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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Robyn aus dem Wald


 

 
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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 12.03.2014 16:04    Titel: Robyn aus dem Wald eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo und schön, dass ihr hergefunden habt. Ich präsentiere euch hier einen Problemtext, der mir sehr am Herzen liegt. Ich habe ihn für jemanden geschrieben und alle Figuren, die darin auftauchen sind Personen, die es wirklich gibt. Die ersten sechs Kapitel stehen und ich weiß auch wie die Fortsetzung aussehen müsste, jedoch habe ich Schwierigkeiten die Geschichte Richtung Ende zu lenken, weil der Humor und die Lockerheit dann verloren gehen. Vielleicht könnt ihr mir bei Zeiten ein paar Tipps geben.


Robyn aus dem Wald

„Komm mir nicht zu nahe!“, droht sie mit dem Messer wild herumfuchtelnd. „Ich schwöre, ich schlitz dich auf wie … ach keine Ahnung. Ich schlitz dich halt auf.“
„Klar. Verstehe.“ Er wendet sich ab.
„Hey warte. Du gehst einfach?“
Er zuckt die Achseln. „Du hast gedroht mich aufzuschlitzen.“
„Das kann ich immer noch tun.“
„Na dann gehe ich lieber.“
„Wieso? Hast du noch was vor?“ Sie kichert.
Er schaut sie rätselhaft an, versucht sie zu entziffern und setzt, erst zögernd, zu einer Antwort an. „Wenn du so fragst. Ja, ich habe noch etwas vor.“
„Lass mich raten. Essen finden und Zombies töten?“ Wieder dieses Kichern.
Nun lächelt auch er. „Du bist echt seltsam.“
„Dankeschön“, ironisch verbeugt sie sich vor ihm in barocker Manier, „werter Herr. Ein solch wunderbares Kompliment vernahmen meine Ohren in letzter Zeit wohl kaum.“
Sie geht an ihm vorbei, steuert zielgerichtet eine bestimmte Stelle an.
„Was willst du essen? Kaninchen, Geflügel, Reh, Wildschwein?“
„Wildschwein?“, fragt er, als ob er sich verhört hat.
„Eine exquisite Wahl“, gratuliert sie ihm. „Ich glaub, ich hab noch eins.“
„Du hast noch irgendwo ein Wildschwein herumliegen?“ Er glaubt ihr nicht.
„Ich bin gut in Vorratshaltung.“ Sie klappt mitten im Wald eine mit Laub bedeckte Platte hoch. Drei Stufen aus schlichter Erde geformt führen hinab in eine kleine Nische. An zwei ein Meter langen Wäscheleinen hängen etliche große Fleischkeulen, ein Kaninchen und zwei gehäutete Vögel. „Ich hab sie in Salz gepökelt. Verlängert die Haltbarkeit. Wissen aus der guten alten Zeit.“ Sie zwinkert ihm zu. „Schmeckt ein wenig streng beim ersten Mal, aber man gewöhnt sich dran.“
Mit glasigem Blick starrt er geistesabwesend das viele Fleisch an. „Unglaublich“, flüstert er.
Plötzlich misstrauisch geworden warnt sie ihn: „Komm jetzt nicht auf dumme Gedanken.“
Er versteht nicht und fragt nach: „Was?“, als er das gezückte Messer wieder in ihrer Hand erblickt.
Er versucht zu schlichten. „Woah, oah, oah!“ Um seine Ungefährlichkeit zu demonstrieren zeigt er ihr die offenen Handflächen und hebt beschwichtigend die Arme. „Pack das Messer weg. Ich tu dir nichts.“
Noch einen langen Moment steht sie angespannt und unentschlossen da. Beobachtet und überlegt. „Ok.“ Sie steckt das Messer weg und wendet sich dem Fleisch zu. „Das hier müsste Wildschwein sein. Wie viele Menschen ernährst du?“
Er zögert.
„Komm schon. Ich tu euch nichts.“ Sie lächelt freundlich und fügt warnend hinzu: „Solange ihr mir nichts tut.“
„Ja, ich weiß. Du hast ein Messer.“, stellt er ironisch fest. An seiner Hüfte baumelt eine fette Axt.

Sie hilft ihm zwei dicke Keulen zu schultern und führt ihn, erst die Umgebung per Blick sichern, wieder nach draußen. Der Wald ist friedlich heute. Sie schließt die Luke, schaut ihn an, da fällt ihr ein …
Sie geht zu einem rot belaubten kleinen Busch, greift hinein und zieht einen khakifarbenen Rucksack heraus.
„Hier, die schmecken super zu Wildschwein.“, teilt sie ihm mit und reicht ihm einen prall gefüllten Stoffbeutel mit Waldbeeren.
Er nimmt sie entgegen. Die Beeren sind frisch gepflückt. „Warum tust du das?“
„Dir mein Vorratslager zeigen? Keine Ahnung. Manchmal bin ich ein wenig impulsiv und denke nicht nach.“, antwortet sie nervös.
„Keine Angst. Ich werde es keinem verraten.“, verspricht er.
„Ach, ist auch egal.“, winkt sie ab. „Bedien dich einfach, solange noch was da ist. Ich denke, ich ziehe sowieso bald weiter. Is nicht gut zu lange an einem Ort zu bleiben.“ Sie behält die Weite des Waldes stets im Blick.
Als ob ihn kurz Enttäuschung überkommt senkt er den Kopf und hebt ihn sogleich wieder, um ihr in die Augen zu schauen.
„Danke, …?“
„Robyn.“
„Chris. Es war schön dich kennenzulernen, Robyn.“
„Die Freude war ganz meinerseits.“
Unsicher stehen sie sich gegenüber, wissen nichts zu sagen.
„Gute Reise.“, verabschiedet er sich schließlich in allgemein üblicher Redensart.
„Gute Reise“, flüstert sie und schaut ihm nach, bis sein langer breiter Rücken im Dickicht verschwindet.

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Constantine
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Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 12.03.2014 18:37    Titel: Re: Robyn aus dem Wald Antworten mit Zitat

Hallo Belzustra,

danke für deinen Beitrag. Generell würde ich sagen, du stellst hier zwei sympathische Protagonisten vor. Du hast auch eine Idee für die Situation, um in die Charaktere einzuführen.
Leider holpert es für mich an einigen Stellen. Mir wird die Motivation deiner Protagonisten nicht klar. Bereits zu Beginn wirfst du den Leser mitten ins Geschehen, ok, das sorgt für Neugier und Spannung. Aber bereits im dritten Dialogsatz die Wendung.

Belzustra hat Folgendes geschrieben:


Robyn aus dem Wald

„Komm mir nicht zu nahe!“, droht sie mit dem Messer wild herumfuchtelnd. „Ich schwöre, ich schlitz dich auf wie … ach keine Ahnung. Ich schlitz dich halt auf.“
„Klar. Verstehe.“ Er wendet sich ab.

„Hey warte. Du gehst einfach?“
Er zuckt die Achseln. „Du hast gedroht mich aufzuschlitzen.“
„Das kann ich immer noch tun.“
„Na dann gehe ich lieber.“
„Wieso? Hast du noch was vor?“ Sie kichert.
Er schaut sie rätselhaft an, versucht sie zu entziffern und setzt, erst zögernd, zu einer Antwort an. „Wenn du so fragst. Ja, ich habe noch etwas vor.“


Sie fühlt sich zunächst von ihm bedroht, droht ihm mit ihrem Messer. (Der Leser erfährt erst etwas später, dass er eine Axt an der Seite hängen hat). Warum, weshalb sie sich bedroht fühlt, wissen wir nicht. Es kommt auch nicht zur Aufklärung, warum sie ihn mit dem Messer bedroht und wie es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist.
Anstelle, dass er geht bzw, dass sie ihn gehen lässt, fängt sie ein Gespräch mit ihm an. Warum, weshalb, erfährt der Leser erneut nicht. Was hat er an sich, dass sie ihn nicht wortlos ziehen lassen möchte und dass sie mehr über ihn erfahren möchte? Warum das plötzliche Interesse an ihm?
Innenansichten fehlen mMn, die Motivation deiner Charaktere.
Für mich zieht sich dieses Problem deinen ganzen Text durch (außer an der Stelle, wo du erklärst, dass sie ihm ihre Vorräte gibt, weil sie sie nicht mehr benötigt und weiterziehen wird.)

Belzustra hat Folgendes geschrieben:

„Lass mich raten. Essen finden und Zombies töten?“ Wieder dieses Kichern. <-- dieser Begriff irritiert. Deine Geschichte scheint während einer Zombieapokalypse zu spielen. Deine Protas sprechen umgangssprachlich, welches auf Gegenwart bzw. frühe Zukunft schließen lässt. Das könntest du mehr im Text andeuten. Er könnte fragen, ob sie alleine unterwegs ist, wie es ihr gelingt alleine zu überleben und ob eine Gruppe nicht sichererer für sie wäre. Meiner Meinung nach könntest du in deinen Dialog den Aspekt des Überlebens mit integrieren.

Nun lächelt auch er. „Du bist echt seltsam.“
„Dankeschön“, ironisch verbeugt sie sich vor ihm in barocker Manier, „werter Herr. Ein solch wunderbares Kompliment vernahmen meine Ohren in letzter Zeit wohl kaum.“ <-- das ironische kommt auch ohne dass du den Begriff verwendest rüber.
Sie geht an ihm vorbei, steuert zielgerichtet eine bestimmte Stelle an. <-- warum so ungenau? Liest sich unschön. Schreib, dass sie sich im Wald befinden, beschreib dem Leser den Ort, wo befinden wir uns. Tageszeit? Jahreszeit? Irgendwas.
„Was willst du essen? Kaninchen, Geflügel, Reh, Wildschwein?“
„Wildschwein?“, fragt er, als ob er sich verhört hat.
„Eine exquisite Wahl“, gratuliert sie ihm. „Ich glaub, ich hab noch eins.“
„Du hast noch irgendwo ein Wildschwein herumliegen?“ Er glaubt ihr nicht.
„Ich bin gut in Vorratshaltung.“ Sie klappt mitten im Wald eine mit Laub bedeckte Platte hoch. Drei Stufen aus schlichter Erde geformt führen hinab in eine kleine Nische. An zwei ein Meter langen Wäscheleinen hängen etliche große Fleischkeulen, ein Kaninchen und zwei gehäutete <-- Vögel werden eher die Federn gerupft. Vögel. „Ich hab sie in Salz gepökelt. Verlängert die Haltbarkeit. Wissen aus der guten alten Zeit. <-- ja, vor der Zombieapokalypse. “ Sie zwinkert ihm zu. „Schmeckt ein wenig streng beim ersten Mal, aber man gewöhnt sich dran.“
Mit glasigem Blick starrt er geistesabwesend das viele Fleisch an. „Unglaublich“, flüstert er. <-- er scheint mir, was die Zombieapokalypse und Überlebensstrategien angeht sehr unerfahren zu sein. Hier könntest du ihn eher auch mit dem ein oder anderen Tipp sprechen lassen, was Nahrungsbeschaffung und ihre Haltbarkeit angeht.
Plötzlich misstrauisch geworden warnt sie ihn: „Komm jetzt nicht auf dumme Gedanken.“
Er versteht nicht und fragt nach: „Was?“, als er das gezückte Messer wieder in ihrer Hand erblickt.
Er versucht zu schlichten. „Woah, oah, oah!“ Um seine Ungefährlichkeit zu demonstrieren <-- kannst du weglassen, da es redundant ist mit seiner Gestik und seinem Satz zeigt er ihr die offenen Handflächen und hebt beschwichtigend die Arme. „Pack das Messer weg. Ich tu dir nichts.
Noch einen langen Moment steht sie angespannt und unentschlossen <-- was denkt sie über ihn? da. Beobachtet und überlegt. „Ok.“ Sie steckt das Messer weg und wendet sich dem Fleisch zu. „Das hier müsste Wildschwein sein. Wie viele Menschen ernährst du?“
Er zögert. <-- warum zögert er jetzt?
„Komm schon. Ich tu euch nichts.<-- gibt es Gründe, warum er in ihr eine Gefahr für eine ganze Gruppe von Leuten sehen könnte? Sie lächelt freundlich und fügt warnend hinzu: „Solange ihr mir nichts tut.“
„Ja, ich weiß. Du hast ein Messer.“, stellt er ironisch fest. An seiner Hüfte baumelt eine fette Axt. <-- diese Axt könntest du viel früher erwähnen. Hier klingt es eher aufgesetzt.

Sie hilft ihm zwei dicke Keulen zu schultern und führt ihn, erst die Umgebung per Blick sichern <-- liest sich schief. Würde ich umformulieren. , wieder nach draußen. Der Wald ist friedlich heute. Sie schließt die Luke, schaut ihn an, da fällt ihr ein …
Sie geht zu einem rot belaubten kleinen Busch, greift hinein und zieht einen khakifarbenen Rucksack heraus.
„Hier, die schmecken super zu Wildschwein.(kein Punkt)“, teilt sie ihm mit und reicht ihm einen prall gefüllten Stoffbeutel mit Waldbeeren.
Er nimmt sie <-- Er nimmt den Stoffbeutel entgegen, also "ihn" anstelle "sie". Die Beeren sind frisch gepflückt. <-- unwichtige Info in dieser Situation.  „Warum tust du das?“
„Dir mein Vorratslager zeigen? Keine Ahnung. Manchmal bin ich ein wenig impulsiv und denke nicht nach.(kein Punkt)“, antwortet sie nervös. <-- ich denke, hier könntest du auf ihre zittrige Stimme verweisen, welches ihre Nervosität zeigt und das "nervös" sparen.
„Keine Angst. Ich werde es keinem verraten.(kein Punkt)“, verspricht er.
„Ach, ist auch egal.(kein Punkt)“, winkt sie ab. „Bedien dich einfach, solange noch was da ist. Ich denke, ich ziehe sowieso bald weiter. Is nicht gut zu lange an einem Ort zu bleiben.“ Sie behält die Weite des Waldes stets im Blick. <-- wie tut sie das? Versuch es direkter zu beschreiben, was sie tut. Ihre Augen wandern umher, scannen das Waldgebiet ab. Geh näher ran an sie. Du bist mir hier und da zu weit weg von deinen Protagonisten.
Als ob ihn kurz Enttäuschung überkommt <-- würde ich umformulieren und vielleicht mit seinem Blick spielen. Er wendet seine Augen ab, lässt den Kopf kurz hängen und sieht sie dann wieder direkt an. (Komma) senkt er den Kopf und hebt ihn sogleich wieder, um ihr in die Augen zu schauen.
„Danke, …?“
„Robyn.“
„Chris. Es war schön dich kennenzulernen, Robyn.“
„Die Freude war ganz meinerseits.“
Unsicher stehen sie sich gegenüber, wissen nichts zu sagen. <-- hier könntest du eher auf ihre Gestik und Mimik eingehen und dem Leser ihre Unsicherheit und Verlegenheit beschreiben.
„Gute Reise.“, verabschiedet er sich schließlich in allgemein üblicher Redensart.
„Gute Reise“, flüstert sie und schaut ihm nach, bis sein langer breiter Rücken im Dickicht verschwindet.


Ich finde, du könntest deine Situation und Protagonisten mehr mit Leben füllen, in dem du zu deinen Dialogen mehr beschreibenden Text zwischen schiebst. Du verlässt dich zu sehr auf deine Dialoge, die mir aber zu wenig transportieren, zu wenig Motivation, zu wenig "Gefahr" über die Situation, in der sich deine Protas befinden. Versuch mehr zu beschreiben und geh näher ran an deine Protagonisten.

Deine einführende Zombieapokalypse-Situation finde ich ansonsten interessant. "The Walking Dead" lassen grüßen.

LG,
Constantine
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hobbes
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BeitragVerfasst am: 12.03.2014 19:21    Titel: Re: Robyn aus dem Wald Antworten mit Zitat

Constantine hat Folgendes geschrieben:
Innenansichten fehlen mMn, die Motivation deiner Charaktere.

lol Das ist ja mal wieder höchst spannend. (@Constantine: nicht falsch verstehen, ich lache dich nicht aus, ich lache über die höchst unterschiedlichen Ansprüche von Lesern an Texte).

Mir fehlt da gar nichts, weitere Erklärungen würde ich vermutlich höchst überflüssig finden. Ich weiß genug, um nicht völlig verwirrt dazustehen. Essen ist ein Problem, die Welt ist potentiell gefährlich und trotzdem sind sich zwei sympathisch. Zwei mit Humor. Mir gefällt das. Spannend, eigentlich mag ich keine Fantasy, hauptsächlich deshalb, weil ich keine Lust habe, die Gesetzmäßigkeiten fremder Welten zu verstehen. Da die hier aber eher nebensächlich sind und vor allem die Figuren im Mittelpunkt stehen, habe ich erst mal kein Problem.

Dafür glaube ich, du hast ein Problem mit Kommas smile Da ich die aber auch eher aus Gefühl als aus Wissen heraus setze, lasse ich es lieber mal sein, hier beratend tätig zu werden. Ich wette, hier käme zum Beispiel eins hin:
Zitat:
droht sie, mit dem Messer wild herumfuchtelnd.

Aber den Satz finde ich so eh nicht so hübsch, da würde ich eher mit einem "und fuchtelte ..." weiter machen.

Ich würde jedenfalls liebend gern weiterlesen.

off-topic:
So siehst du also aus smile Schönes Bild!


edit:
Und stell bloß die Axt nicht um. Käme die früher, ginge ja der ganze Witz dieser Stelle verloren.

nochmal edit:
Und das Wildschwein! lol Herrlich! Sagte ich schon, dass ich gern weiterlesen würde?
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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 12.03.2014 22:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Constantine,
du hast dir sehr viel Mühe mit meinem Text gegeben und dir Gedanken gemacht. Dafür schon einmal vielen Dank. Ich musste schmunzeln, als ich deine Antwort las.

Zitat:
Sie fühlt sich zunächst von ihm bedroht, droht ihm mit ihrem Messer. (Der Leser erfährt erst etwas später, dass er eine Axt an der Seite hängen hat). Warum, weshalb sie sich bedroht fühlt, wissen wir nicht. Es kommt auch nicht zur Aufklärung, warum sie ihn mit dem Messer bedroht und wie es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist.
Anstelle, dass er geht bzw, dass sie ihn gehen lässt, fängt sie ein Gespräch mit ihm an. Warum, weshalb, erfährt der Leser erneut nicht. Was hat er an sich, dass sie ihn nicht wortlos ziehen lassen möchte und dass sie mehr über ihn erfahren möchte? Warum das plötzliche Interesse an ihm?
Innenansichten fehlen mMn, die Motivation deiner Charaktere.
Für mich zieht sich dieses Problem deinen ganzen Text durch (außer an der Stelle, wo du erklärst, dass sie ihm ihre Vorräte gibt, weil sie sie nicht mehr benötigt und weiterziehen wird.)


So verwirrt. So viele Fragen. lol
Lustig. Na ja, du musst bedenken, dass dieser Text nicht für die große Masse bestimmt ist. Er ist ganz speziell für eine Person gedacht. Daher habe ich alles weggelassen, was er nicht mag, wie Umgebungsbeschreibungen und Standardcharaktere. Robyn ist ein Schwarz-Weiß-Mensch mit Stärken, Schwächen, Unsicherheiten und Stimmungsschwankungen. Sie hat auch Komplexe und Spleens, wie ihre ungewöhnliche Fixierung auf scharfe Klingen.

Sie fühlt sich bedroht, weil wir uns in einer Apokalypsewelt befinden. Sie ist eine Frau alleine im Wald und er ein starker großer Mann. Keine Polizei, keine Gesetze. Andererseits sehnt sie sich nach Gesellschaft. Er beweist Anstand, verhält sich vernünftig und so ändert sie ihre Meinung, gibt die Abwehrhaltung auf und lässt ihn quasi näher an sich ran. Doch sie bleibt auf der Hut. Sie bleibt misstrauisch.
Das ist ein Charakterzug und ich als Schreiber habe mich dazu entschlossen, ihre Gedanken nicht zu hören. Man muss ja auch nicht immer alles wissen. Ich persönlich rätsel lieber ein bisschen, als alles fertig serviert zu bekommen.

Ansonsten habe ich einige deiner Verbesserungsvorschläge in die Tat umgesetzt. Da waren ein paar Dinge zu viel, wie du erkannt hattest, die sich leicht streichen ließen. Diese Punkt-Anführungszeichen-Geschichte war mir auch wieder mal nicht aufgefallen. Wenn ich alle Kapitel überarbeitet habe, werde ich eine im Gesamten überarbeitete Version hochladen.

Danke für deine Hilfe.
LG


Liebe Hobbes,

hallo. Wie gehts? wink

Zitat:
Mir fehlt da gar nichts, weitere Erklärungen würde ich vermutlich höchst überflüssig finden. Ich weiß genug, um nicht völlig verwirrt dazustehen. Essen ist ein Problem, die Welt ist potentiell gefährlich und trotzdem sind sich zwei sympathisch. Zwei mit Humor. Mir gefällt das. Spannend, eigentlich mag ich keine Fantasy, hauptsächlich deshalb, weil ich keine Lust habe, die Gesetzmäßigkeiten fremder Welten zu verstehen. Da die hier aber eher nebensächlich sind und vor allem die Figuren im Mittelpunkt stehen, habe ich erst mal kein Problem.


Echt schön, dass du das so siehst. Dem ist auch eigentlich nichts mehr hinzuzufügen lol
Ich hoffe, ich schaffe es auch weiterhin diesen Figurenfokus zu behalten. Sie sollen realistisch wirken, Tiefe haben und einen Wiedererkennungswert. Schließlich beschreibe ich Freunde, Bekannte, Nachbarn usw.

Zitat:
Dafür glaube ich, du hast ein Problem mit Kommas smile

Ach, echt?? rotwerd Nee, wusste ich schon. Ich habe letztens nochmal Kommaregeln nachgelesen und seltsamerweise kam mir keine davon unbekannt vor lol

Zitat:
Ich würde jedenfalls liebend gern weiterlesen.

Fortsetzung folgt in Kürze.

Zitat:
off-topic:
So siehst du also aus smile Schönes Bild!

Hehe. Ja, in Wirklichkeit habe ich weder grüne noch graue Haut und ich habe auch keine spitzen Elfenohren.

Zitat:
edit:
Und stell bloß die Axt nicht um. Käme die früher, ginge ja der ganze Witz dieser Stelle verloren.
Aye, aye. Hätte ich sowieso nicht. Kann ich gar nicht. Ich mag die Vorstellung dieses starken Mannes, der Frechheiten und Drohungen über sich ergehen lässt, obwohl er sich "wehren" könnte. Für mich zeugt das von Charakter. wink Aber vielleicht ändere ich das vorangehende Adjektiv. Fette Axt ist nicht die ideale Umschreibung.

Dann nochmal danke für deine Rückmeldung. Bin schon gespannt, was du von der Fortsetzung hältst.

LG
Belzustra


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Constantine
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Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 12.03.2014 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Belzustra,

meiner Meinung nach macht es die Textarbeit bei dir etwas schwierig, weil du deine Geschichte für eine bestimmte Person verfasst und nicht für eine breitere Leserschaft. Aber es finden sich bestimmt neben Hobbes weitere Leser, die mit deinem Stil konform laufen. Prima.

Zitat:
Er beweist Anstand, verhält sich vernünftig und so ändert sie ihre Meinung, gibt die Abwehrhaltung auf und lässt ihn quasi näher an sich ran.

Mir persönlich geht ihr Wechsel zu schnell. In den ersten Zeilen deiner Geschichte bedroht sie ihn mit dem Messer und droht ihn aufzuschlitzen. Es wundert sie, dass er sich abwendet und gehen möchte.
Seine Bedrohlichkeit kommt bei mir nicht rüber (ich weiß nicht, dass er bewaffnet ist und von der gegenwärtigen Welt bzw. Situation bin ich an dieser Stelle im Unklaren). Was Chris als starken und großen Mann angeht, so kann ich ihn mir als Leser während der gesamten Szene nicht so vorstellen und der einzige Hinweis dafür ist dein letzter Satz, wo du ihn mit einem langen, breiten Rücken beschreibst.
Vielleicht könntest du seine physischen Attribute wesentlich früher nennen, um seine potentielle Bedrohung, aber auch sein sympathisches Äußeres für Robyn zu unterstreichen.

LG,
Constantine
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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 13.03.2014 13:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein paar Tage später …

Ein paar Zombies schlurfen durch den Wald. Nicht fähig seine nackten Füße hoch genug zu heben stolpert einer von ihnen über eine unebene Bodenwelle.
„Baum fällt“, flüstert Robyn in ihrem Versteck nur wenige Meter entfernt.
Der Zombie fällt der Länge nach hin und knallt mit seinem Kopf auf eine verwitterte Wurzel. Sie bohrt sich in die fleischige Masse Untot.
„Einer weniger“, kichert Robyn schadenfroh.
Sie schleicht zur nächsten Deckung. Von dort aus hat sie einen guten Blick auf die verbliebenen drei. Ein Bäckerzombie, eine Untote im Hippiekleid und ein jugendlicher Punkzombie. Robyn zieht ihren Bogen und spannt einen Pfeil auf. Nur einer verbleibt im Köcher. Sie hält die Luft an und zielt auf den dicken Mehlmann.
In diesem Moment dreht der Zombie, von einem Geräusch aufgeschreckt den Kopf und schlurft in entgegengesetzter Richtung davon. Der Pfeil verfehlt ihn um Haaresbreite.
„Mist!“
Auch die anderen wandelnden Leichen ändern die Richtung.
Robyn spannt den letzten Pfeil auf, verlässt die Deckung und pfeift. Die Zombies bleiben kurz stehen und drehen ihr Köpfe und Körper zu. Robyn nutzt den Moment, zielt und schießt dem Punk zwischen die Augen. Er zuckt nicht einmal, bevor er endgültig stirbt.
Die Verbliebenen nähern sich mit gierigem Blick und sabbernden Mäulern.
Robyn dreht sich um und läuft ein paar Meter ins Unterholz hinein. Wieder sucht sie Deckung und wartet.
Schon hört sie das tiefe kehlige Brummen und Geifern.
„Ein wenig nach rechts“, fiebert sie mit und in der Tat wenden sich die Biester leicht rechts.
„Noch ein paar Schrittchen und BAMMM!“
Robyn zieht an einer Schnur und löst damit eine Falle aus. Ein Stamm mit spitzen Pflöcken bespickt rast auf die Zombies zu und bohrt sich in die untoten Bäuche.
„Ha! Erwischt!“
Wild zappelt die Beute in ihrer Falle. Robyn nähert sich von hinten. Routiniert versenkt sie ihr Messer zuerst in den Hinterkopf der Hippiebraut. Anschließend muss auch der Bäcker daran glauben. Sie haben keine Chance.
Und in der Nähe knackt ein Ast.

„Ist sie das? Bitte sag mir, dass sie das ist“, fleht der Mann, den Robyn unter sich begraben hat. Ihre Knie bohren sich schmerzhaft in seine Schulterblätter. Seinen Kopf mit der linken nach hinten gezogen, hält sie ihm mit der rechten ihre verschmierte Klinge an den Hals.
„Hallo Robyn“, grüßt Chris und bleibt in gebührendem Abstand stehen.
„Hi Chris. Der Clown hier gehört wohl zu dir?“
Chris nickt. „T das ist Robyn. Robyn T“, stellt er sie einander vor.
„Du kannst ihn jetzt freigeben.“
„Ich weiß nicht so recht“, druckst Robyn herum. „Zwei große Kerle kommen mich im Wald besuchen. Habt ihr einen Überfall geplant?“ Sie packt T's Kopf fester, wobei ihre Mundwinkel ein leichtes Grinsen formen: „Sag schon!“ Sie drückt ihm das Messer fester an die Kehle.
„Du hast nicht übertrieben. Sie ist echt misstrauisch“, meint T zu Chris.
„Ich habe dich gewarnt“, lautet die Antwort des Freundes.
Robyn spielt noch ein wenig mit ihrer Klinge herum, dann gleitet sie in einer fließenden, fast raubtierhaften Bewegung von T herunter.
„Wollt ihr mehr Fleisch?“, fragt sie und weist Chris zurecht: „Ich hab dir doch gesagt, du kannst dir nehmen, was du brauchst. Es ist noch genug da.“
„Eigentlich sind wir auf Geheiß seiner Mutter hier“, unterbricht T, mittlerweile wieder auf beiden Beinen stehend.
„Du hast noch eine Mutter?“ Nun ist es an Robyn zu staunen.
„Ja, ich Glückspilz.“, murmelt Chris.
„Daher also die guten Manieren.“ Robyn zwinkert ihm zu.
„Sie lädt dich zum Essen ein.“
„Hmm“, ist alles, was von Robyn kommt.
„Was sagst du?“, fragt Chris ein wenig verunsichert.
„Kopf runter!“ Sie hebt ihre Arme und zwei Wurfklingen finden den Weg in ihre Handflächen.

Chris duckt sich augenblicklich. Schon sausen die Messer über ihn hinweg und bohren sich in die Köpfe zweier Zombies. Ihre Namen zu Lebzeiten hätten Miss Marple und Big Ed lauten können. So sehen sie zumindest aus. Während Chris und T, ein wenig erschrocken bloß da stehen und glotzen, geht Robyn zu den Untoten, zieht die Klingen aus Miss Marples Stirn und Eddies Augenhöhle, als die dicke Zombiedame sich plötzlich bewegt.
Robyn zuckt erschrocken zusammen.
„Fuck, verdammt!“ Instinktiv tritt sie zu. „Ich dachte, du wärst tot!“ Immer wieder. „Stirb! Scheiße, man! OK. Ich glaub, das war's. Die ist erledigt.“
Der einstige Kopf ist nur noch eine gelb grünliche matschige Masse. Angewidert schüttelt Robyn sich. Dann atmet sie tief durch, dreht sich zu den Jungs um und antwortet in formvollendeter Freundlichkeit.
„Sag deiner Mutter, dass ich ihre Einladung sehr gerne annehme.“

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UtherPendragon
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BeitragVerfasst am: 14.03.2014 01:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Belzustra!
Dein Name erinnert mich irgendwie an Zarathrustra. Hm, nun.

Ich nehme an, dass dir die wissenschaftlichen Hintergründe deiner Zombiapokalypse nicht halb so wichtig sind wie das reine Geschehen und die Umsetzung? In dem Fall wäre ich bei dir eigentlich an der falschen Adresse, ich hatte aber trotzdem Freude an den beiden Abschnitten.

Nimm von folgender Kritik, was du brauchen kanns. "It's dangerous outside- take one of these":

Es sind viele Dinge dabei, über die du auch einfach nur einmal nachdenken kannst, wenn du willst smile

Zitat:
Ein paar Zombies schlurfen durch den Wald.
Der Beginn ist doch etwas sehr stumpf, aber irgendwie auch witzig. Es ist eben nichts besonderes mehr, dass der ein oder andere Zombie durch eine postapokalyptische Ansammlung von Bäumen stolpert - aber Robyns Perpektive könnte schon klarer hervortreten, anstatt dass nur ganz neutral vermerkt wird, dass soeben Zombies in diesem eigentlich zombiefreien? Gebiet aufgetaucht sind!!!
Zitat:
Sie schleicht zur nächsten Deckung. Von dort aus hat sie einen guten Blick auf die verbliebenen drei.
Darunter kann ich mir nix vorstellen wink
Zitat:
Sie schleicht zur nächsten Deckung. Von dort aus hat sie einen guten Blick auf die verbliebenen drei. Ein Bäckerzombie, eine Untote im Hippiekleid und ein jugendlicher Punkzombie. Robyn zieht ihren Bogen und spannt einen Pfeil auf. Nur einer verbleibt im Köcher. Sie hält die Luft an und zielt auf den dicken Mehlmann.
In diesem Moment dreht der Zombie, von einem Geräusch aufgeschreckt den Kopf und schlurft in entgegengesetzter Richtung davon. Der Pfeil verfehlt ihn um Haaresbreite.
Versteh mich nicht falsch - dieser kleine Teil hier ist keine literarische Glanzleistung (Dein Stil ist mit Verlaub gut!), aber lustig. Aber kann die in der Jagd und im Wald-Überleben sicherlich erprobte Robyn nicht wenigstens ausmachen, um welches Geräusch es sich handelt? Just sayin

Ansonsten fühle ich mich durch die knappen Beschreibungen ein wenig an ein Videospiel erinnert - ist das vielleicht Absicht?
Zitat:
Auch die anderen wandelnden Leichen ändern die Richtung.
Robyn spannt den letzten Pfeil auf, verlässt die Deckung und pfeift.
Ein Beispiel: Die wandernden Leichen ändern die Richtung und du sagst nicht, wohin sie gehen, was ihren kurzen Weg ausmacht. Robyn verlässt ihre nicht näher definierte Deckung und schießt - verstehst du, was ich sagen will? Das klingt ein wenig wie der Code eines Videospieles: Sauber geschliffen ohne Ecken und Kanten, sehr direkt aber eben auch ungenau..

Zitat:
Die Zombies bleiben kurz stehen und drehen ihr Köpfe und Körper zu.
Das Bild gelingt nicht sooo ganz wink
Zitat:
Wieder sucht sie Deckung und wartet.
Ein bisschen mehr Aktion! Ein ducken, hechten ?
Zitat:
Schon hört sie das tiefe kehlige Brummen und Geifern.
Jetzt erst? lass es doch näher kommen
Zitat:
„Ein wenig nach rechts“, fiebert sie mit
mitfiebern kann man nur, wenn man selbst überhaupt nicht ins Geschehen involviert ist, TV zB
Zitat:
Robyn zieht an einer Schnur und löst damit eine Falle aus. Ein Stamm mit spitzen Pflöcken bespickt rast auf die Zombies zu und bohrt sich in die untoten Bäuche.
Okay - coole Idee. Aber so ganz weiß ich dadurch nicht, was passiert ist.
Zitat:
Anschließend muss auch der Bäcker daran glauben
Es hörte sich zuvor so an, als hätte sie diesen bereits umme Ecke gebracht

Zweiter Abschnitt:
Du hast bereits deine Intention, diesen Text zu verfassen, erläutert, daher weiß ich nicht, ob du von solchen Feinheiten was wissen willst:

Zitat:
„Ist sie das? Bitte sag mir, dass sie das ist“, fleht der Mann, den Robyn unter sich begraben hat. Ihre Knie bohren sich schmerzhaft in seine Schulterblätter.

Zitat:
„Ich weiß nicht so recht“, druckst Robyn herum

Zitat:
„Was sagst du?“, fragt Chris ein wenig verunsichert.
Du hast hier Gesprächsanteile aus der Perspektive aller drei Charaktere - solltest dich aber für einen entscheiden, sonst leidet die Spannung^^
Zu diesem Thema gibt es meines Wissens auch tolle Beiträge zum Nachschlagen hier im Forum
Zitat:
als die dicke Zombiedame sich plötzlich bewegt.
Robyn zuckt erschrocken zusammen.
Das passt nicht, wo sie doch sonst so reaktionsschnell und sicher rüberkommt. Das Gegenteil wäre logischer

Damit verabschiede ich mich
Uther Pendragon


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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 14.03.2014 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Öhm, hast du vielleicht vergessen, Satire anzukreuzen? Mir kommt es nämlich nach diesem Teil wie eine vor, also Satire auf solche nach immer gleichem Schema ablaufende Horrorgeschichten.
In gewisser Weise kommt es mir sogar so vor, als wüssten die Hauptpersonen, dass sie in so einer Satire mitspielen und verhalten sich dementsprechend.

War das so gedacht?

Wie auch immer, ich finde es immer noch höchst unterhaltsam.
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Heaven
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BeitragVerfasst am: 14.03.2014 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Belzustra,

eigentlich sind Zombies so gar nicht meins. Aber deine Geschichte fesselt mich. Genau wie UtherPendragon anmerkt, erinnert es etwas an ein Videospiel. Deine Prota spricht, wie meine Kids vor der PlayStation. Auch Hobbes Meinung kann ich mich nur anschließen. Mir erscheint die Geschichte eine Mischung aus Satire und wie sagt man? -Ernst. Aber das gefällt mir gerade gut. Nur am Anfang wirkt deine Protagonistin, etwas zu naive auf mich. Sie gibt ihre Gegenwehr etwas zu schnell auf. Wenn du dort noch etwas mir Ernsthaftigkeit hineingeben würdest, fände ich es spannender. Meint sie das jetzt ernst oder ironisch? Diese Frage wirft sich für mich am Anfang auf und das veranlasst mich zum Weiterlesen.
Für das Ende hat dir UtherPendragon ja bereits einen versteckten Tipp gegeben.
GAME OVER! Very Happy

Ich bin gespannt wie es weiter geht.

LG
Heaven
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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 14.03.2014 14:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo UtherPendragon,

Merlin oder Artus-Fan?

Zitat:
Dein Name erinnert mich irgendwie an Zarathrustra.

Ist das nicht dieses verkitschte Königreich von Narnia?
Belzustra ist eine Dämonin, die ich vor etlichen Jahren für eine meiner älteren Geschichten erschaffen habe.

Zitat:
Ich nehme an, dass dir die wissenschaftlichen Hintergründe deiner Zombiapokalypse nicht halb so wichtig sind wie das reine Geschehen und die Umsetzung?
Vorerst hast du Recht. Meine Geschichte kommt ziemlich langsam in Fahrt. Ich gedenke mich jedoch auch mit den "wissenschaftlichen" Hintergründen zu beschäftigen. Irgendeine Essenz braucht die Story ja.

Zitat:
aber Robyns Perpektive könnte schon klarer hervortreten, anstatt dass nur ganz neutral vermerkt wird, dass soeben Zombies in diesem eigentlich zombiefreien? Gebiet aufgetaucht sind!!!

Es gibt keinen zombiefreien Raum. Aber ich verstehe, was du meinst.
Hintergrund dieser Szene ist, dass sie sich in der Nähe ihrer Unterkunft befindet und quasi die Gegend säubert. Sie ist also auf der Jagd.

Zitat:
Zitat:
Sie schleicht zur nächsten Deckung. Von dort aus hat sie einen guten Blick auf die verbliebenen drei. Ein Bäckerzombie, eine Untote im Hippiekleid und ein jugendlicher Punkzombie. Robyn zieht ihren Bogen und spannt einen Pfeil auf. Nur einer verbleibt im Köcher. Sie hält die Luft an und zielt auf den dicken Mehlmann.
In diesem Moment dreht der Zombie, von einem Geräusch aufgeschreckt den Kopf und schlurft in entgegengesetzter Richtung davon. Der Pfeil verfehlt ihn um Haaresbreite.

Zitat:
Versteh mich nicht falsch - dieser kleine Teil hier ist keine literarische Glanzleistung (Dein Stil ist mit Verlaub gut!), aber lustig. Aber kann die in der Jagd und im Wald-Überleben sicherlich erprobte Robyn nicht wenigstens ausmachen, um welches Geräusch es sich handelt? Just sayin

Ja, es hapert an dieser Stelle. Ist mir auch schon aufgefallen.  lol
Ich denke auch über Änderungen nach. Weiß nur noch nicht, wie. Wichtig an diesem Abschnitt war mir auf jeden Fall, dass sie auch mal Fehler macht, dass etwas schiefgehen kann und sie daneben schießt.
Das mit dem Geräusch kommt auch nicht sehr klar zum Ausdruck. Robyn hört das Geräusch nicht. Sie sieht quasi nur die Reaktion der Zombies, die sich abwenden und in eine andere Richtung bewegen. Das Geräusch selbst soll sich auf Chris und T beziehen, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Nähe befinden.   

Zitat:
Ansonsten fühle ich mich durch die knappen Beschreibungen ein wenig an ein Videospiel erinnert - ist das vielleicht Absicht?
Jein. wink Geschrieben für einen Videospieler. Meine Inspiration für den Textaufbau entnehme ich aber eher dem Drehbuchschreiben.

Zitat:
Zitat:
Wieder sucht sie Deckung und wartet.

Zitat:
Ein bisschen mehr Aktion! Ein ducken, hechten ?

Ja, das ist eine gute Idee. Das werde ich umzusetzen versuchen.

Zitat:
Zitat:
„Ein wenig nach rechts“, fiebert sie mit

Zitat:
mitfiebern kann man nur, wenn man selbst überhaupt nicht ins Geschehen involviert ist, TV zB

Findest du? Aber sie befindet sich ja quasi gerade in "Sicherheit". Na ja, nicht wirklich. Jedoch befindet sie sich auch nicht in einer unmittelbaren Gefahr und diese Jagd ist Routine in ihrem Alltag, was ich wohl mehr betonen sollte.

Zitat:
Zitat:
Anschließend muss auch der Bäcker daran glauben

Zitat:
Es hörte sich zuvor so an, als hätte sie diesen bereits umme Ecke gebracht

Nee, so war das aber nicht. Sie hat auf den Bäcker geschossen, ihn verfehlt und mit ihrem letzten Pfeil hat sie anschließend den Punkzombie ins Jenseits geschickt.

Zitat:
Du hast hier Gesprächsanteile aus der Perspektive aller drei Charaktere - solltest dich aber für einen entscheiden, sonst leidet die Spannung^^
Hier verstehe ich deine Kritik nicht so ganz. Ich habe doch nicht die Perspektive geändert. Ich lasse nur alle drei Figuren sprechen. Was meinst du mit, ich soll mich für eine Perspektive entscheiden?

Zitat:
Zitat:
als die dicke Zombiedame sich plötzlich bewegt.
Robyn zuckt erschrocken zusammen.

Zitat:
Das passt nicht, wo sie doch sonst so reaktionsschnell und sicher rüberkommt. Das Gegenteil wäre logischer

Finde ich nicht. Sie ist ja nicht Superwoman. Und wenn du denkst, du hättest gerade einen Zombie getötet und der bewegt sich plötzlich, na dann darf man sich doch erschrecken und kurzzeitig die Kontrolle verlieren? Oder nicht? Sie ist ja auch nur ein Mensch.

Vielen lieben Dank für deine Kritik. Jetzt habe ich wieder Stoff zum Nachdenken und Nachbessern. wink LG


Liebe Hobbes,

ich frage mich, ob ich in meinem Leben je eine Satire gelesen habe. rotwerd
Zielt eine Satire nicht eher auf Gesellschaftskritik?

Zitat:
In gewisser Weise kommt es mir sogar so vor, als wüssten die Hauptpersonen, dass sie in so einer Satire mitspielen und verhalten sich dementsprechend.

War das so gedacht?
Nö, eigentlich nicht. Woran machst du das denn fest, dass sie es wissen könnten?

Zitat:
Wie auch immer, ich finde es immer noch höchst unterhaltsam.
Supi. Dann hoffe ich, dass das auch weiterhin so bleibt. wink

Viel Spaß beim nächsten Kapitel. LG


Liebe Heaven,

Zitat:
Hallo Belzustra,

eigentlich sind Zombies so gar nicht meins. Aber deine Geschichte fesselt mich. Genau wie UtherPendragon anmerkt, erinnert es etwas an ein Videospiel. Deine Prota spricht, wie meine Kids vor der PlayStation.
lol

Zitat:
Auch Hobbes Meinung kann ich mich nur anschließen. Mir erscheint die Geschichte eine Mischung aus Satire und wie sagt man? -Ernst. Aber das gefällt mir gerade gut
Und damit triffst du genau den Kern meines Problems. Funktioniert eine Geschichte, die als Satire anfängt und in ihrem Verlauf durch verschiedene Ereignisse in eine ernstere Form gezwungen wird? Das versuche ich durch eure Hilfe gerade herauszufinden.  

Zitat:
Nur am Anfang wirkt deine Protagonistin, etwas zu naive auf mich. Sie gibt ihre Gegenwehr etwas zu schnell auf. Wenn du dort noch etwas mir Ernsthaftigkeit hineingeben würdest, fände ich es spannender. Meint sie das jetzt ernst oder ironisch? Diese Frage wirft sich für mich am Anfang auf und das veranlasst mich zum Weiterlesen.
Ist deine Aussage kein Widerspruch? Hättest du denn weitergelesen, hätte ich es ernster umschrieben?
Ich werde aber nochmal über den Anfang nachdenken. Vielleicht fällt mir eine Lösung ein. Was du sagst wurde nämlich schon mehrmals angesprochen.

Zitat:
Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Ich auch. lol Und es würde mich freuen, auch weiterhin deine Meinung zu hören.

Dankeschön an alle fleißigen Leser.
LG
Belzustra


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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 14.03.2014 15:34    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Blumen für Rose

Zum verabredeten Zeitpunkt am vereinbarten Ort trifft Robyn auf Chris.
Leger lehnt er gegen einen roten Sandsteinfelsen und kaut auf einem Grashalmstengel herum.
Sein Blick sieht finster aus, doch klärt sich ein wenig, als er Robyn entdeckt.
Wie immer hängt an seiner Hüfte diese schwere Axt und auch Robyn ist bewaffnet. Doch in ihren Händen hält sie einen kleinen Korb.
„Ich dachte, ich bringe ein Gastgeschenk mit“, erklärt sie. „So macht man das doch, oder?“
„Rose wird sich sicher freuen.“
Er geht vor. Robyn folgt. Der Weg dauert eine gute viertel Stunde, eine lange Zeit, um nichts zu sagen. Dann hält Chris plötzlich an.
„Hör zu. Wir hatten nicht ... sehr viel Glück in letzter Zeit und Rose ist … Sie ist sensibel.
Bitte sei freundlich zu ihr ...“
„Keine Panik“, unterbricht sie ihn. „Nicht furzen, nicht rülpsen, nicht fluchen. Hab schon verstanden.“
Kurze Zeit später halten sie vor einer schweren gusseisernen Bunkertür.
„Ihr lebt unter der Erde.“ Robyns Gesicht versteinert. Sie wird bleich und bleibt wie angewurzelt stehen. „Ich kann das nicht.“
„Was kannst du nicht?“
„Warum bin ich eigentlich hier, Chris? Das kommt mir plötzlich so …,“ hektisch sucht sie nach dem richtigen Wort, „...unwirklich, so unwichtig vor. So unsinnig. Oder, nee, unstimmig passt besser. Ich meine, schau dich um. Die Welt geht unter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir alle den Löffel abgeben. Bis wir werden wie DIE!“  Ihr Blick gleitet zu einem Punkt rechts hinter Chris Kopf, wo ein etwa achtjähriges Zombiemädchen nur schwerlich vorankommt. Er folgt ihrem Blick. Die Kleine hat sich mit dem linken Fuß in einem Blätter-Zweiggewirr verheddert, das sie nun im Gesamten hinter sich herzieht.
„Oh, man. Ich will nicht so werden wie die. Was ich sagen will ist, was mache ich hier?“
„Es ist nur ein Essen. Ein paar Stunden in Sicherheit und Gesellschaft. Ein wenig Normalität.“
„Normalität.“ Robyn schluckt. „Ihr lebt unter der Erde.“
„Wo lebst du? In einem Zelt im Wald?“ Chris packt das Drehrad der Bunkertür.
Die Muskeln in seinen Armen spannen sich an. Die Verriegelung löst sich mit einem dumpfen Klick. Mühelos lässt er die zwei-Hand-dicke Stahltür aufgleiten.
Robyn ist beeindruckt. „Du bist stark.“ Sie mustert ihn mit ihrem Blick. Seine Haare sind dunkel, wie die Erde unter ihren Füßen. Fingerlang fallen sie ihm in die Stirn. Über den Ohren sind sie ein wenig kürzer. Seine Gesichtszüge sind männlich markant. Ein Dreitagebart verleiht ihm zusätzliche Härte, wenn er ernst aus rehbraunen Augen schaut, was er meistens tut. Er trägt verschlissene Jeans, ein schmutziges dunkel-bleich-blaues Shirt und darüber eine tief-graue Weste. Robyns Blick bleibt an seiner Hüfte hängen.
Chris muss grinsen.
Robyn klärt ihn auf. „Ich freue mich darauf dich und deine Monsteraxt eines Tages in Aktion zu sehen.“
„Hoffen wir, dass das so bald nicht geschieht.“ Per Geste fordert er sie auf hineinzugehen, während er sich noch einmal nach dem Mädchen umsieht. Sie ist ein gutes Stück vorangekommen.
Robyn gibt sich einen Ruck und tritt durch die Tür. Chris verschließt sie hinter ihr und schiebt von innen einen schweren Riegel vor. Robyn lässt ihn vorangehen. Ihr stehen Schweißperlen auf der Stirn. Zögernd und mit schweren Schritten folgt sie Chris. Auf den ersten Metern blickt sie immer wieder zur Tür zurück, als ob sie im nächsten Moment umkehren und davonrennen wollte. Doch der Gang führt tief in den Untergrund hinein und öffnet sich schließlich zu einem großen ovalen Raum. Aus einem kleinen Radio ertönt Oldschool-Musik.
„Meinen Kumpel T kennst du ja schon.“
T legt gerade Holz in den selbst geschusterten Herdkamin und facht das Feuer weiter an.
„Das da hinten auf der Pritsche ist mein Bruder Liam. Er spricht nicht viel. Ich habe noch einen Bruder Kyle. Der müsste hier auch irgendwo rumlaufen. Kyle und Liam sind  Zwillinge und das ...“. Gerade betritt eine ältere Frau mit ebenso dunklem Haar wie Chris den Raum. „... das ist meine Mutter Rose. Rose, das ist Robyn.“
„Was für ein hübsches Mädchen“, begrüßt Rose Robyn und empfängt sie mit offenen Armen. Robyn fühlt sich überrumpelt, lässt die Herzlichkeit jedoch widerspruchslos über sich ergehen.
„Das ist für Sie“, sagt sie anschließend und reicht Rose den Korb. Obendrauf liegt ein Blumenstrauß in allen Farben des Herbstes und darunter ein kleiner Schatz dutzender Vogeleier.
Beim Anblick der Blumen füllen sich Rose Augen mit Tränen.
„Die sind wunderschön. Sie erinnern mich an unser Haus, unseren Garten. Wir hatten eine Terrasse aus großen Schiefersteinplatten. Die hat mein Mann mit unseren Söhnen gebaut. Wir haben dort oft abends gesessen, wenn die Jungs schon schlafen waren und haben ein Gläschen Wein getrunken. Eher gesagt, ich habe ein Gläschen Wein getrunken. Er konnte sich nur für Bier begeistern. “
„Wo ist Ihr Mann jetzt?“
Chris antwortet. „Er ist tot.“ Seine Stimme klingt hart. Sein Blick ist düster und verschlossen.

Nach dem Essen schlendern die Beiden durch die Tunnel der weitläufigen Militär-Bunker-Anlage. Selbst hierhin dringt noch leise Musik.
„Deine Mutter ist nett.“
„Ja. Ist sie schon immer gewesen. Aber auch sie hat sich verändert. Wie wir alle.“
„Die Welt ist anders. Was erwartest du? Man muss sich anpassen. Es nützt nichts, der Vergangenheit nachzutrauern.“
„Sagt das Mädchen, das Angst vor einem Essen hatte.“
„Das ist nicht wahr! Ich hatte keine Angst! Vor allem nicht vor einem Essen“, bestreitet sie vehement und wechselt das Thema. „Wie lange lebt ihr hier schon?“
„Drei Monate.“
„Ich könnte nie unter der Erde leben. Eingesperrt, ohne Luft, ohne Himmel. Machst du dir keine Sorgen um die Herdenwanderung? Bleibt ihr hier? Zieht ihr weiter?Habt ihr genug Vorräte?“
Er schaut sie verständnislos an.
„Oh, das gibt’s doch jetzt nicht! Sag mal, was weißt du eigentlich über Zombies und wie schafft ihr es zu überleben?“
„Wir wissen, wie man sie tötet!“
„Ja, mehr schlecht als recht würde ich vermuten. OK, hör zu. Ich muss dir was zeigen. Sie schaut auf die Uhr. „Heute ist es zu spät dafür.“ Sie kramt ein Stück Kohle und einen fleckigen Leinenfetzen hervor und kritzelt ein paar Linien darauf und ein dickes Kreuz.
„Hier treffen wir uns. Morgen früh. Sei pünktlich.“
„Du kannst nicht besonders gut zeichnen“, meint Chris mit Blick auf ihr Gekrakel.
„Ach, halt die Klappe“, lacht sie und rempelt ihn beim Vorbeigehen absichtlich an. „Wir sehen uns.“
„Warte! Hey! Draußen ist es schon dunkel. Du kannst hier schlafen, wenn du willst.“
Robyn kichert. „Nee, lass mal. Bis morgen.“

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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 14.03.2014 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Belzustra hat Folgendes geschrieben:
Zielt eine Satire nicht eher auf Gesellschaftskritik?

Öh. Weiß ich auch nicht. Vermutlich habe ich das mit Parodie verwechselt. Oder mit ganz was anderem.

Mein "war das so gedacht?" bezog sich gar nicht auf die Hauptpersonen, sondern generell darauf, dass ich beim Lesen ständig grinsen muss und mich gefragt habe, ob das so gedacht war.

Vermutlich nicht, jedenfalls haut es mich im letzten Teil ein wenig raus, weil es plötzlich ernst wird, weil trotz bleibendem Humor die Stimmung wechselt. Und ich mich frage: Hä, ist das noch der gleiche Film?

Belzustra hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
In gewisser Weise kommt es mir sogar so vor, als wüssten die Hauptpersonen, dass sie in so einer Satire mitspielen und verhalten sich dementsprechend.

War das so gedacht?
Nö, eigentlich nicht. Woran machst du das denn fest, dass sie es wissen könnten?

Weil ich den Eindruck habe, die nehmen sich selbst nicht ernst. Bzw. die Situation an sich. Zombies, nix zu essen, jeder andere Mensch ein potentieller Feind, aber, ach was solls, man kann eh nix dran ändern, machen wir also das beste daraus und lachen noch ein bisschen darüber. Ich weiß, dass ich ein Held bin und selbst wenn nicht, wir sind ja hier im Film. So in die Richtung.
Vielleicht steckt da viel  mehr dahinter, aber dadurch, dass sie eigentlich nur reden plus ein klein bisschen Situationsbeschreibung, ganz ohne Hintergründe kommt das bei mir so an.

Es kommt halt ganz drauf an, wo du mit der Geschichte hinwillst - einfach nur unterhalten oder eben doch "mehr"? Falls letzteres, gebe ich Constantine im Nachhinein doch recht, da würde mir am Anfang dann doch auch ein bisschen die Tiefe fehlen, kleine Hinweise darauf, dass Robyn nicht (nur) furchtlose Kämpferin ist, darauf, wie es eigentlich in ihr aussieht.
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UtherPendragon
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BeitragVerfasst am: 15.03.2014 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Belzustra!

Sry, kam erst jetzt dazu, dir auch zu antworten.

Zitat:
Geschrieben für einen Videospieler.
Das finde ich super!!

Zitat:
Merlin oder Artus-Fan?

Ich bin Fan der Anderswelt; ansonsten tendiere ich eher zu Merlin!
Zitat:

Zitat:
Dein Name erinnert mich irgendwie an Zarathrustra.

Ist das nicht dieses verkitschte Königreich von Narnia?
Belzustra ist eine Dämonin, die ich vor etlichen Jahren für eine meiner älteren Geschichten erschaffen habe.
Keine Ahnung, ob der Name in Narnia verwurstet wurde, allerdings handelt es sich um einen Religionsstifter aus dem Morgenland der Antike.
Belzustra ist jedenfalls ein schicker Name.
Zitat:
Zitat:
Ich nehme an, dass dir die wissenschaftlichen Hintergründe deiner Zombiapokalypse nicht halb so wichtig sind wie das reine Geschehen und die Umsetzung?
Vorerst hast du Recht. Meine Geschichte kommt ziemlich langsam in Fahrt.
Da muss ich dir widersprechen - ich habe den dritten Teil aus Gründen der Ablenkung (noch) nicht gelesen, aber bisher kommt deine Geschichte sehr sehr schnell in Fahrt. Diese Ansicht ist aber auch abhängig davon, wie du schnell definierst: Für mich bedeutet schnell, dass man fix am Prota und in deinem Fall auch fix an der Action ist.

Zitat:
Zitat:
aber Robyns Perpektive könnte schon klarer hervortreten, anstatt dass nur ganz neutral vermerkt wird, dass soeben Zombies in diesem eigentlich zombiefreien? Gebiet aufgetaucht sind!!!

Es gibt keinen zombiefreien Raum. Aber ich verstehe, was du meinst.
Hintergrund dieser Szene ist, dass sie sich in der Nähe ihrer Unterkunft befindet und quasi die Gegend säubert. Sie ist also auf der Jagd.

Okay, ich glaube zu verstehen, was du meinst und meinte dass auch gar nicht inhaltlich, sondern rein Schreibtechnisch, inwieweit ihr Verhalten, bzw das der Zombies auf den Leser authentisch oder eben weniger authentisch wirkt^^

Zitat:
Wichtig an diesem Abschnitt war mir auf jeden Fall, dass sie auch mal Fehler macht, dass etwas schiefgehen kann und sie daneben schießt.
Das mit dem Geräusch kommt auch nicht sehr klar zum Ausdruck. Robyn hört das Geräusch nicht. Sie sieht quasi nur die Reaktion der Zombies, die sich abwenden und in eine andere Richtung bewegen.


Das ist ja auch gut gelungen! Ähh... misslungen lol2
Dann solltest du das vielleicht genau so schreiben wink
Zitat:

Zitat:
mitfiebern kann man nur, wenn man selbst überhaupt nicht ins Geschehen involviert ist, TV zB

Findest du? Aber sie befindet sich ja quasi gerade in "Sicherheit". Na ja, nicht wirklich. Jedoch befindet sie sich auch nicht in einer unmittelbaren Gefahr und diese Jagd ist Routine in ihrem Alltag, was ich wohl mehr betonen sollte.

 Das mein ich auch wieder rein schreibtechnisch. Man sagt einfach nicht "mitfiebern" wenn man selbst so unmittelbar betroffen ist. Dann fiebert man einfach nur z.B. (ohne mit), weil das Geschehen direkte Konsequenzen für einen selbst mit sich bringen wird.

Zitat:
Zitat:
Du hast hier Gesprächsanteile aus der Perspektive aller drei Charaktere - solltest dich aber für einen entscheiden, sonst leidet die Spannung^^
Hier verstehe ich deine Kritik nicht so ganz. Ich habe doch nicht die Perspektive geändert. Ich lasse nur alle drei Figuren sprechen. Was meinst du mit, ich soll mich für eine Perspektive entscheiden?

Das sind, wie gesagt, auch wieder nur Feinheiten, die aber in einem guten Buch sehr wichtig sind.
Wenn du schreibst:
Zitat:
„Ist sie das? Bitte sag mir, dass sie das ist“, fleht der Mann, den Robyn unter sich begraben hat. Ihre Knie bohren sich schmerzhaft in seine Schulterblätter.
Dann kann dieses Adjektiv nur durch einen wahrgenommen werden: "T". Somit wechselt dein Leser nach dem Absatz die eigene Orientierung: "OK, ab jetzt wird aus der Perspektive von diesem Typerl erzählt!" Der personale Erzähler ist klasse, weil man unglaublich nah an die eigenen Figuren rücken kann, jene aber auch Kapitelweise wechseln kann. Dann allerdings haben fremde Emotionen, Gefühle, Gedanken, Geheimnisse, Andeutungen, ja sogar Blickwinkel nichts darin zu suchen.
Zitat:
„Ich weiß nicht so recht“, druckst Robyn herum
Wenn Robyn druckst, bedeutet das, dass sie um den heißen Brei herumdruckst, was man wiederum nur wissen kann, wenn man Robyn ist (das ist kein besonders starkes Beispiel, da Menschen mit der emotionalen Intelligenz einer Eichel das auch erkennen würden, aber du sollst wissen, was ich meine^^). So sind wir also wieder in Robyns Kopf eingesperrt, was verwirrend sein kann. Schließlich:
Zitat:
„Was sagst du?“, fragt Chris ein wenig verunsichert.

Man kann schreiben: "offenbar ein wenig verunsichert" - aber davor hast du dasselbe "Problem" wink niemand kann wirklich 100%ig wissen, dass er unsicher ist. Vielleicht bereitet er sich ja auch auf einen Amoklauf vor?
Zitat:
Zitat:
Das passt nicht, wo sie doch sonst so reaktionsschnell und sicher rüberkommt. Das Gegenteil wäre logischer

Finde ich nicht. Sie ist ja nicht Superwoman. Und wenn du denkst, du hättest gerade einen Zombie getötet und der bewegt sich plötzlich, na dann darf man sich doch erschrecken und kurzzeitig die Kontrolle verlieren? Oder nicht? Sie ist ja auch nur ein Mensch.
Einverstanden. Und wie zuvor sollte das auch keine inhaltliche Kritik sein, sondern nur eine der Wortwahl.

Diese Kritik am Wort und der Verbildlichung der eigenen Gedanken wird besonders wichtig, wenn du für die breite Masse schreiben willst. Anders ist das, wenn dieser Text deinem Freund/Bruder/Kumpel und dir zur Verfügung stehen soll und niemandem sonst; dann kann man ja eigene Regeln machen und versteht meistens was der andere womit meint, oder man hat Spaß, darüber zu reden. Deshalb fragte ich am Anfang indirekt, ob du mit solchen Anmerkungen überhaupt etwas anfangen willst.

Den dritten Teil les ich mir denn mal durch.
LG
UtherP


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BeitragVerfasst am: 15.03.2014 14:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Hobbes,

Zitat:
Mein "war das so gedacht?" bezog sich gar nicht auf die Hauptpersonen, sondern generell darauf, dass ich beim Lesen ständig grinsen muss und mich gefragt habe, ob das so gedacht war.


Also das war schon so gedacht und ist nicht einfach ein Produkt des Zufalls. lol
Manche Menschen lachen, wenn sie sich schlecht fühlen, um ihre eigentlichen Emotionen zu überspielen, oder sie kichern, wenn ihnen etwas peinlich oder unangenehm ist, oder sie geben nur unsinnigen Stuss von sich, aus Unsicherheit.
Humor und Schwachsinn können auch der Verdrängung dienen.
Damit rechtfertige ich Chris und Robyns Verhalten. Es gibt eigentlich wenig zu lachen in einer gefährlichen Zombiewelt. Chris und Robyn tun es dennoch, um das drumherum zu vergessen. Irgendwann jedoch werden auch sie an einen Punkt gelangen, an dem es nichts mehr zu lachen gibt, weil die Bürde ihres Lebens sie erdrückt.

Zitat:
Es kommt halt ganz drauf an, wo du mit der Geschichte hinwillst - einfach nur unterhalten oder eben doch "mehr"? Falls letzteres, gebe ich Constantine im Nachhinein doch recht, da würde mir am Anfang dann doch auch ein bisschen die Tiefe fehlen, kleine Hinweise darauf, dass Robyn nicht (nur) furchtlose Kämpferin ist, darauf, wie es eigentlich in ihr aussieht.
Wohin ich will, ist mir auch noch nicht hunderprozentig klar. Ich befürchte gar, ich befördere meine Geschichte gerade in eine Sackgasse. Dabei bin ich echt der Meinung, man könnte etwas daraus machen Kopf an die Wand

Constantine hat auf jeden Fall nicht ganz Unrecht. Vielleicht lässt sich das Problem später durch einen vorangehenden Prolog lösen. Die Beschreibung von Chris physischen Attributen wäre sicher auch früher sinnvoll. Sie erscheint erst im Kapitel "Blumen für Rose" und sollte quasi betonen, dass Robyn erst in diesem Moment mehr als nur platonische Gefühle entwickelt.

Ach, ich weiß gerade auch nicht. Das ist alles ein großes chronologisches Durcheinander und ich habe keine Ahnung, wie ich dieses Gewirr entwuseln soll und zu etwas ordentlichem aufbereiten kann.

LG


Lieber UtherPendragon,

Zitat:
Sry, kam erst jetzt dazu, dir auch zu antworten.
Schäm dich Du-Du-Du!
Ach, Quatsch. Hast doch nicht lange gebraucht.

Zitat:
Da muss ich dir widersprechen - ich habe den dritten Teil aus Gründen der Ablenkung (noch) nicht gelesen, aber bisher kommt deine Geschichte sehr sehr schnell in Fahrt. Diese Ansicht ist aber auch abhängig davon, wie du schnell definierst: Für mich bedeutet schnell, dass man fix am Prota und in deinem Fall auch fix an der Action ist.
Da muss ich dir nun wieder ein bisschen widersprechen. wink
Zu wahrer Action bin ich ja noch gar nicht gekommen. Und für eine Kurzgeschichte, die es ja eigentlich nur werden sollte, dauert das alles ein wenig zu lange. Wenn du wüsstest, was ich noch alles erzählen will!

Zitat:
Diese Kritik am Wort und der Verbildlichung der eigenen Gedanken wird besonders wichtig, wenn du für die breite Masse schreiben willst. Anders ist das, wenn dieser Text deinem Freund/Bruder/Kumpel und dir zur Verfügung stehen soll und niemandem sonst; dann kann man ja eigene Regeln machen und versteht meistens was der andere womit meint, oder man hat Spaß, darüber zu reden. Deshalb fragte ich am Anfang indirekt, ob du mit solchen Anmerkungen überhaupt etwas anfangen willst.


Auf jeden Fall! Prinzipiell ist mein Text zwar nicht für eine breite Masse gedacht, aber eben für Menschen wie ihn und das ist schließlich auch eine gesellschaftliche Masse. Mein oberstes Ziel ist vor allem diese Geschichte zu Ende zu schreiben und das Beste daraus zu machen.
Daher, immer her mit den Ratschlägen! wink

LG
Belzustra


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BeitragVerfasst am: 15.03.2014 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Belzustra,

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Nur am Anfang wirkt deine Protagonistin, etwas zu naive auf mich. Sie gibt ihre Gegenwehr etwas zu schnell auf. Wenn du dort noch etwas mir Ernsthaftigkeit hineingeben würdest, fände ich es spannender. Meint sie das jetzt ernst oder ironisch? Diese Frage wirft sich für mich am Anfang auf und das veranlasst mich zum Weiterlesen.

Ist deine Aussage kein Widerspruch? Hättest du denn weitergelesen, hätte ich es ernster umschrieben?
Ich werde aber nochmal über den Anfang nachdenken. Vielleicht fällt mir eine Lösung ein. Was du sagst wurde nämlich schon mehrmals angesprochen.

Da habe ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Mir ist nur deine Prota am Anfang zu naive, etwas dumm. Sorry, aber die ersten Sätze wirken so auf mich. Ich mag ihr taffes Verhalten, das sie im weiteren Verlauf der Geschichte zeigt und das fehlt mir am Anfang.

Zitat:
Wohin ich will, ist mir auch noch nicht hundertprozentig klar. Ich befürchte gar, ich befördere meine Geschichte gerade in eine Sackgasse. Dabei bin ich echt der Meinung, man könnte etwas daraus machen Kopf an die Wand


Der Meinung bin ich auch. Versuch es doch mal mit der Schneeflocken- Methode. Sie hat mir sehr geholfen. Mein Roman war fertig, aber das Ende gefiel mir noch nicht, es war noch zu offen. Durch das nachträgliche Plotten mit der Schneeflocke, haben sich die Fäden zusammengefügt.

Der dritte Teil gefällt mir bisher nicht ganz so gut.
Zitat:
Zum verabredeten Zeitpunkt am vereinbarten Ort trifft Robyn auf Chris.
Leger lehnt er gegen einen roten Sandsteinfelsen und kaut auf einem Grashalmstengel herum.
Sein Blick sieht finster aus, doch klärt sich ein wenig, als er Robyn entdeckt.
Wie immer hängt an seiner Hüfte diese schwere Axt und auch Robyn ist bewaffnet. Doch in ihren Händen hält sie einen kleinen Korb.
„Ich dachte, ich bringe ein Gastgeschenk mit“, erklärt sie. „So macht man das doch, oder?“
„Rose wird sich sicher freuen.“
Er geht vor. Robyn folgt. Der Weg dauert eine gute viertel Stunde, eine lange Zeit, um nichts zu sagen. Dann hält Chris plötzlich an.
„Hör zu. Wir hatten nicht ... sehr viel Glück in letzter Zeit und Rose ist … Sie ist sensibel.
Bitte sei freundlich zu ihr ...“

Das ist mir zuviel. Chris - Sandstein - Grashalm - fertig. Der Korb wieder ist witzig. Wie lange der Weg dauert ... muss ich das wissen?

Zitat:
„Keine Panik“, unterbricht sie ihn. „Nicht furzen, nicht rülpsen, nicht fluchen. Hab schon verstanden.“
Kurze Zeit später halten sie vor einer schweren gusseisernen Bunkertür.

Das finde ich wieder einfach klasse. Laughing

Zitat:
„Warum bin ich eigentlich hier, Chris? Das kommt mir plötzlich so …,“ hektisch sucht sie nach dem richtigen Wort, „...unwirklich, so unwichtig vor. So unsinnig. Oder, nee, unstimmig passt besser. Ich meine, schau dich um. Die Welt geht unter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir alle den Löffel abgeben. Bis wir werden wie DIE!“ Ihr Blick gleitet zu einem Punkt rechts hinter Chris Kopf, wo ein etwa achtjähriges Zombiemädchen nur schwerlich vorankommt. Er folgt ihrem Blick. Die Kleine hat sich mit dem linken Fuß in einem Blätter-Zweiggewirr verheddert, das sie nun im Gesamten hinter sich herzieht.
Wie ich schon erwähnte, kenne ich mich nicht ganz so gut mit Zombies aus. Aber sollten sie den Bunker nicht erst öffnen, wenn sich kein Zombiemädchen mehr in der Nähe aufhält, das sie dabei beobachten könnte? Sonst steht da doch gleich ein ganzer Zombieauflauf. Oder?


Zitat:
Robyn ist beeindruckt. „Du bist stark.“ Sie mustert ihn mit ihrem Blick. Seine Haare sind dunkel, wie die Erde unter ihren Füßen. Fingerlang fallen sie ihm in die Stirn. Über den Ohren sind sie ein wenig kürzer. Seine Gesichtszüge sind männlich markant. Ein Dreitagebart verleiht ihm zusätzliche Härte, wenn er ernst aus rehbraunen Augen schaut, was er meistens tut.Er trägt verschlissene Jeans, ein schmutziges dunkel-bleich-blaues Shirt und darüber eine tief-graue Weste. Robyns Blick bleibt an seiner Hüfte hängen.

Das blau markierte würde ich weg lassen. Es macht ihn irgendwie zu alt. Embarassed Dann kann ich mir noch selbst ein Bild von Chris machen. Denn irgendwie habe ich ihn mir anders vorgestellt.

Wer was auf der Terrasse getrunken hat, interessiert mich nicht wirklich.
Zitat:
Beim Anblick der Blumen füllen sich Rose Augen mit Tränen.
„Die sind wunderschön. Sie erinnern mich an unser Haus, unseren Garten. Mein Mann ... ", schluchtz.
Das reicht mir.
Ich würde lieber mehr über Liam wissen, räkelt er sich auf einem kaputten Ledersofa, schärft er sein Messer an einem Stein, stehen ihm seine Haare wild vom Kopf ab...? Vielleicht gibt es beim Essen den Wildschweinbraten, den die Prota selbst erlegt hatte ... und der Tisch besteht aus aufeinandergestapelten Apfelsinenkisten?

Zitat:
Nach dem Essen schlendern die Beiden durch die Tunnel der weitläufigen Militär-Bunker-Anlage. Selbst hierhin dringt noch leise Musik.
Zitat:
„Deine Mutter ist nett.“
Ja. Ist sie schon immer gewesen. Aber auch sie hat sich verändert. Wie wir alle.“
„Die Welt ist anders. Was erwartest du? Man muss sich anpassen. Es nützt nichts, der Vergangenheit nachzutrauern.“

„Sagt das Mädchen, das Angst vor einem Essen hatte.“
„Das ist nicht wahr! Ich hatte keine Angst! Vor allem nicht vor einem Essen“, bestreitet sie vehement und wechselt das Thema.
Das können wir uns doch denken.
Zitat:
„Wie lange lebt ihr hier schon?“
„Drei Monate.“
„Ich könnte nie unter der Erde leben. Eingesperrt, ohne Luft, ohne Himmel. Machst du dir keine Sorgen um die Herdenwanderung? Bleibt ihr hier? Zieht ihr weiter?Habt ihr genug Vorräte?“
Er schaut sie verständnislos an.
„Oh, das gibt’s doch jetzt nicht! Sag mal, was weißt du eigentlich über Zombies und wie schafft ihr es zu überleben?“
„Wir wissen, wie man sie tötet!“
„Ja, mehr schlecht als recht würde ich vermuten. OK, hör zu. Ich muss dir was zeigen. Sie schaut auf die Uhr. Sie hat ne Uhr? Das ist mir irgendwie zu normal. Vielleicht erwähnst du in dem Zusammenhang einfach, das nur noch wenig Licht in die Höhle fällt und Chris eine Fackel anzündet. „Heute ist es zu spät dafür.“ Sie kramt ein Stück Kohle und einen fleckigen Leinenfetzen hervor und kritzelt ein paar Linien darauf und ein dickes Kreuz.
„Hier treffen wir uns. Morgen früh. Sei pünktlich.“
„Du kannst nicht besonders gut zeichnen“, meint Chris mit Blick auf ihr Gekrakel.
„Ach, halt die Klappe“, lacht sie und rempelt ihn beim Vorbeigehen absichtlich an. „Wir sehen uns.“
„Warte! Hey! Draußen ist es schon dunkel. Du kannst hier schlafen, wenn du willst.“
Robyn kichert. „Nee, lass mal. Bis morgen.“


Vielleicht kannst du ja mit meinen Anmerkungen etwas anfangen.

LG
Heaven
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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 16.03.2014 13:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Heaven,

deine Anmerkungen sind mir, wie immer höchst willkommen.
Auch dieses Mal hast du mir teilweise echt die Augen geöffnet. Vor allem deine Streichungsvorschläge gefallen mir sehr gut. Macht die betreffenden Stellen prägnanter und weniger langatmig.

Die Schneeflocken-Methode war mir begrifflich bisher nicht bekannt. Ich habe mich aber informiert und festgestellt, dass ich diese Methode bereits anwende, nur nicht für geplante Kurzgeschichten (dafür ist sie mir ehrlich gesagt zu zeitaufwendig). Für meine Drehbuchprojekte greife ich aber auf eine artverwandte Methode zurück. Sehr hilfreich.

Zitat:
Wie ich schon erwähnte, kenne ich mich nicht ganz so gut mit Zombies aus. Aber sollten sie den Bunker nicht erst öffnen, wenn sich kein Zombiemädchen mehr in der Nähe aufhält, das sie dabei beobachten könnte? Sonst steht da doch gleich ein ganzer Zombieauflauf. Oder?
Auf diese Stelle muss ich noch eingehen. Zombies sind nicht per se "Herdentiere". Begegnet dir eine Gruppe, so lauf davon. Siehst du aber nur einen Zombie, in ausreichend weitem Abstand, der zusätzlich "behindert" ist und daher nur langsam vorankommt, so stellt dieser Zombie keine wirkliche Gefahr dar und du kannst dir getrost deine Kräfte sparen.

LG

Was diesen Text angeht, so habe ich mittlerweile schon so viele Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge bekommen. Ich habe damit begonnen, die Geschichte zu überarbeiten und sie hat sich verändert und entwickelt sich gerade in eine etwas andere Richtung als gedacht.
Ich werde jetzt trotzdem noch die letzten beiden Kapitel meiner alten Version hochladen (die wieder sehr dialoglastig sind), so wie ich es anfangs versprochen habe, weil die Kapitel noch einiges an Hintergrundwissen beinhalten.

Sollten euch noch drastische Fehler, logische Ungereimtheiten oder krasse Problemstellen auffallen, könnt ihr mich gerne anschreiben.

Danke für eure Hilfe.
Belzustra


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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 16.03.2014 13:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Herde kommt näher

„Du bist gekommen“, stellt Robyn erfreut fest.
„Hast du etwas anderes erwartet?“
„Ich weiß nicht. Sollte man in der heutigen Zeit noch irgendwelche Erwartungen stellen?“
„Wahrscheinlich nicht. Was wolltest du mir zeigen?“
„Folge mir. Aber achte auf deine Schritte. Tritt nur dahin, wohin ich trete. Ich habe hier überall Fallen ausgelegt. Wir wollen ja nicht, dass du aufgespießt wirst, oder?“
„Natürlich nicht!“, antwortet er überspitzt.
Kurze Zeit später: „Wir sind da.“
„Wo?“ Er legt die Hand an die Stirn und hält Ausschau. „Ich sehe nur Wald und Bäume.“
„Hier wohne ich.“
Er schaut sie fragend an. Sie zeigt nach oben. Er guckt nach oben. In der ausladenen Krone einer alten Buche meint er eine Art Plattform zu erkennen.
„Da hoch?“
Robyn nickt. „Hast du etwa Höhenangst?“, neckt sie ihn.
„Du meinst so wie du Höhlenangst hast? Nein.“
Robyn greift den niedrigsten Ast und zieht sich spielend leicht hoch.
Chris folgt ihr, unter einiger Anstrengung, aber er ist stark und versucht sich keine Mühe anmerken zu lassen.
Immer weiter steigen sie hinauf, bis sie in luftiger Höhe die Plattform erreichen. Sie ist wesentlich geräumiger, als Chris es von unten vermutet hatte und der Blick ist atemberaubend. Zu allen Seiten kann man von hier aus kilometerweit ins Landesinnere schauen.
Da sieht er mit eigenen Augen, wovon Robyn am gestrigen Abend sprach.
„Sie bewegen sich in Herden“, stellt er fest. „Das müssen Hunderttausende sein!“
„Ja. Und sie kesseln uns ein. Siehst du?“, sie zeigt in die verschiedenen Himmelsrichtungen. „Noch ist der Kreis nicht geschlossen. Ich nehme an, wir haben noch eine Woche oder vielleicht zwei, aber umso länger wir hier bleiben, umso mehr Streuner werden uns Tag für Tag die Jagd erschweren, bis die Herde eintrifft und niemand mehr eine Chance hat.“
„Deshalb sprachst du davon weiter zu ziehen. Wohin willst du gehen?“
„Aus irgendeinem Grund scheinen sie nur aus drei Richtungen zu kommen. Also wähle ich die vierte und ziehe gen Westen.“
Chris nickt. Sein Blick schweift über die Ebene. Minutenlang sagt er gar nichts.
„Woran denkst du?“, fragt Robyn ihn schließlich.
„Ich denke darüber nach, wie ich es ihnen sage.“
„Wie wäre es mit ehrlich und direkt?“
„Du weißt nicht, was wir durchgemacht haben.“
„Dann erzähl es mir. Ist es wegen eurem Vater? Wie ist er gestorben?“
Chris lässt sich gegenüber von Robyn nieder. Sie sitzt im Schneidersitz. Er lehnt sich an den Stamm der Buche, ein Bein angewinkelt. Einen Arm locker über dem Knie hängend, beginnt er zu erzählen:
„Ich hatte noch einen Bruder, Cole. Er war zwei Jahre älter als ich und absolut furchtlos. Während wir anderen auf die Zombieapokalypse mit Panik und Furcht reagierten, hat er sich gefreut und Waffen besorgt. Du musst wissen, in der alten Zeit war er ein wenig verloren. Er wusste sich schlecht unterzuordnen, hatte wenig Freunde und war sozial -wenn wir ehrlich sind- ziemlich inkompetent. Ständig trat er in irgendwelche Fettnäpfchen und brachte unangemessene Sprüche. Und wenn man mit ihm diskutierte, so zog man immer den kürzeren. Damals, in der alten Zeit, da hat uns sein Verhalten oft genervt. Wir verstanden einfach nicht, warum er es nicht fertig brachte, sich anzupassen und einfach mal zu tun, was jeder tut. Nein, Cole wollte stets seinen eigenen Kopf durchsetzen und rannte immer und immer wieder gegen die Wand.“
„Und dann kamen die Zombies.“
„Ja, dann kamen die Zombies. Eines Tages stand einer in unserem Garten. Rose brachte gerade den Kompostmüll nach draußen. Sein Name war Emilio, unserer Nachbar. Ein netter alter Herr, der Zeit seines Lebens karitative Arbeit verrichtet hatte. Als er in Rente ging, entdeckte er seine Leidenschaft zum Backen und seitdem brachte er uns jeden Morgen einen Laib Brot. Und da stand Emilio plötzlich sabbernd und grunzend im Garten. In seiner Hand ein Vollkornbrot. Seine Kleidung schmutzig und zerrissen. Cole erkannte die Gefahr in der Rose schwebte sofort. Er packte sich eine kleine Gartenhacke und rammte sie unserem Nachbarn von hinten in den Kopf. Er hat nicht eine Sekunde lang gezögert.“
„Wie krass. Wie habt ihr darauf reagiert?“
Chris lacht. „Wir haben ihn angeschrien. Alle auf einmal. Sogar mein Vater und der konnte richtig laut brüllen. Wir dachten, er hätte gerade einen Mord begangen. Was glaubst du, wie wir reagiert haben?“
„Hat Rose ihn auch angeschrien? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.“
„Nein.“ Chris lächelt. „Rose hat nicht geschrien. Das hat sie nie getan. Sie ist zu Cole gegangen und hat ihn in die Arme genommen. Sie hat Danke gesagt und das wiederum hat uns verwirrt und wir haben aufgehört zu schreien. Und dann haben wir uns Emilio angeschaut. Diese glitschige schleimige Haut, die unnatürliche Farbe. Na ja und ihm fehlte der halbe Kiefer und ein Wangenstück. Nicht der ekligste Zombie, den wir gesehen haben, aber eben der erste.“
„Meine ersten Zombies habe ich in einem Park getroffen. Es waren gleich mehrere auf einmal und sie haben meinen Hund gefressen. Merlin. Ich vermiss den süßen kleinen Briard immer noch. Das hätte echt eine Liebe fürs Leben werden können.“
„Wir hatten auch einen Hund. Ein Riesenschnauzerweibchen namens Queeny. Die ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Leider war sie neugieriger, als ihr gut tat. Sie ist auch von einem Zombie gefressen worden. Ist mit wedelndem Schwanz in seine Arme gelaufen. Wollte ihn wohl begrüßen und er hat sie missverstanden.“
Robyn lacht.
„Merlin war auch so einer. Eine Seele von einem Tier. Freundlich zu jedem.“
„Hast du Familie?“, möchte Chris wissen.
„Ich weiß nicht. Vielleicht. Vielleicht auch nicht und sie sind schon tot. Aber eigentlich habe ich noch eine Schwester und einen Bruder. Sie sind drei und zwei Jahre älter als ich.“
„Hast du nie versucht sie zu finden?“
„Doch. Aber ich habe sie nicht gefunden.“
„Und deine Eltern?“
„Waren vorher schon tot. Meine Mutter war krank und starb, als ich neun Jahre alt war und mein Vater ist ihr zwei Monate vor der Apokalypse gefolgt.“
„Das tut mir Leid.“
„Und mir tut das mit deinem Bruder und Vater Leid. Was ist mit ihnen geschehen?“
„In der Kurzfassung? Cole hat uns geführt und für uns gesorgt. Wir hatten ein kleines Versteck in den Kanälen am Rande der Stadt, als wir irgendwann von Zombies überrascht wurden. Sie kamen aus einem schmalen Abflussrohr, das wir nicht abgesichert hatten, weil er nicht groß genug für einen Menschen war. Die Zombies jedoch quetschten sich längs auf dem Bauch kriechend hindurch. Liam geriet in Panik und konnte sich nicht mehr bewegen. Mein Vater lief zu ihm und redete auf ihn ein, aber Liam blockierte total. Da drehte sich mein Vater um, befahl Cole Liam zu packen und lief mit einer Brechstange in der Hand auf die Zombies los. Ich packte Liam und Cole versuchte unseren Vater zu retten. Sie sind beide gestorben.“
„Das tut mir Leid.“
„Das sagtest du schon“, macht er sie lächelnd darauf aufmerksam.
Sie kichert und ihre Wangen färben sich rosig.
„Du erinnerst mich an einen friedlichen Herbsttag, mit deiner rotblonden wilden Mähne und den süßen Sommersprossen auf der Stupsnase.“ Er berührt ihre Wange, die Grübchen, das Kinn. „Doch deine Augen sind wie tiefes Wasser.“
Eine solch ungewohnte Aufmerksamkeit macht Robyn verlegen. Nie zuvor hat sie mit einem Mann freiwillig das Lager geteilt, geschweige denn überhaupt die Aufmerksamkeit eines anständigen Mannes erlangt. Gezwungen wurde sie bereits zu vielem, an das sie sich nun mit einem Schlag erinnert und sie weicht zurück.
Sie scherzt. „Gib mir ein Meer und ich schwimme der Welt davon.“  
„Das glaube ich dir sofort.“


Jetzt oder nie. Wir müssen los.

Der Ausblick auf die Herde ist mit jedem Tag besorgniserregender.
Immer öfter tauchen in der Ferne Nachzüglertruppen auf, die sich der riesigen Masse Untoter anschließen und sie anschwellen lassen. Der Weg nach Westen ist noch frei. Doch die Lücke schmilzt zusehends. Robyn breitet eine große Landkarte vor sich aus.
„Klopf, klopf. Darf ich reinkommen?“, fragt Chris und streckt den Kopf außer Atem in ihr Baumhäuschen.
„Klar. Komm hoch.“
„Und wie viele waren es heute?“, fragt Robyn mit einem Blick auf seine besudelte Axt.
„Drei vor dem Bunker. Zwei am Flusslauf und eine Vierergruppe im Wald, nicht weit von hier.“
„Es werden immer mehr.“
Chris nickt.
„Wie haben sie es aufgenommen?“
„Recht teilnahmslos. Anders als erwartet. Rose ist aufgestanden und hat angefangen zu packen. Kyle hat ein wenig rumgeflucht, hat ihr aber dann geholfen und Liam. Na, er hat nichts gesagt, aber auch er hat begonnen zu packen.“
„Also seid ihr bereit?“
Chris nickt.
„Dann ziehen wir morgen in aller Frühe gen Westen.“
„Was ist im Westen?“, will er wissen.
„Ganz ehrlich? Nicht viel. Noch eine Stadt namens Trier, die wir aber wenn möglich meiden sollten und dann kommt auch schon die Grenze.“
„Und was hast du vor? Entlang der Grenze marschieren? Sie schießen auf jeden in Grenznähe, egal ob tot oder lebendig. Sie lassen niemanden durch.“
„Ich weiß. Aber wir haben keine Wahl. Vielleicht können wir es zu unserem Vorteil nutzen, dass die Abriegelung uns den Rücken zombiefrei hält. Der Weg ins Landesinnere ist auf jeden Fall versperrt.“
„Dann ziehen wir wohl gemeinsam los.“, meint Chris nachdenklich und blickt Robyn dabei an.
„Was soll dieser Blick? Hör auf damit.“
„Zückst du sonst wieder dein süßes Messer und drohst mir damit?“
 „Von wegen süßes Messer.“  Robyns Stimme nimmt einen bedrohlichen rauchigen Ton an. Es liegt bereits in ihrer Hand und sie führt die Spitze zu Chris Kinn, bohrt ihm leicht in die mit Bartstoppeln bedeckte Haut. Sein Blick ist furchtlos. Sie grinst und lässt es seinen Hals hinuntergleiten, wobei ihn die Klinge ritzt und eine rote Strieme hinterlässt.
Er packt ihr Handgelenk. Hart, dominant. Blickt sie an.
Einen winzigen Moment lang sieht er in ihren Augen Furcht.
Er lockert seinen Griff. „Wo bist du nur all die Jahre gewesen?“, fragt er Robyn.
Sie zuckt mit den Schultern. „Gießen, Koblenz, Mayen. Mal hier mal dort.“

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BeitragVerfasst am: 21.03.2014 15:31    Titel: Wo ist der Schluss? Antworten mit Zitat

Liebe Belzustra,

ich habe gerade keine Zeit für Zeilenkritik, aber insgesamt gefällt mir Dein Text überraschend gut. Überraschend deshalb, weil Du mich mit Zombies normalerweise jagen könntest. Ich hab gestern einen Teil gelesen, musste dann aufhören und hatte mich gefreut, heute bis zum Schluss zu kommen. Leider ist hier Ende, bevor Schluss ist. Ändere das bitte, das wär mir ein dringendes Anliegen Smile

Insgesamt:
Gut sichtbare Charaktiere, authentische Dialogsprache, tolle Orientierung für den Leser möglich durch sauber gearbeitete Landschafts- und Ortbeschreibungen, eine klare Storyline, eine spannend angelegte Entwicklung innerhalb der Charaktere und zwischen den Protagonisten. Zur Story passende Satzstruktur, nicht zu episch, nicht zu kurzatmig. Tausend Kleinigkeiten, die man noch verbessern muss, wie immer halt, Überarbeiten ist eklig, aber eben nur Kleinigkeiten.

Ich würd´s sehr gern weiterlesen,

Herzlich,

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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 21.03.2014 22:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Schreib vor Glück,

freut mich, dass es dir gefällt.
Eine Fortsetzung kann ich dir zu diesem Zeitpunkt leider nicht versprechen. Ich habe damit begonnen die Geschichte komplett zu überarbeiten, parallel schreibe ich aber gerade auch eine Alternativversion, die zu einem anderen Zeitpunkt der Geschichte beginnt.
Es liegt noch viel Arbeit vor mir. wink

LG


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Heaven
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BeitragVerfasst am: 22.03.2014 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Belzustra,

deine Ideen finde ich nach wie vor gut. Se verliert mir nur etwas an Spannung. Du hast Einiges zu sehr umschrieben. Dinge erklärt, die sich der Leser schon denken kann oder die er bereits weiß.

Ein Beispiel:
Zitat:
Die Herde kommt näher

„Du bist gekommen“, stellt Robyn erfreut fest.
„Hast du etwas anderes erwartet?“
Ich weiß nicht. Sollte man in der heutigen Zeit noch irgendwelche Erwartungen stellen?“
Wahrscheinlich nicht. Was wolltest du mir zeigen?“
„Komm,Folge mir. ]Aaber achte auf deine Schritte. Tritt nur dahin, wohin ich trete. Ich habe hier überall Fallen ausgelegt. Wir wollen ja nicht, dass du aufgespießt wirst, oder?“.
„Natürlich nicht!“, antwortet er überspitzt.
Kurze Zeit später:
Wir sind daDa wohne ich.“
„Wo?“ Er legt die Hand an die Stirn und hält Ausschau. „Ich sehe nur Wald und Bäume.“
„Hier wohne ich.“
Er schaut sie fragend an.
Sie zeigt nach oben. Er guckt nach oben.
In der ausladenen Krone einer alten Buche meint er eine Art Plattform zu erkennen.
„Da hoch?“
Robyn nickt. „Hast du etwa Höhenangst?“, neckt sie ihn.
„Du meinst so wie du Höhlenangst hast? Nein.
Robyn greift den niedrigsten Ast und zieht sich spielend leicht hoch.
Chris folgt ihr, unter einiger Anstrengung, aber er ist stark und versucht sich keine Mühe anmerken zu lassen.(zeig das es anstrengend ist, lass einen Schweißtropfen an seinem Gesicht herunter laufen, lass ihn seine Zähne zusammenbeißen ... Das er stark ist wissen wir doch bereits, das brauchst du nicht extra schreiben.)


Auch lachen mir deine Prota zu viel, während sie über den Tod ihrer Angehörigen und ihrer Hunde sprechen. Wenn es zynisch rüberkommen würde, das Lachen ihre Augen nicht erreichen würde oder es wäre ein unechtes, schrilles Lachen...
Einige Szenen, zum Beispiel die mit dem Vater und Bruder von Chris, sind mir zu flach. Da könnte man mehr draus machen. Kannst du sie nicht passieren lassen? Das fände ich spannender.
Ungefähr so:
Zitat:
Seine Gedanken zogen ihn zurück in die Vergangenheit:
"Cole, nimm Liam und lauf,"rief sein Vater.
Die Zombies kamen aus einem Abwasserrohr .....


Ich hoffe du kannst etwas mit meinen Anmerkungen anfangen und bin gespannt wie es weiter geht.

LG
Heaven
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