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Mit Bumping Ben in Schwierigkeiten


 

 
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Andi Fontäne
Schreiberling

Alter: 33
Beiträge: 275



Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 06.05.2014 21:26    Titel: Mit Bumping Ben in Schwierigkeiten eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mit Bumping Ben in Schwierigkeiten

Gut, Bumping Ben war nicht der Cleverste. Ich lernte ihn damals auf einer Rapsession kennen. Jetzt saßen wir bei mir und tranken Hochprozentiges. Die Flasche neigte sich langsam dem Ende zu. Bumping war einer der Leute, von denen man Monate lang nichts hörte, die dann plötzlich irgendwann anriefen und dann war es, als hätte man sich nur zwei Tage nicht gesehen. Gerade war Bumping wieder in einer seiner Prügelstorys vertieft.
„Frank“, sagte er, „Es gibt nichts Ehrlicheres zwischen zwei Männern, als eine ordentliche Prügelei. Eine faire, saubere, hübsche Prügelei. Nur die Fäuste.“
Ich wusste nichts zu sagen, also redete er einfach weiter.
„Die ganze Diskutiererei und so, das ist alles verlogener Scheiß. Was bringt es dir, stundenlang zu reden? Ich sag dir: Hau dem Typen aufs Maul. Entweder haut der dich dann um, oder du bist der Stärkere. Das ist der natürliche Weg. Bringt doch alles nix, die ganze Politik… ist auch nur wie ne große Keilerei. Am Ende zählt nur eines: Wer kann länger und fester zuschlagen, wenn’s drauf ankommt!“

Bumping Ben, der alte Hitzkopf, hatte zuhause Frau und Kind. Und er hatte nichts Besseres zu tun, als sich jedes Wochenende grundlos mit Leuten anzulegen. Aber er brauchte das irgendwie. Es war seine Art von Ausgleich. Ständig hieß es bei ihm:
„Scheiße, kann nicht kommen, mein Oberschenkel ist immer noch in Gips“. Oder: „Ich kann rechts die Woche nichts sehen, immer noch geschwollen.“ Oder so was.
Naja, die Flasche hatten wir also fast weg und Bumping Bens Monologe trieben mich so langsam in den Wahnsinn, also brachte ich den Vorschlag ein, zum Hafen zu fahren. Ins „3001“.
„Lass‘ los“, antwortete Ben. Und wir gingen los.
Das 3001 war ne ganz passable House-Disco. Es gab ne Menge Discos in der Stadt und wir hatten sie früher oder später alle mal durch. Aber im 3-1 konnte man tatsächlich manchmal nen guten Abend haben.
Wir begaben uns also auf den Weg, holten am Kiosk noch ein Paar Bier. Es war einer der letzten Sommertage des Jahres und die Stadt hatte noch irgendwie ihren Zauber und so’n Gefühl von Freiheit umschmeichelte einen, wie ein warmer Windstoß. Überall wackelten Frauenärsche in Hotpants und Miniröcken an einem vorbei.

Irgendwann standen wir dann in der Schlange und warteten, dass wir rein kamen. Bumping sprach ne Gruppe Jungs vor uns an:
„Seht ihr meinen Gürtel?“, er hob sein T-Shirt hoch und präsentierte seine funkelnde Gürtelschnalle, „Damit hau ich euch gleich eins in die Fresse, wenn ihr weiter so‘n Scheiß labert.“
Die Typen drehten sich wieder um und sagten nichts mehr.
„Sieht du?“, sagte Bumping zu mir, „Keiner hier will sich mit mir prügeln. Keiner.“
„Lass doch die Leute. Die sind hier um Spaß zu haben. Klar wollen die sich nicht prügeln.“
Schließlich waren wir dran und mussten an den Türstehern vorbei. Zu meiner Überraschung verhielt sich Bumping Ben ruhig und wir konnten durch. Drinnen war es dann heiß und laut, sogar ziemlich. Wir gingen erstmal zur Bar und holten uns n Bier.

Wir tranken also stillschweigend unser Bier – zum Unterhalten war es sowieso zu laut – und begutachteten die Hühner auf der Tanzfläche, wie sie mir ihren Täschchen und Ohrringen hin und her wackelten. Das Bier war irgendwann alle. Bumping wollte jetzt „Chicks aufreißen“. Wir begaben uns mitwippend unter den Mob. Bumping schubste ein paar Leute zur Seite, um uns freien Raum zum Shaken zu gewähren. Sie protestierten nur wenig.

Es verging so eine Stunde. Bumping verschwand ab und zu, um dann wieder mit zwei neuen Bier aufzutauchen. Er hatte wohl gute Laune, normalerweise macht er so was nicht. Die Tanzfläche war aufgebaut aus mehreren Podesten, die wie eine Pyramide nach oben hin zu liefen. Wir wollten jetzt da oben hin, also tanzten wir uns vor. Beinnahe wären wir dabei runtergefallen, denn die Drinks machten uns bereits schwerfällig.
Oben stresste dann so ein Typ, dass zu wenig Platz für uns sei. Bumping packte den Kerl und warf ihn das Podest runter und er fand sich in einer Bierpfütze wieder. Er sprang wieder auf und versuchte mit Bumping zu diskutieren. Wir lachten ihn aus und machten uns an die beiden Girls ran, mit denen er zuvor getanzt hatte. Aus dem Augenwinkel sah ich noch, wie er mit der Faust drohte und dann aufgebracht davon stapfte. Es war schon verrückt: Hier in dieser Welt hatte Bumping Bens Gesetz volle Gültigkeit. Wir prosteten uns zu und bearbeiteten die beiden Tussis. Irgendwann überlegte ich, ob ich mir mal das Gesicht von der Kleinen, mit der ich tanzte, ansehen sollte. Hatte bisher nur ein bisschen hinter ihr rumgehampelt. Sie hatte nen netten Body. Praller Arsch, schöne, lange Haare. Vielleicht n bisschen zu viel Speck drum herum. Hmm, hmm, naja. Ich grabschte ihr an eine Titte. Sie verhinderte es nicht. Sie fasste sogar noch meine Hand, die ihre Titte knetete, und drückte fester zu. Yeah! Der liebe Gott hatte sie da gut ausgestattet. Ich fummelte an ihr herunter, bis zu ihrem Schritt. Wollte mal sehen, wie weit ich noch gehen konnte. Sie ging nun richtig ab und presste ihren Hintern an meinen Körper. Das ganze ging noch ne Weile, als sie plötzlich drei Schritte nach vorne machte und in der Masse verschwand. Scheiße, dachte ich. Was geht mit der Braut? Ich sah zu Bumping Ben, der immer noch lachend mit seiner Tanzpartnerin zu Gange war. Jetzt wurde mir irgendwie langweilig. Ich bewegte mich durch die Menschen zur Bar, als ich auf einmal bemerkte, dass mir meine Hose runterrutschte. Gerade erwischte ich noch rechtzeitig den Hosenbund. Aber was war das? Mein Gürtel war verschwunden. Hä? dachte ich. Wo ist denn jetzt dieser scheiß Gürtel hin? Ich hatte doch einen angehabt. Ich überlegte und dann kam’s mir in den Sinn: Klar, die Alte hat dir den abgezogen! Wie schräg ist die denn drauf? Läuft jetzt irgendwo mit meinem Gürtel rum. Oder… vielleicht liegt der ja hier irgendwo auf dem Boden. Ich beschloss zu suchen und durchstöberte jeden verdammten Quadratmeter der Tanzfläche.
„Sorry, mach mal Platz da!“
„Was, warum?“
„Weil ich meinen Scheiß Gürtel suche, Mann! Siehst du nicht – mir rutscht die Hose runter!“
„Ohhhh, Ahaaaa… na dann!“

Doch nichts, nichts, nichts. Mit der Linken meine Hose haltend ging ich schließlich zur Bar und trank Bier. Ich sah durch die Menge. Verdammte Meute, dachte ich nur. Klauen einem Mann den Gürtel. Wo bin ich hier gelandet? Wahrscheinlich präsentiert die Alte gerade lachend ihren kleinen Freundinnen meinen Gürtel, wie eine verdammte Trophäe.
„Seht mal, den hab ich so einem Idioten geklaut. Der hat gar nix gemerkt. Hahahaha…“ Ich stellte mir vor, wie sie allesamt anfingen zu klatschen.

Ich nahm einen großen, großen Schluck Bier. Dann tippte mir jemand von hinten auf die Schulter. Es war dieser verfluchte Kerl, den wir vom Podest geschubst hatten. Er stand da mit verschränkten Armen und ner Horde Leute hinter sich. Alle die gleichen, dummen Fressen. Sie wollten Ärger.
„Na“, sagte der Typ, der immer noch den dicken Bierfleck auf dem Hemd hatte, „Wo ist denn dein Kumpel?“
„Weiß ich doch nicht.“
„Ihr beide seid dran, dass ist dir wohl klar!“
„Wenn du meinst.“
„Du kommst jetzt mit nach draußen“
Er packte mich am Kragen. Ich schleuderte seine Hand wieder weg.
Dann mischte sich einer von den Hinteren ein, so’n verfluchter Anabol-Riese.
„DU HOLST JETZT DEINEN KUMPEL UND DANN GEHEN WIR NACH DRAUSSEN.“
„Gut, gut“, sagte ich, „Ich hole jetzt meinen Kumpel. Einem Moment.“
Diese Typen waren so dämlich, dass sie mich einfach gehen ließen. Ich ging zu Bumping Ben, der heftigst an seiner Braut herumpumpte.
„Bumping, wir müssen los!“
„Was? Nein!“
„Der Typ da von vorhin hat seine Leute zusammengetrommelt. Komm, ich hab kein Bock auf Stress.“
„Ich geh nirgendwo hin, Alter. Siehst du nicht – die Braut ist scharf auf mich.“

Das ging noch ne Weile hin und her. Schließlich konnte ich Bumping irgendwie dazu bewegen mitzukommen. Die Typen warteten brav an der Theke, während wir siegreich in Richtung Haltestelle torkelten.
„Was ist denn mit deinem Gürtel?“
„Hab‘ ich verloren“, log ich.
„Du kannst meinen haben. Brauche ich eigentlich nicht, Hose passt auch so.“
Wie fantastisch das Gefühl sein kann, eine festsitzende Hose zu tragen. Meine Laune hob sich wieder. Wir waren der Schlägerei aus dem Weg gegangen. Der Abend ging seinem Ende zu und Bumping Ben und ich waren unversehrt. Halleluja!

Doch Bumping brauchte seine Dosis Schlägerei.

Gut gelaunt stiegen wir in den Bus. Es war eine etwas längere Fahrt zum Hauptbahnhof, also machten wir es uns in der letzten Reihe bequem. Der Bus war so gut wie leergefegt. Vorne saßen zwei Leute, und drei Reihen vor uns ließ sich ein verträumtes Pärchen durch die Nacht kutschieren. Aus dem zerkratzten Busfenster heraus sah ich den Mond, wie er über uns Reisende wachte.
„Sieh dir den Wichser da vorne an“, sagte Bumping Ben laut, „Diese SCHWUCHTEL. Sitzt da mit seiner Pussy.“
„Komm, bitte.“, flehte ich Bumping an, „Hör einfach auf, Mann.“
Doch Bumping hörte natürlich nicht auf.
„Diese kleine, gegelte Schwuchtel, hahaha“, lachte Bumping und wurde immer lauter. Der Typ sah sich ein paar Mal um, verhielt sich allerdings ruhig. Das lag an seiner Freundin, die um Himmels willen so kurz vor der Türschwelle keinen Stress mehr wollte.
„Komm. Ignorier das einfach. Der ist besoffen.“, piepste sie.
„ICH BIN NICH’ BESOFF’N“, schrie Bumping ziemlich besoffen, „DIE KLEINE PUSSY DA LÄSST SICH VON SEINER FREUNDIN SAGEN, WAS ER ZU TUN HAT.“
Für Bumping spielte es offenbar keine Rolle, dass diese „kleine Pussy“ zwei Köpfe größer war als er und bestimmt 20 Kilo mehr auf die Waage brachte. Er hätte Bumping mit einem Schlag zu Boden geschickt, soviel war sicher.
„Diese PUSSY trägt nen OHRRING. HAHAHA… Ich hau diesen Kerl auf den Mond, mit EINEM SCHLAG, nur EIN SCHLAG!“
 „Komm schon“, wieder die Freundin, als der Typ schon im Begriff war aufzustehen, „Lass gut sein. Lass den einfach labern!“
Er setzte sich wieder. Bumping lachte sich schlapp.
„Keiner will sich mit mir prügeln. Sogar dieser Pisser da nicht. Dieser Zigeuner. Ich hau dem gleich beim Aussteigen eine aufs Maul. HÖRST DU? ICH HAU DIR BEIM AUSSTEIGEN EINE REIN, DU PENNER!“
Der Typ schüttelte nur den Kopf. Es waren noch zwei Haltestellen bis zur Endstation und ich wusste, gleich wird Bumping richtig kassieren. Hoffentlich war der Typ gütig und richtet ihn nicht allzu schlimm zu. Hoffentlich.

Die Endstation kam. Alle Leute standen auf, die Türen schoben sich zur Seite und ließen die kühle Nachtluft einströmen. Der Typ mit seiner Freundin stieg aus und Bumping marschierte hinterher. Ich machte einen letzten Versuch, ein letztes „Lass es“, aber nichts zu machen. Bumping brauchte das einfach.
Er stieß jetzt einen Kampfschrei aus und nahm Anlauf, wollte feige von hinten angreifen, da macht der Kerl einfach eine routinierte Drehung und schickt den armen Bumping mit einem Schlag auf den Asphalt. Sofort war Blut da. Der Kerl hatte die Lippe erwischt. Bumping tobte vor Wut und warf mit weiteren Beleidigungen um sich. Der Typ aber legte einfach den Arm über die Schulter seiner Freundin und trabte gemütlich weiter. Er war ein verdammt cooler Typ. Es gibt wenige, die so „weise“ und beherrscht sind. Ich meine: Bumping hatte ihm allen Grund gegeben, ihn windelweich zu prügeln. Doch der Typ war einfach klüger. An so einem wie Bumping Ben machten sich nur die Kerle die Finger schmutzig, die’s absolut nötig hatten. Kerle, wie Bumping Ben selbst eben einer war.
Na gut, es dauerte nur wenige Sekunden, da stand der gute Bumping Ben wieder auf den Beinen und wischte sich mit seinem Ärmel das Blut aus dem Gesicht.
„Dieser Feigling hat echt einen Schlag drauf, das muss man ihm lassen“, sagte er, „Doch jetzt muss ich ihn erst recht schlagen. Ich will den nur einmal treffen. Nur einmal wenigstens!“

Bumping schlich sich also zum zweiten Mal von hinten an. Und wieder: Der Typ dreht sich, schlägt zu, Bumping taumelt getroffen zurück und fällt schließlich noch über die eigenen Füße. Was für eine jämmerliche Geschichte war das denn? Ich ging zu Ben und redete auf ihn ein. Seine Lippe wurde an derselben Stelle getroffen, wie beim ersten Schlag. Bumping schüttelte nur ungläubig den Kopf.
„Das darf nicht wahr sein, das kann nicht wahr sein! Da schlägt mich der Typ noch mal. Hat der ein Glück. Ich glaub’s nicht. Dieser elende Bastard.“
Ich half Bumping hoch. Er bäumte sich noch ein letztes Mal auf.
„Ich muss es noch mal versuchen“, murmelte er, „Diesmal geb’ ich alles. Ich werde diesem verdammten Hurensohn die Fresse zerbröseln. Wenigstens einmal muss ich ihn doch treffen. Nur einmal, verdammt.“
Bumping rannte wieder los und schrie:
„Diesmal mit AN-LAUF!“
Und was soll ich sagen? Der Typ verpasste Bumping noch mal einen Schlag, wieder auf die Lippe, wieder ging er zu Boden, wieder Blut um Blut. Ich ging zu ihm hin und sagte:
„Bumping, es reicht! Du bist erbärmlich!“
Ich hievte ihn wieder hoch. Er wollte was sagen, sprach aber komisch.
„Irgendwie… irgendwie klemmt meine Lippe zwischen meinen Zähnen fest!“
Ich sah mir das ganze mal genauer an und – tatsächlich – der Typ hatte Bumpings Lippe so feste geschlagen, dass ihr zermatschtes Fleisch jetzt zwischen seinen Schneidezähnen feststeckte. Ich musste lachen. Bumping musste auch lachen. Dann zogen wir seine Lippe wieder aus den Zähnen raus. Er schrie auf. Ne ganze Menge Blut floss jetzt raus und tropfte überall hin, auf seine Klamotten und den Boden. Seine Zähne waren jetzt komplett rot und kein Weiß war mehr zu sehen, wenn Bumping was sagte.
„Komm, wir gehen zum Chinamann und holen Servietten.“

Bumping und ich bekamen ne Menge Servietten vom Chinamann. Er hatte richtig Mitleid, dachte wahrscheinlich, der arme Bumping sei von ner Gang oder so verhauen worden.

Wir kauften uns beim Chinamann noch ein Bier und dann trennten sich unsere Wege. Am nächsten Tag telefonierten wir noch mal. Bumping war kaum zu verstehen, er sagte seine Lippe sei so dick wie ein Autoreifen. Das war bestimmt ein göttliches Bild.
Dann hörten wir wieder ein paar Monate nichts von einander. Diese Geschichte konnte ich aber immer anstimmen, wenn Bumping wieder dabei war, sich in einer seiner Prügelstorys zu vertiefen.

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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


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Ei 4



BeitragVerfasst am: 06.05.2014 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Bis auf den Schluss: Rundum gelungen! Die Stelle von der Disco zum Bus empfand ich ein wenig als Durchhänger bzw. hier wurde die "Spannung" wieder etwas zurück genommen. Macht aber nichts! Für mich ist der Text jedenfalls ein kleines Highlight!
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Andi Fontäne
Schreiberling

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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 10.05.2014 20:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich mit bedanke ich mir für das kurze, jedoch wohl zutreffende, Feeback!
Wasser marsch!
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pintus
Schreiberassi


Beiträge: 45



BeitragVerfasst am: 11.05.2014 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz gut, das alles, eigentlich. Es changiert aber zu unentschlossen zwischen anarchischen Momenten - denen der Schreiber dieses (Hin)wurfs anscheinend zu oft nicht ganz getraut hat - und Nonsens. Dieser wiederum kann beliebig sein, wird aber nur beliebig eingesetzt.
Ich unterstelle dem Schreiber einfach mal das Chaos als kreatives Prinzip, also frei Schnauze eben, weil ich glauben mag (einfach so, ne), dass er weiß, wie er Spannung und Dichte in einen Text bringen kann, ohne die "Hänger" im Text mit noch mehr Textmasse einfach zu überschreiben.

Mir fehlt hier ein bisschen Mut und Schmackes und ein interessanterer Protagonist, mit dem die Geschichte vielleicht am Ende nicht so blutleer dagestanden wäre.
Alles in allem aber ganz okay.

Schiff ahoi
pintus
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Andi Fontäne
Schreiberling

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Beiträge: 275



Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 18.05.2014 01:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Yo!
Verstehe den Satz "... und Nonsens. Dieser wiederum kann beliebig sein, wird aber nur beliebig eingesetzt" nicht so ganz.
Grüße
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Rainer Zufall
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Beiträge: 800

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 18.05.2014 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
mir gefiel der Text gut.
Hat wirklich was Anarchisches, ich musste einige Male ziemlich lachen, zum Beispiel, als dem Icherzähler der Gürtel geklaut wird.

Oder auch hier:
Zitat:
„Seht ihr meinen Gürtel?“, er hob sein T-Shirt hoch und präsentierte seine funkelnde Gürtelschnalle, „Damit hau ich euch gleich eins in die Fresse, wenn ihr weiter so‘n Scheiß labert.“
Die Typen drehten sich wieder um und sagten nichts mehr.
Sieht du?“, sagte Bumping zu mir, „Keiner hier will sich mit mir prügeln. Keiner.“

Gürtel scheinen wirklich so eine Art Trophäe zu sein.
siehst
keiner
Sind übrigens noch mehr so kleine Tippfehlerchen im Text.

Am Ende ist es dann so, dass mir das ein bisschen zu flach wird, zu wenig pointiert. Das mit der in die Zähne gequetschten Lippe ist ja schon lustig geschrieben, aber dass Bumping Ben dem Typen noch und noch mal hinterher läuft. Ich weiß nicht, vielleicht hätte man das noch ein bisschen zuspitzen können, so dass es absurder wird.

Eine Sache gibt es noch, das Verhöltnis des Icherzählers zum Bumping Ben ist manchmal für mich ein bisschen zu negativ gezeichnet. Da fragt man sich dann, warum er überhaupt mit ihm weggeht.
Am Anfang hat man noch das Gefühl, da ist was Vertrautes zwischen ihnen, dass der Erzähler den Ben schon irgendwie mag.
Zitat:
Bumping war einer der Leute, von denen man Monate lang nichts hörte, die dann plötzlich irgendwann anriefen und dann war es, als hätte man sich nur zwei Tage nicht gesehen.

Und das finde ich auch gut so, dass man sowas spürt, denn sonst versteht man echt nicht, waum der Kumpel sich auf so eine Prügelshow einlässt.
Aber hier kippt mir das zu sehr:
Zitat:
An so einem wie Bumping Ben machten sich nur die Kerle die Finger schmutzig, die’s absolut nötig hatten. Kerle, wie Bumping Ben selbst eben einer war.


Jedenfalls echt gerne gelesen und mich amüsiert.
Zufall
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pintus
Schreiberassi


Beiträge: 45



BeitragVerfasst am: 18.05.2014 09:02    Titel: Antworten mit Zitat

Nonsens bietet die Möglichkeit, eigene künstlerische Ebenen in einem Werk zu schaffen; nichts in der Literatur ist beliebig, nicht einmal Nonsens, das ist kein Konfetti, das man nach Lust und Laune in einen Text streut. Das kann man zwar machen, das Werk hebt sich dann aber nicht von effekthascherischen Werken anderer Genres ab. Für mich persönlich ist das teilweise sogar noch schlimmer, da guter anarchischer Humor, gemischt mit "Nosens" subversiv, tiefgründig oder was auch immer sein kann, in seiner beliebigen Form aber nur diese Annahme erzeugt und sie letztendlich als leeres Versprechen liegen lässt.
Helge Schneider ist ein gutes Beispiel.
Monty Python sowieso.
Das hat mir etwas gefehlt - eine klarere Linie, ein besseres Grundgerüst der Geschichte.
Davon abgesehen finde ich, hat deine Schreibe Potential. Das wird aber auf diese Art nur mehr oder weniger sinnlos verpulvert.
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 18.05.2014 21:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die ausführlichen Antworten.
Was ja am meisten bemängelt wurde, ist der Schluss, wo Bumping noch mal und noch mal zuschlagen will. Die Geschichte lag schon seit einigen Jahren in einem Ordner auf der Festplatte, ohne dass ich sie veröffentlichen wollte. Ich empfand den Text im Gesamten ebenfalls als zu "unrund". Besonders im Schlussteil schwächelt meine Kunstfertigkeit ein wenig. Es müsste ein bisschen anders erzählt werden. Da ich aber irgendwie nicht mehr weiter daran arbeiten wollte, haute ich die Story einfach raus.
Schön, dass sie dennoch etwas gefallen konnte.
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Rübenach
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Beiträge: 2536



BeitragVerfasst am: 18.05.2014 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wie passt das


Andi Fontäne hat Folgendes geschrieben:
Da ich aber irgendwie nicht mehr weiter daran arbeiten wollte, haute ich die Story einfach raus.


zu dem:
Boro hat Folgendes geschrieben:

Euer Text ist formvollendet, ihr seid ans Äußerste gegangen. Hier geht es nicht mehr um Details, hier geht es um das große Ganze. Was will der Text, wo führt er hin, funktioniert er? Was ihr hier präsentiert, stellt eure persönliche Bestleistung dar. Doch Vorsicht! Hier wird das Gewicht der Schläge in Karat gemessen. Das Lob aber auch.


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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 19.05.2014 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andi,

deine Geschichte hat mich prima unterhalten. Wie schon angesprochen, ist das Verhältnis zwischen den beiden etwas undeutlich - wobei ich glaube, das ist durchaus realistisch. Eine langjährige Freundschaft, doch irgendwann erkennt man, dass der andere eigentlich ein Idiot ist, schafft es aber nicht, sich von ihm zu distanzieren - das kommt mir jedenfalls bekannt vor.

Das Ende finde ich auch nicht pointiert genug. Vielleicht wäre es witzig gewesen, wenn der Erzähler den 'Job mit der Handykamera' gehabt hätte, dann wäre er auch nicht nur so passiv mitgelaufen. Kann natürlich auch in die Hose gehen, weil fast schon ein Griff in die Klischeekiste. Aber vielleicht hätte sich daraus ein pfiffigeres Ende bauen lassen?!

Mir sind einige Erbsen aufgefallen. Ich spare mir aber, sie aufzulisten, weil du ja offenbar den Text loslassen willst.

Rübenach hat zwar Recht, dass der Text nach der Definition nicht ins Feedback gehört. Aber er gehört eben auch nicht in die Werkstatt, wenn du nicht mehr dran arbeiten willst. Hätte er also gar nicht hier reingestellt werden dürfen? Quark, finde ich. Über diese Beschreibung des Feedbacks ist in den 'internen Gesprächen' schon kontrovers und kreisförmig diskutiert worden. Die perfekte Lösung bzw. Aufteilung der Kategorien hat noch niemand gefunden.  Da wird es immer mal wieder Zweifelsfälle geben.

LG


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 22.05.2014 22:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Yo, vielen Dank für deine Eindrücke.
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 27.05.2014 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

Dass Bukowski eins deiner Vorbilder ist, muss ich hier wohl gar nicht mehr zur Sprache bringen. Ich finde, den typischen Tonfall hast du getroffen.
Ansonsten weiß ich nicht, was ich von der Geschichte halten soll. Die Charaktere sind mir kein Stück sympathisch, weil sie einfach eine tiefliegende Primitivität ausstrahlen - und das nicht, weil sie Chicks nachjagen und daran glauben, dass in einem Club der Stärkere an Frauen kommt (und wenn doch, wäre ich ein glänzendes Gegenbeispiel) - ich weiß nicht woran es liegt, aber ich mag die beiden einfach nicht. Sie sind halt Arschlöcher.
Bei den Charakteren von Bukowski, die ja meistens von ihm selbst besetzt worden sind, habe ich das Gefühl, sie haben eine zweite, tiefere Ebene. Klar, sind auch irgendwie Arschlöcher, aber Bukowski schaffte diese Gratwanderung, die dir meiner Meinung nach noch nicht ganz gelungen ist.

Das selbe ist mir auch bei deinem Puff-Text aufgefallen, der seltsamerweise wieder aus dem Redlight verschwunden ist.

Also, da wir hier im Feedback Bereich sind:
Ich finde, du hast sehr gut erzählt, die Geschichte ist gut wiedergegeben, die Charaktere sind plastisch beschrieben, vom handwerklichen ist das prima. Damit mir das aber wirklich gefallen könnte, fehlt mir ein doppelter Boden - sowohl in der Aussage als auch im Handlung-Gedanken-Fazit deiner Figuren.

Und wenn du einfach nur eine Geschichte erzählen wolltest, dann ist sie eben nicht nach meinem Geschmack. Nichts für ungut Wink

Lg Dennis


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- Lütfiye Güzel
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 27.05.2014 21:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi E.,

nein, nein - Mir hat deine Feedback sehr gefallen. Du triffst die Sache eigentlich ganz genau. Den Bukowskieinfluss hast du natürlich leicht rauslesen können. Und wie steht es auf seinem Grabstein? Don't try! Das hätte ich wohl auch besser gemacht.

Was du allerdings übersiehst: Der Erzähler ist eigentlich KEIN Arschloch. Außer in der Bordell-Geschichte vielleicht. Eigentlich distanziert sich der Erzähler vom Bumping, findet ihn auch primitiv.

Was mich noch interessieren würde - Wie findest du denn den Puff-Text? Er wurde in den Bereich verschoben. Warum ist mir nicht so klar, weil er ja eigentlich null pornografisch ist. Nur hier und da ein "Nutte". Jedenfalls habe ich keinen Zugang zu diesem Bereich und da macht's ja kein Sinn, wenn ich die Kritik auf meine eigenen Texte nicht lesen kann. Also hab ich ihn löschen lassen.

Mit besten Grüßen
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 28.05.2014 07:26    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Andi!

Andi Fontäne hat Folgendes geschrieben:
Was mich noch interessieren würde - Wie findest du denn den Puff-Text? Er wurde in den Bereich verschoben. Warum ist mir nicht so klar, weil er ja eigentlich null pornografisch ist. Nur hier und da ein "Nutte". Jedenfalls habe ich keinen Zugang zu diesem Bereich und da macht's ja kein Sinn, wenn ich die Kritik auf meine eigenen Texte nicht lesen kann. Also hab ich ihn löschen lassen.

Du bist seit vier Jahren im Forum. Die Gründe für den Redlight solltest du kennen. Es geht nicht darum, dass in dem Text exakt dreimal das Wort "Nutte" vorkommt, nur einmal das Wort "ficken", dafür fünfmal das Wort "Scheiße" und nur ein einziges prüdes Mal das Wort "Titten". Wäre es so, müsste dieser Beitrag auch in den Redlight. Die Gründe müssen dir nicht gefallen (mir gefallen sie auch nicht durchweg), aber unter den genannten Gesichtspunkten erwarte ich, dass sie akzeptiert werden.

Beste Grüße,

Martin


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Yannes
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BeitragVerfasst am: 28.05.2014 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andi Fontäne,
der Text macht mir Spaß. Spricht ganz klar meine Testostoronseite an und in dem Modus verstehe ich auch, dass es Menschen gibt die gerne austeilen.

Ich bin nicht drauf gekommen, was das mit den Gürteln soll. Und die Schlägerbande in der Disko blieb folgenlos, außer dass beide das Haus verließen.

Der Höhepunkt ist für mich die Finale Schlägerei. Und aus Entfernung gesehen könnte es dahin etwas stringenter gehen. (Die Diskoszene ist mir jedenfalls etwas zu reich.)
Aber ich war gut unterhalten.

Besonders mochte ich den Erzähler, der immer abwiegeln möchte *das Winseln haut mich echt weg*

Auf Splatter stehe ich nicht, aber die Lippen-ausfädel-Partie gefiel mir trotzdem, weil es so uneitel, pragmatisch geschrieben ist, ohne Mitleidsgetue, mit "trockenem Blut".

Deine Geschichte gibt mir das Gefühl als Leser auch ein so ganz harter Genosse zu sein. Und gerade so an der Faust immer vorbei zu fühlen. *cool!*


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Herzliche Grüße!
Yannes
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 29.05.2014 14:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Moses,

den Link, den du angefügt hast, kann ich nicht aufrufen, da eingeschränkte Rechte. Ich habe die Abschiebung meines Textes in den RL-Bereich auch nicht nicht akzeptiert, sondern nur gesagt, dass ich die Kriterien nicht nachvollziehen kann. Ist ja auch egal.

Lieber Yannes,

deine leicht kryptische Rezension lässt mich etwas verunsichert folgern, dass dir mein Text gefällt. Glaube ich. Jedenfalls danke ich dir für deine lobenden Worte, in leicht strauchelnder Grammatik.

Grüße an beide!
F.
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 29.05.2014 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Pardon, das war etwas dämlich von mir, ausgerechnet einen Link zu posten, der in den Redlight führt. Laughing

http://www.dsfo.de/fo/viewforum.php?f=598

Hier ist noch einer, lieber Andi. smile


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Das Leben geht weiter – das tut es immer.
(James Herbert)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
(Sir Peter Ustinov)

Der Weise lebt still inmitten der Welt, sein Herz ist ein offener Raum.
(Laotse)
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Rodion
Schreiber-Lehrling

Alter: 36
Beiträge: 80
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 04.06.2014 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

dein Text hat mich sehr amüsiert, auch wenn ich all den anderen nur zustimmen kann, insbesondere wegen der fehlenden "zweiten, tieferen Ebene" und der abflauenden Spannung gen Ende. Man kann da noch einiges besser machen.
Aber diesen Erzählstil muss man erstmal hinkriegen. Man denkt vielleicht, das ist doch leicht, so wie die Figuren bei dir reden und sich verhalten erlebt man es doch selbst oft genug, leider - denn ich finde sie auch unsympathisch, auch den Erzähler, denn was findet er an an seinem Schlägertypen so toll?- aber das dann auch so aufzuschreiben ist ne andere Geschichte. Ich könnte das auch gern, aber bei mir klingt immer alles wie in einem lieben Kinderbuch, oder so.
Naja. hat auf jeden Fall Spaß gemacht zu lesen, musste auch schmunzeln.

LG, Rodion
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Ralf Langer
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 53
Beiträge: 705
Wohnort: Gelsenkirchen


BeitragVerfasst am: 04.06.2014 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andi,

eine glaubhaft erzählte Geschichte, mit lebendigen Charackteren aus der kategorie "Arschlöcher". Gelungenes Tempo, mal witzig, mal etwas zotig, aber immer aus dem Leben erzählt, das mir bekannt vorkommt.

Der entscheidende Makel. Die Geschichte hat keinen Plot. Sie beginnt, wie sie endet, sozusagen zwischen hier und da.

Nichtdestotrotz urde ich trefflich unterhalten.

Lg
Ralf
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Eredor
Geschlecht:männlichDichter und dichter

Moderator
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Beiträge: 4708
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Das silberne Stundenglas DSFx
Goldene Harfe Pokapro III & Lezepo I


Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 05.06.2014 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Andi Fontäne hat Folgendes geschrieben:

Was mich noch interessieren würde - Wie findest du denn den Puff-Text?


Da war mir der Protagonist so dermaßen unsympathisch, dass ich fast aufgehört hätte, zu lesen. Gut fand ich hingegen das Verhalten der Prostituierten, das hat etwas in mir ausgelöst.
An sich aber würde ich den Puff-Text als schlechter einstufen wie diesen hier.

lg Dennis


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"vielleicht ist der mensch das was man in den/ ersten sekunden in ihm sieht/ die umwege könnte man sich sparen/ auch bei sich selbst"
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ChrisJericho
Abc-Schütze


Beiträge: 4



BeitragVerfasst am: 06.06.2014 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hach da wird mir das Herz warm. So hab ich mit Anfang 20 auch geschrieben. Anarchistischer Unsinn vom feinsten. Völlig unsympathische, weil teils strunzdoofe, Protagonisten, aber gerade das macht sie so speziell. Es ist nicht ganz der Schreibstil der mir zusagt, aber die Geschichte an sich, die finde ich spitze.

Antihelden, so wie sie sein müssen.


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