenschaft in die lang ersehnte Freiheit fliegen will, glitt das zerknüllte Taschentuch durch die Luft gegen das Bücherregal, auf dem noch die ungelesenen Bücher, die von so vielen Geburtstagen sprachen und in unerfülltem Abwarten langsam verstaubten, prallte von dem glatten beigefarbenen Holz ab und landete auf dem Rand des kleinen Mülleimers, welcher neben dem Schreibtisch stand und in dem ein das Wissen unnütz speicherndes Buch über die Mathematik unachtsam dem baldigen Entsorgen ausharrte. Vom Rand abprallend flog der eben noch von Freiheit träumende Schwan in die tiefen der Vergessenheit und teilte dasselbe Schicksal wie das Mathebuch, eine Bananenschale und ein von Zahnabdrücken übersäter Füllfederhalter, der wohl die wenigste Zeit als das benutzt wurde was er war: ein Schreibutensil.
Jörg, der Werfer dieses Taschentuchs, zog sich seine hellgraue und von einigen hellen und dunklen Flecken überzogene Boxershorts hoch an die Hüfte, nahm die Kopfhörer, aus welchen noch das freudige Stöhnen zweier in engen Liebesposen verschlungener Frauen schallte, von seinen leicht abstehenden Ohren und schaltete den Bildschirm seines alten Computers aus.
„Check Alter! Voll versenkt!“, rief er mit seiner durch die Pubertät rauen Stimme und streckte seine rechte Faust in typischer Siegermanier aus, um den stillen Ruhm über den getroffenen Mülleimer über sich ergießen zu lassen.

Jörg, der gerade mit seinem allmorgendlichen Ritual, der Selbstbefriedigung, und eigentlich keinem wirklichen Ritual, da er dies auch während des Tages mehrmals wiederholen würde, fertig war, ließ sich auf sein natürlich ungemachtes Bett fallen, griff zu der herausstehenden Schublade und kramte dort zwei Socken heraus. Der erste war dunkelblau und hatte das Zeichen seiner ehemaligen Lieblingsfußballmannschaft aufgestickt. Welche das genau war, daran konnte sich Jörg nicht mehr erinnern. Zu lange war die Zeit schon her, als er sich für sinnvolle Dinge interessierte. Der zweite Socken war natürlich in einem kräftigen Rot gehalten und in schwarzen Fäden war das Wort „Hey“ integriert.
Nachdem er sich beide Socken angezogen hatte, stand er auf, streckte seine verschlafenen Muskeln und schlurfte über den unordentlichen Boden seines Zimmers. Schon dem Automatismus verfallen war er bedacht darauf seine Füße nicht anzuheben um vielleicht noch etwas von den unwichtigen Dingen, die sein Fußboden beherbergte, zu zertreten.
An der weißen Tür, die ihn in die heile ordentliche Welt des Friedens und der Geborgenheit führte, angekommen, drückte er die abblätternd goldene Türklinke herunter und öffnete die Tür.
Er trat in den aufgeräumten Flur im ersten Obergeschoss des kleinen Hauses seiner Eltern, in dem auf einigen Bildern noch der aufgeweckte, junge und wissbegierige Jörg zu sehen war. Das Badezimmer ließ er wie fast jeden Tag ignorierend an sich vorbeiziehen, als er seine Schritte zur Treppe lenkte. Aus Jörgs Sicht war es überhaupt nicht nötig nach dem Aufstehen und dem allmorgendlichen Wichsen überhaupt in die Nähe von fließendem Wasser zu kommen. Außerdem war etwas anderes in diesem Moment viel wichtiger.
Jörg hatte Hunger.
Er hatte es sich als eine der wenigen sportlichen Aktivitäten, denen er noch heute frönte, vorgenommen, mit nur einem Sprung, mit Abstützen auf dem Geländer, die Treppe herunter zu springen Das kippelnde Regal, welches er bei einem überhasteten Sprung vor einiger Zeit getroffen hatte, sowie die Delle am Boden des Obergeschosses, als er zu hoch abgesprungen und gegen die harte Kante geknallt war, wodurch er rücklings auf die Treppe fiel und diese herunterrutschte, zeigten nur zwei seiner vielen Versuche den Sprung zu perfektionieren.
Diesmal nahm er aber all seine Gedanken, also die, die nicht mehr bei den beiden Frauen am PC waren, zusammen nahm ein Stück Anlauf und sprang, sich mit den Händen am Geländer abstützend Richtung Boden. Er flog über die acht mit rotem Teppich bespannten Stufen und landete mit beiden Füßen auf dem kleinen indisch wirkenden Teppich, welcher den unteren Flur bedeckte, Dann schlitterte Jörg mit diesem über den Boden das Stück bis zur Wand, an der er sich mit seinen Händen abfing.
Mit einem Gefühl, dass er alles schaffen würde, was er sich vornimmt, ließ er den Teppich verrutscht am Boden liegen und schlurfte weiter in Richtung Küche.
Der verführerische Geruch von schwarzem Kaffee und frisch aufgebackenen Brötchen wehte ihm schon entgegen, als er das untere Badezimmer ebenfalls links liegen ließ.
Er schritt mit hängendem Kopf, es war ihm einfach zu schwer diesen immer wieder aufrecht zu halten, durch den Türrahmen der Küche und grunzte ein verschlafenes „Morgen!“ in den Raum. Mit einem etwas überraschtem Gemüt bemerkte er, dass außer seine Mutter noch deren beste Freundin am Frühstückstisch saß. Annie, oder Tante Annabell, wie Jörg die Frau in früheren Zeiten genannt hatte, war ein oft gesehener Gast in dem Haus. Jörg stand auf sie. Sie war die Erfüllung der Träume eines jeden jungen Mannes: Große Titten, einen geilen Arsch und die Reife um einem Jüngling zu zeigen was Sex wirklich bedeutete. Eben diese in seinem Kopf aufflammenden Gedanken ließen Jörg’s ausgepowertes Becken wieder in Wallung kommen und sorgten für eine leichte Erektion
„Morgen Annie!“, sprach Jörg jetzt natürlich ein wenig wacher als zuvor. „Du siehst heut wieder mal gut aus.“ Mit diesen Worten setzte er sich mit dem weißen Holzstuhl an den gedeckten Tisch, wobei er einen missbilligenden Blick seiner Mutter einfach nicht wahrnahm. Diese war von dem geringen Hygieneverhalten und der Unordnung, die schon an seinem Körper anfing überhaupt nicht einverstanden. „Du hättest dir wenigstens was sauberes anziehen können“, sprach Jörgs Mutter genervt, wobei sie wiederum das „Morgen“ ihres Sohnes schlichtweg ignorierte. „ Und kennst du eigentlich gar keinen Kamm?“
„Ach Marie, lass ihn doch. In diesem Alter ist das Aussehen und der Anstand doch noch nicht so wichtig“, sprach Annie mit einem Lächeln auf den Lippen.
Jörgs Gedanken begannen nun zu rasen. War das einer dieser erfolgversprechenden Flirts, mit denen die alten Frauen immer die jungen Boys ansahen, wie er es aus seinem Video-Arsenal her kannte? Mit einem, so seinem weiteren Fachwissen zu diesem Thema nach folgenden Schritten, verführerischen Lächeln bedachte er vor allem ihren Vorbau und antwortete mit seiner männlichsten Stimme: „Die Aussicht gefällt mir!“
Annie hob überrascht ihre Augenbrauen und blickte mit einem leicht angeekelten Blick zur Seite, was Jörg natürlich als Schüchternheit interpretierte und sich stolz mit einer Hand ans nun schon etwas steifere Gemächt packte.
Es verwunderte Jörg zwar, aber bei Annies kurz darauf erfolgenden abrupten Abschied war er voller Erwartung, sie bald wieder zu sehen. Nach dem erquickenden Frühstück, welches aus zwei Tassen Kaffee und einem Brötchen mit Kochschinken und Nutella, ja in Kombination, bestand, begab er sich erneut in sein Zimmer um über den weiteren Tagesverlauf nachzudenken.
Selbstredend ignorierte er erneut das Badezimmer auf seinem Weg zum Computer. Ja er war bereit für ein weiteres Mal in weiblicher Gesellschaft.
Fünf Minuten später und nach ein paar zukunftsorientierten Stöhnern, die so etwas wie „Annie!“ bedeuten sollten, war Jörg auch schon wieder fertig. Ihr fragt euch bestimmt, ob er das Taschentuch dieses mal auch wieder versenkt hat, doch diese Frage wird wohl unbeantwortet bleiben. Wozu braucht man(n) ein Taschentuch, wenn man Boxershorts trägt?!
Seine darauffolgende Aktion war der Besuch einer Video-Community, in der er sich am liebsten totale Volltrottel ansah, wie sie total trottelige Dinge taten und sich dabei filmten. Zweimal erkannte er sich selbst.
Während diese Videos, die von harten Klängen des Metals begleitet wurden, liefen , kramte der Junge in dem kleinen Wäschehaufen neben seinem Stuhl nach seiner Hose und dem in der Tasche befindlichen Handy. Dieses hatte wie so einiges andere, was Jörg zu seinem Eigentum zählte, schon bessere Tage gesehen. Ein Sprung in der rechten oberen Ecke zeugte von der Nacht der Nächte, als er zum ersten Mal einen Joint geraucht hatte und schnurstracks von der Garage fiel, auf der die Einnahme erfolgte. Zudem fehlte seitdem die Taste „9“, aber wozu brauchte man denn die Taste „9“ überhaupt!?
Schnell fand er mit dem Wahlwiederholungsknopf, nein das Wort kann er nicht buchstabieren, die Mobilfunknummer seines besten Freundes, mit dem er bereits seit zehn Jahren die aufregendsten Erlebnisse teilt. Sie waren zusammen im städtischen Fußballteam, haben sich gemeinsam den ersten Hardcorefilm angeschaut und waren nebeneinander nackt im Bett aufgewacht, nachdem eine durchzechte Nacht mindestens ihre Jungfräulichkeit zum Alkohol vernichtet hatte.
Jörg lauschte dem Tuten, welches untermalt war mit einem witzigen und überaus niveaulosen Kommentar einer viel zu hohen Stimme, als dass diese wirklich menschlich sein konnte. Gerade als diese Stimme die stilsicheren Worte „Fick Dich!“ heraus brüllte, meldete sich am anderen Ende eine verschlafene Stimme: „Jay, Alter, weißt du verfickt nochmal, wie spät es ist!?“
„Ey, Guy, chill mal, ey!“, antwortete Jörg darauf und begann seinem besten Freund von der eben erlebten Situation mit Annie zu berichten. „Und dann isse abgehauen. Rasiert sich bestimmt ihre Muschi für mich.“
„Eyaltercheck!“, nuschelte Guy bewundernd, während er sich wahrscheinlich gerade eine Zigarette anzündete. „Ey die knallste noch, Bro!“
„Definitly! Ey was drehn ma’n heute. Haste Bock auf chilln, Mann?“, fuhr Jörg das Gespräch nun in die eigentliche Richtung führend fort, denn er wollte nicht schon wieder nur den ganzen Samstag zu Hause sitzen.
„Hey Alter, klar, gerne. Muss aber noch mit meinen Ellis abklären. Yenne, meine Cousine, ist zu Besuch und ich soll mich mit der abgeben.“
„Ey klar Guy. Bring se halt mit, sag ma um vier bei den Garagen. Sag noch den anderen Bescheid! Check!“
„Machisch! Check! Gecheckt, alter, wie bei der Armee. Nich Roger, sondern Check, Alter!“
„Gecheckt Guy! Bis Peter.“ Damit drückte Jörg auf den roten Hörer auf seinem Handy, was seinen gegenüber verstummen ließ.
Jörg hatte Cheyenne nicht mehr gesehen, seit sie vor ungefähr sechs Jahren zu Besuch bei Giuseppe und seinen Eltern war. Damals versuchte sie immer mit den beiden rumzuhängen, was die beiden äußerst nervte. Sie schien damals in ihn verliebt zu sein, was Jörg natürlich nie aufgefallen war, doch jetzt, wo er wieder über sie nachdachte: Mhh, sie war nur ein Jahr jünger als ich. Da muss sie jetzt um die vierzehn sein. Check! Voll im fickfähigem Alter.


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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 20.05.2014 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo kann_nicht_mehr_schreiben,

ich weiß nicht, wieviel ehrliche Rückmeldung am Stück du verträgst, deshalb mach' ich's kurz:

Ich finde den Text nicht besonders derbe, aber ziemlich dämlich.
- Der Prota ist eindimensional und unglaubwürdig, das Verhalten der Tante ebenso. Und zwar in einem Maße, dass es selbst für eine Satire nicht durchgeht.
- Viele Schachtelsätze sind nicht nur elend lang, sondern teilweise auch noch falsch oder unvollständig. Dass du grammatikalische Schwächen angekündigt hattest, hilft nix. Wer Bandwurmsätze schreibt, muss da sicher sein. Die beabsichtigte Slapstick-Wirkung geht jedenfalls komplett flöten.
- Ich werde als Leser überschüttet mit Infos, die völlig überflüssig sind. Insgesamt viel zu wenig relevanter Inhalt für so viele Worte.
- Obwohl der Text schon länger in der Schublade lag, scheinst du ihn vor dem Einstellen nicht noch einmal durchgesehen zu haben.

Um noch was Positives zu erwähnen: Ich musste ein, zwei Mal grinsen.
Aber vermutlich habe ich sehr viel weniger gegrinst und sehr viel mehr fassungslos den Kopf geschüttelt, als das von dir vorgesehen war.

Um dich nicht so im Regen stehen zu lassen - eine Übungsaufgabe:

Nimm jeden Satz aus dieser Geschichte, der länger als zwanzig Wörter ist und mach' einzelne Sätze daraus. Gerade bei der Super-Schachtel beim Treppe-Runterspringen könntest du einen Aha-Effekt haben, wie viel überflüssige Information du dem Leser da zu kauen gibst.

Mit weiteren Verbesserungsvorschlägen kann ich leider nicht dienen, weil dann das Grundgerüst deiner Story zerbröselt.

Falls du Interesse an einer detaillierteren Kritik hast, sag Bescheid.

LG


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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markoose
Schreiberassi


Beiträge: 55



BeitragVerfasst am: 25.05.2014 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo kann-nicht-mehr-schreiben,
Zu Form und Ausdruck:
Auch, wenn du dringend an Satzbau, Ausdruck und Grammatik arbeiten musst, könnte der Stil was werden. Er liegt aber nicht jedem. Einige Blumen deiner Ausdrucksweise lassen mich glauben, dass da mehr ist.
Aber nur unhygienische Sachen zu schildern, heißt nicht, dass der Protagonist Tiefe bekommt oder man den Leser schockiert.
Tipp: Manches vielleicht eher andeuten, um dem Leser mehr Raum für seine eigene Vorstellung zu geben.
Ich glaube, das ist so ähnlich wie bei Filmen: Es gibt die, in denen alles gezeigt wird - manchmal unterhaltend, aber meist platt. Und dann gibt es die, in denen vieles nur angedeutet wird - die sind dann meist eindrucksvoller.

Inhaltlich:
Ich schließe mich in Teilen dem Vorredner an, aber der Text könnte tatsächlich der Anfang eines Jugendbuches oder gar eines Adoleszensromanes sein. Hier müsste man allerdings mehr über den Plot bzw. über die weitere Geschichte wissen und alles intensiv überarbeiten.
Beispiel: Wenn du den Handlungsstrang mit der Tante noch brauchst, weil der Junge zwischen Realität und Cybersex die Orientierung verliert, gut, aber ansonsten raus damit oder entschärfen.
Nebenbei glaube ich, dass der Gedanke, mit Cheyenne zu schlafen, viel zu früh kommt.

Perspektive:
Du springst ein- zweimal aus der Erzählperspektive, indem du den Leser direkt ansprichst oder den Blickwinkel des auktorialen Erzählers wechselst.
Zitat: "Ihr fragt euch bestimmt, ob er das Taschentuch dieses mal auch wieder versenkt hat, doch diese Frage wird wohl unbeantwortet bleiben."
Das sorgt für Unruhe beim Lesen.

Ich hoffe, die Kritik war nicht zu harsch. Immer dran denken, wie sprechen über die Texte, nicht über die Autoren.

Gruß
Markoose
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