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Die Lebensform


 

 
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ti laak
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 67
Beiträge: 5
Wohnort: D + Nakhon Sawan, Thailand


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 16:45    Titel: Die Lebensform eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die angesagte Vorbereitung. Eine Science Fiction Story.
Ich schildere sie aus der Sicht mehrere Einzelschicksale
und es wird kein 'Happy End' geben.
Ich habe noch reichlich Ideen um den Roman umfangreicher zu machen.

Für mich ist es wichtig, taugt das was ich da verbrochen habe,
oder soll ich besser Blumen pflanzen.

Seid gnädig, aber gerecht....

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Iknim
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 22
Beiträge: 79
Wohnort: südlich von München


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ti laak,

Erst einmal: Herzlich Willkommen!

Meistens stellen wir in diesem Forum den Text direkt hinein - die wenigsten werden ihn sich downloaden. Außerdem kann man die Zitate Funktion besser nutzen, wenn dein Text gepostet ist.

Der Größe nach zu urteilen (77KB) ist es zudem sehr groß. Shocked
 Wenn es nicht genial spannend ist, ist es viel zu viel. Es hätte gereicht, wenn du das erste Kapitel gepostet hättest - dann bekommt man mehr Feedback, da große Textmengen abschreckend wirken.

Aber ich werde mir dein Manuskript downloaden - ich vertraue dir jetzt einfach, dass du dort keine Viren dazwischen geschmuggelt hast Neutral

Bei Gelegenheit werde ich es mir (teilweise) durchlesen. Buch Feedback folgt bald.

Liebe Grüße,
Iknim

PS: Hast du Glück, dass du eine SF Story geschrieben hast - das ist mein Lieblingsgenre Wink


_________________
"Konfuzius schrieb, mann müsse gegen den Strom schwimmen, um an die Quelle zu gelangen."
Aber wollen wir nicht alle ans Meer?
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ti laak
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 67
Beiträge: 5
Wohnort: D + Nakhon Sawan, Thailand


BeitragVerfasst am: 15.09.2013 18:31    Titel: Habe verstanden und es nochmal hochgeladen. pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Lebensform


Flucht
   Kuno schreckt auf und blinzelt in die Kerze.
   ‚Was machst du hier?‘ fragt Marna, die Frau vom Waffenschmied.
   ‚Ich habe ein Kurzschwert zu Ende geschmiedet, dann bin ich
wohl eingeschlafen.‘
   Kuno ist Geselle bei Danne.  
   ‚Du musst jetzt gehen, Danne wird bald zurückkommen.‘ sagt
Marna nervös. Ihr Mann war ins Dorf gegangen um einen Auftrag-
geber im Wirtshaus zu treffen.
   Liefert er heute das Schwert ab, bekommt er seine Extramünzen
zum Lohn.
   Sie kennt ihren Mann, es würde nicht alleine beim geschäftlichen
bleiben.
   Danne ist kein Trinker, umso stärker wirkt das Bier, wenn er
denn mal was trinkt. Danne ist ein großer kräftiger Mann, leider mit
aggressiver Neigung, sollte er einmal dem Met zu gesprochen haben.
   Als sich Kuno aufrappelt um die Schmiede zu verlassen, schlägt
die Werkstatttür auf und Danne schwankt herein.
   Er erblickt die Beiden und zieht in seinem betrunkenen Kopf die
falschen Schlüsse.
   ‚Was machst du mit meiner Frau?‘ Brüllt er und torkelt auf Kuno
zu.
   Kuno steht hinter dem Tisch und stammelt eine Verteidigung,
den Danne mit voller Kraft und Wut zur Seite tritt. Kuno ist ihm
ausgeliefert, er läuft links zur Esse, die mitten im Raum steht. Danne
schnappt sich eine Eisenstange und will Kuno rechtsherum abfan-
gen.
   Marna sieht das er Kuno jetzt erwischen wird und schreit in pani-
scher Angst, ‚Danne, tu es nicht!‘
   Danne lässt sich ablenken und starrt sie mit hasserfüllten Augen
an, die sagen: nach Kuno ist noch nicht Schluss.
   Er sieht die Rohlinge nicht. Sie rollen unter seinen Füssen weg,
so dass es ihn rücklings zu Boden wirft. Lauter Fluch begleitet seinen
Sturz, der je verstummt als er auf den Amboss kracht. Es dauert
nicht lange bis sich unter seinem zertrümmerten Schädel eine tiefrote
Blutlache ausbreitet. Marna und Kuno starren auf den Toden.
   ‚Am besten verschwindest du sofort‘, sagte Marna zu Kuno. ‚es
ist ein Unfall gewesen, aber sie werden es dir anhängen.‘
   Im Dorf munkelt man schon seit geraumer Zeit, Kuno hätte ein
Auge auf Marna geworfen. In aller Eile packt Kuno seine Sachen
zusammen während Marna in der Küche ihm etwas Reiseproviant
zusammenstellt. Sie sehen sich lange in die Augen, dann rennt Kuno
zum Wasser, wo ein kleines Boot festliegt. Um den Speisezettel auf-
zubessern fing er meist am Wochenende ein paar Fische. Am Ufer
angekommen wirft er die Sachen ins Boot und stößt es ab. Es ist
beinahe Mitternacht und wolkenklar, die Milchstraße zieht ihr Band
deutlich über den Himmel. Anfang August haben die Nächte noch
warme Temperaturen. Kuno legt sich in die Riemen.
   Als er die Küste von Südschweden nicht mehr sieht, ist ihm klar,
dass es ein Abschied für immer ist. Er hat keine Ahnung wohin ihn
die Reise führt. Ein bisschen Sternennavigation hat ihm sein Vater
beigebracht, er orientiert sich am verlängerten Ende des Sterns vom
Wagens. Schon wieder eine Sternschnuppe. Dann verglüht direkt
über ihm ein ganzer Schauer. Nach einer Stunde Ruderns, macht er
eine Pause. Er nimmt etwas Brot und Trockenfleisch aus dem Beutel
und gegen seinen Durst ein Schluck Wasser aus dem Schlauch.
   Er ist erschöpfter, als er denkt, so legt er sich auf den Boden des
Bootes und schaut zum Himmel hinauf. Immer wieder muss er an
Marna denken und an Danne, wie er tot am Fußboden lag.
   Er hat Mühe die Augen offen zu halten, aber er durfte nicht ein-
schlafen, er musste weiterrudern, gut möglich, dass sie nach ihm
suchten.
   Jedes Jahr im August durchkreuzt die Erde die Bahn der Persei-
den. Und wieder leuchtet eine Sternschnuppe auf einer langen Bahn.
Diese aber, kommt immer tiefer und näher. Sie fliegt direkt auf ihn
zu. Noch nie hat er gesehen das Himmelsfeuer auf die Erde gekom-
men ist.
   Das Flammende nimmt tatsächlich Kurs auf sein Boot. Kuno ist
verwirrt und weiß nicht was er tun soll. Ist das die Strafe der Götter,
dass er mit Schuld trägt, am Tod von Danne.
   Jeden Augenblick wird es das Boot treffen, verzweifelt springt er
ins eiskalte Wasser. Er hört ein hohes Pfeifen, dann den Einschlag,
als das Glühende ins Boot kracht.
   Augenblicklich wird ihm bewusst, dass er nicht schwimmen kann.
Ins Boot will er unter keinen Umständen zurück, so schlägt er wild
um sich, nur weit weg von dem Unbekannten.
   Es dauert nicht lange und Kuno ist total erschöpft und das kalte
Wasser raubt ihm die letzte Kraft. Mutlos und ohne Lebenswillen
gibt er sich der See hin. Er sinkt und in einem Reflex füllen sich seine
Lungen mit Wasser. Kuno ertrinkt.
   Das Boot wird noch Monate auf See bleiben, bis es ein Sturm mit
zerstörerischen Wellen zerlegt. Ein kleines Stück Holz dient dem
Unbekannten als Floß.
   Irgendwann wird es an Land gespült, wo es viele Jahrhunderte im
Sand verborgen bleibt.

Kontakt
   Transmitter online. Neutrino Muster synchron. Aktiviere Level
eins.  
   Photonen schlagen freie Elektronen aus der Oberfläche des Sen-
sors und lösen eine Lawine aus. Die Fuzzylogik entscheidet, Primär-
system zuschalten.
   Analyse des Frequenzbandes. Registriere eine Wärmestrahlung
bis ins ultraviolette Spektrum. Programmgemäß wird Level zwei
initiiert.
   Priorität ist Energieversorgung.

Fall eins
   Voller Elan startet Swen Heblein an diesem Morgen seinen Lauf
am Strand irgendeines kleinen Ostseebadeortes. Kühl weht ihm der
Wind um die Nase und die kleinen Krebse verschwinden blitzartig in
ihren eigens geschaffenen Tunnel unter die Erde. Eine Zeitlang ver-
suchte er sie zu erwischen, gab es aber frustriert auf und nimmt einen
Punkt in der Ferne auf und hält darauf zu.
   In der noch tiefliegende Sonne blinzeln tausende Lichter wie
Sterne in der Brandung. Einzig in der Farbe unterscheidendes Leuch-
ten im Sand, erregt seine Aufmerksamkeit. Es glüht türkisfarben, wie
ein Smaragd. Es war etwa noch einen Kilometer entfernt.
Sensoralarm
   Ein schwacher Energiezuwachs ist zwischen der Infrarotstrah-
lung zu orten. Es nähert sich und würde in hundertvierzig Einheiten
kontaktieren.
Vorbei
   In seinen letzten Sekunden dachte Swen, er ist seinem Chef ein
guter Berater im Geschäft. Bei den Klombergs hatte er einen guten
Riecher und einen millionenschweren Deal eingefädelt. Wenn das
mal keinen guten Eindruck bei dem alten Herrn gemacht hat. Das ist
die Gelegenheit um die Hand seiner einzigen Tochter anzuhalten.
Brigitte und er würden ein Traumpaar abgeben. Sie kennen sich
schon mehrere Jahre und hatten sich einander versprochen.
   Als er das Glitzern im Sand erreicht, stoppt er aus vollem Lauf
und bückt sich, um das kleine Schmuckstück aufzuheben. Kaum hat
er es in der Hand, als seine sämtlichen Muskeln erstarren. Er kippt
langsam zur Seite, ohne etwas dagegen tun zu können. Er versteht
überhaupt nichts.
   Bevor er auf dem Strand zu liegen kommt, spürt er eine wohlige
Wärme im Kopf.
   Dann ist er tot.
Standby
   Der Abtaststrahl scannt nach Energiedichten ab. Kaum ist die
Konzentration ermittelt, versagt die Quelle und erlischt.
   Die gewonnene Energie erlaubt keine Ortsveränderung. Das Sys-
tem fährt herunter und geht Standby.
Freche Möwen
   Familie Kolb hat mit ihren zwei Jungs für eine Woche, das Feri-
enhaus am Strand gemietet. Kurz nach dem Frühstück können es
Torben und Jens nicht abwarten, wieder am Strand herum zu tollen,
ins Wasser zu springen und eine Sandburg zu bauen. Wahrscheinlich
werden sie wieder mit ihrem Vater um die Wette schaufeln. Es ist
immer das gleiche Ritual, wer baut die schönste Burg.
   Frau Kolb packt noch schnell die Eiscreme in die Kühltasche,
während Jonas Kolb in seine Badelatschen schlüpft. Kaum ist die
Tür offen, toben die beiden Jungs über die Düne in Richtung Strand.
Jonas nimmt seiner Frau den Korb ab, dann gehen sie gutgelaunt den
Kindern nach.
   Als sie die Düne auf ihrem höchsten Punkt erreicht haben, sehen
sie wie der größere der beiden, sich einem Mann nähert, der am
Strand liegt.
   Eine Möwe sitzt auf dem Mann, während einige wild kreischend
um ihn herum hüpfen oder rumflattern. Auch einige Vögel liegen tot
neben dem Mann.
   Jonas rief Torben zu sich, er solle sofort zurückkommen.
Der drei Jahre jüngere Jens verharrt am Fuß der Düne, ihm ist das
unheimlich und er fängt zu weinen an.
   Die Mutter läuft zu ihrem Jüngsten und nimmt ihn in den Arm.
   Torben geht langsam rückwärts und stößt mit seinem Vater zu-
sammen.
   Als Familienvater wird er jetzt sehr vorsichtig und will nicht nä-
her rangehen.
   Seine Frau fragt ihn, was ist mit ihm? Er antwortet langsam, dass
er es nicht wisse und er werde jetzt die Polizei verständigen.
   Sie gehen zur Düne zurück, können aber den Blick nicht von
dem Mann lösen.

Energiequelle
   Mehrere sich nahende Energiequellen werden erfasst. In den
Modus Vollstrecken wechseln.
   Die nahende Quelle entfernt sich wieder. Standby.

Polizeiaufgebot
   Nach einer knappen halben Stunde erscheint ein größeres Poli-
zeiaufgebot und sperrt den Strand großräumig ab. Es werden viele
Fragen gestellt. Die Aussagen der Kolbs hilft der Kriminalpolizei
nicht viel weiter, sie lassen sie nach hinterlassen ihrer Personalien in
ihr Ferienhaus zurückkehren.
   Hauptkommissarin Jeschke schlussfolgerte vorab, dass das Opfer
eines natürlichen Todes gestorben sein könne, denn nirgends sind
Wunden durch Fremdeinwirkung feststellbar. Die angeordnete Ob-
duktion wird es zeigen. Der Mann hat natürlich beim Joggen keine
Papier bei sich, so ist er bis dato noch unbekannt. Ausschwärmende
Streifenbeamte befragen in der Nähe liegende Wohnhäuser und
einschlägige Hotels nach dem Mann.
   Jeschke fragte den jungen Kommissar Holders was er davon hal-
te? Holders kam frisch von der Akademie, einer der Besten seines
Faches. Ihm verursachen die toten Vögel Kopfzerbrechen.
   Kurzzeitig kommt ihm so ein Gedanke, es könnte eine Art Seu-
che sein, oder der Mann ist toxisch belastet. Vier tote Möwen in
seiner unmittelbaren Nähe. Er zieht sich Gummihandschuhe an und
packt das Gefieder in Plastiktüten, das sollte mit zur Analyse.
   Weißkittel schaffen die Leiche in einen schwarzen Sack und brin-
gen sie auf einer Trage zum Fahrzeug am Straßenrand. Die Polizei
rückt langsam ab, Schaulustige die nicht damit in Verbindung ge-
bracht werden wollen, haben es auf einmal eilig den Tatort zu verlas-
sen.
   Holders der bei der Untersuchung dabei sein will, fährt im Kran-
kenwagen mit. Wir treffen uns auf dem Revier, verabschiedet sich
Holders von Jeschke. Jeschke gab dem jungen Kommissar genug
Spielraum, er soll sich seine Sporen verdienen.
Dabei
   Einheit aktiv, an der Außenhaut der erloschenen Einheit anheften
und mit transportieren lassen. Bewegungssensoren melden eine
schnelle Ortsveränderung.
   Drei schwache Energieeinheiten werden ermittelt und eine starke
elektromagnetische in unmittelbarer Nähe. Die stärkere Quelle könn-
te genug Energie für den nächsten Level liefern. Die drei schwachen
Einheiten versiegen kurz nach der Absorption.
Unfall
   Holders sitzt neben der Leiche im hinteren Teil des Wagens. Es
beschäftigen ihn die toten Vögel. Er hob die Plastiktüte der Möwen
an, um vielleicht schon jetzt einen Hinweis zu finden. Als er sich
noch fragt, ob Vögel mit offenen Augen sterben, kam Leben in ein
Gerät hinter ihm. Ein Defibrillator, mit dem man Herzen auf die
Sprünge hilft. Verwundert schaut er sich das Schauspiel der blinken-
den Leds an. Gerade will er an die Scheibe zum Fahrer klopfen, als
das Gerät laut zu brummen anfängt, um dann in ein schmerzhaftes
Pfeifen über zugehen. Dann ist es wieder schlagartig still. Sein letzter
Gedanke ist, da stimmt was nicht. Ein warmes irriges Gefühl im
Kopf unterband jegliches Handeln. Holders kippt langsam nach
vorne und bevor er auf die scharfe Kante der Liege schlägt, ist er
bereits tot. Fahrer und Begleiter leben auch nicht mehr.
   Der nach vorne gesackte Oberkörper des Fahrers blockiert das
Lenkrad, der Wagen bleibt vorerst in der Spur bis er in einer Links-
kurve auf die Gegenfahrbahn fährt und mit einem Kleinlaster frontal
zusammen stößt. Der Transporter hat Reinigungsmittel geladen,
einige davon alkoholhaltig, die sofort Feuer fangen. Im flammenden
Inferno rettet sich jedermann aus seinem Fahrzeug und rennt flucht-
artig davon.
   Bis die Feuerwehr eintreffen soll, versuchen Leichtsinnige mit
Handfeuerlöscher den Brand ihrer eigenen Fahrzeuge aussichtslos zu
bekämpfen. Das Feuer hat mittlerweile über tausend Grad und ver-
brennt und verschmilzt so ziemlich alles. Irgendwelches Plastik tropft
und fließt herum, um sich gleich wieder zu entzünden. Die ent-
flammten Autoreifen verbreiten zusätzlich einen schwarzen beißen-
den Qualm. Von weitem sind die Sirenen der örtlichen Feuerwehr zu
hören.

Extraenergie
   Die Wucht des Aufpralles schleudert es einige Meter weit weg.
Oxidationsenergie ist nicht so effizient zum Speichern, liefert aber
kurzfristig reichlich Power. Aktivierte Nanotechnologie konstruiert
Bewegungsfelder. Suche Energie zur Leistungssteigerung.

Joschi und Raul
   Rauls Vater ist Herr über achttausend Quadratmeter auf deren
die unterschiedlichsten Metalle lagern. Er ist Schrotthändler, schon
sein Leben lang, wie davor auch sein Vater, der der erste Händler
hier im großen Umkreis war.
   Es ist der perfekte Abenteuerspielplatz. Aber Rauls Vater sieht es
nicht gerne, wenn sich die Jungs im Schrott aufhalten, aber nach
Jahren der Warnungen hat er es aufgegeben sie vom Platz zu jagen.
Sie sind auch schon größer und sollten auf sich selbst aufpassen
können.
   Joschi und Raul sind seit Jahren eng befreundet. Raul muss ab
und an nach der Schule seinem Vater helfen, Metalle sortieren, auf-
räumen oder Verschiedenes zu demontieren. Im Moment ist er dabei
Mikrowellengeräte nach Baustoffe zu zerlegen. Mit Schutzbrille und
dicken Handwerkerhandschuhe ausgerüstet, macht sich Raul über die
Geräte her. Schraubt er mit dem Akkuschrauber alle Schrauben her-
aus, so fällt die Tür ab und danach wiederstrebend das Gehäuse.
Dann zerklopft er die Scheibe der Tür. Anschließend ist die Verkabe-
lung dran, mit Gewalt reißt er den Kabelbaum von seinen elektri-
schen Bauteilen. Raul ist mit Eifer bei der Sache, denn ihn interessie-
ren die starken Magnete des Magnetron.
   Und wieder zwei mehr.
   Joschi biegt mit seinem Fahrrad um einen Stapel Autowracks und
bremst scharf vor Raul. Sie grinsten sich an in der Gewissheit heute
wieder ein Abenteuer zu erleben.
   ‚Was machst du da?‘, will Joschi wissen.
   ‚Ich pflanze Erdbeeren.‘, veräppelte Raul Joschi.
   ‚Ich zerlege die Mikros, ich will an die Magnete.‘, und zeigt auf
seine bisherige Ausbeute. Zwölf Stück, sie sind rund, mit einem Loch
in der Mitte und kleben an einem Blechstreifen.
   Joschi steigt vom Rad und versucht einen der Magnete in die
Hand zu nehmen. Unmöglich sie direkt vom Blech ab zu ziehen, es
gelingt ihm erst als er sie über den Rand schiebt. Die Kraft über-
rascht Joschi, so einen starken Magneten hat er bisher noch nicht
gesehen.
   ‚Was willst du damit machen?‘, fragte er Raul.
   ‚Keinen Schimmer, aber ich find sie cool.‘  
   
NEWs-TV
   Zur vollen Stunde das Neueste aus aller Welt.
   Schon im Vorspann geben die vielen Fotos, die nur Sekunden-
bruchteile nacheinander aufblitzen, die heutige Nachricht vor.
   Nanos greifen die Welt an.
   Die Kamera geht von der Totale auf das Gesicht der Sprecherin
zu.
   ‚Guten Tag meine Damen und Herren‘, sie hebt ein paar Blätter
an und setzt fort.
   ‚Die Nanos, Schweizer Wissenschaftler sind die Namensgeber,
deren Angriffe sich von Skandinavien aus über die ganze Welt ver-
breitet haben, schlagen immer häufiger und heftiger zu. Satellitenauf-
nahmen beobachten, dass sie sich über den gesamten Globus verteilt
haben. Bisher blieben alle militärischen Operationen erfolglos.‘
   Sie blickt in die Kamera, daraufhin der Regisseur Kurzfilme ein-
blendet die von Reportern aus aller Welt stammen.
   Wo Nanos auftauchen, gibt es danach kein Leben mehr. Das un-
heimliche ist, es gibt schon Millionen von Toten, sie sind gestorben
ohne dass ein Tropfen Blut geflossen ist.
   Angriffsziele der Nanos sind Menschenmassen und Energiever-
sorgungsstationen. Daher ein Hinweis der Regierungen, meiden sie
Menschenansammlungen.
   Rauschen……Rauschen…….
   
Vater und Sohn
   Es ist Samstag, ein besonderer Tag, denn Tommy hat Geburtstag.
Frau Söders hat alle Hände voll in ihrer Küche zu tun, sie bereitet das
Mittagessen für jede Menge Gäste zu, da kann sie niemand im Koch-
bereich gebrauchen.
   Papa Söders und Sohn ist das nur recht, sie machen sich auf den
Weg zum nahegelegenen Wal-Mart. Tommy hofft insgeheim, denn
seine Noten waren in letzter Zeit nicht schlecht, dass er heute seinen
großen Wunsch erfüllt bekommt, einen echten ledernen Fußball.
   Das Center ist gut besucht, so finden sie nur am Rande einen
Parkplatz. Die ihnen entgegenkommenden Einkaufswagen sind voll-
beladen mit Lebensmittel und manche mit Baumarktartikel, dann
wird in der Sportabteilung sicher nicht so ein großer Andrang herr-
schen.
   Die Sportsachen gibt es eine Etage höher, sie nehmen die Roll-
treppe. Eine riesen Auswahl wird hier geboten, aber kurz orientiert
und sie steuern die Ballsportabteilung an.
   In Preisklassen sortiert liegen die Bälle im Regal. Tommy weiß
genau welchen Fußball er möchte, schon öfters hat er vor dieser
Wand gestanden, als er mit seiner Mutter einkaufen war.
   ‚Na, mein Junge, welcher soll‘s denn sein?‘ Fragte Papa Söder.
   Tommy zeigte auf den Ball, mit schwarzweißen Facetten, der der
letzten WM nachgebildet ist.
   Papa Söders nimmt den Ball, er fühlt sich gut an, drückt ihn sei-
nem Sohn in die Hand und sagt: ‘dann gehen wir mal zur Kasse.‘
   ‚Danke Papa, vielen Dank,‘ Tommy kann es kaum glauben er hat
seinen Fußball bekommen.
   Zur Kasse geht es durch Reihen verschiedener Sportartikel.
   Zuerst glaubt Papa Söders das Gekreische sind Anfeuerungsrufe
der Fans, fast an jeder Ecke berieselte ein Flachbildschirm die Kun-
den mit Sportübertragungen jeglicher Art. Aber die Leute sind auf
der Flucht, ein Mann stößt beinahe mit ihnen zusammen. Papa
Söders streckt sich, schaut über die Regale; und was er da sieht, das
gefällt ihm überhaupt nicht, faustgroße schwarze Dinger schweben
bei der Kasse und strahlen mit blauen Laser auf die Menschen. An
die zwanzig Killer schwärmen aus, nachdem in ihrer unmittelbaren
Nähe niemand mehr lebt.
   ‚Komm Tommy, wir müssen hier weg.‘ Sagte Papa Söders zu sei-
nem Sohn und schiebt ihn vor sich her.
   Tommy sieht nicht was sein Vater gesehen hat, versteht deshalb
nicht warum sie verschwinden sollen.
   ‚Aber Papa?‘
   ‚Achtung, Tommy lauf‘, schreit Papa Söders, so ein Ding flog im
Gang direkt auf sie zu. Beide rennen um ihr Leben.
   Das Regal ist zu Ende, dann nach links, Papa Söders riskiert ei-
nen Blick auf seinen Verfolger, der schnell aufholt.
   Papa Söders schnappt sich zwei Tennisschläger und schleudert
sie dem schwarzen Flieger entgegen.
   Der erste Schläger fliegt über ihn hinweg und den Flur hinunter,
mit dem zweiten hat er mehr Glück, der Angreifer weicht aus, streift
dabei das Regal und verliert an Fahrt.
   Sie hasten den breiten Zugang zur Rolltreppe.
   Hier laufen wir wie auf einem Präsenttierteller, denkt Papa Söders
und zerrt Tommy in einen Seitengang.
   Keine Sekunde zu früh, eine Handvoll patrouillierender Dinger
schießen auf den Gang.
   Was nun, überlegt sich Papa Söders? Ablenken? Er sucht das
Wandregal nach Brauchbarem ab. Sein Blick fällt auf Handel Schei-
ben, genau das richtige. Er schnappt sich ein kleines Gewicht und
schleudert es diskusgleich hoch über das Regal in die entgegengesetz-
te Richtung.
   Überrascht, von dem Lärm des Einschlages, linst er vorsichtig um
die Ecke. Die schwarzen Kugeln schwenken ab, vermutlich um die
Ursache auszumachen, aber leider nicht alle, zwei suchen weiter den
Flur ab.
   ‚Los Tommy, den Gang rauf, schnell‘, flüsterte Papa Söders.
   Tommy folgt seinem Vater, den Fußball hat er verloren, jetzt hat
er Angst und will nach Hause.
   Am Ende des Flures sucht Papa Söders irgendetwas, womit sie
sich verteidigen können. Sie sind in der maritimen Abteilung gelan-
det, Angeln, Schwimmflossen und Taucherartikel. Schon will er sich
eine Harpune schnappen, aber er hat in seinem Leben noch nie einen
Pfeil verschossen; und dann soll er auch noch damit treffen. Die
Wirkung ist fraglich bei den hochtechnisch aussehenden Killer, da
muss es etwas wirkungsvolleres sein. Sie sitzen auf dem Boden, bli-
cken abwechselnd in die Gänge und erwarten das Auftauchen der
Nanos.
   Papa Söders dreht den Kopf zur anderen Ecke des Flures, dabei
sieht er im Schaukasten ausgelegte Leuchtraketen und Leuchtpistolen
für den Notfall auf See. Das ist schon besser, Papa Söders nimmt
seinen Sohn am Hemd und zieht ihn mit sich um die Theke.
   Schnell holt er einige Pistolen mit der passenden Munition aus
dem Fach, und schiebt je eine daumendicke Patrone in den Lauf.
Eine Geladene drückt er Tommy in die Hand.
   ‚Sei vorsichtig damit, nur wenn es nicht mehr anders geht schießt
du auf die Dinger, verstanden.‘
   Tommy nickt, die Angst in seinen Augen ist gewichen, es macht
sich Wut breit. Die versauen mir meinen Geburtstag und mein Fuß-
ball ist auch weg.
   Sie haben vier geladene Pistolen. Was sollen sie jetzt tun, raus-
schleichen oder warten bis die Nanos verschwunden sind? Bisher
bleiben sie unbemerkt, aber sie können sich nicht ewig verstecken.
   ‚Also Tommy, wir warten noch fünf Minuten, dann versuchen
wir uns hinaus zu schleichen.‘ Tommy nickte.
   Nur die Fernsehübertragungen sind zu hören.
   Nach gefühlten fünf Minuten, nickte Papa Söders Tommy zu, sie
krabbeln auf allen Vieren hinter der Theke bis zur Ecke.
   Er zeigte Tommy die flache Hand, dann mit zwei Fingern auf
seine Augen. Papa erinnerte Tommy an Winnetou, erst mal die Lage
checken. Warum hat er nicht so mit mir gespielt, als ich noch klein
war?
   Die Luft ist rein, gebückt laufen sie den Gang hinunter und ma-
chen Halt an der nächsten Kreuzung.
   Sehen die uns nicht oder sind sie weg. Nur noch die paar Meter
bis zu den Rolltreppen, sie spurten los. Sie kommen an dem ersten
Quergang vorbei, schon schwebt eines dieser Dinger direkt vor
ihnen.
   Beim Versuch stehen zu bleiben rutschen Tommy die Füße weg,
er fällt auf sein Hinterteil und beim abfangen des Sturzes mit den
Händen löst er den Schuss aus. Volltreffer. Funkensprühend kullert
das Nano bis an das Ende des Ganges.
   Sie bestaunen die Wirkung des Schusses, jetzt aber nichts wie
weg. Auf der Rolltreppe nach unten, nehmen sie gleich mehrere
Stufen auf einmal.
   Einige Gänge weiter, dann gleich nach rechts zum Ausgang, aber
das scheint keine gute Idee zu sein, panische Menschenmassen blo-
ckieren sich am Ausgang, da kommen sie nie raus.
   ‚Ok, wir gehen weiter durch den Baumarkt, da gibt es auch einen
Ausgang.‘
   Tommy bleibt seinem Vater dicht auf den Fersen, der schaut
schnell zurück, ob schon Verfolger zu sehen sind. Die Luft ist rein,
sie rennen durch die wie ausgestorbene Baumarktabteilung.
   Werkzeuge, Badarmaturen, Tapeten und Farben. Den Zaun
könnte ich mal neu streichen, geht es Papa Söder durch den Kopf als
er das Regal mit den vielen Pinseln sieht.
   Der Ausgang ist schon zu sehen, als Tommy schreit:‘ Sie kom-
men!‘
   ‚Mistviecher‘, flucht Papa Söder, jetzt ist ihm alles egal, es geht
um ihr Leben, so ballert er zweimal in die Farbeimer hinter sich. Gut,
dass sie am Laufen sind, denn der erste Eimer explodiert und taucht
in seiner Umgebung alles in grüne Farbe, also wasserlöslich war das
nicht.
   Der zweite Schuss bringt Blechbüchsen mit Pinselreiniger oder
Terpentin zum Platzen die sofort in Flammen aufgehen, im Nu ist
alles unter hoher Qualm Bildung am abfackeln.
   ‚Jetzt aber raus‘, sagte Papa Söder siegessicher zu Tommy.
   Sie sind draußen, aber sie haben noch einen weiten Weg zum Au-
to. Immer wieder schauen sie zurück.
   Nur noch um diese Reihe parkender Wagen herum und sie sind
da.
   Papa Söders nimmt Deckung, diese verdammten Dinger lümmeln
in der Straße, nicht weit von ihrem Auto.
   Was geben Kriegsberichterstatter oft von sich, in jeder Schlacht
gibt es Kollateralschäden, er sucht sich ein unbesetztes Auto auf dem
gegenüberliegenden Parkplatz und schießt eine Leuchtkugel darauf.
   Beim Aufschlag platzt die Patrone, Funken fliegen in alle Rich-
tungen. Dem schenken die Nanos nur kurz ihre Aufmerksamkeit.
   Papa Söders lädt nach, und zielt auf das gleiche Auto. Er senkt
die Waffe, ein weiterer Schuss ist nicht notwendig, dichter Qualm
steigt auf, es müssen die Reifen sein die Feuer gefangen haben.
   Da haben die Nanos schon mehr Interesse.
   Sie schleichen einen Parallelweg zur Seite und spurten dann zu ih-
rem Fahrzeug. Tommy sieht das nicht alle Nanos der Neugierde
unterliegen, dass lässt sich ändern und schießt seine einzige Patrone
in ein Fahrzeug an dem sie gerade vorbei gelaufen sind.
   Papa Söder zuckt beim Einschlag zusammen, und denkt, gute
Idee mein Junge. Er zückt sein Schlüssel und drückt auf den Knopf
der Fernbedienung. Quiek, quiek, die Türen sind offen, gleich darauf
sitzen sie drin.
   Der Wagen springt sofort an, und mit viel zu viel Gas rast Papa
Söders mit quietschenden Reifen vom Parkplatz.
   Die paar Verfolger werden immer kleiner im Rückspiegel.
   Er holt die letzten PS aus seinem Auto, rast auf den Zubringer
und mit vollem Tempo auf die Autobahn. Schilder mit Geschwindig-
keitsbegrenzung ignoriert er.
   Sie wollen nach Hause, hoffentlich ist zu Hause noch alles in
Ordnung.
   Viel zu schnell rast er in die Siedlung. Hier treffen sie auf die ver-
traute Ruhe und Geborgenheit, er geht vom Gas und parkt gemäch-
lich vor der Garage.
   Langsam, vorsichtig um sich schauend, gehen sie zur Haustür.
Die Stille ist unheimlich, vorsichtig öffnen sie die Tür.
   ‚happy birthday‘, grölen die Gäste.
Papa Söders nimmt seinen Sohn in den Arm und lacht:‘ Den Fußball
holen wir dir später!‘

Unfallort
   Die Feuerwehr löschte bis zum Abend, erst dann konnten sich
die Polizeibeamten einen ersten Überblick über das Ausmaß der
Katastrophe machen. Oberkommissarin Jeschke steht fassungslos
vor den ausgebrannten Wracks. Holgers war ihr gerade ans Herz
gewachsen, dann das hier.
   Ihr Handy klingelt, auf dem Display erscheint der Name vom
Chef.
   ‚Hier Jeschke‘, sprach sie ins Mobil.
   ‚Tag, Frau Jeschke, wie sieht es aus, gibt es Erkenntnisse?‘, meldet
sich Lewald.
   ‚Nein, bisher ungeklärt wieso sie auf die Gegenfahrbahn gekom-
men sind. ‘
   ‚Wie geht es Ihnen? Sie mochten diesen Holgers.‘
   ‚Danke, mir geht es soweit gut.‘
   ‚Frau Jeschke, der Innenminister hat mich angerufen, sehr ernste
Sache. Eine weltweite Katastrophe kommt auf uns zu. Etwas bisher
Unbekanntes breitet sich rasend schnell aus. Es tötet und vermehrt
sich sehr schnell. Wir glauben nicht, dass die Koreaner oder sonst ein
Spinner das in die Welt gesetzt hat. Es kann sogar möglich sein, das
es nicht irdischen Ursprung ist.‘
   ‚Was erzählen sie da, sie sprechen von Aliens, von grünen Männ-
chen?‘
   ‚Nein, keine grünen Männchen, aber dunkelblau bis schwarz, soll
kristallin aussehen, möglicherweise eine Art Roboter. In Kürze wird
es in allen TV-Sendern publik werden. Rechnen sie mit einer Mas-
senpanik. Passen sie auf sich auf.‘
   Die Verbindung ist unterbrochen.
   ‚Ich muss in mein Büro, Leute‘, und geht zu ihrem Fahrzeug.
Nach zwanzig Minuten Fahrzeit hat Jeschke ihr Revier erreicht und
geht zu ihrem Büro. Auf der Treppe begegnet ihr Kollege Manfred,
den sie fragt er schon das Neueste wisse. Was, er verneinte. Als sie
die Tür zu ihrem Büro öffnet kommt ihr Helga entgegen,
   ‚Wenn du in die Kantine gehst, bring mir einen Salat mit.‘
   Helga nickt kurz und verschwand im Flur.

Kaffeefahrt
   Robert Wiesental ist mit Leib und Seele Reiseführer beim Busun-
ternehmer Jasmin-Reisen. Mit seinen achtundfünfzig Jahren hat er
schon viele Touren begleitet und ist immer noch mit Begeisterung
unterwegs. Seine Fahrgäste sind dieses Mal der Kegelclub ‚Gut Holz‘,
eine muntere Truppe im gehobenen Alter. Die Senioren lassen es
sich nicht nehmen auch Gegner im Ausland zu besuchen und ver-
binden das dann anschließend mit einer kleinen Erholungsreise.
   Ihr Fahrer Jochen, ist ein erfahrener Busfahrer, der seine Gäste
kennt und genau weiß wann sie mal eine Pause brauchen. Er be-
spricht sich kurz mit Robert, worauf dieser zum Mikrophon greift:
   ‚Sehr verehrte Herrschaften, unser Fahrer Jochen teilt mir gerade
mit, das wir in etwa zwanzig Minuten am Hotel sind. Es wird also
kein zusätzlicher Zwischenstopp nötig sein, weil wir gleich da sind.‘
   Alle sind erleichtert, denn der Halt hätte sie zwei Stunden gekos-
tet, wenn Jochen seine gesetzlich vorgeschriebene Pause einhalten
hätte müssen.
   Robert setzte fort: ‘Ich habe mit der Hotelleitung telefoniert, sie
alle haben ein Zimmer und an der Rezeption bekommen sie dann
ihre Schlüssel. Es ist für zwei Nächte reserviert und spätestens am
Dienstag nach dem Frühstück so gegen zehn sehen wir uns dann
wieder hier vor dem Hotel und es geht wieder nachhause. Ich wün-
sche ihnen einen schönen Aufenthalt.‘
   Freudiges auflachen aller Fahrgäste und sie geben einen kleinen
Beifall für die gute Nachricht.
   Die Eheleute Manteks sind schon seit zehn Jahren Mitglied im
Club. Frau Manteks ist eine sympathische Dame, die keine Probleme
hat, neue Kontakte zu knüpfen. Sie spricht die Leute in der Sitzreihe
davor an, heute Abend zusammen ein gutes Restaurant zu suchen.
Ihr Mann nickt zu stimmend, Hauptsache das Essen ist gut. Im Geis-
te wird schon bestellt und welcher Wein dazu munden würde.
   Der Bus fährt blinkend auf die Linksabbiegerspur, sie haben ihr
Ziel erreicht. Langsam fährt der Fahrer die ansteigende Zufahrt hin-
auf, sie ist eng und mit Bäumen gesäumt.
   Jochen geht voll auf die Bremse, ein kleinwagengroßes Objekt
kommt wie aus dem Nichts und schwebt direkt vor seiner Wind-
schutzscheibe. Der harte Stopp kommt unerwartet für seine Fahrgäs-
te, sie blicken nach vorne und sehen den Grund der Vollbremsung.
   Das aus tausend unregelmäßig geformten Würfeln zusammen ge-
setzte Ding dreht sich langsam. Es schwebt in drei Meter Höhe ohne
jeglichen Lärm zu verursachen.
   Die ersten die sich gefasst haben, wollen aus dem Bus raus und
versuchen die Tür aufzubekommen. Das ist das Startsignal für Panik,
alles schreit durch einander.
   Vibrationen tiefer Frequenzen breiten sich aus und an den Kan-
ten des Flugobjektes entstehen lilafarbene Spitzlichter. Ein intensiv
blauer Lichtstrahl scannt mit rasender Geschwindigkeit alle Fahrgäs-
te, die daraufhin sofort zusammen brechen.
   Das fliegende Ungeheuer schwebt auf sie zu und schält dabei
mühelos das Dach des Busses auf. Jede Person wird kurz angestrahlt.
   Am Ende des Busses angelangt zieht es eine Schleife und steuert
das Hotel an. Mit dem Lärm einer hochfahrenden Kreissäge, spalten
sich Fragmente ab und regnen zur Erde. Das fliegende Ding ist nur
noch halb so groß, um mit unglaublicher Beschleunigung steil in den
Himmel ab zu heben.
   Hunderte von den abgeworfenen Dingern krabbeln ins Hotel
hinein.
   Die müssen schon eine Zeitlang am Hotel gewütet haben, durch
den Lärm aufgeschreckte Anwohner hatten die Polizei alarmiert. Die
vielen Sirenen kündigen Krankenwagen und Polizei an.
   Schaulustige behindern die Hilfskräfte, weil sie in der Zufahrt
rumstehen. Ein anbrausender Hubschrauber kreist in niedriger Höhe
die Umgebung.
   Der Mannschaftswagen hält auf der Hauptstraße, die abspringen-
den Beamten stürmen zwischen den Schaulustigen hindurch in Rich-
tung Hotellobby.
   Zwei Polizisten gehen mit der Waffe im Anschlag durch den Bus
und finden einen Überlebenden. Herr Manteks liegt bewusstlos im
Gang.
   Die über Funk herbei gerufenen Sanitäter bringen den Verletzten
zum Krankenwagen. Sie untersuchen ihn kurz, fahren ihn dann mit
Sirenengeheul in die nahegelegene Klinik.

Gefährlicher Schrottplatz
   Ein ausgedienter Bauwagen in der hintersten Ecke des Platzes, ist
Joschis und Rauls fast täglicher Treffpunkt. Hier haben sie alle Schät-
ze die sie aus dem Schrott gehoben haben gelagert.
   Joschi macht es sich in einem ausgedienten PKW-Sitz bequem,
während Raul ins Haus gegangen ist um zwei Cola zu besorgen.
Joschi spielt unterdessen mit den starken Magneten, als es im Baby
Phon kracht und rauscht. Mit dieser Verbindung ins Haus kann Rauls
Vater die Versammlungen im Bauwagen beenden. Joschi drückt die
Ruftaste und lauscht.
   ‚Mein Vater ist tot‘, schluchzt Raul ins Mikrophon.
   ‚Was, wieso, wie ist das passiert‘, fragt Joschi?
   ‚So große schwarze Dinger krabbeln im Haus herum!‘
   ‚Mach das du da rauskommst‘, schreit Joschi ins Baby Phon. Er
hört das etwas zu Boden fällt und danach entfernende Schritte.
   Joschi öffnet die Bauwagentür und erwartet Raul. Als er daran
denkt nochmal an die Sprechanlage zu gehen, taucht Raul auf. In
wilder Fahrt zwischen den gestapelten Autoreifen steuert er auf den
Bauwagen zu. Im Schlepptau hat er einige merkwürdige schwarze
Dinger, sie fliegen einen halben Meter über dem Boden und sind
dabei Raul einzuholen.
   ‚Schneller‘, brüllt Joschi. Er hält die Tür auf und bereit, wenn
Raul in Sicherheit ist, sie wieder zu zuschlagen.
   Raul schaut hinter sich; die Verfolger sind nicht mehr weit. Er
strampelt so schnell, so schnell wie er noch nie in seinem Leben
gefahren ist. Kurz vor dem Bauwagen springt er ab und mit ein paar
Sätzen ist er die zwei Stufen hoch und im Wagen drin. Joschi wuchtet
die Tür zu und beide verschanzen sich hinter dem Tisch.
   Die Geschehnisse sind zu viel für Raul, er weint um den Tod sei-
nes Vaters und Joschi kommen die Tränen vor Angst wegen der
schwarzen Angreifer. Was sollen sie tun, sie sind junge Teenager und
haben keine Ahnung was da passiert.
   ‚Was sind das für Dinger?‘ Will Joschi wissen.
   ‚Was weiß ich? Sie haben meinen Vater umgebracht!‘
   ‚Was haben die vor, wollen die uns auch erledigen?‘ Fragte Joschi.
   ‚Woher soll ich das wissen‘, schluchzte Raul, ‚ich habe doch
nichts getan.‘
   ‚Ich doch auch nicht‘, verteidigt sich Joschi.
   ‚Und mein Vater auch nicht‘, vervollständigte Raul.
   ‚Sind die aus einem Labor entwischt oder Außerirdische‘, will Jo-
schi wissen?
   Bevor Raul etwas sagen kann, macht sich einer von denen an der
Tür zu schaffen. Gleichzeitig wird es dunkler, als ein anderer vor
dem kleinen Fenster patrouilliert. Bei diesem ist deutlich zu erken-
nen, die äußerliche Struktur erinnert an eine riesige Menge schwarzer
Zuckerwürfel, die ungeordnet zusammen gebacken sind. Keine er-
kennbare Augen oder Sensoren oder sonst irgendwas.
   Vor dem Bauwagen schweben ein paar Klumpen schwarzer Zu-
ckerwürfel und wollen uns auslöschen.
   Den beiden Jungs wird klar, die kommen hier rein und werden
uns umbringen. Schon kracht die Tür auseinander und eines dieser
Dinger schwebt herein. Voller Wut schleuderte Raul ihm einen der
Magnete entgegen. Der schwebende Eindringling hat kein Problem
dem Wurfgeschoß auszuweichen, nur so viel wie nötig huscht er
etwas auf die Seite. Es scheint als verfehle der Magnet sein Ziel. Jede
andere Kugel oder Patrone wär mit Sicherheit vorbei geflogen. Nicht
aber dieser Magnet, sein magnetisches Feld ist so stark, das er am
hinteren Ende des Eindringlings regelrecht dranklatscht.
   Das feindliche Objekt verharrt einen Moment, bis es seine äußer-
liche Form an der Stelle, wo der Magnet anhaftet, verändert. Es hält
den Ring fest und versucht dabei die Fläche freizubekommen. Zum
ersten Mal gibt es Geräusche von sich. Ein heulen, wie von einem
Motor der seine Drehzahl erhöht. Den zwei anderen scheint das
nicht entgangen zu sein, sie machen auf der Stelle kehrt und huschen
zu diesem an der Tür.
   Raul reagierte sofort, ‚jetzt weiß ich für was die Magnete gut sind‘,
und schleuderte einen weiteren in die feindliche Richtung. Dieses
Mal bleibt die Ausweichreaktion aus, der Magnet schlägt mit voller
Wucht auf der Frontseite ein. Dabei taucht er langsam ein, wie in
einen Topf mit Honig und verschwindet darin vollständig. Das Heu-
len nimmt dabei an Lautstärke zu. Die zwei Begleiter zucken minimal
und überholen den Getroffenen. Während der eine mit den zwei
Magneten beschäftigt scheint, greifen die zwei anderen an. Sie nähern
sich und an ihrer Vorderseite entspringt ein türkisfarbener Lichtstrahl
zu den beiden Jungs.
   Sie glauben Deckung hinter dem alten Holztisch zu haben, aber
sie haben keine Chance, sie sinken zusammen und sind auf der Stelle
tot.
   Während die zwei Einheiten sich das bisschen Energie der beiden
Jungs einverleiben, hat der Dritte Probleme sich stabil in der Luft
zuhalten. Die Magnete verändern die äußere Struktur und bringen
auch sonst einiges durcheinander. Es sackt durch und fällt unge-
bremst in ein paar herumliegende rostige Felgen. Beim Aufschlagen
bricht es in zwei Teile, im Inneren befindet sich jeweils einer dieser
Magnete. Das muntere dunkelblau wechselt in ein grau und nichts
rührt sich mehr.
   Könnte das eine Verteidigungsstrategie gewesen sein, mit denen
man sich gegen die Aliens hätte wehren können.
   Wir werden es niemals erfahren.

Neue Wohnung
   ‚Lass uns die Kartons und das Tapezierzeug in den Keller brin-
gen, dann haben wir hier mehr Platz‘, sagte Lukas zu seiner Freundin.
   ‚Ich gehe nur schnell zur Toilette, dann können wir‘, antwortet
Mia.
   Lukas teilt den Transport auf und wartet Finger trommelt an der
Haustür. Was Frauen immer so lange in Bad zu tun haben?
   Endlich ist Mia fertig, sie schließen die Wohnungstür und stehen,
wartend vor dem Aufzug.
   ‚Schön dass wir die Wohnung bekommen haben‘, meint Mia.
   ‚Ja, ich finde sie auch super‘, antwortet Lukas.
   Der Aufzug hält und ist zum Glück unbesetzt.
   ‚Hast du den Kellerschlüssel?‘ Fragt Mia mit gekniffenen Augen.
   Lukas hält den Kopf schief, schneidet eine dämliche Grimasse
und rasselt mit den Schlüsseln.
   Der Aufzug hält im Kellergeschoß, einmal waren sie mit der
Maklerin hier unten. Ihr Verschlag liegt ganz hinten, sie müssen
vorbei am Fahrradkeller und Trockenraum.
   Auf halben Weg geht ihnen das Licht aus. Beide fluchen.
   Lukas stellt sein Zeug ab und geht zurück zum Aufzug in der
Hoffnung, dass er unterwegs einen Lichtschalter findet.
   ‚Beeil dich‘, ruft Mia ihm nach.
   Sie hört Lukas fluchen, er muss sich irgendwo gestoßen haben.
   ‚Ich kann den Lichtschalter nicht finden‘, sagte er laut.
   Lukas fühlt den Türgriff.
   ‚Ich bin am Aufzug, der ist auch dunkel, was ein Mist‘, gibt er
verärgert von sich.
   ‚Lukas, komm und hol mich, ich will nach oben‘, hört er Mia sa-
gen.
   ‚Verdammt, wieso haben wir keine Taschenlampe?‘ Antwortet
Lukas. ‚Moment ich komme.‘
   Mia schreit auf, als er sie im Dunkeln berührte.
   ‚Entschuldigung, ich habe dich nicht gesehen, ich sehe überhaupt
nichts.‘
   ‚Lassen wir das Zeugs liegen, das räumen wir später weg‘, sagte
Lukas.
   Mittlerweile haben sich ihre Augen an die Finsternis gewöhnt.
   ‚Was ist das dort, siehst du das blaue Leuchten?‘ Fragte Mia.
   Lukas schaut in die vermeintliche Richtung, tatsächlich, aus einer
Parzelle schimmerte etwas. Er wollte sich schon verdrücken, aber die
weibliche Neugierde hält ihm am Arm fest.
   ‚Lass uns nachsehen‘, fordert Mia Lukas auf. Lukas knurrt und
schüttelt den Kopf, es behagt ihm nicht im stockdunklen Keller
herum zu tappen. Aber, wenn er jetzt kneift, ist er der Kellerfeigling
und sie wird es ihm bei passender Gelegenheit stecken.
   Sie rührte sich nicht, dann soll er auch noch vorgehen.
   Die linke Hand an der Wand abtastend geht Lukas voran, Mia
bleibt dicht hinter ihm und krallt sich mutig in seinen Pullover.  
   Sie zucken beide zusammen, Lukas hat gegen einen Eimer oder
ähnliches getreten haben.
   ‚Pass doch auf, ich erschreck mich ja zu tote‘, knufft ihn Mia.
   ‚Du bist gut, ich bin doch keine Eule‘, motzt Lukas.
   Er wundert sich, besteht da ein Zusammenhang, dass nach dem
Krawall sich das Licht geändert hat, es scheint jetzt mehr zu flackern.
   ‚Lukas, hat es in dem Keller da vorne auch geleuchtet‘, fragt Mia.
   ‚Was, bist du sicher?‘ Der Spaß hörte langsam auf, Lukas wird
sichtlich nervöser.
   ‚Komm lass uns zurückgehen, wir sehen ja doch nichts‘, meint
Lukas und er spürt das Mia sich drehte, jetzt ist sie, die vor geht.
   Das Brummen nimmt an Intensität zu.
   ‚Mir gefällt das nicht‘, flüstert Lukas leise und drückt Mia, sie soll
schneller gehen.
   Aus jedem Keller kommt blaue Strahlung.
   Mia wird langsamer und bleibt dann stehen.
   ‚Der Gang dort ist jetzt auch blau‘, flüstert sie ängstlich.
   Lukas schaut sich um, sie sind von blauem Licht eingekreist.
   Das Brummen steigert sich in Frequenz und Lautstärke. Lukas
nimmt Mia in den Arm.
   ‚Meinst du, das sind die Dinger die in den Nachrichten kamen?‘
Fragt Mia.
   ‚Ich weiß es nicht‘, sagte Lukas und versucht keine Angst zu zei-
gen, aber er ist sich nun sicher, hier kommen sie nicht lebend heraus.
   Das leuchten an beiden Ende des Ganges kommt auf sie zu.
   ‚Ich liebe dich‘, sagte Lukas. Grell blendet sie das Licht.
   Mia hat das nicht mehr gehört, beide gehen tot zu Boden.

Notaufnahme
   Herr Manteks liegt schwer atmend auf einer Liege in der Auf-
nahme. Er ist immer noch bewusstlos.
   Der Notdienst von Dr. Besan hat gerade begonnen. Er kommt
aus dem Vorraum, wo er sich die Hände gewaschen hat.
   Schwester Melanie schneidet die Kleidung des Patienten auf.
   ‚Schwester was ist mit dem Mann?‘ Fragt Dr. Besan.
   ‚Er ist ein Überlebender vom Hotel, leider noch ohne Bewusst-
sein, aber scheinbar stabil, ich entferne die Kleidung für die Untersu-
chung.‘
   Während Dr. Besan sich die Hände an Papiertücher trocknet
sieht er sich den Mann an. Dann holt er sein Stethoskop vom Wand-
halter.
   Schwester Melanie zerschneidet das Hemd.  
   ‚Was ist das, so was habe ich noch nie gesehen.‘ sagt Melanie ver-
dutzt und geht einen Schritt zurück.
   ‚Lassen sie mal sehen, Schwester.‘
   Unter der Haut im Bereich des linken Oberarms sind viele Erhe-
bungen erkennbar. Dr. Besan tastet es vorsichtig ab.
   Ratlos setzt er sein Stethoskop auf. Die Herztöne und Lunge hö-
ren sich normal an.
   ‚Schwester, ich denke wir werden den Mann röntgen müssen, so
kann ich nicht sagen was das da ist.‘
   Der Röntgenraum ist gleich nebenan, die ausgebildete Schwester
hat das Gespräch mitbekommen und bereitet die Durchleuchtung
vor.
   Dr. Besan versucht inzwischen telefonisch mit einem Kollegen
den Fall zu erörtern.
   Herr Manteks liegt auf einer Fotoplatte und Schwester Hilde jus-
tiert das beleuchtete Fadenkreuz mittig auf seinen Arm.
   Beide Schwestern verlassen den Raum und im Nebenzimmer
startet sie das Röntgengerät. So eine Strahlenkanone verbraucht sehr
viel Strom, macht geheimnisvolle laute Geräusche und produziert
Wärme. Der aufheulende Ventilator ist auch gleich erlöst und läuft
mit immer tiefer werdendem Ton langsam aus.
   Herr Mantek schreit unter wahnsinnigen Schmerzen. Vermutlich
haben die Strahlen des Röntgengerätes eine Reaktion in seinem Arm
ausgelöst. Er windet sich vor Schmerzen, aus seinem offenen Arm
strömt metallisches Blut zu Boden.
   Es breitet sich nicht wie Flüssigkeit aus, es bewegt sich.
   Beide Schwestern rennen schreiend aus dem Röntgenzimmer.
Schwester Melanie zieht den mit offenem Mund stehenden Dr. Be-
san mit nach draußen.
   Die eingelagerten Nanos wurden zum Leben erweckt. Zusätzlich
haben die hochenergetischen kurzwelligen Röntgenstrahlen eine
Vervielfachung der Spezies initiiert.
   Irgendjemand hat den Feueralarm ausgelöst, Personal und Patien-
ten versammeln sich auf dem Parkplatz.
   Dr. Besan hatte aus der Krankenakte von Herr Manteks erfahren,
dass er einen Herzschrittmacher trug.
   Vielleicht haben die Nanos ihn deswegen verschont, oder ihn zu-
fällig ausgewählt und mit ihrer Spezies infiziert, weil sie wussten dass
wir ihn röntgen; und so eine Kettenreaktion auslösen werden.
Ich weiß es nicht.

Hausmeister Alfred Werter
   Er ist auf dem Weg zu Frau Roller im achten Stock. Seinen
Werkzeugkoffer stellt er seufzend im Aufzug ab und drückt die acht,
nicht mehr ganz ein Jahr bis zur Pension, Gott sei Dank.
   Frau Sabine Roller ist eine junge Frau, sie arbeitet Schicht in ei-
nem Call-Center. Sie steht mit Technik jeglicher Art auf Kriegsfuß,
mindestens einmal im Monat wird seine Hilfe gebraucht. Heute Mor-
gen hinterließ sie auf Alfreds Anrufbeantworter die Nachricht, die
Waschmaschine tut es nicht.
   Sicher nur ein Bedienungsfehler, lächelt Alfred.
   Im achten Stock angekommen, geht er zu ihrer Wohnung, hof-
fentlich ist sie zu Hause.
   Er will zum zweiten Mal klingeln, als Sabine aufmacht.
   ‚Hallo Herr Werter, schön dass sie kommen, ich lasse mir gerade
ein Bad ein, aber kommen sie herein‘, begrüßt sie ihn.
   ‚Tag Frau Roller, dann wollen wir mal. Steht sie im Bad?‘
   Frau Roller bejaht und geht vor; und stellt das Wasser der Bade-
wanne ab.
   ‚Ich hatte einen stressigen Tag; Herr Werter möchten sie auch
etwas trinken, Bier, Kaffee oder Wasser?‘
   Herr Werter stellt sein Werkzeug ab und macht eine Schnelldiag-
nose.
   ‚Vielleicht später, wenn ich die Maschine zum Laufen gebracht
habe‘, sagte er gedankenversunken.
   ‚Wer hat das installiert‘, will Alfred wissen.
   Sie antwortet etwas lauter aus der Küche: ‚Ein Kollege hat die mir
am Freitag angeschlossen, wieso stimmt was nicht?‘
   ‚Na ja, der Ablaufschlauch liegt zu tief, die Maschine verliert ihr
gezogenes Wasser sofort wieder, so kann das nicht funktionieren‘,
erklärte er ihr.
   Sabine kommt ins Bad und schaut Alfred verständnislos an, Alf-
red spart sich den Lehrgang ‚Wie schließe ich eine Waschmaschine
an‘ und bindet den Schlauch in der richtigen Höhe am Wasserrohr
fest.
   Die Maschine ist noch mit der Wäsche gefüllt, Alfred schaut in
die Waschmittelkammer, die leergespült ist.
   ‚So Frau Roller, jetzt müsste es wieder gehen, lassen sie mal das
Programm laufen.‘
   Sabine füllt Pulver nach und startet Buntwäsche ‚Kurz und scho-
nend‘.
   Ein Kaffee wäre nicht schlecht, sagte er zu Sabine.
   Alfred schaut noch eine Weile der Maschine zu, um sicher zu ge-
hen, dass sie kein Wasser verliert und zu waschen anfängt.
   Sie behält das Wasser und beginnt ihr eingestelltes Programm,
Herr Werter packt die Zange weg, schließt den Werkzeugkoffer und
will zur Küche gehen.
   Frau Roller steht an der Wohnungstür, er hört jetzt auch den
Lärm der von draußen kommt. Da sind Menschen am Schreien, was
ist da los, fragt sich Alfred.
   Sachte schiebt er Frau Roller zur Seite und schaut selbst hinaus
auf den Flur, was für ein Wahnsinn, was nicht herumläuft und brüllt
lag leblos am Boden. Das sind diese schwarzen Dinger, von denen
man schon etwas in den Nachrichten gehört hat, die bringen Leute
um.
   Herr Werter schloss sachte die Tür.
   ‚Frau Roller wir müssen jetzt ganz leise sein, kommen sie, wir ge-
hen in die Küche.‘
   Sie ist wie paralysiert, Alfred führt sie in die Küche und setzt sie
auf den Stuhl.
   Sabine nestelt an der Tischdecke: ‚Meine Freundin, sie hat sie
auch gesehen, sie wohnt in Königsberg, aber seit ein paar Tagen habe
ich keinen Kontakt mehr zu ihr.‘
   Alfred durchsucht seinen Werkzeugkoffer womit er sich verteidi-
gen kann, er entscheidet sich für den großen schweren Engländer.
   Er geht wieder an die Wohnungstür, legt sein Ohr darauf und
lauscht.
   Sabine ist ihm gefolgt und flüstert: ‚Sind sie weg?‘
   ‚Ich kann nichts hören‘, sagte Alfred und öffnet behutsam die
Tür. Im Gang ist es still, nichts fliegt herum, aber die vielen Toten
sind ein schrecklicher Anblick.
   Alfred macht die Tür wieder zu, wir sollten noch etwas warten,
schlägt er vor.
   Die Espresso-Maschine hat ihr Wasser zum Kochen gebracht
und presst es mit lautem Zischen durch das Kaffeemehl. Alfred läuft
in die Küche und will die Maschine abstellen, zu spät, die Hand fast
am Ausschalter macht sie noch ein lautes ‚Kling‘.
   Im Bad poltern Scherben, eines dieser Dinger ist durch das Fens-
ter geflogen.
   Sabine schreit auf und kauert sich hinter das Sofa. Alfred kommt
zu ihr: ‚ich werde da jetzt rein gehen und sie verschwinden aus der
Wohnung, haben sie das verstanden.‘
   Alfred bringt sie zur geöffneten Wohnungstür.
   Sabine geht auf den Flur hinaus, Alfred schnappt sich den Eng-
länder und geht zum Bad. Ein paar Meter vor dem Badezimmer
nimmt er Anlauf und rammt seine hundertfünfzig Kilo gegen die
Tür.
   Das Türblatt segelt ins Bad, erwischt dabei mit der oberen Kante
den schuhkartongroßen Nano und schickt ihn in die halbvolle Bade-
wanne. Alfred holt mit dem Engländer aus, um dem Nano den Rest
zu geben und schlägt voll daneben, hat aber noch genug Schwung
um sich mit seinem ganzen Körpergewicht auf ihn zu stürzen. Im
Glauben des Sieges auf dem Nano liegend, fängt das Badewasser zu
brodeln an.
   Alfred bekommt das nicht mehr mit, er ist tot, der Nano befreit
sich ohne Probleme und entflieht aus dem zerbrochenen Fenster.
   Sabine hat inzwischen den Wohnblock verlassen und rennt wei-
nend die Straße entlang.

Gelähmt
   Seit vier Jahren, sieben Monaten, zwölf Tage, liegt Daniel Grafen
auf Zimmer einhundertvierunddreißig im Heilig Geist Hospiz.
   Er hört aus der Ferne Geräusche, es sind seine Ohren die eine
weibliche Stimme wahrnehmen. Er tauchte aus der bleiernen Tiefe
auf und etwas Helles dringt in seinen Verstand. Seine Augen sehen
das Weiß der Decke.
   Schlafe ich, fragte er sich. Ich kann mich nicht bewegen.
   Er schaut sich um. Ist das mein Schlafzimmer? Das sieht eher aus
wie ein Krankenhauszimmer.
   Wieso bin ich hier?
   Daniel weiß nicht wo und wie lange er schon hier liegt.
   Er ist aus dem Koma erwacht und kann sich nicht erinnern, dass
er im Bad, als er aus der Dusche kommt, auf dem seifigen Wasser
ausrutschte und mit dem Genick auf das Waschbecken schlug.
   Bruchstückhafte Eindrücke schießen ihm völlig durcheinander
durch den Kopf. Sein Gedächtnis ist wie durch den Mixer, keine
zusammenhängende Erinnerungen mehr.
   Langsam, - wie heiße ich, das gibt es doch nicht, ich kenne mei-
nen eigenen Namen nicht, dass macht Angst.
   Und wieso kann ich mich nicht bewegen.
   Doktor Salier wurde verständigt, dass Daniel aufgewacht ist. Es
dem Patienten behutsam beizubringen, dass er jahrelang im Koma
lag, es gibt kaum etwas Schlimmeres.
   Die Tür geht auf und Daniel wundert sich, dass ein Mann im
weißen Kittel sich an sein Bett setzt.
   Also doch Krankenhaus, und das ist ein Doktor.
   ‚Herr Daniel Grafen, ich bin Doktor Salier, sie sind mein Patient,
schon eine sehr lange Zeit‘, teilt er ihm mit ruhiger Stimme mit.
   Daniel nickt. Daniel Grafen heiße ich also.
   ‚Können sie sich erinnern, sie hatten einen schweren Unfall‘, frag-
te der Arzt vorsichtig.
   Daniel schüttelt den Kopf, und fragt: ‚was für einen Unfall und
wieso kann ich mich nicht bewegen?‘
   Jetzt musste er es ihm sagen:, sie sind im Badezimmer schwer ge-
stürzt, haben sich dabei zwei Halswirbel gebrochen. Sie sind vom
Kopf an, abwärts gelähmt.‘
   Daniel will das nicht glauben,‘ wie lange liege ich hier?‘
   ‚Etwa, vier ein halb Jahre‘, sagte ihm der Doktor.
   ‚Trinken sie das, es ist ein leichtes Beruhigungsmittel.‘ Er hielt
ihm den Plastikbecher an seine Lippen.
   Nie wieder wird er sich bewegen können. Daniel schläft wieder
ein.
   Seit einer Woche nimmt er am Krankenhausalltag teil. Alles was
vor seinem Unfall war, gibt es nicht mehr, zumindest nicht zusam-
menhängend. Immer wieder springen Teilerinnerungen hervor, aber
bis er sie zuordnen kann, sind sie wieder weg.
   Gestern schaltete die Schwester ihm den Fernseher ein. Er fühlte
sich wie auf einem fremden Planeten.
   Sie bringt ihm das Mittagessen, füttert ihn und fragt: ‚haben sie
die Nachrichten gesehen?‘
   ‚Ja, es geschehen seltsame Dinge‘, sagte Daniel.
   ‚Überall in der Welt fliegen so schwarze Sachen herum‘, sagte sie.
   Daniel ist müde und möchte etwas schlafen. Die Schwester
macht den Fernseher leise und verlässt das Zimmer.
   Täglich wird Daniel gefüttert, bekommt den Katheder gewechselt
und sieht fern. Ist das mein Leben? Er resigniert, wird wütend, dann
depressiv und denkt an Suizid.
   Spät am Morgen wacht er auf, nach jedem Erwachen der gleiche
Schock, er ist gelähmt. Schrecklich ist auch, er kann nichts machen,
er ist völlig auf fremde Hilfe angewiesen.
   Ob sie mir was geben können, das ich für immer einschlafe, ich
werde die Schwester fragen.
   Die Wanduhr steht auf knapp zehn Uhr. Habe ich das Frühstück
verpasst, oder war noch niemand hier. Für die Schwester zu rufen,
haben sie ihm einen Schalter montiert den er mit dem Mund bedie-
nen kann. Aber sie kommt nicht. Daniel döst wieder ein.
   Geraume Zeit später öffnet er die Augen, der Blick auf die Uhr
verrät im, keine halbe Stunde ist vergangen.
   Er ist nicht alleine im Raum.
   So seht ihr also aus, fliegende schwarze Tennisbälle. Er zählt sie
und kommt auf zwölf Exemplare. Und ihr wollt mich umbringen?
   Er schreit sie an:‚ Dann tut es, ich habe auf euch gewartet, ihr
Drecksdinger!‘  
   Womöglich stimmt seine Physiologie nicht mit den üblichen Op-
fern überein. Die Nanos reagieren nicht. Auch killen verbraucht
Energie, wieso sie verschwenden wo keine unmittelbar Gefahr droht.
   Das verstehe einer, ich kann mich nicht wehren, ich möchte
Schluss machen und die blöden Aliens, hängen hier nur rum.
   Ich muss sie bedrohen, und wie macht man das in meiner Situati-
on? Anbrüllen nutzt nichts, wahrscheinlich haben sie nicht mal Oh-
ren.
   Ich gehe jetzt aufs Ganze Jungs, mit dem Mund betätigt er den
Motor vom Kopfteil. Langsam und quälend hebt sich das Bettende
an, nur einen halben Meter weit sieht er den Nano direkt vor seinen
Augen, aber immer noch keine Reaktion.
   Was denn sonst noch, fragt sich Daniel.
   Wollt ihr Orangensaft? Er nuckelt an dem Strohhalm. Mit dem
ganzen Mund voller Saft, zielt er mit dem Halm auf den nächst-
schwebenden; und bläst mit aller Kraft.
   Den gelben Strahl werten die Nanos als Angriff, Daniel wird er-
löst.

Erkenntnisse
   Ein Hubschrauber der amerikanischen Air Force mit Fluggeneh-
migung in das Davos, landet auf einem abgelegenen Stützpunkt der
Schweitzer Armee. Die vor Stunden angekommenen Maschinen aus
Spanien und Deutschland parken am Rande des Rollfeldes.
   Das fünfköpfige amerikanische Wissenschaftlerteam, bestehend
aus vier Spezialisten der Nanotechnik und einer Wissenschaftlerin für
Mikrobiologie, wird unter Begleitung bewaffneter Soldaten der
Schweitzer Armee, nach genauer Ausweiskontrolle, zum Fahrstuhl
gebracht. Schweigend betreten die hochrangigen Gäste die Kabine,
ein Soldat aktivierte mit seiner Kennkarte das Bedienfeld und drückt
U12, fährt aber nicht mit. Die Türen schließen sich und mit unange-
nehmer Beschleunigung geht es abwärts. Nach wenigen Sekunden
bremste der Fahrstuhl genauso unangenehm und die Türen öffnen
sich. Zwei Soldaten nehmen die Wissenschaftler in Augenschein,
wohlwissend wer ankommen soll und führen sie ins Innere der Anla-
ge.
   Aber bevor sie den Gegenstand ihres Besuches zusehen bekom-
men, werden sie in das Kommunikation Center geführt. Sie finden
die bereits eingetroffenen Spezialisten heftig am Diskutieren. Ein
Adjutant klopfte an sein Wasserglas und bittet um Ruhe. Nach dem
sich die Wissenschaftler untereinander begrüßt haben und jeder einen
Platz gefunden hat, steht der Schweitzer Professor Wasmeier auf,
zeigt auf der Leinwand eine Reihe von Fotos und beginnt mit seinem
Vortrag.
   Genau genommen hat keiner eine Vorstellung was sie da auf den
Bildern sehen. Es konnte die Aufnahme eines noch unbekannten
Chips sein, oder die U-Bahnkarte einer Großstadt.
   ‚Meine Damen und Herren, auf diesem Foto sehen sie, in zehn-
tausendfacher Vergrößerung, ein Fragment eines dieser Nanos. Nach
unseren Untersuchungen ist es so ungefährlich‘.
   ‚Wie sind sie zu diesem Nano gekommen? , wollte der deutsche
Forscher Dr. Malert wissen.
   ‚Das kann ihnen Dr. Bolleri aus Zürich berichten‘, sagte der Pro-
fessor, ‚Dr. Bolleri, bitte‘.
   Bolleri räusperte sich.
   ‚Vor fünf Tagen war eine Gruppe Bergsteiger durch ein Unwetter
in Schwierigkeiten geraten. Die Schweitzer Alpen sind im Spätsom-
mer ausgesprochen launisch. Die Wanderer versuchten in einer na-
hegelegenen Schutzhütte Unterschlupf zu finden. Mit knapper Not
erreichen sie diese auch. Das schlechte Wetter hielt die ganze Nacht
an. Als sie am nächsten Morgen wieder aufbrechen wollen, sehen sie,
wie Nanos über den Bergrücken angeflogen kommen. Sie wussten
dass sie sich nicht vor ihnen verstecken können. So laufen zwei von
den sechs Bergsteigern, in Panik davon. Sofort nehmen die Nanos
die Verfolgung auf. Kurz vor der Berghütte spalten sich die Nanos
auf, um auch die Zurückgebliebenen anzugreifen. Nun gibt auch der
Unterschlupf keinen Schutz mehr und die restlichen Bergsteiger
folgen den Davongelaufenen. Sie rennen gemeinsam bergab, ohne
auf ihren Weg zu achten. Genau genommen sind sie auf keinem der
allgemeingültigen Routen. Es ist ein unkontrollierter Abstieg in ei-
nem gefährlichen Geröllfeld. Die Nanos nähern sich schnell der
Gruppe. Sie haben sich wieder zusammengeschlossen und bereiten
den Angriff vor. Das geht ziemlich schnell. Die Nanos setzen sich
vor die zwei Ersten, die brechen sofort zusammen und sind tot. Der
Rest der Gruppe versucht nun bergauf ihr Heil zu finden.
   Die Nanos ändern wiederum die Taktik.
   In wilder Panik, und auf allen Vieren, keuchen sie den Berg hin-
auf. Dabei treten sie Steine los, die die Nachfolgende treffen. Eine
Frau wurde so stark am Kopf getroffen, dass sie benommen zusam-
men bricht. Sie zählt zu dem nächsten Opfer der Nanos. Im Ange-
sicht des baldigen Todes rennen sie fast den Berghang hinauf, egal
was sie dabei für Felsen lostreten. Und das bringt ihnen die Rettung.
Das viele Geröll löst eine Lawine aus.
   Die Nanos reagieren zu spät und werden unter den Steinmassen
begraben. Nach zwei Tagen haben wir die Nanos vorsichtig ausge-
graben und hierhergebracht`.
   ‚Danke Dr. Bolleri, ‘ sagte der Professor. ‚Vermutlich war diese
Einheit noch nicht weit genug entwickelt, um sich gegen die Lawine
zu schützen‘.
   ‚Wann können wir die Nanos sehen? ‘, möchte der spanische
Kollege wissen.
   ‚Einen kleinen Augenblick, meine Herren‘, sagte der Professor.
Man sah ihm an, dass er noch etwas zu sagen hat. Erst als einigerma-
ßen Ruhe einkehrte, setzte er fort:
   ‚Meine lieben Kollegen und Kolleginnen, ich möchte ihnen mit-
teilen, was wir und die spanischen Kollegen, in der kurzen Zeit be-
reits festgestellt haben.
   Wir wissen, dass sich die Nanos, wie auch aus ihrem Namen
schließen lässt, auf Nanotechnologie beruht. Wir vermuten, dass es
sich dabei auf einer Siliziumbasis aufbauende Art handelt. Deswegen
die kristalline harte Oberfläche. Ob sich darunter eine Seele befindet,
der Professor hob die Schultern, oder doch nur eine Maschine, wir
wissen es nicht.
   Aber das ist noch nicht alles. Sie werden kaum Bauteile oder
Ähnliches finden, was unserer Technik ähnelt. So was wie ein Schalt-
kreis, funktioniert wahrscheinlich mit Licht. Also nicht mit Strom, es
werden Lichtquanten verarbeitet. So was wie Glasfaser verbinden
Teile untereinander. Weiter haben wir die Elemente Bor und Niob
gefunden, vermutlich Supraleiter. Hochtemperatur Supraleiter, davon
können unsere Wissenschaftler nur träumen, dass ist wahrscheinlich
erst in zwanzig Jahren machbar, Supraleiter bei Zimmertemperatur.
   Sie werden auch keine einzige Schraube oder Niete finden, das
Ganze halten superstarke Magnetfelder zusammen. Etwa wie ein
Atom, im Innern starke Kernkräfte und nach außen hin neutral.
   Deswegen können sie blitzschnell ihre Struktur verändern, sich
teilen oder mit anderen zusammenschließen und sogar ein ganz ande-
re Funktion und Aussehen annehmen.
   Die mit am gefährlichsten sind die ganz kleinen, die kaum sicht-
baren von denen. Sie benötigen elektrische Energie in der ersten
Wachstumsphase, wie ein Baby Milch, es reichen ein paar Gehirn-
ströme und das macht sie so zur tödlichen Gefahr.
   Wären sie nicht hier um uns zu vernichten, würde ich es bewun-
dern‘.
   ‚Herr Professor, Herr Professor…. ‘, Kathrin Boomer aus den
USA versuchte sich Gehör zu verschaffen. Der Adjutant klopfte
energisch gegen sein Glas. Es trat wiederwillig Ruhe ein und der
Adjutant erteilte der Wissenschaftlerin das Wort.
   ‚Herr Professor, was macht sie so sicher, dass diese Spezies uns
feindlich gesinnt ist?‘
   Jetzt brach ein kleiner Tumult aus. Die Toten würden doch für
sich sprechen, mit denen sei doch nicht zu verhandeln und sie wür-
den überhaupt nicht kommunizieren wollen.
   ‚Herr Professor, diese Art ist allein auf ihr Überleben spezialisiert.
Es sucht Energie, versucht am Leben zu bleiben und sich zu repro-
duzieren. ‘
   Was haben die Amerikaner vor? Klingt das nach militärischen In-
teressen? Professor Wasmeier kommt nicht umhin zu glauben, dass
die amerikanische Delegation den Ernst der Lage nicht begriffen hat.
   Wasmeier steht langsam auf, alle blicken zu ihm und stellen das
Gerede ein.
   ‚Meine Damen und Herren, wir haben es mit einer äußerst ag-
gressiven Spezies zu tun, sie bemächtigt sich der Erde und wir sind
im Wege. Wenn uns nicht in kürzester Zeit etwas Kluges einfällt, hat
die Menschheit aufgehört zu existieren. Und ich meine, wirklich
gemeinsam etwas zu unternehmen‘.
   Das Schweitzer Exemplar ist das Einzige, das in seiner ursprüng-
lichen Form erhalten blieb. Zwar wurden bei Konfrontationen Na-
nos kampfunfähig gemacht, sie aber waren in ihrer Struktur soweit
beschädigt, dass sie als Analyse unbrauchbar waren. Überall auf der
Welt sind mehrere Tonnen Nanos zusammen geschossen und bom-
bardiert worden, da blieb nur metallischer Schrott übrig. Die Nanos
sind nur in dem ersten Entwicklungsstadium verwundbar, danach
gelten sie als unzerstörbar. Und das fatale, der Nanoschrott hilft
ihnen als Nahrung. Es scheint so, dass je mehr Nanos zerstört wer-
den, sich die Vermehrung exponentiell steigert. Ihnen steht somit
bestes Aufbaumaterial zur Verfügung, es fehlt dann nur noch etwas
elektromagnetische Energie und ein Nano wird geboren.
   Die Wissenschaftler kamen einstimmig zur Auffassung, das ver-
nichten der Nanos ihrer Vermehrung half und es ein aussichtsloser
Kampf wird.
   Der Adjutant dimmte das Licht ab und die projizierte Weltkarte
füllte die Wand. Deutlich waren die von den Nanos in Besitz ge-
nommenen Gebiete schwarz markiert. Seltsamerweise sind auch
Bereiche in den Ozeanen betroffen. Eine große digitale Prozentan-
zeige zeigt die Ausdehnung der Nanos an. Die Ziffern stehen auf
siebzehn Prozent, Tendenz steigend.
   Professor Wasmeier setzt sich resigniert, selbst in höchster Be-
drängnis, versuchen die Großmächte einen Vorteil daraus zu ziehen.
Wer drückt als erster aufs Knöpfchen, wer hat das größere Waffen-
potenzial. Fehlen nur noch die Russen und Chinesen dann können
sie gleich einpacken.
   Stimmen der Amerikaner werden laut, man will das Fragment se-
hen und womöglich gleich in Besitz nehmen. Die spanischen Wis-
senschaftler fühlen sich übergangen und protestierten alle durchei-
nander. Auch in den deutschen Reihen kommt Unmut auf. Es ist
zum Verzweifeln, denkt Professor Wasmeier, wie schlimm muss es
noch kommen, bis sich die Menschheit zusammen tut.
   Zum letzten Mal geht der Professor ans Mikrophon.
   ‚Ruhe jetzt‘, sagt er mit leiser Stimme. Im Raum wird es still.
   ‚Meine Damen und Herren, sie haben nichts verstanden. Die
Welt steht am Abgrund und sie folgen nur ihren Machtinteressen. Sie
werden nichts von diesen Fragmenten bekommen. Sie sind absolut
sicher gelagert und jeglicher Versuch sie gewaltsam an sich zu neh-
men, werden sie zerstören‘.
   Die amerikanischen Wissenschaftler wollen zurück auf die Ober-
fläche, für sie ist das Meeting beendet. Die Spanier sind noch am
Diskutieren, während es ein deutscher Biologe mit Überredungskunst
bei den Schweitzer versucht.
   Sie haben nichts erreicht. Das Zusammentreffen ist gescheitert
und beendet.

Unter der Erde
   Herr Clarita, mit
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ti laak
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BeitragVerfasst am: 15.09.2013 18:33    Titel: der rest pdf-Datei Antworten mit Zitat

(ist wohl etwas zu lang, sorry. hier kommt der rest)


Unter der Erde
   Herr Clarita, mit seiner Frau und Tochter bewohnen eine präch-
tige Neubauvilla in einer noblen Gegend am Rande der Stadt. Herr
Clarita ist leitender Angestellter bei der Firma Safeta, sie vermarkten
Sicherheitssysteme an Regierungen im In- und Ausland.
   Seine Frau langweilt sich in erfolglosen Versuchen der Malerei,
Tochter Jana versucht verzweifelt mit Nachhilfe ihr Abitur zu beste-
hen. Die italienische Hausangestellte Bianca bereitet ein Nudelgericht
zum Mittag vor. Jana sitzt auf dem Sofa, dattelt auf ihrem iPad und
ist neugierig wer ihr auf Facebook geschrieben hat. Der Hausherr
kontrolliert den gemähten Rasen von Alexandro, dem portugiesi-
schen Hausgärtner.  
   Bianca und Jana wohnen separat im Nebenhaus.
   Herr Clarita, holt das vibrierende Handy aus seiner Tasche,
schaut kurz auf das Display und nimmt das Gespräch entgegen. Seine
Schritte werden langsamer, er spricht nicht, er hört nur ungläubig zu.
   Alexandro bemerkt das sein Chef sich anders verhält als sonst, es
geht ihn nichts an, er mäht weiter den Rasen.
   Ein Freund und Mitarbeiter der Firma ist am anderen Ende der
Leitung. Herr Clarita macht ein besorgtes und ernstes Gesicht, es ist
so weit, seit Tagen erhält er geheime Informationen von der Invasi-
on, sie sind etwa fünfzig Kilometer von hier gesichtet worden.
   Beim planen ihres Hauses ließ sich Herr Clarita dazu überreden
im Garten einen Bunker unter die Erde zu bauen. Das bedarf keiner
großen Überredung, der Hausherr ist kein Held, genaugenommen ein
ziemlicher Feigling.
   Er geht ins Haus um seiner Familie die weniger gute Nachricht
schonend beizubringen. Seine Frau ist im Esszimmer und legt das
Besteck zu den Tellern.
   ‚Schatz ich muss mit dir reden‘, sagte Herr Clarita.
   Sie lächelt ihn an, sie ist ganz Ohr. Er erklärt ihr den Ernst der
Lage, selbst für das Essen würde ihnen keine Zeit bleiben, sie müssen
sofort in den Bunker.
   Das Lächeln ist der Angst gewichen. Er würde sich um Papiere
und anderes kümmern, sie soll Jana mit in den Garten bringen.
   Herr Clarita geht ins Wohnzimmer, hinter dem gewaltigen Schin-
ken im surrealistischen Stil, gemalt von seiner Frau, das Diebe ab-
schrecken könnte, versteckt sich der Safe.
   Das Bündel, vorbereitet für Notfälle, mit Ausweisen, Geld und
andere Dokumente legt er in die Tasche. Die Pistole nimmt er in die
Hand und wägt ab, ob er sie mitnehmen soll.
   Warum nicht, er wird sie nicht brauchen, er kann sie später wie-
der in den Safe zurücklegen.
   Seine Frau und Jana stehen in der offenen Haustür.
   ‚Was machen wir mit Bianca und Alexandro?‘ möchte sie wissen.
   ‚Für die beiden ist kein Platz im Bunker, wir haben auch nicht
genug Vorräte‘, sagte Herr Clarita.
   Jana ziert sich in den Bunker zu gehen.
   ‚Was ist los Jana, komm jetzt‘, sagte ihre Mutter.
   Ihre Tochter trotzt: ‚Ohne Alexandro gehe ich nicht in den Bun-
ker.‘
   Die Eltern schauen sich an, allmählich dämmert es ihnen, wie sie
das zu verstehen haben.
   Herr Clarita nimmt all seine Beherrschung zusammen: ‘wir drei
gehen jetzt zusammen in den Bunker, sofort.‘
   Alexandro bekommt die angespannte Unterhaltung mit, er hört
auf den Rasenschnitt zusammen zu rechen und nähert sich.
   ‚Alexandro, sie wollen das ich ohne dich in den Bunker gehe‘,
sagt Jana mit weinerlicher Stimme.
   Auch das noch, denkt sich der Vater, das wird jetzt hässlich.
   Alexandro legt Jana ohne Hemmungen vor den Eltern den Arm
auf Janas Schultern: ‚Wieso gehen in Bunker, was los?‘
   ‚Die Nanos kommen und töten alle‘, schreit ihre Mutter und
blickt Jana flehend an, jetzt endlich mit zu kommen.
   Herr Clarita geht mit der Waffe im Anschlag, wie ein aufgeregtes
Huhn, hin und her.
   Alexandros Augen weiten sich beim Anblick der Pistole, und er
ahnt, Janas Vater würde damit rumballern, und er spürt auch das
etwas lebensbedrohliches im Anzug ist und er nicht erwünscht ist,
außer von Jana. Aber Herr Clarita hat eine Waffe.
   ‚Und was jetzt?‘, fragte Frau Clarita ihren Mann, der ratlos hin
und her geht und mit seiner Waffe rumfuchtelt.
   Alexandro holt mit dem Rechen aus und versucht ihm die Pistole
aus der Hand zu schlagen.
   Janas Vater behält die Waffe, aber es löst sich mit lautem Knall
ein Schuss.
   Alle zucken zusammen, aber niemand scheint getroffen.
   ‚Wieso schießt du‘, fragte entsetzt Frau Clarita.
   ‚Hast du nicht gesehen, er wollte mir die Pistole aus der Hand
schlagen‘, verteidigte sich ihr Mann.
   ‚Mama‘, seufzte Jana und ihr T-Shirt ist rot gefärbt.
   ‚Jana‘, sagt seine Mutter und Alexandro gleichzeitig.
   Jana bricht zusammen und röchelt, sie hat einen Lungenschuss,
sie schließt die Augen und ist tot.
   ‚Was hast du getan‘, schreit ihre Mutter.
   ‚Ich kann doch nichts dafür, das war ein Unfall‘, sagt Herr Clarita
mit wütender Stimme. Er richtet die Waffe auf Alexandro.
   Er sieht die Bedrohung nicht, er hält Jana im Arm und weint: ‘wir
haben uns geliebt.‘
   Sie werden abgelenkt, zwei Häuser weiter explodiert eine Garage.
Es sind auch vereinzelt schwarze Punkte am Himmel zu sehen, sie
greifen an.
   Jetzt wird die Angst Herr der Lage, ‚wir müssen in den Bunker‘,
sagte Janas Vater.
   Schreiend läuft Bianca aus dem Nebenausgang ins Freie, Nanos
haben sie im Visier, sie stürzt getroffen die zwei Stufen hinunter.
   Sie ist tot bevor sie auf die Fliesen fällt.
   Herr Clarita sucht den Himmel nach Nanos ab, das Nachbarhaus
steht in Flammen. Ob schaulustiger oder panischer Beweggrund, die
ganze Straße ist auf den Beinen.
   Sie sollten schon im Bunker sein, Herr Clarita zerrt seine Frau
von Jana los und zielt dabei wieder auf Alexandro.
   ‚Gehen sie ruhig, lassen sie ihre Tochter im Stich‘, sagte er resig-
nierend zu ihm.
   Herr Clarita drückte die Fernbedienung, augenblicklich kippt, was
davor unsichtbar war, ein Stück Rasen hoch und gibt die Treppe frei.
   Seine Frau schaut schluchzend zurück auf Jana, aber ihr Mann
lässt ihr keine Zeit zum Trauern und schiebt sie durch die einen
halben Meter dicke Sicherheitstür. Er betätigt den roten Schließknopf
und lautlos wird der Bunker versiegelt, danach schaltet sich die Not-
beleuchtung ein.
   Er setzt sich vor das Kommandopult und aktiviert das Innenle-
ben. Unabhängige Strom- und Wasserversorgung, beim sparsamen
Gebrauch, für sechs Wochen. Ebenso der Luftreiniger, neueste
Technik vom Katastrophenschutz. Alle Systeme sind in Betrieb und
funktionieren.
   Herr Clarita dreht sich zu seiner Frau um. Sie sitzt, die Hände
vorm Gesicht, weinend auf dem Stuhl.
   ‚Was machen wir hier, wir haben unsere Tochter verloren, du
hast sie erschossen!‘
   Er schüttelt den Kopf, warum will sie das nicht begreifen: ‚ich
habe sie nicht absichtlich erschossen, dieser Alexandro hat versucht
mir die Pistole aus der Hand zuschlagen, dabei ist der Schuss losge-
gangen. Alexandro ist schuld‘.
   Das stieß auf taube Ohren.
   Besorgt was sich auf der Oberfläche abspielt, aktiviert er die zwei
Videokameras die um den Bunker installiert sind.
   Der Monitor ist voll mit schwarzen Bildpunkten die über sie hin-
wegfliegen. Alexandro und Jana liegen wie zwei Schlafende auf dem
Rasen. Noch einen Blick auf die Nachbarschaft, dort liegen ebenfalls
viele auf der Straße. Herr Clarita spürt Durst, er will die Anlage ab-
schalten um sich etwas zu trinken zu holen. Einige Nanos in unmit-
telbarer Nähe verharren im Flug, sie scheinen den Energiefluss er-
fasst zu haben. Sie sind wahrscheinlich durch die Videoanlage auf-
merksam geworden. Schnell schaltet er die Anlage aus.
   ‚Möchtest du auch was trinken‘, fragt er seine Frau, sie schüttelt
den Kopf. Trotzdem holt er zwei Dosen Mineralwasser und stellt ihr
eine Dose auf den Tisch.
   ‚Wie lange müssen wir hier unten bleiben‘, fragt sie.
   ‚Ich weiß es nicht, das ist eine weltweite Invasion, ich denke eine
Weile.‘
   Frau Clarita schnäuzte sich, und öffnet sich die Dose Wasser.
   Geräusche kommen aus dem Nebenraum.
   Beruhigend sagte er zu seiner Frau,‘ das sind die Aggregate, keine
Sorge.‘
   Aber es sind nicht die Aggregate, es sind winzige Nanos, die sich
Zugang in den Bunker verschafft haben.
   Er setzt sich neben seine Frau und bemüht sich sie zu trösten.
   ‚Wir haben unsere Tochter verloren‘, beginnt sie wieder zu wei-
nen.
   ‚Ja, schrecklich‘, erwiderte er.
   Aus der Decke schießt ein blauer Lichtstrahl zum Fußboden.
   Dann bildete sich in halber Höhe des Raumes ein kugelförmiges
Gebilde heraus, das stark flimmerte.
   Herr Clarita, dreht behutsam den Kopf seiner Frau auf seine
Brust, es ist aus, sie soll das nicht mitbekommen, es blitzt blau auf
und beide sind tot.
   Es war die mutigste Tat seines Lebens.

Der alte Erwin
   Ich habe es gewusst. Erwin hat es schon immer gewusst.
   Wir sind nicht allein im Universum.
   Durch den Traktorunfall ist Erwin leicht gehbehindert und konn-
te mit achtundfünfzig in den Frühruhestand. Seine liebe Frau hat ihn
vor einem Jahrzehnt verlassen, sie ist früh an Krebs verstorben. Jetzt
lebt er alleine auf dem Bauernhof, im tiefsten Hinterland. Er bewirt-
schaftet den Hof nicht mehr. Wenn er etwas brauch, besorgt es ihm
die Bäuerin Elisabeth vom Nachbarhof.
   Mit siebenundachtzig lassen die Ansprüche nach, nur das not-
wendigste lässt er sich bringen. So ist er meist alleine, bis auf seinen
alten Freund Dimitri aus der Ukraine.
   Seit sechs Jahren hat Erwin einen Internetanschluss.
   Dimitri hat Erwin überredet, sich auch einen Computer anzu-
schaffen, das sei schneller, billiger und sicherer als die russische Post,
schrieb ihm sein Kriegskamerad.
   Verletzt, halbverhungert und kriegsmüde lagen sie sich damals im
Schützengraben gegenüber. Sie warfen die Waffe weg und halfen sich
gegenseitig zu überleben. Erwin versteckte sich bis Kriegsende im
Dorf von Dimitri, dort besaß er einen kleinen Hof. Hier lebt er im-
mer noch mit seiner Tochter zusammen. Seine Frau ist auch vor
sieben Jahren verstorben. Seine Tochter brachte ihm die notwendi-
gen Kniffe bei, um im Internet zurecht zu kommen.
   Jetzt chatteten sie fast täglich, lassen alte Zeiten aufleben und
schimpfen über die unfähigen Regierungen.
   Dimitri ist der Alien Kram von Erwin etwas suspekt, aber im Al-
ter verzeiht man so manche Spinnerei. Sie können stundenlang dar-
über diskutieren, kippen so einige Flaschen Wein dabei weg, und
amüsieren sich über verrückte Einfälle.
     Seit von dem schwarzen Feind im Internet berichtet wird, muss
Dimitri gestehen, Erwin hatte Recht. Es gibt Außerirdische.
   Auf der Terrasse hat sich Erwin eine Kommunikation Station
aufgebaut. Ursprünglich wollte er der Erste sein, der Verbindung mit
ET aufnimmt.
   Jetzt sind sie da, aber er hätte nie gedacht, dass sie feindlich sein
könnten. Eine Zivilisation, die in der Lage ist eine Technik zu be-
herrschen um andere Welten zu besuchen, müsste doch dem ganzen
Machtgetue drüberstehen.
   Scheinbar nicht, ist wie bei den Reichen, mehr will mehr.
   Jetzt hat sich die Situation geändert, statt mit ihnen Kontakt auf-
zunehmen, beschäftigt ihn der Gedanke sich vor ihnen zu verbergen.
   Er dachte an eine elektrische Abschirmung.
   In den Sechziger Jahren verdiente er sich mit Reparaturen von
Fernseher etwas nebenbei, er war ja gelernter Elektriker.
   Stundenlang googelt er, alles was er über elektrischen Feldern
findet, studierte er und machte sich Notizen. Erwin ist fest davon
überzeugt, wenn die Dinger ihn nicht orten können, können sie ihm
auch nichts anhaben.
   Mit Dimitri darüber zu reden macht keinen Sinn, er versteht nicht
wovon Erwin redete. Er hält ihm die Daumen hoch, dass er etwas
findet oder erfindet.
   Mit dem Zaun aus engmaschigen Draht, ursprünglich für einen
Hühnerstall gedacht, verspannt Erwin seine Station, sowohl Dach als
auch die Wände und schloss sie mittels kräftigen Kupferdraht an
einen dicken, in die Erde gerammten Masseanschluss, an. Seine Stati-
on ist jetzt geerdet und abgeschirmt wie ein faradayscher Käfig.
   Er zeichnet Dimitri zum Nachbauen alles genau auf, bezweifelt
aber seine richtige Ausführung.
   Jeden Tag werden Nachrichten ausgestrahlt, einerseits um die
Bevölkerung zu warnen, andererseits sind sie derart vage das nie-
mand sie konkret ernst nimmt, vielleicht um eine Massenhysterie zu
vermeiden, oder weil die Menschheit keine Chance hat.
   So ist Lethargie eingetreten, die Menschen warten ab.
   Erwin hat vom großen Abtritt eine andere Vorstellung, der zwei-
te Weltkrieg hat ihn nicht klein gekriegt, den schwarzen Dingern wird
er es auch nicht leicht machen. Er will die Invasion überleben; und
wenn es sich nicht vermeiden lässt, will er so viele von den Blackis
mitnehmen wie er kann.
   Der Monitor zeigt an, dass Dimitri ihm eine E-Mail geschickt hat.
Er öffnet sie. Es ist seine letzte.
   Erwin liest: Sie kommen, sin d uebe all, leb wo l, dimi.
   Erwin hat Tränen in den Augen, er hat seinen besten Freund an
diese Aliens verloren. Er geht in den Keller holt sich zwei Flaschen
Wein und den Karabiner aus dem Schrank.
   Im Käfig wirft er sich in den Sessel, entkorkt die Flasche und
trinkt daraus, er will schnell betrunken werden, es schmerzt so sehr.
   Nach der zweiten Flasche fällt er in einen tiefen, traumlosen
Schlaf.
   In folgender Nacht fallen Millionen Nanos vom Himmel, Erwin
wird nicht mehr aufwachen.

Vorbei
   Astronaut Robert Berg schwebt in seinem Einmannhabitat neben
der ISS. Eng und heiß ist es darin, aber zumindest ist das Tragen
eines Raumanzuges nicht nötig. Er hat neben Steuerdüsen eine Men-
ge an verschiedene Werkzeuge dabei, alles was er für den schweren
Außeneinsatz braucht. Seit knapp einer Stunde ist er draußen, weil
ein Kleinmeteor ein Paneel am Westflügel beschädigt hat, der nun
keinen Strom mehr liefert. Die Reparatur ist beendet und er macht
sich langsam auf den Rückweg.
   Blauer Planet, das war einmal. Fast alle Landmassen lagen in ei-
nem tiefen schwarz. Selbst die Ozeane sind in ein dunkleres Blau
getaucht. Die Nanos haben die gesamte Erde übernommen. Lichter
auf der Nachtseite sind schon seit Tagen keine zu sehen. Eine Ver-
bindung zur Bodenstation gibt es nicht, zumindest bekommen sie
keine Anwort. Die Crew hatte beschlossen, solange hier oben auszu-
harren, bis gute Nachrichten von der Erde kommen. Die Alternative
sieht so aus, die immer wieder erneuerbare Atemluft ist nicht das
Problem, auch Wasser ist genug vorhanden. Aber die Nahrung wird
in etwa zwei Wochen knapp werden, der Kommandant hatte schon
seit Tagen Rationen angeordnet. Sie werden wahrscheinlich verhun-
gern. Das fünfköpfige Team weiß, es wird keine Rückkehr zur Erde
geben. Nur die Disziplin ausgebildeter Kosmonauten verhindert eine
Panik.
   Er schwenkt vorsichtig ein wenig nach links und steuert die
Schleuse an. Erst denkt er, sein Sichtfenster ist verschmutzt, es läuft
eine dunkle Linie von oben nach unten. Als er die Richtung des
Habitats verändert, wandert der Streifen nicht mit. Er scheint dann
auch das Sonnenlicht zu reflektieren. Das kann doch nicht sein! Die
Nanos bilden einen kilometerlangen Turm von der Erde nach hier
oben. Sie wollen scheinbar die letzte Existenz von Leben und Ener-
gie vernichten. Die ISS fliegt mit mehreren tausend Stundenkilometer
direkt darauf zu. Robert will die Crew warnen, aber wozu, in ein paar
Sekunden werden sie mit den Nanos kollidieren.
   Er dreht seine Kanzel und entfernt sich von der ISS. Der wa-
chende Ingenieur meldet sich kurz mit ‚‘Robert…‘, es war verzweifelt
und enttäuschend.  
   Er sieht es in der Rücken-Kamera, augenblicklich, als die ISS
Kontakt mit den Nanos bekommt, wird die gesamte Station in ein
gerastertes schwarzes Konstrukt verwandelt.
   Der Inhalt seiner Luft Tanks lässt ihm nur wenige Minuten. Er
will nicht ersticken, das soll ein grausiger Tot sein. Die Steuerdüsen
beschleunigten das Habitat in Richtung Erde, dann soll er als Stern-
schnuppe sein Leben aushauchen. Auf seinem Monitor sieht er die
Nanos einen Strang zu ihm ausbilden.
   Instinktiv betätigt er die Steuerdüsen, aber da kommt nichts
mehr, sie sind leer. Die Erdanziehung beschleunigt ihn gemächlich.
   Die immer dichter werdende Atmosphäre erhöht die Reibung,
was sich mit steigender Innentemperatur bemerkbar macht. Er schal-
tet alle Warnsignale ab und blickt auf seinen Planeten.
   Kaum das das Habitat angefangen hat zu glühen, bricht es ausei-
nander.
   Der Letzte seiner Art ist tot.
   Die Menschheit ist ausgestorben.
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MartinD
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BeitragVerfasst am: 15.09.2013 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hey ti laak,

was soll ich sagen ...
Ich weiß nicht, was du mit deinen Texten vorhast. Ist es dir wichtig, sie als Buch in der Hand halten zu können? Oder ist es einfach Freude am Schreiben?
Sollte es Ersteres sein, dann mach dich bitte auf eine fleißige, lange und geduldige Arbeitszeit gefasst.
Ist es die Freude, dann hast du einen guten Antrieb, um einmal zum Buch zu kommen. Auch wenn es mir leid tut zu sagen, dass der Weg kein kurzer sein wird. Info am Rande: Verlage lehnen mittlerweile Manusktipte ab, wenn sie in der Textprobe zwei, drei Kommafehler entdecken - Lektorat und Korrektorat sind teuer ...

Als Erstes empfehle ich dir sehr, dich mit Orthografie zu beschäftigen. Du hast wirklich enorm viele Fehler, bei der Grammatik begonnen, beim Satzzeichen geendet. Spätestens beim dritten, vierten Fehler lege ich üblicherweise Lesestoff beiseite. Ich hab die erste Seite korrigiert und lade sie dir hoch, damit du sehen kannst, was ich meine.

Weiters springst du mit den Zeiten in der Gegend herum, dass mir schwindlig wird »Als er sich noch fragt, ob Vögel mit offenen Augen sterben, kam Leben in ein Gerät hinter ihm« oder »Joschi biegt mit seinem Fahrrad um einen Stapel Autowracks und bremst scharf vor Raul. Sie grinsten sich an in der Gewissheit heute wieder ein Abenteuer zu erleben.«
Nun ja, auch sonst gäbe es eine Menge zu sagen, so leid es mir tut.

Die Geschichte selbst ... was soll ich sagen. Viele Tote, viele Bausteine und auf Seite neun blicke ich langsam durch, dass Nanos (vielleicht) hinter allem stecken. Lieber ti laak, tut mir leid, ich muss aufhören zu lesen, Vater und Sohn geht nicht mehr.

Ich hoffe, dir mit dem Kommentar nicht einen schönen Traum zu beschädigen. Wenn du genug Ausdauer fürs Handwerk hast, dann wird es vielleicht einmal. Aber die brauchst du vorerst wirklich!

Herzliche Grüße
Martin


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BeitragVerfasst am: 15.09.2013 21:27    Titel: und Schluss... pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo MartinD,

ich danke dir für die ernüchternden Worte.
Ehrlich gesagt, habe ich so etwas schon befürchtet.
Zwischen Wollen und Können ist schon ein Unterschied.
Es war ein Versuch wert.
Ich weiß wo meine Grenzen sind
und bleibe bei dem was ich kann.
 
Wie gesagt,
vielen Dank,

Gruß ti laak
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BeitragVerfasst am: 15.09.2013 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ti laak,

genau das habe ich befürchtet: du bist ge-/betroffen. Genau das wollte ich vermeiden.

Zitat:
Ich weiß wo meine Grenzen sind und bleibe bei dem was ich kann.

Du hast schon einmal einen Schritt gemacht, indem du nach Thailand halb-ausgewandert bist. Das bringt nicht jeder zusammen!
Wirf die Flinte deshalb nicht gleich ins Korn, sondern bleib dran, wenn es dir Freude bereitet! Das ist ja letzlich das Wichtige, nicht? Verlier nicht den Mut, dir selbst mit dieser neuen Arbeit ein Geschenk zu machen und einem Traum zu folgen!

Viele Grüße
Martin


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Das Leben ist so schön, wie man es sieht
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Mic000
Schreiberling


Beiträge: 158



BeitragVerfasst am: 15.09.2013 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ti laak,

auch von mir bekommst du leider nur Ernüchterndes zu hören. Von dem, was ich gelesen habe, hat mir bedauerlicherweise nichts gefallen. Aber auch wenn du nur für dich selbst schreibst, würde ich dir empfehlen, viel zu lesen und einen Blick in die Schreibwerkstatt zu werfen.

LG
Mic
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Iknim
Geschlecht:männlichSchreiberassi

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Beiträge: 79
Wohnort: südlich von München


BeitragVerfasst am: 16.09.2013 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ti laak,
Hier ist meine versprochenes Feedback:

Ich hatte mich so auf eine gute SF Story gefreut... - naja, egal.
Den Anfang deines Textes habe ich mir durchgelesen: Da kann ich mich den Worten von Martin nur anschließen.
 Es kommt mir so vor, als hättest du Haufen Ideen im Kopf und am Schreiben an sich (Vergleiche finden,..) fehlt dir die Lust/Leidenschaft.
 Aber trotzdem, Hut ab, dass du in diesem Schreibstil ca. 77.000 Zeichen geschrieben hast - anscheinend bist du gut motiviert Daumen hoch
 Deshalb versuche ich dir konkrete Kritikpunkte zu geben.

In deinem Wörtdokument, welches du zum download hereingestellt hast, machst du nach jeder 2. Zeile einen kompletten Absatz - das macht man nur, wenn laufend die Perspektiven wechseln, sonst nicht.

Außerdem ist es mir nicht ganz klar, in welcher Perspektive du schreibst. Mal ist der Leser im Kopf von Marna:
Zitat:
Sie kennt ihren Mann, es würde nicht alleine beim geschäftlichen bleiben.

und mal im Kopf von Danne:
Zitat:
Er erblickt die Beiden und zieht in seinem betrunkenen Kopf die falschen Schlüsse.
Und zwischen drin hat man immer wieder das Gefühl, du schreibst als auktorialer Erzähler.

Zur Zeit: Romane schreibt man in der Regel im Präteritum. Es ist zwar nicht zwingend, aber da die meisten Leser an diese Zeitform gewöhnt sind, ist sie leichter verständlich. Ohne stichfesten Grund im Präsenz zu schreiben ist töricht - denn dann verliert man viele Leser.



Zitat:
Kuno schreckt auf und blinzelt in die Kerze.
Bevor jetzt der Dialog losgeht, hätte ich als Leser gerne ein Bild von der Umgebung vor Augen - wo befinden sie sich, was sieht er, was hört er, was riecht er?

Zitat:
‚Ich habe ein Kurzschwert zu Ende geschmiedet, dann bin ich wohl eingeschlafen.‘
Mache Dialoge lebendiger. Empfehlenswert ist es, irgendeinen Konfilkt mit hinein zu bringen: Warum schimpft sie ihn nicht, weil er bei der Arbeit eingeschlafen ist. Oder warum ist Kuno nicht erstmal verdattert, so nach der Art "Äh... ja. Ich... (Ausrede)"

Zitat:
Kuno ist Geselle bei Danne.
Dieser Satz könnte auch aus einem Bericht stammen - das kannst du dem Leser sicher schwungvoller mitteilen.

Zitat:
Er erblickt die Beiden und zieht in seinem betrunkenen Kopf die falschen Schlüsse.
Das ist zuviel Tell anstatt Show. Der Leser kann sich schon selber denken, was das Missverständnis ist - du musst nur Ausreichend die Reaktionen, Gestik und Mimik der Beteiligten beschreiben.

Zitat:
Kuno steht hinter dem Tisch und stammelt eine Verteidigung, den Danne mit voller Kraft und Wut zur Seite tritt.
Grammatikalisch richtig müsste der Satz so heißen:
Zitat:
Kuno steht hinter dem Tisch, den Danne mit voller Kraft und Wut zur Seite tritt, und stammelt eine Verteidigung.
Denn der Nebensatz beschreibt den Tisch genauer, und nicht die Verteidigung. Oder tritt Danne mit voller Kraft die gestammelte Verteidigung von Kuno zur Seite?

Ok, so weit so gut. An deinen Schreibfertigkeiten musst du noch sehr sehr viel feilen sägen. Es ist nicht unmöglich, aber sehr zeitaufwendig und nervenaufreibend.

Zitat:
Es war ein Versuch wert. Ich weiß wo meine Grenzen sind und bleibe bei dem was ich kann.
Es ist zwar immer gut, wenn man weiß, wo seine Grenzen liegen - aber im Schriftstellerischen sind Grenzen beweglich. Die wenigsten Autoren haben sofort perfekt schreiben können. Die Einzigsten Voraussetzungen, die man im Schriftstellerischen haben muss, sind Ausdauer, Selbstkritik und Leidenschaft beim Schreiben.
Denn Rest kann man, wenn auch mühsam und langwierig, erlernen.
Wo ein Wille, da ein Weg.

Ich hoffe, du gibst deine Ideen, die dir im Kopf herumschwirren, nicht einfach auf - es wäre schade darum.

Liebe Grüße,
Iknim



Ps: Wenn man einen Text hier hereinstellt, dann verwenden deine Kritiker viel Zeit damit, dir einen konstruktiven Kommentar zu schreiben. Aber damit das Werke-Kommentare Verhältnis hier in diesem Forum einigermaßen passt, sollte man auch zu anderen Werken Kommentare schreiben. Beim Kritisieren von anderen Geschichten lernt man zudem sehr viel und man bekommt mit der Zeit einen "kritischen Blick", der auch einem bei den eigenen Werken hilft. Du könntest z.B. mit meinem Text "Auf unreellen Spuren" anfangen. Wink Über deine Meinung würde ich mich sehr freunen smile extra Pfiffig Blinzeln


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"Konfuzius schrieb, mann müsse gegen den Strom schwimmen, um an die Quelle zu gelangen."
Aber wollen wir nicht alle ans Meer?
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ti laak
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 67
Beiträge: 5
Wohnort: D + Nakhon Sawan, Thailand


BeitragVerfasst am: 16.09.2013 15:09    Titel: das wird nichts mit mir pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank an alle die mein Manuskript gelesen haben
und mir meine Fehler etc. aufgezeigt haben.
Ich bin wirklich angenehm überrascht, das ihr euch so viel Mühe
mit meiner Story gemacht habt.

Anregung ich soll mehr lesen:
Das habe ich bestimmt, mehrere hundert Bücher dürften es sein,
mit einundsechzig kommt da was zusammen,
Fachliteratur, Romane, das letzte Lieblingsbuch war:
‚Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg…‘.
Früher einige Meter Stapel an Trivialliteratur Perry Rhodan und ähnliches.
Aber nur gelesen, ohne etwas dabei zu lernen.

Die viele Ideen die ich habe, veranlassten mich einmal ein Story zu schreiben, es wenigstens zu versuchen.
Wie ich jetzt sehe und es auch fast geahnt habe, reicht das nicht.
Mir fehlt ganz einfach das Handwerkszeug, selbst wenn ich das noch lernen sollte, dann bleibt noch das entscheidende Quäntchen,
das nur den wenigen guten Autoren vorbehalten ist.

Ich werde auch nur ein mittelmäßiger Maler sein,
oder nie ein Instrument spielen können.

Das ist kein Problem für mich, wichtig war es, es zu probieren.

Ich werde das tun, was ich sehr gut kann,
entwickeln von elektronische/prozessorgesteuerte Schaltungen.

So verbleibe ich mit den Worten von Clint Eastwood aus Dirty Harry 2:
„Ein Mann muss seine Grenzen kennen.“


ihr seid alle sehr, vielen Dank
Wolfgang Mayer
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