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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Vom Fliegen und dem Schwarzen Mann


 

 
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Zwilling9
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

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BeitragVerfasst am: 17.03.2014 16:20    Titel: Vom Fliegen und dem Schwarzen Mann eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo allerseits,
stelle hier meine allererste Kurzgeschichte vor, bin hoffentlich hier richtig. Viel Spass beim Lesen und viele, viele Kritiken.


 Vom Fliegen und dem schwarzen Mann
  
Julian lehnte sich leicht gebeugt zurück, die vierbeinige, hölzerne Sitzgelegenheit trug nicht gerade zu seiner Entspannung bei, zudem war er von der vergangenen Nacht ziemlich matt und abgespannt. Seine kindlichen Augen wirkten leicht violett umschattet, die vollen Backen blass. An seinen breiten Lippen zogen sich die Mundwinkel  leicht nach oben, was ihn irgendwie belustigend, sympathisch machte. Den Schreibstift und das Heft in die Mappe räumend wartete er auf das bekannte, erlösende Zeichen. Jeden Augenblick musste es soweit sein.
 
Rrring.  Der gegossene Schlegel hämmerte schrill auf das verbeulte Glockengehäuse. Die sich ausbreitenden schwingenden Töne bohrten sich in die  Ohren der Schüler. Die schwatzend, kreischend und mit Freude aufsprangen, durch die Tür drängten. In den langen Flur, die grauen Wände waren mit selbstgemalten Bildern der Schüler geschmückt, die Treppe hinunter zum Schulhof strömten. Auch Julian, eher kleingewachsen, mit seiner blaue Jeans und dem türkisgrünem T-Shirt, befand sich unter ihnen. Seine dunkelblonden Haare fielen ihm in die Stirn, und die stechend, grelle Sonne brachten ihn zum blinzeln, als er den staubigen Schulhof überquerte und das Schultor mit seinen beiden Sandsteinsäulen links und rechts, durchschritt. Zu Fuß waren es nicht mal fünf Minuten in die elterliche Wohnung, heute aber beeilte er sich mehr als sonst. Es war ein besonderer Tag, seine Mutter machte Eierkuchen mit Marmelade. Genau, diese flachen runden Dinger aus Eier, Mehl und anderen Zutaten. Er steckte den leicht verbogenen Schlüssel ins Schloss und öffnete die Eingangstür.  Der Geruch der goldbraunen Pfannkuchen kam ihm bereits auf der kurzen Treppe im Flur entgegen, stieg ihm förmlich in die Nase und benebelte ihn. Er stellte sich den ersten Biss in die warmen, am Rand etwas knusprig gebackenen Fladen vor. Zusammengerollt mit Marmelade bestrichen, ließ ihn diese Köstlichkeit, alles um ihn herum vergessen. Ein Glas Milch dazu setzte dem Ganzen die Krone auf. Ein kurzer Blick in die Küche bestätigten seine  Gedanken, der Tisch war wie gewohnt einladend und fürsorglich gedeckt. „Wie war die Schule, mein Großer?“ war die erste Frage seiner Ma die dabei schmunzelte, nachdem er sich an dem ovalen Holztisch niederließ und  eine Haarsträhne von der Stirn strich. „OK Ma, wie immer“ kam über seine lächelnden Lippen und griff dabei mit seinen schlanken Fingern den ersten leckeren Eierkuchen. Julian hatte irgendwann angefangen seine Mutter Ma zu nennen, hatte er mal irgendwo in einem Film gesehen, gehört. „Schmeckt wirklich lecker“ kam durch den kauenden Mund gerade noch verständlich, als der Radiosender Regen für die kommende Nacht ankündigte und Julian sich den nächsten Pfannkuchen ansah. Er hielt die Hand über den Teller, die Form ist wie ein Vollmond in meinen Träumen, und griff den Eierkuchen. Seine Mutter nickte ihm wohlwollend zu, während sie ebenfalls aß und ihn anschließend fragte was er heute vorhabe. „Werde nachher kurz zu Max gehen, wir wollen ein paar Comix tauschen“. Die Nachmittage verbrachte er meistens mit seinem Freund Max, sofern die Hausaufgaben es zuließen. Die beiden Jungs kannten sich schon aus dem Kindergarten, von dem Max immer noch schwärmte. Mit seinem Freund konnte er über alles reden und so tauschten sie sich auch über Julians nächtliche Begebenheiten aus, nicht des sowenig Max ähnliche Erfahrungen hatte.
Pünktlich zum Abendessen war Julian wieder zu Hause, begab sich anschließend in sein Zimmer und öffnete die Tasche und legte die Comix in das Regal das sich gegenüber vom Bett befand.
Julian ging meist früh ins Bett. Ja, sein Bett war noch ein richtiges Holzbett mit dicker Bettdecke und Kissen, wie man es in Berghütten fand. Er deckte sich zu, nahm das Buch vom Nachttisch, überlegte kurz und schlug das Buch auf. Er las, nein besser gesagt er fraß die Bücher. Seine Gedanken waren, wie die letzten Nächte vorher, jedoch woanders. Da war etwas anderes was ihn beschäftigte, fesselte, Angst machte. Dieses mal muss es klappen, wie oft hatte er sich das schon vorgenommen. Halb schlafend legte er das Buch zur Seite, dies war der geeignete Moment. Nachdenklich ging er den Traum vom Vorabend noch einmal durch und konzentrierte sich auf  die Geschichte, mit dem Willen und starken Wunsch den Traum fortzusetzen. Auf diesem Gebiet hatte er schon Erfahrungen gesammelt, meist funktionierte es.
Der Flur war unbeleuchtet und langgezogen schmal.  Er selbst stand am anderen düsteren Ende und konnte die Eingangstür schemenhaft von zwei hohen Wänden eingefasst in der Dunkelheit erkennen. Eine Bedrohung und ein Geheimnis ging von der Tür aus.  Zögernd, jeden Sinn benutzend, ging er den mit abgenutzten Holzbohlen bestückten Gang entlang. Knarren und trockenes Quietschen begleiteten jeden seiner Schritte. Er verharrte schweigend in der Hälfe des Weges zu Tür  und sog die Atmosphäre der Umgebung in sich auf. Seine Nase nahm den Geruch von modrigen, alten Gebäuden wahr. Die grauen Wände wirkten kahl, ohne Geborgenheit. Keine Geräusche drangen an seine Ohren, nicht mal ein Luftzug der in berührte.  Ein Schritt, zwei, drei ... sein Herz klopfte lauter, unaufhörlich. Die vorgestreckte Hand erreichte die Tür, zögerte, wurde schwerer, mach die verdammte Tür auf, bis sich die  schmalen Finger um den abgewetzten kühlen Knauf legten. Er drehte daran und zog. Das kreischende Geräusch der rostigen Scharniere stach in seinem Kopf. Die klobige, zerkratzte, dunkelbraune Holzmasse ließ sich mit etwas Kraft zu ihm herziehen. Der Atem der Nacht drang aus der  Dunkelheit in den Flur, in seine Lungen. Julian trat hinaus und sah sich um. Eine hochgelegene, leicht gewellte  Wiese breitete sich vor ihm aus. Der Himmel war gespickt mit unzähligen Sternenpunkten die spärlich Licht spendeten. Seine Ängste waren auf einmal wie weggewischt, ein wolliges Gefühl nahm den Platz ein. Er rannte die Wiese entlang bis zu einem steilen Abgrund und startete einen ersten Versuch. Unzählige Übungen  hatte er  hinter sich gebracht, es klappte immer besser. Anfangs sprang er in Höhe, später lief er wie auf einer Treppe hoch. Nach etlichen Versuchen konnte er sich nun nach ein paar Schritten auf die Luft legen und schwebte wie auf unsichtbarem Wasser. Schwimmübungen in der Luft, nannte er es im Gedanken. Julian flog höher über die Wiese, den  Abgrund hinaus, bis er schließlich ein tiefer gelegenes Dorf überquerte. Die Kirchturmspitze reckte sich zu den Sternen, die Häuser, teils spärlich beleuchtet ruhten  in der Nacht. Ein befreiendes, geborgenes Gefühl, wie ein Adler sich zu bewegen, eine Möwe zu gleiten, lag in seinem Herzen. Er erinnerte sich jedoch seiner Aufgabe, sie war noch nicht erledigt, ich muss unbedingt auf die Wiese zurück. Julian landete weich, mit den Füssen voran am Boden, drehte sich um und blickte den steilen Abgrund hinunter. Das Dorf lag friedlich im Sumpf der Umgebung eingebettet. Seinen Blick abwendend in Richtung Wiese, die ihm unendlich erschien, setzte er sich in Bewegung. Das Dunkel umhüllte die unebene Fläche. Es war ihm bewusst das er träumte, der Unterschied zum Wachzustand bestand für ihn in den unkontrollierbaren Gefühlsstimmungen und dem eingeschränkten Willen.   
Die Fußsohlen drückten das feuchte Gras platt, das Gefühl des Glücks in ihm wich, er spürte instinktiv das Gefahr aufzog, es gab kein Zurück. Das Gefühl des Auftretens wandelte sich, dicke Watte in der die Füße den Widerstand der Erde unter dem Gras suchen. Julian betrachtete den Himmel, die  Dunkelheit zwischen den Sternen ängstigte ihn. Er blickte wieder nach vorn und erschrak, erschrak? Es riss ihn förmlich im Innersten auseinander. Schwarz, das dunkelste Schwarz, des Teufels Farbkasten entsprungen. Zuerst waren es nur vereinzelte Fetzen. Die schwarzen Fetzen jedoch zogen sich zusammen und bildeten eine Gestalt, die dreimal seine Länge und Breite ausmachte. Angst machte sich breit, die sein Herz umklammerte, sein Wesen umhüllte, an seinem Verstand zerrte. Diese ursprüngliche Angst die sich  in des Menschen Seele eingenistet hat überfiel ihn derartig das sich seine Haut in eine kalte Hülle verwandelte. Weg, nichts wie weg peitsche es in seinem Gehirn. Julian lief, bzw. versuchte zu laufen, bei jedem Schritt fiel es ihm schwerer seine Füße zu heben und aufzusetzen. Die Füße wurden wie Blei und die Kraft ließ nach, einzig die bohrende Angst trieb ihn noch voran. Das schwarze Etwas war ihm nah. Nur mit aller Mühe konnte er jetzt noch voranschreiten. Ein Flügelschlag an seiner Schulter ...
In den vergangenen Nächten wachte er an diesem Punkte des Traumes schweißgebadet auf, dieses mal konnte er nicht dem Traum entfliehen.  
Der Abgrund näherte sich zusehends, der Gedanke machte sich breit, seine Füße würden am Boden anwachsen wenn er sie nicht anhebt. Schluss, er hatte es sich fest vorgenommen, er musste sich der drohenden Gefahr stellen. Jetzt sterben war vielleicht besser, als die sich immer wiederholenden Qualen. Julian drehte sich um, in diesem Augenblick hatte ihn das Schwarze Wesen eingeholt. Mit riesigen dunklen Flügeln umschloss es Julian, der fast das eigene Bewusstsein verlor. Es ist in mir, es ist ein Teil von mir, schoss ihm der Gedanke durch den verwirrten Kopf. Er spürte noch diesen winzigen sonnen-hellen Punkt in seinem Herzen der sich ausbreitete, größer wurde und nach und nach das Schwarz verflüchtigten ließ, bis das dunkle Schwarz nur noch  schemenhaft wahrnehmbar erschien.
Julian schlief bis der Wecker ihn in die Realität zurückbrachte. Heute war er ausgeruht und gut gelaunt, er wusste aber auch das er nie wieder fliegen würde. Sein schwarzes Ich war besiegt.

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Klemens_Fitte
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BeitragVerfasst am: 19.03.2014 12:17    Titel: Re: Vom Fliegen und dem Schwarzen Mann Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hole deinen Beitrag mal nach oben, obwohl ich dir nur ein kurzes Feedback da lassen kann, in der Hoffnung, dass sich vielleicht noch der ein oder andere Kommentar findet.

Zwilling9 hat Folgendes geschrieben:
Julian lehnte sich leicht gebeugt zurück, die vierbeinige, hölzerne Sitzgelegenheit trug nicht gerade zu seiner Entspannung bei, zudem war er von der vergangenen Nacht ziemlich matt und abgespannt.


Man liest ja allenthalben von der Wichtigkeit des ersten Satzes, und unter diesem Gesichtspunkt finde ich diesen Einstieg schon mal problematisch, weil ich mich als Leser sofort frage: Wie lehnt man sich denn 'leicht gebeugt' zurück? - um im nächsten Moment mit dem Monstrum einer 'vierbeinigen, hölzernen Sitzgelegenheit' konfrontiert zu werden und mich zu fragen: Warum nicht einfach 'Stuhl'? - und dann ist der Satz immer noch nicht zu Ende, es folgt ein 'zudem', das man besser in einen separaten Satz gepackt hätte. Mein Vorschlag: Mach kürzere Sätze draus, mach aus der 'vierbeinigen, hölzernen Sitzgelegenheit' einen 'unbequemen Stuhl' - schon ist das angenehmer zu lesen.
Zitat:
Seine kindlichen Augen wirkten leicht violett umschattet, die vollen Backen blass. An seinen breiten Lippen zogen sich die Mundwinkel  leicht nach oben, was ihn irgendwie belustigend, sympathisch machte.


Ich habe beim Lesen gerne das Gefühl, dass der Autor genau weiß, was er mir gerade beschreiben will; und da frage ich mich eben sofort, was denn 'kindliche Augen' sind, ob sie jetzt 'violett umschattet' wirken oder wirklich sind, ob die Backen blass wirken oder sind etc. ... und auch ein 'irgendwie' hat da m.E. nichts zu suchen. Und wieso machen hochgezogene Mundwinkel jemanden 'belustigend'?

Zitat:
Die sich ausbreitenden schwingenden Töne bohrten sich in die  Ohren der Schüler. Die schwatzend, kreischend und mit Freude aufsprangen, durch die Tür drängten. In den langen Flur, die grauen Wände waren mit selbstgemalten Bildern der Schüler geschmückt, die Treppe hinunter zum Schulhof strömten.


'Schwatzend und kreischend' aufspringende Kinder kann ich mir noch vorstellen (auch wenn ich das Bild ein wenig überladen finde), aber das 'mit Freude' ist mir zu abstrakt und reißt mich wieder raus. Der blau markierte Satz ist sprachlich einfach unschön eingefügt.

Zitat:
Auch Julian, eher kleingewachsen, mit seiner blaue Jeans und dem türkisgrünem T-Shirt, befand sich unter ihnen. Seine dunkelblonden Haare fielen ihm in die Stirn, und die stechend, grelle Sonne brachten ihn zum blinzeln, als er den staubigen Schulhof überquerte und das Schultor mit seinen beiden Sandsteinsäulen links und rechts, durchschritt.


Hier habe ich dir ein paar Fehler markiert. Mit 'durchschreiten' assoziiere ich nicht unbedingt ein Schulkind, das den Schulhof verlässt.
Ich beende hier mal die Detailkritik - vielleicht könnte man meine Anmerkungen so zusammenfassen: Vereinfachen. Alles, was nicht unbedingt wichtig ist, was das von dir gewollte Bild überfrachten oder unnötig verkomplizieren könnte, rausnehmen. Lieber klar strukturierte, gerade Sätze schreiben.
Und im Grunde lässt sich das auch auf die Handlung übertragen - es dauert einige Zeit, bis die Geschichte 'auf den Punkt' kommt, und nach der Lektüre habe ich mich beispielsweise gefragt, ob es die Pfannkuchenepisode jetzt unbedingt gebraucht hat - und wenn die etwas zur Geschichte beiträgt, dann solltest du das noch klarer herausstellen. Auch so etwas:

Zitat:
Die Nachmittage verbrachte er meistens mit seinem Freund Max, sofern die Hausaufgaben es zuließen. Die beiden Jungs kannten sich schon aus dem Kindergarten, von dem Max immer noch schwärmte. Mit seinem Freund konnte er über alles reden und so tauschten sie sich auch über Julians nächtliche Begebenheiten aus, nicht des sowenig Max ähnliche Erfahrungen hatte.
Pünktlich zum Abendessen war Julian wieder zu Hause, begab sich anschließend in sein Zimmer und öffnete die Tasche und legte die Comix in das Regal das sich gegenüber vom Bett befand.


Ist das jetzt eine allgemeine Beschreibung dieser Freundschaft? Oder tauschen sie sich auch an diesem Tag aus, in einem Teil, den du aber nicht beschreibst, sondern (aus welchen Gründen auch immer) unter den Tisch fallen lässt? Weil er unwichtig ist? Aber wozu das dann überhaupt erwähnen?
Und wieso 'anschließend'? Woran anschließend? Dass er nach Hause kam? Das steht da aber nicht - da steht, dass er wieder zu Hause war.

Jetzt möchte ich dich wirklich nicht weiter mit meiner Erbsenzählerei belästigen, nur noch einen Tipp da lassen: Überleg dir genau, was du hier erzählen willst - und dann prüfe alle Elemente deiner Geschichte daraufhin, ob sie etwas dazu beitragen oder davon ablenken; streich die ablenkenden Teile. Schreib die Geschichte noch mehr 'auf den Punkt'.

So, und jetzt wünsche ich dir gnädigere Kritiker und viel Spaß beim Überarbeiten.

Gruß,
Klemens
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Zwilling9
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BeitragVerfasst am: 20.03.2014 14:04    Titel: Re: Vom Fliegen und dem Schwarzen Mann pdf-Datei Antworten mit Zitat

Klemens_Fitte hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

ich hole deinen Beitrag mal nach oben, obwohl ich dir nur ein kurzes Feedback da lassen kann, in der Hoffnung, dass sich vielleicht noch der ein oder andere Kommentar findet.

Zwilling9 hat Folgendes geschrieben:
Julian lehnte sich leicht gebeugt zurück, die vierbeinige, hölzerne Sitzgelegenheit trug nicht gerade zu seiner Entspannung bei, zudem war er von der vergangenen Nacht ziemlich matt und abgespannt.


Man liest ja allenthalben von der Wichtigkeit des ersten Satzes, und unter diesem Gesichtspunkt finde ich diesen Einstieg schon mal problematisch, weil ich mich als Leser sofort frage: Wie lehnt man sich denn 'leicht gebeugt' zurück? - um im nächsten Moment mit dem Monstrum einer 'vierbeinigen, hölzernen Sitzgelegenheit' konfrontiert zu werden und mich zu fragen: Warum nicht einfach 'Stuhl'? - und dann ist der Satz immer noch nicht zu Ende, es folgt ein 'zudem', das man besser in einen separaten Satz gepackt hätte. Mein Vorschlag: Mach kürzere Sätze draus, mach aus der 'vierbeinigen, hölzernen Sitzgelegenheit' einen 'unbequemen Stuhl' - schon ist das angenehmer zu lesen.
Zitat:
Seine kindlichen Augen wirkten leicht violett umschattet, die vollen Backen blass. An seinen breiten Lippen zogen sich die Mundwinkel  leicht nach oben, was ihn irgendwie belustigend, sympathisch machte.


Ich habe beim Lesen gerne das Gefühl, dass der Autor genau weiß, was er mir gerade beschreiben will; und da frage ich mich eben sofort, was denn 'kindliche Augen' sind, ob sie jetzt 'violett umschattet' wirken oder wirklich sind, ob die Backen blass wirken oder sind etc. ... und auch ein 'irgendwie' hat da m.E. nichts zu suchen. Und wieso machen hochgezogene Mundwinkel jemanden 'belustigend'?

Zitat:
Die sich ausbreitenden schwingenden Töne bohrten sich in die  Ohren der Schüler. Die schwatzend, kreischend und mit Freude aufsprangen, durch die Tür drängten. In den langen Flur, die grauen Wände waren mit selbstgemalten Bildern der Schüler geschmückt, die Treppe hinunter zum Schulhof strömten.


'Schwatzend und kreischend' aufspringende Kinder kann ich mir noch vorstellen (auch wenn ich das Bild ein wenig überladen finde), aber das 'mit Freude' ist mir zu abstrakt und reißt mich wieder raus. Der blau markierte Satz ist sprachlich einfach unschön eingefügt.

Zitat:
Auch Julian, eher kleingewachsen, mit seiner blaue Jeans und dem türkisgrünem T-Shirt, befand sich unter ihnen. Seine dunkelblonden Haare fielen ihm in die Stirn, und die stechend, grelle Sonne brachten ihn zum blinzeln, als er den staubigen Schulhof überquerte und das Schultor mit seinen beiden Sandsteinsäulen links und rechts, durchschritt.


Hier habe ich dir ein paar Fehler markiert. Mit 'durchschreiten' assoziiere ich nicht unbedingt ein Schulkind, das den Schulhof verlässt.
Ich beende hier mal die Detailkritik - vielleicht könnte man meine Anmerkungen so zusammenfassen: Vereinfachen. Alles, was nicht unbedingt wichtig ist, was das von dir gewollte Bild überfrachten oder unnötig verkomplizieren könnte, rausnehmen. Lieber klar strukturierte, gerade Sätze schreiben.
Und im Grunde lässt sich das auch auf die Handlung übertragen - es dauert einige Zeit, bis die Geschichte 'auf den Punkt' kommt, und nach der Lektüre habe ich mich beispielsweise gefragt, ob es die Pfannkuchenepisode jetzt unbedingt gebraucht hat - und wenn die etwas zur Geschichte beiträgt, dann solltest du das noch klarer herausstellen. Auch so etwas:

Zitat:
Die Nachmittage verbrachte er meistens mit seinem Freund Max, sofern die Hausaufgaben es zuließen. Die beiden Jungs kannten sich schon aus dem Kindergarten, von dem Max immer noch schwärmte. Mit seinem Freund konnte er über alles reden und so tauschten sie sich auch über Julians nächtliche Begebenheiten aus, nicht des sowenig Max ähnliche Erfahrungen hatte.
Pünktlich zum Abendessen war Julian wieder zu Hause, begab sich anschließend in sein Zimmer und öffnete die Tasche und legte die Comix in das Regal das sich gegenüber vom Bett befand.


Ist das jetzt eine allgemeine Beschreibung dieser Freundschaft? Oder tauschen sie sich auch an diesem Tag aus, in einem Teil, den du aber nicht beschreibst, sondern (aus welchen Gründen auch immer) unter den Tisch fallen lässt? Weil er unwichtig ist? Aber wozu das dann überhaupt erwähnen?
Und wieso 'anschließend'? Woran anschließend? Dass er nach Hause kam? Das steht da aber nicht - da steht, dass er wieder zu Hause war.

Jetzt möchte ich dich wirklich nicht weiter mit meiner Erbsenzählerei belästigen, nur noch einen Tipp da lassen: Überleg dir genau, was du hier erzählen willst - und dann prüfe alle Elemente deiner Geschichte daraufhin, ob sie etwas dazu beitragen oder davon ablenken; streich die ablenkenden Teile. Schreib die Geschichte noch mehr 'auf den Punkt'.

So, und jetzt wünsche ich dir gnädigere Kritiker und viel Spaß beim Überarbeiten.

Gruß,
Klemens


Hallo,  
vielen Dank für die Anregungen. Kritik in dieser Form kann mich nur weiterbringen. Werde die Geschichte überarbeiten, kürzen und versuchen mehr auf den Punkt kommen.

Bis zur nächsten Fassung,
Gruß Ingo
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Zwilling9
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Beiträge: 17
Wohnort: Mannheim / Heidelberg


BeitragVerfasst am: 23.03.2014 15:21    Titel: Vom Fliegen und dem schwarzen Mann (2. Fassung, gekürzt, überarbeitet) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

nach Tipps und konstruktiver Kritik, hier die überarbeitete, gekürzte 2. Fassung. Wieder sind Kritiken sehr willkommen!

Vom Fliegen und dem schwarzen Mann

Die schmalen Finger des Jungen legten sich auf die Klinke und schlossen die Tür zum Kinderzimmer. Er ging am Bett vorbei und setzte sich an seinen Schreibtisch. Durch das Fenster vor ihm hatte er einen direkten Blick in den Hof und zum nächtlichen Sternenhimmel. Julian wischte sich mit der Handfläche die dunkelblonden Strähnen von der Stirn, ein dünner, klebriger Schweißfilm befand sich unter dem Haaransatz. Seine Gedanken kreisten um die Geschehnisse der vergangenen Nächte: der unheimliche Flur, die beängstigende Tür und dann die Wiese mit dem Abgrund. Er fand auch diesmal keinen Zusammenhang und starrt auf die Schreibtischuhr. Es ist an der Zeit, dachte Julian und beschloss ins Bett zu gehen. Der Junge deckte sich zu, nahm ein Buch vom Nachttisch und schlug es auf. Abenteuergeschichten faszinierten ihn. Seine Gedanken gingen andere Wege, lenkten ihn ab, verwirrten ihn. Ich muss mich überwinden, dachte er halb schlafend und legte das Buch zur Seite. Julian ließ den Traum der Nacht zuvor noch einmal vorüberziehen, mit dem Wunsch, den Traum fortzusetzen. Der Junge schlief ein.

Der Flur zog sich in die Länge, war schmal und unbeleuchtet. Er selbst stand am anderen Ende und konnte die Eingangstür schemenhaft von zwei Wänden eingefasst in der Dunkelheit erkennen. Eine Bedrohung ging von der alten Tür aus. Vorsichtig ging er auf den abgenutzten Holzbohlen den Gang entlang. Knarren und trockenes Quietschen begleiteten jeden seiner Schritte. Er verharrte ängstlich in der Hälfte des Weges und sog die Atmosphäre der Umgebung in sich auf. Seine Nase nahm den Geruch von modrigen, alten Gebäuden wahr. Die grauen Wände wirkten kalt und ohne Geborgenheit. Keine Geräusche drangen an seine Ohren, nicht einmal ein Luftzug, der seine Haut berührte. Ein Schritt, zwei, drei … Sein Herz klopfte lauter. Die vorgestreckte Hand erreichte die Tür, zögerte, wurde schwerer, mach die verdammte Tür auf. Die schmalen Finger legten sich auf den abgewetzten kühlen Knauf. Er drehte daran und zog. Die Tür ging auf. Das kreischende Geräusch der rostigen Scharniere stach in seinem Kopf und ließ ihn kurz die Kontrolle verlieren.
Unzählige Übungen hatte er hinter sich gebracht, es klappte immer besser. Anfangs sprang er in Höhe, später lief er wie auf einem Förderband nach oben. Nach etlichen Versuchen konnte er sich nun nach ein paar Schritten auf die Luft legen und schwebte wie auf unsichtbarem Wasser. Schwimmübungen in der Luft nannte er es im Gedanken. Julian flog höher über die Wiese, den Abgrund hinaus, bis er schließlich ein tiefer gelegenes Dorf überquerte. Die Kirchturmspitze reckte sich zu den Sternen, die Häuser, teils spärlich beleuchtet ruhten in der Nacht. Ein befreiendes, geborgenes Gefühl, wie ein Adler sich zu bewegen, eine Möwe zu gleiten, lag in seinem Herzen. Er erinnerte sich jedoch seiner Aufgabe, sie war noch nicht erledigt, ich muss auf die Wiese zurück. Julian landete, mit den Füßen voran, weich am Boden. Drehte sich um und blickte den steilen Abgrund hinunter. Das Dorf lag friedlich im Sumpf der Umgebung eingebettet. Seinen Blick abwendend in Richtung Wiese, die ihm unendlich erschien, setzte er sich in Bewegung. Das Dunkel umhüllte die unebene Fläche. Es war ihm bewusst das er träumte. Der Unterschied zum Wachzustand bestand für ihn in den unkontrollierbaren Gefühlsstimmungen und dem eingeschränkten Willen.
Die Fußsohlen drückten das feuchte Gras platt, das Gefühl des Glücks in ihm wich, er spürte instinktiv die sich nähernde Gefahr, es gab kein zurück. Das Gefühl des Auftretens wandelte sich, dicke Watte, in der die Füße den Widerstand der Erde unter dem Gras suchen. Julian betrachtete den Himmel, die Dunkelheit zwischen den Sternen ängstigte ihn. Er blickte wieder nach vorn und erschrak, erschrak? Es riss ihn förmlich im Innersten auseinander. Schwarz, das dunkelste Schwarz, des Teufels Farbkasten entsprungen. Zuerst waren es nur vereinzelte Fetzen. Die schwarzen Fetzen zogen sich zusammen und bildeten eine Gestalt, die dreimal seine Länge und Breite ausmachte. Angst machte sich breit, die sein Herz umklammerte, sein Wesen umhüllte, an seinem Verstand zerrte. Diese ursprüngliche Angst die sich in des Menschen Seele eingenistet hat überfiel ihn derartig das sich seine Haut in eine kalte Hülle verwandelte. Weg, nichts wie weg, peitsche es in seinem Gehirn. Julian lief, bzw. versuchte zu laufen. Mit jedem Schritt fiel es ihm schwerer, seine Füße zu heben und aufzusetzen. Die Füße wurden wie Blei und die Kraft ließ nach, einzig die bohrende Angst trieb ihn noch voran. Das schwarze Etwas war ihm nah. Nur mit aller Mühe konnte er jetzt noch voranschreiten. Ein Flügelschlag an seiner Schulter ...
In den vergangenen Nächten wachte er an diesem Punkte des Traumes schweißgebadet auf, dieses Mal konnte er dem Traum nicht entfliehen.
Der Abgrund näherte sich zusehends, der Gedanke machte sich breit, seine Füße würden am Boden anwachsen, wenn er sie nicht anhebt. Schluss, er hatte es sich fest vorgenommen, er musste sich der drohenden Gefahr stellen. Jetzt zu sterben war immer noch besser, als diese wiederholte Qual. Julian drehte sich um, in diesem Augenblick hatte ihn das Schwarze Wesen eingeholt. Mit riesigen dunklen Flügeln umschloss es Julian, der fast das Bewusstsein verlor. Es ist in mir, es ist ein Teil von mir, schoss ihm der Gedanke durch den verwirrten Kopf. Er spürte noch diesen winzigen sonnenhellen Punkt in seinem Herzen, der sich ausbreitete, größer wurde und nach und nach das Schwarz verflüchtigten ließ, bis das dunkle Schwarz nur noch schemenhaft wahrnehmbar erschien.
Julian schlief, bis der Wecker ihn in die Realität zurückbrachte. Heute war er ausgeruht, der Junge wusste aber auch das er nie wieder fliegen würde. Sein schwarzes ich war besiegt.
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Klemens_Fitte
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BeitragVerfasst am: 24.03.2014 13:53    Titel: Re: Vom Fliegen und dem schwarzen Mann (2. Fassung, gekürzt, überarbeitet) Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

puh, da warst du ja ganz schön fleißig. Gefällt mir deutlich besser als die erste Fassung. Bevor ich ein paar Stellen genauer unter die Lupe nehme, noch ein grundsätzliches Problem, das ich beim Lesen hatte: Die Perspektive. Du bist ja sehr nah an deinem Protagonisten, schilderst bisweilen seine Gedanken ungefiltert in quasi-direkter Rede:
Zitat:
Die vorgestreckte Hand erreichte die Tür, zögerte, wurde schwerer, mach die verdammte Tür auf.

Zitat:
Er erinnerte sich jedoch seiner Aufgabe, sie war noch nicht erledigt, ich muss auf die Wiese zurück.

Unabhängig davon, dass ich diese Form der Wiedergabe von Gedanken etwas störend finde, steht es im krassen Widerspruch zu solchen Stellen:
Zitat:
Es ist an der Zeit, dachte Julian und beschloss ins Bett zu gehen. Der Junge deckte sich zu, nahm ein Buch vom Nachttisch und schlug es auf.

Das reißt mich beim Lesen jedes Mal raus. Irgendwo hier im Forum gibt es einen Bereich, in dem die verschiedenen Erzählperspektiven erklärt werden - ich bin auch kein Experte der Perspektivtheorie - vielleicht magst du dir das mal durchlesen und den Text daraufhin nochmal abklopfen?

Jetzt noch zu ein paar Details:

Zitat:
Er fand auch diesmal keinen Zusammenhang und starrt auf die Schreibtischuhr.

Zitat:
Julian ließ den Traum der Nacht zuvor noch einmal vorüberziehen, mit dem Wunsch, den Traum ihn fortzusetzen. Der Junge schlief ein.

Zitat:
Der Flur zog sich in die Länge

Meiner Meinung nach kann sich ein Flur erst in die Länge ziehen, wenn man durch ihn hindurchläuft, nicht, wenn man noch davorsteht.
Zitat:
Er selbst stand am anderen Ende und konnte die Eingangstür schemenhaft von zwei Wänden eingefasst in der Dunkelheit erkennen.

Konnte er die Tür schemenhaft erkennen oder war sie schemenhaft von zwei Wänden eingefasst? Und wenn die Tür am Ende des Flurs ist, ist doch klar, dass sich links und rechts davon eine Wand befindet - dieses 'eingefasst' lässt irgendwie ein schiefes Bild entstehen.
Zitat:
Er verharrte ängstlich in auf der Hälfte des Weges und sog die Atmosphäre der Umgebung in sich auf. Seine Nase nahm den Geruch von modrigen, alten Gebäuden wahr. Schöner, weil einfacher, fände ich: Den Geruch von Moder. Die grauen Wände wirkten kalt und ohne Geborgenheit. Sind die Wände kalt oder wirken sie kalt? Geht eine Kälte von ihnen aus? Und wie wirkt eine Wand 'ohne Geborgenheit'? Vermittelt sie vielleicht kein Gefühl von Geborgenheit? So ergibt das keinen Sinn

Zitat:
Sein Herz klopfte lauter. Kann er seinen Herzschlag hören? Grade war noch von 'keine Geräusche' die Rede. Die vorgestreckte Hand erreichte die Tür, zögerte zögert er oder die Hand?, wurde schwerer, mach die verdammte Tür auf. s.o. Die schmalen Finger legten sich auf den abgewetzten 'abgewetzt' kann für mich Stoff sein, meinetwegen auch eine Klinge, aber ein Türknauf? kühlen Knauf. Er drehte daran und zog. Die Tür ging auf. Das kreischende Geräusch der rostigen Scharniere stach in seinem Kopf und ließ ihn kurz die Kontrolle verlieren. Die Kontrolle worüber? Über seine Bewegungen? Seine Gefühle?

Zitat:
Anfangs sprang er in Höhe, später lief er wie auf einem Förderband nach oben. Nach etlichen Versuchen konnte er sich nun nach ein paar Schritten auf die Luft legen und schwebte wie auf unsichtbarem Wasser. Schwebt man auf Wasser oder im Wasser?

Bezieht sich der fett markierte Teil auf diesen speziellen Traum oder die vorhergehenden? Falls Letzteres, dann muss da stehen: Anfangs war er ... gesprungen, später war er ... gelaufen.
Zitat:
geborgenes Gefühl

Geborgene Gefühle gibt es nicht. Gefühl der Geborgenheit ...
Zitat:
Er erinnerte sich jedoch seiner Aufgabe, sie war noch nicht erledigt, ich muss auf die Wiese zurück

s.o.
Zitat:
Das Dorf lag friedlich im Sumpf der Umgebung eingebettet.

Finde ich vom Ausdruck her ungeschickt.
Zitat:
Es war ihm bewusst, dass er träumte. Der Unterschied zum Wachzustand bestand für ihn in den unkontrollierbaren Gefühlsstimmungen und dem eingeschränkten Willen.

Den zweiten Teil entweder streichen oder anders formulieren - das klingt mir etwas zu distanziert und zu abstrakt für die Gedanken eines Jungen.
Zitat:
Er blickte wieder nach vorn und erschrak, erschrak?

Verstehe ich nicht.
Zitat:
Zuerst waren es nur vereinzelte Fetzen. Flecken? Die schwarzen Fetzen unschöne Doppelung zogen sich zusammen und bildeten eine Gestalt, die dreimal seine Länge und Breite ausmachte. Wessen Länge und Breite? Julians? Warum nicht einfach: Dreimal so groß war wie er? Angst machte sich breit, die sein Herz umklammerte, sein Wesen umhüllte, an seinem Verstand zerrte. Diese ursprüngliche Angst die sich in des Menschen Seele eingenistet hat überfiel ihn derartig, dass sich seine Haut in eine kalte Hülle verwandelte. Weg, nichts wie weg, peitsche es in seinem Gehirn. Julian lief, bzw. Abkürzungen gehören nicht in einen Prosatext, finde ich. versuchte zu laufen.

Zitat:
In den vergangenen Nächten wachte er an diesem Punkte des Traumes schweißgebadet auf, dieses Mal konnte er dem Traum unschöne Doppelung nicht entfliehen.

war er ... aufgewacht.
Zitat:
wenn er sie nicht anhebt.

anhob

Okay, soweit erstmal. Ich denke, wenn du an der ein oder anderen Stelle noch etwas feilst, dann hast du da eine schöne, atmosphärische Geschichte. Und wie gesagt, die Sache mit der Erzählperspektive solltest du vielleicht nochmal nachlesen.

Gruß,
Klemens
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Zwilling9
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BeitragVerfasst am: 24.03.2014 15:52    Titel: Re: Vom Fliegen und dem schwarzen Mann (2. Fassung, gekürzt, überarbeitet) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Klemens,
erstmal Danke für die Mühe.
Jetzt ein "Puh" meinerseits, da habe ich ja noch ganz schön zu tun!
Werde mir erstmal die Perspektive vornehmen.
Beste Grüße
zwilling9
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Klemens_Fitte
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BeitragVerfasst am: 24.03.2014 16:18    Titel: Re: Vom Fliegen und dem schwarzen Mann (2. Fassung, gekürzt, überarbeitet) Antworten mit Zitat

Zwilling9 hat Folgendes geschrieben:
Jetzt ein "Puh" meinerseits, da habe ich ja noch ganz schön zu tun!


Nuja, das sieht vielleicht aufgrund meiner langen Antwort so aus, aber letztendlich sind das ja alles Stellen, die sich relativ schnell 'richten' lassen. Auch das mit der Perspektive: Wenn du auf die paar "der Junge" verzichtest und ein wenig darauf achtest, Julians Gedanken in indirekter Rede wiederzugeben, dann ist es damit eigentlich schon getan.
Kurz, ich denke nicht, dass du deinen Text großartig umschreiben musst. Und so ein bisschen feilen ist ja immer besser, als wenn eine Geschichte nicht funktioniert und man nicht weiß, woran's liegt.
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Zwilling9
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

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BeitragVerfasst am: 26.03.2014 17:17    Titel: Re: Vom Fliegen und dem schwarzen Mann (3. Fassung) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo allerseits,
hier nun meine dritte Version:


Vom Fliegen und dem schwarzen Mann

Die schmalen Finger des Jungen legten sich auf die Klinke und schlossen die Tür zum Kinderzimmer. Er ging am Bett vorbei und setzte sich an seinen Schreibtisch. Durch das Fenster vor ihm hatte er einen direkten Blick in den Hof und zum nächtlichen Sternenhimmel. Julian wischte sich mit der Handfläche die dunkelblonden Strähnen von der Stirn, ein dünner, klebriger Schweißfilm befand sich unter dem Haaransatz. Seine Gedanken kreisten um die Geschehnisse der vergangenen Nächte: der unheimliche Flur, die  beängstigende Tür und dann die Wiese mit dem Abgrund. Er fand auch  diesmal keinen Zusammenhang und starrte auf die Schreibtischuhr. Es ist an der Zeit, dachte Julian und beschloss ins Bett zu gehen. Er deckte sich zu, nahm ein Buch vom Nachttisch und schlug es auf. Abenteuergeschichten faszinierten ihn. Seine Gedanken gingen andere Wege, lenkten ihn ab, verwirrten ihn. Ich muss mich überwinden, dachte er halb schlafend und legte das Buch zur Seite. Julian ließ den Traum der Nacht zuvor noch einmal vorüberziehen, mit dem Wunsch ihn fortzusetzen. Er schlief ein.

Der Flur war schmal und unbeleuchtet. Er selbst stand am anderen Ende und konnte die Eingangstür schemenhaft, in der Dunkelheit erkennen. Eine Bedrohung ging von der alten Tür aus. Vorsichtig ging er auf den abgenutzten Holzbohlen den Gang entlang. Knarren und trockenes Quietschen begleiteten jeden seiner Schritte. Er verharrte ängstlich auf der Hälfte des Weges und sog die Atmosphäre der Umgebung in sich auf. Seine Nase nahm den Geruch von Moder wahr. Das fahle Mauerwerk, mit seinen Ritzen und Rissen, schien ihn heimlich zu beobachten. Keine Geräusche drangen an seine Ohren, nicht einmal ein Luftzug, der seine Haut berührte. Ein Schritt, zwei, drei … Sein Herz pulsierte schneller. Die vorgestreckte Hand erreichte die Tür, er zögerte, ein Kribbeln lief an seinem Rücken herunter. Mach die verdammte Tür auf, sagte er zu sich. Die schmalen Finger griffen den kühlen Knauf. Er drehte daran und zog. Die Tür ging auf. Das kreischende Geräusch der rostigen Scharniere stach in seinem Kopf und ließ ihn kurz die Kontrolle über sein Handeln verlieren.
Der Atem der Nacht drang aus der Dunkelheit in den Flur, in seine Lungen. Julian trat hinaus und sah sich um. Eine hochgelegene, leicht gewellte Wiese breitete sich vor ihm aus. Der Himmel war gespickt mit unzähligen Sternenpunkten die spärlich Licht spendeten. Seine Ängste waren auf einmal wie weggewischt, ein wolliges Gefühl nahm den Platz ein. Er rannte die Wiese entlang, bis zu dem steilen Abgrund - und sprang.
 
Unzählige Übungen hatte er hinter sich gebracht, es klappte jedes mal besser. Anfangs war er auf der Wiese hochgesprungen, später war er wie auf einer Treppe nach oben gelaufen. Nach etlichen Versuchen konnte er sich nun, nach ein paar Schritten auf die Luft legen und schwebte wie in unsichtbarem Wasser. Schwimmübungen in der Luft, nannte er es im Gedanken. Julian flog den Abgrund hinaus, bis er schließlich ein tiefer gelegenes Dorf überquerte. Die Kirchturmspitze reckte sich zu den Sternen, die Häuser, teils spärlich beleuchtet, ruhten in der Nacht. Ein befreiendes Gefühl der Geborgenheit, wie ein Adler sich zu bewegen, eine Möwe zu gleiten, lag in seinem Herzen. Er erinnerte sich jedoch seiner Aufgabe, sie war noch nicht erledigt, ich muss auf die Wiese zurück, sprach es in seinem Kopf. Julian landete, mit den Füßen voran, weich am Boden, drehte sich um und blickte den steilen Abgrund hinunter. Das Dorf lag friedlich in der Stille der Umgebung eingebettet. Seinen Blick abwendend in Richtung Wiese, die ihm unendlich erschien, setzte er sich in Bewegung. Das Dunkel umhüllte die unebene Fläche. Es war ihm bewusst, dass er träumte. Seine Gefühle fuhren Achterbahn, und sein Wille war schwach.
 
Die Fußsohlen drückten das feuchte Gras platt, das Gefühl des Glücks in ihm wich, er spürte instinktiv die sich nähernde Gefahr, es gab kein zurück. Das Gefühl des Auftretens wandelte sich, dicke Watte, in der die Füße den Widerstand der Erde unter dem Gras suchen. Julian betrachtete den Himmel, die Dunkelheit zwischen den Sternen ängstigte ihn. Er blickte wieder nach vorn und erschrak. Es riss ihn förmlich im Innersten auseinander. Schwarz, das dunkelste Schwarz, des Teufels Farbkasten entsprungen. Zuerst waren es nur vereinzelte Flecken, die sich schnell zusammenzogen, um sich dann in diese mächtig, große, schwarze Gestalt zu verwandeln. Angst machte sich breit, die sein Herz umklammerte, sein Wesen umhüllte, an seinem Verstand zerrte. Diese ursprüngliche Angst die sich in des Menschen Seele eingenistet hat, überfiel ihn derart, dass sich seine Haut in eine kalte Hülle verwandelte. Weg, nichts wie weg, peitsche es in seinem Gehirn. Julian sprang zurück, versuchte zu laufen. Mit jedem Schritt fiel es ihm schwerer, seine Beine zu heben und aufzusetzen. Die Füße wurden wie Blei und die Kraft ließ nach, einzig die bohrende Angst trieb ihn noch voran. Das schwarze Etwas war hinter ihm. Nur mit aller Mühe konnte er jetzt noch voranschreiten. Ein Flügelschlag an seiner Schulter …
                                                                                           
In den vergangenen Nächten war er an diesem Punkt des Traumes schweißgebadet aufgewacht, dieses Mal konnte er ihm nicht entfliehen.
Der Abgrund näherte sich zusehends, der Gedanke machte sich breit, seine Füße würden am Boden anwachsen, wenn er sie nicht anhob. Schluss, befahl sich Julian, er hatte es sich fest vorgenommen, er musste sich der drohenden Gefahr stellen. Jetzt zu sterben war immer noch besser, als diese wiederholte Qual. Julian drehte sich um, in diesem Augenblick hatte ihn das Schwarze Wesen eingeholt. Mit riesigen, dunklen Flügeln umschloss es den Jungen, der fast das Bewusstsein verlor. Es ist in mir, es ist ein Teil von mir, schoss ihm der Gedanke durch den verwirrten Kopf. Er spürte noch diesen winzigen, sonnenhellen Punkt in seinem Herzen, der sich ausbreitete, größer wurde und nach und nach die bedrohende Gestalt verflüchtigten ließ, bis das dunkle Schwarz nur noch schemenhaft wahrnehmbar erschien.

Julian schlief, bis der Wecker ihn in die Realität zurückbrachte. Heute war er ausgeruht. Er wusste aber auch, das er nie wieder fliegen würde, sein schwarzes Ich war besiegt.
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Zwilling9
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

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BeitragVerfasst am: 10.04.2014 12:06    Titel: Vom Fliegen und dem schwarzen Mann (3. Fassung, überarbeitet) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

stelle die Kurzgeschichte / mittlerweile Schreibübung nochmal vor, eine neue Fassung hat irgendwie nicht funktioniert (beschränkte Anzahl?).

Fragen: Wie ist der Lesefluss, kommt Spannung auf, beschreibe ich zu viel, sind noch zu viel Verben, Adverbien vorhanden usw.
Dieser Textteil gefällt mir nicht: Der Flur war schmal und unbeleuchtet. Julian stand am anderen Ende...Konnte ihn aber nicht besser formulieren. Dieses andere Ende....

Danke im Voraus
LG zwilling9


Vom Fliegen und dem schwarzen Mann

Die Finger des Jungen legten sich um die Klinke und schlossen die Tür. Er ging am Bett vorbei, setzte sich an den Schreibtisch und legte kurz den Kopf in den Nacken. Durch das Fenster hatte man einen direkten Blick in den Hof und zum Sternenhimmel.
Wieder eine Nacht, dachte Julian und wischte sich mit der Handfläche die blonden Strähnen von der Stirn. Ein dünner Schweißfilm befand sich unter dem Haaransatz.
Die Geschehnisse der vergangenen Nacht; der unheimliche Flur, die Tür und die Wiese mit dem Abgrund, ergaben keinen Sinn. Das Nachdenken strengte in an, machte ihn müde, sein Blick traf die Schreibtischuhr. Es ist spät.
Er kroch ins Bett, deckte sich zu, nahm ein Buch vom Nachttisch und schlug es auf; Abenteuergeschichten ...,
las drei Seiten und klappte es wieder zu. Die Angst überwinden, dachte er noch und legte das Buch zur Seite. Der Traum der vergangenen Nächte ..., er schlief ein.

Der Flur war schmal und unbeleuchtet. Julian stand am anderen Ende und konnte die Eingangstür schemenhaft, in der Dunkelheit erkennen. Ein Gefühl der Bedrohung überkam ihn. Vorsichtig ging er, auf den abgenutzten Holzbohlen, den Gang entlang. Knarren und trockenes Quietschen begleiteten seine Schritte. Er verharrte auf der Hälfte des Weges, sog die Atmosphäre der Umgebung in sich auf. Seine Nase nahm den Geruch von Moder wahr. Das fahle Mauerwerk, mit seinen Ritzen und Rissen, schien ihn zu beobachten.
Stille, kein Geräusche drangen an seine Ohren, kein Luftzug der seine Haut berührte. Ein Schritt, zwei, drei ...,
sein Herz pulsierte schneller. Die vorgestreckte Hand erreichte die Tür, er zögerte, ein Kribbeln lief ihm den Rücken herunter.
Mach die Tür auf, sagte er sich. Die schmalen Finger griffen den kühlen Knauf, drehten daran und zogen.
Die Tür ging auf. Das kreischende Geräusch der rostigen Scharniere stach in seinem Kopf und ließ ihn kurz die Kontrolle über sein Handeln verlieren.

Der Atem der Nacht drang aus der Dunkelheit in den Flur, in seine Lungen. Julian trat hinaus und sah sich um.
Eine hochgelegene, leicht gewellte Wiese breitete sich vor ihm aus. Der Himmel war gespickt mit unzähligen Sternenpunkten die etwas Licht spendeten. Seine Ängste waren weggewischt, ein wolliges Gefühl nahm den Platz ein. Er rannte die Wiese entlang, bis zu dem steilen Abgrund,
- und sprang.

Etliche Versuche hatte er hinter sich gebracht, nun konnte er sich, nach ein paar Schritten auf die Luft legen und schwebte wie in unsichtbarem Wasser. Schwimmübungen in der Luft, nannte er es. Julian flog den Abgrund hinaus, bis er schließlich ein tiefer gelegenes Dorf überquerte.
Die Kirchturmspitze reckte sich zu den Sternen, die Häuser, teils spärlich beleuchtet, ruhten in der Nacht.
Ein befreiendes Gefühl der Geborgenheit, wie ein Adler sich zu bewegen, eine Möwe zu gleiten, lag in seinem Herzen.
Du musst auf die Wiese zurück, drängte es in ihm. Julian landete, mit den Füßen voran, weich am Boden, drehte sich um und blickte den Abgrund hinunter. Das Dorf lag friedlich in der Stille der Umgebung eingebettet.
Seinen Blick abwendend, in Richtung Wiese, die ihm unendlich erschien, setzte er sich in Bewegung. Das Dunkel umhüllte die unebene Fläche. Es war ihm bewusst, dass er träumte. Seine Gefühle fuhren Achterbahn.
Die Fußsohlen drückten das feuchte Gras platt, das Gefühl des Glücks in ihm wich, er spürte instinktiv die sich nähernde Gefahr, es gab kein zurück.
Das Gefühl des Auftretens wandelte sich, dicke Watte, in der die Füße den Widerstand der Erde unter dem Gras suchten. Julian betrachtete den Himmel, die Dunkelheit zwischen den Sternen ängstigte ihn. Er blickte wieder nach vorn und erschrak!
Es riss ihn förmlich im Innersten auseinander. Schwarz, das dunkelste Schwarz, des Teufels Farbkasten entsprungen. Zuerst waren es vereinzelte Flecken, die sich zusammenzogen, um dann diese mächtig, große, schwarze Gestalt zu bilden. Angst machte sich breit, die sein Herz umklammerte, sein Wesen umhüllte, an seinem Verstand zerrte. Diese ursprüngliche Angst die sich in des Menschen Seele eingenistet hat, überfiel ihn derart, dass sich seine Haut in eine kalte Hülle verwandelte.
Weg, nichts wie weg, peitsche es in seinem Hirn. Julian sprang zurück, versuchte zu laufen. Mit jedem Schritt fiel es ihm schwerer, seine Beine zu heben und aufzusetzen. Die Füße wurden wie Blei und die Kraft ließ nach, einzig die bohrende Angst trieb ihn noch voran.
Das schwarze Etwas war dicht hinter ihm, konnte ihn ...
Ich kann ..., es ist nicht wirkl ...
Ein Flügelschlag an seiner Schulter ...

In den vergangenen Nächten war er an diesem Punkt des Traumes schweißgebadet aufgewacht, dieses Mal konnte er ihm nicht entfliehen.
Der Abgrund näherte sich zusehends, der Gedanke machte sich breit, seine Füße würden am Boden anwachsen, wenn er sie nicht anhob.
Schluss, befahl sich Julian, er hatte es sich fest vorgenommen, er musste sich der drohenden Gefahr stellen. Jetzt zu sterben war immer noch besser, als diese wiederholte Qual. Julian drehte sich um, in diesem Augenblick hatte ihn das Schwarze Wesen eingeholt. Mit riesigen, dunklen Flügeln umschloss es den Jungen, der fast das Bewusstsein verlor.
Es ist in mir, es ist ein Teil von mir, schoss ihm der Gedanke durch den Kopf. Er spürte noch diesen winzigen, sonnenhellen Punkt in seinem Herzen, der sich ausbreitete, größer wurde und nach und nach die bedrohende Gestalt verflüchtigten ließ, bis das dunkle Schwarz nur noch schemenhaft wahrnehmbar erschien.

Julian schlief, bis der Wecker ihn in die Realität zurückbrachte. Heute war er ausgeruht. Der Junge wusste aber auch, das er nie wieder fliegen würde, sein schwarzes Ich war besiegt.
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BeitragVerfasst am: 10.04.2014 12:54    Titel: Re: Vom Fliegen und dem schwarzen Mann (3. Fassung, überarbeitet) Antworten mit Zitat

Hallo! smile

Zwilling9 hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

stelle die Kurzgeschichte / mittlerweile Schreibübung nochmal vor, eine neue Fassung hat irgendwie nicht funktioniert (beschränkte Anzahl?).

Die Anzahl ist nicht beschränkt. Ich kann dir leider nicht sagen, was da nicht funktioniert hat. Ich habe die beiden Threads zusammengeführt und den aktuellen Beitrag als neue Version markiert. Sorry für die Umstände!

Viele Grüße,

Martin


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