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Kurzgeschichte - Fantasy: Die Schlucht


 

 
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blacklabel
Geschlecht:männlichAbc-Schütze


Beiträge: 5
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 11.01.2014 23:27    Titel: Kurzgeschichte - Fantasy: Die Schlucht eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Meine zweite (fast fertige) Kurzgeschichte. Feedback, Lob und Kritik sind sehr gerne gesehen! Viel Spaß!

lg


-------------------------------------------------------------


Die Schlucht


Ich sitze im Schatten einer Felsspalte, während meine Hände über den kühlen Sandstein fahren um nach ein paar der genießbaren, halb vertrockneten, Kletterpflanzen zu suchen. Die Luft ist heiß und trocken, angereichert von den unzähligen Sandkörnern aus der nahen Wüste, welche meine Lunge zum Rasseln bringen, als wäre ich ein altersschwaches Weib. Hoch über meiner Zuflucht wacht mein alter Erzfeind mit seinen, in der Luft kreisenden Häschern, schweigend auf den Augenblick, wo ich die Sicherheit meines Verstecks aufgebe und die Schatten verlasse. Aber diese Genugtuung werde ich ihm nicht verschaffen.

Nach einer Weile ertastet meine linke Hand etwas Ledriges. Schon seit Ewigkeiten habe ich den Gedanken, dass meine vernarbten Hände ein Eigenleben führen. Rasend schnell greifen sie nach dem zuckenden Geschöpf, das in seiner Panik einen Teil ihres Schwanzes abwirft. Das nützt dir bei mir leider nichts. Ich habe die Echse an ihrem sandfarbenen Körper gepackt und ihm mit einem Handgriff das Genick gebrochen. Nachdem ich den ungenießbaren Kopf abgerissen habe, schlürfe ich meine Beute nun genüsslich aus. Dann mache ich mich auf den Rückweg. Mit der Geschicklichkeit eines Wüstenschakals und immer auf der Hut vor dem Feind und seinen Schergen, klettere ich über das staubige Geröll in einen tiefer gelegenen Teil der Schlucht. Hier sind die Schatten länger und Ihm fällt es schwerer mir zu folgen. Endlich gelange ich an den tiefsten Punkt des Grabens, wo ich in einem, vielleicht zwei Schritte breiten, Riss in der Erde verschwinde. Zuhause.

In dieser Enklave in dem wohl einsamsten Ort der bekannten Welt, lebe ich mit meinen beiden Gefährten Zacharias und Solcha. Vor langer Zeit wurde ich verbannt. Verbannt und verraten von den Menschen, denen ich am nächsten stand. Von Freunden und Verwandten. Sogar von meiner einzigen Liebe. Solcha und ich sind dann vor einer Ewigkeit an diesen Ort gekommen um eine sagenumwobene Kammer mit unermesslichen Reichtümern zu finden. Wenn ich die gefunden habe, kann ich Vergeltung üben, meinen rechten Besitz zurückerlangen und die Verräter ihrer gerechten Strafe zuführen. Zacharias und Solcha sind meine einzigen verbliebenen Gefährten. Solcha war mir seit jeher treu ergeben, Zacharias habe ich erst hier kennengelernt. Er ist hier geboren. Ich würde wohl wahnsinnig werden, wenn ich mein ganzes Leben an einem solch einsamen und unwirtlichen Ort verbringen würde, und manchmal habe ich das Gefühl, das Zacharias zumindest seine Schweigsamkeit diesem elendigen Fleck Erde verdankt. Ich grüße meine einzigen verbliebenen Freunde und setze mich zu ihnen an die Feuerstelle. Auch wenn die Tage hier unerträglich heiß sind, so ist die Nacht leider beißend kalt. Mein Körper hat eine Zeit lang gebraucht um sich daran zu gewöhnen, Solchas hat es noch immer nicht getan. Immer wenn ich des Nachts vergesse meinen langjährigen Gefährten zuzudecken, bildet sich eine Schicht Raureif auf seinem ausgemergelten Körper. Seit seinem Unfall, dem verhängnisvollen Tag, ist mein Freund komplett abhängig von mir. Ich muss leider gestehen, dass ich dies ab und zu ausnutze. An besonders kargen Tagen, wo ich wenig Wasser gefunden und wenig Beute gemacht habe, nehme ich mir ab und zu ein wenig mehr als meinen Anteil. Aber jeder ist sich selbst der nächste – Solcha kann froh sein dass er mich hat. Ich nehme die handvoll Echsen, und die wenigen Flechten, welche ich auf meinem Beutezug finden konnte, spieße sie auf ein paar angespitzte Zweige und brate sie über dem niedrigen Feuer. Zacharias raschelt bedeutungsvoll mit seinen Schuppen. Er hat mich erwischt.

„Jaja ich habe mal wieder mehr gegessen… Aber dafür hab’ ich die meiste Arbeit!“

Mein Mitbewohner nähert sich langsam dem Feuer.

„Halt! Wehe dir wenn du dich weiter näherst! Ich gebe dir schon deinen Teil, wenn er gar ist.“
Daraufhin ist Zacharias wieder still. In einem sanfteren Ton versuche ich ihn zu beschwichtigen.

„Vertrau mir.“

Während ich die Spieße langsam über dem Feuer drehe, weiche ich dem Blick meiner Freunde aus. Ich linse in die Ecke von Zacharias und entdecke einen kleinen Haufen Knochen, wie sie hier überall in unserer Unterkunft herumliegen. Aber dieser Haufen sieht anders aus. Frisch. In mir nagt ein Verdacht. Ich entdecke zwei ähnliche Haufen bei Solcha. Schon bei dem bloßen Gedanken an einen Verrat schäume ich vor Wut. Sogar meine eigenen Freunde.

„HA! Ich habe euch durchschaut, ihr hinterhältiges Pack! Ihr habt euch ein paar Ratten gejagt und sie mir vorenthalten!“

Zacharias raschelt wieder mit den Schuppen, dieses Mal klingt es ängstlich.

„Ihr seit mir ja schöne Freunde! Als Strafe nehme ich mir heute Nacht ALLE Spieße und ihr müsst auf morgen warten.“

Ich spüre die Enttäuschung und das schlechte Gewissen meiner Gefährten, gebe aber nicht nach.

„Ihr seid die Treulosen, nicht ich!“

Kurz darauf schlinge ich meine Mahlzeit herunter, gebe dem hungrigen Feuer ein paar trockene Äste und lege mich auf den Reisighaufen, der in meiner Ecke des Raumes liegt. Morgen wird wieder nach dem Schatz gesucht. Und wenn ich ihn erst gefunden habe… Ja wenn ich ihn erst gefunden habe… Dann werden sie ihren Verrat bereuen! Wenige Augenblicke später bin ich eingeschlafen.

---

Ich war bei den Ställen, als mich ein Diener mit drängender Stimme rief: „Berkar! Grenk! Kommt sofort! Euer Vater ruft nach euch!“

Ich schoss einen kleinen Feldweg hinauf zum Anwesen, neben mir senkten die Bediensteten den Kopf. Alles war wie gewohnt, nur die eindringliche Art des Dieners verwunderte mich. Wie kann er es wagen mich, Grenk, Sohn des reichsten Wollhändlers östlich des großen Stroms, so fordernd zu rufen? Ichüberlegte ich mir bereits die Zahl der Peitschenhiebe, die ich ihm später verpassen würde, als ich in das Schlafgemach meines Vaters eintrat.

Mein Vater lag im Sterben.

Dessen war ich mir sofort bewusst. Als ich auf die geschlossenen, scharlachroten Vorhänge des Himmelbetts zuschritt, berichtete mir der Leibarzt, dass mein Vater vom Pferd gefallen sei und dann zwischen dessen Hufen gelangte. Starke Gefühle wallten in mir auf. Wie wird es sich wohl anfühlen, Herr über ein so großes Vermögen zu sein? Immerhin es war mir vorherbestimmt. Ich war der Sohn der Hauptfrau, Berkar dagegen… Wer war schon Berkar? Er war der Sohn der Nebenfrau, er würde froh sein können, wenn ich ihn weiterbeschäftigen würde. In den Stallungen. Ich war überzeugt, dass er ein talentierter Pferdeknecht sein würde.

Ich schritt weiter auf meinen Vater zu. Berkar und ich setzten uns zu seinen Füßen. Er stammelte ein paar letzte Worte. Ich hörte ihm nicht zu. Wie würdelos Menschen doch sterben können, dachte ich mir. Dann hörte ich ein keuchen, es war Berkar.

„Ich??“

Verwundert fragte ich nach: „Was ist mit dir?“

„Hast du nicht zugehört? Ich werde Vaters Geschäfte erben.“

Berkar sah mich mit ernsten Augen an. Ich blickte geschockt zwischen meinem Halbbruder und meinem Vater hin und her.

„Was??“ Ich schrie auf. „Das kannst du nicht machen!! Ich bin der Ältere! Ich stamme von deiner Hauptfrau!! Das ist nicht rechtens!“

Ich schlug gegen einen Pfosten des Bettes und zerriss die Vorhänge, während ich meinen Vater anschrie. Irgendwann verstarb er. Ich bekam es nicht mit. Berkar und Vaters Leibarzt standen geschockt in einer Ecke des Raumes als ich stampfend und meinen Vater verfluchend das Schlafgemach verließ.

Das war der Tag an dem mich meine Familie verraten hat.


---

Keuchend und schwitzend wache ich auf. Eine dünne Schicht Raureif bedeckt Solcha doch ich bin mit meinen Gedanken woanders. Ich muss aufbrechen. Nachdem ich einen übriggebliebenen Echsenspieß heruntergeschlungen habe,  steige ich durch die Felsspalte hinauf in das Grabenlabyrinth. Ich halte mich wie immer in den Schatten, außerhalb der Reichweite meines Erzfeindes und seiner geflügelten Häscher und klettere durch zwei trostlose Wüstenschluchten. Mein Ziel ist eine versteckte Seitenschlucht, die ich erst vor wenigen Tagen am äußersten Rand des Labyrinths entdeckt habe.

Einsam wandere ich im sicheren Bereich der Halbschatten, in Richtung der verheißungsvollen Schlucht. In all den Jahren, die ich hier verbracht habe, kenne ich die Gräben sehr gut. Nach einigem Suchen habe ich die tiefe Felsspalte wiederentdeckt, die ins Innere des Sandsteins führt. Ein Geröllhaufen, den ich nach der Entdeckung aufgeschichtet habe, markiert den Eingang. Hastig verzehre ich eine kleine Echse, die mir auf dem Weg vor die Füße gesprungen ist. Vorsichtig, der Feind ist immer nah, trete ich in die tiefschwarze Felsspalte. Die heiße Luft ist mit unzähligen Staubkörnern angefüllt und brennt sich in meine Lungen. Es ist als würde mein Brustkorb von innen verbrennen, ich keuche und huste. Ohnmacht kommt über mich und ich spüre, wie der Feind die Oberhand über meinen Geist erhält.

---

„Heiraten? Heiraten?? Wie ihr wollt heiraten??“
Ich schrie das, eben noch glücklich umschlungene, Liebespaar an.
„Das du so hinterlistig und grausam sein kannst Berkar! Du wusstest um meine Liebe zu ihr!!“

„Deine sogenannte Liebe war unerwidertes Schmachten vor zehn Jahren. Du hattest doch unzählige Frauen seitdem!“
Berkar schien nicht verstehen zu wollen. Er wollte mich provozieren.

„Na und? Stand ich nicht Abend für Abend vor ihrem Fenster und habe ihr mit meiner Laute meine Liebe dargeboten? Habe ich ihrem Vater etwa nicht zwei erlegte Eber zum Festessen geschenkt? Berkar du bist der Sohn einer räudigen Hündin!“
Ich war angewidert von der Boshaftigkeit meines Bruders. Und von dem Verrat von Aya. Sie hätte Berkar überzeugen müssen, dass sie in Wahrheit mir gehört. Stattdessen stand sie nun da und tat so als wäre sie wegen meiner Reaktion geschockt und entsetzt. Sogar ein paar Tränen kullerten über ihre leicht geröteten Wangen. Verräterin! Heuchlerin! Sie war augenscheinlich eine gute Schauspielerin.

„Du warst betrunken, als du vor ihrem Fenster warst.“, schrie Berkar zurück.
„Und die Eber hast du ihrem Vater nicht einmal geschenkt. Die hattest du bekanntlich gewildert und hattest sie abgeben müssen. Das du dich nicht schämst, die Wahrheit so zu verdrehen! Und wie ich bereits sagte: du hattest danach noch unzählige Affären und Jugendlieben.“

Er redete noch weiter, doch ich hörte ihm nicht mehr zu. Stattdessen packte ich wütend meine Sachen und verließ das Haus meines Bruders, in dem ich die letzten vier Jahre gelebt hatte, nachdem mein Vater verstorben ist. Ich sattelte mein Pferd, bepackte Solcha mit meinem kümmerlichen Besitz und ein wenig von den beträchtlichen Reichtümern meines Bruders und zog von dannen. Nach einer solchen Schandtat, konnte ich nicht mehr mit meinem Bruder unter einem Dach leben. Zu stark wäre mein Hass gegenüber ihm und Aya, die mich ebenfalls hintergangen hat. Ich zog weg.

An diesem Tag verrieten mich mein Bruder und meine Liebe.


---

Ich liege auf einem kühlen Felsboden. Meine Gliedmaßen schmerzen, dank einiger Kiesel unter meinem geschundenen Körper. Ich schlage die Augen auf. Dunkelheit. Ich habe die Kontrolle über meinen Geist zurück gewonnen, doch das anscheinend zum Preis meines Sehvermögens. Doch als ich mich umdrehe, sehe ich einen schwachen Lichtschimmer, der aus einer Spalte über mir hervorkriecht. Erleichtert sacke ich in mich zusammen. Anscheinend habe ich mein Augenlicht behalten und bin nur tiefer in die Schlucht gerutscht. Sie ist schattiger als ich vermutet habe. Glück für mich, Pech für den Feind. Zitternd klettere ich über die bröseligen und trockenen Gesteinsbrocken tiefer in den Graben. Schatten senken sich über mich. Ein Luftzug streift an mir vorbei und ich bekomme eine Gänsehaut. Langsam bahne ich mir einen Weg bis zum Ende der Schlucht. Vor mir ist ein Loch, etwa zwei Schritte breit, welches mir seinen gähnenden Schlund geradezu entgegenstreckt. Hier muss es sein. Vorsichtig mache ich mich auf den gefahrvollen Abstieg in die Tiefe.

---

„Natürlich ist dort der Schatz!“
Der dicke Mann mit den roten Pausbacken und den blutunterlaufenen Schweinsaugen, setzte seinen Holzkrug ab.
„Ich selbst habe damals die Karawane des fremden Fürsten begleitet, als er mit seinem Hexenfreund und mehreren mit Gold und Silber beladenen Eseln in den Schluchten verschwand! Am Ende kehrte nur der Hexer zurück, den Fürsten habe ich nie wieder gesehen. Ich vermute der Verräter hat seinen Herrn im Labyrinth im Stich gelassen.“
Der Mann trinkt noch einen kräftigen Schluck Bier.

„Und diese Karte führt mich zum Schluchtenlabyrinth?“

„Ich habe sie selbst gezeichnet!“

Ich starrte auf das, mit krakeligen Linien beschriftete Pergament. Es roch nach Urin.
„Wie viel willst du?“

„Mit einem Goldstück und zwei Bier bin ich zufrieden.
Der Mann grinste breit und entblößte zwei Goldzähne. Ich habe ihm die vollkommen überteuerte Karte danach abgekauft. Der Dicke hatte in dieser Stadt noch nie jemanden betrogen, hatte mir der Wirt gesagt. Nicht einmal Fremde. Kurz darauf packte ich Solcha und begab mich zur Südstraße. Noch nie war ich meinem Ziel so nahe wie jetzt.

Dies war der Tag dem mich meine Freunde verrieten.


---

Nachwort von Alexandr Zaresk, Dekan der Archäologie in der kaiserlichen Universität:


Meine Damen und Herren,


Diese Aufzeichnungen wurden im Tukmeni-Grabenlabyrinth gefunden und zugunsten der Verständlichkeit im literarischen Stil überarbeitet. Der Leichnahm, bei dem das halb zerfallene Pergament gefunden wurde, war zweifelsohne menschlich. An der Richtigkeit und Echtheit des Tagebuchs gibt es keine Zweifel. Ich selbst habe sie mitsamt dem Skelett unter widrigsten Bedingungen in einer der tiefsten Schluchten geborgen. Als wir bis zum Ende der Schlucht vordrangen, fanden wir eine ehemals versiegelte Grabstätte. Wir sahen, dass das Sigel gebrochen war, erkundeten die dahinter liegenden Katakomben und fanden die berühmte Tukmeni-Mumie und Tukmeni-Schatz, die dann den Besitztümern des Kaisers überführt wurden. An dem anderen Ende des Labyrinths entdeckten wir zudem an dem vom Tagebuch beschriebenen Ort eine Feuerstelle, ein Eselsskelett und eine gut sechs Schritte lange, abgestreifte Schlangenhaut. Offenbar waren das die erwähnten „Freunde“, Solcha und Zacharias.

Ich hoffe ihnen hat dieses kleine Stück Geschichte gefallen und wünsche Ihnen noch einen unterhaltsamen Abend.


Alexandr Zaresk
(Dekan der Archäologie in der kaiserlichen Universität)

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UtherPendragon
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BeitragVerfasst am: 12.01.2014 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Tach, blacklable!

Erst einmal willkommen im Forum - ich denke, dass wir von dir noch auf fruchtbringende Mitarbeit hoffen können!

Ich gebe unüblicherweise nur einmal einen Gesamteindruck zu deinem Text ab. Mir gefällt der Plot und Auffbau desselben sehr gut, auch wenn mich anfangs die mangelnde Authenzität der Dialoge ein wenig gestört hat. Da es sich im Nachhinein ja um Aufzeichnungen in einem Tagebuch o.ä. handelte, ist das in Ordnung.

Etwas mehr Aufklärung hätte ich mir über die "in der Luft kreisenden" Bösen gewünscht - wer sind sie - was wollen sie und vor allem - wieso zum Geier können sie fliegen? Es ist völlig in Ordnung, wenn solche Motive in ihrer Gesamttragweite im Dunkeln bleiben, jedoch sind diese Schatten über der Schlucht tatsächlich m.M. n. nicht zufriedenstellend beschrieben.

Weiterhin bin ich noch über den ein oder anderen Schreibfehler gestolpert, das "Sigel" zum Bleistift. oder:
Zitat:
An besonders kargen Tagen, wo ich wenig Wasser gefunden
grrr!! Nach diesem Komma muss das wo durch ein "wenn" oder Gleichwertiges ersetzt werden.

Eine Kleinigkeit noch:
Zitat:
Ich würde wohl wahnsinnig werden, wenn ich mein ganzes Leben an einem solch einsamen und unwirtlichen Ort (allein) verbringen würde


Mein Fazit: Eine schöne Idee ohne viel Schnickschnack mit einfallsreicher, aber noch verbesserungswürdiger Umsetzung.

Grüße Mellon!
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blacklabel
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BeitragVerfasst am: 12.01.2014 20:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo, vielen Dank für das Feedback! Kommentare, u.ä. helfen mir SEHR meine Geschichten, sowie meinen Stil zu verbessern!

Zitat:
Erst einmal willkommen im Forum - ich denke, dass wir von dir noch auf fruchtbringende Mitarbeit hoffen können!

Danke! Ich hoffe ich kann meinen Beitrag leisten wink

Zitat:
Ich gebe unüblicherweise nur einmal einen Gesamteindruck zu deinem Text ab. Mir gefällt der Plot und Auffbau desselben sehr gut, auch wenn mich anfangs die mangelnde Authenzität der Dialoge ein wenig gestört hat. Da es sich im Nachhinein ja um Aufzeichnungen in einem Tagebuch o.ä. handelte, ist das in Ordnung.

Vielen Dank!

Zitat:
Etwas mehr Aufklärung hätte ich mir über die "in der Luft kreisenden" Bösen gewünscht - wer sind sie - was wollen sie und vor allem - wieso zum Geier können sie fliegen? Es ist völlig in Ordnung, wenn solche Motive in ihrer Gesamttragweite im Dunkeln bleiben, jedoch sind diese Schatten über der Schlucht tatsächlich m.M. n. nicht zufriedenstellend beschrieben.

Naja ein wenig soll der Leser ja auch im Dunkeln tappen, bzw. sich Gedanken machen.. Ich wollte zudem nicht alles im Nachwort verraten, aber mit "wieso zum Geier" hast dus erstaunlich gut getroffen! Laughing

Zitat:
Weiterhin bin ich noch über den ein oder anderen Schreibfehler gestolpert, das "Sigel" zum Bleistift. oder:
Zitat:
An besonders kargen Tagen, wo ich wenig Wasser gefunden
grrr!! Nach diesem Komma muss das wo durch ein "wenn" oder Gleichwertiges ersetzt werden.

Eine Kleinigkeit noch:
Zitat:
Ich würde wohl wahnsinnig werden, wenn ich mein ganzes Leben an einem solch einsamen und unwirtlichen Ort (allein) verbringen würde

Entschuldigung für die Fehler, habe sie in meiner Word-Datei sofort verbessert!

Zitat:
Mein Fazit: Eine schöne Idee ohne viel Schnickschnack mit einfallsreicher, aber noch verbesserungswürdiger Umsetzung.

Nochmals danke!

Zitat:
Grüße Mellon!
Uther Pendragon


lg Mellon!
Bestell Artus auch einen schönen Gruß Laughing


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