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Stand by me [Prosa]

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2014
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Autor Nachricht
Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2840

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 30.03.2014 19:00    Titel: Stand by me [Prosa] eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Unser erster Tag und noch keine Spur. Mein mulmiges Gefühl meldet sich zurück und der Magen verkrampft. Nicht, weil ich entgegen meiner Höhenangst über eine Hängebrücke hetze, unter der sich Baumkronen wie Pfähle hinauf strecken. Nein. Sondern ...
Plötzlich lässt mich ein Stechen an der linken Schläfe erstarren. Mein Puls beschleunigt binnen Sekunden und kalter Schweiß bricht mir aus.
„Beweg dich, Mann!“, ruft Peter hinter mir.
Ich kann nicht, du Arsch!, möchte ich antworten und bete, dass es eine kurze Panikattacke sein möge.
Vor mir entfernen sich die anderen – Drecksack Gregor an der Spitze, dahinter Sybille, Jutta und Joachim –, während ich versuche die Kontrolle wiederzuerlangen.

Angefangen hatte es am frühen Morgen mit der Vermisstenmeldung eines Mädchens im Lahntal im Taunus.
„Wir kennen die Wälder und könnten die Suchmannschaften unterstützen oder die Ab- und Zufahrtswege bewachen“, bot Gregor einem Polizeibeamten an.
„Keine Zivilisten!“
„Okay“, erwiderte er lächelnd.
Wir begannen im äußeren Waldgebiet unsere eigene Vermisstensuche und entdeckten vor einigen Stunden eine erkaltete Feuerstelle, um die abgenagte Knochen kreisförmig angeordnet waren.
„Das ist krank“, flüsterte Jutta.
„Oder ästhetisch“, meinte Peter.
„Von welchem Tier die wohl stammen?“, fragte Sybille.
„Vogelknochen sind innen hohl“, erinnerte ich mich, hob einen auf und zerbrach ihn entzwei.
Plötzlich spürte ich ein kurzes Stechen am Hinterkopf und drehte mich erschrocken blitzschnell um. Dabei schrie Jutta auf. Mir entglitten die Knochenhälften.
„Jemand beobachtet uns!“, wisperte ich.
„Da ist nichts. Nur dein kranker Humor“, sagte Gregor.
„Aber ...“
„Hör auf damit!“, befahl er und schlug mir gegen die Schulter.
Er sah nach Jutta, die mir einen verärgerten Blick zuwarf.
Scheißkerl!
Sie schloss sich sodann Sybille an. Ich trabte den anderen hinterher – mit der Wut im Bauch vergaß ich meinen flauen Magen.
Bis jetzt.

„Hey, Dirk geht nicht weiter!“, ruft Peter.
„Der versucht uns wieder Angst zu machen“, raunt Gregor zurück. „Genau der richtige Ort. Großes Kino, Dirk!“
Jutta blickt zurück.
Bitte Jutta.
Sie runzelt die Stirn, wendet sich ab und läuft weiter. Peter eilt mit einem „Viel Spaß, Blödmann.“ an mir vorbei.
Bleibt hier, ihr Arschlöcher!
Den steifen Hals bezwingend, gelingt es mir den Kopf zu drehen.
Was zur Hölle ...

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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 30
Beiträge: 1270

Ei 3


BeitragVerfasst am: 30.03.2014 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich federe erst am Schluss und bewerte nach Themenumsetzung (Eingehalten und Kreativität), Inhalt und Sprache/Stil.

Wah. Ich habe ein paarmal lesen müssen, weil ich am Ende nicht ganz kapiert hab, wer was zu wem sagt und was passiert. Aber jetzt hab ichs. Und find's gut, da sehr spannend geschrieben. Leider wurde das Brückenszenario mit den sechs Personen so oft eins zu eins umgesetzt, da wollte ich eigentlich eine Originalitätsfeder abziehen. Mal schaun.
Inhalt und Schreibstil find ich gut, mit den Vorgaben Augenblick und Wacht - weiß ich nicht so recht.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Jack Burns
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 50
Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 31.03.2014 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tja. Jetzt wird es schwierig.
Ehrlich gesagt, kann ich nicht erkennen, wo die Vorgaben hier umgesetzt werden. Wo ist denn die Wacht? Wo der flüchtige Moment? Und die Brücke wirkt unnötig angefügt.
Es scheint, wie ein Auszug aus irgendeinem längeren Stück. Das Gefühl verstärkt der, nicht zum Inhalt passende, englische Titel.
Inhaltlich reißt es mich nicht vom Hocker, einige Formulierungen sind nicht gut gelungen. Ansonsten ist es technisch so weit in Ordnung.

Federn gibt es später. Ich befürchte das gibt deutlichen Abzug.
Sorry

Grüße
Martin


_________________
Monster.
How should I feel?
Creatures lie here, looking through the windows.
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Berti_Baum
Dichter und Denker


Beiträge: 1681
Wohnort: Immerheim


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 01:10    Titel: Antworten mit Zitat

Das Spiel des Verfassers mit der Ungewissheit, dem Lauernden im Verborgenen ... Der Text ist ordentlich geschrieben, sogar spannend, fast schon wie eine Szene aus einem Film. Ich finde den Beitrag nett, den flüchtigen Augenblick ... mh, okay.

_________________
Der Junge, der Glück brachte (Jugendbuch/2013)
Das Mädchen, das Hoffnung brachte (Jugendbuch/ November 2014)
Tod und tiefer Fall (Thriller/18. Mai 2015)
Rache und roter Schnee (Thriller/Oktober 2015)
Blut und böser Mann (Thriller/März 2016)
Asche und alter Zorn (Thriller/August 2016)
Ein kleines Verbrechen (Thriller/Dezember 2016)
Blinde Krähen (Thriller/März 2017)
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 846



BeitragVerfasst am: 31.03.2014 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Spannend. Offener Schluß. Der Ton der Geschichte der Figur entsprechend und kohärent. Eine ganze Gschichte auf dem kurzen Raum, in dem viel, aber nicht zu viel passiert.

Es ist (auch) das Ungesagte, das wirkt. Das die Spannung ausmacht. Und das den Schluß zu dem macht, was er ist: Einem perfekt gelungenen Schluß!

Zitat:
„Da ist nichts. Nur dein kranker Humor“, sagte Gregor.
„Aber ...“


Dieses "aber" gefällt mir nicht, das reißt mich raus, da fällt es ab mit der Spannung, die insgesamt auch zwischen den Sätzen liegt und den Leser von einem zum anderen Satz trägt/zieht ect.. Noch ein zwei andere solcher kleinen Stellen.

Und mir gefällt der englische Titel nicht, sie paßt nicht zum Ton der ganzen Geschichte, zudem weiß ich (bis jetzt?) noch nicht, worauf sie sich bezieht. Auf den Schluß ("bleibt bei mir")? Da paßt aber das Englische überhaupt nicht - und ins Deutsche übersetzt wäre der Titel dann wirklich platt. Aber ich kann, wie schon gesagt, den Bezug zum Text nicht für mich überzeugend herstellen.

Thematische Vorgabe ist umgesetzt. Auf ungewöhnliche Weise, u.a. durch den Ton, und, wie gesagt, auch durch das Ungesagte.

Gruß,
Eulenbaum
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3178
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Das Thema mal von der andren Seite angegangen: von der Hängebrücke aus.

Schluss ist offen, aber gruselig.

Meine Angst vor Hängebrücken kommt da gut wieder hoch.


_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2840

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 03:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Was soll ich sagen, was du nicht bereits selbst weißt?
Ich bin du, du bist der Verfasser des Textes,
nun denn, bevor du deinen Kommentar vergisst,
leg ich dir hier was ab; welcher kommt als nächstes?
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 66
Beiträge: 800

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal hallo Unbekannte/r,
dein Textauszug beginnt wie eine Horrorgeschichte. Er nimmt Motive auf, die leider schon ziemlich bekannt sind. Aber naja, was will man in der Kürze der Zeit machen. Ich kann nur sagen, dass ich es zwar furchtbar bekannt finde, es aber trotzdem gerne weitergelesen hätte. Bizarre Menschenopfer im Lahntal, das hat doch was. Ob du nun das Thema umgesetzt hast? Ich seh/erkenn irgendwie gar keine Wache. Hmmm.
Ist mir aber grad mal egal, das kommt dann halt in die Bewertung rein. Bitte schreib die Geschichte nach dem Wettbewerb einfach fertig. Das fänd ich gut.
Ein bisschen lachen musste ich über das Lahntal und die Vorstellung, dass da so eine spirwelige Hängebrücke rumhängt. Die Knochen fand ich cool.
Etwas irritierte mich auch, am Anfang schreibst du ja ... noch keine Spur ... das passt für mich nicht ganz zu dem Fund der Knochen und der Feuerstelle.

Jedenfalls schreibst du spannend und es fängt vielversprechend an, wenns auch bekannt ist. So, jetzt hab ich mich endgültig um Kopf und Kragen geredet.
Titel und Genre und wie du das alles anfängst, das ist mir sehr sympathisch. Du musst ein Kingfan sein.
Viele Grüße vom
Zufall
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

Thema: ganz interessant umgesetzt. Die Wacht - von etwas Unbekanntem beobachtet werdend.
Das Bild: hmh - in gewisser Weise ja. Die Beobachtenden sind nicht sichtbar, aber  präsent.

Die Idee und den Schreibstil mag ich, bin mir aber nicht sicher, ob der Schluss nicht doch auf eine Pointe hinausläuft - selbst wenn sie nicht direkt beschrieben wird.
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 45
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find den Text recht flott und unterhaltsam geschrieben. Leider finde ich, dass das Thema nicht so recht getroffen wurde. Gut, die müssen über eine Hängebrücke, damit ist dieser Punkt "abgehakt". Ich seh aber leider auch nichts von einer Wacht. Darunter stell ich mir etwas ganz anderes vor.

Aber wäre das jetzt ein Teil eines größeren Ganzen, dann hättest du mich auf jeden Fall neugierig gemacht. Vielleicht kannst du da ja noch eine etwas längere Sache draus machen?
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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Beiträge: 2462
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

eine Vermisstensuche ist eine interessante Idee zum Thema, allerdings ist in meinen Augen nur mit der Andeutung der Bewachung von Wegen das Thema Wacht nicht erfüllt. Der flüchtige Augenblick ist da und auch in der versteckten Bedrohung kann ich die zwei Gestalten des Bildes wiedererkennen. Was mir nicht gefällt, ist, die fehlende Pointe der Aufgabenstellung durch einen Cliffhanger aufzulösen, der hier einfach zu heftig ist um den Text als „geschlossen“ stehen zu lassen.
So nun zu meinen Federn, die ich versuche in ein Schema zu bringen (Themaerfüllung -> maximal 3 Federn, Idee -> maximal 3 Federn, Sprache und allgemeiner Eindruck -> maximal 2 Federn, maximal einen Zusatzpunkt für persönliches besonderes Gefallen):
Themaerfüllung: 1
Idee: 1
Sprache und allgemeiner Eindruck: 0,5
macht 2,5 Federn aufgerundet 3
Viele Grüße
Piratin


_________________
Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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timcbaoth
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 110



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Dialoge, ansonsten könnte man den Stil noch verbessern. Das Ende scheint mir leicht nach Pointe...

Idee: 6
Stil: 6
Vorgaben: 8
Gefühl: 5

=> 6 Punkte


_________________
Liebe Grüsse
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fancy
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Beiträge: 3560
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich finde, du hast nicht auf die Pointe verzichtet.

Später ggf. mehr.

Liebe Grüße

fancy


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Don't start doing things, just do them. Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach! (Me)
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Piezke
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Beiträge: 135



BeitragVerfasst am: 02.04.2014 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Waldgebiet, Hängebrücke, Menschen und eine unbekannte Gefahr. Foto drin, Thema nicht so sehr. Die Figuren bieten sich als Wachtdienst an, sind aber letztlich ein Suchtrupp.

Ein Mädchen ist im Taunus verschwunden und ein paar Jugendliche(?) helfen auf eigene Faust bei der Suche. Dem Ich-Erzähler ist mulmig zumute, das steckt einen Teil der Mannschaft an. Am Ende scheint sich sein Gefühl zu bestätigen.
In Titel und Kurztext einen (tollen) Film derart zu zitieren, finde ich spröde. Ab dem zweiten Abschnitt ist er zwar eigenständig, entfaltet aber keine Wirkung auf mich. Auch, weil er sprachlich abfällt.
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Jenni
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Beiträge: 4022

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine Geschichte zum Thema Suche. Oder zum Thema Flucht. Doch "Die Wacht"?!
Da ist irgendeine spürbare Bedrohung, vielleicht lauert jemand den Suchenden auf. Vielleicht würde ich ja erfahren, wer oder was, wenn die Geschichte nicht plötzlich abbräche - weil der Protagonist stirbt?
Aber auch wenn es so wäre, was hätte das nun mit dem Thema "Die Wacht" zu tun? Ich komme nicht dahinter.
Erzählt ist das etwas wirr und mit Zeitsprüngen (eine Szene war übrigens gefragt, keine Geschichte in diesem Sinne). Sprachlich wurde hier wenig versucht.
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Belzustra
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Beiträge: 346
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

waren die Knochen denn jetzt innen hohl, oder nicht?
Ich hätte auf jeden Fall Lust, mehr zu lesen. So viele offene Fragen. Was war das für ein Ritual, das dort abgehalten wurde? Was ist mit der Vermissten passiert? Von wem werden sie beobachtet und warum?
Klingt für mich nach einem interessanten Anfang für eine Kurzgeschichte.

Gerne gelesen, aber enttäuscht, dass es nicht weitergeht. wink

7 Federn

LG


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Vivre est une chanson dont mourir est le refrain. Victor Hugo
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Akiragirl
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Der goldene Spiegel - Prosa DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r PoKaPro-Teilnehmer/in!

Wie beim letzten FFF beschränke ich mich auf eine stichpunktartige Bewertung. Ich habe jedoch jeden Text mindestens zweimal gelesen und mich um annähernd objektive Kriterien bemüht.

Zur Geschichte „Stand by me“:
+ sichere Schreibe, keine sprachlichen Stolpersteine
+ Bildvorgabe deutlich umgesetzt
- definitiv kein „flüchtiger Augenblick“; Vorgabe „die Wacht“ nicht wirklich erkennbar
- warum müssen sie unbedingt Vermisstensuche spielen? Erschließt sich mir nicht
- Spannungsbogen bzw. Konflikt wirkt irgendwie unrund und nicht gut „durchkomponiert“

Bewertung: 4 Federn.

Liebe Grüße
Anne


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"Man bereut nicht, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat." (Mark Aurel)
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Dienstwerk
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Beiträge: 1313
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DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Pokapro-Teilnehmer/in!

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft, einen Text zu schreiben, der auf eine Postkarte passen könnte, zumindest, wenn man ihn mit einer Lupe liest. Möglicherweise ist Dein Beitrag ein Gewinnertext, vielleicht landet er im guten Mittelfeld, unter Umständen fällt er auch völlig durch und purzelt auf den stark umkämpften letzten Platz.

Erhält Deine Ministory unterirdisch wenige Federn von mir, dann könnte das an mir liegen, weil ich sie nicht verstanden habe oder an Dir, weil Du es nicht verstanden hast, sie mir verständlich zu machen. Vermutlich kommt eine Mischung aus beiden Gründen in Betracht. Gleiches gilt für übermäßig viele Federn - nur umgekehrt.

Ich bewerte tagesformabhängig, nach Bauchgefühl, persönlichem Gefallen und ich versuche, fair zu sein. Manchmal ist es draußen schon dunkel, oft ist es gar nicht mehr hell. Es ist wirklich sehr schwierig, um diese Uhrzeit die Sonnenuhr zu lesen. Aber ich gebe mir Mühe. Ah, cool - draußen scheint die Sonne und da unten rechts blinkt 16.33. So, es geht los. Ich beginne zu lesen:

Thema:
„Die Wacht“ (Wächter, Wache, Aufsicht, Bewahrer, wachen, überwachen, bewachen, bewahren, beobachten, aufpassen, kontrollieren etc.) - szenischer Augenblick, OHNE Pointe (aber nicht zwangsläufig ohne Spannung), direkter oder metaphorischer Bezug zum Bild (Brücke/Übergang, Leute, Gestalten/Schatten/Hügel, Wald/Schlucht/Abgrund...)

Meine Bewertungskriterien:
- Thema nicht getroffen, teilweise, gut bis perfekt getroffen (0-3)
- Thema/Text sauschlecht, irgendwie, gut oder grandios umgesetzt (0-3)
- Zusatzfedern für Idee, Sprachgefühl, nach Gutdünken oder als Trost (1-3)
- Titel lasse ich außen vor, es sei denn, er ist total daneben, dann Abzug

Anmerkung:
Bewertung erfolgt erst, wenn ich alle 41 40 Texte gelesen habe, aber ich mache mir natürlich zu jedem einzelnen Text meterweise Notizen. Schließlich kann sich nach oben oder unten bis zur letzten Sekunde noch was ändern. Eine Feder hast Du in jedem Fall sicher. wink

Klasse Kopfkino! Du spielst geschickt mit Pünktchen - und zwar so, dass der Leser (also ich) unbedingt wissen will, was denn da nun eigentlich passiert. Das gefällt mir gut. Die Themenvorgabe ist auch erfüllt. Fühlt sich so eine beginnende Panikattacke an? Ich kenne jemanden, dessen Gesicht erstarrt dann zur Maske, während er versucht, so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Ansonsten ist für meinen Geschmack bissel viel Arsch im Text. Endgültige Federn zu gegebener Zeit.

Ende blinkt: 16.44

LG, Ana

*
*
*

Nachtrag 04.04.14

Meine Bewertungen im Detail:

2 x 1
9 x 2
9 x 3
4 x 4
5 x 5
5 x 6
3 x 7
1 x 8
1 x 9
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Nicnak
Schreiberling

Alter: 35
Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr gut geschrieben, gefällt mir.
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 61
Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 03.04.2014 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe überlegt, ob das Kinder sind, die sich ungebeten und aus Abenteuerlust an einer Suchaktion beteiligen. Aber irgendwie scheinen sich dann doch unheimliche Monster anzuschleichen und die ganze Szene verwandelt sich in Horror. Oder Psychothrriller.  So richtig begreife ich nicht, was vorgeht.

LG Mardii


_________________
`bin ein herzen´s gutes stück blech was halt gerne ein edelmetall wäre´
Ridickully
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Sanuk
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 56
Beiträge: 63
Wohnort: Frankfurt am Main


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

eigentlich interessant und spannend, aber ich frage mich, wo da das Bild verwendet wird
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Lupo
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 365
Wohnort: Pegnesien


BeitragVerfasst am: 04.04.2014 06:35    Titel: Antworten mit Zitat

Eine heterogen erscheinende Gruppe unternimmt gemeinsam die Suche nach einem vermissten Mädchen.
Während des Unterfangens äußern sie gegenseitig einige Animositäten, wobei das Wesen der unterschiedlichen Charaktere nur angedeutet wird.
Der Ich-Erzähler (Dirk?) leidet unter anfallsartigem Unbehagen und erstarrt schließlich.
Die eingeschobene Episode im grammatischen Imperfekt reißt das dilettantische Vorgehen der Gruppe an.
Angesichts der wörtlichen Rede schließe ich auf Jugendliche.
Mit "Wacht" kann ich das Geschehen kaum in Zusammenhang bringen.
Einfache sprachliche Mittel erwecken mir den Eindruck eines Schüleraufsatzes der Kategorie "Ferienerlebnis".
Für die offensichtliche Mühe beim Schreiben schütte ich 5 Federn aus.
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