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Schluchttag [Prosa]

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2014
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 846



BeitragVerfasst am: 30.03.2014 19:00    Titel: Schluchttag [Prosa] eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Schluchttag


Du weckst mich. Eine Brücke über unser Streiten, das war der Schlaf. Jetzt ist alles wieder da - du bist von der Brücke runter, unten unser Wildwasser.

Ich setze mich, halte begrünte Zweige vor mein Gesicht. Sollst mich nicht sehen. Dein Ufer ist weit, und trotzdem. Du rufst etwas. Der Boden unter mir vibriert. Ameisen kriechen über Wärme, lassen sich nicht beirren.

Ich stehe auf. Die Zweige lasse ich fallen. Da stehst du. Ich sehe dich. Rufst wieder etwas. In meine Ohren kommt nur dein Laut, keine Worte. Unsere Brücke, wo ist unsere Brücke?

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Piezke
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 33
Beiträge: 135



BeitragVerfasst am: 30.03.2014 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Elemente des Fotos als Metapher für einen Beziehungsstreit. Der Schlaf, also die Ruhepause, ist die Brücke. Die Streitphasen sind tosendes Gewässer.
Eine Wacht erkenne ich nicht.

Die Bildhaftigkeit ist mir zu bemüht. Im ersten Abschnitt erklärt der Erzähler seine Metapher:
Zitat:
Eine Brücke über unser Streiten, das war der Schlaf.
Das sollte ein starker Text nicht nötig haben.
Es geht weiter:
Zitat:
Ich setze mich, halte begrünte Zweige vor mein Gesicht. Sollst mich nicht sehen.
Hierbei muss ich an ein Kind denken, das seine Hände vors Gesicht hält und glaubt, somit unsichtbar zu sein. In das Bild eines zerstörerischen Streits passt das für mich nicht rein.
Zitat:
Ameisen kriechen über Wärme, lassen sich nicht beirren.
Verstehe ich nicht. Welche Wärme? Woher kommt die Metapher?
Zitat:
Ich stehe auf. Die Zweige lasse ich fallen.
Der Text ist durchgehend elliptisch, nur hier nicht. Besser wäre: "Lasse die Zweige fallen."
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Jack Burns
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 50
Beiträge: 1551



BeitragVerfasst am: 31.03.2014 00:26    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mein zweiter Versuch, den Text  zu kommentieren. Laughing

Also.
Für mich liegt der Text in der Grauzone zwischen Prosa und Lyrik. Das lese ich manchmal gerne, aber ich tu mich sehr schwer , mit der Bewertung.
Vorne weg: Es ist ein sehr gutes Stück! Und ich würde es im Grunde als Favoriten einordnen.
Aber:
Ich sehe die Metapher der Brücke als Hauptthema. Die Wacht kann ich einfach nicht erkennen.
Dass das ICH aufwacht - so weit möchte ich mich nicht verbiegen. Das ist eher eine Wortspielerei, aber keine Umsetzung des Themas. (Wachen, bewachen, auf etwas achten...)

Normalerweise empfindlicher Feder Abzug. Da ich aber nicht ganz sicher bin, gebe ich die goldene Mitte.


Grüße
Martin[/quote]


_________________
Monster.
How should I feel?
Creatures lie here, looking through the windows.
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Berti_Baum
Dichter und Denker


Beiträge: 1681
Wohnort: Immerheim


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 01:18    Titel: Antworten mit Zitat

Schöne Idee, der Schlaf, der vor dem Streit rettet. Kurz und knapp. Finde ich okay, aber nicht so herausragend, dass etwas bei mir zurückbleibt. Wobei der Text sicher nicht schlecht ist, aber eben nicht meins.

Edit: Nach der Abschlusskontrolle muss ich +1 geben, da dieser winzige Text bei mir doch eine ganz eigenartige Wirkung entfaltet, die ich als positiv empfinde.


_________________
Der Junge, der Glück brachte (Jugendbuch/2013)
Das Mädchen, das Hoffnung brachte (Jugendbuch/ November 2014)
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 27
Beiträge: 2099
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Kurz, aber gut!
Du baust hier in einem ganz kurzen Text eine starke Metaphorik auf - das Bild von der Brücke als Verbindung zwischen zwei Menschen ist zunächst einmal einfach, wird von dir aber mit Assoziationen verschaltet, die wirken.
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 846



BeitragVerfasst am: 31.03.2014 21:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Beim Entstehungsprozeß waren drei Stellen wichtig, die ich mir genauer angesehen habe:

Das Wort "vibriert": Kann ich das durch "zittert" ersetzen?

Zitat:
Du rufst etwas. Der Boden unter mir vibriert. Ameisen kriechen ...


Das Wort "zittert" an der Stelle paßt nicht, weil das Wort "vibriert" ... in der Luft bleibt und in den Boden geht, sozusagen, während ich das Wort "zittert" so höre, daß es im Grunde genommen im Boden "stecken bleibt". Die Luft zittert bei dem Wort "zittert" nicht mit: Das ... Vibrieren ist ja durch einen Ruf ausgelöst - das transportiert das Wort Vibrieren ziemlich genau.

Ich habe über die "begrünten Zweige" nachgedacht: Kann das Adjektiv weg? Nein, dann sieht man das Blatt-Grün nicht automatisch mit, zum Verstecken ist das an der Stelle wichtig. So eine Kleinigkeit ...
 
Kann "entadjektiviert" werden? Alles, was ich ausprobiert habe, paßte nicht mehr zur Dichte des Textes. Zerrupfte ihn an der Stelle und machte die Stelle dadurch ungenauer, unpräziser.

Also habe ich das genauso abgeschickt. Weiß, daß es so richtig ist. Aus meiner Sicht: Es dient genau auf seine Adjektiv-Weise dem Text.

Die dritte Stelle ist der Schluß.
Zitat:

Unsere Brücke, wo ist unsere Brücke?


Muß die Wiederholung, die Intensität sein? - wo der Text doch bisher so einfach ist, so unter der Erregungsgrenze bleibt.

Ja, wenn ich das erste "unsere Brücke" wegnehme, dann geht ihm die Essenz fast verloren, etwas bleibt noch, aber es wird fast zu lapidar, man könnte es tatsächlich so machen, aber der Charakter verändert sich in  eine Richtung, die dem Text etwas nimmt. Es fehlt ihm der "Ausbruch", der unterschwellig da ist in allem Anderen.  

Mein Kommentar zu meinem Text.

Gruß,
Eulenbaum
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 45
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 09:55    Titel: Re: Schluchttag [Prosa] Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:
Eine Brücke über unser Streiten, das war der Schlaf.


Ich finde, damit hast du das Bild sehr gut eingearbeitet.
Auch das Thema sehe ich als erfüllt.
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 54
Beiträge: 2458
Wohnort: Mallorca
Ei 2


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

ein Kurztext, der sich mit Streit und der Suche nach Versöhnung beschäftigt, dabei ging wohl das Thema der Wacht verloren. Auch habe ich ein Problem außer der Brücke den Rest des Bildes wiederzufinden, also die zwei "was auch immer" im Wald.
So nun zu meinen Federn, die ich versuche in ein Schema zu bringen (Themaerfüllung -> maximal 3 Federn, Idee -> maximal 3 Federn, Sprache und allgemeiner Eindruck -> maximal 2 Federn, maximal einen Zusatzpunkt für persönliches besonderes Gefallen):
Themaerfüllung: 0
Idee: 1
Sprache und allgemeiner Eindruck: 1
macht 2 Federn
Viele Grüße
Piratin


_________________
Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2844

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Positiv:
Die Vorgabe der maximalen Wortanzahl wurde beibehalten: hier 97 Wörter. check.
Teile des Bildmotivs sind erkennbar. check.
flüchtiger Augenblick: ja. check.

Negativ:
- Das Thema "Die Wacht" ist für mich nicht zu erkennen. Der Prota erkennt selbst nicht, dass ihn die andere Person warnen möchte vor einem Einsturz der Brücke, oder?

-Idee&Sprache:
Die Handlungsabläufe sind für mich nicht nachvollziehbar: Der Prota wird geweckt, aber versteckt sich dann mit Zweigen vor der zweiten Person, um nicht gesehen zu werden. Verstehe ich nicht.
Die andere Person ist in einiger Entfernung am Ufer, gibt Laute von sich, keine Worte sind zu hören.

Zitat:
Dein Ufer ist weit, und trotzdem.

Den Satz verstehe ich nicht.

Zitat:
Du rufst etwas. Der Boden unter mir vibriert. Ameisen kriechen über Wärme, lassen sich nicht beirren.

Anschließend der schnelle Wechsel vom Ufer zum Rufen zum vibirerenden Boden zu Ameisen. Sehr verwirrend.
Wenn es sich um ein Erdbeben handelt, warum spürt es der Prota nicht als solches.  Vorallem ein Erdbeben, welches eine ganze Brücke zum Einsturz bringt, dass wird anders empfunden.

Sprachlich sehr minimalistisch. Der Prota scheint keine Angst, keine Sorgen, sondern die pure Gleichmut und Naivität in Person zu sein. Wo ist die Brücke?
Vielleicht könnten ihm die Ameisen antworten.

Für mich funktioniert die Geschichte in dieser Form leider nicht.

-Pointe:
Ich denke, es wurde verkrampft versucht die Pointe zu vermeiden, trotzdem wollte man die Brücke einstürzen lassen, es aber sprachlich nicht als solches darstellen. Darunter leidet der Text, vorallem der Prota ist sehr unglaubwürdig in seinem Verhalten.

Von der Befederung her liegt dieser Text für mich im unteren Drittel.
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3064
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ein kurzer Augenblick.
Ich finde es faszinierend, wie dieses Bild von den einzelnen Autoren umgesetzt wird. Explizit Wacht finde ich nun nicht in deinem Text. Anderereseits wenn du aufWACHen meinst.. past es ja doch irgendwie.


_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Merope
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Thema: Finde leider keinen Bezug zur "Wacht".
Bild: Die Brücke wurde aufgegriffen.

Text: Idee (Streit) find ich gut. aber ich würde mir mehr Emotionen zu diesem Thema erwarten.
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Nicnak
Schreiberling

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Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Den Anfang fand ich nicht mal schlecht,
aber dann wird die Metapher zu verwirrend, unvollständig.
Schade.
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timcbaoth
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 110



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Idee. Der Bezug zur Wacht ist mir zu wenig. Auch hat das Ganze wenig von einer Szene.

Idee: 7
Stil: 6
Vorgaben: 6
Gefühl: 6

=> 6 Punkte


_________________
Liebe Grüsse
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fancy
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Alter: 60
Beiträge: 3537
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

und wieder eine außergewöhnliche Umsetzung. Danke dafür.

Später ggf. mehr.

Liebe Grüße

fancy


_________________
Don't start doing things, just do them. Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach! (Me)
Wer wenig denkt, irrt viel (Leonardo da Vinci)
Meinungsverschiedenheiten über ein Kunstwerk beweisen, dass das Werk neu, komplex und lebenswichtig ist. (Oscar Wilde)
Wenn Kritiker uneins sind, befindet sich der Künstler im Einklang mit sich selbst. (Oscar Wilde)
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 30
Beiträge: 1271

Ei 3


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Der erste Abschnitt gefällt mir sehr gut. Besonders:
Zitat:
Eine Brücke über unser Streiten, das war der Schlaf.

Finde ich schön und sehr passend gewählt, das Bild.
Danach kann ich nicht so ganz mitkommen, da wird es mir leider zu bildhaft und verschleiert. Die beiden können sich nicht mehr verständigen, das verstehe ich, aber mir ist das so metaphorisch einfach zu viel. Geschmacksache.
Worum geht es in dem Satz mit den Ameisen?

Ich federe erst am Schluss und bewerte nach Themenumsetzung (Eingehalten und Kreativität), Inhalt und Sprache/Stil.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3941

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Eine "metaphorische" Umsetzung des Bildes. Ein streitendes, entfremdetes Paar, nur noch im Schlaf miteinander verbunden? Was hat das mit dem Thema "Die Wacht" zu tun, das will sich mir nicht erschließen.
Wenige kurze Sätze, das ließe sich ja guten Willens noch mit der thematisierten Sprachlosigkeit rechtfertigen - aber dann müssten die halt wirklich treffen. Hm.
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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 02.04.2014 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r PoKaPro-Teilnehmer/in!

Wie beim letzten FFF beschränke ich mich auf eine stichpunktartige Bewertung. Ich habe jedoch jeden Text mindestens zweimal gelesen und mich um annähernd objektive Kriterien bemüht.

Zur Geschichte „Schluchttag“:
+ Metapher der Brücke gefällt mir; gute Ansätze erkennbar
- für mein Empfinden ist das einfach deutlich zu kurz, um irgendwie irgendetwas zu sein, das mich erreicht … Ein paar Fetzen, nicht einmal eine richtige Szene
- bevor sich Atmosphäre aufbauen kann ist es schon wieder vorbei
- wo ist hier der Thema „die Wacht“ verarbeitet worden?

Bewertung: 3 Federn.

Liebe Grüße
Anne


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"Man bereut nicht, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat." (Mark Aurel)
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Dienstwerk
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DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Pokapro-Teilnehmer/in!

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft, einen Text zu schreiben, der auf eine Postkarte passen könnte, zumindest, wenn man ihn mit einer Lupe liest. Möglicherweise ist Dein Beitrag ein Gewinnertext, vielleicht landet er im guten Mittelfeld, unter Umständen fällt er auch völlig durch und purzelt auf den stark umkämpften letzten Platz.

Erhält Deine Ministory unterirdisch wenige Federn von mir, dann könnte das an mir liegen, weil ich sie nicht verstanden habe oder an Dir, weil Du es nicht verstanden hast, sie mir verständlich zu machen. Vermutlich kommt eine Mischung aus beiden Gründen in Betracht. Gleiches gilt für übermäßig viele Federn - nur umgekehrt.

Ich bewerte tagesformabhängig, nach Bauchgefühl, persönlichem Gefallen und ich versuche, fair zu sein. Manchmal ist es draußen schon dunkel, oft ist es gar nicht mehr hell. Es ist wirklich sehr schwierig, um diese Uhrzeit die Sonnenuhr zu lesen. Aber ich gebe mir Mühe. Ah, cool - draußen scheint die Sonne und da unten rechts blinkt 16.28. So, es geht los. Ich beginne zu lesen:

Thema:
„Die Wacht“ (Wächter, Wache, Aufsicht, Bewahrer, wachen, überwachen, bewachen, bewahren, beobachten, aufpassen, kontrollieren etc.) - szenischer Augenblick, OHNE Pointe (aber nicht zwangsläufig ohne Spannung), direkter oder metaphorischer Bezug zum Bild (Brücke/Übergang, Leute, Gestalten/Schatten/Hügel, Wald/Schlucht/Abgrund...)

Meine Bewertungskriterien:
- Thema nicht getroffen, teilweise, gut bis perfekt getroffen (0-3)
- Thema/Text sauschlecht, irgendwie, gut oder grandios umgesetzt (0-3)
- Zusatzfedern für Idee, Sprachgefühl, nach Gutdünken oder als Trost (1-3)
- Titel lasse ich außen vor, es sei denn, er ist total daneben, dann Abzug

Anmerkung:
Bewertung erfolgt erst, wenn ich alle 41 40 Texte gelesen habe, aber ich mache mir natürlich zu jedem einzelnen Text meterweise Notizen. Schließlich kann sich nach oben oder unten bis zur letzten Sekunde noch was ändern. Eine Feder hast Du in jedem Fall sicher. wink

ähm, sorry, mit diesem Text kann ich leider nicht viel anfangen. Klingt sehr poetisch, erreicht mich aber nicht. Ein Traum? Endgültige Federn zu gegebener Zeit.

Ende blinkt: 16.32

LG, Ana

*
*
*

Nachtrag 04.04.14

Meine Bewertungen im Detail:

2 x 1
9 x 2
9 x 3
4 x 4
5 x 5
5 x 6
3 x 7
1 x 8
1 x 9

Nachtrag 05.04.14

Wofür zum Teufel wurde dieser Beitrag nominiert??? An meiner Zweierbefederung ändert das nichts.
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 60
Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 03.04.2014 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich glaub´ich steh´im Wald. Lachen. "Heute ist Schluchttag" Warum ziehst du mir immer die Bettdecke weg? Oder so ähnlich.

Der Text hat leicht poetische Anklänge. Er wirkt auf mich etwas unbeholfen. Die Ameisen sind bestimmt eine Anspielung auf etwas, das ich verpasst habe. Das wird mir schlaf- und brückenlose Nächte bereiten. Rolling Eyes

LG Mardii


_________________
`bin ein herzen´s gutes stück blech was halt gerne ein edelmetall wäre´
Ridickully
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Sanuk
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 56
Beiträge: 63
Wohnort: Frankfurt am Main


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

Leider nicht wirklich eine Szene, sondern irgendwie schwere Kost.
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6932
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 04.04.2014 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Dein Text raunt zwar recht geheimnisvoll, aber ich fürchte, sehr viel steckt nicht dahinter.
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Einar Inperson
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 04.04.2014 23:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pokaproschrei,

jetzt erst einmal still, ich muss mich konzentrieren.


Leider kann ich deinen Text nicht mitgehen.

Streit von Schlaf bedeckt. Bis hier gefällt mir der Ansatz. Auch das Brückenbild mag ich noch. Die Brücke scheint funktioniert zu haben. Bisher.

Alles was dann kommt, hängt mir im luftleeren Raum. Die Bilder überzeugen mich nicht. Sind die grünen Zweige und die Ameisen der Vorgabe geschuldet? Gezwungen platziert, frage ich mich.

4 Federn


_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

si tu n'es pas là, je ne suis plus le même

"Ehrfurcht vor dem Leben" Albert Schweitzer
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