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Auf der Schneise [Prosa]

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2014
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Autor Nachricht
Mardii
Stiefmütterle

Alter: 61
Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 30.03.2014 19:00    Titel: Auf der Schneise [Prosa] eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Auf der Schneise

Der Wald steht tannenschwarz. Er birgt Geschichten, Moder alter Tage.
Du bist ganz nah und – weit entfernt, dort drüben – wieder du.
Wir beide sind wie Mond und Schlafwandler. Wir wissen voneinander, doch wir kennen uns nicht.
Du trägst die Armbrust. Sie zieht deine Schulter hinab. Was lastet fliegt nicht fort.
Ins quer gestreifte Schilderhaus trittst du.

Wärst du wie ich.


Der weiße Nebel steigt aus den Wiesen. Wir können Gestalten auf die Brücke treten sehen. Sechs an der Zahl.
Eine geht mit Stock, eine andere zieht einen Kasten nach. Wieder eine tastet sich am Strick entlang. Menschen eines anderen Lebens. Nach dem Tode.
Wessen Tode?
Die Brücke hängt ein wenig durch. Sie ist aus Bast geflochten.
Und wenn sie reißt, denkst du.
Wie soll sie reißen?
Es ist ein anderer Ort.

Wäre ich wie du.

Wir sind Vermummte, finster, tief im Walde. Materie werden -
waren wir. Was wandelt wird bleiben.
Eine Frau führt den Hund kurz an der Leine. Sie ist die vierte. Ein Mann mit einem Koffer geht voraus. Gefolgt vom Kastenträger, vom Krücken-Geher. Und ich - als Letzte - gehe hinzu.

Wärst du wie ich.

Wir stehen Wache in die Ewigkeit.
Du gingst und trenntest dich. Du kamst heraus und sahst mich gehen.
Mein Bündel wog schwer. Der Knoten war lose. Nicht die Brücke, sie bleibt.

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Berti_Baum
Reißwolf


Beiträge: 1681
Wohnort: Immerheim


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 03:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, das hier ist doch die Prosa! Nein, der Verfasser kann es. Das ist hohe Kunst, zu hoch für mich. Leider. Es tut mir leid, aber ich kann damit nichts anfangen.

_________________
Der Junge, der Glück brachte (Jugendbuch/2013)
Das Mädchen, das Hoffnung brachte (Jugendbuch/ November 2014)
Tod und tiefer Fall (Thriller/18. Mai 2015)
Rache und roter Schnee (Thriller/Oktober 2015)
Blut und böser Mann (Thriller/März 2016)
Asche und alter Zorn (Thriller/August 2016)
Ein kleines Verbrechen (Thriller/Dezember 2016)
Blinde Krähen (Thriller/März 2017)
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Eulenbaum
Klammeraffe


Beiträge: 846



BeitragVerfasst am: 31.03.2014 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanter Aufbau. Das Ineinander, Auseinander von zwei Personen. Und das wird dann auch noch als Strukturmittel verwendet. Zudem als Perspektvie, die Perspektiven wiederum als Mittel, die Geschichte zu erzählen.

Die Brücke findet sich als Bild-Element der Postkarte im Text wieder, ebenso Menschen, die über sie gehen.

Zitat:
Der Wald steht tannenschwarz. Er birgt Geschichten, Moder alter Tage.


Das ist eine Ebene, die über dem Text steht. Schade. Es geht dann um die Selbstbeschreibungen und Selbstfindungen der beiden (Nicht-)Wesen. Aber am Anfang ist diese Ebene verlassen, ohne das mir das aus dem Kontext der Geschichte schlüssig ist.

Schön beschrieben hier, ungewöhnlich, wie sie aneinander gebunden sind:
Zitat:
Wir beide sind wie Mond und Schlafwandler. Wir wissen voneinander, doch wir kennen uns nicht.


Das Strukturmittel (und auch das, was u.a. inhaltliche Spannung aufbaut ("wärst du wie ich", "wäre ich wie du")) ist allerdings dann inhaltlich nicht in dem Text zu verorten. Was wäre dann? Die sind beide gleich, man hätte dieses einer-aus-dem-anderen besser in den Text reinknüpfen können.

Ich finde die Unterschiedlichkeit der beiden Wesen, die am Anfang angelegt ist, dann nicht im Text verarbeitet. Sie werden im Grunde zum bloßen "wir", obwohl diese Unterschiedlichkeit, wie gesagt, strukturbildend ist.

Zitat:
Wir beide sind wie Mond und Schlafwandler. Wir wissen voneinander, doch wir kennen uns nicht.

oder dann im weiteren Verlauf:
Zitat:
Wärst du wie ich.
und
Zitat:
Wäre ich wie du.


Titel kann ich nicht richtig an den Text knüpfen, aber unpassend ist er auch nicht.

Schöne, auch sprachlich interessante Stelle:
Zitat:
Der Knoten war lose. Nicht die Brücke, sie bleibt.

Aber inhaltlich eher willkürlich an den vorherigen Satz gebunden, auch wenn dieses Ineinanderfließen der Sichtweisen dadurch unterstrichen wird, das Ungreifbare, ist es für mich, auch an der Stelle, inhaltlich nicht ganz rund.

Der Text mitsamt seinem eigenen Thema hat richtig Potenzial!

Offenes Ende.

Gruß,
Eulenbaum
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7018
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 31.03.2014 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wahrscheinlich ist der Text ganz gut, mir gefällt nur der salbungsvolle, lyrische Tonfall nicht so. Ich gebe mal eine mitllere Bewertung.
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Piratin
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 55
Beiträge: 2465
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

vielleicht bin ich ein Banause, was Deine Sprache anbelangt, aber ich verstehe den Text leider nicht. Mond und Schlafwandler wissen nicht voneinander, da der Mond nicht wissen kann. Welches quergestreifte Schilderhaus soll das sein? Auch die kursiven Einschübe ordne ich nicht den nachfolgenden Textstellen zu. So bleibe ich ratlos, auch wenn die Vorgaben erfüllt sind.

So nun zu meinen Federn, die ich versuche in ein Schema zu bringen (Themaerfüllung -> maximal 3 Federn, Idee -> maximal 3 Federn, Sprache und allgemeiner Eindruck -> maximal 2 Federn, maximal einen Zusatzpunkt für persönliches besonderes Gefallen):
Themaerfüllung: 2
Idee: 0,5
Sprache und allgemeiner Eindruck: 1
macht 3,5 Federn, aufgerundet 4
viele Grüße
Piratin


_________________
Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 66
Beiträge: 800

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannte/r, das ist zwar schön geschrieben, das Thema Wache wird auch umgesetzt, aber es bleibt für mich zu unverständlich.
Und zum Teil wirkt es wie eine poetische Wiedergabe des Bildes mit ein paar dazugefügten Elementen.

Mir ist auch zu unklar, was die beiden Wachenden unterscheidet bzw. trennen soll.

Aber sprachlich ist es wirklich schön.
Viele Grüße
Zufall
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Ithanea
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 30
Beiträge: 1270

Ei 3


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 21:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ein schwieriger Text - für mich. Einige schöne Formulierungen drin, aber ich verstehe ihn nicht. Wer sind die zwei Beobachter, warum schließt der Sprechende sich an?
Ja, was ist wenn die Brücke reißt? Wieso soll sie nicht reißen können?
Wechselt der Erzähler, oder warum ist es erst er der geht und später der, der sagt "du gingst"?
Puh. Ich weiß nicht, ob ich Wesentliches einfach nicht verstehe oder ob hier schöne Worte wenig umschreiben. Jedenfalls ist es mir zu nebulös.
Ich versuche es vorm Federn nochmal!

 Ich federe erst am Schluss und bewerte nach Themenumsetzung (Eingehalten und Kreativität), Inhalt und Sprache/Stil.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Dienstwerk
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 51
Beiträge: 1313
Wohnort: Gera/Markkleeberg
DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Pokapro-Teilnehmer/in!

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft, einen Text zu schreiben, der auf eine Postkarte passen könnte, zumindest, wenn man ihn mit einer Lupe liest. Möglicherweise ist Dein Werk ein Gewinnertext, vielleicht landet er im guten Mittelfeld, unter Umständen fällt er auch völlig durch und purzelt auf den stark umkämpften letzten Platz.

Erhält Deine Ministory unterirdisch wenige Federn von mir, dann könnte das an mir liegen, weil ich sie nicht verstanden habe oder an Dir, weil Du es nicht verstanden hast, sie mir verständlich zu machen. Vermutlich kommt eine Mischung aus beiden Gründen in Betracht. Gleiches gilt für übermäßig viele Federn - nur umgekehrt.

Ich bewerte tagesformabhängig, nach Bauchgefühl, persönlichem Gefallen und ich versuche, fair zu sein. Manchmal ist es draußen schon dunkel, oft ist es gar nicht mehr hell. Es ist wirklich sehr schwierig, um diese Uhrzeit die Sonnenuhr zu lesen. Aber ich gebe mir Mühe. Ah, cool - draußen scheint der Mond und da unten rechts blinkt 21.58. So, es geht los. Ich beginne zu lesen:

Thema:
„Die Wacht“ (Wächter, Wache, Aufsicht, Bewahrer, wachen, überwachen, bewachen, bewahren, beobachten, aufpassen, kontrollieren etc.) - szenischer Augenblick, OHNE Pointe (aber nicht zwangsläufig ohne Spannung), direkter oder metaphorischer Bezug zum Bild (Brücke/Übergang, Leute, Gestalten/Schatten/Hügel, Wald/Schlucht/Abgrund...)

Meine Bewertungskriterien:
- Thema nicht getroffen, teilweise, gut bis perfekt getroffen (0-3)
- Thema sauschlecht, irgendwie, gut oder grandios umgesetzt (0-3)
- Zusatzfedern für Idee, Sprachgefühl, nach Gutdünken oder als Trost (1-3)
- Titel lasse ich außen vor, es sei denn, er ist total daneben, dann Abzug

Anmerkung:
Bewertung erfolgt erst, wenn ich alle 41 40 Texte gelesen habe, aber ich mache mir natürlich zu jedem einzelnen Text meterweise Notizen. Schließlich kann sich nach oben oder unten bis zur letzten Sekunde noch was ändern. Eine Feder hast Du in jedem Fall sicher. wink

Sehr lyrisch, sehr getragene Sprache, bestimmt sehr schön. Aber mich erreicht der Text leider nicht, einige Metaphern bleiben mir seltsam verschlossen. Sollte die Geschichte ursprünglich ein Gedicht werden? Ich glaube ich lese den Text später nochmal. Vorgaben sind jedenfalls erfüllt. Das gibt schon mal prinzipiell mindestens drei Punkte aus meiner persönlichen Bewertungsliste. Federn zu gegebener Zeit.

Ende blinkt: 22.05

Liebe Grüße, Ana

*
*
*

Nachtrag 04.04.14

Meine Bewertungen im Detail:

2 x 1
9 x 2
8 x 3
4 x 4
6 x 5
5 x 6
3 x 7
1 x 8
1 x 9
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Einar Inperson
Geschlecht:männlichReißwolf


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pokaproschrei,

jetzt erst einmal still, ich muss mich konzentrieren.

Ein Text, der mir ausnehmend gut gefällt, der das Thema poetisch übersetzt und Sprachkraft in kurzen Sätzen beweist.

Warum nur die für mich nichtssagenden Beschreibungen der Gestalten? Die bringen mir diese nicht näher. Sie bringen mich stattdessen aus dem schönen Text heraus.

Es bleiben immerhin 6 Federn hier.


_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

si tu n'es pas là, je ne suis plus le même

"Ehrfurcht vor dem Leben" Albert Schweitzer
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Constantine
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2907

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 03:31    Titel: Antworten mit Zitat

Positiv:
Die Vorgabe der maximalen Wortanzahl wurde beibehalten: hier 217 Wörter. check.
Thema. Die Wacht. ja. check.
Das Bildmotiv ist erkennbar. check.
Der flüchtige Augenblick: ok. check.
Pointe: nein. check.

Negativ:
-Formale Umsetzung und Idee:
Trotz erkennbarer Verwendung von Elementen des Bildmotivs und des Themas, erschließt sich mir der Sinn dieses Textes nach mehrmaligem Lesen leider nicht.
Hier und da passt für mich teilweise vom Erzähltem und von der Perspektive einiges nicht. Der Text gibt sich kryptisch, vielleicht eine Sorge und ein Zwang, bloß auf keine Pointe hinzuarbeiten, aber anstelle Atmosphäre zu erzeugen, verpufft diese und lässt mich aufgrund einiger fehlender Zuordnungen eher ratlos zurück.
Eine Geschichte habe ich nicht zwangsläufig erwartet, aber es werden zu häufig Bilder aneinander gereiht, einfach dahingeworfen ohne Zusammenhang. Für mich ein Fall, in der die Form über die Substanz/den Inhalt siegt.


Von der Befederung her liegt dieser Text für mich im zweiten Drittel.
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Nordlicht
Geschlecht:weiblichWaldschrätin


Beiträge: 4192



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 05:20    Titel: Antworten mit Zitat

Deinen Text und die Idee finde ich eigentlich ganz gut, das Thema Wacht hast du in einem Augenblick eingefangen – allerdings finde ich das Ende mit dem losen Knoten doch eher nach Pointe klingend.
Sprachlich hättest du vllt mehr rausholen können – der Anfang mit dem Moder alter Tage schien mir darauf hinzudeuten, dass es mehr etwas in der Richtung im Text zu finden geben würde, aber dem war dann doch nicht so.
Für mein Empfinden hätte man die Szene allerdings auch um Einiges kürzer schreiben können wink Es erweckt auf mich den Eindruck, dass du deine Idee unnötig in die Länge ziehst durch Wiederholungen und zB die Aufzählung der Leute auf der Brücke. Aber alles in Allem nicht schlecht smile


_________________
If I waited for perfection, I would never write a word - Margaret Atwood
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 45
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Text, den ich mehrmals lesen "musste". Mir gefiel er bei jedem mal besser.

So was hier:

Zitat:
Du bist ganz nah und – weit entfernt, dort drüben – wieder du.
smile
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holg
Geschlecht:männlichReißwolf


Beiträge: 1649
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Bild - Alles da.
Wacht - gestreiftes Schilderhaus, LWir, wacht.
Moment - ok

Hatte das ein LeZePo-Beitrag werden sollen,d er dann etwas lang wurde?
Verträumt-poetische Sprache. Mystisch, unscharf. Sprachlich sauber.


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Nicnak
Eselsohr

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Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Habe den Text jetzt 4x durch, er ergibt immer noch keinen Sinn für mich.

Weder dass: "Wärst du...", noch der Rest.
Schade.
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fancy
Geschlecht:weiblichSchmuddelkind

Alter: 61
Beiträge: 3579
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich schätze, hier steckt viel Zeit drin und es liest sich beinahe wie ein Gedicht. Dein Text hat etwas Philosophisches.

Liebe Grüße

fancy

Hm, wie du gleichzeitig auf der Brücke sein kannst, wenn du einer der Wächter bist, weiß ich nicht.

Du erwähnst die Brücke und die Wächter, es scheint kein langer Zeitraum zu sein, eine Pointe erkenne ich nicht, aber trotzdem fehlt mir hier etwas.

Ich kann nur subjektive befedern und hoffe, ich tue dir nicht unrecht, aber mehr als fünf Federn ist mir dieser Text nicht wert.


_________________
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Sanuk
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Wohnort: Frankfurt am Main


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Die Geschichte hat für mich etwas Schweres. Ob der Versuch, gehobene Literatur zu schreiben, wirklich gelungen ist, möchte ich nicht beurteilen. Es packt mich nicht so, wie ich mir das wünsche.
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timcbaoth
Leseratte


Beiträge: 117



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Großteils schön geschrieben. Allerdings ist der Text nicht wirklich eine Szene.

Idee: 7
Stil: 6
Vorgaben: 6
Gefühl: 6

=> 6 Punkte


_________________
Liebe Grüsse
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Jenni
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4052

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist einer meiner Lieblingstexte. smile

Ich liebe das da:
Zitat:
Du bist ganz nah und – weit entfernt, dort drüben – wieder du.
Wir beide sind wie Mond und Schlafwandler. Wir wissen voneinander, doch wir kennen uns nicht.

Im Grunde ist es so eine Art Königskinder-Geschichte, oder? Die beiden stehen auf verschiedenen Seiten des Abgrundes (oder des Übergangs vom Leben in den Tod?) Wache und können nicht zueinander? Weil sie auch gar nicht materiell existieren. Sie verschmilzen irgendwie miteinander, durch das "wärst du wie ich", wechselt du da zwischen beiden?

Mag ich den Text deshalb so gerne, weil ich ihn nicht wirklich verstehe, er mir aber ermöglicht, beliebig hinein zu interpretieren? Laughing

Jedenfalls lese ich ihn immer wieder gern.
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Lapidar
Geschlecht:weiblichBücherwurm

Alter: 58
Beiträge: 3218
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist nun ein Fall von: gefällt mir, aber ich versteh keinen Ton.
smile
Es ist eher wie ein Gedicht. Sprich.. verstehen geht für mich nur auf einer emotionalen Ebene.

Du hast eine relativ genau Bildbeschreibung eingebaut, aber es kommt nicht so schulaufsatzmäßig daher. Eine für mich gelungene Umsetzung.


_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Piezke
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 33
Beiträge: 135



BeitragVerfasst am: 02.04.2014 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ein ätherischer Text, mit kleinen sprachlichen Stolperstellen gegen Ende. Der Wald und die Brücke sind direkt drin, die beiden Gestalten werden wohl durch den Erzähler und seinen Wachkameraden repräsentiert. Die Wacht wird erwähnt und durch ein paar Requisiten bekräftigt (Armbrust und Schilderhaus).

Mir gefällts! Die ersten beiden Sätze klingen ganz fein, haben mich mitgenommen.
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Belzustra
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 34
Beiträge: 346
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Dein Text weckt in mir die Sehnsucht nach dunkler Romantik, lässt Bilder von Caspar David Friedrich vor dem inneren Auge erscheinen. Ich bin niemand, der von einem Text erwartet, alles zu verstehen. Deine Momentaufnahme gibt mir Rätsel auf. Das finde ich gut.

Sehr gerne gelesen.
7 Federn

LG


_________________
Vivre est une chanson dont mourir est le refrain. Victor Hugo
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Jack Burns
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 50
Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 02.04.2014 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Vorgaben erfüllt.

Zitat:
Der Wald steht tannenschwarz.
... und schweiget
Zitat:
Was lastet fliegt nicht fort
. Was fliegt nicht? Die Armbrust?
Zitat:
Wessen Tode?
Verstehe die Frage nicht.
Zitat:
Es ist ein anderer Ort.
Welcher Ort? Die Brücke? Und anders, als was?
Zitat:
Materie werden -
waren wir.
Es wird immer seltsamer. Das sagt mir schon auf grammatikalischer Ebene gar nichts.

Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass hier ein bedeutungsvoller Inhalt existiert. Aber er ist so verschlüsselt, dass er sich mir nicht erschließt. Mir muss eine Story irgendetwas vermitteln; eine Handlung, einen Gedanken, ein Gefühl. Das darf auch auf lyrischem Wege geschehen. Aber Metaphern und Vergleiche müssen verständlich bleiben.

Grüße
Martin


_________________
Monster.
How should I feel?
Creatures lie here, looking through the windows.
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