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void1993
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 25
Beiträge: 9
Wohnort: Kassel


BeitragVerfasst am: 05.12.2013 00:12    Titel: Sovereign Time eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sovereign Time

1-Prolog

Sein Name war Garon. Der Wind am Krähennest peitschte in sein Gesicht, ebenso wie das Wasser an den langen Rumpf der Saint Lorde. Im Rücken des Schiffes sah er ihr Gefolge: Einige Koggen, im Kielwasser der Galeone auf und ab treibend. Dämmriges Licht ging von ihnen aus, warf elegante, orangene Schlieren über den nächtlichen Wellengang.
Masamune, der Gezeitenmond, war erst vor wenigen Tagen hinter dem Horizont emporgeklommen und hatte die nordischen Meere wieder in Wasser gebettet. Traditionsgemäß hatte sich die königlichen Flotten von Est Laanborg und Treibstadt aufgemacht, die Meerenge im Zuge einer dekadent anmutenden Parade zu überqueren und die Adelsgeschlechter zu beschenken. Ein seltenes und einmalig großes Fest. Garon erinnerte sich an die Worte seines Vaters, die ihm am Kinderbett einst lehrten, eine Periode von Masamune könne ab und zu  sogar mehrere Generationen überdauern. Er hatte im Laufe seines Lebens Masamune jedoch schon drei mal erlebt und die letzte Ebbe dauerte sogar nur knappe 2 Jahre an. Trotzdem hatte er den 'großen Fleck am Himmel' - und vor allem die Schifffahrt - sehr vermisst. Er war während einer Überfahrt gezeugt, auf einer Anderen geboren und auf noch Anderen erzogen worden. Es war seine Kindheit. Tage konnte er damit verbringen in seinem Krähennest bloß dazusitzen, seine eigentliche Aufgabe zu vernachlässigen und den Mond zu begutachten, in Gedanken an seine verstorbenen Eltern und den kurzen, glücklichen Teil seiner Kindheit. Doch zu seinem Bedauern wurde er auf dieser Reise gleich zu Beginn als Ersatzkoch für Feron Kasparov eingesetzt. Dieser war noch in Rosiana, der größten Stadt Est Laanborgs, erkrankt und hatte sich erst gestern wieder als genesen empfunden. Da Masamune, wie alle anderen Monde auch, tagsüber nicht zu sehen war, freute sich Garon seitdem auf seine Nachtschichten im Krähennest. Und dort stand er nun, in beinah völliger Dunkelheit und mit seinen muskulösen, nackten Armen auf die stählernen Metallstreben gelehnt. Vergebens suchte er am Horizont nach Löchern in der Wolkendecke um einen ersten Blick zu erhaschen. Und dann war da etwas. Eine grazile Bewegung in der schier stählernen Wolkendecke, gerade deutlich genug um Garons Aufmerksamkeit zu erhaschen. Dann sah er es wieder - und glaubte es nicht.
--

Hier mal mein Prolog. Ich erklär mal nicht die ganzen Gedanken dahinter, ich möchte lieber wissen ob der Text beim lesen "funktioniert". Ein Leser eines echten Buches kann ja auch nur lesen, was dort geschrieben steht.
Das Problem ist: In meinem Kopf ist die ganze Umgebung schon ausgereift, samt Geschichte, Zukunft und so weiter. Daher kommt mir das
Geschriebene natürlich lebendig vor, da ich da schon Stunden an dem Projekt sitze. Aber wirkt der Text auch beim ersten mal lebendig? Weckt er Interesse, weiterzulesen? Oder ist die Behandlung dieses Themas vielleicht nicht so Ideal für den Prolog?
Bin nicht auf Lob, sondern auf Kritik aus. Also, wenn jemand nette, ehrliche Worte übrig hat, ist das natürlich schön, aber Idee ist eher, dass ich mich hier verbessern möchte, also alles raushauen, was euch stört. Razz

LG
Void smile

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liebling
Schreiber-Lehrling

Alter: 28
Beiträge: 147
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BeitragVerfasst am: 06.12.2013 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo void,
ich werde mich mal an deinen Text wagen. Leider muss ich sagen, dass er mir noch etwas ungehobelt daherkommt. Was mir jedoch gefallen hat, war das Ende, das weckt Interesse. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich, hätte ich das Buch in einer Buchhandlung aufgeklappt, nicht bis dahin gekommen wäre...
Man merkt auf jeden Fall, dass du deine Geschichte sehr lebhaft vor Augen hast und du dich gut darin auskennst. Das ist auch gut so, so sollte es sein. Aber wie du das an den Leser weitergibst, ist aus meiner Sicht bisher nicht so ganz erfolgreich. Also, an die Arbeit!

Zitat:
Sein Name war Garon. Der Wind am Krähennest peitschte in sein Gesicht, ebenso wie das Wasser an den langen Rumpf der Saint Lorde.


Okay, der Anfang geht schon schwierig los. Wie du sicher weißt, ist der erste Satz einer der wichtigsten deines ganzen Buches und dieser überzeugt mich kein bisschen. Außerdem wirken die beiden Sätze hintereinander vollkommen zusammenhangslos, ich habe das Gefühl, ich lese einfach random irgendwelche Sätze.
Schwierig finde ich auch den Vergleich von Wind und Wasser, weil - zumindest ich für meinen Teil - jetzt nicht wusste, das ein Krähennest diese Plattform auf dem Schiff ist und dementsprechend auch nicht wusste, dass wir uns auf einem Schiff befinden. Es verwirrt mich nur. Wer oder was ist die Saint Lord? Wieso klatscht Wasser dagegen?
Bei mir wirkt deine Beschreibung hier also überhaupt nicht, sicher liegt das auch an meinem Kenntnismangel bezüglich Seemannssprache, aber hier verpufft dein Versuch, alles lebendig (und ein bisschen dramatisch?) erscheinen zu lassen und ich bin einfach nur verwirrt. Shocked

Zitat:
Im Rücken des Schiffes sah er ihr Gefolge: Einige Koggen, im Kielwasser der Galeone auf und ab treibend.


Aha, hier kam dann ein bisschen Licht ins Dunkel. Ein Schiff. Aber es bleibt ein bisschen zusammenhangslos, mir fehlt einfach der Übergang, ich habe das Gefühl du zählst nur abgehackte Sätze auf, die sich nicht so richtig zu einer Geschichte verbinden, weil du selbst genau weißt, wie alles aussieht, etc. Wie wäre es, wenn du die beiden Sätze einfach besser verbindest: "Er blickte sich um und erspähte dicht hinter ihnen das Gefolge: Einige Koggen, die im Kielwasser der Galeone auf und ab trieben."
Oder so etwas in der Art. Wieder aus dem Konzept gebracht hatte mich auch das "ihr Gefolge" - wessen Gefolge? Häh?
Und der "Satz" nach dem Doppelpunkt gefällt mir einfach stilistisch überhaupt nicht, das klingt nach gepimpten Stickpunkten in meinen Ohren.

Zitat:
Dämmriges Licht ging von ihnen aus, warf elegante, orangene Schlieren über den nächtlichen Wellengang.

Um den Übergang zu verbessern würde ich den Satz ein kleines bisschen umstellen: "Von ihnen ging ein dämmriges Licht aus, das ..."
Was den zweiten Teil des Satzes angeht: Schlieren und elegant - geht bei mir überhaupt nicht zusammen, schlieren sind für mich dreckig, schleimig, schmutzfilmig... Nichts elegantes. Vielleicht Schatten?
Und das mit dem orange und dem nächtlichen Wellengang, da tue ich mich auch schwer. Es kann jetzt sein, dass ich total daneben liege, aber entweder es ist nächtlich = schwarz oder eben orange. Beides funktioniert in meinem Kopf nicht wirklich und das lässt deine Beschreibung irgendwie zu gewollt poetisch, zu künstlich und auch ein bisschen zu bemüht um Atmosphäre und Dramatik wirken. Was natürlich dazu führt, dass du genau diese Wirkung verfehlst.

Zitat:
Masamune, der Gezeitenmond, war erst vor wenigen Tagen hinter dem Horizont emporgeklommen und hatte die nordischen Meere wieder in Wasser gebettet. Traditionsgemäß hatte sich die königlichen Flotten von Est Laanborg und Treibstadt aufgemacht, die Meerenge im Zuge einer dekadent anmutenden Parade zu überqueren und die Adelsgeschlechter zu beschenken. Ein seltenes und einmalig großes Fest.

An dieser Stelle willst du dann deine Hintergrundinfos einschieben und das hatte ich auch bitter nötig.
Insgesamt wirkt deine Wortwahl auf mich allerdings etwas schwülstig - das ist natürlich Geschmackssache, aber dein Text läuft ja über von Hochwörtern und dramatischen Verben (Horizont, emporgeklommen, in Wasser gebettet, königliche Flotte, dekadent anmutend, Adelsgeschlechter,...), das ist für meinen Geschmack jedenfalls zu hochtrabend.
Außerdem: für einen so kleinen Abschnitt streust du ziemlich fleißig irgendwelche fremden Namen ein (Garon, Saint Lorde, Masamune, Est Laanborg, Treibstadt...). Vielleicht sind nicht unbedingt alle nötig? Es trägt irgendwie nicht zur Linderung meiner allgemeinen Verwirrung bei, muss ich gestehen.
Auch fehlen wieder die Zusammenhänge. Dass das Auftauchen dieses Mondes mit dem traditionsgemäßen Aufbruch der Flotte zusammenhängt, habe ich auch erst später verstanden.
Mein Vorschlag: Erst vor wenigen Tagen war Masamune, der Gezeitenmond, am Himmel aufgetaucht und hatte die nordischen Meere wieder mit Wasser gefüllt. Wie es die Tradition verlangte, war die königliche Flotte gleich am folgenden Morgen bei Treibstadt in See gestochen...
Außerdem solltest du versuchen, deinen Protagonisten in solche Beschreibungen miteinzubinden - lass ihn das ganze erleben und gib dem Leser seinen Blickwinkel. So verliert sich die Neutralität und auch einen Teil der Zusammenhangslosigkeit.

So weit, so gut, ich habe mich wohl bei diesem Vorhaben ein bisschen mit der Zeit verschätzt und verabschiede mich jetzt erstmal ins Bett. Fortsetzung folgt...

P.S.: Meine Kritik hört sich jetzt ziemlich niederschmetternd an, aber lass dich auf keinen Fall davon entmutigen. Ich schätze in deiner Geschichte ist alles vorhanden, aber ich habe das Gefühl, deine Formulierungen sind einfach noch etwas ungeübt, sodass du es einfach noch nicht richtig rüberbringen kannst. Übung macht den Meister, sag ich da smile[/b]


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liebling
Schreiber-Lehrling

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BeitragVerfasst am: 11.12.2013 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Okay,
da bin ich wieder und weiter geht es:

Zitat:
Garon erinnerte sich an die Worte seines Vaters, die ihm am Kinderbett einst lehrten, eine Periode von Masamune könne ab und zu  sogar mehrere Generationen überdauern. Er hatte im Laufe seines Lebens Masamune jedoch schon drei mal erlebt und die letzte Ebbe dauerte sogar nur knappe 2 Jahre an. Trotzdem hatte er den 'großen Fleck am Himmel' - und vor allem die Schifffahrt - sehr vermisst. Er war während einer Überfahrt gezeugt, auf einer Anderen geboren und auf noch Anderen erzogen worden. Es war seine Kindheit. Tage konnte er damit verbringen in seinem Krähennest bloß dazusitzen, seine eigentliche Aufgabe zu vernachlässigen und den Mond zu begutachten, in Gedanken an seine verstorbenen Eltern und den kurzen, glücklichen Teil seiner Kindheit.


Also, zu erst einmal ein paar formale Sachen: "drei Mal" müsste es meines Erachtens nach heißen. Außerdem schreibt man Zahlen bis zwölf aus, also bitte "zwei Jahre".
Jetzt zum Inhalt. Du willst hier ein paar Hintergrundinfos zum einen zu deiner Fantasie-Welt und zum anderen zu deinem Protagonisten einschieben, das ist klar.
Aber zu nächst einmal unterläuft dir hier ein Fehler, der mich total verwirrt hat. Du sprichst erst vom Vater und dann nur noch von "er" - beim zweiten Lesen war mir sofort klar, wer wann gemeint ist, beim ersten war ich aber total durcheinander, weil ich dachte du sprichst die ganze Zeit noch vom Vater. Also, hier muss irgendwie eine deutlichere Trennung erfolgen. Ersetze einfach das erste "er" durch "Garon" und fertig.
Wieder ist deine Sprache mir einen Hauch zu dramatisch und dadurch wirkt deine Atmosphäre zu bemüht und die ganze Szene wird flach und wenig lebendig.
Mein Vorschlag: "Noch heute hörte Garon die vertraute, warme Stimme seines Vaters, der ihm jeden Abend vor dem Einschlafen die Geschichte erzählen musste, die seine Familie mit Masamune so fest verband..." Dann kannst du dem Vater ein bisschen Platz einräumen um zu erzählen, wie eine Periode Generationen überdauern kann oder auch nur ein paar Jahre kurz sein kann. So verwandelst du deine simple Beschreibung in eine lebendigere Passage und gibst gleichzeitig das Bild von der vertrauten Atmosphäre mit den Eltern. So kann der Leser die verstorbenen Eltern auch später zusammen mit dem Protagonisten "mitvermissen".
Nachdem der Vater dann geendet hat, brauchst du dann den Schwenk zurück in die Gegenwart, lass deinen Protagonisten etwas machen wie: "Garon streckte den schmerzenden Rücken. Seit Stunden bereits saß er hoch oben in dem Krähennest und konnte sich doch keinen besseren Platz vorstellen. Das hier war sein Leben (nicht seine Kindheit, das würde ich austauschen) und nur an diesem Ort konnte er die Verbindung zu seinen Eltern wieder ganz deutlich spüren..."


Zitat:
Doch zu seinem Bedauern wurde er auf dieser Reise gleich zu Beginn als Ersatzkoch für Feron Kasparov eingesetzt. Dieser war noch in Rosiana, der größten Stadt Est Laanborgs, erkrankt und hatte sich erst gestern wieder als genesen empfunden. Da Masamune, wie alle anderen Monde auch, tagsüber nicht zu sehen war, freute sich Garon seitdem auf seine Nachtschichten im Krähennest. Und dort stand er nun, in beinah völliger Dunkelheit und mit seinen muskulösen, nackten Armen auf die stählernen Metallstreben gelehnt. Vergebens suchte er am Horizont nach Löchern in der Wolkendecke um einen ersten Blick zu erhaschen. Und dann war da etwas. Eine grazile Bewegung in der schier stählernen Wolkendecke, gerade deutlich genug um Garons Aufmerksamkeit zu erhaschen. Dann sah er es wieder - und glaubte es nicht.


Okay, das ist wieder ein bisschen holprig, dieser Übergang. Um das ganze lebendiger zu gestalten: Wieso unterbricht nicht jemand seine Tagträumereien und ruft ihn zur Arbeit?
Danach könntest du einschieben, dass er als Ersatzkoch eingeteilt wurde. Die Informationen über diesen Feron waren mir an der Stelle ehrlich gesagt zu viel, ich hatte das Gefühl du willst unbedingt erzählen, was du dir alles ausgedacht hast, obwohl es an dieser Stelle überhaupt keine Rolle spielt. Dann kommt noch ein weiterer Ortsname dazu, das ist mir persönlich wirklich zu viel für so einen kurzen Abschnitt.
Genauso merkwürdig kommt der nächste Übergang daher, wieso hat er eine Nachtschicht, wenn er eigentlich Koch ist und wo ist der Zusammenhang?

Der Rest gefällt mir aber gut und er weckt auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit.

FAZIT:
Dein Text braucht noch jede Menge Arbeit, aber das heißt ja nicht, dass daraus noch etwas Tolles werden kann. Mir kommt er für einen Prolog auch arg kurz vor und ich frage mich, wie es danach weiter geht? Eventuell wäre das passender als der Start für ein erstes Kapitel (nicht jedes Buch braucht unbedingt einen Prolog Wink )
Was deinen Stil angeht, tue ich mich momentan noch schwer. Ich habe das Gefühl, du erzählst mir keine Geschichte, sondern vermischst eher eine Zusammenfassung des Geschehens und einen Sachbuchartikel über deine Fantasy-Welt und um daraus eine Geschichte zu machen, versuchst du möglichst "hochtrabende" Wörter zu benutzen.
Tatsächlich passiert in diesem ganzen Abschnitt aber eigentlich überhaupt gar nichts. Der Junge sitzt oben in einem Boot und sieht etwas am Himmel.
Also mein Vorschlag: Gib deiner Szene mehr Leben, lass etwas passieren, bette deine Informationen in Handlung ein, nicht in Beschreibung, und Obacht im Umgang mit den allzu dramatischen Wörtern. Ich bin mir ganz sicher, wenn du dich nochmal ordentlich schüttelst und dann wieder in die Tasten haust, kannst du das besser!

Toitoitoi!


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Wolfi
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BeitragVerfasst am: 11.12.2013 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo void1993,

ich habe deinen Text mehrmals gelesen. Es ist mir unbegreiflich, was das zu bedeuten hat. Es ist weder Spannung drinnen noch verleitet es zum weiterlesen. Du fängst mit einem Namen an. So. Das wars auch schon. Der steht für sich alleine da. Dann gehts irgendwie anders weiter. Alles ist zerpflückt, zerrupft. Kein Zusammenhang. Absolut unverständlich.
Wenn man die ersten drei Zeilen gelesen hat, sollten diese eigentlich den Leser weiter in die Geschichte ziehen. Sollten ihn zum weiterlesen bewegen. Das ist bei deinem Text nicht möglich. Mein Vorschlag: 100% Überarbeitung. Erkläre dem Leser, was du schreibst. Wer ist der mit dem Namen? Um was geht es eigentlich? Das geht aus keiner Zeile deines Textes hervor.
Sorry du wolltest Kritik. Und das ist meine eigene Meinung.
Viel Spass beim Überarbeiten.

LG
Wolfi


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Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können.
(Albert Einstein)
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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 11.12.2013 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab einen Bezug zur Seefahrt (mein Vater war Kapitän) und dein Prolog funktioniert für mich. Auch kann ich erahnen, dass du da eine ganze eigene Welt erschaffen hast.
Mir gefällst es . Zum Stiel(?) kann ich nichts sagen, weil ich wenn ich was lese leider nicht so wirklich in der Lage bin zu sagen, wie es besser gemacht werden könnte.
Vielleicht nur eines? Die Namensgebungen, du fängst mit "holländischen" (Eest Langborg... Treibestadt) Namen an, dann machst mit "Russischen" weiter.(Kasparov) Dein Gezeitenmond klingt wiederum Japanisch.
Ich persönlich denke, es wäre vielleicht gut, sich in eine Richtung zu orientieren.
Ansonsten würde ich wohl weiterlesen wollen.
LG
Lapidar


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Michel
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BeitragVerfasst am: 12.12.2013 13:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo void,

mich zieht's noch nicht so wirklich rein. Ich greife mal ein paar Einzelheiten heraus, die mir den Lesefluss erschweren.
Zitat:
Sein Name war Garon. Der Wind am Krähennest peitschte in sein Gesicht, ebenso wie das Wasser an den langen Rumpf der Saint Lorde.

Wie einige Vorposter stolpere ich über den ersten Satz. Du beschreibst die erste Szene eigentlich aus dem Blickwinkel Garons (personale Perspektive), nicht als allwissender Erzähler (auktorial, dazu komme ich gleich noch). Garon selbst würde aber nie so denken ("Mein Name ist Garon"), während er im Krähennest sitzt.
Beispiel für personale Perspektive:
Zitat:
Der Wind pfiff um das Krähennest. Garon musste sich am Tau festklammern, um nicht mitgerissen zu werden. Er spürte, wie der Mast unter dem Ansturm zitterte. Tief unter ihm stiebte weiße Gischt über die Reling der Saint Lorde usw. usw.
So hättest Du den Namen beiläufig eingeführt, ohne die Perspektive zu verlassen.
So, da hätten wir also den Protagonisten, der im Krähennest sitzt. Das kann ein guter Start werden, ich frage mich als Leser: Welche Geschichte beginnt hier? Was wird dieser Junge (ich gehe mal davon aus, dass er einer ist) wohl noch erleben?
Etwas schräges Bild: Die eleganten Schlieren. Was leuchtet da? Fackeln? Mondlicht? Und: Schlieren kann ich mir nur bei sehr ruhigem Wasser vorstellen, nicht, wenn der Sturm pfeift. Das Meer bei Nacht kann ziemlich dunkel sein, von den Schaumkronen mal abgesehen.
Und dann verlierst Du mich. Noch nicht bei Masamune, über den kann sich auch Garon Gedanken machen. Aber dann hältst Du die komplette Geschichte an, noch ehe sie wirklich gestartet ist, um den Leser mit Informationen über Deine Welt zu füttern, halt: zu überfüttern. Das will ich gar nicht alles wissen, zumindest nicht jetzt! Ich will wissen, was mit dem Protag passiert, ich will - in irgendeiner Form - Action! Ein menschlicher Konflikt, ein Dilemma, eine Bedrohung, die mich aufmerken lassen. So wie in den letzten Sätzen. Stattdessen erfahre ich hier etwas über seine Lebensgeschichte, Politik, Geografie usw. - aber ich will doch kein Sachbuch lesen, sondern eine Abenteuergeschichte! Außerdem verlässt Du hier Garons Perspektive, der Souffleur tritt hinter dem Vorhang hervor (allwissender Erzähler/auktoriale Perspektive) und erklärt: "Das ist nämlich so...." Aber wo ist Garon geblieben?
Versteh mich nicht falsch: Es ist nie verkehrt, viel über seine Welt zu wissen. Aber dieses Wissen gehört nur dann in die Story hinein, wenn es hilft, ihr besser zu folgen. Sparsam und gut verpackt. So wie es da steht, ist es ein Infodump.
Schließlich läuft die Geschichte wieder an. Spannung! Da ist etwas in der Luft, vermutlich nichts Gutes. Und schon bin ich wieder an Bord. Nur: Im Buchladen wäre ich nicht bis hier gekommen.

Fazit: Auf die Geschichte achten, Fakten seeehr sparsam streuen und dabei kontrollieren, ob Du die Perspektive einhältst. Und: Schneller Spannung erzeugen, mehr als zwei, drei Seiten hast Du dazu nicht.

Herzliche Grüße, Michel
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