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Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Mondherz


 

 
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stefandrea
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 94
Wohnort: Bonn


BeitragVerfasst am: 29.09.2013 03:03    Titel: Mondherz eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Mondherz
schimmert
Suchenden der Nacht
sehnend
über den Wolken.

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Angst
Geschlecht:männlichScheinheiliger

Alter: 29
Beiträge: 1677



BeitragVerfasst am: 29.09.2013 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo stefandrea

Ich mag das Wort "sehnend". Nein: Ich liebe es! Und da sich das Gedicht um dieses Wörtchen herum aufbaut (finde ich), mag ich auch das Gedicht. Nach den ersten beiden Versen war ich noch skeptisch, weil "Mondherz" ein ziemlich süssliches Wort ist und sich "schimmert" nicht besonders originell liest. Aber die nächsten zwei Verse spannen eine solche Weite auf, dass du mich sofort gewonnen hast. Zum Beispiel: Was heisst Suchende der Nacht? Jene, die die Nacht suchen? Jene, die in der Nacht etwas (was?) suchen? Suchen sie das Mondherz? Nein, das ist "nur" Lichtquelle. Oder doch mehr? Dann: "Sehnend". Wie gesagt, das Wort "sehnen" liebe ich sehr, und hier wird es wunderbar in Szene gesetzt. Wer sehnt sich? Die Suchenden? Oder das Mondherz? Beide? Wahrscheinlich. Der letzte Vers – "über den Wolken" – bezieht sich wahrscheinlich auf das Mondherz. Aber vielleicht auch nicht? Ich mag irgendwie die Vorstellung, dass sich alles auf den Wolken abspielt, auch die Suche. Das Gedicht lässt das jedenfalls zu. Eigentlich müsste ich sagen: "Nee, also, über den Wolken ist langweilig und durchschnittlich, lass das lieber." Aber für mich funktioniert das hier. Ich finde diesen Text in sich überaus stimmig. Nur dem Mondherz stehe ich noch etwas zwiespältig gegenüber. Vielleicht könnte man ja den Titel ändern, damit das oft verschriene Herzwort zur einmal vorkommt? Das könnte dem Gedicht auch noch eine weitere Dimension eröffnen.

Schönen Sonntag wünsch ich.


_________________
»Das Paradox ist die Leidenschaft des Gedankens.«
— Søren Kierkegaard, Philosophische Brosamen,
München: Deutscher Taschenbuch Verlag, S. 48.
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gufkin
Abc-Schütze


Beiträge: 7



BeitragVerfasst am: 29.09.2013 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hi stefandrea smile

mit dem ersten Blick auf die erste Zeile kam mir dein Gedicht irgendwie schrecklich schnulzig vor. Beim Weiterlesen drängt sich dann doch etwas in meinen Kopf, das auch noch jetzt in meinen Gedanken herumspukt. Du baust mit deinen paar Worten ein mystisches Bild auf, das sehr viel mehr als tausend Worte sagt. Vielleicht werde ich in fünf Minuten den genauen Wortlaut deines Gedichtes vergessen haben, aber die Stimmung, die du geschaffen hast, bleibt.

Du hast meine Fantasie auf jeden Fall angeregt Wink

So kann ich mich meiner Vorrednerin nur anschließen und sagen, dass das "Mondherz" erst etwas rührselig rüberkommt, aber das Gedicht an sich dann doch sehr schön ist und sehr viel Raum für Fantasie lässt.
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stefandrea
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 94
Wohnort: Bonn


BeitragVerfasst am: 03.10.2013 12:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo scheinheilige, hallo gufkin,

eure anmerkungen zu meinem kleinen gedicht erfreuen mich. ich will gar nicht groß erklären, was ich mir gedacht habe. eure gedanken dazu sind interessant genug. und ich finde es gut, dass der text mit seiner atmosphäre dafür raum bietet und die fantasie anregt.

ich liebe das wort "sehnend" ebenfalls. es beschreibt ja auch das vielleicht stärkste gefühl überhaupt, zumindest das stärkste, das man empfinden kann, wenn man nicht gerade verliebt ist...

liebe grüße
stefandrea
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silencia
Sonntagsschreiber


Beiträge: 19
Wohnort: silencia


BeitragVerfasst am: 19.10.2013 00:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stefandrea,

ein wunderschöner Text. Er öffnet mit so wenigen Worten einen riesengroßen Raum für die Gedanken. Auch rhythmisch sehr eingängig. Ich bewundere deinen Mut zum anspruchsvollen Schmalz.

LG
S.
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