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Einer schwankenden Freundin


 

 
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LeoModest
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 32
Beiträge: 143
Wohnort: Travemünde


BeitragVerfasst am: 08.03.2014 20:38    Titel: Einer schwankenden Freundin eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

I
Ungestört nicht zu erschließen,
Bahnt sich das Wasser seinen Weg.
Schnell und langsam mag es fließen,
Doch fließen wird es unentwegt.

Zwar nicht identisch, doch konstant
Zeigt jede Eigenschaft einmal:
Fließt doch als gleicher Fluss durch’s Land –
Mal breit und seicht, mal tief und schmal.

Höhen hinab, gefährlich und wild
Als Wasserfall brausend entbrannt.
Täler durchschreitend, ruhig und still
Gemächlich, gelassen, entspannt.

Auf ein tropfenleises Schweigen
Folgt ein tobend-lautes Treiben:
Was er auch der Welt wird zeigen,
Er wird doch der Gleiche bleiben.

II
Solch einem Flusse ähnelst DU,
Kommst nie zur Rast und nie zu Ruh’.
Wunderst dich ob deiner Seiten,
Die dich auf dem Weg begleiten.

Hoffnungsfroh nach vorne blicken,
Dann an Zukunftsangst ersticken,
Überall das Schöne sehen,
Dann im Zweifeln fast vergehen.

Pläne schmieden, dich begeistern,
Dann den Alltag fast nicht meistern,
Dich zu jedem Schritte mühen
Und dann vor Ideen sprühen.

Immer wieder neue Züge,
Doch Verändern heißt nicht Lüge:
Denke nach über alles und dich,
Doch zweifle nie an deinem Ich.

III
Ja, du ähnelst solch einem Fluss,
Der fließend stets sich ändern muss,
Doch du bleibst – trotz allem Scheine –
Unverkennbar nur die eine.

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Nicnak
Schreiberling

Alter: 34
Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 09.03.2014 17:00    Titel: Re: Einer schwankenden Freundin Antworten mit Zitat

edit: *nach Quote auf absenden gedrückt -.- *

Sehr schönes Gedicht, dass lesen der Satzanfänge (nach dem Komma`s große Buchstaben) hindert den Fluss (falls das bei Lyrik so ist, ignorieren).

Macht nachdenklich, guter Text.

Die Eine ist wohl deine Freundin/Frau? wink

Edit 2: *Überschrift nicht gelesen, verwirrt heute bin* Kopf an die Wand
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jim-knopf
Geschlecht:männlichDichter und Trinker

Alter: 30
Beiträge: 4496
Wohnort: München
Das Goldene Pfand DSFo-Sponsor
Goldene Feder Lyrik


BeitragVerfasst am: 10.03.2014 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

guten morgen leomodest,

eine frage vielleicht erstmal ganz am anfang,
bevor ich mit irgendwelchem metrik-gedöns anfange.
hast du versucht, in deinem text irgendein metrisches schema einzubauen?
wenn nicht, warum hast du es nicht getan?
ist dir metrik in dieser hinsicht wichtig?

viele grüße
roman


_________________
Ich habe heute leider keine Signatur für dich.
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LeoModest
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 32
Beiträge: 143
Wohnort: Travemünde


BeitragVerfasst am: 10.03.2014 17:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Anmerkungen.

Du fragst nach der Metrik, Roman? Ja, ein klares Konzept hatte ich nicht. In der Regel versuche ich, die Betonungen konstant zu setzen, aber hier ist das nicht der Fall. Ich habe mal eine Audiodatei davon hochgeladen - da versuche ich es, flüssig vorzulesen, wohlwissend, dass man mit dem Text vertraut sein muss um die Betonungen dem Inhalt anzupassen. Folglich nehme ich da jede Kritik hin, dass das nicht ganz einwandfrei ist. Wenn das euch beiden klar auffällt, so kann ich das wohl auch mit meinem bewussten Vorlesen nicht kaschieren. Hm.
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Babella
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 56
Beiträge: 611

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 08.04.2014 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Das Bild von dem Fluss als jemandem, der schwankt, sich verändert und auch getrieben ist, gefällt mir sehr.

Für mich hat aber ein fließendes Gewässer, egal ob gerade stürmisch oder entspannt, immer etwas Rhythmisches. Und da beginne ich ab der dritten Strophe zu stolpern, und am Schluss wird es ganz schlimm.

Ich würde versuchen, den stürmischen und den ruhigen Teil auch metrisch abzubilden. Vielleicht abwechseln zwischen Jambus und Daktylus, nur so als Idee.

Außerdem würde ich keine Ratschläge ("Aber zweifle nie an deinem Ich") unterbringen, das reißt einen aus diesem wohlwollenden, ja, liebenden, genießenden Betrachten.

Babella
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5944
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 08.04.2014 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leo,

dein Gedicht erinnert mich an 'Die Moldau'.

Hier finde ich, gelang es dir super, die Beschreibung auch metrisch umzusetzen:

Höhen hinab, gefährlich und wild
 Als Wasserfall brausend entbrannt.
(STÜRZT SCHNELL))
 Täler durchschreitend, ruhig und still
 Gemächlich, gelassen, entspannt.
(WIRD GEMÄCHLICH SCHREITEND)
Auf ein tropfenleises Schweigen
 Folgt ein tobend-lautes Treiben:
(TRÖPFELT)

Edit: Sehe jetzt erst, dass ich's mir auch anhören kann. Muss ich noch machen.
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Gast







BeitragVerfasst am: 09.04.2014 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

LeoModest hat Folgendes geschrieben:
Danke für die Anmerkungen.

Du fragst nach der Metrik, Roman? Ja, ein klares Konzept hatte ich nicht. In der Regel versuche ich, die Betonungen konstant zu setzen, aber hier ist das nicht der Fall. Ich habe mal eine Audiodatei davon hochgeladen - da versuche ich es, flüssig vorzulesen, wohlwissend, dass man mit dem Text vertraut sein muss um die Betonungen dem Inhalt anzupassen. Folglich nehme ich da jede Kritik hin, dass das nicht ganz einwandfrei ist. Wenn das euch beiden klar auffällt, so kann ich das wohl auch mit meinem bewussten Vorlesen nicht kaschieren. Hm.
kannste nicht. Smile

die frage ist, ob du selbst ein silbenbild drunterlegst oder ob ich das für teil I mal tun soll, damit du weißt/siehst, was ich damit meine.

lg w.
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