13 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Bräuchte Hilfe: Vorwort und Prolog


 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Prosa -> Werkstatt
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Nicnak
Schreiberling

Alter: 34
Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 27.03.2014 22:36    Titel: Bräuchte Hilfe: Vorwort und Prolog eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo erst mal,
ich bin derzeit am erstellen einer Leseprobe.
Bei dem Vorwort und Prolog bin ich mir noch recht unsicher.

Genre: Jugendbuch / Sci-Fi- Abenteuer

Schreibstil:
Bewusst einfach geschrieben (Kurze, flüssige Sätze)
Zahlen sind nicht ausgeschrieben (darf man das?)
Ausrufezeichen um mehr Ausdruck zu verleihen. (Zu viele?)

Fragen:
Wie wirkt das Vorwort auf euch?
Ist der Prolog verständlich genug?
Liest sich die Dokumentation am Anfang des 1. Kapitels spannend, erklärt sie das Grundsetting einleuchtend?

Damit es sich besser liest, habe ich Absätze eingebaut, die in der Leseprobe aber nicht so vorkommen

Ich wäre dankbar um jede Hilfe.



Vorwort:

Lieber Leser,

Lassen Sie sich entführen in die Weiten des Weltalls, 300 Jahre nach unserer Zeit. In eine fremde Galaxie mit mystischen Fabelwesen, verschiedensten Rassen, allerlei Gadgets und Spielereien, sowie einer Truppe von circa 30 Leuten mit unterschiedlichsten Charaktersierungen.

Die Reise geht los, der Countdown läuft. Klappernd und ratternd sitzen sie  in einem Weltraumanzug und warten.

Die Rakete startet, ihr Auftrieb presst Sie in den Sitz, katapultiert das Shuttle nach oben, bis Sie die Erdatmosphäre verlassen.  Die leere Raketenhülse fällt ab, das Shuttle schwebt. Der Warp-Antrieb startet und Sterne verwischen zu mondhellen Lichtlinien.
Ein paar Sekunden später stoppt das Shuttle, augenblicklich, aber sanft.
Sie schauen aus dem Fenster und vor ihnen steht es da, dieses majestätische Schiff. 10x größer als ein Kreuzfahrtschiff. Abertausende kleine Lichter glitzern aus den Fenstern heraus. Mit ihren neonfarbenen, hellblauen Triebwerken und ihrer überragenden Kuppel aus Panzerglas an der Front.

Es schwebt langsam vor ihnen, auf Sie  wartend!

Das Shuttle startet erneut und langsam steuern Sie auf den Kollos zu. Eine massive Luke, 30 Meter breit und schwer, senkt sich und Sie  schweben hinein.

Willkommen an Bord.
Willkommen auf der New Space.



Prolog:

„Aargh“, röchelte Dr. Simovich und rang nach Luft, japste, spürte den Druck in seiner Kehle.
Taumelnd fasste er sich an den Hals, als er nach seinem Glas greifen wollte und dabei den halben Tisch abfegte.
Sein Blickfeld verschwamm, verwischte. Er sah es doppelt, teils 3-fach, sein flaches Glas mit Cognac gefüllt - nah und flüssig.
Schmerz durchzog nun seine gesamte Brust. Schnitt ihm die Luft ab. Durchströmte seine Finger bevor sie taub wurden. „Raarrghh“, röchelte er erneut, jetzt leiser. Ein kehliges Saugen des Atems machte Geräusche in seiner Luftröhre. Er griff sein Glas, zitternd, führte es zum Mund. Die Hälfte schwappte heraus, aber ein paar Tropfen gelangten in ihn hinein.
Er schluckte. Statt besser, wurde es schlimmer! Seine Hand verkrampfte, zerbrach das Glas und Bluttropfen fielen mit den Scherben zu Boden. Seine Augen sprangen blitzschnell hin und her.
Weiß trat nun hervor, als er erblindete und seine Augenlieder heftig zu zittern begannen. Die Adern seiner Hände pulsierten, verfärbten sich purpurn, schwollen, bis sie aufrissen und Blut aus ihnen strömte. Er stürzte, starb noch im Fallen, bevor er heftig aufprallte und das Glas des Tisches brach, zersplitterte, und sich mit den Scherben auf dem Boden vermischte.
Blut floss aus seinen aufgeplatzten Adern und mit ihm abertausende kleine Nanobots, die sich wie Käfer in die Fasern des Teppichs krallten und ihn rot einfärbten. Er war tot!

Starre Augen hatten sich zu Schlitzen verengt, als sie das Spektakel beobachteten.
„Prost, mein alter Freund“, sagte jemand leise. Die Stimme des Mannes war kalt, eiskalt, und ohne Reue. Der tote Körper hörte auf zu zucken. Die Schlitze weiteten sich ein Stück. Der Mann hob sein Glas, trank in Ruhe einen großen Schluck des kastanienbraunen Cognacs, nahm seine Flasche und stand auf. Langsam und leise verließ er den Raum und die Tür hinter ihm schwebte zu.  
 
Dieses Ereignis und andere, häuften sich in letzter Zeit auf der New Space.


1. Kapitel - Der Löffelkopter

„Nach dem Atomkrieg wütete ein Virus über die Menschheit hinweg, der den Großteil der immunschwachen und verstrahlten Überlebenden dahinraffte. 2084 begannen die Bauarbeiten an der New Space, dessen Name für „neuen Platz für die Menschheit“ stand, da der Platz auf der Erde rar wurde. Von einigen wurde sie auch New Hope genannt. Über 12 Jahre lang wurden die Einzelteile angefertigt für dieses Mammutprojekt. Die 3 mächtigsten Unternehmen für Maschinenbau, Technik, und Metallverarbeitung, bauten die Einzelteile auf der Erde, brachten sie in den Orbit und fügten sie dort zu einem großen Ganzen zusammen. Sie war 8x so groß wie die Queen Chelsea, dem damals größten Kreuzfahrtschiff der Welt.
Die New Space war nur das Erste von insgesamt 4 geplanten Schiffen. Nach Fertigstellung startete sie ihre Reise nach bewohnbaren Planeten, doch nach nur 2 Jahren brach die Kommunikation zur Erde ab. Man vermutet das Tumulte und Bürgerkrie …“

Ein leises, aber doch deutlich hörbares Surren ging durch den Raum der Klasse. Ein Konstrukt, zusammengeschustert aus einer verbeulten Blechbüchse, einem kleinen Motor im Inneren, und 2 zurechtgebogenen Löffeln, schwebte langsam über die sitzende Masse hinweg. Graue spinnenwebeartige Kabel hingen aus der kleinen Maschine heraus.
 
Ein kleiner, blonder Junge steuerte es freudig vergnügt mit einem verschmitzten Lächeln. Ich brauch noch `n Greifarm, dann geht’s ab! dachte er nicht frei von Hintergedanken und schwenkte das Konstrukt mit seinem Joystick, abwechselnd nach links und rechts.
Sein Rattern und Knarren lenkte den Großteil der Schüler vom Film ab. Das Konstrukt schwebte und surrte weiter durch den geräumigen Klassenraum. Mehr und mehr Köpfe drehten sich nun in seine Richtung, darunter auch der von Frau Lorenz, ihrer Klassenlehrerin - eine recht strenge und ordnungsbewusste Person, die für solche Späße nur wenig Verständnis hatte.
„Mike Didelic!“, sagte sie in einem recht missachtenden Tonfall und schaute zu ihm herüber. Sie war ziemlich dürr und harte Züge zeichneten sich auf ihrem Gesicht ab – sie sah aus wie eine Hexe, wenn sie ihre Augen zu Schlitzen verengte. Die Schüler mochten sie nicht besonders, da sie es mit ihrer Strenge nur allzugerne übertrieb. Ihr war sofort klar dass es Mike war, er musste es sein - der ganzen Klasse war sofort klar, dass er es war. „Was soll der Blödsinn?“, Sie fing das Konstrukt und ging ein paar Schritte auf ihn zu.  
Daniel, sein bester Freund und Banknachbar, fing breit zu grinsen an. „Jetzt haste den Salat, Mikey.“
Mike dagegen saß gelangweilt auf seinem Stuhl. Er war recht klein für sein Alter und schmächtig - was er mit sportlichen Sweatshirts zu verstecken versuchte, die ihm eigentlich zu groß waren und oft wie Säcke von seinem kleinen Oberkörper herabhingen. Er hatte himmelblaue Augen und ein freundliches, rundes Gesicht. Seine honigblonden, mittellangen Haare, fielen zu beiden Seiten hinab. Er trug eine schwarze Brille, an der er manchmal eine Art Monokel zur Vergrößerung befestigte, wenn er an irgendetwas bastelte.
Er steckte die Fernbedienung für seine neuste Erfindung in die Hosentasche und streckte ihr rotzfrech die offene Hand entgegen.
„Kann ich ihn wiederhaben?“

Wiederwillig gab sie ihm den Apparat. „Dein Vater wird sich freuen wenn er erfährt, dass du mal wieder den Unterricht stören musstest.“

„Ja. Aber nur weil wir, mal wieder, den gleichen Schwachsinn schauen wie fast jedes Jahr zum Schulbeginn“, sagte er genervt. Es war der erste Schultag, 3 Tage nach dem „Aufbruchstag“ - so wurde der jährliche Feiertag, als die New Space gestartet war, genannt.

„Diese Doku haben wir schon in der 3ten und 6ten zu sehen bekommen und jetzt wieder in der 9ten. Wenn wir die noch 2 bis 3 Mal sehen, können wir den Text bald mitsprechen!“ Er verzog die Lippe leicht und schaute sie trübe an.
„Wenn dir so langweilig ist kannst du die Klasse gerne verlassen.“ Grimmig zog sie die Augenbrauen zusammen und zeigte mit ihrem Finger zur Tür. „Ich werde deinen Vater über dein Verhalten benachrichtigen und mal ein ernstes Wörtchen mit ihm reden.“

Jaja, Bla-blubb, dachte er bevor er sagte: „Machen Sie das!“        Er packte vorsichtig sein Konstrukt und steckte es in seine hellbraune Ledertasche. Während seine Mitschüler zu tuscheln anfingen, hängte er sich seine Tasche, um und verlies die Klasse.

Mikey war kein Rebell, er flog auch nicht besonders oft aus der Klasse, ihm war einfach nur langweilig! Und die Doku über die New Space, hing ihm eh zum Hals raus. Er war eigentlich einer der Besten aus seiner Klasse, wenn nicht sogar der Beste. Nur leider ziemlich unterfordert, was sich darin bemerkt machte, dass er sich nur selten, meist gar nicht, für den Unterricht interessierte.

Nichts mit seiner Zeit anzufangen, beschloss er seinen Vater zu besuchen...

Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
LeoModest
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 32
Beiträge: 143
Wohnort: Travemünde


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 00:46    Titel: Re: Bräuchte Hilfe: Vorwort und Prolog Antworten mit Zitat

Hallo Nicnak,

laaaaaannnngggweeeeiiilliiiiggg... Wink

Nein, im Ernst, ein paar Kommentare meinerseits.

Die Ausrufezeichen sind mir nicht aufgefallen. Die Zahlen schreibt man jedoch aus (bis zwölf, so ist die Regel, 13 dann als Zahl). Gerade bei 3-fach sieht es sehr sonderbar aus, wie ich meine. Also würde ich schon klar für das Ausschreiben plädieren.

Ansonsten: Ich finde es verwirrend. Fassen wir zusammen: erst stellen wir uns vor, wie wir selber ins Weltall fliegen. Dann wird irgendein Kerl umgebracht. Daraufhin erfahren wir, was es mit der 'New Space' auf sich hat. Schließlich lernen wir Mike kennen. Es ist sehr schwer, dem zu folgen. Man weiß nicht genau, wo man sich gerade befindet und was jetzt los ist. So ein Perspektivwechsel wird ja auch genutzt um Spannung zu erzeugen: aber hier ist es für meinen Geschmack zu verwirrend. Und die Einteilung 'Vorwort', 'Prolog' und '1. Kapitel' macht es eher noch schwieriger für mich.
Weißt du, unter einem Vorwort verstehe ich eher einen nichtliterarischen Beitrag des Autoren. Ich schrieb dieses Buch aus diesem Grund, ich danke meiner Frau und Mama, ich will niemandem nahetreten blabla. Deines entspricht also nicht meiner Vorstellung von einem Vorwort.
Außerdem: irgendwie liest es sich wie eine Kaufempfehlung, wie eine Ankündigung im Fernsehen auf das nächste Programm.

Der Prolog ist grundsätzlich verständlich, ja. Das Grundsetting wird aber nicht erklärt: ein Kerl stirbt; irgendwer schaut ihm zu. Ja, das wird klar - wo das spielt, das erschließt sich mir nicht. Ist - wie ich finde - nun auch nicht schlimm. Das bleibt eben offen, was in einem Prolog nicht ungewöhnlich ist. Insofern passt es also.

Fazit bisher: ich würde das Vorwort streichen - oder als Klappentext planen. Aber zusammen wird es verwirrend. Ohne das Vorwort wirkt der Prolog besser: da kommt man ins Geschehen, erfährt, dass hier wohl irgendetwas schief läuft und steigt dann im ersten Kapitel in die Geschichte ein.

Frage an dich: warum gibst du uns Absätze damit es sich besser lesen lässt - aber hast das nicht in der Leseprobe (was genau meinst du damit?)? Wenn es so besser lesbar ist, würde ich es auch so machen..

Sprachliche und inhaltliche Anmerkungen zum Schluss:

- Ich würde die Dokumentation kursiv machen. Da wird eher deutlich, dass man die Worte aus dem Fernsehen vernimmt.

- himmelblau, kastanienbraun, honigblond, purpurn. Ich verstehe, dass du nicht nur schlichte Farben wählen möchtest, aber in der Häufung wirkt es zu blumenreich und unauthentisch: es passt so nicht zum Rest des Stils, der eher schlicht daher kommt

- was ist ein missachtender Tonfall? Eher missfällig?

- 'Nichts mit seiner Zeit anzufangen' - 'Ohne zu wissen, was er mit seiner Zeit anfangen sollte...'? Das andere hört sich in meinem Kopf falsch an.

- "er ergriff sein Glas" statt "griff sein Glas"

- können Augen hin und her springen?

- warum erschließen sich die Menschen neue Wohngebiete, wenn es eben einen Atomkrieg mit darauf folgender Epidemie gab? Wären dann nicht viele Menschen tot und wir hätten ganz viel Platz?

Nun, ich hoffe, du weißt mit diesen Kommentaren etwas anzufangen.

Grüße

Leo
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
LeoModest
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 32
Beiträge: 143
Wohnort: Travemünde


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 00:55    Titel: Re: Bräuchte Hilfe: Vorwort und Prolog Antworten mit Zitat

Ich sehe eben, dass du mit der Dokumentation das Grundsetting beschreiben wolltest - ja, Nicnak, das hast du. Das ist verständlich bis auf die Sache mit dem Platzmangel nach der Atomkatastrophe...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2711

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 02:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nicnac,

ich habe dein Vorwort und deinen Prolog gelesen, dann aufgehört, weil es mich nicht zum Weiterlesen reizt.

Ich denke, mit deinem bewusst einfach geschriebenem Schreibstil möchtest du versuchen, ein gewisses "verständliches und nicht zu anstrengendes" Niveau für Jugendliche zu erzielen. Ob dir das gelingt, kann ich dir nicht sagen. Wie bei allen Leserschichten, wirst du bei manchen Jugendlichen den Geschmack deines Schreibstils treffen, andere werden sich unterfordert fühlen.
Was du aber gut machst, ist die Verwendung von Standardausdrücken wie Countdown, Shuttle oder Begriffen, die mich an Start Trek erinnern, wie Warp-Antrieb.
Was mit Gadgets gemeint ist, wirst du wissen. Aber weiß es dein jugendlicher Leser?

Dein Vorwort liest sich für mich wie ein Klappentext oder die ersten Worte beim Betreten eines Freizeitparks (oder Dino Parks smile ) oder wenn eine Scifi-Serie anfängt, die Eingangssequenz. Meine Damen und Herren, kommen Sie mit auf Deep Space Nine oder Babylon 5... Irgendwie hat es etwas Naives an sich.
Worauf ich zumindest verzichten würde, wäre das hier:
Zitat:

Lassen Sie sich entführen in die Weiten des Weltalls, 300 Jahre nach unserer Zeit. In eine fremde Galaxie mit mystischen Fabelwesen, verschiedensten Rassen, allerlei Gadgets und Spielereien, sowie einer Truppe von circa 30 Leuten mit unterschiedlichsten Charaktersierungen.


Wenn, dann würde ich gleich mit dem Lift-off in den Weltraum zu "New Space" beginnen, ohne großes Vorgeplänkel. Wenn du mit dem Ausdruck "Truppe" Soldaten meinst, dann würde ich anstelle "Leute" auch Soldaten verwenden. Was du mit der expliziten Erwähnung von "unterschiedlichsten Charakterisierungen" ausdrücken möchtest, entzieht sich mir, denn bei 30 Leuten gehe ich davon aus, dass es Individuen sind.

Zu deinem Prolog:
Es wird klar, was du sagen möchtest, das ja. Aber da ist mMn noch einges zu Feilen.
Mir fällt auf, dass du sehr viele Redundanzen drin hast,
z.B.:
Zitat:
röchelte Dr. Simovich und rang nach Luft, japste

"röcheln", "nach Luft ringen" und "japsen" sind für mich extrem ähnlich.

etwas weiter unten folgt
Zitat:
Schnitt ihm die Luft ab

er ringt doch schon nach Luft, also schneidet ihm bereit etwas die Luft ab, oder?

Zitat:
Taumelnd fasste er sich an den Hals, als er nach seinem Glas greifen wollte

Ich denke, du versuchst zu sehr mit der Brechstange eine Atmosphäre der Bedrohung aufzubauen und vernachlässigst den eigentlichen Ablauf. Hier hast du zwei Bewegungen drin, die in ihrer Reihenfolge schief für mich sind. Den Satz würde ich umformulieren, denn so würde er für mich nicht den halben Tisch abfegen. Er greift an seinen Hals, anstelle an irgendetwas am Tisch und mit dem Taumeln allein fege ich den Tisch nicht fast ab. Was macht er mit seinem zweiten Arm. Ich würde zwischen dem Druck seiner Kehle und dem Taumeln das Verschwimmen des Blickfelds legen, damit es flüssiger in der Bewegung passt.


Zitat:
Ein kehliges Saugen des Atems machte Geräusche in seiner Luftröhre.

Was möchtest du mit solchen Sätzen ausdrücken?
Mit "kehlig" und "Luftröhre" hast du eine angedeutete Redundanz drin. Zumindest "Luftröhre" würde ich weglassen.


Zitat:
Die Hälfte schwappte heraus, aber ein paar Tropfen gelangten in ihn hinein.

Der Satz liest sich für mich sehr ungelenk. Das "aber" finde ich schief. Ein "und" würde für mich eher passen. Da schwappt Flüssigkeit heraus und einige Tropfen treffen seinen Mund.
Ich würde den ganzen Satz umformulieren.

Zitat:
Er war tot!

Könnte sich vom Kontext auch auf den Teppich beziehen, oder?


Was mir stilistisch nicht gefällt, sind die redundanten Dopplungen, die du verwendest.
Zitat:
stürzte, starb noch im Fallen


Zitat:
das Glas des Tisches brach, zersplitterte


Zitat:
...und Blut aus ihnen strömte...Blut floss aus seinen aufgeplatzten Adern...


Zitat:
Die Stimme des Mannes war kalt, eiskalt, und ohne Reue.

Hier ist "ohne Reue" bereits eine Wertung bzw. nimmt die Interpretation des Lesers vorweg.


Zitat:
Der tote Körper hörte auf zu zucken.

Damit der Tote aufhört zu zucken, muss er zucken, oder? Wann hat der Tote gezuckt?

Zitat:
Die Schlitze weiteten sich ein Stück

Den Satz würde ich umformulieren oder "ein Stück" weglassen.

Zitat:
trank in Ruhe einen großen Schluck des kastanienbraunen Cognacs

einen Schlick trinken ist nicht schön formuliert. Man nimmt einen Schluck oder man trink den Cognac. Ist die Farbe für die jugendlichen Leser gedacht, die nicht wissen, welche Farbe Cognac hat, oder wofür ist diese Info wichtig?


Zitat:
Dieses Ereignis und andere, häuften sich in letzter Zeit auf der New Space.

Dass Menschen innerlich platzen, als seien sie großem Unterdruck ausgesetzt? Den Satz würde ich weglassen, weil du damit mMn einiges vorwegnimmst. Dass dieser "Todesfall" kein einzelner ist, wird der Leser früh genug erfahren, oder?

Welche Rolle spielt die Erwähnung der Nanobots? Eventuell würde ich die Erwähnung dieser weglassen, denn sie machen einen Teil des Mysteriums um das Töten aus und hier erzählst du bereits, dass Nanobots dafür zuständig sind.


Vielleicht ist von meinen Kommentaren etwas Sinnvolles dabei.
Viel Erfolg!

LG,
Constantine
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
EWJoe
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 60
Beiträge: 275
Wohnort: A-2384 Österreich Breitenfurt bei Wien


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Servus Nicnak,

ich will auf das bereits Kritisierte nicht nochmals eingehen. Einige Ergänzungen hätte ich anzubringen:

Zitat:"Die Rakete startet, ihr Auftrieb presst Sie in den Sitz..."
Muss wohl Antrieb oder besser die Beschleunigung heißen, denn der Auftrieb ist mit Objekten wie Luftballons und U-Booten verbunden und da wird man eigentlich nicht in den Sitz gepresst.

Warum hast Du das Kapitel 1 - Der Löffelkopter genannt? Geht es hier nicht hauptsächlich um Mike? Mag sein, dass der Löffelkopter später eine wichtige Rolle spielen wird, doch wohl nur als Werkzeug, bedient von einem intelligenten Pubertierenden, eben von Mike.
Ein paar Rechtschreibfehler haben sich auch eingeschlichen, aber das kannst Du mit Gerold! (rechts oben beim Eingabefenster) schnell ausmerzen.

Gut und die vielen Redundanzen, die sollten wirklich raus aus der Geschichte, sie langweilen sehr rasch. Ich verstehe schon, dass Du die Dramatik eines Momentes hervorheben wolltest, aber dazu ist Redundanz wenig geeignet. (Im Chinesischen wäre Verdopplung ein Verstärkungselement, im Deutschen wird das heute kaum mehr gebraucht).

LG
EWJoe


_________________
Kulissen schiebt man gerne vor die Wahrheit, verdeckt sie auch durch viel Theater. Nur Backstage offenbart sie sich.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Fjodor
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1441



BeitragVerfasst am: 28.03.2014 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Was Formales: Ich würde Vorwort und Prolog nicht zusammen verwenden, weil Prolog nur das Fremdwort ist, beide Begriffe fürs gleiche stehen.

Schreib z.B. über dein "Vorwort" etwas wie "Einführung" oder "Zur Einstimmung".
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
WhiteChalk
Geschlecht:männlichVorschüler

Alter: 33
Beiträge: 1
Wohnort: Schweiz


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mich beim Feedback meinen Vorrednern nur anschliessen.

Falls du das Vorwort unbedingt behalten möchtest, schlage ich als Idee vor, dass du es als eine Art Werbebroschüre für die New Space für die Leute in deinem Roman und nicht für die Leser schreibst. So ist der Leser nicht direkt angesprochen, kann sich aber trotzdem in die Geschichte eintauchen. Unter welchem Titel dass dann aber stehen soll, wüsste ich nicht auf Anhieb.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nicnak
Schreiberling

Alter: 34
Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 14:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die ausführlichen Kritiken.

Ich war mir sehr unsicher, bei den beiden Stellen, und die Vorschläge helfen mir sehr.

Mit den Redundanzen habe ich probiert Druck aufzubauen, die Szene dramatischer zu machen, dass es sich dadurch langweiliger liest, wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen.

Das Vorwort wäre gedacht als Klappentext, oder bei einem E-Book als direkter Auszug, noch vor der Leseprobe.

Ich drucke mir eure Comments mal aus und überarbeite die Sachen.
Wäre super wenn ihr die Tage nochmal rüber schauen könntet.

Danke, und Grüße Nicnak

----------------------------

LeoModest hat Folgendes geschrieben:
Frage an dich: warum gibst du uns Absätze damit es sich besser lesen lässt - aber hast das nicht in der Leseprobe (was genau meinst du damit?)? Wenn es so besser lesbar ist, würde ich es auch so machen..


In Word habe ich an der Stelle die Einzüge, die im Forum ja leider nicht gehen.

LeoModest hat Folgendes geschrieben:
- warum erschließen sich die Menschen neue Wohngebiete, wenn es eben einen Atomkrieg mit darauf folgender Epidemie gab? Wären dann nicht viele Menschen tot und wir hätten ganz viel Platz?


Stimmt schon. Dann gäbe es aber die New Space nicht, und ich müsste die komplette Geschichte einstampfen. Embarassed

Constantine hat Folgendes geschrieben:
Dass dieser "Todesfall" kein einzelner ist, wird der Leser früh genug erfahren, oder?

 Welche Rolle spielt die Erwähnung der Nanobots? Eventuell würde ich die Erwähnung dieser weglassen, denn sie machen einen Teil des Mysteriums um das Töten aus und hier erzählst du bereits, dass Nanobots dafür zuständig sind.


Es heißt ja immer die 1. Seite wäre die wichtigste. Da habe ich versucht Spannung aufzubauen.

Das Ganze ist eine Vorschau, und wird am Ende, in einem kompletten Kapitel, aus der Perspektive des Namenlosen erzählt .

EWJoe hat Folgendes geschrieben:
Warum hast Du das Kapitel 1 - Der Löffelkopter genannt?


Ich wollte mit dem Titel Neugierde wecken, so dass sich der Leser frägt was ist ein Löffelkopter.

Bsp. im Inhaltsverzeichnis würde dann stehen.

1. Der Löffelkopter
2. Der Firebird
3. Togo und die Kristalle
4. Der Flux
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 29
Beiträge: 1271

Ei 3


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Nicnak hat Folgendes geschrieben:


LeoModest hat Folgendes geschrieben:
- warum erschließen sich die Menschen neue Wohngebiete, wenn es eben einen Atomkrieg mit darauf folgender Epidemie gab? Wären dann nicht viele Menschen tot und wir hätten ganz viel Platz?


Stimmt schon. Dann gäbe es aber die New Space nicht, und ich müsste die komplette Geschichte einstampfen. Embarassed


Hierzu: Vielleicht fällt dir ein guter Grund ein, warum die Erde als Lebensraum nicht mehr herhalten kann. Todesgiftig halt.
Den Löffelkopter und überhaupt deine Kapitelbezeichnungen finde ich gut, was die Dopplungen betrifft, stimme ich den Vorrednern zu.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nicnak
Schreiberling

Alter: 34
Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 15:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ithanea hat Folgendes geschrieben:

Hierzu: Vielleicht fällt dir ein guter Grund ein, warum die Erde als Lebensraum nicht mehr herhalten kann. Todesgiftig halt.
Den Löffelkopter und überhaupt deine Kapitelbezeichnungen finde ich gut, was die Dopplungen betrifft, stimme ich den Vorrednern zu.


Die Doku war am Anfang länger. Da meinten einige Testleser aber, die Geschichte nimmt nicht schnell genug fahrt auf.

Die Erde ist (bis auf Australien) radioaktiv verstrahlt, sodass die Menschen ein riesiges Schiff gebaut haben und ins All ausgebückst sind, auf der Suche nach einem neuen Bewohnbaren Planeten (wird in den ersten 30 Seiten noch erklärt.)

Schade, fand gerade die Dopplungen gut, um ein bedrückendes Gefühl aufzubauen. Blink

Danke, werds nochmal überarbeiten.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 29
Beiträge: 1271

Ei 3


BeitragVerfasst am: 28.03.2014 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Nicnak hat Folgendes geschrieben:

Die Erde ist (bis auf Australien) radioaktiv verstrahlt, sodass die Menschen ein riesiges Schiff gebaut haben und ins All ausgebückst sind, auf der Suche nach einem neuen Bewohnbaren Planeten (wird in den ersten 30 Seiten noch erklärt.)


Na dann hast du doch kein Problem mit der Logik, warum die Menschen die New Space bauen mussten. =)


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Prosa -> Werkstatt Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Seite 1 von 1



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du keine Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge 4. und 5. April 2020 "Buch im Wa... silke-k-weiler Veranstaltungen - Termine - Events 2 18.09.2019 15:55 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Hallo und auf ein Neues! KeTam Roter Teppich & Check-In 16 16.09.2019 10:18 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Wichtig: Jubeln und Buhen oder: Wie bewerte ic... femme-fatale233 Festival der Flinken Feder 0 15.09.2019 23:14 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Ankündigungen: Thema und Vorgaben Jenni Festival der Flinken Feder 3 15.09.2019 19:00 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Schutt und Sehnsucht Graenee Werkstatt 5 13.09.2019 20:55 Letzten Beitrag anzeigen

EmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlung

von Enfant Terrible

von Mogmeier

von MShadow

von versbrecher

von DasProjekt

von V.K.B.

von nebenfluss

von Jenni

von Violet_Pixie

von Gefühlsgier

Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!