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Fremdficken

 
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Kino Vollbart
Schreiberling


Beiträge: 248



BeitragVerfasst am: 11.10.2007 09:28    Titel: Fremdficken eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi.

Mal was Anderes:



Fremdficken


Wie Maden in einem verwesenden Aas. So nagen sich die Gedanken durch den Kopf.
Wie Maden. In verwesendem Aas.
Viel geredet, wenig geklärt. Die Nacht war lang. Aber nicht lang genug.

Schwer, keine Frage zu stellen, auf die man die Antwort nicht hören will.
Und? Wie war’s?
Nein. Nicht fragen.
Nicht fragen wer oben war. Nicht fragen, wie er schmeckt.
Gar nichts fragen.

Worte, die über dem kalten Schweigen verdampften.

Schwer, einen klaren Gedanken zu fassen.
Merken, dass Gedanken nicht weiterhelfen.
Erkennen, dass es kein Durchdringen gibt, kein Verstehen.

Und dann ist da die Frage:
Warum?
Das Konzentrat aller Fragen.
Und ihr Nicht-Wissen.

Er sitzt vor dem flackernden Kaminfeuer, starrt in die Flammen.
Keine Antwort ist dort zu finden, aber es beruhigt das Auge. Zumindest das Auge.
Sie sitzt auf dem Sofa.
Ist ihre Reue echt?
Sind ihre Worte echt?
Alles Fragen, die keiner Antwort bedürfen. Was bleibt, ist eine Entscheidung.
Will ich verzeihen?
Und niemand der ihm hilft. Sie nicht, die Fragen nicht, die Antworten nicht.

In diesen Augenblicken in später Nacht, verblasst die Wohnung zu einer Kulisse.
Nichts ist hinter den Oberflächen. Zweidimensional. Einzig er und sie als Körper irgendwo dazwischen.
Und drinnen?
Der Schmerz hat sie aufgescheucht, die Gedanken. Eine Detonation.
Gedankentrümmer, geschmolzenes Gefühl zerklirrt an den Schädelwänden.
Was bleibt, ist eine Entscheidung.
Wie soll es weiter gehen?

Und dann:
Wie der hohe singende Urton des Universums ist da etwas, das nicht zertrümmert ist:
Die Liebe zu ihr, stark wie der Schmerz.
Das ist das Dilemma.

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kAoZcOmMaNdEr
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 37
Beiträge: 113
Wohnort: am Abgrund


BeitragVerfasst am: 11.10.2007 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen hoch
Sehr authentisch und toll verpackt.
Hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen.
Klasse!

Gruss kaoz


_________________
Suche: Nymphomanin mit eigener Brauerei!
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Christoph
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 25



BeitragVerfasst am: 11.10.2007 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

wow  Shocked
echt klasse, die geschichte. du hast das dilemma, indem der kerl steckt, wirklich gut rübergebracht. RESPEKT.

ich glaub ich hab da aber nen kleinen (tipp)fehler gefunden
Zitat:
Worte, die über dem kalten Schweigen verdampften.

sollte wohl verdampfen heißen, oder? passt nämlich sonst nicht zum rest. aber is nich wirklich schlimm  Wink
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JacksAppendix
Gast






BeitragVerfasst am: 11.10.2007 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schwer, solche lyrische Epik zu kritieren. Mir hats auch einfach gefallen. Vor allem der Schluss. Er ist sehr allgemein anwendbar.
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 25
Beiträge: 10334
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 12.10.2007 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schlicht und minimalistisch, trotzdem ist in diesem Text genug Platz für einige wunderbar philosophische Metaphern - und zu wenig Platz für Kritik. Darum von mir uneingeschränktes Lob!

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"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
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Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
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Gast







BeitragVerfasst am: 12.10.2007 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Du zu dem Text noch eine passende Überschrift gewählt hättest, wäre er gar nicht so schlecht. Warum so ein ordinäres Wort, wenn es doch eigentlich um innere Befindlichkeiten geht? Der Titel ist einfach nur abstoßend und hat mit Literatur nichts zu tun.

Was mich immer wieder amüsiert, ist, worüber Männer sich Gedanken machen, wenn ihre Frau fremdgeht. Wer oben lag? Wie's war?

Als ob das irgendeine Bedeutung hätte.

Statt sich mal darüber Gedanken zu machen, daß er sich vielleicht ein bißchen mehr um seine Freundin hätte kümmern sollen, auf ihre Wünsche eingehen, mit ihr reden.

Wenn er das getan hätte, wäre sie nicht fremdgegangen. Aber das ist Männern ja immer zu mühsam, reden, die Beziehung diskutieren, sich mehr Zeit für Sex nehmen, die Freundin auch mal eine Stunden streicheln und ein paar Mal zum Orgasmus kommen lassen, bevor man selbst mit seinem einen, einzigen Orgasmus - weil mehr können Männer ja nicht im Gegensatz zu uns sexuell viel leistungsfähigeren Frauen - zum Ziel kommt.

Aber wenn einem zu einem Text, in dem es um Gefühle geht, nichts anderes als das F-Wort als Überschrift einfällt, denkt man wohl auch nur immer daran und an nichts anderes.

Die Überschrift hätte auch heißen können: "Gespräch" oder "Betrug" oder "Was habe ich falsch gemacht?", aber das F-Wort ist natürlich bequemer.
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Plague Rat
Autor

Alter: 28
Beiträge: 541
Wohnort: Im Asylum


BeitragVerfasst am: 12.10.2007 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Das könnte uns jetzt wieder zu dem " Was ist erlaubt"- Thread führen. Eine ordinäre Umgansprache, kommt ihn einigen wichtigen literarischen Werken zum Einsatz und ist auch ein Stil von z.B Clive Barker.
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 25
Beiträge: 10334
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 12.10.2007 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Dabei finde ich die Überschrift reizend. Es ist eine unangenehme Wahrheit für gewissenhafte Schreiber, doch es ist wahr: Sex sells. Überschriften, die auf dieses Thema hinweisen, locken nun mal die meisten Leser an. Und das ist doch die Kunst der Überschrift, dass man neugierig auf den Text wird!

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Pencake
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

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BeitragVerfasst am: 12.10.2007 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, Angela,

deine Mail beschreibt das Dilemma genauso treffend.

Ich vermute ja den alten Fuchs Kino Vollbart hinter
deinem Nickname, der aus seiner Geschichte und
der Angela-Mail ein Gesamtkunstwerk gezaubert hat.

Naja, wenn nicht, auch nicht schlecht, dann hat der
isolierte Text von Kino viel erreicht.

Niko
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Tach!

Klasse Text, sprachlich einwandfrei und vielseitig. Die Überschrift ist provokant, gewiss, aber das soll sie ja auch sein: Fremdgefickt. Ein Tropfen reinsten Gefühls, der durch den Filter aus Wut und Fassungslosigkeit drückt und einen Teil davon erahnen lässt, was noch im Filter hängt. Ein Seitensprung entfesselt das Gefühl – sowohl bei dem, der gesprungen ist, als auch bei dem, der sich nun fangen muss. Das, was angesichts einer derartigen persönlichen Tragödie durch unsere Hirnrinde zuckt, ist nicht immer politisch korrekt. Die Schuld wird zunächst bei jemand anders gesucht. Ist die Wut verraucht und haben sich die Schwaden von unserem Gemüt gerollt, kommt der Zweifel an uns selbst. Fremdgehen ist auch in den Genen des Menschen veranlagt. Eine Rolle spielt das aber nur dann, wenn das Umfeld, der Dialog und das Miteinander nicht mehr stimmen. Dann sind wir näher dran am Affen als am Menschen – das kann dann auch auf beide Parteien zutreffen.

Angela hat Folgendes geschrieben:
Was mich immer wieder amüsiert, ist, worüber Männer sich Gedanken machen, wenn ihre Frau fremdgeht. Wer oben lag? Wie's war?

Als ob das irgendeine Bedeutung hätte.

Eine Bedeutung hat es mit Sicherheit nicht. Aber lässt sich das Bild aus dem Kopf verbannen, wie der Seitensprung ablief? Der Mensch denkt in Bildern – ich glaube nicht, dass es für den Betrogenen vermeidbar ist, sich die Szene auszumalen, und je mehr Details das Gemälde erhält, desto niederschmetternder ist es. Ob sie oben oder unten lag, ob es vorwärts oder rückwärts ging, ist nur eine Scherbe in einem riesigen Haufen, den es nun, falls möglich und erwünscht, zusammenzukehren und zu kitten gilt.

Kino Vollbart hat Folgendes geschrieben:
Schwer, keine Frage zu stellen, auf die man die Antwort nicht hören will.
Und? Wie war’s?
Nein. Nicht fragen.
Nicht fragen wer oben war. Nicht fragen, wie er schmeckt.
Gar nichts fragen.

Dementsprechend dreht sich auch nur dieser winzige Absatz um den Akt an sich.

Christian17 hat Folgendes geschrieben:
Das könnte uns jetzt wieder zu dem " Was ist erlaubt"- Thread führen. Eine ordinäre Umgansprache, kommt ihn einigen wichtigen literarischen Werken zum Einsatz und ist auch ein Stil von z.B Clive Barker.

Naja, Clive Barker in allen Ehren: Er hat tolle Bücher geschrieben! Stilistisch jedoch tendiert er zu Fantasy und Horror. Das geht hier am Thema vorbei, mögen Barkers Charaktere auch noch so an die Realität angelehnt sein. Daher erweitern wir die Liste mal flugs.

Eine zwar ordinäre und ungeschönte, aber doch realistische Umgangssprache (nüchtern muss man das einfach so sagen) findet sich in praktisch allen Genres wieder: Nick Hornby („High Fidelitiy“, „A Long Way Down“), Jose Saramago („Stadt der Blinden“), Henry Miller („Sexus“) , Charles Bukowski („Das Schlimmste kommt noch“), …

Solange der „ordinäre Ton“ nicht den Rahmen sprengt und das Blatt Papier nicht als Projektionsfläche für ein ansonsten unterdrücktes Tourette-Syndrom des Autors dient, habe ich nichts – aber auch gar nichts – gegen derbe Sprache einzuwenden. So wurde damals gesprochen, und so wird heute gesprochen. Tendenz: Steigend. Ein Fluch drückt ein Gefühl aus.

Ich wette, dass selbst ein ausgeglichener Mensch wie der Dalai Lama hin und wieder leise in sich hineinflucht … wink

Aber das nur nebenbei. Hier geht es ja nicht um die Schreibe an sich, sondern um ein einziges Wort, das demonstrativ und provokant die Überschrift ziert.

Grüße,

Martin


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Das Leben geht weiter – das tut es immer.
(James Herbert)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
(Sir Peter Ustinov)

Der Weise lebt still inmitten der Welt, sein Herz ist ein offener Raum.
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Pencake
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Klar fluchen Buddha-Meister.
Auch laut - aber nur wenn sie
saufen oder in Spelunken
unterwegs sind.

Ich empfehle dazu die
Zen-Erlebnisse von
Wilhem van de Wetering.
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Pencake hat Folgendes geschrieben:
Klar fluchen Buddha-Meister.
Auch laut - aber nur wenn sie
saufen oder in Spelunken
unterwegs sind.

In einem Interview wurde der Dalai Lama mal gefragt, ob er sich denn auch hin und wieder ärgere. Natürlich! hat er gesagt. Zum Beispiel, wenn draußen die Vögel so laut singen, dass ich nicht schlafen kann. lol

Ich mag den Dalai Lama. Der hat sowas Großväterliches. smile


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Kino Vollbart
Schreiberling


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BeitragVerfasst am: 12.10.2007 16:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi.

Ja hallo, Angela! Ich bin ja normalerweise keiner, der sich selbst lobt (na ja, vielleicht doch ein bisschen...), aber bei Deinem Kommentar musste ich mir doch anerkennend auf die Schulter klopfen:
Bravo, Kino! Konzept voll aufgegangen!

Wie MosesBob schon sehr richtig gesagt hat, nimmt der Akt rein formal und auch inhaltlich nur sehr wenig Raum ein, weil es darum in der Tat nicht geht.

Danke Euch!
Ich hatte ein bisschen Schiss, wie der Text ankommen würde. Er enthält doch viel Herzblut, wie man so schön sagt.

ps @Pencake: Leider liegst Du diesmal daneben.  Ich bin nicht sie - ist aber ne nette Idee... Laughing

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Hardy-Kern
Kopfloser

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BeitragVerfasst am: 12.10.2007 19:42    Titel: Ficken Antworten mit Zitat

Die Anteilnahme an dem Text von Kino, bestätigt doch eindeutig das Interesse an der Thematik. Natürlich würde keine Bunte der Welt mit so einem obzönen Wort aufmachen. Ich schließe mich da Angela an,-das muss nicht so verfasst werden. Die Geschichte mit der Klitoris von Egopus ist auch ein Fall für eine andere Rubrik. Auch eine gewisse Tarnung gehört zu unserem Handwerk, falls man das bei Manchen so bezeichnen kann. Natürlich hat Moses recht. Es wird immer mehr übertrieben-dieses Thema. Leider. Als Junge habe ich mir da immer lieber die Ficke von meiner Oma angesehen. Die war oft prall. Sie sagte zu ihrem Portemonaie, Ficke. Früher hieß so ein Behältnis, in dem Wertsachen aufbewart wurden. Die neue Richtlinie unseres Forums finde ich gut.
Da kann man dann gleich solche Texte dahin befördern, wo sie eigentlich hingehören.

Quasi sagt gerade, man kann übertreiben, aber beim Fremdsex sollte man da vorsichtig sein. Wenn er meint...
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Kino Vollbart
Schreiberling


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BeitragVerfasst am: 13.10.2007 05:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi.

Jetzt mal ernsthaft:

Natürlich war der Titel auch als Reißer konzipiert. Das streite ich nicht ab. Und ich wage sogar die Behauptung, dass der eine oder andere den Text ansonsten gar nicht gelesen hätte.

Aber er erfasst auch präzise ein Gefühl. Ein Ein-Wort-Gedicht, wenn man so will.

Es ist irgendwie amivalent: Auf der einen Seite ist ein Fremdgehen eindeutig ein Ficken; kein Beisschlaf, kein kein Geschlechtsverkehr, kein miteinander Schlafen.
Auf der anderer Seite wird dieses Wort Ficken auch überschätzt. Man mag es für schlecht halten, aber es hat mittlerweile durchaus eine gewisse Gewöhnung im normalen Sprachgebrauch erfahren - vielleicht ist das den älteren Semestern dieses Forums nicht so bewusst.

Wie auch immer: Ob Reißer hin oder her, in meinen Texten geht es mir um die größt mögliche Präzision. In diesem Sinn war Fremdficken eine Notwendigkeit. Bitter aufstoßen wollte ich damit niemandem.

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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 13.10.2007 06:30    Titel: Antworten mit Zitat

Kino Vollbart hat Folgendes geschrieben:
Es ist irgendwie amivalent: Auf der einen Seite ist ein Fremdgehen eindeutig ein Ficken; kein Beisschlaf, kein kein Geschlechtsverkehr, kein miteinander Schlafen.
Auf der anderer Seite wird dieses Wort Ficken auch überschätzt. Man mag es für schlecht halten, aber es hat mittlerweile durchaus eine gewisse Gewöhnung im normalen Sprachgebrauch erfahren - vielleicht ist das den älteren Semestern dieses Forums nicht so bewusst.

Schön gesagt. Ich finde, "Ficken" aus Engelsmunde kann durchaus betörend klingen. Es kommt auch immer darauf an, auf welcher Zunge die Silben liegen und welche Lippen sie verlassen. Und der Ton macht die Musik. Fünf Euro ins Phrasenschwein.


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Hardy-Kern
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BeitragVerfasst am: 13.10.2007 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Teufel nochmal. Jetzt kommt dieses Wort schon aus Engelsmündern. Phantasie erschlag mich, aber nicht so toll. Es wird immer verrückter. Welcher Engel, lieber Moses, sollte dieses Wort ausgesprochen haben? Du als "Heiliger", solltest das doch eigentlich wissen. Also, wer macht eine Ursachenforschung? Wissenschaftler ran. Wo bleiben die Damen?
Übrigens, Kino, die ältere Generation kann dir sicher noch einige Tipps geben. Unverschämtheit, mich als alten Mann zu bezeichnen.
Hardy

Bei so einer Frau wie Gina, hatte Qusi auch immer Minderwertigkeitsgefühle, denn...
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 13.10.2007 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hardy-Kern hat Folgendes geschrieben:
Teufel nochmal. Jetzt kommt dieses Wort schon aus Engelsmündern. Phantasie erschlag mich, aber nicht so toll. Es wird immer verrückter. Welcher Engel, lieber Moses, sollte dieses Wort ausgesprochen haben? Du als "Heiliger", solltest das doch eigentlich wissen.

Nicht alle Engel werden in heiligen Schriften oder sonstigen Büchern erwähnt, lieber Hardy. Die Aufzeichnungen sind da mehr als lückenhaft. Ich zum Beispiel bin seit acht Jahren mit einem Engel zusammen, und noch ist sie in keinem Bücherregal oder Antiquariat zu finden.


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Kino Vollbart
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Beiträge: 248



BeitragVerfasst am: 13.10.2007 19:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi.

Mein lieber Hardy!
Immer mit der Ruhe.
Keiner bezeichnet Dich hier als Alten Mann, fiele mir im Traum nicht ein.
Ich sagte: die älteren Semester, und das  - zunächst mal Plural - sind - naturgemäß - höhere Semester als meine zarten 14 Jährchen.  lol

Aber interessant, dass Du's so auffasst. Man ist immer so jung, wie man sich fühlt - Ja, schon gut, ich zahle dann auch mal fünf Euro... wink

PS Ich möchte mich nebenbei auch als Engelchen outen angel

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themarox
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Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 13.10.2007 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Pencake hat Folgendes geschrieben:
Klar fluchen Buddha-Meister.
Auch laut - aber nur wenn sie
saufen oder in Spelunken
unterwegs sind.

In einem Interview wurde der Dalai Lama mal gefragt, ob er sich denn auch hin und wieder ärgere. Natürlich! hat er gesagt. Zum Beispiel, wenn draußen die Vögel so laut singen, dass ich nicht schlafen kann. lol

Ich mag den Dalai Lama. Der hat sowas Großväterliches. smile


Es waren Moskitos, keine Vögel. Wink

Ansonsten kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen, klasse Atmosphäre, erschaffen durch die hervorragende Wortwahl.
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Hardy-Kern
Kopfloser

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Beiträge: 4949
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 13.10.2007 21:12    Titel: Wir sind doch beim ficken Antworten mit Zitat

Also, so langsam denke ich, in  einer Comedie von Piet Klocke gelandet zu sein. Endlich kann ich mal wieder lachen. Danke. Ihr seid köstlich.
Themarox unterstellt nun auch noch dem Dalai Lama, fremdgefickt zu haben. Kannst du mal sehen Moses, wie es ist, wenn man Themen verwechselt oder sich dazu äußert. Übrigens, mit meiner Frau hatte ich auch schon fast 30 Jahre keine Probleme. Mit den anderen vorher erst recht nicht. Ja, die Jugend von heute. Trotzdem amüsiere ich mich köstlich.

Kino, - im Alter wird die Eitelkeit zur Schönheit, sagte gerade Quasi und blinzelt mir zu. Hardy
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Kino Vollbart
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BeitragVerfasst am: 13.10.2007 21:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi.

Danke!

PS Mosquitos können singen?  Shocked

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