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Morgenluft


 

 
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lixwigger
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 56
Beiträge: 21
Wohnort: Anderthalb Meter über der Straße


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 17:17    Titel: Morgenluft eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Hinter den dunklen Dingen,
wächst Morgen,
mehr und mehr.

Ein Südwind
streichelt Schwingen.
Die Schatten werden leer.

Dunkel
gerinnt in Pfützen.
Traum ahnt,
es träumt ihn wer.

Nachtalp
drückt sich in Ritzen.
Der Tag formiert sein Heer.

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Harald
Geschlecht:männlichFlachmann-Preisträger

Alter: 71
Beiträge: 5234
Wohnort: Schlüchtern


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 18:00    Titel: Re: Morgenluft Antworten mit Zitat

Hallo lixwigger,

zuerst mal Herzlich Willkommen im Forum, zu deinem Gedicht komme ich gleich …


lixwigger hat Folgendes geschrieben:
Hinter den dunklen Dingen,
wächst Morgen,
mehr und mehr.

Ein Südwind
streichelt Schwingen.
Die Schatten werden leer.

Dunkel
gerinnt in Pfützen.
Traum ahnt,
es träumt ihn wer.

Nachtalp
drückt sich in Ritzen.
Der Tag formiert sein Heer.


Ich habe mal die Stellen gemarkert, die metrisch nicht passen bzw. wenn sie gewollt wären, so auch in der zweíten Strophe sein müssten, der einzelstehende Trochäus vor lauter Jamben.

Alles im Jambus zu schreiben geht nur mit Veränderungen, ich habe das mal probiert:

Dort hinter
dunklen Dingen,
wächst Morgen,
mehr und mehr.

Ein Südwind
streichelt Schwingen.
Die Schatten
werden leer.

Das Dunkel
dringt in Pfützen.
Traum ahnt,
es träumt ihn wer.

Dein Alp drückt
sich in Ritzen.
Der Tag
formiert sein Heer.

 Wink


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Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

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lixwigger
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 56
Beiträge: 21
Wohnort: Anderthalb Meter über der Straße


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 19:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Harald,

Zunächst mal danke, für die freundliche Aufnahme. ich muß gestehen, dass ich vom Handwerk des Lyrikers kaum einen Schimmer habe. Jetzt wo Du es erwähnst, erinnere ich mich dunkel daran, dass ich in grauer Vorzeit mal etwas über Versmaße gelernt haben sollte.

Da spielten Bezeichnungen wie Jambus, Trochäus, Sonett, Alexandriner und ein paar mehr eine gewichtige Rolle.

Ich muss wohl nachbessern beim Hintergrund. Embarassed Ich hab einfach geschrieben, wie es mir einfiel und rumgefeilt bis ich es gut fand. Aber WEIL ich es gut fand wie es war, muss ich wohl noch mal drüber her.

Denn Deine Lösung (danke für die Mühe, ist prima Anschauungsmaterial) trivialisiert meine Version ein wenig, wie ich finde. Ist aber wahrscheinlich Geschmackssache. Du hörst von mir! Very Happy


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"Nimm die Menschen wie sie sind, es gibt keine Anderen!" So, oder ähnlich soll er sich geäußert haben, der Herr Adenauer. Die Einstellung wurde ihm hoffentlich nicht zum Anlass, sich irgendwann zu fragen: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"
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Harald
Geschlecht:männlichFlachmann-Preisträger

Alter: 71
Beiträge: 5234
Wohnort: Schlüchtern


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

lixwigger hat Folgendes geschrieben:

Denn Deine Lösung (danke für die Mühe, ist prima Anschauungsmaterial) trivialisiert meine Version ein wenig, wie ich finde. Ist aber wahrscheinlich Geschmackssache. Du hörst von mir! Very Happy


Nun, über Tri­vi­a­li­tät lässt sich trefflich streiten, es gibt auch in deinem Gedicht "Worthülsen", die wenig, oder - besser gesagt - falsches aussagen. Die komplette Strophe 2 - die einzige, die von Anfang an metrisch korrekt ist - kannst du im Prizip streichen, denn welcher Wind nun welche Schwingen (die der Nacht?) streichelt, da ist nicht sehr wichtig, ob der aus Süden oder Westen oder … kommt. Dass aber im anbrechenden Morgen Schatten leer werden, das ist mir neu, denn normalerweise zeichnet erst das kommende Sonnenlicht in das Fahlgrau der schwindenden Nacht wieder klare Schatten.

Wenn du jetzt mit Mondlicht gegenhalten willst, im ganzen Text erscheint das nicht, alles lässt mehr fließendes Grau erahnen.

 Wink

Nachtrag: Was vorher geschah, diese Funktion setzen wir eigentlich nur, wenn Texte neu gestaltet werden!


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Harald

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Gast







BeitragVerfasst am: 15.09.2013 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lixwigger,

willkommen im DSFo!

Dein Gedicht hat "metrisch" keine wirklichen Macken, du brauchst da sicher nicht nicht noch einmal "drüber her"!

(Harald, du weißt aber schon, dass es Tausende von Reimgedichten gibt, die keine strenge Abfolge betonter und unbetonter Silben haben?! Die Art und Weise, wie du inzwischen aber auch jeden gereimten Text in ein ödes betont - unbetont hineinkastrieren willst, geht bei zwei von drei Texten an deren eigentlichem Wesen vorbei. Ein so ermüdendes Abzählspielchen, wie er das für dich zu sein scheint, war ein Reimvers noch nie und wird es auch nie sein!)

Äh, ja ... Formal bliebe also das Komma hinter "Dingen". Das gehört da nicht hin, denke ich? Sonst, wie gesagt: Fein!

Wenn man das Gedicht trotzdem hinterfragen will - da ist eine gewisse Langeweile drin, eine "Mechanik"; Wahrscheinlich, weil nach dem Beginn eigentlich jeder Satz gleich gebaut ist?! Die Aussage, hm, da weiß ich nicht so recht - worum geht es eigentlich ... Dinge werden genannt, aber dann weggelegt, und andere treten auf, doch alle etwas allgemein; ein Zusammenhang, das Beziehen der einzelnen Abschnitte aufeinander, das fehlt mir etwas ...

Aber vielleicht lasse ich mich da auch einfach nicht genug drauf ein?!

Gruß,

Soleatus
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Harald
Geschlecht:männlichFlachmann-Preisträger

Alter: 71
Beiträge: 5234
Wohnort: Schlüchtern


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

soleatus hat Folgendes geschrieben:
Ein so ermüdendes Abzählspielchen, wie er das für dich zu sein scheint, war ein Reimvers noch nie und wird es auch nie sein!


Dazu kann ich zur Beruhigung sagen, dass ich nur beginne, anzuzählen, wenn mich beim Lesen eine Holperstelle richtiggehend anspringt.

Übrigens, wenn bekannte Gedichte solche Stellen haben, ob die dann gewollt oder ungewollt so dort stehen, da beschleichen mich manchmal schon Zweifel, aber das brauchen wir nicht auszudiskutieren.

Fakt ist, dass dieses Gedicht mir an zwei, drei Stellen von Anfang an nicht rund klang und darauf habe ich aufmerksam gemacht.

Mein Empfinden, ob das jemand auch so oder anders sieht, mir kann es egal sein.

 Wink


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Harald

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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4399
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 15.09.2013 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

-

Morgenluft


Hinter den dunklen Dingen,
wächst Morgen
, .......................................... <-- wieso hinter dunklen Dingen / doch die Nacht, oder?
mehr und mehr.

Ein Südwind
streichelt Schwingen.
Die Schatten werden leer. ....... <-- ?? entweder sind sie da, oder weg Wink

Dunkel
gerinnt in Pfützen.
.................... <-- ?? / gerinnt etwas, flockt etwas aus ...
Traum ahnt,
es träumt ihn wer.
.................... <-- ?? wird er nun geträumt oder nicht? träumt Li überhaupt? Wer/Was träumt?

Nachtalp
drückt sich in Ritzen.
................. ?? <-- was das ist, keine Ahnung Wink
Der Tag formiert sein Heer.  .................. ?? <-- wieso Heer ?


----------------------------------------------------------


Hallo lixwigger,


ehrlich gesagt, den Inhalt verstehe ich letztlich (schaue ich in die einzelnen Strophenbilder) ebenso nicht. / Geht es nun Li darum, aus dem Traum in ein Morgen zu erwachen, oder nicht? Gibt es überhaupt ein LI? oder geht es hier um eine personalisierte Natur/Zeit???

- umso mehr habe ich Bildprobleme wegen der oben (von mir) angezeigten Stellen, die mir sprachlich/metaphorisch letztlich kaum ein echtes Bild erzeugen ( mmhhh, doch mehr Spekulatius, mMn Wink )

Sprachlich ist mir die Umsetzung auch zu gewollt strophig gebaut ... / das Thema: verschiedene Rhythmen, stört mich überhaupt nicht ( eben, innere Modulationen, mMn) !!!


Habe mal etwas probiert – zumindest mal so, wie mir ein Sinn in die Ahnung gekommen ist (mag ja Kokolores sein Wink )

-------------------------------------------------------------


Morgen dahinter


Hinter den Dingen
treibt sich’s
umher

wind?

über den Pfützen
ziehen Kreise
stoßen die schatten an

vorhänge?

winken
die Nacht lebt
deinen traum von

morgen
nimmst du ihn mit?

-----------------------------------------



was meinst Du wink


lixwigger, mal so meine Gedanken zu Deinem Stück.  / ... einen lieben Gruß, Stimmgabel


-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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lixwigger
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 56
Beiträge: 21
Wohnort: Anderthalb Meter über der Straße


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 22:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke auch Dir, Soleatus für den freundlichen Empfang. Völlig richtig, das Komma muß wech.

Inhaltlich habe ich - offenbar mit wenig Erfolg - versucht, mehr eine Aufbruchsstimmung anzudeuten, als einen Sonnenaufgang zu beschreiben. Die Doppeldeutigkeit ist zwar durchaus gewollt, intendiert habe ich aber schon, sie durchschaubar zu halten.

Gemeint ist damit, die Stimmung, gerade bei jungen Leuten, die mich im Augenblick ab und an als sanftes Lüftchen um die Ecken anweht. Eine Grundschwingung eines neuen Denkens, die im Gegensatz zu 68 auch die Älteren nicht unberührt lässt.

Ein Hauch von Einsicht, - teilweise sogar schon ein richtiger Geruch danach - dass es im Leben größere Ziele zu erreichen gibt, als das dickste Auto, die schönste Villa und das meiste Geld abzugreifen und dafür den Rest der blauen Kugel, mitsamt den Mitbewohnern aller Spezies niederzubrennen.

War wohl eher nix damit. Embarassed Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass aus mir wahrscheinlich ein prima Dissident geworden wäre. Very Happy

Der stringente Satzbau sollte eigentlich, zumindest optisch, die Zusammengehörigkeit der Elemente simulieren, der Dir Soleatus, zu fehlen scheint. Unterm Strich sollte ich, wenn ich mit wenigen Worten arbeiten will, vermutlich Bessere finden um nicht holperig zu schreiben. Will sehen, was ich tun kann. Vielen Dank auf jeden Fall, für Deine konstruktiven Einwände.


@Harald: Ich wollte Dich nicht beleidigen. Mit "...trivialisiert meine Version etwas" meinte ich, dass ich präzise Bestimmungen wie "dort" oder "dein" eben nicht drin haben möchte. Danke für den Hinweis bezüglich "was vorher geschah". Ich lern's schon noch. Wink

Was die Metrik betrifft, lese ich mich, auf Deine Kritik hin, gerade ein wenig ein. Auf Wikipedia ist man allerdings - wie Soleatus offenbar auch - der Meinung, dass sich die Alten Griechen schon ein paar Freiheiten mehr genommen haben, als Du ihnen zugestanden hättest. Nix für ungut. Smile


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"Nimm die Menschen wie sie sind, es gibt keine Anderen!" So, oder ähnlich soll er sich geäußert haben, der Herr Adenauer. Die Einstellung wurde ihm hoffentlich nicht zum Anlass, sich irgendwann zu fragen: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"
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lixwigger
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 56
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Wohnort: Anderthalb Meter über der Straße


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 23:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Stimmgabel,

OK, der Reihe nach. Die dunklen Dinge hatte ich als Silhouetten vor der Dämmerung eines Morgen (nicht eines Morgens) im Kopf.

Metaphorisch betrachtet können Schatten, besonders nachts, Dinge beinhalten, die gar nicht drin sind, so jedenfalls die Absicht, mit der ich das Wort hier verwendet habe. Sie können durchaus bei etwas mehr Streulicht offenbaren, dass sich nichts darin verborgen hat, das Du zu fürchten hättest, obwohl sie noch als Umriss zu erkennen sind.

Pfützen können in der beginnenden Dämmerung, wenn die Oberfläche keine Lichtquelle reflektiert, wirken, als würden sie die Dunkelheit aufsaugen, als würde sie darin gerinnen, sich darin konzentrieren, während dort wo sie bisher war, nach und nach ein wenig Helligkeit die Oberhand gewinnt.

"Traum ahnt, es träumt ihn wer," hat mir als poetische Umschreibung gefallen, für die Tatsache, dass sich etwas Feinstoffliches, Metaphysisches, ein Gedanke, beginnt in die Realität aufzumachen, reale Wirkungen zu zeitigen.

Wer Li ist weiß ich nicht. Die/Den hast Du mitgebracht. Smile

Der Nachtalp ist ein Gespenst, das sich nach altem Volksglauben nachts in die Schlafzimmer der Menschen schleicht und sich den Schlafenden auf die Brust setzt, um ihnen Beklemmungen zu verursachen und schlechte Träume. Den sogenannten Alpdruck. Er muß aber, so die Legende, bei Tagesanbruch dem Licht weichen.

Deine Umsetzung finde ich recht interessant, zumal sie mir zu zeigen scheint, dass, was ich sagen wollte, doch zumindest teilweise rüberkommt. Hast Dich gut eingefühlt. Dein Stil gefällt mir. Ein paar von den Erklärungen zum Sinn hinter meinen Worten, findest Du im vorherigen Antwortpost.

Ich muß wohl noch ein wenig üben. Ein Gedicht, das so viel Erklärung braucht sagt zu wenig. Smile


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 15.09.2013 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefällt das gut. Ich habe nicht einen Bezug zu gegenwärtigen  Aufbruchstimmungen gelesen, sondern wirklich nur den Übergang von Schlafen, Träumen zum Aufwachen, und so mochte ich das Gedicht.
Die Doppelbetonungen an den drei Strophenanfaengen klingen für mich sehr schön.
So irgendwie zögerlich, wie man sich beim Aufwachen ja oft fühlt.

Die letzte Zeile: da habe ich etwas Probleme. Dass Bild des Heeres vermittelt sich mir nicht so leicht.
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lixwigger
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BeitragVerfasst am: 16.09.2013 00:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke firstoffertio,

wie gesagt (geschrieben), ich wollte schon mehr, als nur das Bild der Morgendämmerung zur Illustration einer Aufbruchsstimmung umpinseln. Im Tagesanbruch-Zusammenhang flieht der Nachtalp vor dem Heer des Tages, dem Licht. Ist vielleicht ein wenig zu martialisch?


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Harald
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BeitragVerfasst am: 16.09.2013 07:44    Titel: Re: Morgenluft Antworten mit Zitat

Hallo lixwigger,

so habe ich im ersten Kommentar geschieben:

Harald hat Folgendes geschrieben:


lixwigger hat Folgendes geschrieben:
Hinter den dunklen Dingen,
wächst Morgen,
mehr und mehr.

Ein Südwind
streichelt Schwingen.
Die Schatten werden leer.

Dunkel
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Ich habe mal die Stellen gemarkert, die metrisch nicht passen bzw. wenn sie gewollt wären, so auch in der zweíten Strophe sein müssten, der einzelstehende Trochäus vor lauter Jamben.


Dabei habe ich bewusst - ich kenne den Ansatzpunkt, dass nicht alles metrisch "abgezählt" werden muss - darauf hingewiesen, dass die zweite Strophe "aus dem Raster fällt"! Hätte da auch als erstes, alleinstehendes Wort ein Trochäus gestanden, ich hätte dies als Stilmittel abgenickt! Dies war für mich die "Holperstelle" im Gedicht!

So zum Beispiel …

"Südwind
umschmeichelt Schwingen."

… hätte dieser Part den anderen entsprochen …

 Daumen hoch

 Wink


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Harald

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lixwigger
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Alter: 56
Beiträge: 21
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BeitragVerfasst am: 17.09.2013 19:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Harald: Danke für die Anregung 👍

Danke Euch allen, für Eure Hilfestellung bei meinen dichterischen "ersten Gehversuchen". 😄 Nach ein wenig Umsehen im Forum, bin ich auf den Übungsbereich gestossen.

Ich werde mein Zeug zukünftig wohl besser erst mal da zur Kritik stellen, bevor ich hier wieder was poste, denke ich. Dafür scheint es den ja zu geben. 😎

Aber um das hier erst mal abzuschliessen: Hab Eure Kritiken in meinem Herzen bewegt, es anschließend ausgekippt und das ist herausgekommen:


Hinter
verträumten Dingen
Morgenlicht,
schemenhaft.

Südwind
streichelt Schwingen,
ist Wandlung,
Licht zu Kraft.

Kraft lernt,
zu vollbringen,
Traum, was die
Liebe schafft.

Liebe
stärkt die Dinge,
fügt Einheit:
Licht-Traum-Kraft!


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