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MischaJL
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 28
Beiträge: 21



BeitragVerfasst am: 18.11.2013 07:26    Titel: Schwitzendes Fleisch eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Schwitzendes Fleisch

Schon wieder im Zug und schon wieder eine Fahrt zur Arbeit waren die Gedanken, die mir
morgens früh durch den Kopf gingen. Es war viel zu warm, um mit der Bahn zu fahren, viel zu
stickig. Schweiß tropfte aus meiner viel zu hohen Stirn, ich war gezwungen verdeckt mit der
Hand das graue Wasser abzuwischen. Der Dunst der Straße brachte mich fast um.
Diese Schwüle ist unerträglich, wie halten es diese Menschen nur aus? Lachend und locker, wie
sie da sitzen, als ob es der pure Genuss wehre, eingesperrt in einer fahrenden Sauna zu sein,
ohne einen Ausgang, den man im Notfall nutzen könnte um zu fliehen, schließlich war es eine
lange Strecke mit sehr wenigen Haltestellen. Da fällt mir nur der Spruch eines bekloppten
Nachbar ein: Du hockst immer im Schatten, im Sommer? für was ist denn der Sommer da? Sagt
mir der Parasit, der sich über alles beschwert was nicht seinem Denken entspricht… ist
Angestellter im Handyladen, besitzt die Mittlere Reife, Anzug und Krawatte und einen
widerlichen Ausschlag im Gesicht, und dreht auch noch den älteren unwissenden Menschen die
richtigen Mobiltelefone mit dem geeigneten Sparpaket an.
Ich hätte ihm gerne, einmal einfach ins Gesicht gerotzt.
Wieso guckt diese Frau mit den Locken mich so an? rede ich laut oder was? Sie scheint
nachdenklich Menschen zu beobachten… denkt sie etwa, sie wäre was besseres, das sie urteilen
kann, über andere? Und dann auch noch der arrogante Blick zum Fenster, als ob sie was
Wichtiges zum Überlegen hat, irgendwelche Arbeitsangelegenheiten oder doch was
philosophisch-psychologisches? sie ekelt mich an. Wie kann man nur so egoistisch und so
Selbstverherrlichend sein, mit so einem Gesicht, und so einem Blick, hier im Zug zu hocken, wie
krank ist das bitte? will sie etwa interessant vorkommen? Geheimnisvoll, analysierend und
markant fraulich? das denkt sie sich bestimmt, sie ist ein Schmetterling…
ein Traum jedes Intellektuellen Kotzbrocken, entfremdet vom einfachen Leben, vom Feld, der
Küche, von den Kühen und dem Ganzen Rest. Wie auch immer, ich will dieser selbstverliebten
Scheide keine Aufmerksamkeit schenken, Bloß nicht.
Ich blicke um mich herum, und sehe nur Menschen, die irgendwas voneinander wollen, oder
besser gesagt, nur scheinartig, nichts voneinander wollen. Schauen sich nie in die Augen.
Ich bemerke auch eine junge Frau an der Ausgangstür, am Fluchtpunkt dieses Zuges. Ihre
unpassenden roten Hosen und gelben Schuhen fallen mir gleich auf, wahrscheinlich nicht nur
mir… die hat sie bestimmt aus irgendeinen hippen Internetkatalog bestellt. Und wie sie aus dem
Augenwinkel die nachdenkliche Lockige Frau anschaut, aber nur aus dem Augenwinkel. Immer
und immer wieder, wie die Zeiger einer Uhr, mal nach links, mal nach rechts. Ich würde zu gerne
wissen was die rot-Hose sich denkt, ist sie eifersüchtig auf ihre Jeans? Auf ihre passenden
Schuhe die geschmeidig mit ihrer stilvollen Bluse im Einklang zerfließen?
kein Stolz und Mut, jemanden in die Augen zu schauen, offen einfach das zu sagen, was man
denkt.
Das ist nun mal die Natur des Menschen, erst spähen und beobachten, immer eine Nummer sicher gehen und dann zuschlagen, zubeißen, zerfleischen und den Fraß anschließend fressen. Schließlich kann man ja, nie vorsichtig genug sein, hinter der Frau mit den schwarzen Locken, kann doch ein Schleier sein. Eine Falle, wer weiß, vielleicht ist sie schon verheiratet oder hat eine Körperliche Behinderung, oder Seelische Krankheiten? oder… Nein wieso interessiert mich das Ganze? Meine Ansichten, in diesem Zug wo man vor Hitze ersticken kann, würden sowieso keinen jucken, ich meine ich sitze hier mit meinen zu eng sitzenden Hosen und schaue mit dem Gesicht eines Zurückgebliebenen die Leute hier an. So interessante Menschen wie die Frau am Fenster würden mir sowieso keine Bedeutung zumessen. Sie ist doch über mir, sie sitzt da oben und ich hier unten. In einem Stuhl der eigentlich für Behinderte und kranke Menschen reserviert sein sollte, aber wer von uns ist den heutzutage nicht behindert? Zumindest Geistig, da stimmt doch immer irgendetwas nicht. Es ist einfach zu Heiß und zu schwül, und mir geht es schlecht… Siegesdenkmal, kommt aus dem Lautsprecher des Zuges, meine Haltestelle ist endlich da. Eine Tür aus der Sauna hat sich aus heiterem Himmel eröffnet. Raus hier. Weg von diesem Elend. Ich laufe auf der Unterführung am Bahnhof entlang, und die Sonne hackt wie eine Axt in mich hinein, es tut fast schon physisch weh, wie Migräne oder Durst der die Kehle vertrocknen lässt. Immerhin besser wie in der Sauna-Bahn. Vielleicht sollte ich endlich aufhören mich zu beschweren, ich sollte genießen, das die Sonne da ist, das der Himmel dieses schöne dunkelblau hat. Regen hätte mich wahrscheinlich vielmehr angeekelt, die Pfützen und der Schlamm... ich schaue herunter beim gehen auf mein T-Shirt und sehe meine hervorstehenden Brüste, es sind schon fast Busen, Knabenbusen. Das weiße Shirt sitzt zu eng, und irgendwie kratzt es noch, Eine allergische Reaktion ist wahrscheinlich die Ursache. In diesem Augenblick, in diesem heißen Sommertag diese Straße entlang zu laufen ist einfach nicht schön. Auf dem Weg hupen Autos, der Gestank von Hundescheiße, Kinder lachen und schreien, Irgendwelche Leute von irgendwoher laufen irgendwohin. Diese ganzen Menschen gehen wahrscheinlich auch alle zur Arbeit. Nur nicht um zu arbeiten, sondern um sich kennenzulernen, schließlich suchen da auch viele Zuneigung, Geborgenheit und Aufmerksamkeit. Mir wird bewusst auf dem heißen Betonasphalt, dass ich zu ihnen gehöre, zu dem feigen Abschaum, zu denen, die sich im Augenwinkel versteckt hinter einer Mauer beobachten. Wieso kann ich nicht daheim sein, bei einem kühlen Wind, in einer Badewanne mit kaltem Wasser, natürlich nicht zu kalt, eher lauwarm und danach was ganz leckeres Essen. Oder Geschlechtsverkehr haben in der Badewanne, mit einer Lockigen Frau. Hauptsache es soll mir besser werden, kühler, entspannter, keine debilen Blicke mehr die mich anstarren und ein Fragezeichen in meinem Dasein hinterlassen, das auch schon so genug mit Fragen überfüllt ist. Ich müsste all das nicht ertragen, wenn ich doch einfach kündigen würde. Keine Zugfahrten mehr. Irgendwas braucht man doch, was das eigene Sein lebenswürdiger macht, Irgendetwas was das eigene Sein zum Erblühen bringt, es muss doch eine radikale Lösung dafür geben, wahrscheinlich ist es nur eine simple Kündigung.
Ich könnte mich vielleicht wieder wie ein Kind fühlen, die kleinen bunten Steinchen am Wegesrand bemerken, den Geruch von Bäumen und Gräser intensiv riechen und nicht die Hundescheiße am Bahnhof. Und genau jetzt, ausgerechnet jetzt, wo ich gerade nach der ultimativen Lösung für den inneren Frieden in meinem Kopf suche, bemerke ich, das hinter mir dieser dünner, großer, gepflegte Typ kommt. Ein Arbeitskollege. Ein Freund von der Arbeit, Arbeits-Freund. Ich bin so kurz davor, in die Firma reinzulaufen, ohne mit jemanden ein Gespräch halten zu müssen und ganz in Ruhe mich in mein Büro zu verkriechen. Dennis Schulz heißt diese dünne Person mit dem billigen Supermarkt Anzug und dem vielem Gel in den Haaren, es glänzt wie Lack an seinen wuchtigen brünetten Haaren und gibt fast ein Spiegelbild am Himmel ab. Schmilzt es nicht alles herunter bei der Hitze auf sein Gesicht, oder schwitzen die schlanken Menschen gar nicht? Hoffentlich bemerkt er mich nicht, ich sollte einfach immer geradeaus laufen, immer nach vorne, irgendwie werde ich es schaffen. ,,Hey, siehst nicht gut aus, zu viel gefeiert gestern oder was?´´ sagt er aus dem Hinterhalt und gibt mir einen Klaps auf den Rücken mit einem Lächeln, als ob er mich erniedrigen will, als ob er von mir hören will, ja ich bin nur schwitzendes Fleisch, das sich Sorgen macht wie es bei dir ankommen wird. ,,nein du Mülltonne, du Toilette, du mieses feiges Stück Scheiße! Nein, ich habe nicht gefeiert, ich habe deine Schwester die ganze Nacht gefickt und sehe nur deshalb so erschöpft aus, leider war deine Schwester nicht so interessant wie die Frau aus dem Zug, sie hatte nicht diese Locken die sich im kühlen Wind wellten! und den Anstand dieser Frau hatte sie sowieso nicht, eine andere Klasse eben!´´ Denke ich mir natürlich alles. Ich bin nämlich zu feige um es ihm offen ins Gesicht zu sagen. Stattdessen schaue ich mich herum, als ob ich verwirrt und überrascht bin dass er da ist, als ob er vom Himmel gefallen ist und mich von hinten gefangen genommen hat. Er unterbricht mich. Meinen Gedanken, ihm irgendwie aus dem Weg zu gehen. ,,Also eindeutig zu viel gesoffen´´ lacht und spricht weiter ,,weniger trinken und mehr Sport ist der Weg zum Erfolg Kollege!´´ ,,Nö bin nur zu spät ins Bett, aber ein Café und ich bin sicherlich wieder auf den Beinen, Dennis!´´

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MischaJL
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 28
Beiträge: 21



BeitragVerfasst am: 18.11.2013 19:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Nina
Bestseller-Autor


Beiträge: 4155



BeitragVerfasst am: 18.11.2013 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Mischa,

ich habs bis zur Hälfte gelesen. Auch hier ein paar Rechtschreibfehler. Insgesamt finde ich den inneren Dialog gar nicht so übel (auch wenn er zum Teil etwas jammert, was ich nicht so toll finde, aber er ist auch dynamisch und das gefällt mir), allerdings ist das erzählende Ich widersprüchlich (was es ja sein darf - ist mir nur aufgefallen). Einerseits wähnt er sich selbst wissend und auf die anderen sieht er herab und seine Wahrnehmung spricht nicht gerade Schönes über die anderen, andererseits scheint er in Wut zu geraten, wenn jemand ihn bewertet.
Insgesamt ist der Text irgendwie verrutscht, da stimmt die Formatierung nicht so wirklich. Und ein paar Absätze wären schön. Das mal als erste Rückmeldung. (Mehr geht gerade nicht, weil ich am Nanowrimo mitschreibe).

LG
Nina
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2682

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 19.11.2013 16:35    Titel: Re: Schwitzendes Fleisch Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

neben Mängeln bei der Interpunktion und der Rechtschreibung, weist dein Text leider auch sprachlich einige Mängel auf. Aber dafür bist du ja hier in der Werkstatt.
Ich sehe in deinem Text einen frustrierten, oberflächlichen Fettsack, der auf Gott und die Welt wütend ist und in Gedanken in seinem Glashaus mit Steinen schmeisst. Richtig zu fassen bekomme ich deinen Prota nicht, worauf er denn nun wirklich wütend ist, was genau sein eigentliches Problem ist. Er verliert sich im Schein der Schönen und Glücklichen, an Oberflächlichkeiten, aber was genau in ihm vorgeht, worin sein Leben/Alltag besteht, was ihn stört, was er an sich ändern möchte, das kommt für mich nicht raus. Ist er allein oder lebt er bei seiner Familie? Ist er eine Waise? Hat er keine Freunde? In dieser Hinsicht ist deine Charakterstudie sehr einseitig geworden und im Grunde genommen sehr monoton. Mehr Tiefe könntest du einbauen, wenn sich dein Prota an bestimmte Dinge aus seiner Vergangenheit erinnert. Etwas, was dem Leser helfen würde, seine Wut und seine Minderwertigkeitsgefühle zu verstehen. In dieser Form ist es für mich nur ein Dampfablassen ohne emotionalen Anker und somit belanglos.

Zum Text: (ich ahbe einiges angemerkt und markiert, aber noch lange nicht alles)


MischaJL hat Folgendes geschrieben:
Schwitzendes Fleisch

Schon wieder im Zug und schon wieder eine Fahrt zur Arbeit (Komma) waren die Gedanken, die mir
morgens früh durch den Kopf gingen
<-- Gedanken sind immer im Kopf, also redundant. dachte ich morgens. Es war viel zu warm, um mit der Bahn zu fahren, viel zu
stickig
.<-- würde ich hinter "warm" setzen:Es war zu warm und zu
stickig, um mit der Bahn zu fahren
.<-- hier könntest du erwähnen, warum er mit der Bahn fährt und nicht mit dem Fahrrad oder dem Bus oder sonstigem. Schweiß tropfte aus meiner viel zu hohen Stirn,(Punkt) ich war gezwungen (Komma) verdeckt mit der
Hand das graue Wasser abzuwischen. <-- wer zwang ihn? Entweder auf diesen selbsterlegten Zwang näher eingehen, oder diese unschönen Formulierungen vermeiden und den Vorgang umschreiben: Ich wollte nicht auffallen und wischte mir den Schweiß heimlich von der Stirn. Der Dunst der Straße <-- welcher Dunst der Strasse? Er sitzt doch in der Bahn, oder? brachte mich fast um.
Diese Schwüle ist unerträglich,<-- redundant. Du hast stickig, du hast Schweiß, der ihm hinabtropft. Ich denke, der Leser weiss, dass es schwül ist. wie halten es diese Menschen <-- damit meint er die anderen Anwesenden. Bahnfahrer wie er. Warum bezeichnet er sie "diese Menschen"? nur aus? Lachend und locker, wie
sie da sitzen, als ob es der pure Genuss wehre<-- wäre, eingesperrt in einer fahrenden Sauna zu sein,
ohne einen Ausgang, den man im Notfall nutzen könnte [color=blue](Komma)
um zu fliehen, schließlich war es eine
lange Strecke mit sehr wenigen Haltestellen.[/color] <-- der gesamt Satz ist recht lang und verschachtelt. Du könntest ihn vereinfachen und mindestens zwei daraus machen. Da fällt mir nur der Spruch das Gefasel eines bekloppten
Nachbarn ein: 'Du hockst im Sommer immer im Schatten, im Sommer? Für was ist denn der Sommer denn da?' Sagt
mir der Parasit, der sich über alles beschwert (Komma) was nicht seinem Denken entspricht… ist
Angestellter im Handyladen, besitzt die Mittlere Reife, Anzug und Krawatte <-- Als Verkäufer ist ein korrektes Äußeres wohl eher Firmenpolitik als charakteristisch für den Nachbarn. Insgesamt sind die Aufzählungen belanglos. Worauf er wirklich ankommt, ist die Verkaufsstrategie des Nachbarn, welches etwas über seinen Charakter aussagt.  und einen
widerlichen Ausschlag im Gesicht, und dreht auch noch den älteren unwissenden Menschen <-- vielleicht eher senilen Alten? die
richtigen <-- was sind richtige Mobiltelefone? Mobiltelefone mit dem geeigneten Sparpaket an.
Ich hätte ihm gerne, einmal einfach ins Gesicht gerotzt.
Wieso guckt mich diese Frau mit den Locken mich so an? <-- wie sieht die Frau ihn an? Rede ich laut oder was? Sie scheint
nachdenklich Menschen zu beobachten… denkt Glaubt sie etwa, sie wäre was Besseres, dass sie über andere urteilen
kann, über andere? Und dann auch noch der arrogante Blick zum Fenster, als ob sie was
Wichtiges zum Überlegen hat, irgendwelche Arbeitsangelegenheiten <-- was hat Arroganz mit Gedanken an die Arbeit zu tun? oder doch was
Philosophisch-psychologisches? Sie ekelt mich an.<-- dafür, dass ihn die Frau anekelt, wünscht er sich am Ende deines Textes  Wie kann man nur so egoistisch und so
Selbstverherrlichend sein, mit so einem Gesicht, und so einem Blick, hier im Zug zu hocken, wie
krank ist das bitte? will sie etwa interessant vorkommen? Geheimnisvoll, analysierend und
markant fraulich? das denkt sie sich bestimmt, sie ist ein Schmetterling…
ein Traum jedes Intellektuellen Kotzbrocken, entfremdet vom einfachen Leben, vom Feld, der
Küche, von den Kühen und dem Ganzen Rest. Wie auch immer, ich will dieser selbstverliebten
Scheide keine Aufmerksamkeit schenken, Bloß nicht.
Ich blicke um mich herum, und sehe nur Menschen, die irgendwas voneinander wollen, oder
besser gesagt, nur scheinartig, nichts voneinander wollen. Schauen sich nie in die Augen.
Ich bemerke auch eine junge Frau an der Ausgangstür, am Fluchtpunkt dieses Zuges. Ihre
unpassenden roten Hosen und gelben Schuhen fallen mir gleich auf, wahrscheinlich nicht nur
mir… die hat sie bestimmt aus irgendeinen hippen Internetkatalog bestellt. Und wie sie aus dem
Augenwinkel die nachdenkliche Lockige Frau anschaut, aber nur aus dem Augenwinkel. Immer
und immer wieder, wie die Zeiger einer Uhr, mal nach links, mal nach rechts. Ich würde zu gerne
wissen was die rot-Hose sich denkt, ist sie eifersüchtig auf ihre Jeans? Auf ihre passenden
Schuhe die geschmeidig mit ihrer stilvollen Bluse im Einklang zerfließen?
kein Stolz und Mut, jemanden in die Augen zu schauen, offen einfach das zu sagen, was man
denkt.
Das ist nun mal die Natur des Menschen, erst spähen und beobachten, immer eine Nummer sicher gehen und dann zuschlagen, zubeißen, zerfleischen und den Fraß anschließend fressen. Schließlich kann man ja, nie vorsichtig genug sein, hinter der Frau mit den schwarzen Locken, kann doch ein Schleier sein. Eine Falle, wer weiß, vielleicht ist sie schon verheiratet oder hat eine Körperliche Behinderung, oder Seelische Krankheiten? oder… Nein wieso interessiert mich das Ganze? Meine Ansichten, in diesem Zug wo man vor Hitze ersticken kann, würden sowieso keinen jucken, ich meine ich sitze hier mit meinen zu eng sitzenden Hosen und schaue mit dem Gesicht eines Zurückgebliebenen die Leute hier an. So interessante Menschen wie die Frau am Fenster würden mir sowieso keine Bedeutung zumessen. Sie ist doch über mir, sie sitzt da oben und ich hier unten. In einem Stuhl der eigentlich für Behinderte und kranke Menschen reserviert sein sollte, aber wer von uns ist den heutzutage nicht behindert? Zumindest Geistig, da stimmt doch immer irgendetwas nicht. Es ist einfach zu Heiß und zu schwül, und mir geht es schlecht… Siegesdenkmal, kommt aus dem Lautsprecher des Zuges, meine Haltestelle ist endlich da. Eine Tür aus der Sauna hat sich aus heiterem Himmel eröffnet. Raus hier. Weg von diesem Elend. Ich laufe auf der Unterführung am Bahnhof entlang, und die Sonne hackt wie eine Axt in mich hinein, es tut fast schon physisch weh, wie Migräne oder Durst der die Kehle vertrocknen lässt. Immerhin besser wie in der Sauna-Bahn. Vielleicht sollte ich endlich aufhören mich zu beschweren, ich sollte genießen, das die Sonne da ist, das der Himmel dieses schöne dunkelblau hat. Regen hätte mich wahrscheinlich vielmehr angeekelt, die Pfützen und der Schlamm... ich schaue herunter beim Gehen auf mein T-Shirt und sehe meine hervorstehenden Brüste, es sind schon fast Busen, Knabenbusen. Das weiße Shirt sitzt zu eng, und irgendwie kratzt es noch, Eine allergische Reaktion ist wahrscheinlich die Ursache. In diesem Augenblick, in an diesem heißen Sommertag diese Straße entlang zu laufen (Komma) ist einfach nicht schön. <-- wahrlich nicht schön. Auf dem Weg hupen Autos, der Gestank von Hundescheiße, Kinder lachen und schreien, Irgendwelche Leute von irgendwoher laufen irgendwohin. Diese ganzen Menschen gehen wahrscheinlich auch alle zur Arbeit. Nur nicht um zu arbeiten, sondern um sich kennenzulernen, schließlich suchen da auch viele Zuneigung, Geborgenheit und Aufmerksamkeit. Mir wird bewusst auf dem heißen Betonasphalt, dass ich zu ihnen gehöre, zu dem feigen Abschaum, zu denen, die sich im Augenwinkel versteckt hinter einer Mauer beobachten. Wieso kann ich nicht daheim sein, bei einem kühlen Wind, in einer Badewanne mit kaltem Wasser, natürlich nicht zu kalt, eher lauwarm und danach was ganz leckeres Essen. Oder Geschlechtsverkehr haben in der Badewanne, mit einer Lockigen Frau. Hauptsache es soll mir besser werden gehen, kühler, entspannter, keine debilen Blicke mehr die mich anstarren und ein Fragezeichen in meinem Dasein hinterlassen, das auch schon so genug mit Fragen überfüllt ist. Ich müsste all das nicht ertragen, wenn ich doch einfach kündigen würde. Keine Zugfahrten mehr. Irgendwas braucht man doch, was das eigene Sein lebenswürdiger macht, Irgendetwas was das eigene Sein zum Erblühen bringt, es muss doch eine radikale Lösung dafür geben, wahrscheinlich ist es nur eine simple Kündigung.
Ich könnte mich vielleicht wieder wie ein Kind fühlen, die kleinen bunten Steinchen am Wegesrand bemerken, den Geruch von Bäumen und Gräsern intensiv riechen und nicht die Hundescheiße am Bahnhof. Und genau jetzt, ausgerechnet jetzt, wo ich gerade nach der ultimativen Lösung für den inneren Frieden in meinem Kopf suche, bemerke ich, dass hinter mir dieser dünner, großer, gepflegte Typ kommt. Ein Arbeitskollege. Ein Freund von der Arbeit, Arbeits-Freund. Ich bin so kurz davor, in die Firma reinzulaufen, ohne mit jemanden ein Gespräch halten zu müssen (Komma) und ganz in Ruhe mich klammheimlich in mein Büro zu verkriechen. Dennis Schulz heißt diese dünne Person mit dem billigen Supermarkt Anzug und dem vielem Gel in den Haaren, es glänzt wie Lack an seinen wuchtigen brünetten Haaren und gibt fast ein Spiegelbild am Himmel ab. Schmilzt es nicht alles herunter <-- widerspericht sich das nicht mit dem "gepflegter Typ"? bei der Hitze auf seinem Gesicht, oder schwitzen die schlanken Menschen gar nicht? Hoffentlich bemerkt er mich nicht, ich sollte einfach immer geradeaus laufen, immer nach vorne, irgendwie werde ich es schaffen. ,,Hey, siehst nicht gut aus, zu viel gefeiert gestern oder was?´´ <-- du verwendest Kommata anstelle korrekter Anführungszeichen. Soltlest du im Text verbessern. (Komma) sagt er aus dem Hinterhalt und gibt mir mit einem Lächeln einen Klaps auf den Rücken mit einem Lächeln, als ob er mich erniedrigen will, als ob er von mir hören will, ja (Komma) ich bin nur schwitzendes Fleisch, das sich Sorgen macht (Komma) wie es bei dir ankommen wird. ,,Nein (Komma) du Mülltonne, du Toilette, du mieses feiges Stück Scheiße! Nein, ich habe nicht gefeiert, ich habe deine Schwester die ganze Nacht gefickt und sehe nur deshalb so erschöpft aus, leider war deine Schwester nicht so interessant wie die Frau aus dem Zug, sie hatte nicht diese Locken die sich im kühlen Wind wellten! und den Anstand dieser Frau hatte sie sowieso nicht, eine andere Klasse eben!´<-- Arrogant hatte er sie in der Bahn beschrieben und er hat sich vor ihr geekelt. Ein Widerspruch zur obigen Szene, oder? Abgesehen davon könntest du den langen Satz vereinfachen und in mehrere aufteilen.´ Denke ich mir natürlich alles. Ich bin nämlich zu feige (Komma) um es ihm offen ins Gesicht zu sagen. Stattdessen schaue ich mich herum, als ob ich verwirrt und überrascht bin (Komma) dass er da ist, als ob er vom Himmel gefallen ist und mich von hinten gefangen genommen hat. Er unterbricht mich. Meinen Gedanken, ihm irgendwie aus dem Weg zu gehen. ,,Also eindeutig zu viel gesoffen´´(Komma) lacht und spricht weiter ,,weniger trinken und mehr Sport ist der Weg zum Erfolg Kollege!´´ ,,Nö (Komma) bin nur zu spät ins Bett, aber ein Café und ich bin sicherlich wieder auf den Beinen, Dennis!´´


LG,
Constantine
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gold
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BeitragVerfasst am: 19.11.2013 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mischa,

ein Misanthrop, wie er die Welt sieht. Finde deinen Text gar nicht so schlecht. Ein paar orthografische, stilistische und Formatierungsfehler gibt es. Diesbezüglich hast du ja schon Tipps von Constatine erhalten.

Lg gold


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Constantine
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Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 19.11.2013 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe meine Kommentare zu deinem Text komplettiert:


MischaJL hat Folgendes geschrieben:
Schwitzendes Fleisch

Schon wieder im Zug und schon wieder eine Fahrt zur Arbeit (Komma) waren die Gedanken, die mir
morgens früh durch den Kopf gingen
<-- Gedanken sind immer im Kopf, also redundant. dachte ich morgens. Es war viel zu warm, um mit der Bahn zu fahren, viel zu
stickig
.<-- würde ich hinter "warm" setzen:Es war zu warm und zu
stickig, um mit der Bahn zu fahren
.<-- hier könntest du erwähnen, warum er mit der Bahn fährt und nicht mit dem Fahrrad oder dem Bus oder sonstigem. Schweiß tropfte aus meiner viel zu hohen Stirn,(Punkt) ich war gezwungen (Komma) verdeckt mit der
Hand das graue Wasser abzuwischen. <-- wer zwang ihn? Entweder auf diesen selbsterlegten Zwang näher eingehen, oder diese unschönen Formulierungen vermeiden und den Vorgang umschreiben: Ich wollte nicht auffallen und wischte mir den Schweiß heimlich von der Stirn. Der Dunst der Straße <-- welcher Dunst der Strasse? Er sitzt doch in der Bahn, oder? brachte mich fast um.
Diese Schwüle ist unerträglich,<-- redundant. Du hast stickig, du hast Schweiß, der ihm hinabtropft. Ich denke, der Leser weiss, dass es schwül ist. wie halten es diese Menschen <-- damit meint er die anderen Anwesenden. Bahnfahrer wie er. Warum bezeichnet er sie "diese Menschen"? nur aus? Lachend und locker, wie
sie da sitzen, als ob es der pure Genuss wehre<-- wäre, eingesperrt in einer fahrenden Sauna zu sein,
ohne einen Ausgang, den man im Notfall nutzen könnte
(Komma) um zu fliehen, schließlich war es eine
lange Strecke mit sehr wenigen Haltestellen.
<-- der gesamt Satz ist recht lang und verschachtelt. Du könntest ihn vereinfachen und mindestens zwei daraus machen. Da fällt mir nur der Spruch das Gefasel eines bekloppten
Nachbarn ein: 'Du hockst im Sommer immer im Schatten, im Sommer? Für was ist denn der Sommer denn da?' Sagte
mir der Parasit, der sich über alles beschwerte (Komma) was nicht seinem Denken entsprichtentsprach… ist
Angestellter im Handyladen, besitzt die Mittlere Reife, Anzug und Krawatte <-- Als Verkäufer ist ein korrektes Äußeres wohl eher Firmenpolitik als charakteristisch für den Nachbarn. Insgesamt sind die Aufzählungen belanglos. Worauf es wirklich ankommt, ist die Verkaufsstrategie des Nachbarn, welches etwas über seinen Charakter aussagt.  und einen
widerlichen Ausschlag im Gesicht, und dreht auch noch den älteren unwissenden Menschen <-- vielleicht eher senilen Alten? die
richtigen <-- was sind richtige Mobiltelefone? Mobiltelefone mit dem geeigneten Sparpaket an.
Ich hätte ihm gerne, einmal einfach ins Gesicht gerotzt.
Wieso guckt mich diese Frau mit den Locken mich so an? <-- wie sieht die Frau ihn an? Rede ich laut oder was? Sie scheint
nachdenklich Menschen zu beobachten… denkt Glaubt sie etwa, sie wäre was Besseres, dass sie über andere urteilen
kann, über andere? Und dann auch noch der arrogante Blick zum Fenster, als ob sie was
Wichtiges zum Überlegen hat, irgendwelche Arbeitsangelegenheiten <-- was hat Arroganz mit Gedanken an die Arbeit zu tun? oder doch was
Philosophisch-psychologisches? Sie ekelt mich an.<-- dafür, dass ihn die Frau anekelt, beschreibt er sie am Ende deines Textes ganz anders: anständig und außerhalb seiner Klasse. Wie kann man nur so egoistisch und so
Selbstverherrlichend <-- falsches Wort. Vielleicht: selbstverliebt? sein, mit so einem Gesicht<-- Wie sieht denn ihr Gesicht aus? Was stimmt damit nicht für deinen Prota? , und so einem Blick, hier im Zug zu hocken, wie
krank ist das bitte? Will sie etwa interessant vorkommen <- falsches Wort: erscheinen. ? Geheimnisvoll, analysierend und
markant fraulich <-- Was bedeutet "markant fraulich"? ? das denkt sie sich bestimmt, sie ist ein Schmetterling… <-- Sie denkt bestimmt, sie sei ein Schmetterling.
ein Traum jedes Intellektuellen Kotzbrockens, entfremdet vom einfachen Leben, vom Feld, von der
Küche, von den Kühen und dem Gganzen Rest. Wie auch immer, ich will dieser selbstverliebten
Scheide keine Aufmerksamkeit schenken
<-- streng gesehen tut er es doch. Er schenkt ihr Aufmerksamkeit und viele Gedanken., (Punkt)Bloß nicht.
Ich blicke um mich herum, und sehe nur Menschen, die irgendwas voneinander wollen, oder
besser gesagt, nur scheinartig<-- zum Schein , nichts voneinander wollen. Schauen sich nie in die Augen. <-- da fehlt ein "Sie" am Satzanfang.
Ich bemerke auch eine junge Frau an der Ausgangstür, am dem Fluchtpunkt dieses des Zuges. Ihre
unpassenden roten Hosen <-- Trägt die Frau mehrere Hosen übereinander? Woran erkennt das dein Prota? und gelben Schuhen fallen mir gleich sofort auf, wahrscheinlich nicht nur
mir… die hat sie bestimmt aus irgendeinen hippen Internetkatalog bestellt. Und wie sie aus dem
Augenwinkel die nachdenkliche Lockige Frau anschaut, aber nur aus dem Augenwinkel. Immer
und immer wieder, wie die Zeiger einer Uhr, mal nach links, mal nach rechts. Ich würde zu gerne
wissen (Komma) was die Rot-Hose sich denkt, (Fragezeichen) Ist sie eifersüchtig auf ihre Jeans? Auf ihre passenden
Schuhe (Komma) die geschmeidig mit ihrer stilvollen Bluse im Einklang zerfließen<-- vielleicht: stehen?
Keinen Stolz und Mut, jemanden in die Augen zu schauen, und offen einfach das zu sagen, was man sie
denkt.
Das ist nun mal die Natur des Menschen, erst spähen und beobachten, immer eine Nummer sicher gehen und dann zuschlagen, zubeißen, zerfleischen und den Fraß anschließend fressen. Schließlich kann man ja, nie vorsichtig genug sein, (Punkt) Hinter der Frau mit den schwarzen Locken, kann doch ein Schleier sein. Eine Falle<-- ist hier "Falle" das richtige Wort.? Denn danach geht es um "verheiratet" "körperliche Behinderung" und "seelische Krankheiten". Was ist daran eine Falle?,(Punkt) Wer weiß, vielleicht ist sie schon verheiratet oder hat eine Körperliche Behinderung, oder seelische Krankheiten? oder… Nein (Komma) wieso interessiert mich das Ganze? Meine Ansichten, in diesem Zug wo man vor Hitze ersticken kann, würden sowieso keinen jucken,(Punkt) Ich meine (Komma) ich sitze hier mit in meiner zu eng sitzenden Hosen und schaue mit dem Gesicht eines Zurückgebliebenen die Leute hier an. So interessante Menschen (Komma) wie die Frau am Fenster [/color] <-- ist das die, vor der er sich ekelt? (Komma) würden mir sowieso keine Bedeutung zumessen <-- Beachtung schenken. Sie ist doch über mir, sie sitzt da oben und ich hier unten. In einem Stuhl (Komma) der eigentlich für Behinderte und kranke Menschen reserviert sein sollte, aber wer von uns ist den heutzutage nicht behindert? Zumindest geistig, da stimmt doch immer irgendetwas nicht. Es ist einfach zu heiß und zu schwül, und mir geht es schlecht… "Siegesdenkmal", kommt aus dem Lautsprecher des Zuges, endlich meine Haltestelle ist endlich da. Eine Tür aus der Sauna hat öffnete sich aus heiterem Himmel eröffnet. Raus hier! Weg von diesem Elend! Ich laufe auf der die Unterführung am Bahnhof entlang, und die Sonne hackt wie eine Axt in auf mich hinein, (Punkt) Es tut schmerzt fast schon physisch weh, wie Migräne oder Durst <-- das sind zwei völlig verschiedene Dinge/Schmerzempfindungen! (Komma) der die Kehle vertrocknen lässt. Immerhin besser wie als in der Sauna-Bahn. Vielleicht sollte ich endlich aufhören (Komma) mich zu beschweren, ich sollte genießen, dass die Sonne da ist, dass der Himmel dieses schöne Dunkelblau hat. Regen hätte mich wahrscheinlich vielmehr angeekelt, die Pfützen und der Schlamm... ich schaue herunter beim Gehen auf mein T-Shirt hinab und sehe meine hervorstehenden Brüste, es sind schon fast ein Busen, Knabenbusen. Das weiße Shirt sitzt zu eng, und irgendwie kratzt es noch,(Punkt) Eine allergische Reaktion ist wahrscheinlich die Ursache. In diesem Augenblick, in an diesem heißen Sommertag diese Straße entlang zu laufen (Komma) ist einfach nicht schön. <-- wahrlich nicht schön. Auf dem Weg hupen Autos, der Gestank von Hundescheiße, Kinder lachen und schreien, Irgendwelche Leute von irgendwoher laufen irgendwohin. Diese ganzen Menschen gehen wahrscheinlich auch alle zur Arbeit. Nur nicht um zu arbeiten, sondern um sich kennenzulernen, schließlich suchen da auch viele Zuneigung, Geborgenheit und Aufmerksamkeit. <-- was sind das für Arbeitsplätze? Mir wird bewusst Auf dem heißen Betonasphalt wird mir bewusst, dass ich zu ihnen gehöre, zu dem zum feigen Abschaum, zu denen, die sich im Augenwinkel versteckt hinter einer Mauer beobachten. Wieso kann ich nicht daheim sein, bei einem kühlen Wind, in einer Badewanne mit kaltem Wasser, natürlich nicht zu kalt, eher lauwarm und danach was ganz Leckeres essen. Oder Geschlechtsverkehr haben in der Badewanne, mit einer lockigen Frau. Hauptsache es soll mir besser werden gehen, kühler, entspannter, keine debilen Blicke mehr die mich anstarren und ein Fragezeichen in meinem Dasein hinterlassen, das auch schon so genug mit Fragen überfüllt ist. Ich müsste all das nicht ertragen, wenn ich doch einfach kündigen würde. Keine Zugfahrten mehr. Irgendwas braucht man doch, was das eigene Sein lebenswürdiger macht, Irgendetwas was das eigene Sein zum Erblühen bringt, es muss doch eine radikale Lösung dafür geben, wahrscheinlich ist es nur eine simple Kündigung.
Ich könnte mich vielleicht wieder wie ein Kind fühlen, die kleinen bunten Steinchen am Wegesrand bemerken, den Geruch von Bäumen und Gräsern intensiv riechen und nicht die Hundescheiße am Bahnhof. Und genau jetzt, ausgerechnet jetzt, wo ich gerade nach der ultimativen Lösung für den inneren Frieden in meinem Kopf suche, bemerke ich, dass hinter mir dieser dünner, großer, gepflegte Typ kommt. Ein Arbeitskollege. Ein Freund von der Arbeit, Arbeits-Freund. Ich bin so kurz davor, in die Firma reinzulaufen, ohne mit jemanden ein Gespräch halten zu müssen (Komma) und ganz in Ruhe mich klammheimlich in mein Büro zu verkriechen. Dennis Schulz heißt diese dünne Person mit dem billigen Supermarkt Anzug und dem vielem Gel in den Haaren, es glänzt wie Lack an seinen wuchtigen brünetten Haaren und gibt fast ein Spiegelbild am Himmel ab. Schmilzt es nicht alles herunter <-- widerspericht sich das nicht mit dem "gepflegter Typ"? bei der Hitze auf seinem Gesicht, oder schwitzen die schlanken Menschen gar nicht? Hoffentlich bemerkt er mich nicht, ich sollte einfach immer geradeaus laufen, immer nach vorne, irgendwie werde ich es schaffen. ,,Hey, siehst nicht gut aus, zu viel gefeiert gestern oder was?´´ <-- du verwendest Kommata anstelle korrekter Anführungszeichen. Soltlest du im Text verbessern. (Komma) sagt er aus dem Hinterhalt und gibt mir mit einem Lächeln einen Klaps auf den Rücken mit einem Lächeln, als ob er mich erniedrigen will, als ob er von mir hören will, ja (Komma) ich bin nur schwitzendes Fleisch, das sich Sorgen macht (Komma) wie es bei dir ankommen wird. ,,Nein (Komma) du Mülltonne, du Toilette, du mieses feiges Stück Scheiße! Nein, ich habe nicht gefeiert, ich habe deine Schwester die ganze Nacht gefickt und sehe nur deshalb so erschöpft aus, leider war deine Schwester nicht so interessant wie die Frau aus dem Zug, sie hatte nicht diese Locken die sich im kühlen Wind wellten! und den Anstand dieser Frau hatte sie sowieso nicht, eine andere Klasse eben!´<-- Arrogant hatte er sie in der Bahn beschrieben und er hat sich vor ihr geekelt. Ein Widerspruch zur obigen Szene, oder? Abgesehen davon könntest du den langen Satz vereinfachen und in mehrere aufteilen.´ Denke ich mir natürlich alles. Ich bin nämlich zu feige (Komma) um es ihm offen ins Gesicht zu sagen. Stattdessen schaue ich mich herum, als ob ich verwirrt und überrascht bin (Komma) dass er da ist, als ob er vom Himmel gefallen ist und mich von hinten gefangen genommen hat. Er unterbricht mich. Meinen Gedanken, ihm irgendwie aus dem Weg zu gehen. ,,Also eindeutig zu viel gesoffen´´(Komma) lacht und spricht weiter ,,weniger trinken und mehr Sport ist der Weg zum Erfolg Kollege!´´ ,,Nö (Komma) bin nur zu spät ins Bett, aber ein Café und ich bin sicherlich wieder auf den Beinen, Dennis!´´


LG,
Constantine
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MischaJL
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BeitragVerfasst am: 19.11.2013 23:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nina, vielen dank wieder,
Gerold, auch dir !

Und Constantine, was soll ich sagen? es ist einfach unglaublich, wie viel Mühe du dir gegeben hast, ich danke dir so sehr. Da kriegt man gar keine lust mehr Misantrophische Geschichten zu schreiben! spaß Laughing

Ich werde, mir mal Zeit nehmen, und das alles genau untersuchen, von neuem und von neuem. Vieleicht schreibe ich einfach einen neuen Text.

Es ist/war sehr lehrreich! danke!

Bin aber trotzdem noch Ohr, was noch andere zu der Geschichte zu sagen haben (Constantine hat ja das wesentliche schon gesagt und korrigiert)
Aber so, über den jammendern Fettsack Wink


Vielen dank!
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2682

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 19.11.2013 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Michael,

Ich habe mich in deinem Text wahrlich ausgetobt. Es ist alles nur meine persönliche Meinung. Verwende, was für dich passt, den Rest kannst du in die viel zitierte Tonne hauen. Smile

Weil mir zuerst Gold und nun du zuvorgekommen seid meinen ersten Beitrag zu komplettieren, bekommst du nun hier definitiv die letzte und vollständige Kommentierung zu deinem Original.

Bin gespannt auf deine Überarbeitung und wünsche dir noch viele Feedbacks. Smile

MischaJL hat Folgendes geschrieben:
Schwitzendes Fleisch

Schon wieder im Zug und schon wieder eine Fahrt zur Arbeit (Komma) waren die Gedanken, die mir
morgens früh durch den Kopf gingen
<-- Gedanken sind immer im Kopf, also redundant. dachte ich morgens. Es war viel zu warm, um mit der Bahn zu fahren, viel zu
stickig
.<-- würde ich hinter "warm" setzen:Es war zu warm und zu
stickig, um mit der Bahn zu fahren
.<-- hier könntest du erwähnen, warum er mit der Bahn fährt und nicht mit dem Fahrrad oder dem Bus oder sonstigem. Schweiß tropfte aus meiner viel zu hohen Stirn,(Punkt) ich war gezwungen (Komma) verdeckt mit der
Hand das graue Wasser abzuwischen. <-- wer zwang ihn? Entweder auf diesen selbsterlegten Zwang näher eingehen, oder diese unschönen Formulierungen vermeiden und den Vorgang umschreiben: Ich wollte nicht auffallen und wischte mir den Schweiß heimlich von der Stirn. Der Dunst der Straße <-- welcher Dunst der Strasse? Er sitzt doch in der Bahn, oder? brachte mich fast um.
Diese Schwüle ist unerträglich,<-- redundant. Du hast stickig, du hast Schweiß, der ihm hinabtropft. Ich denke, der Leser weiss, dass es schwül ist. wie halten es diese Menschen <-- damit meint er die anderen Anwesenden. Bahnfahrer wie er. Warum bezeichnet er sie "diese Menschen"? nur aus? Lachend und locker, wie
sie da sitzen, als ob es der pure Genuss wehre<-- wäre, eingesperrt in einer fahrenden Sauna zu sein,
ohne einen Ausgang, den man im Notfall nutzen könnte
(Komma) um zu fliehen, schließlich war es eine
lange Strecke mit sehr wenigen Haltestellen.
<-- der gesamt Satz ist recht lang und verschachtelt. Du könntest ihn vereinfachen und mindestens zwei daraus machen. Da fällt mir nur der Spruch das Gefasel eines bekloppten
Nachbarn ein: 'Du hockst im Sommer immer im Schatten, im Sommer? Für was ist denn der Sommer denn da?' Sagte
mir der Parasit, der sich über alles beschwerte (Komma) was nicht seinem Denken entsprichtentsprach… ist
Angestellter im Handyladen, besitzt die Mittlere Reife, Anzug und Krawatte <-- Als Verkäufer ist ein korrektes Äußeres wohl eher Firmenpolitik als charakteristisch für den Nachbarn. Insgesamt sind die Aufzählungen belanglos. Worauf es wirklich ankommt, ist die Verkaufsstrategie des Nachbarn, welches etwas über seinen Charakter aussagt.  und einen
widerlichen Ausschlag im Gesicht, und dreht auch noch den älteren unwissenden Menschen <-- vielleicht eher senilen Alten? die
richtigen <-- was sind richtige Mobiltelefone? Mobiltelefone mit dem geeigneten Sparpaket an.
Ich hätte ihm gerne, einmal einfach ins Gesicht gerotzt.
Wieso guckt mich diese Frau mit den Locken mich so an? <-- wie sieht die Frau ihn an? Rede ich laut oder was? Sie scheint
nachdenklich Menschen zu beobachten… denkt Glaubt sie etwa, sie wäre was Besseres, dass sie über andere urteilen
kann, über andere? Und dann auch noch der arrogante Blick zum Fenster, als ob sie was
Wichtiges zum Überlegen hat, irgendwelche Arbeitsangelegenheiten <-- was hat Arroganz mit Gedanken an die Arbeit zu tun? oder doch was
Philosophisch-psychologisches? Sie ekelt mich an.<-- dafür, dass ihn die Frau anekelt, beschreibt er sie am Ende deines Textes ganz anders: anständig und außerhalb seiner Klasse. Wie kann man nur so egoistisch und so
Selbstverherrlichend <-- falsches Wort. Vielleicht: selbstverliebt? sein, mit so einem Gesicht<-- Wie sieht denn ihr Gesicht aus? Was stimmt damit nicht für deinen Prota? , und so einem Blick, hier im Zug zu hocken, wie
krank ist das bitte? Will sie etwa interessant vorkommen <- falsches Wort: erscheinen. ? Geheimnisvoll, analysierend und
markant fraulich <-- Was bedeutet "markant fraulich"? ? das denkt sie sich bestimmt, sie ist ein Schmetterling… <-- Sie denkt bestimmt, sie sei ein Schmetterling.
ein Traum jedes Intellektuellen Kotzbrockens, entfremdet vom einfachen Leben, vom Feld, von der
Küche, von den Kühen und dem Gganzen Rest. Wie auch immer, ich will dieser selbstverliebten
Scheide keine Aufmerksamkeit schenken
<-- streng gesehen tut er es doch. Er schenkt ihr Aufmerksamkeit und viele Gedanken., (Punkt)Bloß nicht.
Ich blicke um mich herum, und sehe nur Menschen, die irgendwas voneinander wollen, oder
besser gesagt, nur scheinartig<-- zum Schein , nichts voneinander wollen. Schauen sich nie in die Augen. <-- da fehlt ein "Sie" am Satzanfang.
Ich bemerke auch eine junge Frau an der Ausgangstür, am dem Fluchtpunkt dieses des Zuges. Ihre
unpassenden roten Hosen <-- Trägt die Frau mehrere Hosen übereinander? Woran erkennt das dein Prota? und gelben Schuhen fallen mir gleich sofort auf, wahrscheinlich nicht nur
mir… die hat sie bestimmt aus irgendeinen hippen Internetkatalog bestellt. Und wie sie aus dem
Augenwinkel die nachdenkliche Lockige Frau anschaut, aber nur aus dem Augenwinkel. Immer
und immer wieder, wie die Zeiger einer Uhr, mal nach links, mal nach rechts. Ich würde zu gerne
wissen (Komma) was die Rot-Hose sich denkt, (Fragezeichen) Ist sie eifersüchtig auf ihre Jeans? Auf ihre passenden
Schuhe (Komma) die geschmeidig mit ihrer stilvollen Bluse im Einklang zerfließen<-- vielleicht: stehen?
Keinen Stolz und Mut, jemanden in die Augen zu schauen, und offen einfach das zu sagen, was man sie
denkt.
Das ist nun mal die Natur des Menschen, erst spähen und beobachten, immer eine Nummer sicher gehen und dann zuschlagen, zubeißen, zerfleischen und den Fraß anschließend fressen. Schließlich kann man ja, nie vorsichtig genug sein, (Punkt) Hinter der Frau mit den schwarzen Locken, kann doch ein Schleier sein. Eine Falle<-- ist hier "Falle" das richtige Wort.? Denn danach geht es um "verheiratet" "körperliche Behinderung" und "seelische Krankheiten". Was ist daran eine Falle?,(Punkt) Wer weiß, vielleicht ist sie schon verheiratet oder hat eine Körperliche Behinderung, oder seelische Krankheiten? oder… Nein (Komma) wieso interessiert mich das Ganze? Meine Ansichten, in diesem Zug wo man vor Hitze ersticken kann, würden sowieso keinen jucken,(Punkt) Ich meine (Komma) ich sitze hier mit in meiner zu eng sitzenden Hosen und schaue mit dem Gesicht eines Zurückgebliebenen die Leute hier an. So interessante Menschen (Komma) wie die Frau am Fenster [/color] <-- ist das die, vor der er sich ekelt? (Komma) würden mir sowieso keine Bedeutung zumessen <-- Beachtung schenken. Sie ist doch über mir, sie sitzt da oben und ich hier unten. In einem Stuhl (Komma) der eigentlich für Behinderte und kranke Menschen reserviert sein sollte, aber wer von uns ist den heutzutage nicht behindert? Zumindest geistig, da stimmt doch immer irgendetwas nicht. Es ist einfach zu heiß und zu schwül, und mir geht es schlecht… "Siegesdenkmal", kommt aus dem Lautsprecher des Zuges, endlich meine Haltestelle ist endlich da. Eine Tür aus der Sauna hat öffnete sich aus heiterem Himmel eröffnet. Raus hier! Weg von diesem Elend! Ich laufe auf der die Unterführung am Bahnhof entlang, und die Sonne hackt wie eine Axt in auf mich hinein, (Punkt) Es tut schmerzt fast schon physisch weh, wie Migräne oder Durst <-- das sind zwei völlig verschiedene Dinge/Schmerzempfindungen! (Komma) der die Kehle vertrocknen lässt. Immerhin besser wie als in der Sauna-Bahn. Vielleicht sollte ich endlich aufhören (Komma) mich zu beschweren, ich sollte genießen, dass die Sonne da ist, dass der Himmel dieses schöne Dunkelblau hat. Regen hätte mich wahrscheinlich vielmehr angeekelt, die Pfützen und der Schlamm... ich schaue herunter beim Gehen auf mein T-Shirt hinab und sehe meine hervorstehenden Brüste, es sind schon fast ein Busen, Knabenbusen. Das weiße Shirt sitzt zu eng, und irgendwie kratzt es noch,(Punkt) Eine allergische Reaktion ist wahrscheinlich die Ursache. In diesem Augenblick, in an diesem heißen Sommertag diese Straße entlang zu laufen (Komma) ist einfach nicht schön. <-- wahrlich nicht schön. Auf dem Weg hupen Autos, der Gestank von Hundescheiße, Kinder lachen und schreien, Irgendwelche Leute von irgendwoher laufen irgendwohin. Diese ganzen Menschen gehen wahrscheinlich auch alle zur Arbeit. Nur nicht um zu arbeiten, sondern um sich kennenzulernen, schließlich suchen da auch viele Zuneigung, Geborgenheit und Aufmerksamkeit. <-- was sind das für Arbeitsplätze? Mir wird bewusst Auf dem heißen Betonasphalt wird mir bewusst, dass ich zu ihnen gehöre, zu dem zum feigen Abschaum, zu denen, die sich im Augenwinkel versteckt hinter einer Mauer beobachten. Wieso kann ich nicht daheim sein, bei einem kühlen Wind, in einer Badewanne mit kaltem Wasser, natürlich nicht zu kalt, eher lauwarm und danach was ganz Leckeres essen. Oder Geschlechtsverkehr haben in der Badewanne, mit einer lockigen Frau in der Badewanne haben. Hauptsache es soll geht mir besser werden, kühler, entspannter, keine debilen Blicke mehr (Komma) die mich anstarren und ein Fragezeichen in meinem Dasein hinterlassen, das auch schon so genug mit Fragen überfüllt ist. Ich müsste all das nicht ertragen, wenn ich doch einfach kündigen würde. Keine Zugfahrten mehr. Irgendwas braucht man doch, was das eigene Sein Leben lebenswürdiger <-- falsches Wort: lebenswerter macht, (Punkt) Irgendetwas (Komma) was das eigene Sein zum Erblühen bringt<-- vielleicht: beflügelt. , (Punkt)Es muss doch eine radikale Lösung dafür geben,(Punkt) Wahrscheinlich ist es nur reicht eine simple Kündigung.
Ich könnte mich vielleicht wieder wie ein Kind fühlen, die kleinen bunten Steinchen am Wegesrand bemerken<-- vielleicht findest du ein besseres Verb. Was würde er denn als Kind mit den Steinchen machen? Sie vor sich herkicken? Sie sammeln? Sie gegen Autos schleudern? , den Geruch von Bäumen und Gräsern intensiv riechen einatmen und nicht die Hundescheiße am Bahnhof. Und genau jetzthier, ausgerechnet jetzt, wo ich gerade nach der ultimativen Lösung für den inneren Frieden in meinem Kopf suche, bemerke ich, dass hinter mir dieser dünner, großer, gepflegte Typ kommt. Ein Arbeitskollege. Ein Freund von der Arbeit, Arbeits-Freund. Ich bin so kurz davor, in den Eingang der die Firma reinzulaufen zu betreten, ohne mit jemanden ein Gespräch halten zu müssen (Komma) und ganz in Ruhe mich klammheimlich in mein Büro zu verkriechen. Dennis Schulz heißt diese dünne Person mit dem billigen Supermarkt[color=green]-Anzug und dem vielem so viel Gel in den Haaren, es glänzt wie Lack an seinen wuchtigen brünetten Haaren und gibt fast ein Spiegelbild spiegelt sich fast am Himmel ab. Schmilzt es nicht alles bei der Hitze und läuft sodann sein Gesicht herunter [/color]<-- widerspericht sich das nicht mit dem "gepflegter Typ"? bei der Hitze auf seinem Gesicht. oder schwitzen die schlanken Menschen gar nicht? Hoffentlich bemerkt er mich nicht, (Punkt) Ich sollte einfach immer geradeaus laufen, immer nach vorne, irgendwie werde ich es schaffen. ,,Hey, siehst nicht gut aus, zu viel gefeiert gestern oder was?´´ <-- du verwendest Kommata anstelle korrekter Anführungszeichen. Solltest du im Text verbessern. (Komma) sagt er aus dem Hinterhalt und gibt mir mit einem Lächeln einen Klaps auf den Rücken mit einem Lächeln, als ob er mich erniedrigen will, als ob er von mir hören will,(Doppelpunkt)ja (Komma) ich bin nur schwitzendes Fleisch, das sich Sorgen macht (Komma) wie es bei dir ankommen wird. ,,Nein (Komma) du Mülltonne, du Toilette, du mieses(Komma) feiges Stück Scheiße! Nein, ich habe nicht gefeiert, ich habe deine Schwester die ganze Nacht durchgefickt und sehe nur deshalb so erschöpft aus, (Punkt)Leider war deine Schwester nicht so interessant wie die Frau aus dem Zug, sie hatte nicht diese Locken [color=blue](Komma) die sich im kühlen Wind wellten! Und den Anstand dieser Frau hatte sie sowieso nicht, eine andere Klasse eben![/color]´<-- Arrogant hatte er sie in der Bahn beschrieben und er hat sich vor ihr geekelt. Ein Widerspruch zur obigen Szene, oder? Abgesehen davon, könntest du den langen Satz vereinfachen und in mehrere aufteilen.´ Denke ich mir natürlich alles. Ich bin nämlich zu feige (Komma) um es ihm offen ins Gesicht zu sagen. Stattdessen schaue ich mich herum, als ob ich verwirrt und überrascht bin wäre (Komma) dass er da ist, als ob er vom Himmel gefallen ist und mich von hinten gefangen genommen hat. Er unterbricht mich. meinen Gedanken, ihm irgendwie aus dem Weg zu gehen. ,,Also eindeutig zu viel gesoffen´´(Komma) sagt er lachend lacht und spricht weiter ,,weniger trinken und mehr Sport ist der Weg zum Erfolg(Komma) Kollege!´´ ,,Nö (Komma) bin nur zu spät ins Bett, aber ein Café <-- in einem Café" kann man unter anderem Kaffee trinken. "Café" durch "Kaffee" ersetzen. und ich bin sicherlich wieder auf den Beinen, Dennis!´´


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Jack Burns
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BeitragVerfasst am: 20.11.2013 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mischa,

Detailkritik gab es ja schon ausführlich.
Ich störe mich viel mehr an der Aussage.
Die wird mir nämlich nicht klar. Da wird jemand beschrieben, der alles mit macht was in ankotzt und dann innerlich tobt.
Gut. Das ist auch ordentlich beschrieben. Aber nach so langem inneren Monolog, in dem der Frust immer wieder neues Futter bekommt, fehlt mir am Schluss die Katharsis.
Ist es der Weg zum Amoklauf?
Oder zu der Selbsterkenntnis, dass er etwas ändern muss?

Natürlich muss nicht jeder Text eine Moral haben. Aber dann sollte er wenigstens über die Strecke unterhaltsam sein. Und ich finde das Innenleben des Protagonisten nicht so interessant, weil sich nichts  entwickelt. Vielleicht funktioniert es als Charakterisierung im Rahmen einer Novelle.

Schönen Gruß
Martin


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BeitragVerfasst am: 20.11.2013 06:58    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Mischa,

ich heiße nicht Gerold, ich heiße gold...

Lg  lol


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