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BrianG
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 44
Beiträge: 462



BeitragVerfasst am: 06.10.2020 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Tolkien von spitzen Ohren geschrieben hat. Auch nicht im Silmarillion oder den Verschollenen Geschichten.


Tolkien war bei mehreren Völkern und Wesen relativ vage, was die Beschreibung der Äußerlichkeiten angeht. Nicht nur bei den Elben, auch bei den Orks ist eigentlich kaum etwas darüber zu finden, wie sie aussehen. Auch der/das Balrog ist eigentlich kaum optisch beschrieben. An einer Stelle ist von einer flatternden Mähne die Rede und an einer anderen Stelle ist von Schatten, die sich wie Flügel um ihn recken, die Rede (die Verfilmungen haben das dann als tatsächliche Flügel interpretiert)

Die Hobbits sind da die große Ausnahme. Die stellt er wesentlich detaillierter dar, wobei, wenn ich mich richtig erinnere, zwar von behaarten Füßen die Rede ist, er sie aber nicht so übergroß wie in den Filmen beschreibt.


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Aus dem Chaos sprach die Stimme: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Und ich lächelte und war froh.
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Michel
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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 06.10.2020 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Den Teil habe ich konsequent überblättert, genau wie die Beschreibung des Pfeifenkrauts.

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Ab Dezember 2020 im Handel: "Ishabel", der zweite Band der Flüchtlings-Chroniken
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BrianG
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 44
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BeitragVerfasst am: 06.10.2020 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

Manche mögen mich jetzt mit Wattebäuschen bewerfen, aber in Wahrheit kannst du von den 1100 Seiten etwa die Hälfte überblättern und verstehst immer noch, worum es geht.

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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 06.10.2020 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

BrianG hat Folgendes geschrieben:
Manche mögen mich jetzt mit Wattebäuschen bewerfen, aber in Wahrheit kannst du von den 1100 Seiten etwa die Hälfte überblättern und verstehst immer noch, worum es geht.


Kannst ja einfach die Hälfte der Wattebäuschchen ignorieren. hmm

Um zu verstehen, "worum es geht", gibt es ja die praktischen Zusammenfassungen. Spart ähnlich viel Zeit wie eine Ernährung mit Eiweißdrinks.

Was die Frage des Schlafens anbelangt (sicher interessanter als die Frage, wie spitz die Ohren sind), da gibt es zum Beispiel eine Passage im Kapitel "Die Reiter von Rohan" im 2. Band (bei mir S. 33/38, je nach Ausgabe):
Zitat:

"... und er vermochte zu schlafen, wenn es von Menschen schlafen genannt werden konnte, indem er seinen Geist ruhen ließ auf den seltsamen Pfaden elbischer Träume, während er mit offenen Augen im Licht dieser Welt wanderte."   


Wahrscheinlich nicht ausreichend für ein anthropologisches Gutachten. Aber wenn Poesie einem etwas sagt ...
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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 06.10.2020 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde viel schlimmer, dass das Büchlein "Der kleine Hobbit" zu drei Kinofilmen aufgebläht wurde...

Aber zurück zur Ursprugsfrage: Vielleicht auch endlich mal Zeit mit den alten Klischees aufzuräumen! Vielleicht heben sich die Elben ihren Schlaf nur auf und gehen dafür für fünf Jahre ins Bett? Vielleicht sind die Elben eigentlich die Bösen Jungs, die die armen Orks immer schikaniert haben und - was in den Filmen keiner sieht - ein Golem zieht den Gefährten die ganze Zeit über ein Dixieklo hinterher... "Trau dich nur zu spinnen, es liegt in deiner Hand" Laughing

Liebe Elbenkönigin: vielleicht schreibst du uns einen Enthüllungsbericht?


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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
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BrianG
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BeitragVerfasst am: 07.10.2020 07:26    Titel: Antworten mit Zitat

Raven1303 hat Folgendes geschrieben:
Ich finde viel schlimmer, dass das Büchlein "Der kleine Hobbit" zu drei Kinofilmen aufgebläht wurde...


There must be three


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 07.10.2020 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Raven1303 hat Folgendes geschrieben:
Ich finde viel schlimmer, dass das Büchlein "Der kleine Hobbit" zu drei Kinofilmen aufgebläht wurde...
Dafür wurde aus Stephen Kings vielbändigem, brillantem Dark Tower Fantasy Epos dann nur ein einziger 90-Minuten Kinofilm. Ich wünschte, es wäre andersrum gewesen.

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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 07.10.2020 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Den Dark Tower Zyklus kenne ich noch nicht.
Lesenswert? Kommt auf meine Leseliste Buch

Filme zu Büchern sind ja immer irgenwie enttäuschend.
Die "Wächter"-Romane von Sergej Lukanienkow finde ich toll, aber den Film kapiert ein Nichtleser nicht wirklich. Da haben die auch zu viel weggekürzt.


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Westmonster
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BeitragVerfasst am: 07.10.2020 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Raven1303 hat Folgendes geschrieben:
Den Dark Tower Zyklus kenne ich noch nicht.
Lesenswert? Kommt auf meine Leseliste Buch

V.K.B. hat es ja eigentlich schon auf den Punkt gebracht: brillant! Das ist für mich die Art von Geschichte, bei der man schon in der Mitte des zweiten Buches wirklich traurig ist, dass sie irgendwann vorbei sein wird.

Das Gute ist aber: sie ist ja nie vorbei! Oder doch? Aaaaahh!

Gleichzeitig kommt SK meiner Meinung nach zu einem wirklich befriedigenden Ende. Kein seichter Deus mitten in machina wie bei dieser Lost-Kacke zum Beispiel (da bin ich immer noch stinksauer über die ganze verlorene Lebenszeit - andererseits haben sie es mit dem Titel der Serie ja quasi angekündigt).


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BrianG
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BeitragVerfasst am: 07.10.2020 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Dark Tower ist auf jeden Fall lesenswert. Eine klare Genre-Zuordnung kann man da jedoch nicht geben, im Grunde genommen handelt es sich um eine Wildwest-Fantasy-Dystopie.

Persönlich fand ich, dass es zwischen Band 4 und 5 einen starken Bruch gibt. Ohne wirklich den Finger drauf legen zu können, haben sich die letzten drei Teile für mich anders "angefühlt", als die ersten vier. Ich könnte mir vorstellen, dass da Kings fast tödlicher Unfall von 1999 mit eine Rolle spielte. Meine Theorie ist, dass er sich plötzlich der eigenen Sterblichkeit bewusst wurde, und nachdem er sich für die ersten vier Bände immerhin etwa 15 Jahre Zeit ließ, stellte er die Teile 5 bis 7 in relativ kurzer Zeit fertig; die drei Bücher kamen dann in den Jahren 2003 und 2004 heraus.

"Band 8" (Anführungszeichen beabsichtigt), den ich selbst noch nicht gelesen habe, schob er dann erst viel später nach, wobei es sich dabei nicht um eine Fortsetzung, sondern wohl eher um ein Zwischenspiel handelt, das irgendwo innerhalb des Zyklus anzusiedeln ist.


Raven1303 hat Folgendes geschrieben:
Filme zu Büchern sind ja immer irgenwie enttäuschend.


Das quittiere ich mit einem definitiven "Kommt drauf an". Bei Princess Bride fand ich den Film um einiges besser als das Buch. Dabei sollte aber auch darauf hingewiesen werden, dass der Autor selbst am Drehbuch mitgearbeitet hat - das mag eine Rolle gespielt haben.


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 08.10.2020 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Raven1303 hat Folgendes geschrieben:
Den Dark Tower Zyklus kenne ich noch nicht.
Lesenswert?
Für mich um Klassen besser als Herr der Ringe. Mag aber auch daran liegen, dass ich High Fantasy nie viel abgewinnen konnte. Dark Tower ist eher Western/Endzeit/Post Apocalypse und hat aber auch Urban Fantasy Teile, die in unserer Welt spielen. (Aber die deutsche Übersetzung ist grottig, wer des Englischen mächtig genug ist, unbedingt das Original lesen. Wenn ich nur an diese ultrapeinlichen Wortspiel-Erklärungen bei den Rätseln denke …(Okay, dämliche Scherzfragen wie "When is a door not a door – when it is ajar", womit die Protas die durchgeknallte Zug-KI unterhalten müssen, damit diese sie am Leben lässt, kann man nicht übersetzen, aber sollte das gar nicht erst versuchen. Denn "Wann ist eine Tür keine Tür – wenn sie aus Glas ist" ergibt überhaupt keinen Sinn, und wird mit "Anmerkung des Übersetzers: im Englischen geht das, weil…" nur noch peinlicher. Und als die Protas dann noch versuchen, der KI das Wortspiel zu erklären, ist das im Deutschen eigentlich nur noch Dada. Da hätte man lokalisieren statt übersetzen müssen.))
Ich hatte Band 1 bis 3 damals als Schüler noch auf Deutsch gelesen, habe dann aber aufgehört, weil mir das zu blöd war. Später habe ich die ganze Reihe nochmal im Original gelesen und fand sie richtig klasse.


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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 08.10.2020 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Confused Western? Confused

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BeitragVerfasst am: 08.10.2020 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Raven1303 hat Folgendes geschrieben:
Confused Western? Confused
Kein traditioneller. Eher Endzeit mit ein paar Western-Tropes. Hast du mal Wasteland (das Remake) gespielt oder Firefly gesehen? Falls ja und wenn dich die Western-Tropes da nicht rausgeworfen haben, werden sie es bei Dark Tower auch nicht tun. Ich bin auch kein großer Western-Fan, aber bei Dark Tower hat es mir trotzdem gefallen.

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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 10.10.2020 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Hast du mal Wasteland (das Remake) gespielt oder Firefly gesehen?


Nein. Habe aber mal ein bisschen quer gelesen und werde mir den ersten Band demnächst auf jeden Fall mal vornehmen smile Danke für den Tipp!


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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 12.05.2021 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

*Thread hervorkram*

Ich schreibe derzeit meinen spirituellen Pseudo-Histo in Fantasy um. Nun kann ich mich seit einer Weile in einem Punkt nicht entscheiden, ob ich das so lasse oder ändere.

Adelige Mädchen werden an einem Ort gemeinsam in Jahreskreis- und anderen Ritualen, Kräuter- und Heilkunde usw. unterwiesen. Jene, die besondere Fähigkeiten aufweisen, wie z.B. Hellsicht, erhalten eine längere Ausbildung.
In der Ursprungsfassung nannte ich alle Ausgebildeten "Priesterin" und die Besonderen "Hohepriesterin". Nun grüble ich, dass vielleicht die Bezeichnung "Tochter der Göttin/Desihains" statt "Priesterin" besser / stimmiger wäre und nur die "höheren" den Titel "Priesterin" tragen. Die Titel nutze ich nur da, wo es passt, also nicht im Übermaß.
   
Frage: Was klingt für euch passender? Priesterin/Hohepriesterin oder Tochter Desihains/Priesterin?


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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 12.05.2021 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Taranisa,

Ich finde Tochter Desihains/Priesterin besser.
Es wird ja vermutlich auch eine "Chefin" geben, die über allem steht?


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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 12.05.2021 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

@Raven: Eine "Chefin" in dem Sinne nicht, nur eine Leiterin der Ausbildungsstätte (in der zudem jährlich alle Adelsfrauen und ihre Töchter zusammenkommen), die jedoch den gleichen Stand hat, wie die höheren Priesterinnen.

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BeitragVerfasst am: 12.05.2021 23:51    Titel: Antworten mit Zitat

Religiöse Würdentitel sollte man nicht zu inflationär verwenden, ich wäre also auch dafür, nur die höherrangigen "Priesterin" zu nennen.
Kann ja auch nicht jeder Papst sein, sonst – shit, heute ist Mittwoch, und da bin ich ja Diskordier, wo jeder auch gleich Papst ist. Ach nee, ist ja schon Donnerstag, Glück gehabt. Donnerstags bin ich Hohepriester von Krakosh. (Frage an Religionsoberhaupt Xrill: Wie wird man bei euch eigentlich Hohepriester? Antwort: Hnr, weiß'ch auch nich so g’nau. Ich glaub man nennt sich einfach so.) Unsinn beiseite: Bei ernst gemeinten Religionen würde ich mit Titeln eher sparsam sein.

BTW, klingt sehr interessant. Gibt’s das auch mal in deiner AG zu lesen? Da wäre ich bestimmt aktiver bei als bei Mittelalter-Histo, da schaff ich es leider immer nur selten, mich aufzuraffen, sorry. Liegt nicht an deiner Art zu schreiben, sondern eher daran, dass mir die mittelalterliche Gesellschaft mit ihrem Ständewesen und religiösem Hechlertum einfach zuwider ist. Besonders, wenn die Hauptcharaktere da mitziehen. Mag realistisch sein, aber ich bin da eher für ein bisschen Escapismus zu haben (daher hat mir dein "Spielweib" auch viel mehr zugesagt, die waren wenigstens noch Heiden/Ketzer). Also her damit, das les ich bestimmt gerne.


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DerAndreas
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BeitragVerfasst am: 12.05.2021 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Taranisa hat Folgendes geschrieben:
Frage: Was klingt für euch passender? Priesterin/Hohepriesterin oder Tochter Desihains/Priesterin?


Beide Bezeichnungen sind vom Inhalt her nicht Deckungsgleich. Ohne den Kontext kann man also schwer sagen, was besser ist.

Ein Priesterin füllt ihre offizielle Funktion einer weltlichen Religion aus. Sie dient ihrem glauben und kann je nach Religion mit ihrem Gott kommunizieren, ihre Wurzeln liegen aber dennoch in der materiellen Welt. Niemand würde abstreiten, dass sie von einer menschlichen Mutter ausgetragen und geboren wurde. Sie ist teil einer von Menschen geschaffenen Hierarchie und erfüllt innerhalb dieser eine ihr zugewiesene Aufgabe. Deswegen arbeitet sie wohl vermutlich in einem Tempel, oder einer Kirche.

Der Begriff "Tochter" hingegen impliziert eine Verbindung der Frau mit ihrem Gott auf mystizistischer ebene, ohne ihr eine Rolle innerhalb der religiösen Organisation zuzuweisen. Ich würde darunter weniger eine "Weltliche Bedienstete" erwarten, als eine Art religiöse Ikone, vielleicht so etwas wie eine Heilige. Menschen, die man beim Gebet anruft, aber die man eben nicht im Tempel antrifft.

Oder um es mit Realwelt Bezügen zu untermalen:
Bei einer "Priesterin" würde ich an irgend eine Nonne denken. Bei einer "Tochter" käme mir sofort Jeanne d'Arc in den Sinn.[/b]
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BeitragVerfasst am: 12.05.2021 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bei einer "Tochter" käme mir sofort Jeanne d'Arc in den Sinn.
Nee, die war nur ein schizophrenes Bauernmädchen, wurde für einen politischen Zweck missbraucht und dann weggeworfen, als sie dem König tot mehr nütze als lebendig. Mehr als ein Propagandamaskottchen war sie eigentlich nie. (Jedenfalls meine Einschätzung, nachdem ich mich ein Hauptseminar lang im Studium mit ihr beschäftigt habe.)
Da würd`ich als Beispiel tatsächlich eher bei Jesus bleiben, der wüsste nämlich wenigstens, was er tat.

Zu den "Töchtern einer Göttin": Das hängt von der Definition ab. Ist die Göttin eher die Natur oder das weibliche Prinzip, wären alle ihre Töchter, ganz automatisch, und das muss nichts Mythisches sein. So sehen es zum Beispiel ein paar Wicca-Ausprägungen (okay, stark vereinfacht gesagt).

PS: Desi wie دیسی (Urdu für indigen) und Hain wie Wald? Das würde ja für die Naturhypothese sprechen.


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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 13.05.2021 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Meinungen. Kleine Teile der Geschichte hatte ich vor Jahren in den Einstand gestellt, auch das Exposé mal in der AG. Die Grundzüge bleiben, aber sehr viel muss geändert werden.

Ursprünglich war der Roman im frühen Frühmittelalter angesiedelt, mit spirituellen Ausprägungen, die nicht nachgewiesen sind, jedoch möglich gewesen wären.
Ich bediene mich bezüglich der Namen gerne beim Germanischen. Desihain ist somit der Hain der Göttin (Desi). Da sich über viele Jahrhunderte die Frauen um Kranke kümmerten (lt. einer Quelle war das eine Hauptaufgabe der Burgherrinnen), überließ ich ihnen auch die Rituale z.B. zu den Jahreskreisfesten oder bei Eheschließungen. In meiner Geschichte erhalten alle Adelstöchter eine mehrjährige "Grundausbildung", die mit besonderen Fähigkeiten danach zusätzlich eine schamanische.
Die höchste / älteste Herrin des jeweiligen Gebiets übernimmt bei Ritualen die Aufgaben einer Priesterin, da sie durch ihre Schulung enger mit der Großen Göttin verbunden ist. Der Unterschied zu den schamanisch Ausgebildeten ist der, dass jene, die von der Göttin besonders gesegnet wurden, beispielsweise selbst entscheiden können, ob und wen sie heiraten. Ihnen wird deutlich mehr Macht zugestanden (als nur über das Volk und den Einfluss auf ihren Gemahl).

Ich denke, "Tochter der Göttin / Tochter Desihains" für Grundausgebildete und "Priesterin" für die weiter geschulten, hört sich doch stimmiger an. Tochter im Sinne von: wurde im Sinne und im Namen der Göttin ausgebildet, hat eine besondere Verbindung zu ihr und dem Hauptsitz der Priesterinnen.


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BeitragVerfasst am: 13.05.2021 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich denke, "Tochter der Göttin / Tochter Desihains" für Grundausgebildete und "Priesterin" für die weiter geschulten, hört sich doch stimmiger an. Tochter im Sinne von: wurde im Sinne und im Namen der Göttin ausgebildet, hat eine besondere Verbindung zu ihr und dem Hauptsitz der Priesterinnen.


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