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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig "New Space" - Schicksalsschlag auf der Oberfläche


 

 
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Nicnak
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BeitragVerfasst am: 03.03.2014 21:00    Titel: "New Space" - Schicksalsschlag auf der Oberfläche eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo,

ich bin seit gestern hier im Forum und wollte mal Feedback einholen, indem ich ein Kapitel, des Romans an dem ich momentan arbeite, hier reinstelle.

Gerade bei der Einleitung, mit dem Berliner Akzent bin ich mir unschlüssig, ob ich es ganz weglassen soll, oder noch stärker ausbauen soll. Auch bei der Einleitung selber wäre mir Kritik wichtig. Ob sie zu umgangssprachlich ist, oder so passt. Sie ist bewusst so geschrieben, das der Leser erst nach und nach, auf das Renovieren kommen soll.


Kurzes Vorwort:

Nach dem dritten Weltkrieg baute die Restbevölkerung ein Schiff, die New Space, um einen neuen bewohnbaren Planeten zu finden.

Nick, Hank und Leutnant Veila sind Figuren, dessen Beschreibung, in einem vorrangegangenen Kapitel bereits erfolgt ist, ebenso wie die Beschreibung des Firebirds.

Hank berlinert ein wenig, womit das Kapitel auch anfängt, ich habe versucht nur dies und das, durch dit und dat zu ersetzen und icke, etc. wegzulassen um es nicht zu übertreiben.



„Ich komm nach Hause wah, ich dacht ich werd nich mehr, überall hingen von den Türen Plastikfolie, Eimer standen in der ganzen Wohnung verteilt, dis hat ausgesehen wie nach nem Krieg. Als hät ne Atombombe eingeschlagen. Auf dem Boden knüllte sich dat Zeitungspapier schon von alleine, allet voller Farbklekse, wah. Dat schärfste waren ja die Wände, die eine rot, die andere gelb die dritte grün. Alle halb beschmiert zum antesten. Wär n Papagei durchgeflogen den hätste kaum gesehn.“, sagte Hank und schüttelte seinen Kopf. Er stand mit einer Hand an seinem Spint gelehnt da und fuhr sich mit der anderen durch die Haare.
Nicklas schaute hoch vom Schuhe binden und fing zu Lachen an.
  „Ich  war grad ma halb drin, hat die Schuhe nich ma ausgezogen, kam se schon angetanzt mit nem Pinsel in der Hand. Schatz wie findeste die Farbe, wie findeste dat, dis und dat würde zu sonstwat passen, und so weiter … naja, sah echt aus wie aufm Schlachtfeld, ich bin echt froh wenn die Geschichte durch ist.“
„So sind sie, da kannste nichts machen. Wenn`s ums Renovieren geht, da drehen die frei. Da kannst du nur den Kopf einziehen und hoffen das es nicht allzu heftig wird.“
„Na mach ich ja schon, ich sach ja schon Garnichts mehr.“
„Habt ihr wenigstens den Schrank ins Schlafzimmer bekommen.“
„Ne dat halbe Ding mussten wah auseinandernehmen.“
Nick zog den Reißverschluss seines Anoraks zu, nahm sein Namensschild, hauchte es an und rieb es an seinem Ärmel blank. Nachdem er es angesteckt hatte musterte er sich kurz im Spiegel, ob alles am rechten Fleck saß und schloss die Tür seines Spints. „Kann losgehen. Mal sehen was sie heute wieder zu meckern hat.“
„Da mach dir ma keinen Kopp, wenn die in Meckerlaune is dann findet die ratzfatz wat, die olle Veila.“, sagte Hank und zog auch seinen Reißverschluss hoch.
Sie verließen die Umkleidekabine der Flugstaffel und gingen in einen Besprechungsraum in der Mitte des Hangars. Es war ein kleiner Raum mit zehn Stühlen die wild umeinander standen, an den Wänden hingen ein paar Regale mit Akten und in der Mitte stand der Schreibtisch von Professor Veila - auf dem sich Ordner stapelten und Notizblätter sich im Chaos tummelten. Über dem Eingang hing eine altmodische Uhr, die Zeiger standen auf zehn nach acht.
„Morgen“, begrüßten die beiden den Rest ihrer Crew.
„Morgen“, hallte es zurück.
Die Flugstaffel bestand aus insgesamt drei Einheiten zu je acht Mann. Innerhalb der Staffel herrschte ein rauer Ton und disziplinarische Strenge - ein ähnlich straff geführter Drill, wie bei der Armee.  Ihr Team wurde vor kurzem erst neu gegründet. Neue Andockstationen wurden dringend benötigt, da der Platz auf dem Schiff immer knapper wurde, durch die stetig anwachsende Bevölkerung. Sie alle zusammen hatten vor kurzem erst ihre Prüfungen bestanden. Ihre Crew bestand aus zwei Teams. Das erste bestand aus Nicklas, Hank, Chung und Thomek, den Piloten, sie waren zuständig für alles was mit den Space Shuttles zu tun hatte und dass die Andockstationen abgeholt und an die richtige Stelle transportiert wurden, bei Bodeneinsätzen war ihre Aufgabe zumeist der Abtransport der Rohstoffe.
Sim-Yong Chung war ein kleiner, flinker Kerl mit schwarzen Haaren, der zahlreiche Kartentricks beherrschte und ein Aas im Pokern war. Marvin Thomek war ein bierbauchiger Knirps und der Einzige, bei dem der straffe Drill des Führungsstil nicht zu fruchten schien.
Die zweite Gruppe bestand aus Taylor, Gustavson, Martinez und Belutschi, den Mechanikern, sie waren zuständig für das andocken an sich, die Verlegung der Kabel und sonstigen Arbeiten, die vor Ort anfielen, auf Planeten bauten sie Rohstoffe ab, die dann von den Piloten abtransportiert wurden.
Matthew Taylor, war das Küken der Crew, er war ein bis zwei Jahre jünger als die anderen und ziemlich Vorlaut. Erik Gustavson war ein recht wortkarger Kerl, der sich, in seine kurzgeschorenen Haare, noch drei Streifen rein rasiert hatte über der Schläfe. Vincent Martinez war der Technikfreak ihrer Gruppe, der die Werkzeugarme seines Mech-Jetpacks blind beherrschte und es mit ihnen sogar geschafft hatte einen Rubikscube zu lösen. Das Schlusslicht bildete Sonja Belutschi, der einzigen Frau im Bunde, sie war nicht ganz so taff wie ihre Vorgesetzte, aber kam an Leutnant Veila schon nah ran und lies sich nichts von ihren Kumpanen gefallen.
Nicklas begrüßte Chung und klopfte ihm auf die Schulter, er gab ihm ein kleines Bündel von Scheinen, die er ihm noch schuldete, da ihm bei ihrer letzten Runde Poker das Geld ausgegangen ist – der größte Teil der Währung auf der New Space bestand aus Credits, die elektronisch gehandhabt wurde, Münzgeld wurde abgeschafft, aber Scheine bildeten eine Art Ersatzwährung, meistens unter den Bewohnern selbst, konnten aber auch in Credits umgewandelt werden.
„Hier haste deine Kohle.“, pfefferte er ihm das Bündel in die Hand.
Chung saß auf einem Stuhl, die Füße überschlagen auf einem anderen und grinste. „Immer wieder gern, immer wieder gern. Du weißt ja dass deine Knete bei mir in guten Händen ist … wie geht es deinem Bruder, hat er das Gröbste hinter sich?“
„Alles bestens, er kann wieder gehen und stehen.“, sagte Nick, zog einen freien Stuhl ran und setzte sich neben ihn. „Er hat zwar noch ein paar blaue Flecken, aber nichts wildes, das wird schon wieder.“
Chung nickte zustimmend.
Leutnant Veila betrat den Raum und begrüßte sie, sie war spät dran, was nichts Ungewöhnliches für sie war und allen Crewmitgliedern bekannt. „Morgen Männer und Sonja.“, sagte sie, nickte ihr zu und nahm Platz. Sie redete alle ihre Untergebenen grundsätzlich mit dem Nachnamen an, abgesehen von Sonja, da sie die einzige Frau im Kader war und ihren Enthusiasmus für die Flugstaffel, als weibliches Mitglied, sehr schätzte. Die Anrede mit dem Vornamen war aber das einzige Privileg, dass sie ihr zugestand, ansonsten nahm sie sie genauso hart ran wie die Männer, teils heftiger. „Chung Füße runter …“, er gehorchte aufs Wort. „… so Leute, heute geht’s ans Eingemachte. Da die Verrückten aus dem Prüfungskomitee wirklich glauben ihr Pappnasen seit in der Lage die ehrenvolle Arbeit der Flugstaffel zu verrichten, schicken wir euch heute raus. Naja, Sonja ist ja dabei, da kann`s ja nicht allzu schlimm werden.“, Sonja zwinkerte ihr grinsend zu, der Rest lachte. „Wir haben das Ganze ja gestern, in Ruhe, am Simulator nochmal geübt und danach besprochen, von daher die Kurzfassung. Ebene D12 kriegt ne neue Büchse aufs Dach.“ (So wurden die Andockstationen intern in der Staffel genannt.) „Nichts dramatisches, ein ganz normaler Standartkasten, abholen, rüber fliegen, andocken, fertig. Die ganze Angelegenheit dürfte bis zehn Uhr durch sein, dann Pause, und danach geht es rüber auf Ebene F16, eine Frontwand austauschen, die in der letztens der Komet eingeschlagen hat. Die richtigen Teams sind mit den Triebwerken beschäftigt, von daher sind wir in nächster Zeit für die Andockstationen verantwortlich.“ Sie öffnete die Schublade ihres Schreibtisches und kramte einen Schokopistazienriegel heraus – der strenge Drill der Flugstaffel bezog sich nur auf die Ausbildung, ansonsten herrschte ein lockerer, entspannter Umgang, solange die Arbeit erledigt wurde und nichts weiteres vorfiel, wovon ihre ehemaligen Auszubildenden bislang noch nicht viel mitbekommen hatten. „Williams,        De Marco, ihr fahrt den Rollwagen mit den Reifen noch ins Lager zurück, den ihr gestern habt stehenlassen. Der Rest von euch macht sich fertig und wir sehen uns dann bei  D12.“
Die meisten der Gruppe erhoben sich, außer Hank, der die ganze Zeit über an der Wand stehend verbracht hatte. „Ach dat pack ich alleine. Kein Problem für Hank den Tank.“, sagte er, verzog sein Gesicht zu einer Grimasse und prahlte mit seinen Muskeln, indem er seine Arme vor sich anspannte, leicht nach links und rechts wippte und wie ein Bodybilder poste.
„Jaja, Großmaul, nimm trotzdem dein Schoßhündchen mit.“ Sie riss das Papier von ihrem Schokoriegel auf und biss genüsslich hinein.
„Wuff, wuff.“, bellte Nick und die Mannschaft verließ tuschelnd den Raum. Nick ging zu dem Rollwagen und sprang herauf. „Na dann zeig mal was du kannst.“
„Ai, ai Captain, volle Kraft voraus.“  Hank musste sich bemühen, den Wagen mit zehn gestapelten Rädern, zu je zwei Haufen a dreihundert Kilo, plus Nicklas, in Bewegung zu bringen, kriegte es aber hin und schritt von dannen.  
 

Der Lack des Firebirds glänzte schon von weitem, als sie auf ihn zuliefen, er stand geparkt auf einem Rollband vor der Schleuse des Hangars. Chung und Thomek waren bereits abgeflogen als sie ankamen. Nicklas drückte auf einen Knopf unterhalb des Cockpits und beide Visiere schwebten sanft nach oben. Nick sprang und Hank kletterte ins Cockpit, sie setzten ihre Helme auf und richteten ihre Instrumente. Ein paar Knopfdrücke und Schalterhebel später waren sie startklar. Das schwere Tor ihrer Startrampe öffnete sich zu beiden Seiten und der Firebird fuhr langsam, durch das Rollband, in die Zwischen-schleuse. Sie warteten dass sich die Tür hinter ihnen wieder schloss, damit die vordere Luke aufgelassen werden konnte. Das Rollband stoppte, zwei massive Metallschienen fuhren senkrecht aus dem Boden und hoben das Shuttle ein Stück empor.
„Alter, ich kannet kaum erwarten dat war losfliegen, …“, Gänsehaut bildete sich auf Hank seiner Haut, hoch bis zum Kopf. „… wie die Zeit verfliegt, Nicky, weißte noch wie wir das erste Mal hier zusammen raus geschossen sind?“
Nicklas war fast genauso aufgeregt wie er, sie waren schon eine Weile nicht mehr richtig geflogen - sie hatten die letzten Wochen am Simulator verbracht, um eine Routine rein zubekommen, damit jeder Handgriff saß – und somit war es für sie immer noch ein Ereignis das All und die New Space von Außen zu betrachten.
„Klar weiß ich dass noch.“, auch bei ihm bildete sich nun eine kleine Gänsehaut. „Leg los.“
Die Luke war nun komplett geöffnet und bot die Weiten des Weltraums dar, Sterne funkelten und flackerten zu Tausenden vor schwarzem Hintergrund. Die Metallschienen schnellten nach vorne und katapultierten den Raumgleiter hinaus. Die Sterne verwischten zu leuchtenden Lichtlinien. Sie schwebten mit dreihundert Stundenkilometern davon, bis Hank das Ruder übernahm und nach unten rechts riss. Er gab vollen Schub. Durch die invertierte Steuerung schoss der Firebird diagonal nach oben und startete ihre Wendung mit einer scharfen Kurve. Hank klappte einen Teil des rechten Steuerungsflügels aus, sodass der Firebird schnelle Schrauben drehte – was zwar nicht ganz Ordnungsgemäß war und von dem Nicklas meistens übel wurde, ließ er sich diesen Spaß trotzdem nicht nehmen.
„Brems ab, brems ab.“, kreischte Nick ein wenig benommen.
Hank hörte auf seinen Freund. Er brachte den Firebird nahezu zum Stehen und in eine waagrechte Position. Langsam schwebte er nu fort, und in ihrem Blickfeld erstrahlte die New Space in voller Größe. Neben den Schrauben war dass ein weiteres Ritual von Hank, bei jedem Ausflug wendete er und stoppte das Shuttle, sodass sie das Schiff in ihrer Gänze und gesamten Pracht bewundern konnten. Sie waren circa zwei Kilometer von ihr entfernt und die New Space sprengte fast ihr gesamtes Blickfeld und bot einen majestätischen Anblick. Die Kuppel glänzte und reflektierte das Sternenmeer um sie herum, ebenso wie die zwei kleineren Panzerglaskuppeln des Freizeit- und Tierparksektors. Abertausende kleine Lichter glitzerten aus den Fenstern heraus, hunderte von Andockstationen, die meisten rechteckig, oder quadratisch, ragten aus der Oberfläche hervor und formten ihre unregelmäßige Struktur – circa sechzig Prozent der Außenhaut des Schiffes war noch frei, der Rest war mit Andockstationen übersät. Einzig die neonfarbenen, hellblauen Ausstöße des Antriebes, der elektrischen Triebwerke, fehlten zur Vollendung ihres sonst typischen Gesamtbildes. Sie war um die siebenhundertneunzig Meter lang und knapp dreihundertfünfzig Meter breit. Sie hatte insgesamt acht Antriebe, vier vorne und vier hinten, die sich diagonal in alle vier Richtungen streckten, damit die Schubkraft dem Schiff nicht zu nahe kam.
Die New Space stand still, seit acht Tagen schon, wobei die Bewohner den Unterschied zum Betriebstempo lediglich in den vorbeischwirrenden Lichterschlangen, der Sterne, bemerkten, falls sie aus dem Fenster blickten.  Die zwei restlichen Teams der Flugstaffel waren mit den Triebwerken beschäftigt, Arbeiten die nicht während des Fluges erledigt werden konnten.
Hank nahm wieder Schub auf und Kurs auf den hinteren, unteren Teil des Schiffes, dort wo sich die Maschinenbaudecks befanden und das zweite Shuttle der Piloten auf sie wartete, um die Andockstation abzuholen. In der Zwischenzeit bereitete sich der Rest ihrer Crew auf die Außenarbeiten vor, indem die Mechaniker, im Hangar der Flugstaffel, in Weltraumanzüge schlüpften und in ihre Mech-Roboter ähnlichen Jetpacks stiegen. Es waren große schwere Maschinen, ausgestattet mit verschiedenen Werkzeugen, sowie Greifarmen, die sich beim Wechseln nach hinten klappten, und sich für Schweißarbeiten, Bohrarbeiten und andere Tätigkeiten im Außenbereich eigneten. An jedem von ihnen waren hinten große Tanks eingebaut mit flüssigem Kohlendioxyd, der starke Ausstoß ermöglichte es, dass sie recht agil und flink um das Schiff herum schweben konnten. Nachdem sie fertig waren flogen sie gemeinsam in den Bereich D12 und warteten auf ihre Vorgesetzte und die Piloten.
Hank war derweilen am Tor der Ausgabe des Maschinenbereichs angelangt, es war fünfzig Meter breit und zwanzig Meter hoch, die Luken waren bereits unten und die fertige Andockstation stand da, fertig zur Abholung.
„Wo bleibt ihr denn?“, meckerte Thomek via Funkkontakt. „Kauft euch gefälligst ein Bild, wenn ihr die New Space anstarren wollt.“
„Ach sei leise.“, maulte Hank zurück. „Als obde lange warten musstest.“ Hank und Thomek kamen nicht besonders gut miteinander aus, während der eine Fitnessfanatiker war, lies es sich der andere schmecken und konnte so gar nichts mit Sport anfangen, was Hank nicht nachvollziehen konnte. Er steuerte das Shuttle auf den rechten Teil der Andockstation zu, während Nicklas die Greifarme aus den Seiten ausfuhr, und sie hackten sich gemeinsam in die Transportschlitze der Station ein. Chung und Thomek waren auf der anderen Seite ebenfalls eingehackt. Sie synchronisierten ihre Raumgleiter mit der Ebene D12 und ihre beiden Shuttles schwebten, per Autopilot, davon. Die kurze Reise ging untenrum, einmal um das gesamte Schiff, was noch der leichte Teil war.
Hank lehnte sich gemütlich zurück, während Nicklas die gesamte Zeit die New Space von Außen betrachtete, mit ihren vielen Andockstationen, die an ihnen vorbeiglitten.
„Auf dem Rückweg könnten wir eigentlich kurz mal bei meiner Mutter vorbeischauen, die schaut recht blöd wenn wir vor ihrer Nase erscheinen, soweit ich weiß hat die Küche, der Kantine, ein Fenster.“, sagte Nicklas, während er sich umdrehte um zu seinem Kollegen nach oben zu schauen.
„Dat machen wah.“, lachte Hank. „Ruf se vorher an dat se wat zum Futtern zurechtmacht, dann hol wars ab, wie bei sonem Drive in aus den Filmen.“
Jetzt begann der knifflige Teil der Mission. Leutnant Veila und die Mechaniker warteten, teils gelangweilt, teils ungeduldig, mit ihren Jetpacks auf sie. Mithilfe eines V-Netpads verfolgte und kontrollierte ihre Ausbilderin die Daten der Shuttles. Das Manövrieren der Andockstation begann, die Schwierigkeit dabei war, dass die New Space nie komplett still stand, durch das Innenleben des Schiffs an sich und den Schwingungen, der schweren Maschinen, im unteren Bereich.   
„Williams, mehr nach Rechtsvorne, geh hoch auf vierunddreißig Grad.“, dirigierte Leutnant Veila.
Hank tippte den Befehl ein und der Firebird führte ihn aus, während Nick mit seinen Joysticks die Greifarme mitführte. Die Andockstation war fast an der richtigen Position, sie schwankte in leichten Wellen zusammen mit dem Schiff, die Mechaniker machten sich an die Arbeit und fingen an erste Stecker, für Kabelleitungen, einzustöpseln. Sie packten mit ihren Greifern die wuchtigen Stecker, von denen jeder die Länge von einem Meter fünfzig hatte, und firmelten solange herum, bis sie schließendlich ineinander rasteten.  Kraft spielte dabei keine Rolle, in die Werkzeugarme brachten sie nur ihre Hände reinstecken, sodass sie sich bequem Steuern ließen, mit den natürlichen Bewegungen ihrer Arme, den Rest machte die Technik von alleine.
Martinez war, wie bei den Simulationen, am schnellsten und sagte jedes Steckerpärchen euphorisch an.
„Ach, halt`s Maul Victor.“, bluffte in Belutschi von der Seite an, die noch nicht einmal mit dem Ersten fertig war.
„Vergönn ihm doch den Spaß, wenn er doch sonst nichts kann.“, lästerte Taylor und fing zu grinsen an.
„Drei!“, ignorierte sie Martinez und schwebte zum Nächsten.
Nicklas fing an sich zu langweilen, er schwang im Takt des Schiffes mit seinen Joysticks mit und sah aus dem Fenster von einem Planet zum anderen, zwei befanden sich in ihrer Nähe, Scans hatten nichts brauchbares auf ihnen gefunden, aber ihre Atmosphäre und Oberfläche war deutlich zu erkennen und faszinierten ihn.
„Thomek, Stück nach Linkshinten, geh auf zweiundachtzig Grad.  
Thomek folgte ihr und gab den Befehl ein. Er vertippte sich und aus zweiundachtzig wurde achtundzwanzig. Statt nach Linkshinten schnellte sein Shuttle nach Linksvorne, die Andockstation prallte mit dem Schiff zusammen, was einen heftigen, metallischen Knall ergab und wodurch sich Teile der vorderen Wand leicht verzogen, was schlimm genug gewesen wäre, aber im großen und ganzen nicht weiter wild, viel dramatischer war, dass Martinez, in seinem Eifer beim Einstöpseln, nicht aufgepasst hatte und sich zu weit vorne aufhielt mit seinem Greifern. Er wollte gerade vier sagen, als er plötzlich heftig zu schreien begann, vor Schmerz, als die Kante der Büchse den oberen Teil seines Werkzeugarms, sowie seine drei letzten Finger, einquetschte und schlagartig abtrennte. Hätte er nicht im letzten Moment noch reflexartig seine Hand zurückgezogen, wäre sie komplett abgerissen worden. Die Andockstation erwischte, zuvor, auch Jetpack, ein Teil des Gerüsts brach und eine Stange spießte ihn drei Zentimeter tief in die Rippen. Kleine Explosionen, des Weltraumanzuges, am Ärmel und um die Stange, verschlossen die Schnittstellen unverzüglich, noch bevor auch nur ein weiterer Bluttropfen ins All hinaus pulsieren konnte – die Raumanzüge waren generell so ausgestattet, dass sich kleinste Risse, aber auch Größe Teile, sofort verschlossen, durch ein blaues Gel, welches im Inneren des Materials eingearbeitet war.
Alle schreckten auf und sprachen wild durcheinander.
„Thomek du Vollidiot!“ … „Wat`n nu los?“ … „Oh, mein Gott!“ ... „Scheiße!“
„Wollt ihr mich verarschen Jungs?“, schrie Leutnant Veila wutentbrannt und nahm kurz auf ihr verletztes Crewmitglied. „Kann doch nicht wahr sein, die erste Mission und schon fehlt einem von euch Pfeifen ein Arm.“
Thomek saß geschockt und regungslos in seinem Cockpit, während der Rest der Mechaniker zu Martinez flog. Victor ging es gar nicht durch, die Stummel seiner drei Finger brannten heiß, ebenso wie die Schnittstelle unter seiner linken Brust. Er fühlte sich wie aufgespießt, Schweißtropfen perlten seinen Wangen entlang, ein Fieber ähnlicher Zustand überkam ihn und vernebelte seinen Blick.
Leutnant Veila kontaktierte via Funk die Krankenstation. „Es gab einen Unfall mit einer Andockstation. Ein Mannschaftsmitglied ist verletzt, Abtransport zu riskant, schicken sie bitte ein Shuttle zur Ebene D12.“
„Halt durch Vic, Hilfe ist unterwegs.“, versuchte Sonja ihn zu ermutigen.
„Es brennt.“, keuchte er. Am liebsten hätte er das Visier seines Anzuges aufgeklappt, wenn es ihm nicht den Kopf wegblasen würde.
Die gesamte Gruppe scharrte sich eng gedrängt, mit ihren Mech-Jetpacks, um ihn herum. Hände klopften ihn aufmuntert auf die Schulter. „Das wird schon wieder.“, vernahm er eine Stimme, kurz bevor er das Bewusstsein verlor. In seinem Zustand war es zu gefährlich ihn einfach so zur nächsten Luke zu fliegen, und so mussten sie warten.
Der Raumgleiter, der Krankenstation, kam zehn Minuten später und nahm ihn auf, während Leutnant Veila der Mannschaft noch eine Predigt hielt, in der Zwischenzeit.

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Mogmeier
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BeitragVerfasst am: 04.03.2014 22:02    Titel: Re: "New Space" - Schicksalsschlag auf der Oberfläche Antworten mit Zitat

Hallo Nicnak

Ein Feedback ist hier nicht wirklich zu geben, sondern nur ein paar Hinweise.
Deinen Text solltest du noch einmal gründlich überarbeiten um etwaiges Feedback erhalten zu können, oder du lässt dir das Ganze in die Rubrik ›Prosa-Werkstatt‹ verschieben. – Es sind einfach zu viele Fehler im Text enthalten, nicht nur was Rechtschreibung und Kommasetzung anbelangt, sondern auch Schreibstil und Ausdrucksweise. Ja sogar Logikfehler sind darin zu finden, die du eigentlich hättest vermeiden können.
Kommen zu viele dieser Fehler zusammen, schreckt das die Leser reichlich ab.
Ich habe deinen Text nur bis zu dieser Stelle gelesen ...
Nicnak hat Folgendes geschrieben:
Die Sterne verwischten zu leuchtenden Lichtlinien.
... danach brach ich ab, denn darin fand ich bereits den zweiten Logikfehler. Das Ganze hinterließ bei mir einen oberflächlichen Eindruck.
Kleiner Tipp: ›Parallaxe‹ ... Die Sterne im Hintergrund würden sich auf jeden Fall scheinbar mit dem Betrachter, der im Raumschiff sitzt, mitbewegen und nicht zu verschwommenen Linien werden. Erst recht nicht bei einer Geschwindigkeit von lächerlichen 300 km/h. Diese läge ja raumfahrttechnisch gesehen sogar noch unterhalb der Schrittgeschwindigkeit.

Den Rest deiner Geschichte habe ich dann nur noch überflogen, und auf die Vielzahl anderweitiger Fehler hatte ich ja bereits hingewiesen.

Gruß,
Mog


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Nicnak
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BeitragVerfasst am: 04.03.2014 22:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Mogmeier,
vor allem für den Tipp mit der Parallaxe.
Ich werde den Text bis morgen nochmal überarbeiten, und kürzen.

Ich kenne mich leider nicht besonders gut, eigentlich Gar nicht, mit dem Weltraum an sich aus. Bisher ist alles nur meiner Phantasie entsprungen, oder entstanden was mir aus Filmen im Gedächtnis blieb (Z.B. Verwischende Sterne bei Warp Geschwindigkeit).   

Es ist auch sehr ungewohnt in einem Forum zu schreiben, indem jeder sich mit dem Thema an sich befasst. Die üblichen Internetforen haben mich verdorben. *heul*

Es wäre trotzdem nett wenn du mir den ersten Logikfehler noch schreiben könntest.
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Mogmeier
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BeitragVerfasst am: 05.03.2014 01:27    Titel: Antworten mit Zitat

Lass dir nur Zeit beim Überarbeiten. Man sollte dabei nichts überstürzen. Und vor allem solltest du deinen Text mit der Rechtschreibprüfung deines Schreibprogramms durchleuchten. Für eine nachträgliche Rechtschreibkontrolle empfehle ich dir auch die ›Gerold-Funktion‹ hier im DSFo zu nutzen. Diese findest du rechts oberhalb des Kästchens, in das du deinen Text eingefügst.
Für die überarbeitete Version musst du dann auch nicht extra einen neuen Thread eröffnen. Diese kannst du hier an deinen Thread anfügen, bzw. darin einbringen, indem du das Häkchen vor die entsprechende Option [Neue Version] setzt.

Und noch ein Ratschlag: Zwecks Recherche oder der Aneignung des nötigen Grundwissens würde ich mich jetzt nicht unbedingt nur an Scifi-Filmen orientieren, denn darin wird mitunter schon mal das eine oder andere Physikbuch auf blasphemische Art und Weise verbrannt. – Aktuelles Beispiel: der Film ›Gravity‹. Ganze sieben Fehler fielen mir darin auf. Vier oder Fünf davon sind wohl allein dadurch zustande gekommen, weil der Drehbuchautor offensichtlich die Gesetzmäßigkeiten der Zentripetalkraft missachtet hatte, oder überhaupt die Bewegungsabläufe im Orbit falsch einschätzte.
Witziger Weise – wenn ich das richtig gehört habe – gab es für diesen Film sieben Oscars ... anscheinend für jeden Fehler einen.


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Harald
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BeitragVerfasst am: 05.03.2014 07:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nicnak,

noch etwas zum Schreibstil:

Ich würde deinen Stil als - nun ja - sehr jugendlich zielgruppenorientiert bezeichnen.
Dagegen ist ja an und für sich nichts einzuwenden, du reduzierst damit aber meines Erachtens die angestrebte Leserschaft ungemein …

Ansonsten hat Mogmeier schon einiges angesprochen, was ich auch noch angemerkt hätte …

 Wink


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Halvenio
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BeitragVerfasst am: 05.03.2014 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nicnak!

Nun habe ich es gerade einmal bis zur Hälfte deines Textes geschafft, meine Konzentration mag heute morgen einfach nicht mehr hergeben.

Ich finde der Anfang steht etwas verloren, bis zu diesem Satz  :Nick zog den Reißverschluss seines Anoraks zu,
nahm sein Namensschild, hauchte es an und rieb es an seinem Ärmel
blank.
befinde ich mich in mitten eines chaotischen Umzugs.
Auch wenn ich es teilweise sehr ansprechend formuliert finde,
an sich weckt es weder mein Interesse noch kann ich im weiteren
Verlauf viel damit anfangen.

Zitat:
Das erste bestand aus Nicklas, Hank, Chung und Thomek, den Piloten, sie waren zuständig für alles was mit den Space Shuttles zu tun hatte und dass die klingt nicht flüssig Andockstationen abgeholt und an die richtige Stelle transportiert wurden, bei Bodeneinsätzen war ihre Aufgabe zumeist der Abtransport der Rohstoffe.
Sim-Yong Chung war ein kleiner, flinker Kerl mit schwarzen Haaren, der zahlreiche Kartentricks beherrschte und ein Aas im Pokern war. Marvin Thomek war ein bierbauchiger Knirps und der Einzige, bei dem der straffe Drill des Führungsstil nicht zu fruchten schien.
Die zweite Gruppe bestand aus Taylor, Gustavson, Martinez und Belutschi, den Mechanikern, sie waren zuständig für das andocken an sich, die Verlegung der Kabel und sonstigen Arbeiten, die vor Ort anfielen, auf Planeten bauten sie Rohstoffe ab, die dann von den Piloten abtransportiert wurden.
Matthew Taylor, war das Küken der Crew, er war ein bis zwei Jahre jünger als die anderen und ziemlich Vorlaut. Erik Gustavson war ein recht wortkarger Kerl, der sich, in seine kurzgeschorenen Haare, noch drei Streifen rein rasiert hatte über der Schläfedas würde ich anders formulieren. Vincent Martinez war der Technikfreak ihrer Gruppe, der die Werkzeugarme seines Mech-Jetpacks blind beherrschte und es mit ihnen sogar geschafft hatte einen Rubikscube zu lösen. Das Schlusslicht bildete Sonja Belutschi, der einzigen Frau im Bunde, sie war nicht ganz so taff wie ihre Vorgesetzte, aber kam an Leutnant Veila schon nah ranauch hier gefällt mir die gewählten Formulierung nicht und lies sich nichts von ihren Kumpanen gefallen.
Nicklas begrüßte Chung und klopfte ihm auf die Schulter, er gab ihm ein kleines Bündel von Scheinen, die er ihm noch schuldete, da ihm bei ihrer letzten Runde Poker das Geld ausgegangen ist – der größte Teil der Währung auf der New Space bestand aus Credits, die elektronisch gehandhabt wurde, Münzgeld wurde abgeschafft, aber Scheine bildeten eine Art Ersatzwährung, meistens unter den Bewohnern selbst, konnten aber auch in Credits umgewandelt werden. Ja, auch ich neige zu ewig langen Sätzen Smile
„Hier haste deine Kohle.“, pfefferte er ihm das Bündel in die Hand.


Bis zu diesem Absatz, mir sind stark aufgefallen-
die Wiederholungen, damit büßt der Text meines Erachtens
sehr viel Lebendigkeit ein. Die oftmals eingeschobenen Sätze
bringen meinen Lesefluss ins stocken.

Ich freue mich schon auf die überarbeitete Version, ich denke man könnte vieles kürzen, einige Sätze feiner
ausarbeiten, abwechslungsreicher. Im Gegenzug die lang
ausgearbeiteten Sätze kürzen und auf den Punkt bringen.

Liebe Grüße!!
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Nicnak
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Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 05.03.2014 13:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mogmeier hat Folgendes geschrieben:
Witziger Weise – wenn ich das richtig gehört habe – gab es für diesen Film sieben Oscars ... anscheinend für jeden Fehler einen.
  Daumen hoch

Es ist zur Hälfte ein Fantasy Roman. Ich lese im Moment Lucky Starr von Isaac Asimov, der schreibt auch viel über Gravitation und versucht die Wissenschaft miteinzubeziehen, wobei, ich persönlich, es meistens langweilig finde und auf mehr Spannung in den nächsten Zeilen hoffe.

Aber was die Grundsätze angeht, "Parallaxe" (danke dafür) etc., werde ich nochmal überdenken, recherchieren.

Zitat:
Ich würde deinen Stil als - nun ja - sehr jugendlich zielgruppenorientiert bezeichnen.
Dagegen ist ja an und für sich nichts einzuwenden, du reduzierst damit aber meines Erachtens die angestrebte Leserschaft ungemein …


Das ist bewusst so gewollt, ich versuche es möglichst einfach zu halten, dass kein Leser mit zu vielen Fremdworten ausgegrenzt wird und sich leichter etwas bildlich vorstellen kann.

Falls du den rauen, umgangssprachlichen Ton der Flugstaffel meinst,
dass ist nur bei der Flugstaffel so. Die einzelnen Fraktionen reden unterschiedlich, mal schroff, mal technisch versiert, aber größtenteils anständig (statt Arschloch = Idiot etc.).

Zitat:
Nun habe ich es gerade einmal bis zur Hälfte deines Textes geschafft, meine Konzentration mag heute morgen einfach nicht mehr hergeben.


Kein Problem, danke für die Mühe. ^_^

Zitat:
Das Schlusslicht bildete Sonja Belutschi, der einzigen Frau im Bunde, sie war nicht ganz so taff wie ihre Vorgesetzte, aber kam an Leutnant Veila schon nah ranauch hier gefällt mir die gewählten Formulierung nicht und lies sich nichts von ihren Kumpanen gefallen.


Die einzige Frau im Bunde... *koppaufntischhau* Na klar.

Danke auch für den Rest der Kritik, mit dem "war" etc.,
dass hilft mir ungemein weiter.
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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 05.03.2014 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nicnac,

zu den Textschwächen wurde schon einiges von den Vorpostern gesagt. Ich habe noch ein anderes "Problem" mit dem Text, was mich auch beim Lesen irritiert: das Berlinerische.
Du hattest zuvor geschrieben:
Zitat:
Nach dem dritten Weltkrieg baute die Restbevölkerung ein Schiff, die New Space, um einen neuen bewohnbaren Planeten zu finden.

Gehen wir mal davon aus, dass dieses Szenario in weiter Zukunft liegt und die Restbevölkerung aus verschiedenen Kontinenten stammt (wird ja wohl nicht nur deutsche Restbevölkerung geben  Wink ), dann ist es irgendwie störend in meinen Augen, hier auf einen Dialekt Wert zu legen. Auch könnte ich mir vorstellen, dass in der Zukunft durch die immer stärkere weltweite Vernetzung Dialekte in Berufen, wie die hier Überlebenden ja anscheinend haben, Dialekt überhaupt nicht mehr gesprochen wird. Für mich wird die Figur dadurch auf den Dialekt "abgewertet" und es entsteht der Eindruck, dass sie nur durch den Dialekt lebt. Bei Regionalkrimis / Regionalliteratur ist das vollkommen in Ordnung aber bei Science Fiction / Fantasy?
Vielleicht bin ich aber auch alleine mit der Meinung ...
Viele Grüße
Piratin


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Nicnak
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BeitragVerfasst am: 05.03.2014 17:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Piratin hat Folgendes geschrieben:
  Für mich wird die Figur dadurch auf den Dialekt "abgewertet" und es entsteht der Eindruck, dass sie nur durch den Dialekt lebt. Bei Regionalkrimis / Regionalliteratur ist das vollkommen in Ordnung aber bei Science Fiction / Fantasy?
Vielleicht bin ich aber auch alleine mit der Meinung ...


Nene, dass war eigentlich der Grund warum ich dieses Kapitel reingesteckt habe.

Auf dem Schiff wird Englisch gesprochen, und zwar nahezu alle, da es Recht verpönt war eine andere Sprache zu sprechen.

Ich wollte unter "Einstand" eigentlich nur mal eine kurze Resonanz bekommen, ob der Schreibstil an sich ok, verständlich ist, und ob das mit der Umgangssprache an sich zumutbar ist, mit "hammse, wollma" etc.

Es ist eine Nebenfigur die stark von ihrer Umgangssprache lebt.

Mir fällt nur leider nichts ein, wie ich eine andere Umgangssprache einbauen könnte.

Wird später mal probieren das "wah, dit, dat" wegzulassen und auf ein Nuscheln zu beschränken "könnma hättsde"

Auch unsicher bin ich mir ob mit oder ohne `

Könn`ma, Hätts`de???

Danke auf jeden fall für deine Kritik.
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Nicnak
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BeitragVerfasst am: 05.03.2014 18:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich habe das Berlinern abgeändert, den Rest mach ich irgendwann mal in Ruhe, da muss ich erst noch recherchieren.

"Wah" wurde durch "Hee" ersetzt, oder besser "he", "hm", "ha", "hn", "hnm"??? Keine Ahnung.  Dozey

Es soll halt so klingen, als ob er leicht schnaubt.

Des weiteren "dit" und "dat" durch "dis" und "des", sowie

die genuschelten Worte mit  ` in der Mitte.

Kann man dass so stehen lassen? Und wie ist der Text an sich? Er soll der Neben-/Hauptfigur halt Charakter geben.

Fragen über Fragen... arrgh Müde bin.





„Ich komm nach Hause, he, ich dacht ich werd nich mehr, überall hingen von den Türen Plastikfolien, Eimer standen in der ganzen Wohnung verteilt, dis hat ausgesehen wie nach nem Krieg. Als hät ne Atombombe eingeschlagen. Auf dem Boden knüllte sich dis Zeitungspapier schon von alleine, alled voller Farbklekse, hee. Ded schärfste waren ja die Wände, die eine rot, die andere gelb die dritte grün. Alle halb beschmiert zum antesten. Wär`n Papagei durchgeflogen, den hätts`de kaum gesehn.“


„Ich  war grad ma halb drin, hat die Schuhe nich ma ausgezogen, kam se schon angetanzt mit nem Pinsel in der Hand. „Schatz wie find`ste die Farbe, wie find`ste dis und des, dis würde zu sonstwad passen“, und so weiter … naja, sah echt aus wie aufm Schlachtfeld, ich bin echt froh wenn die Geschichte durch ist.“

„Ne dis halbe Ding musstn`wa auseinandernehmen.“

 „Da mach dir ma keen Kopp, wenn die in Meckerlaune is dann find`die ratzfatz wad, die olle Veila.“

„Man hat die heut wieda n`Laune.“

 „Na aber trotzdem, brauch ja nich gleich so rumkeifen, he. In der Haut ihres Freundes möcht ich nich stecken.“

 „Gehn`wa später noch n Bier zischen im Tyrell, wenn wa fertig sind?“ Das Tyrell war ihre Stammkneipe in einem recht düsteren Teil des Vergnügungssektors.

 „Boar, du hast nie Lust in letzter Zeit. Was`n los mit dir Nicky? Für morgen sind keene Ausflüge geplant und ausschlafen könn`wa auch halbwegs. Ich sach ja nich das wa bis in die Puppen machen müssn. Aber een bis zwee Birchen sind ja wohl drin heute.“
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BreeBendi
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BeitragVerfasst am: 13.03.2014 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nicnak,

da ich für Technik nicht viel übrig habe und für SciFi auch nicht, gehe ich auf diese Bereiche gar nicht ein, davon verstehe ich nichts. Was die Rechtschreibfehler etc. angeht, hast du ja schon Feedback bekommen.
Aaaber det Berlinerische! Det is mein Ding. Komme zwar aus Schl-Ho., aber ich mag gerade diesen Dialekt so gern, dass ich einen meiner Protas in meinem Regionalkrimi ebenfalls mit Berliner Zungenschlag versehen habe. Bei mir sieht das allerdings etwas anders aus als bei dir. Ich habe mal einen kleinen Ausschnitt 'mitgebracht':

Ein Mann mit fettigen langen Haaren und einer enormen Hakennase trat auf sie zu, eine Bierflasche in der Hand. „He, Schönheit, is der Kerl frech jeworden? Musst nur wat sagen, denn is er fällich.“
Yvonne sah hoch, registrierte seinen wollüstigen Blick und rümpfte angewidert die Nase. „Verpiss dich, Alter!“, sagte sie ruhig, aber mit einem gefährlichen Unterton, „Hau ab, bevor ick dir deine Bierflasche rektal einführe.“
Einigermaßen überrascht sah Hakennase sie an und hob in einer beschwichtigenden Geste die Hände. „He, ick wollte nur helfen.“
„Zisch ab!“ Yvonne wedelte mit der Hand, als wolle sie ein lästiges Insekt verscheuchen. „Ach, ‘n kleener Tipp noch: Unternimm wat wegen deiner Shampoo-Allergie. Sieht scheiße aus.“

Wie du siehst, habe ich 'ick' verwendet und viele 'g's gegen 'j' getauscht. Dann benutze ich Wörter wie 'kleen', 'alleene' oder 'nischt'.
Bei dir klingt es - obwohl du das so anders handhabst - auch sehr authentisch.
Und ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn einer deiner Protas durch seine Art zu sprechen auf seine Herkunft hindeutet. Ein Dialekt macht eine Unterhaltung sehr lebendig, finde ich. Darum hat mir der Anfang deines Textes gut gefallen. Am besten fand ich den Satz mit dem Papagei. Da musste ich schmunzeln.
Vielleicht habe ich dir ein bisschen helfen können.
LG
Bree


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Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

William Faulkner
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