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Die Grenze zum Schattenreich [Prosa]

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2014
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Nicnak
Eselsohr

Alter: 36
Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 30.03.2014 18:00    Titel: Die Grenze zum Schattenreich [Prosa] eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

„Ihr seit spät dran“, sagte Ademius, zu den Beiden heran schwebenden Myrithen.

„Schweigt Mensch. Ohne uns ist euer Reich verloren.“

Schreie hallten durch das Dickicht des angrenzenden Waldes.
 
„Sie kommen!“ Marlon zog sein Schwert aus der Schneide und umklammerte fest dessen Griff. Die Beine seines Vordermannes begannen heftig zu zittern.

Das Stampfen von Tritten vermischte sich mit den Schreien, erst dumpfes, von dem Boden des Waldes, dann hölzernes, von den Sprossen der Brücke. Sie begann zu schwanken und zu wackeln, doch zu sehen war nichts.

Myränes Krallen blitzten kurz im Mondlicht auf, bevor erst sie, dann ihre Hand, hinunterschoss und tiefe Wunden riss, in eines der Gesichter der Schattenlosen.

Auch ihre Schwester stürzte sich in den Kampf. Sie visierte einige Kehlen der Kreaturen an und zerfetzte sie, woraufhin Blut hervor spross, und auf das Holz der Brücke plätscherte.

Einige Leichen sackten zusammen und kamen zum Vorschein, für die Augen der Menschen, die den Anblick, der grauenhaften und verzerrten Körper, der Schattenlosen, kaum ertrugen. Jeder Einzelne von ihnen erstarrte vor Angst. Geschockt und regungslos standen sie da, bis eine der Kreaturen durchbrach, von dem zuckenden Körper einer der Gefallenen absprang, und den vordersten der Gruppe zerfleischte.

Die anderen sahen nur wie seine Haut aufriss, Knochen zersplitterten, und Blut in der Luft hinunterfloss, aus einem gewaltigen, unsichtbaren Maul.

Wie aus dem Nichts, wurden Tharons Knöchel durchstochen, bevor ihn ein heftiger Ruck von unten hinab zog. Er knallte mit seinem Kinn auf eine der Sprossen, die ihm halb den Kopf abriss. Zähne splitterten, als seine Lippe platzte. Bluttropfen fielen zusammen mit ihm in die Tiefe.
Tränen verschwammen seine Sicht, als er schreiend vor Schmerz hinab sauste. Er betete noch, doch kurz darauf landete er auf einer Baumspitze, die ihn augenblicklich aufspießte und sein Rückgrat durchstach.

Die Myrithen kämpften weiter, doch es half nichts. Immer mehr der Schattenlosen stürmten auf die Brücke, dessen Stränge durch das Gewicht zu zerreißen drohte. Einzelne Fasern platzten schon nach und nach auf, als plötzlich ein starker Sturm über die Brücke hinweg zog, gefolgt von Eis und Kälte, und alles auf ihr einfror.   

„Thyphur, du lebst!“, schrie Myräne, bevor …

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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 66
Beiträge: 800

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannte/r,

Zitat:
Auch ihre Schwester stürzte sich in den Kampf. Sie visierte einige Kehlen der Kreaturen an und zerfetzte sie, woraufhin Blut hervor spross, und auf das Holz der Brücke plätscherte.

Das finde ich sprachlich gesehen noch ein bisschen unrund. Jetzt nur als ein Beispiel. Das sollte temporeicher geschreiben sein.

Du hast auch ein bisschen übereilt abgegeben, bestimmt war  der folgende Absatz keine Absicht. Für die Augen der Menschen .... kaum ertrugen. Du meinst doch bestimmt ... kamen für die Augen der Menschen zum Vorschein. Oder?
Entweder sind die Kommas falsch gesetzt oder da stimmt grammatikalisch was nicht:
Zitat:
Einige Leichen sackten zusammen und kamen zum Vorschein, für die Augen der Menschen, die den Anblick, der grauenhaften und verzerrten Körper, der Schattenlosen, kaum ertrugen.

(Übrigens auch ein bisschen holprig noch)

Also das ist zwar ein flüchtiger Moment, es hat jetzt auch keine Pointe, aber da ist mir insgesamt zu wenig Hintergrund angedeutet und es endet mir auch zu abrupt. Und: Es ist ein Kampf und keine Wacht.
Aber ich bin mir selbst ja auch nicht sicher, was und wie da so alles zu beurteilen und zu sehen ist.
Und: Ich finde es spannend, auf was ihr so alles kommt.

Viele Grüße von Rainer
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 27
Beiträge: 2100
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 16:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo lieber Autor,
ich hoffe ich trete dir jetzt nicht zu nahe, wenn ich sage, dass dieser Text ein Paradebeispiel dafür ist, wie Texte durch leichtfertig gewählte Formulierungen schlecht werden.

Zitat:
woraufhin Blut hervor spross, und auf das Holz der Brücke plätscherte.

Dieses Bild hat bei mir ein Schmunzeln ausgelöst - ich weiß, du willst Spannung und Action aufbauen, aber mit "plätschern" assoziiere ich eher einen Bach und wenn ich mir dann plätscherndes Blut vorstelle... Ich weiß, du bist nicht der erste, der diese Formulierung benutzt, aber besonders gelungen ist sie trotzdem nicht.

Zitat:
Einige Leichen sackten zusammen und kamen zum Vorschein, für die Augen der Menschen, die den Anblick, der grauenhaften und verzerrten Körper, der Schattenlosen, kaum ertrugen


Was jetzt? Das ist so ungelenk formuliert, dass man den Satz mehrmals lesen muss, ehe man ihn versteht. Auch die Verwendung der Adjektive ist wieder ein bisschen schräg...

Zitat:
Die anderen sahen nur wie seine Haut aufriss, Knochen zersplitterten, und Blut in der Luft hinunterfloss, aus einem gewaltigen, unsichtbaren Maul.


Jetzt wird es so richtig Splatter-Horror-mäßig. Dadurch, dass diese Formulierungen schon hunderttausend Mal so verwendet worden sind, wirkt das ganze eher lustig als gruselig. Das liegt auch daran, dass du jede Menge Gewalt mal kurz anreißt, anstatt einen Moment konkret zu beschreiben - man kann sich auch sehr detailliert über eine einzige Sache auslassen.

Zitat:
Wie aus dem Nichts, wurden Tharons Knöchel durchstochen


Wieder so eine Formulierung, die man schon so oft so gelesen hat...

Zitat:
schreiend vor Schmerz


Ebenso wie hier.

Zitat:
Er betete noch, doch kurz darauf landete er auf einer Baumspitze, die ihn augenblicklich aufspießte und sein Rückgrat durchstach.


Das ist auch einer dieser Sätze, die so unfreiwillig komisch wirken. Allein das Gebet würde wahrscheinlich einen eigenen Text füllen und es wäre so viel spannender, nur diesen einen Moment des Fallens und die letzten Gedanken dieses Typens zu lesen, als das ganze Gemetzel um des Gemetzels willen. So wirkt es einfach nur komisch.

Zitat:
„Thyphur, du lebst!“, schrie Myräne, bevor …

Und hier packst du am Schluss noch den Cliff-Hanger und die Melodrama-Keule aus.

Wenn dieser Text ironisch gemeint ist, dann finde ich ihn großartig. Allerdings glaube ich, dass er es nicht ist. Warum ich das glaube? Der Text ist mir zu wenig durchkomponiert, um eine Splatter-Szene zu parodieren - da müssten dann noch absurdere Beobachtungen und Dialogzeilen rein.

Mein Tipp:
Lies dir den Text mal laut vor. Beim laut Lesen merkt man ganz schnell, wo einen der Pathos, der Kitsch etc. gepackt hat und man auf der Zug der ausgelutschten Formulierungen aufgesprungen ist.


Dennoch: Themenvorgabe erfüllt und originell ist er auch. Es gibt schlechtere Texte in diesem Wettbewerb.

Liebe Grüße,
femme

PS: Nicht persönlich nehmen!
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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 31.03.2014 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r PoKaPro-Teilnehmer/in!

Wie beim letzten FFF beschränke ich mich auf eine stichpunktartige Bewertung. Ich habe jedoch jeden Text mindestens zweimal gelesen und mich um annähernd objektive Kriterien bemüht.

Zur Geschichte „Die Grenze zum Schattenreich“:
+ der Versuch, Spannung zu erzeugen, ist erkennbar
- Text strotzt vor Stilblüten (hervorsprießendes Blut, in der Luft hinunter"fließendes" Blut usw.)
- Kommasetzung macht es schwer, dem inhaltlichen Verlauf zu folgen
- Das Aufzählen von abreißenden Köpfen, splitternden Zähnen und Blutfontänen ist leider nur aufgrund der Flachheit des Ganzen erschreckend
Bewertung: 2 Federn.

Liebe Grüße
Anne


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"Man bereut nicht, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat." (Mark Aurel)
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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

leider stehe ich sehr fragend vor Deinem Text. Mal abgesehen von grammatikalischen Bezugsfehlern wirkt der Text wie eine Aneinanderreihung von einzelnen Action-Elementen. Auch das Thema der "Wacht" sehe ich nicht wirklich getroffen und das gleiche gilt für den flüchtigen Augenblick.
So nun zu meinen Federn, die ich versuche in ein Schema zu bringen (Themaerfüllung -> maximal 3 Federn, Idee -> maximal 3 Federn, Sprache und allgemeiner Eindruck -> maximal 2 Federn, maximal einen Zusatzpunkt für persönliches besonderes Gefallen):
Themaerfüllung: 0
Idee: 1
Sprache und allgemeiner Eindruck: 0
macht 1 Feder
Viele Grüße
Piratin


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Ithanea
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Ei 3


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Sprachlich ist das leider nix. Da stimmt oftmals der Satzbau nicht so ganz.
Eine Kampfszene gut und spannend, aber doch übersichtlich zu schreiben, ist extrem schwer - ich kann das auch kein bisschen. Und hier ist es leider auch nicht so ganz gelungen.
Ich habe auch etwas Schwierigkeiten die Themen zu erkennen. Das Bildmotiv ist klar, wurde eins zu eins umgesetzt. Mit der Wacht überlege ich noch, vielleicht wird sie da am Ende angedeutet? Ein flüchtiger Augenblick ist das leider gar nicht für mich, es passiert viel zu viel.
Tut mir Leid, dass ich dir nicht soviel positives Feedback dalassen kann.

Ich federe erst am Schluss und bewerte nach Themenumsetzung (Eingehalten und Kreativität), Inhalt und Sprache/Stil.


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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 01.04.2014 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Pokapro-Teilnehmer/in!

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft, einen Text zu schreiben, der auf eine Postkarte passen könnte, zumindest, wenn man ihn mit einer Lupe liest. Möglicherweise ist Dein Werk ein Gewinnertext, vielleicht landet er im guten Mittelfeld, unter Umständen fällt er auch völlig durch und purzelt auf den stark umkämpften letzten Platz.

Erhält Deine Ministory unterirdisch wenige Federn von mir, dann könnte das an mir liegen, weil ich sie nicht verstanden habe oder an Dir, weil Du es nicht verstanden hast, sie mir verständlich zu machen. Vermutlich kommt eine Mischung aus beiden Gründen in Betracht. Gleiches gilt für übermäßig viele Federn - nur umgekehrt.

Ich bewerte nach Bauchgefühl, persönlichem Gefallen, tagesformabhängig und ich versuche, fair zu sein. Manchmal ist es draußen schon dunkel, oft ist es gar nicht mehr hell. Es ist wirklich sehr schwierig, um diese Uhrzeit die Sonnenuhr zu lesen. Aber ich gebe mir Mühe. Ah, cool - da unten rechts blinkt 02.07. So, es geht los. Ich beginne zu lesen:

Thema:
„Die Wacht“ (Wächter, Wache, Aufsicht, Bewahrer, wachen, überwachen, bewachen, bewahren, beobachten, aufpassen, kontrollieren etc.) - szenischer Augenblick, OHNE Pointe (aber nicht zwangsläufig ohne Spannung), direkter oder metaphorischer Bezug zum Bild (Brücke/Übergang, Leute, Gestalten/Schatten/Hügel, Wald/Schlucht/Abgrund...)

Meine Bewertungskriterien:
- Thema nicht getroffen, teilweise, gut bis perfekt getroffen (0-3)
- Thema sauschlecht, irgendwie, gut oder grandios umgesetzt (0-3)
- Zusatzfedern für Idee, Sprachgefühl, nach Gutdünken oder als Trost (1-3)
- Titel lasse ich außen vor, es sei denn, er ist total daneben, dann Abzug

Anmerkung:
Bewertung erfolgt erst, wenn ich alle 41 40 Texte gelesen habe, aber ich mache mir natürlich zu jedem einzelnen Text meterweise Notizen. Schließlich kann sich nach oben oder unten bis zur letzten Sekunde noch was ändern. Eine Feder hast Du in jedem Fall sicher. wink

Meine letzte Rezension für heute Nacht. Nun kann ich eh nicht mehr schlafen.^^ Wunderbar übertriebene, körpersaftstarke Horror-Fantasy, leider mit zahlreichen Logik- bzw. Formulierungsschwächen und Widersprüchen - z.B.: "Blut spross hervor" - wenn, dann schoss es, "Einige Leichen sackten zusammen und kamen zum Vorschein" - wie, woher, wieso, hä?, "Er betete noch, doch kurz darauf landete er auf einer Baumspitze, die ihn augenblicklich aufspießte und sein Rückgrat durchstach" - aha, das ist aus medizinischer Sicht nicht möglich. Also, Du hast die Kampfeszenen sicher lebhaft vor Deinem inneren Auge gehabt. Ich stelle mir einen wirren Traum aus lauter Bildern vor - den kann man auch nur schwer in Worte kleiden. Ich weiß nicht, wer hier mit wem, warum und weshalb und wieso weiß ich auch nicht. Macht aber nichts. Thema ist angekratzt. Federn zu gegebener Zeit.

Ende blinkt: 02.19

Liebe Grüße, Ana

*
*
*

Nachtrag 04.04.14

Meine Bewertungen im Detail:

2 x 1
9 x 2
8 x 3
4 x 4
6 x 5
5 x 6
3 x 7
1 x 8
1 x 9
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Jack Burns
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 50
Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 04:13    Titel: Antworten mit Zitat

Und wieder ein aus dem Zusammenhang gerissener Text, der nichts mit dem Thema zu tun hat.

Übrigens: Ein Schwert reißt man aus der Scheide. Die Schneide ist am Schwert.


_________________
Monster.
How should I feel?
Creatures lie here, looking through the windows.
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 45
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht ... Ich finde dein Text wirkt wie ausgeschnitten aus einem Roman oder so. Auch finde ich nicht, dass das Thema Wacht umgesetzt wird.
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fancy
Geschlecht:weiblichSchmuddelkind

Alter: 61
Beiträge: 3588
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

obwohl ich die Idee als solche gar nicht mal schlecht finde, hapert  es in deinem Text extrem. Sprachlich ist er ein Graus.
Hier einige Beispiele:

Zitat:
„Ihr seit spät dran“, sagte Ademius, zu den Beiden heran schwebenden Myrithen.
In dem Moment, wo du sagst, wer oder was die beiden (Myrithen) sind, schreibst du beiden klein.

Zitat:
Das Stampfen von Tritten vermischte sich mit den Schreien, erst dumpfes, von dem Boden des Waldes, dann hölzernes, von den Sprossen der Brücke. Sie begann zu schwanken und zu wackeln, doch zu sehen war nichts.


So, wie es da steht, bezieht sich das "dumpfes" und "hölzernes" auf die Schreie, aber du wolltest es aller Wahrscheinlichkeit nach auf die Tritte beziehen.

Zitat:
Myränes Krallen blitzten kurz im Mondlicht auf, bevor erst sie, dann ihre Hand, hinunterschoss und tiefe Wunden riss, in eines der Gesichter der Schattenlosen.
??? Die Hand ist von dem Wesen losgelöst?

Sprießen, wie Duden es erklärt : zu wachsen beginnen, keimen; austreiben

Beispiele
•die Saat sprießt
•die Knospen sprießen
•der Bart beginnt zu sprießen
•<unpers>: überall sprießt und grünt es
•<in>: immer neue Vereine sprießen aus dem Boden

Blut kann fließen, plätschern, tropfen, aber sprießen kann es nicht.

Zitat:
Die anderen sahen nur wie seine Haut aufriss, Knochen zersplitterten, und Blut in der Luft hinunterfloss, aus einem gewaltigen, unsichtbaren Maul.


Das Blut fließt in der Luft hinunter? Oder in die Luft? Oder wie?

Zerplatze Lippen verursachen brechende Zähne? Mit halb abgerissenem Kopf lebt das Wesen noch und kann Gebete sprechen? Die Sicht kann verschwimmen, aber Tränen können keine Sicht verschwammen.

Wenn du die Stränge der Brücke meinst, so sind es deren Stränge und nicht dessen!

Auch bei mehrfachem Lesen wird es höchstens schlimmer.
Daher lasse ich gleich eine Feder da.

Es tut mir leid, dass ich hier so vernichtend urteile, aber ein wenig besser sollte man einen Wettbewerbstext schon prüfen.

Liebe Grüße

fancy


_________________
Don't start doing things, just do them. Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach! (Me)
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BlueNote
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Beiträge: 7087
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Au wei, sind in diesem Text viele Fehler!
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timcbaoth
Leseratte


Beiträge: 117



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ist ganz nett geschrieben. Von der Idee her aber nicht weltbewegend.

Idee: 4
Stil: 6
Vorgaben: 9
Gefühl:5

=> 6 Punkte


_________________
Liebe Grüsse
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Einar Inperson
Geschlecht:männlichReißwolf


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pokaproschrei,

jetzt erst einmal still, ich muss mich konzentrieren.

Ein Beitrag voller für mich unglücklich gewählter Bilder und Formulierungen. Nur ein Beispiel:

Zitat:
Die anderen sahen nur wie seine Haut aufriss, Knochen zersplitterten, und Blut in der Luft hinunterfloss, aus einem gewaltigen, unsichtbaren Maul.



Zwei kleine Erbse:
Zitat:
Immer mehr der Schattenlosen stürmten auf die Brücke, deren Stränge durch das Gewicht zu zerreißen drohten.


Da hier aber eine Geschichte erzählt wurde: Zur Abgrenzung von anderen Texten.

3 Federn


_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

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Constantine
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2969



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 22:10    Titel: Re: Die Grenze zum Schattenreich [Prosa] Antworten mit Zitat

Positiv:
Die Vorgabe der maximalen Wortanzahl wurde beibehalten: hier 350 Wörter. check.
Thema. Die Wacht. So richtig kommt das Thema nicht durch, weil es aufgrund der Action untergeht. Das Thema dieses Textes ist eher "Der Kampf" oder "Der Angriff". Peripher kommt das Thema "Die Wacht" vor. Insofern, ok. check.
Teile des Bildmotives sind zu erkennen. check.
Idee: flotte Action-Szene.

Negativ:
-kein flüchtiger Augenblick: Es handelt sich um eine Action-Szene, die eigentlich eine gute Idee zur Integration eines flüchtigen Augenblicks sein kann. Welches hier der flüchtige Augenblick sein soll, ist mir nicht ersichtlich.
Das Ende ist sehr abrupt, wodurch eine Pointe umgangen wird, es macht mir aber den Eindruck, als sei der Text ein entnommener Abschnitt aus einem größeren Text.

-Pointe: ja. Eine Wendung im Geschehen, hier das Einfrieren der Brücke samt der darauf befindlichen Personen, sehe ich als solche an, trotz des abrupten Endes.

-Erbsen:
Zitat:
„Ihr seit spät dran“, sagte Ademius, zu den Beiden heran schwebenden Myrithen.

„Schweigt Mensch. Ohne uns ist euer Reich verloren.“

Schreie hallten durch das Dickicht des angrenzenden Waldes.
 
„Sie kommen!“ Marlon zog sein Schwert aus der Schneide Scheide und umklammerte fest dessen Griff. Die Beine seines Vordermannes begannen heftig zu zittern.

Das Stampfen von Tritten Schritten vermischte sich mit den Schreien, erst dumpfes Dumpfes, von dem Boden des Waldes, dann hölzernes Hölzernes, von den Sprossen der Brücke. Sie begann zu schwanken und zu wackeln<-- redundant , doch zu sehen war nichts.

Myränes Krallen blitzten kurz im Mondlicht auf, bevor erst sie, dann ihre Hand <-- wie habe ich mir das vorzustellen?Schießt nicht beides gleichzeitig hinab oder sind ihre Krallen vom Körper getrennt?, hinunterschoss und tiefe Wunden riss, in eines der Gesichter der Schattenlosen.

Auch ihre Schwester stürzte sich in den Kampf. Sie visierte einige Kehlen der Kreaturen an und zerfetzte sie, woraufhin Blut hervor spross<-- Ausdruck! , (kein Komma) und auf das Holz der Brücke plätscherte.

Einige Leichen sackten zusammen und kamen zum Vorschein, für die Augen der Menschen, die den Anblick, (kein Komma) der grauenhaften und verzerrten Körper, (kein Komma) der Schattenlosen, (kein Komma) kaum <-- dadurch dass im Folgesatz jeder einzelne vor Angst erstarrt, erträgt keiner den Anblick, oder? vielleicht besser:nicht ertrugen. Jeder Einzelne von ihnen erstarrte vor Angst. Geschockt und regungslos standen sie da <-- redundant zum vorhergehenden "vor Angst erstarren", oder?, bis eine der Kreaturen durchbrach, von dem zuckenden Körper einer der eines Gefallenen absprang, (kein Komma) und den vordersten der Gruppe zerfleischte.

Die anderen sahen nur (Komma) wie seine Haut aufriss, Knochen zersplitterten, (kein Komma) und Blut in der Luft hinunterfloss<-- Ausdruck! wie kann Blut in der Luft hinunterfließen. , aus einem gewaltigen, unsichtbaren <-- wie kann etwas gewaltig und unsichtbar sein? Maul. <-- in Bezug zum Maul eher. Den Satz würde ich umformulieren: ...und Blut aus einem gewaltigen Maul hinunterfloss.

Wie aus dem Nichts, (kein Komma) wurden Tharons <-- wer ist Tharon? Knöchel durchstochen, bevor ihn ein heftiger Ruck von unten hinab zog. Er knallte mit seinem Kinn auf eine der Sprossen, die ihm halb den Kopf abriss. <-- den halben Kopf abriss. Zähne splitterten, als seine Lippe platzte. Bluttropfen fielen zusammen mit ihm in die Tiefe.
Tränen verschwammen <-- Ausdruck! seine Sicht, als er schreiend vor Schmerz hinab sauste. <-- mit halbem Kopf, wie macht er das? Er betete noch, doch kurz darauf landete er auf einer Baumspitze, die ihn augenblicklich aufspießte und sein Rückgrat durchstach.

Die Myrithen kämpften weiter, doch es half nichts. Immer mehr der Schattenlosen stürmten auf die Brücke, dessen Stränge durch das Gewicht zu zerreißen drohte drohten (bezieht sich auf die Stränge) . Einzelne Fasern platzten <-- Fasern platzen nicht, sie reißen. schon nach und nach auf, als plötzlich ein starker Sturm über die Brücke hinweg zog, gefolgt von Eis und Kälte, und alles auf ihr einfror.   

Thyphur<-- wer ist Thyphur? , du lebst!“, schrie Myräne, bevor …

An der Szene ist sprachlich zu feilen, einige Sätze sind von ihrer Konstruktion her zu überdenken und meiner Meinung nach sind einige Kommata zu viel.
Des Weiteren werden dem Leser Namen hingeworfen ohne Zusammenhang, wer wer ist.


Von der Befederung her liegt dieser Text für mich im zweiten Drittel.
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 08:08    Titel: Antworten mit Zitat

Bild - Bildelemente tauchen auf
Wacht - Scheint irgendwie um eine Schutztruppe zu gehen.
Moment - Ausschnitte aus einer Schlacht

Viele fremde Namen purzeln in einer wilden Schlacht umher. Einzelne Schlaglichter machen das Geschehen unübersichtlich. Nur einen deftigen, beinahe slapstickartigen Tod darf ich detailliert erleben.

Mir ist das zu hektisch, zu unübersichtlich mit schwächen in der Story und im Handwerk.
"Myränes Krallen blitzten kurz im Mondlicht auf, bevor erst sie, dann ihre Hand, hinunterschoss"
Das wären besser zwei Sätze.

Das Ende ein Cliffhanger aus der untersten Schublade. (würde ich beinahe als Pointe bezeichnen)


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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 02.04.2014 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

A bissi viel Namen für so ne kurze Story. Deshalb schleicht sich bei mir doch ein bisschen der Verdacht ein, dass dies ein Ausschnitt sein könnte aus einem Fantasy Schocker.
Ausserdem, aber das ist einfach mein persönliches Problem, etwas arg viel Blut und Knochensplitter.

Eigentlich eine Fantasy Umsetzung der Schlacht an den Thermophylen plus einen Schuss Dementoren.
So gesehen passts, aber wie gesagt, für einen so kurzen Ausschnitt einfach zu viele Namen.  Ademius und Marlon, Tharon und Myräne und Thyphur....
Ademius und Marlon und Tharon hätten auch gut einer sein dürfen. In dieser Handlung hätte dies keinen Unterschied gemacht, deshalb meine Vermutung, dass es ein Auszug aus ner größeren Story ist. Oder aber. dir kam bei der Umsetzung der Vorgaben eine ganze Geschichte in den Kopf, die halt auf einer Postkarte keinen Platz findet. Dann würde mich schon die ganze Geschichte interessieren (allerdings ohne zuviel Schlachtenszenen.. also die FSK 12 Version... smile )


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Eulenbaum
Klammeraffe


Beiträge: 846



BeitragVerfasst am: 02.04.2014 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Der erste Schluß, der mir aufgrund seiner "Offenheit" nicht gefällt. Es bricht irgendwie einfach ab.

Von vorn:

Thema "Wacht" wird umgesetzt, Brücke ist als Postkartenmotiv da, die beiden Gestalten.

Die Schattenlosen, wohnen die im Schattenreich? Das paßt für mich nicht, müßte, wenn das so wäre, ausgeführt werden, da die Geschichte ja für sich stehen können soll. Aber ich sehe nicht, daß es so ist, daß die Protas im Schattenreich wohnen. Wo wohnen sie, im Schattenreich - oder ... eben auf der anderen Seite?

Eine ganze Welt ist in der Geschichte ansatzweise entwickelt, ein großes Vorhaben, auch punktuell recht gut umgesetzt, man versteht Einiges - aber vieles ist nicht so vollständig umgesetzt und verständlich, wie ich es mir wünsche.

Ja, die Geschichte soll kurz sein, könnte das Argument sein, aber dann muß man eine Geschichte entwickeln, die dann auch ausgeführt werden kann und vollständig ist, das heißt nicht, daß alles gesagt werden muß, aber sie muß sich vollständig, rund anfühlen, das tut diese Geschichte für mich nicht.

Es ist viel Platz für Kampfbeschreibung verwendet worden - der hätte für die Entwicklung der Geschichte genutzt werden können.

Zitat:
vermischte sich mit den Schreien, erst dumpfes, von dem Boden des Waldes, dann hölzernes, von den Sprossen der Brücke.


Das ist eine der Stellen, die ich gar nicht verstehe. Dumpfes Schreien vom Boden? Dann hölzernes der Brücke? Schreien der Boden und die Brücke die denn auch? Oder meinst Du die Schritte, die man hölzern ect. hören kann? Wenn es wirklich die Brücke ist, die schreit, dann ist das in der Geschichte weder vorbereitet noch plausibel.

Es reicht auch nicht, zu sagen, es ist eben eine andere Welt. Denn es muß bei sowas diese Wlet nachvollziehbar werden, es muß sich so anfühlen, als ob es genauso sein könnte.

Wie gesagt, die Kampfszenen nehmen viel Platz ein, Platz, der der Geschichte für andere Dinge gut getan hätten.

Gruß,
Eulenbaum
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Sanuk
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Alter: 56
Beiträge: 63
Wohnort: Frankfurt am Main


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Spannend geschrieben. Ein wenig blutig...
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Jenni
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4053

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Fantasy-Kampfszene auf einer Brücke. "Die Wacht" sollen wohl die Menschen sein, die Unterstützung von diesen "Myrithen" bekommen? Sie wachen über das Schattenreich? Die Erzählweise kommt mir reichlich wirr vor, ich hatte Schwierigkeiten zu identifizieren, wer hier gegen wen kämpft.

Sprachlich empfinde ich den Text als noch ziemlich ungelenk. Unpassende Ausdrücke wie "Blut plätscherte auf die Brücke" und falsche Deklinationen wie "die Brücke, dessen Stränge (...) zu zerreißen drohte" .

Ansonsten: Spektakulär ekelhaft. Das soll mich wohl von den textlichen Mängeln ablenken. wink
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Belzustra
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 34
Beiträge: 346
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

zuerst einmal: Ich stehe auf Fantasy.
Demnach finde ich deine Idee gar nicht mal schlecht.

ABER: Deine Umsetzung ist in meinen Augen alles andere als gelungen.

Zitat:
„Ihr seit seid spät dran“, sagte Ademius


Zitat:
Marlon zog sein Schwert aus der Schneide Scheide


Zitat:
Das Stampfen von Tritten vermischte sich mit den Schreien, erst dumpfes, von dem Boden des Waldes, dann hölzernes, von den Sprossen der Brücke
Meiner Meinung nach sehr unglücklich ausgedrückt. Vor allem bezieht man dieses "dumpfes" und "hölzernes" beim Lesen erst einmal auf das "Schreien" und ich nehme an, dass es sich eigentlich auf das "Stampfen" beziehen soll, oder?

Zitat:
Myränes Krallen blitzten kurz im Mondlicht auf, bevor erst sie, dann ihre Hand, hinunterschoss und tiefe Wunden riss, in eines der Gesichter der Schattenlosen.
Diesen Satz hier finde ich ganz furchtbar. Erst schießt sie herunter und dann ihre Hand??? Wie soll ich mir das vorstellen? Ist die Hand vom Körper getrennt und kommt hinterher geflogen? Und dann das Ende des Satzes "in eines der Gesichter der Schattenlosen". Das ist viel zu ungenau.

Zitat:
Sie visierte einige Kehlen der Kreaturen an
Hier wieder diese Ungenauigkeit.

Zitat:
Einige Leichen sackten zusammen
Gleiches Spiel, gleicher Störfaktor. Zu ungenau.

Zitat:
Er knallte mit seinem Kinn auf eine der Sprossen, die ihm halb den Kopf abriss. Zähne splitterten, als seine Lippe platzte.
Hier ist es die Reihenfolge, die mich stört. Er knallt mit seinem Kinn auf die Sprossen und verliert dabei fast seinen Kopf, was ziemlich extrem ist. Anschließend kehrst du zu den weniger extremen Folgen des "Sturzes" zurück und ich stelle mir einen halb abgerissenen Kopf mit zersplitterten Zähnen und einer harmlos aufgeplatzten Lippe vor. Das verwirrt und stört den Lesefluss enorm.

Zitat:
…Einzelne Fasern platzten schon nach und nach auf, als plötzlich ein starker Sturm über die Brücke hinweg zog, gefolgt von Eis und Kälte, und alles auf ihr einfror.

„Thyphur, du lebst!“, schrie Myräne, bevor
Hier stört mich abermals die Reihenfolge. Auf der Brücke friert alles ein, aber Myräne kann noch sprechen? Bevor sie einfriert? Bevor sie stirbt?

Für diese Geschichte kann ich leider nur 2 Federn vergeben.

LG


_________________
Vivre est une chanson dont mourir est le refrain. Victor Hugo
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Piezke
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 33
Beiträge: 135



BeitragVerfasst am: 02.04.2014 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wald - Check!
Brücke - Check!
Myrithen = Gestalten = Check!
Die Vorgaben sind erfüllt. Unspektakulär, aber trotzdem. Ich halte nichts davon, einem Text höhere Weihen zu verweigern, nur weil er Foto und Wacht nicht metaphorisch eingebunden hat. Hier ist es mir aber zu simpel, besonders die Interpretation von Wacht als Kampf.

Verteidiger eines Reiches kämpfen gegen böse Fantasiewesen. Das ist weniger Inhalt und mehr Action.
Der Text scheitert vor allem an der Wortbegrenzung. 350 Wörter reichen nicht aus, um so viel Welt nachvollziehbar zu erschaffen. Es werden viele Namen genannt, ohne Bilder zu ihnen zu liefern. Insbesondere von den Myrithen und den Schattenlosen hätte ich eine Beschreibung gebraucht, um den Kampf fühlen zu können.

Sprachlich ist das in Ordnung. Ich kann leider wenig mit Fantasy anfangen und mit so martialischen Beschreibungen. Das wirkt auf mich immer zu dick aufgetragen und pathosschwanger.
Zudem haben sich ein paar Fehler und Unschönheiten eingeschlichen:
Zitat:
„Ihr seit spät dran“
Zitat:
Marlon zog sein Schwert aus der Schneide
Zitat:
woraufhin Blut hervor spross
Pflanzen sprießen hervor, für Blut würde ich das Wort nicht gebrauchen.

Mir hat der Text leider nicht gefallen.
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Berti_Baum
Reißwolf


Beiträge: 1682
Wohnort: Immerheim


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 08:30    Titel: Antworten mit Zitat

Bei dem Text bekomme ich auch gleich Myräne! Das ist ein zusammengewürfelter Haufen an Wörtern. Ich sage es ungern, aber hier fehlt es an sämtlichem handwerklichen Geschick. Ich hoffe, dass der Schreiber noch sehr jung und unerfahren ist, damit man davon ausgehen kann, dass sich der Schreibstil in den nächsten Jahren von allein verbessert. Ehrlich, das sind keine Sätze. Jedenfalls keine, die man lesen kann ...

[...]zog sein Schwert aus der Schneide[...] - Quasi als Schwert im Schwert?
[...]woraufhin Blut hervor spross[...] - Allenfalls kann eine Blutlilie hervorsprießen.
[...]und Blut in der Luft hinunterfloss[...] - Das Bild ist schräg, denn Blut kann nicht hinunterfließen, wo es nicht haften kann.

Ich wünsche dem Schreiber wirklich viel Motivation und Durchhaltevermögen für die weitere Werke. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor dir, aber ich hoffe, du beißt dich da durch!


_________________
Der Junge, der Glück brachte (Jugendbuch/2013)
Das Mädchen, das Hoffnung brachte (Jugendbuch/ November 2014)
Tod und tiefer Fall (Thriller/18. Mai 2015)
Rache und roter Schnee (Thriller/Oktober 2015)
Blut und böser Mann (Thriller/März 2016)
Asche und alter Zorn (Thriller/August 2016)
Ein kleines Verbrechen (Thriller/Dezember 2016)
Blinde Krähen (Thriller/März 2017)
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