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Leseprobe (Fantasy)


 
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DonKorneo
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

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BeitragVerfasst am: 15.12.2013 18:47    Titel: Leseprobe (Fantasy) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo zusammen!
In den folgenden Zeilen möchte ich euch den Anfang meiner Geschichte (es ein Buch zu nennen wage ich noch nicht) vorstellen.
Der Plot für die Story ist inzwischen sehr groß geworden und würde theoretisch sicher Stoff für 3 Bücher hergeben.

Ich freue mich wahnsinnig über Feedback und Hilfe aller Art.
Mir ist bewusst, dass Kommata und ich nicht die besten Freunde sind und entschuldige mich daher schon präventiv für etwaige grobe Schnitzer.

Hier also meine ersten Gehversuche als Schreiberling, viel Spaß!

Akribisch ließ sie den Kohlestift über das raue Stück Pergament gleiten, versuchend der Anmut der alten Trauerweide am Flussufer gerecht zu werden.
Im Sommer hatte ihr der grüne Blättervorhang jedes Mal wohltuenden Schatten gespendet wenn sie im Gras liegend ihr graues Leben mit bunten Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte.
Nun jedoch hielt der Winter allmählich Einzug in Erya und das saftige Grün war kahlen mit Frost belegten Zweigen gewichen.
Der Gedanke sonst in ihrer kargen, kleinen Stube sitzen zu müssen machte aus der Kälte einen leicht zu bezahlenden Preis. Darüber hinaus waren die Stuben der Eleven im Haus Osia mehr schlecht als recht beheizt.
Der Ausblick war einfach wunderbar. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses hielt der Wald friedlich Winterschlaf und hier glitzerte die Weide auf der sonst die Tiere grasten im Licht der untergehenden Abendsonne.
An klaren Tagen konnte man in der Ferne sogar die Türme Ordium´s ausmachen die sich wie Speere in den Himmel bohrten.
Noch war es ihr untersagt das Haus Osia auf eigene Faust zu verlassen doch eines Tages würde sie sich auf den Weg nordwärts machen um die prächtige Stadt mit eigenen Augen sehen zu können.
Pfeifend durchschnitt ein eisiger Windstoß die Stille weshalb sie sich die Kapuze ihrer schlichten grauen Wollrobe über den kahl rasierten Kopf zog. Gerade noch rechtzeitig denn just in diesem Moment wurde sie auf unangenehme Weise aus ihren Gedanken gerissen.
Ein Schneeball traf sie zielgenau und mit voller Wucht am Kopf.

„Narika du Drückeberger!“, schrie Endis, nicht sehr bemüht seinem Zorn Einhalt zu gebieten.
„Denkst du der Vorhof befreit sich von selbst vom Schnee? Soll ich den Kuratoren des Ordens etwa einen Boten schicken, dass die Gesandtschaft erst im Frühjahr anreisen könne weil unsere Eleven sich lieber sinnlos herumtreiben als ihren Pflichten nach zu kommen?“

Narika senkte den Blick damit Endis nicht sehen konnte wie wütend sie war.  Die schmelzenden Überreste des Schneeballs hinterließen dunkle Flecken auf dem Pergament und vermischten sich mit der schwarzen Farbe des Kohlestifts.

„Eines Tages Endis – wird dein Zorn dich in den Nebel treiben“, erwiderte sie mit ruhiger Stimme und ohne ihn eines Blickes zu würdigen.
„Wenn du nicht willst, dass ich dich irgendwo hin treibe bewegst du dich lieber und tust was dir aufgetragen wurde!“, er untermauerte seine Worte indem er drohend den Zeigefinger erhob und anschließend stampfenden Schrittes um die Ecke des Stalls verschwand.

Zu gerne würde sie ihn nur ein einziges Mal in seine Schranken weisen, doch obwohl er zwei Jahre jünger war als Narika, hatte er bereits den Rang eines Adepten inne, was ihr wiederum keine andere Wahl ließ als seinen Anweisungen Folge zu leisten.
Um diese Tatsache wissend nutzte er jede Gelegenheit den Anwärtern und den Eleven in Osia das Leben schwer zu machen und auf Kosten Anderer sein Ansehen bei Magister Kalis zu steigern.
Würde Aran sie morgen, wenn die Kuratoren des Ordens eintreffen, nur endlich zur Adeptenprüfung zulassen hätte das ein Ende.
Den anderen Eleven und selbst den meisten Adepten war sie weit überlegen, doch Aran´s Ohren waren taub für ihre Argumente. Nicht der Rang sei wichtig sondern das Wesen der Magie und die Last ihrer Bürde zu verstehen.
Nichtsdestotrotz war Aran ein guter Lehrer. Als sie vor 17 Jahren, gleich nach ihrer Geburt, nach Osia gebracht wurde übernahm er nicht nur die Rolle eines Mentors, vielmehr war er im Laufe der Jahre für Narika zu einer Art Vater und einem innigen Vertrauten geworden.
Auch deshalb wollte sie nicht, dass er aufgrund ihrer Verfehlungen in Schwierigkeiten geriet, also rollte sie das Pergament zusammen, verstaute es gemeinsam mit dem Stift in der Tasche ihrer Robe,
klopfte den Schnee von der Felldecke auf der sie gesessen hatte und machte sich durch das knirschende Weiß auf den Weg zurück zum Hauptgebäude.

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Kristin B. Sword
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 36
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BeitragVerfasst am: 15.12.2013 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marco,

dein Einstand gefällt mir richtig gut. Du hast einen schönen Schreibstil. Einige Sätze sind allerdings ein wenig umständlich formuliert.
Außerdem widerspricht sich das Bild der kahlen, mit Frost belegten Zweige ein wenig mit dem kurz darauf geschilderten wunderbaren Ausblick.
Zitat:
Gerade noch rechtzeitig denn

kann man weglassen.
Zitat:
nicht sehr bemüht seinem Zorn Einhalt zu gebieten.

Kann weg, zumal Narika kurz darauf in der direkten Rede noch auf Endis Zorn eingeht.

Ich würde deinen Text in etwa so formulieren (es waren auch ein paar kleine Rechtschreibfehler drin, und ich habe noch ein paar Kommas verteilt):

Akribisch ließ Narika den Kohlestift über das raue Stück Pergament gleiten, versuchte der Anmut der alten Trauerweide am Flussufer gerecht zu werden.
Im Sommer hatte ihr der grüne Blättervorhang wohltuenden Schatten gespendet, wenn sie im Gras gelegen und ihr graues Leben mit bunten Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte, umgeben nur von den weidenden Tieren (welchen?).
Nun jedoch hielt der Winter allmählich Einzug in Erya und die kahlen, frostüberzogenen Zweige glitzerten mit den letzten Grashalmen im Licht der untergehenden Abendsonne um die Wette. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses hielt der Wald friedlich Winterschlaf. Der Ausblick war einfach wunderbar. An klaren Tagen konnte man in der Ferne sogar die Türme Ordiums ausmachen, die sich wie Speere in den Himmel bohrten. Noch war es Narika untersagt, das Haus Osia auf eigene Faust zu verlassen, doch eines Tages würde sie sich auf den Weg nordwärts machen, um die prächtige Stadt mit eigenen Augen sehen zu können.
Ein eisiger Windstoß durchschnitt pfeifend die Stille. Die Kälte war ein Preis, den Narika gern zu zahlen bereit war, um nicht in ihrer kleinen, kargen Stube sitzen zu müssen. Darüber hinaus waren die Stuben der Eleven im Haus Osia ohnehin mehr schlecht als recht beheizt. Narika zog sich die Kapuze ihrer schlichten grauen Wollrobe über den kahl rasierten Kopf. Just in diesem Moment traf sie ein Schneeball zielgenau und mit voller Wucht am Kopf.
„Narika, du Drückeberger!“, schrie Endis. „Denkst du, der Vorhof befreit sich von selbst vom Schnee? Soll ich den Kuratoren des Ordens etwa einen Boten schicken, dass die Gesandtschaft erst im Frühjahr anreisen kann, weil unsere Eleven sich lieber sinnlos herumtreiben, als ihren Pflichten nachzukommen?“
Die schmelzenden Überreste des Schneeballs hinterließen dunkle Flecken auf dem Pergament und vermischten sich mit der schwarzen Farbe des Kohlestifts. Narika hielt den Blick gesenkt, damit Endis nicht sehen konnte, wie wütend sie war. „Eines Tages, Endis, wird dein Zorn dich in den Nebel treiben“, erwiderte sie mit ruhiger Stimme und ohne ihn eines Blickes zu würdigen.
„Wenn du nicht willst, dass ich dich irgendwohin treibe, bewegst du dich lieber und tust, was dir aufgetragen wurde!“ Drohend erhob er den Zeigefinger und verschwand dann stampfende Schrittes um die Ecke des Stalls.
Wie gerne hätte sie ihn wenigstens ein einziges Mal in seiner Schranken verwiesen. Doch obwohl er zwei Jahre jünger war als sie, hatte er bereits den Rang eines Adepten inne – und sie keine andere Wahl, als seinen Anweisungen Folge zu leisten.
Endis wusste das nur zu gut und nutzte jede Gelegenheit, den Anwärtern und den Eleven in Osia das Leben schwer zu machen und auf Kosten anderer sein Ansehen bei Magister Kalis zu steigern.
Wenn Aran sie morgen, wenn die Kuratoren des Ordens eintreffen würden, nur endlich zur Adeptenprüfung zulassen würde, um dem endlich ein Ende zu bereiten! Doch obwohl Narika den anderen Eleven und selbst den meisten Adepten weit überlegen war, blieben Arans Ohren taub für ihre Argumente. Nicht der Rang sei wichtig, sondern das Wesen der Magie und die Last, ihre Bürde zu verstehen.
Nichtsdestotrotz war Aran ein guter Lehrer. Als Narika vor 17 Jahren, gleich nach ihrer Geburt, nach Osia gebracht worden war, hatte er nicht nur die Rolle ihres Mentors übernommen. Vielmehr war er im Laufe der Jahre für Narika zu einer Art Vaterfigur und einem innigen Vertrauten geworden.  Auch deshalb wollte sie nicht, dass er aufgrund ihrer Verfehlungen in Schwierigkeiten geriet.
Also rollte sie das Pergament zusammen, verstaute es gemeinsam mit dem Stift in der Tasche ihrer Robe, klopfte den Schnee von der Felldecke, auf der sie gesessen hatte, und machte sich durch das knirschende Weiß auf den Weg zurück zum Hauptgebäude.

Ich hoffe, das hilft dir ein wenig weiter. Falls du noch Nachfragen hast, immer her damit.

Viele Grüße,
Kristin
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DonKorneo
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BeitragVerfasst am: 16.12.2013 00:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Kristin,
erstmal vielen Dank für die Mühe die du dir gemacht hast.
Ich freu mich wahnsinnig, dass es dir gefallen hat!
Ich werd mir deine Kritik zu Herzen nehmen und wohl einen Großteil deiner Verbesserungen übernehmen.
Solltest du mehr von der Story lesen wollen post ich hier gerne weitere Teile.

p.s. sehr löblich, dass du dir meinen Namen aus dem Vorstellungsthread gemerkt hast allerdings war es Marcus und nicht Marco wink
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Kristin B. Sword
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Beiträge: 227
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BeitragVerfasst am: 16.12.2013 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Zweiter Versuch: Guten Morgen Marcus,

der Wille war da, die Umsetzung schlecht (und mit Namen hab ich es zu meinem Leidwesen eh nicht so). Embarassed

Aber ja, ich würde gerne noch mehr lesen. Ich glaube allerdings, dass es hier üblich ist, mit dem Posten weiterer Teile immer erst ein paar Tage zu warten, damit auch die anderen die Chance bekommen, sich noch einzuklinken.

Viele Grüße,
Kristin
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DonKorneo
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BeitragVerfasst am: 16.12.2013 08:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wunderschönen guten Morgen!
Alles klar, danke für den Hinweis. Dann werde ich geduldig warten und hoffen, dass das passiert.
Dir einen schönen Tag!
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Michel
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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 16.12.2013 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo DonKorneo!

Verträgst Du Kritik? Ich fürchte nämlich, ich werde mit Deinem Text noch nicht so recht warm. Im Folgenden werde ich versuchen, das an ein paar Punkten festzumachen, die mir in den ersten Abschnitten auffallen.

1) Adjektive.
Zitat:
Akribisch ließ sie den Kohlestift über das raue Stück Pergament gleiten, versuchend der Anmut der alten Trauerweide am Flussufer gerecht zu werden.
 Im Sommer hatte ihr der grüne Blättervorhang jedes Mal wohltuenden Schatten gespendet wenn sie im Gras liegend ihr graues Leben mit bunten Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte.

Puh, akute Adjektivitis! (Mit zusätzlich eingestreuten Adverbien.) Nein, ich halte Beschreibungen nicht für verboten, aber in dieser Menge bremsen sie schon in den ersten zwei Zeilen den Lesefluss. Verben sind besser geeignet, die Geschichte in Gang zu bringen, nicht umsonst heißen sie auch Tunwort.
Ich stelle den gleichen Abschnitt noch einmal ein, um ein paar Bremsen reduziert und mit (aktiven) Verben angereichert:
Zitat:
Akribisch glitt der Kohlestift über das Pergament, als Narika versuchte, der Anmut der Trauerweide gerecht zu werden.
 Im Sommer hatte ihr der Blättervorhang Schatten gespendet, wenn sie im Gras lag und ihr graues Leben mit Fantasien und Träumen ausgeschmückt hatte.

Ich habe mal als Tipp gelesen (weiß leider nicht mehr wo): Adjektive darf man gern verwenden - wenn sie das, was sie beschreiben, nicht bestätigen, sondern umkehren. Also z.B. nicht grünes Gras, sondern verbranntes.

2) Schräge oder unoriginelle Bilder
Zitat:
Akribisch ließ sie den Kohlestift über das raue Stück Pergament gleiten, versuchend der Anmut der alten Trauerweide am Flussufer gerecht zu werden.
Ist Pergament rau? Weiß nicht. Was ich aber im Kopf habe, ist der enorme Preis. Pergament ist hauchdünnes Leder, das sauteure Material wurde meines Wissens nur für hochoffizielle Dokumente verwendet, nicht für Zeichenversuche. "Anmut" ist ein schwieriges Wort: Schon so oft gelesen, dass es (für mich) eine festgelegte Bedeutung bekommen hat und so nicht mehr originell verwendet werden kann, ähnlich wie die Worte "wunderbar" oder "Liebe". Was genau macht die Trauerweide denn anmutig? Das Ebenmaß der Blätter und Zweige? Das Schattenspiel der Blätter auf dem Boden darunter? Oder etwas ganz anderes? Zeig, dass die Weide anmutig ist, aber behaupte es nicht einfach.
Zitat:
Im Sommer hatte ihr der grüne Blättervorhang jedes Mal wohltuenden Schatten gespendet wenn sie im Gras liegend ihr graues Leben mit bunten Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte.
Noch so ein Wort: Wohltuend. Das klingt, Entschuldigung, ein wenig nach Werbung fürs Kurbad. Schatten spenden: Ebenso. Der Absatz bringt mir  insgesamt wenig: Er fügt dem Bild keine neue Facette hinzu, ich erfahre nichts über die Prota. Evtl. einfach streichen.

3) Erzählfluss
Zitat:
Akribisch ließ sie den Kohlestift über das raue Stück Pergament gleiten, versuchend der Anmut der alten Trauerweide am Flussufer gerecht zu werden.
Mit diesen Worten beginnt die Geschichte - um bereits im nächsten Satz wieder anzuhalten. Das komplette nächste Zitat bringt nämlich die Story nicht weiter, sondern ist ausschließlich Erklärung:
Zitat:
m Sommer hatte ihr der grüne Blättervorhang jedes Mal wohltuenden Schatten gespendet wenn sie im Gras liegend ihr graues Leben mit bunten Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte.
 Nun jedoch hielt der Winter allmählich Einzug in Erya und das saftige Grün war kahlen mit Frost belegten Zweigen gewichen.
 Der Gedanke sonst in ihrer kargen, kleinen Stube sitzen zu müssen machte aus der Kälte einen leicht zu bezahlenden Preis. Darüber hinaus waren die Stuben der Eleven im Haus Osia mehr schlecht als recht beheizt.
 Der Ausblick war einfach wunderbar. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses hielt der Wald friedlich Winterschlaf und hier glitzerte die Weide auf der sonst die Tiere grasten im Licht der untergehenden Abendsonne.
 An klaren Tagen konnte man in der Ferne sogar die Türme Ordium´s ausmachen die sich wie Speere in den Himmel bohrten.
 Noch war es ihr untersagt das Haus Osia auf eigene Faust zu verlassen doch eines Tages würde sie sich auf den Weg nordwärts machen um die prächtige Stadt mit eigenen Augen sehen zu können.

Ein klassischer Anfängerfehler: Prima Einführungssatz, dann laaaaange Erklärung, irgendwann geht's weiter. In meinem ersten Romanversuch kamen nach zwei Handlungssätzen zwei volle Seiten Erklärung. Infodump nennt man das.
Die Geschichte geht erst ab hier wirklich weiter:
Zitat:
Pfeifend durchschnitt ein eisiger Windstoß die Stille ...
(Wieder ein Adverb und ein Adjektiv.)
Muss ich das zu diesem Zeitpunkt schon alles wissen? Und wenn, kann man das mehr in die Handlung packen?

4) Protagonistin
Wie heißt sie eigentlich? Das erfahre ich erst nach dem Infodump, nämlich hier:
Zitat:
„Narika du Drückeberger!“, schrie Endis ...
Das geheimnisvolle "sie" finde ich für den Anfang nicht notwendig. Hier lässt sich ohne Aufwand der Name einführen.
Und dann möchte ich sie kennen lernen. Nicht über Infos, mit denen ich gefüttert werde, sondern über Handlung! Ich vergleiche das gern mit einem Film. Erste Szene läuft - dann wird der Film angehalten und der Vorführer kommt auf die Bühne, um zu erklären, was in dem Streifen passiert. Das Kino hätte ich schnell verlassen.
Hilfreich wäre also, zügig die zweite Figur auftreten zu lassen und Narika über Handlung vorzustellen - Dialog, Streit, irgend etwas. Reagiert sie genervt, weil der Schnee ihre Zeichnung zerstört? Ist sie völlig erschrocken? Darüber lerne ich sie kennen.
Und siehe da ...
Zitat:
Narika senkte den Blick damit Endis nicht sehen konnte wie wütend sie war.  Die schmelzenden Überreste des Schneeballs hinterließen dunkle Flecken auf dem Pergament und vermischten sich mit der schwarzen Farbe des Kohlestifts.

Solche Sequenzen würde ich nach vorn ziehen.

Fazit: Adjektive/Adverbien sparsamer und bewusster einsetzen, Text nach unoriginellen oder schrägen Bilden absuchen, Protagonistin und Welt über Handlung statt Infodump einführen. Dann könnte der zentrale Konflikt, der das Geschehen vorantreibt, auf spannende Weise im ersten Kapitel auftauchen.

Ich hoffe, Du kannst etwas mit meinen Ausführungen anfangen.

Herzliche Grüße,
Michel
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DonKorneo
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BeitragVerfasst am: 16.12.2013 17:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Michel, ich kann mit Kritik nicht nur was anfangen, ich umarme sie wenn sie so schön kommt wie von dir.
Probeleser im Freundeskreis hatten bemängelt, dass ich die Szenerie zu wenig beschreibe(eine frühere Version war schlanker)und ich hab mich dadurch ein wenig hinreißen lassen.
Es fällt mir noch schwer einzuschätzen wie viel von dem kompletten Bild das ich im Kopf habe der Leser durch wie viel Beschreibung nachkonstruieren kann.
Zitat:
Ich habe mal als Tipp gelesen (weiß leider nicht mehr wo): Adjektive darf man gern verwenden - wenn sie das, was sie beschreiben, nicht bestätigen, sondern umkehren. Also z.B. nicht grünes Gras, sondern verbranntes.

Klingt sehr einleuchtend und werd ich mir definitiv zu Herzen nehmen.

Ich bekomme hier das was ich mir erhofft hatte. Tipps die es mir hoffentlich ersparen irgendwann 200+ Seiten grundlegend zu überarbeiten.
Werde mich die kommende Zeit daran machen das komplette Intro zu überarbeiten und es dann erneut deinem kritischen Blick zum Fraß vorzuwerfen wink
Danke für die Mühe!

Edith sagt:
Pergament ist meines Wissens übrigens rau und konnte "abgewaschen" und mehrfach verwendet werden allerdings hast du natürlich Recht damit, dass ich dem Leser keine Bilder liefern sollte die ihn vor Fragen stellen die ohne Recherche nicht zu beantworten sind.
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Michel
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Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 16.12.2013 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fürchte, um das Überarbeiten wirst Du trotzdem nicht herumkommen. Sad Für mich ist das inzwischen der wichtigere Teil des Schreibens. Beinahe jedenfalls. Schön, wenn Du mit meinen Kommentaren etwas anfangen konntest!
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F_Benjamin_Studer
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BeitragVerfasst am: 16.12.2013 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mitten in dieser Erzählung ist der Ausdruck "Mehr schlecht als recht". Der passt für mein subjektives Empfinden überhaupt nicht in die Geschichte rein. Was möglicherweise auf erlernten Assoziationen beruht, und mir als individuellem Leser eigen sein könnte. Für mich ist das eine Art, sich auszudrücken, wie sie mehr in die Sprache moderner Handwerker passt, oder zumindest nicht in eine fantastische Geschichte wie deine.

Dann die erwähnten Kommas eben. Als ich früher Probleme mit Kommas hatte (d. h. sie waren eine Katastrophe), und nachdem die Ausführungen meines Deutschlehrers nicht gerade hilfreich für mich waren, habe ich mir einmal die Erklärungen des "Wahrig Deutsches Wörterbuch" im Abschnitt "Lexikon der Sprachlehre" -> "Komma" vorgenommen. Mit denen konnte ich endlich etwas anfangen, und seither setze ich die Dinger nahezu perfekt, glaube ich. Müsste mir da nochmal von einem Komma-Experten drüber schauen lassen. Jedenfalls habe ich zig Kommafehler, die ich früher gemacht habe, überwunden. Kann ich wärmstens empfehlen.

Da steht "auf Kosten Anderer". Warum schreibst du "anderer" groß? Es macht für mich keinen Sinn, das grammatisch nominalisiert zu betrachten. Könnte aber auch sein, dass es hier möglich ist. Ich würde es jedenfalls klein schreiben; für mich ist es ein gewöhnliches, klein zu schreibendes Pronomen.

Zum Positiven gibt es nicht viel zu sagen. Nur die Tatsache, dass es perfekt ist. Abgesehen von dem nahezu unbedeutendem, bereits weiter oben Genanntem, versteht sich. Für meinen Geschmack jedenfalls. Ich kann mir ja gut vorstellen, dass es hilfreicher für dich wäre, wenn ich genauer benennen könnte, was daran positiv ist. Aber ich fürchte ich kann dir nicht das Wasser reichen. Die Geschichte ist für mich sehr lebendig, sie regt meine Fantasie an, ich denke mich in die Geschichte rein, bin voll drin, und du hast mich sehr angeregt, über die weiteren Zusammenhänge der Verstrickungen nachzudenken. Es hat mich sehr gefesselt, und ich merkte, dass ich gerne weitergelesen hätte. Daumen hoch. Aber wie du das machst, das kann ich nicht so genau sagen. So leid es mir tut. Bewusst aufgefallen ist mir nur, dass du sehr geschickt und vielseitig mit Metaphern umgehst, und dass du sehr treffende Ausdrücke verwendest. Letzteres heißt in diesem Fall, dass zum einen die Persönlichkeiten der Figuren sich in deren Worten widerspiegeln, und zum anderen die fantastische Welt, in der sich die Geschichte abspielt, sich in den Worten des Erzählers widerspiegelt. Wenn die ganze Geschichte so schön wird, musst du mich hinsichtlich Veröffentlichung auf dem Laufenden halten. Ja, das darfst du als dickes Kompliment verbuchen.


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"Immer wenn andere mit mir einer Meinung sind, habe ich das Gefühl, mich irren zu müssen"

- Oscar Wilde
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DonKorneo
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BeitragVerfasst am: 17.12.2013 17:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen vielen Dank für das tolle Feedback!
Perfekt ist ein großes Wort das ich aber gerne so annehm und mich freue.
Werd mir den Link definitiv mal zu Gemüte führen, hoffe man wirds auch merken!
Was mich bei "Anderer" geritten hat kann ich dir leider auch nicht sagen.
Ich hoffe auch es gefällt dir immernoch so gut wenn ich mir die durchaus berechtigte Kritik der anderen zu Herzen nehme bevor ich die nächsten Zeilen poste.

Von dem Stadium in dem ich von einer Veröffentlichung auch nur träumen könnte bin ich leider noch sehr weit entfernt aber sollte es so weit kommen schick ich dir ein Gratisexemplar als Dankeschön für die Motivation wink
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F_Benjamin_Studer
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BeitragVerfasst am: 17.12.2013 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Bitte, bitte. Suhle dich in meinem Kompliment, während du aber bitte nicht vergisst, dass es ein Laienkompliment ist. Ich beurteilte das hinsichtlich dem, wie es auf mich persönlich gewirkt hat. Ich habe kein besonderes Fachwissen über Literatur o. ä. und bin außerdem neu hier. Ich bin überhaupt eine sehr eigenwillige Persönlichkeit und habe über das Schreiben momentan hauptsächlich eigene Hypothesen. Es ist wahrscheinlich gut, wenn sich die unterschiedlichen Feedbacks widersprechen. So kann sich der Schreiber gut mit seinem Text auseinandersetzen. Ich bin übrigens skeptisch gegenüber den Theorien über Adjektivitis. Es erinnert mich an die Ausführungen mancher über Körpersprache, für die verschränkte Arme oder Beine generell Verschlossenheit bedeuten. Auch wenn man ganz sicher sagen kann, dass sie auch etwas ganz anderes bedeuten können. Schon allein deshalb, weil, selbst wenn Arme Verschränken instinktiv Verschlossenheit bedeuten sollte, dies durch das vorgelebte Verhalten von Vorbildern oder das wiederholte Verhalten von bestimmten Personen, die wiederum etwas bestimmtes repräsentieren könnten, lernpsychologisch gesehen überschrieben werden kann. Wenn man über Verben sagt, sie seien so lebendig, und über Adjektive, sie seien so tot, dann ist das, ähnlich wie bei den verschränkten Armen, eine Versimpelung einer komplizierteren Theorie, die man durchaus auf Grundlage dieser Oberflächlichkeiten aufstellen mag. Aber ganz so einfach ist es nicht, wie ich finde.

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
Akribisch ließ sie den Kohlestift über das raue Stück Pergament gleiten, versuchend der Anmut der alten Trauerweide am Flussufer gerecht zu werden.
Im Sommer hatte ihr der grüne Blättervorhang jedes Mal wohltuenden Schatten gespendet wenn sie im Gras liegend ihr graues Leben mit bunten Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte.
Nun jedoch hielt der Winter allmählich Einzug in Erya und das saftige Grün war kahlen mit Frost belegten Zweigen gewichen.


Hier sind durchaus Beschreibungen. Für mich beschreibt dieser Teil aber in erster Linie den geistigen Zustand der Reflektorfigur, die etwas aus ihrer inneren Welt auf Pergament festhält. Deshalb steht hier für mich das Adjektiv "grün", weil sie sich an den Farben inspiriert. Farben stehen für Gefühle. In dem Teil werden auch Erinnerungen angesprochen.

Jeder Leser ist anders! Mir persönlich ist es nicht egal, ob man schreibt "Das Grün der Blätter im Sommer", oder "Die grünen Blätter im Sommer", oder "Die grünenden Blätter im Sommer". Ich finde aber, dass die hauptsächlichen Unterschiede in Rhythmus und Aussprache, sowie in der Suggestion liegen. Tunwörter mögen Bewegung suggerieren, dadurch kann sich aber die gesamte suggestive Wirkung gegenüber einer anderen Variante, sich auszudrücken, verändern. "Im Sommer hatte ihr der grüne Blättervorhang jedes Mal wohltuenden Schatten gespendet" Ich finde das ist eine gute Art zu suggerieren, wie sich die Reflektorfigur schon damals von Farben und Stimmungen für ihre eigenen Gedanken inspirieren hat lassen, und jetzt, in dieser kreativen Situation der Erzählgegenwart (ich interpretierte es jedenfalls als etwas kreatives. Ich weiß ja nicht, was sie da genau mit dem Pergament vor hat) neben den momentanen Stimmungen in Erinnerungen schwelgt, und diese vielleicht mit der Gegenwart vergleicht. Ich gebe Michel soweit recht, dass Redundanz allgemein hinderlich ist. Das Grün kann sich der Leser bereits bei "Blätter" und "Sommer" vorstellen, weil Blätter im Sommer normalerweise grün sind. Weil hier aber das Adjektiv "grün" eine Aufgabe der Suggestion übernimmt (und nur deshalb - in diesem Fall) finde ich hier deine Variante tatsächlich besser als die von Michel.

Aber nochmal: Jeder Leser ist anders. Das ist alles nur mho.

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
aber sollte es so weit kommen schick ich dir ein Gratisexemplar als Dankeschön für die Motivation wink


Super, ich freu mich drauf.


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BeitragVerfasst am: 18.12.2013 00:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Adjetivitis, von der ich mich nicht grundsätzlich freisprechen möchte, ist in diesem Teil tatsächlich nicht Mittel um faktisch die Umgebung zu beschreiben sondern wie du richtig erläutert hast (jetzt hoffe ich dich richtig zu interpretieren) eher dazu gedacht dem Leser ihre Sicht auf die Umgebung und ihr Verhältnis zum Gesehenen näher zu bringen. Manche Menschen erfreuen sich stundenlang an den verschiedenen Farbnuancen eines Regenbogens, und verlieren sich in Details. Andere wiederum sehen den Regenbogen und finden ihn schlicht schön. Punkt.
Beide Feedbacks haben daher ihre Daseinsberechtigung und ich werde versuchen sie einfließen zu lassen ohne meiner instinktiven Schreibweise untreu zu werden, da mir wie ich denke zu viele Dogmen den Spaß am Schreiben rauben könnten.
Ob du nun Laie bist oder Bestsellerautor ist mir einerlei. Ich nehme das Feedback ohne jegliche Gewichtung an.
Darüber hinaus halte ich mich persönlich für den größten Laien hier und würde schon deshalb nicht werten.
Momentan überarbeite ich den oben geposteten Part und sobald dieser und der darauf folgende Abschnitt so weit sind würde ich mich wieder über kritische Stimmen freuen.

Kann man hier denn auch etwas von dir bewundern?
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BeitragVerfasst am: 18.12.2013 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
[...]und ich werde versuchen sie einfließen zu lassen ohne meiner instinktiven Schreibweise untreu zu werden[...]


Das halte ich für vernünftig.


DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
Kann man hier denn auch etwas von dir bewundern?


Ja, hier werde ich den Link hineineditieren, wenn ich etwas reingestellt habe. Nachdem ich in den letzten Tagen aufgrund meiner Unsicherheit darüber, hier etwas reinzustellen, was schließlich nicht geklaut werden soll, einen Thread zu solchen Fragen betrieben hatte, um mich genauer zu informieren, kam ich gestern nicht mehr dazu.

Heute werde ich nach einer geeigneten Copy-Pasta für den Einstand-Bereich schauen. Aber jetzt kommt erst einmal Frühstück...


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BeitragVerfasst am: 18.12.2013 18:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Leider kann ich deinen Thread noch nicht besuchen, weil ich bisher an zu wenigen Stellen meinen Senf dazu gegeben habe. Werde ich aber sicher zu gegebener Zeit nachholen.

So sehr mich das Feedback hier auch beflügelt hat, macht es mich nun auch unsicher, da der innere Anspruch gestiegen ist.
Da ich also momentan an einem Punkt bin an dem mich die Anzahl der möglichen Fehlerquellen ein wenig überfordert gebe ich einfach den überarbeiteten, hoffentlich nicht "verschlimmbesserten", Anfang und ein paar zusätzliche Zeilen zum Abschuss frei:

Akribisch führte Narika den Kohlestift über das raue Pergament, während sie versuchte die Anmut der alten Trauerweide am Flussufer einzufangen. Im Sommer hatte ihr der Blättervorhang noch wohltuenden Schatten gespendet, wenn sie darunter lag und ihr graues Leben mit Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte.
Nun jedoch hielt der Winter allmählich Einzug in Erya und das ehemals schützende Grün war kahlen, mit Frost belegten Zweigen gewichen.
Sie legte den Stift zur Seite und hauchte sich in die Hände um die lähmende Kälte aus ihren Fingerknochen zu vertreiben.
Begleitet von lautem Pfeifen, durchschnitt ein eisiger Windstoß die Stille und Narika zog sich die Kapuze ihrer schlichten Wollrobe über den kahl rasierten Kopf. Gerade als sie sich wieder der Trauerweide zuwenden wollte, wurde sie auf unangenehme Weise aus ihren Gedanken gerissen.
Ein Schneeball traf sie zielgenau und mit voller Wucht.

„Narika du Drückeberger!“, schrie Endis.
„Denkst du der Vorhof befreit sich von selbst vom Schnee? Soll ich den Kuratoren des Ordens etwa einen Boten schicken, dass die Gesandtschaft erst im Frühjahr anreisen könne, weil unsere Eleven sich lieber sinnlos herumtreiben als ihren Pflichten nachzukommen?“

Narika hielt den Blick gesenkt, damit Endis nicht sehen konnte wie wütend sie war.  Die schmelzenden Überreste des Schneeballs hinterließen dunkle Flecken auf dem Pergament und vermischten sich mit der schwarzen Farbe des Kohlestifts.

„Eines Tages Endis, wird dein Zorn dich in den Nebel treiben“, erwiderte sie mit ruhiger Stimme, und ohne ihn eines Blickes zu würdigen.
„Wenn du nicht willst, dass ich dich irgendwo hin treibe, bewegst du dich lieber und tust was dir aufgetragen wurde!“. Er erhob drohend den Zeigefinger um seinen Worten Nachdruck zu verleihen und verschwand anschließend stampfenden Schrittes um die Ecke des Stalls.

Zu gerne würde sie Endis nur ein einziges Mal in seine Schranken weisen. Doch obwohl er zwei Jahre jünger war als Narika, hatte er bereits den Rang eines Adepten inne – und sie keine andere Wahl als seinen Anweisungen Folge zu leisten. Das wusste Endis nur zu gut und bediente sich jeder Gelegenheit, den Eleven und Anwärtern in Osia das Leben schwer zu machen, um so sein Ansehen bei Magister Kalis auf Kosten anderer zu steigern.
Würde Aran sie morgen, beim Eintreffen der Kuratoren, nur endlich zur Adeptenprüfung zulassen, damit ihr Rang endlich ihren Fähigkeiten Rechnung tragen würde. Den anderen Eleven war sie ohnehin weit überlegen und selbst unter den Adepten gab es wenige deren Talent sich mit dem ihren messen konnte.
Arans Ohren jedoch waren taub für diese Argumente. Nicht der Rang sei wichtig, sondern das Wesen der Magie, und die Last ihrer Bürde, zu verstehen.
Nichtsdestotrotz war Aran ein guter Lehrer. Als Narika vor 17 Jahren, gleich nach ihrer Geburt, nach Osia gebracht worden war, hatte er nicht nur die Rolle ihres Mentors übernommen. Vielmehr war er im Laufe der Jahre für Narika zu einer Art Vaterfigur und einem innigen Vertrauten geworden. Auch deshalb wollte sie nicht, dass er aufgrund ihrer Verfehlungen in Schwierigkeiten geriet.
Also rollte sie das Pergament zusammen, verstaute es gemeinsam mit dem Stift in der Tasche ihrer Robe, klopfte den Schnee von der Felldecke, auf der sie gesessen hatte, und machte sich durch das knirschende Weiß auf den Weg zurück zum Hauptgebäude.

Je näher Narika dem schlichten Steinbau kam, desto deutlicher mischte sich der Geruch von frischem Eintopf unter die kalte Abendluft. Sie beschleunigte ihren Schritt um die undankbare Aufgabe noch rechtzeitig vor dem Abendessen hinter sich bringen zu können.
So bog sie eilig um die Ecke zum Vorhof, und sah zu ihrem Erstaunen Sotai, wie er fröhlich pfeifend einen Reisigbesen über den verschneiten Boden tanzen lies.

Trotz des großen Altersunterschieds von acht Jahren verband die beiden eine enge Freundschaft.
Sotai war ebenfalls seit seiner Geburt in Osia und stand kurz vor der Ernennung zum Eleven, und dem damit verbundenen Beginn seiner Ausbildung zum Gezeichneten.
Narika war dieses Wort zuwider. Nannte man Menschen wie sie früher noch Magier, so wurde es nun unter schwere Strafen gestellt sich als solcher zu bezeichnen. Es sei keine Gabe sondern eine Bürde und wer diese nicht mit Demut und Verantwortung trage, würde weder den Menschen noch der Geschichte Eryas gerecht werden.

„Sotai! Was hat dich denn gebissen?“, rief sie ihm lachend zu.
„Oh holde Maid!“, erwiderte er feixend, „was führt Euch zu uns? Die Arbeit kann es kaum sein!“

Während sie sich ihm weiter näherte, kratzte sie ein wenig Schnee von einem Mauervorsprung, formte einen Schneeball und warf ihn in Sotais Richtung. Er landete gut 3 Schritt neben ihm.

„Ich glaube das übst du besser noch ein wenig!“, kommentierte er hämisch ihren misslungenen Wurf.

Bei Sotai angekommen streichelte sie ihm über den ebenfalls kahlen Kopf. Das allmorgendliche Rasieren des Haupthaars gehörte zum Verzicht auf Eitelkeiten aller Art, den das Leben in Osia mit sich brachte.

„Kleiner du holst dir noch den Tod“, sagte sie während sie ihm die Kapuze überzog um anschließend nach dem Besen zu greifen.
„Wäre doch schade, wenn du morgen dein Siegel erhieltest, und vor lauter Husten den Eid nicht über die Lippen bekämst. Außerdem möchte ich nicht, dass du dir Ärger mit Endis einhandelst, weil du meine Arbeit machst“.

„Der soll nur kommen!“, er riss ihr den Besen aus der Hand und vollführte damit einige mehr oder weniger gekonnte Hiebe in die Luft. Während er heroisch umherwirbelnd für Erheiterung sorgte, hielt er plötzlich inne und sein Blick wurde nachdenklich.

„Narika, denkst du wirklich, dass ich morgen mein Siegel bekomme?“
Sie legte ihre Hand auf seine Schulter.
„Ich bin mir sogar sehr sicher. Hast du denn den Eid gelernt, damit du dich nicht blamierst?“
Sotai ließ den Besen fallen, streckte den Rücken durch und legte seine Hände über Kreuz vor die Brust.

„So gelobe ich reinen Herzens von diesem Tage an zu dienen.
Mein Leben für Alle und kein Leben für meines.
Der Orden möge mich leiten zu Erlösung und Gerechtigkeit.
Güte soll mein Handeln lenken und ...“, Sotai tippelte nervös von einem Fuß auf den anderen und blickte fragend in Narika´s bernsteinfarbene Augen.
„Liebe meinen Weg erleuchten“, flüsterte sie ihm zu.

„Und Liebe meinen Weg erleuchten! Für Erya!“, die letzten Worte verkündete er lautstark und derart theatralisch als würde er in Ordium vor dem hohen Rat sprechen.

Narika kniff die Augen zusammen, musterte ihn von oben bis unten und nickte wohlwollend.
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BeitragVerfasst am: 18.12.2013 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
Leider kann ich deinen Thread noch nicht besuchen, weil ich bisher an zu wenigen Stellen meinen Senf dazu gegeben habe. Werde ich aber sicher zu gegebener Zeit nachholen.


Würde mich freuen.


So langsam verstehe ich, glaube ich, was es mit Adjektivitis auf sich haben könnte. Vielleicht kann es auch einfach holprig zu lesen werden, wenn sich die Adjektive ansammeln. So dass also bspw. die Menge an Adjektiven einen Schreiber in die Situation bringen kann, dass er sich überlegen muss, ob er nun in dem einen Satz, oder stattdessen in dem anderen Satz das Adjektiv weglässt, damit es nicht insgesamt zuviel wird. Wenn sie sich häufen, sind sie tatsächlich irgendwie lästig. Das ist ähnlich wie das, was mir einmal passierte. Ich fing an Synonymwörterbücher zu verwenden. Diese sind wirklich herrlich beim Verfassen von Texten. Als ich aber so die treffenden Wörter fand, auf die ich ohne Synonymwörterbuch gar nicht gekommen wäre, entstand bei mir die Gewohnheit, manchmal zwei Wörter zu benutzen, wessen Vereinigungs- bzw. Schnittmenge ich am trefflichsten empfand. Dadurch entstanden - im selben Text wohlbemerkt - mehrere Sätze mit Aufzählungen und ähnlichem. Also mehrere Sätze, in denen dem Leser zwei oder mehr Möglichkeiten geboten werden, zu verstehen, was gemeint ist. Das kann für leichteres Verständnis sorgen. In Sachtexten ist es wohl auch oft etwas positives. Als ich so manchen Text aber auf mich einwirken lies, kam mir das Geschriebene manchmal insgesamt dämlich vor. Es schien sich nur sehr holprig zu lesen. Vielleicht ist bei dir auch eine Angewohnheit enstanden, die zu Holprigkeiten führt. Zumindest würde ich mir an deiner Stelle immer wieder überlegen, ob es ein Nomen gibt, in welchem das Adjektiv schon enthalten ist. Das ist manchmal besser.

Ach ja, und was mir auch gerade klar wird. Adjektive, weil sie logischerweise in Verbindung mit Nomen stehen, haben auch immer einen solchen Effekt, dass der Leser zwei Begriffe zusammenführen muss, um den gemeinten Gegenstand zu erhalten. Das macht das Lesen vielleicht hinsichtlich Konzentration schwerer. Und deshalb liest sich tendenziell "Ein Wolkenkratzer" besser als "Ein sehr großes Hochhaus" (im ersten Beispiel ist allerdings außerdem eine Metapher enthalten, welche nicht zum Argument hinzugezählt werden kann).

"Narika kniff die Augen zusammen, musterte ihn von oben bis unten und nickte wohlwollend."

Ich finde das ist ein Trommelwirbel-Trommelwirbel-Bamm-Satz. Der Satz endet mit *Bamm* und deshalb sollte er mit "nickte" enden.

Die Kommas werden besser! Üben üben üben wink

So und jetzt habe ich mich einmal wieder dazu verleiten lassen, einen weiteren Forenbeitrag zu schreiben, obwohl ich aus zeitlichen Gründen Schluss machen wollte. Meine Forensucht ist doch wieder einmal schwer zu bremsen. Ich werde deine neue Version und die Fortsetzung später wahrscheinlich nochmal genauer anschauen. Jedenfalls hat es mir wieder sehr gut gefallen.


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BeitragVerfasst am: 19.12.2013 18:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
So dass also bspw. die Menge an Adjektiven einen Schreiber in die Situation bringen kann, dass er sich überlegen muss, ob er nun in dem einen Satz, oder stattdessen in dem anderen Satz das Adjektiv weglässt, damit es nicht insgesamt zuviel wird.


Absolut! Im Moment fühlt es sich ein wenig an, als würde mich der Versuch die (sicher sinnvollen) "Regeln" einzuhalten irgendwie bremsen.
Hat mit diesem Anfängergefühl jemand Erfahrungen und einen Ratschlag parat?
Generell stell ich mir die Frage ob es sinnvoller ist einen Teil des Textes so oft zu überarbeiten, bis er "gut" ist und dann aufbauend auf den dabei gewonnenen Erfahrungen weiter zu schreiben, oder einfach unbeirrt in die Tasten zu hauen und das große Ganze am Ende evtl noch mehr als sowieso schon überarbeiten zu müssen.

Zitat:
Jedenfalls hat es mir wieder sehr gut gefallen.

Freut mich wieder enorm und nachdem du im Moment der einzig aktive Kritiker bist (An die anderen Leser: Auch wenn ihr es furchtbar findet, lasst es mich wenigstens mit einem 2-Zeiler wissen) wiegt deine Stimme mit 100% wink


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BeitragVerfasst am: 19.12.2013 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, ich kann dir sicherlich keinen Tip (ja, ich boykottiere die neue Schreibweise) von solcher Art geben, dass ich etwa durch viele Erfahrung und Resonanz der Leser o. ä. erkannt hätte, wie man die Regeln ganz natürlich zur Zufriedenheit der Leser einhalten kann. Auch ich muss erst einmal viele Regeln über das Schreiben überhaupt lernen. Ich weiß allerdings, was du meinst. Ich stelle mir dann gerne vor, welche Arten, etwas auszudrücken oder einen Satz zu bauen, welche Effekte haben können. In absoluten, vernichtenden, in Stein gemeiselten Regeln denke ich nicht. Das möchte ich auch gar nicht.

Bei derartigen Anhäufungen versuche ich das, was ich ausdrücken möchte, durch einen komplett anderen Weg dem Leser sozusagen "zuzustecken". Eine Möglichkeit habe ich ja bereits vorgeschlagen, es gibt manchmal Wörter, welche die Bedeutung von zwei oder mehr Wörtern schon enthalten ("Wolkenkratzer"). Eine andere Möglichkeit wäre, einen ganzen Satz voranzustellen, der auch kein Adjektiv enthalten muss, der dann die Art, den nächsten Satz verstehen zu können, so verändert, dass der Leser weiß, was du meinst, selbst wenn du im zweiten Satz das Adjektiv, das du stattdessen verwendet hättest, weglässt.

Trotz allem finde ich Adjektive nicht per se schlimm. Bei Douglas Adams' zweiten Teil seiner bestseller Trilogie "The Restaurant At The End of The Universe" (den ersten Teil habe ich verliehen und nicht mehr zurückbekommen) zählte ich gerade auf Seite 1 ganze 15 Adjektive und 3 Adverben (nur solche Adverben, welche sich auf Adjektive oder Verben beziehen). Und ich habe die (auf dieser Seite recht vielen) Adjektive, die groß geschrieben und Teil eines Eigennamens waren, nicht mitgezählt. Trotzdem hatte mich die Geschichte beim Lesen damals sofort gefesselt, und ich fand sie sehr schön zu lesen.

Wenn du mein Feedback allerdings zu 100% wiegst, besorgt mich das, um ehrlich zu sein. Denn es ist denkbar trugschlüssig. Ich bin erstens nur eine einzige Person. Zweitens bin ich schon allein wegen meiner grundlegend abnormen kommunikativen Persönlichkeit alles andere als eine repräsentative Menge. Derweil sorgt mein philosophischer Sachtext über das Qualiaproblem für einiges an Unverständnis. Was meiner Ansicht nach aber auch an einem hartnäckigen eliminativistischem Materialismus der heutigen Leser liegen könnte, der nicht nur für mich, sondern generell schwer ist, aufzuklären (Beachte, dass in dem Satz nach "hartnäckigen" kein Komma folgt, weil zwischen Adjektiven, welche nicht gleichrangig sind, kein Komma steht [vgl. WAHRIG-BURFEIND Renate: Wahrig Deutsches Wörterbuch. Gütersloh/München 2008, S. 63] ).

Nun ich habe mir, wie angekündigt, nochmal deinen Text durchgelesen, und werde versuchen, ihn kritisch auseinanderzunehmen:

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
[...]und die Last ihrer Bürde, zu verstehen.

Die Last ihrer Bürde? Das verstehe ich nicht. Eine Bürde ist doch bereits eine Last. Die Last der Last?

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
Je näher Narika dem schlichten Steinbau kam, desto deutlicher mischte sich der Geruch von frischem Eintopf unter die kalte Abendluft.

Hier muss der Leser denken, die Schlichtheit des Steinbaus hätte irgendetwas mit dem Geruch des Eintopfes zutun. Falls es hier aber keinen nennenswerten Zusammenhang gibt, würde ich das lieber weglassen. Oder den Teil mit dem schlichten Steinbau in einen vorangehenden eigenständigen Satz packen.

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:
Nannte man Menschen wie sie früher noch Magier, so wurde es nun unter schwere Strafen gestellt sich als solcher zu bezeichnen.

Dann wundert es mich, dass gesagt wurde "Nicht der Rang sei wichtig, sondern das Wesen der Magie,[...]" Wenn "Magier" verpönt ist, wäre "Magie" dann nicht auch verpönt? War dieser Ausspruch vielleicht vor dieser Verpöntheit? Oder habe ich etwas missverstanden?

Du verwendest viele schwierige Wörter wie "Kurator", "Adept", "feixen". Ich musste einiges nachschlagen. Aber solange es Wörter sind, die ein Fantasyleser normalerweise kennen sollte, oder der Zeit und der Welt, in der die Geschichte spielt, als einzige gerecht werden, oder einfach kein anderes Wort annähernd so auf das Gemeinte passt, ist das ok. Tendenziell meide ich schwierige Wörter. Besonders weil ich gewohnt bin Sachtexte zu schreiben, wo Klang und Konnotation nicht die Rolle spielen wie in einer Geschichte.


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DonKorneo
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BeitragVerfasst am: 20.12.2013 00:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die 100% ergeben sich rein mathematisch aus dem Fakt, dass du gerade mein Exklusivkritiker bist. Sobald jemand anderes sagt es sei Müll, sinkt die Wertung auf 50% wink

Zitat:
(Beachte, dass in dem Satz nach "hartnäckigen" kein Komma folgt, weil zwischen Adjektiven, welche nicht gleichrangig sind, kein Komma steht [vgl. WAHRIG-BURFEIND Renate: Wahrig Deutsches Wörterbuch. Gütersloh/München 2008, S. 63] ).

Vielen Dank, für den nicht enden wollenden Strom grammatikalischer Fürsorge!

Die Last der Bürde wird umformuliert. Klang für mein Sprachempfinden sehr sinnig, aber je öfter ich es mir durchlese, desto berechtigter erscheint mir die Kritik.

Zitat:
"Nicht der Rang sei wichtig, sondern das Wesen der Magie,[...]"

Dieser Satz stammt von Aran, der wie später beschrieben wird, im Stillen Narikas Ansichten teilt aber durch die gesellschaftlichen Konventionen und die bisher nur ihm aber nicht dem Leser bekannten Fakten über Narikas Herkunft keine andere Wahl hat als ihr das Ausleben dieser nicht zu gestatten.
Würdest du es als störend empfinden, wenn es magisch begabten Menschen "staatlich" untersagt ist sich Magier zu nennen (dabei geht es um den gesellschaftlichen Rang den Magier früher hatten) aber man dennoch davon spricht, dass sie Magie wirken?

Auch wenn ich deine Kritik und Beständigkeit in diesem Thread sehr schätze, würde ich mir natürlich mehr Input hier wünschen. Daher eine Frage an die erfahrenen Leute hier:
Ist im Bereich Werkstatt mehr los als hier im Einstand? Falls ja, ist es unhöflich den gleichen Thread dort nochmal zu eröffnen?(Ich denke wohl ja) Bin ich zu gierig?
Sollte ich wenn ich weitere Teile der Story raus bringe diese einfach in die Werkstatt packen und losgelöst vom Anfang präsentieren? Man will sich ja in solch einem gesitteten Forum nicht daneben benehmen. wink


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JT
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BeitragVerfasst am: 20.12.2013 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo DonKorneo,

du hättest ein Häkchen bei neuer Version setzen sollen, damit man besser sieht, dass du den Text überarbeitet und neu gepostet hast. Ich hab mal ein paar Anmerkungen und Vorschläge gemacht. Ist natürlich alles subjektiv und stellt nur meine persönliche Meinung dar. Nimm was du davon gebrauchen kannst.
 
Zitat:
Akribisch führte Narika den Kohlestift über das raue Pergament, während sie versuchte die Anmut der alten Trauerweide am Flussufer einzufangen. Im Sommer hatte ihr der Blättervorhang noch wohltuenden Schatten gespendet, wenn sie darunter lag und ihr graues Leben mit Fantasien und abenteuerlichen Träumen ausgeschmückt hatte.(zweimal hatte in einem Satz ist ein wenig unglücklich, außerdem finde ich Fantasien und abenteuerliche Träume redundant. vllt. Im Sommer hatte ihr der Blättervorhang wohltuenden Schatten gespendet, während sie ihrem tristen Leben mit abenteuerlichen Träumen entfloh.)  
 Nun jedoch hielt der Winter allmählich Einzug in Erya und das ehemals schützende Grün war kahlen, mit Frost belegten Zweigen gewichen.
 Sie legte den Stift zur Seite und hauchte sich in die Hände um die lähmende Kälte aus ihren Fingerknochen zu vertreiben.
 Begleitet von lautem Pfeifen, durchschnitt ein eisiger Windstoß die Stille Punkt und Narika zog sich die Kapuze ihrer schlichten Wollrobe über den kahl rasierten Kopf, als ein Schneeball sie mit voller Wucht traf. Gerade als sie sich wieder der Trauerweide zuwenden wollte, wurde sie auf unangenehme Weise aus ihren Gedanken gerissen. (Der Satz reißt mich ein wenig aus ihrer Perspektive heraus) Ein Schneeball traf sie zielgenau und mit voller Wucht.

„Narika du Drückeberger!“, schrie Endis.
„Denkst du Komma der Vorhof befreit sich von selbst vom Schnee? Soll ich den Kuratoren des Ordens etwa einen Boten schicken, dass die Gesandtschaft erst im Frühjahr anreisen könne, weil unsere Eleven sich lieber sinnlos herumtreiben als ihren Pflichten nachzukommen?“

Narika hielt den Blick gesenkt, damit Endis nicht sehen konnte wie wütend sie war.(Ok. der Satz ist nicht unbedingt falsch, aber zeige es mir, anstatt zu behaupten. In etwa so: Narika senkte den Blick und ballte die Hände zu Fäusten.)  Die schmelzenden Überreste des Schneeballs hinterließen dunkle Flecken auf dem Pergament und vermischten sich mit der schwarzen Farbe des(Kohlestifte sind immer schwarz, soviel ich weiß, womit das überflüssig wird) dem Kohlestifts.

„Eines Tages Endis, wird dein Zorn dich in den Nebel treiben“, erwiderte sie mit ruhiger Stimme(so ruhig es ihr möglich war), und ohne ihn eines Blickes zu würdigen.
„Wenn du nicht willst, dass ich dich irgendwo hin treibe, bewegst du dich lieber und tust was dir aufgetragen wurde!“(.) Er (er)hob drohend den Zeigefinger um seinen Worten Nachdruck zu verleihen und verschwand anschließend stampfenden Schrittes um die Ecke des Stalls.

 Zu gerne würde sie Endis nur ein einziges Mal in seine Schranken weisen. Doch obwohl er zwei Jahre jünger war als Narika, hatte er bereits den Rang eines Adepten inne – und sie keine andere Wahl als seinen Anweisungen Folge zu leisten. Das wusste Endis nur zu gut und bediente sich jeder Gelegenheit, den Eleven und Anwärtern in Osia das Leben schwer zu machen, um so sein Ansehen bei Magister Kalis auf Kosten anderer zu steigern.
 Würde Aran sie morgen, beim Eintreffen der Kuratoren, nur endlich zur Adeptenprüfung zulassen, damit ihr Rang endlich ihren Fähigkeiten Rechnung tragen würde. Den anderen Eleven war sie ohnehin weit überlegen und selbst unter den Adepten gab es wenige deren Talent sich mit dem ihren messen konnte.
 Arans Ohren jedoch waren taub für diese Argumente. Nicht der Rang sei wichtig, sondern das Wesen der Magie, und die Last ihrer Bürde, zu verstehen.
 Nichtsdestotrotz war Aran ein guter Lehrer. Als Narika vor 17 Jahren, gleich nach ihrer Geburt, nach Osia gebracht worden war, hatte er nicht nur die Rolle ihres Mentors übernommen. Vielmehr war er im Laufe der Jahre für Narika zu einer Art Vaterfigur und einem innigen Vertrauten geworden. (Das hier ist etwas außerhalb ihrer Perspektive, da sie nicht so daran denken würde)Auch deshalb wollte sie nicht, dass er aufgrund ihrer Verfehlungen in Schwierigkeiten geriet.
 Also rollte sie das Pergament zusammen, verstaute es gemeinsam mit dem Stift in der Tasche ihrer Robe, klopfte den Schnee von der Felldecke, auf der sie gesessen hatte, und machte sich durch das knirschende Weiß auf den Weg zurück zum Hauptgebäude.

 Je näher Narika dem schlichten Steinbau kam, desto deutlicher (stieg ihr der Geruch frischen Eintopfes in die Nase) mischte sich der Geruch von frischem Eintopf unter die kalte Abendluft. Sie beschleunigte ihren Schritt Komma um die undankbare Aufgabe noch rechtzeitig vor dem Abendessen hinter sich bringen zu können.
 So Eilig bog sie eilig um die Ecke zum Vorhof, und sah zu ihrem Erstaunen Sotai, wie er fröhlich pfeifend einen Reisigbesen über den verschneiten Boden tanzen lies.

 Trotz des großen Altersunterschieds von acht Jahren verband die beiden eine enge Freundschaft.
 Sotai war ebenfalls seit seiner Geburt in Osia und stand kurz vor der Ernennung zum Eleven, und dem damit verbundenen Beginn seiner Ausbildung zum Gezeichneten.
 Narika war dieses Wort zuwider. Nannte man Menschen wie sie früher noch Magier, so wurde es nun unter schwere Strafen(bin mir nicht sicher, meine aber das n muss weg) gestellt sich als solchen zu bezeichnen. Es sei keine Gabe sondern eine Bürde und wer diese nicht mit Demut und Verantwortung trage, würde weder den Menschen noch der Geschichte Eryas gerecht werden.

„Sotai! Was hat dich denn gebissen?“, rief sie ihm lachend zu.
„Oh holde Maid!“, erwiderte er feixend, „was führt Euch zu uns? Die Arbeit kann es kaum sein!“

Während sie sich ihm weiter näherte, kratzte sie ein wenig Schnee von einem Mauervorsprung, formte einen Schneeball und warf ihn in Sotais Richtung. Er landete gut 3 Schritt neben ihm.

„Ich glaube das übst du besser noch ein wenig!“, kommentierte er hämisch ihren misslungenen Wurf.

 Bei Sotai angekommen streichelte sie ihm über den ebenfalls kahlen Kopf. Das allmorgendliche Rasieren des Haupthaars gehörte zum Verzicht auf Eitelkeiten aller Art, den das Leben in Osia mit sich brachte.

„Kleiner du holst dir noch den Tod“, sagte sie Komma während sie ihm die Kapuze überzog Komma um anschließend nach dem Besen zu greifen.
„Wäre doch schade, wenn du morgen dein Siegel erhieltest, und vor lauter Husten den Eid nicht über die Lippen bekämst. Außerdem möchte ich nicht, dass du dir Ärger mit Endis einhandelst, weil du meine Arbeit machst“.

„Der soll nur kommen!“, er riss ihr den Besen aus der Hand und vollführte damit einige mehr oder weniger gekonnte Hiebe in die der Luft. Während er heroisch umherwirbelnd für Erheiterung sorgte, hielt er plötzlich inne und sein Blick wurde nachdenklich.(Was nun, wirbelt er herum oder hielt er inne? Würde den ersten Teil des Satzes streichen und mit Plötzlich hielt er weiter machen)

„Narika, denkst du wirklich, dass ich morgen mein Siegel bekomme?“
Sie legte ihre Hand auf seine Schulter.
„Ich bin mir sogar sehr sicher. Hast du denn den Eid gelernt, damit du dich nicht blamierst?“
Sotai ließ den Besen fallen, streckte den Rücken durch und legte seine Hände über Kreuz vor die Brust(Hände vor der Brust über Kreuz).

„So gelobe ich reinen Herzens von diesem Tage an zu dienen.
 Mein Leben für Alle und kein Leben für meines.
 Der Orden möge mich leiten zu Erlösung und Gerechtigkeit.
 Güte soll mein Handeln lenken und ...“, Sotai tippelte nervös von einem Fuß auf den anderen und blickte fragend in Narika´s bernsteinfarbene Augen. (hier bist du definitiv aus ihre Perspektive. ... blickte sie fragend an.)
„Liebe meinen Weg erleuchten“, flüsterte sie ihm zu.

„Und Liebe meinen Weg erleuchten! Für Erya!“, die letzten Worte verkündete er lautstark und derart theatralisch als würde er in Ordium vor dem Hohen Rat sprechen.

 Narika kniff die Augen zusammen, musterte ihn von oben bis unten und nickte wohlwollend.


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BeitragVerfasst am: 21.12.2013 10:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erstmal danke auch an dich JT für die Mühe.
Ich habe diese beiden äußerst unauffälligen Kästchen wink bisher schlicht nicht bemerkt. Umso wertvoller ist der Hinweis.


Zitat:
Im Sommer hatte ihr der Blättervorhang wohltuenden Schatten gespendet, während sie ihrem tristen Leben mit abenteuerlichen Träumen entfloh.

Ist hier die Zeit dann noch korrekt, wenn ich es in dieser Form abändere, oder müsste es heißen "entflohen war"?



Zitat:
Güte soll mein Handeln lenken und ...“, Sotai tippelte nervös von einem Fuß auf den anderen und blickte fragend in Narika´s bernsteinfarbene Augen. (hier bist du definitiv aus ihre Perspektive. ... blickte sie fragend an.)

Glaube ich dir sofort nur steh ich gerade etwas auf dem Schlauch, sprich ich bemerkte auch nach dem Hinweis nicht, dass und warum sich in diesem Satz die Perspektive ändert. Falls es mir jemand genauer erklären könnte, damit ich den gleichen Fehler nicht wieder mache, wäre ich dankbar.

Zitat:
auf dem Pergament und vermischten sich mit der schwarzen Farbe des(Kohlestifte sind immer schwarz, soviel ich weiß, womit das überflüssig wird) dem Kohlestifts.

Diese Formulierung habe ich gewählt, da sich der Schnee ja nicht mit dem Stift an sich vermischt sondern mit der Farbe die er hinterläßt. Das Attribut schwarz ist allerdings wirklich überflüssig. Frage ist ob es auch störend ist. Mir persönlich, hilft es das Bild zu konstruieren, könnte aber auch an meiner Adjektivitis liegen wink

Die anderen Punkte erscheinen mir sehr sinnig und ich werde sie beim erneuten Überarbeiten mit einbeziehen.
Denke morgen kommt dann die neue Version inklusive neuer Inhalte und gesetztem Häkchen. wink


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BeitragVerfasst am: 21.12.2013 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo DonKorneo,

ich mische mich mal kurz dazu, ohne mich näher mit deinem Text beschäftigt zu haben: Ich vermute, was JT hier mit der Perspektive meint ist, dass du bisher ja aus Narikas Perspektive erzählst und nun aber beschreibst, was Sotai sieht, wenn er ihn ihre Augen blickt. Sicher, Narika weiß bestimmt, dass sie bernsteinfarbene Augen hat, aber sie wurde in dem Moment nicht daran denken, dass Sotai das gerade sieht.
Beschreibe, was Narika alles sehen, hören, wahrnehmen kann, nämlich, wie Sotai sie ansieht, aber nicht, was der dabei wahrnimmt.

Puh, sehr viel komplizierter erklärt als es ist. Ich glaub, ich werde erst mal wach lol2
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BeitragVerfasst am: 21.12.2013 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo DonKorneo,

DonKorneo hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Im Sommer hatte ihr der Blättervorhang wohltuenden Schatten gespendet, während sie ihrem tristen Leben mit abenteuerlichen Träumen entfloh.

Ist hier die Zeit dann noch korrekt, wenn ich es in dieser Form abändere, oder müsste es heißen "entflohen war"?
Gute Frage, aber ich denke da hast du recht.


DonKorneo hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
Güte soll mein Handeln lenken und ...“, Sotai tippelte nervös von einem Fuß auf den anderen und blickte fragend in Narika´s bernsteinfarbene Augen. (hier bist du definitiv aus ihre Perspektive. ... blickte sie fragend an.)

Glaube ich dir sofort nur steh ich gerade etwas auf dem Schlauch, sprich ich bemerkte auch nach dem Hinweis nicht, dass und warum sich in diesem Satz die Perspektive ändert. Falls es mir jemand genauer erklären könnte, damit ich den gleichen Fehler nicht wieder mache, wäre ich dankbar.
Ithanea hat es ja schon erklärt. Was mir sehr bei der Perspektive geholfen hat, ist, dass ich mich versuche in die Person aus deren Sicht ich gerade schreibe hineinzuversetzen. Alles was ich nicht sehen, hören, riechen, fühlen (oder auch denke bzw. wie ich es denke) kann in so einer Situation, ist nicht mehr in der Perspektive.
 
DonKorneo hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
auf dem Pergament und vermischten sich mit der schwarzen Farbe des(Kohlestifte sind immer schwarz, soviel ich weiß, womit das überflüssig wird) dem Kohlestifts.

Diese Formulierung habe ich gewählt, da sich der Schnee ja nicht mit dem Stift an sich vermischt sondern mit der Farbe die er hinterläßt. Das Attribut schwarz ist allerdings wirklich überflüssig. Frage ist ob es auch störend ist. Mir persönlich, hilft es das Bild zu konstruieren, könnte aber auch an meiner Adjektivitis liegen wink
  Ja, seh ich ein, würde aber das schwarz herausnehmen, denn es ist definitiv überflüssig.

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