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sonette an accra


 

 
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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 03.09.2013 10:43    Titel: sonette an accra eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

I.

sie wirft beim blutigen ende der nacht, beim zerrinnen
von klingenden schatten, bei diesem und jenem zerfall.
die stadt ist immer schwanger, immer prall.
man muss accra mit dem ende der nacht beginnen.

zerstochene nutten und fufu in plastiktüten
und schmiere von licht, mit dem letzten schmutzigen stoß
drängeln sie sich aus dem glühenden schoß,
um einmal noch mit der schwindenden nacht zu wüten.

zertretene hütten von jamestown und brennende ziegen.
accra bleibt (ohne den äquator zu verbiegen)
die stadt der sucht am golf von guinea.

wo zugedröhnt an aschestränden kinder liegen,
bleich in gedanken fliegend oder abgetrieben
ins plastikmeer. ich bin hier und ich war noch nie da.

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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 03.09.2013 10:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

II.

ein klettern und wirren von staubig pulsierenden spinnen.
die straßen verharren nicht, starren nicht, halten nicht still
und osu heizt seinen beißenden kohlegrill.
man muss accra mit dem anfang der nacht beginnen.

wenn lichter in öligen pfützen zusammenrinnen,
sich jedes zerrinnen mit flimmernden augen anstarrt,
verdoppelt die stadt sich unendlich in spiegeln nach innen.
accra ist immer sein eigener widerpart.

dann legt sich die hitze wie sirup herab
auf hände und augen und mund. den geschmack
von sonne beißt keiner mehr dir von den lippen.

accra hat ein messer, meist schneidet es glatt
die schmierige haut von der brust an herab
und schiebt sich mit wucht zwischen dröhnende rippen.

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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 03.09.2013 10:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

III.

doch hinter osu schon verseuchen bald villen die stadt.
wo nachts stumme klimaanlagen die hitze verkühlen
und generatoren verlogene stille anbrüllen,
dort schwinden selbst kinder schon lautlos die straße hinab.

nach teshi zum meer hin, dort ducken sich windschiefe hütten
braun hinter labadis verkrusteten stumpen aus stahl.
doch deren schatten umrunden im großen oval
das, was sie mittags umnachten müssten.

denn teshi verbraucht diese sonne noch mehr als in anderen teilen
der stadt und noch mehr als in anderen teilen der welt.
man braucht dieses licht, um sich hungrig und stolzgeschwellt

und kraftvoll und standhaft in lehm und versandete straßen zu keilen.
in teshi zerbeult sich accra und zerläuft weit nach außen hin,
wer mich sucht, der weiß, dass ich niemals und immer in teshi bin.

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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 03.09.2013 10:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

IV.

in beinen und zungen ermattet das adrenalin,
wenn mondlichterhitztes und haut sich zuckend durchdringen,
sich liebespaare in ihre kanäle zurückziehn,
dann musst du accra mit der mitte der nacht beginnen.

die wirbelnde krone aus rostigen ventilatoren.
der beifang von zeit und geschichte. accra
ist selten richtig aber meistens wahr.
nur einmal hat einer sich zwischen zwei nächten verloren.

doch wer sich verliert und wer taumelt und fiebert und fällt
und wer sich verfängt und wer stolpert und wer sich verstellt,
den bindet die stadt sich ans schweißnasse tropfende bein.

weil alles sich aus diesen tiefen herausgeboren
hat. einmal nur ging einer zwischen zwei schenkeln verloren.
doch dieses soll nicht die geschichte des einmal verlorenen sein.

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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 03.09.2013 10:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

V.

er wischt sich den schweiß von den glänzend geröteten wangen,
verzieht noch im dämmern vor hitze das weiße gesicht
und kratzt versonnen am ersten mückenstich.
accra hat noch jeder ganz unschuldig angefangen.

die luft voller brand schmeckt im fahrtwind noch wenig vertraut.
der tower am flughafen blinkt noch: die lichter der letzten station.
und alles bekannte zersetzt sich schon,
als hätte man stets nur auf gläsernen flügeln gebaut.

der mann, der gekommen ist trümmer und armut zu kaufen
steigt in die slums der verfaulten lagune und schreit,
dass hier nun die grenzen von neuen gebieten verlaufen.

man müsste ihn jetzt – genau jetzt in der brandung ersaufen.
den mann, der gekommen ist sterbende hütten zu kaufen
und jeden der lebt oder stirbt und so schwarz er auch sei.

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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 03.09.2013 10:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

VI.

dann drängt sich das wellblech um ihn in den trümmeralleen
und menschen vor mauern zerbeult und in wildem geflecht.
ein slum hat ein gesicht, doch kein geschlecht.
so sammeln sich murmelnd in löchern die hungerarmeen.

der mann, der gekommen ist, diese armeen zu kaufen
wirft ein stück brot in den endlos geöffneten mund
und dieser beißt sich zahnlos die lippen wund,
man kann sich mit brot mehr als nur welten erkaufen.

den mann, der gekommen ist plunder und krieg zu verschenken
und brot wird keiner jetzt mehr zwischen felsen ertränken
und dass es dafür keine weiteren worte mehr brauchen

wird, zeigt dass sich sand an den stränden von jamestown aufhellt.
das war die geschichte vom brot und die schlimmste der welt,
von einem der auszog, um sich die armut zu kaufen.

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Erman
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BeitragVerfasst am: 03.09.2013 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo  Roman,

Deine Sonette gefallen mir so gut, dass ich es mir einfach erlaubt habe, sie mit meinen Perlenzähnen zu '' Zerstückeln''. Smile  

Dein sozialkritisches (Hymne?) Werk gefällt mir wirklich gut.

Hier sind einige Passagen, die ich sehr gern gelesen habe:


I.

zertretene hütten von jamestown und brennende ziegen.
accra bleibt (ohne den äquator zu verbiegen)
die stadt der sucht am golf von guinea.

II.

ein klettern und wirren von staubig pulsierenden spinnen.

dann legt sich die hitze wie sirup herab

III.

wo nachts stumme klimaanlagen die hitze verkühlen
und generatoren verlogene stille anbrüllen,

dort ducken sich windschiefe hütten

IV.

in beinen und zungen ermattet das adrenalin,
wenn mondlichterhitztes und haut sich zuckend durchdringen,

V.

die luft voller brand schmeckt im fahrtwind noch wenig vertraut.

der mann, der gekommen ist trümmer und armut zu kaufen
man müsste ihn jetzt – genau jetzt in der brandung ersaufen.

VI.

ein slum hat ein gesicht, doch kein geschlecht.


der mann, ...
wirft ein stück brot in den endlos geöffneten mund
und dieser beißt sich zahnlos die lippen wund,
man kann sich mit brot mehr als nur welten erkaufen.

den mann, der gekommen ist plunder und krieg zu verschenken
und brot wird keiner jetzt mehr zwischen felsen ertränken.



LG Erman


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Ein Lächeln zeigt die einzig ungerade Linie,
die viele Dinge gerade biegen kann. - Erman
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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 04.09.2013 16:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Erman,

vielen Dank für deine Worte.
Ich freu mich, dass du mit dem Text was anfangen kannst.
Auch wenn er mit einer gewissen Länge vielleicht nicht für jeden
sehr leserfreundlich ist.
Ich habe mich hier an Sonetten abseits der alternierenden Rythmen versucht.
Ich habe versucht, mich an Daktylen anzulehnen,
gleichzeitig aber dabei auch frei zu bleiben.
Gereimtes mit einem relativ freien Metrum empfinde ich oft
als sehr viel schwieriger zu schreiben, als gereimtes mit
sehr strengem Metrum.

Viele Grüße
Roman


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lilli.vostry
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BeitragVerfasst am: 04.09.2013 16:52    Titel: aw:sonetteanaccra Antworten mit Zitat

Hallo Jim-Knopf,

ich finde diese Sonnette an Accra von Dir spannend-fesselnd geschrieben, dennoch hinterlassen sie bei mir ein zwiespältig Gefühl und Unbehagen. Weil nach all der Schreckens-Aufzählung, oft sehr plakativ mit anscheinend einseitiger Vorliebe für düstere Bilder, zu spät erst im letzten Sonett klar bzw. nur vage angedeutet wird, worum es eigentlich geht bei alldem. Einen Mann, der mit der Armut und Elend der Menschen dort Geld verdienen will....
Beeindruckt und berührt vom Inhalt und ihrer sprachlichen Kraft haben mich vor allem die letzten beiden Sonette.

Sprachlich ist mir folgendes etwas unstimmig aufgestoßen: "Sie wirft...", da kein Tier, sondern die "immer schwangere Stadt" gemeint ist, würde bildlich besser passen m.M nach: "sie gebiert..."

Weiter unten dann plötzlich der Wechsel von der 3. Person zur Ich-Perspektive: "Wer mich sucht..." Wer ist damit gemeint? LI - der Reisende, der als Beobachter auf das Elend von außen sieht oder der Slums-Aufkäufer? Das bleibt unklar.

Zuletzt ist dann von "er" die Rede, dem bösen Geschäftemacher mit der Armut...

Soweit meine Eindrücke.
Vielleicht kannst Du etwas damit anfangen.

Grüße,
Lilli


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Aranka
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BeitragVerfasst am: 04.09.2013 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roman,

ich werde mich bestimmt dieser Tage noch mal melden. Inhaltlich brauche ich hier noch Zeit, die Eindrücke, die durch den Text bei mir entstehen zu befragen, nicht wegen der Länge. Es gibt Stellen, und Bilder, die ich erst einmal wirklich auspacken muss aus dem Text und wirklich vor mein Sehen und Fühlen ausbreiten muss. Ich tue mich diesmal, wegen des Inhaltes, etwas schwer mit der von dir gewählten Form, genauer mit den vielen daktylischen Worte. Sie verhindern bei mir zum Teil die direkte Wirkung der Bilder und sind in der Häufung sehr dominant und machen den text ein wenig weich, wo das Bild eigentlich ein hartes ist.

Mal nur das erste Sonett:

sie wirft beim blutigen ende der nacht, beim zerrinnen
von klingenden schatten, bei diesem und jenem zerfall.
die stadt ist immer schwanger, immer prall.
man muss accra mit dem ende der nacht beginnen.

Die letzten beiden Zeilen sind fest und klar und kommen direkt bei mir an.
Der Anfang schwingt sich in diesen Daktylen für mich zu weich heran und ich habe mir dann sagen müssen: das Ende der Nacht ist blutig, die Schatten klingen, damit ich es vor mir sah. Es mag an mir liegen. Das "sie wirft" habe ich erst wirklich wahrgenommen nach der dritten Zeile. Ich habe dann bei mir im Kopfe einfach umgedreht und mit der dritten und vierten Zeile begonnen. Dann war ich drin im Text, in der Stadt und habe vor mir gesehen, wie sie wirft.

Und wie gesagt, die Zeilen danach sind stark und haben die Strophe für mich gefestigt.

zerstochene nutten und fufu in plastiktüten
und schmiere von licht, mit dem letzten schmutzigen stoß
drängeln sie sich aus dem glühenden schoß,
um einmal noch mit der schwindenden nacht zu wüten.

Ich weiß, dass es metrisch sicherlich nicht passt, aber wie anders klingt hier: "drängeln sich aus dem Schoß der glüht", statt "aus dem glühenden Schoß" ein Daktylus treibt einen beim Lesen eben immer in das Wort dahinter und wenn die Beifügung wirklich Gewicht haben soll, ist der Daktylus vielleicht nicht so geschickt.

zertretene hütten von jamestown und brennende ziegen.
accra bleibt (ohne den äquator zu verbiegen)
die stadt der sucht am golf von guinea.

wo zugedröhnt an aschestränden kinder liegen,
bleich in gedanken fliegend oder abgetrieben
ins plastikmeer. ich bin hier und ich war noch nie da.

Die Terzette finde ich stark. Der Rhythmus des letzten Terzetts überzeugt mich besonders. Nach der alternierende ersten Zeile, der betonte Versbeginn ,mit "bleich". In der letzten Zeile die Zäsur und das Aufeinandertreffen der zwei Betonungen. Da bringt der Rhythmus den Inhalt echt gut zur Geltung.

Roman, ich werde mir nun Zeit lassen, die Botschaft dieser Sonette bei mir ankommen zu lassen. Mich beeindruckt die Sonettform immer und ich habe da für mich schon immer bei dir lernen können. Ich sollte also besser hier nichts kritisches anmerken. Ich habe vorab schon immer großen Respekt vor Autoren, die sich an einem solch großen Themenkranz in Sonettform wagen.

Schau einfach drüber hinweg, dass ich den Daktylen ein wenig meine Krallen entgegen gestreckt habe. ich musste das einfach erst mal los werden und kann mich nun ganz frei den Sprachbildern und den Aussagen widmen.

Liebe Grüße Aranka


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 04.09.2013 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das sehr gut geschrieben. Diese Sonettreihe weckt bei mir Assoziationen und Gefühle. Da ich gar nichts über Accra weiß, kann ich natürlich nicht herausholen, was du mit deinen Erfahrungen vor Ort  hineingesteckt hast. Mein Verständnis bleibt daher nur ahnungsvoll.
Und erweckt mein Interesse, mehr über diese Stadt und die Menschen und die Umstände dort wissen zu wollen.
Am besten gefällt mir diese Zeile:

dort schwinden selbst kinder schon lautlos die straße hinab.

Wie lilly verwirren mich auch die verschiedenen Perspektiven.
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Aranka
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BeitragVerfasst am: 05.09.2013 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roman,

dann steige ich mal gleich beim zweiten Sonett ein.

Das ist eine sehr eindrucksvolle und fesselnde bildhafte Beschreibung einer Stadt. Auch wenn ich sie nicht kenne, nimmt mich der Text wirklich mit hinein. Ich spüre den beißenden Geschmack, die klebrige Hitze und die Wucht, mit der die Stadt mit ihrer schmierigen Seite und ihren Bildern in die Haut schneidet, wie sie auch bedrängt.

Wenn ich laut lese, hat der Text die Festigkeit im Rhythmus und auch die Eindrücklichkeit in der Sprache, die der Inhalt braucht. Dieses Sonett hat eine hohe Intensität und steigert sich bis hinein in das letzte Terzett. Ich benenne hier nur einmal die Stellen, die für mich sprachlich, rhythmisch und in den Bildern diese eigene brutale Dynamik der Stadt wiedergeben.

Zitat:
*ein klettern und wirren von staubig pulsierenden spinnen.
die straßen verharren nicht, starren nicht, halten nicht still
und osu heizt seinen beißenden kohlegrill.

den geschmack
von sonne beißt keiner mehr dir von den lippen.

accra hat ein messer, meist schneidet es glatt
die schmierige haut von der brust an herab


Ich hätte nun noch andere Zeilen dazustellen können, ich fühle mich überall fest umd handgelenk gepackt und durch die Straßen „gezogen“ und mein Blick und mein Riechen und Schmecken ist aufs äußerste angespannt.
Eine Zeile, die ich sehr poetisch und mehrdimensional empfinde und die du ja auch wiederholst, möchte ich dann doch noch herausstellen.

Zitat:
*man muss accra mit dem anfang der nacht beginnen.


In diesem Sonett stören mich die Daktylen nicht, da sie sich meist sehr gekonnt auf zwei Worte verteilen und der Anteil der daktylischen Worte geringer ist. Einzig in der letzten Zeile nimmt mir das „dröhnende rippen“ wieder die Härte von den Rippen weg und auch von der Wucht, die die Zeile vorher erzeugt.

Ich weiß: die Reimzeile hat 12 Silben. Ich denke dann immer, da schlägt das Sonett mit seiner Formvorgabe zu, nicht unbedingt zum Guten des Textes. Und gleichzeitig frage ich mich dann, wie viel Freiheit hat da der Autor, eine gezielte Abweichung zu setzen.
Roman, ich weiß, dass es auch allein mein Empfinden sein kann mit dieser Beifügung und es kann ja sein, dass bei dir das „dröhnende“ genau richtig sitzt, darum stelle ich hier die Frage auch einmal unabhängig von dieser Stelle, als eine generelle. Und ich stelle sie dir, als einen Autor, der eine Menge Erfahrung mit dem Sonett hat, die Form durchaus beherrscht und gleichzeitig zu den Autoren gehört, die nicht „hörig“ sondern respektvoll kritisch mit den „traditionellen“ Formen umgehen. Also nutze ich hier mal die Chance, eine Frage, die mich beim Sonett durchaus beschäftigt, zu stellen, auch weil sie sich für mich hier erneut auftut.

Zuerst die Stelle, an der ich es aufzeigen möchte, was ich meine: ich würde jetzt bewusst dies „dröhnende“ rausnehmen, weil es für mich dann ein wirkungsvollerer Satz wäre, auch in seinem Herausbrechen als letzte Zeile.

accra hat ein messer, meist schneidet es glatt
die schmierige haut von der brust an herab
und schiebt sich mit wucht zwischen die rippen.

„Für mich“, und das ist mir wichtig herauszustellen, es ist meine Sicht, klingt die letzte Zeile ohne das „dröhnende“ länger nach. Der Leser wird nun einfach mit der Wucht der Aussage konfrontiert und muss nun selbst weiterarbeiten: sich vielleicht selbst ein Geräusch vorstellt, vielleicht hört er es an den Rippen vorbeischrammen, hört sie gar brechen. Ich würde das wahrscheinlich so machen und mich über die Silbenzahl hinwegsetzen und die Abweichung als gerechtfertigt empfinden.
Roman, wie siehst du mein Empfinden an der Stelle, ist es ein abstruses und beruht auf meiner generell skeptischen Haltung allen Beifügungen gegenüber?
Das wäre der eine Teil meiner Frage. Der andere, wie siehst du solche Abweichungen, wenn sie denn textdienlich wären generell? Sind es Formverletzungen, die sich störend auswirken, die ggf. eher nur Zweifel an der Formbeherrschung und Gekonntheit hervorrufen? Ich weiß, dass sich das am Ende jeder selbst beantworten muss und seine Entscheidungen treffen muss für sein Schreiben, für den einen ganz konkreten Text. Dennoch interessiert mich da deine Meinung. Schaue schon immer ganz neugierig in die heutige Sonettliteratur hinein.


Zitat:
III.

doch hinter osu schon verseuchen bald villen die stadt.
wo nachts stumme klimaanlagen die hitze verkühlen
und generatoren verlogene stille anbrüllen,
dort schwinden selbst kinder schon lautlos die straße hinab.

nach teshi zum meer hin, dort ducken sich windschiefe hütten
braun hinter labadis verkrusteten stumpen aus stahl.
doch deren schatten umrunden im großen oval
das, was sie mittags umnachten müssten.

denn teshi verbraucht diese sonne noch mehr als in anderen teilen
der stadt und noch mehr als in anderen teilen der welt.
man braucht dieses licht, um sich hungrig und stolzgeschwellt

und kraftvoll und standhaft in lehm und versandete straßen zu keilen.
in teshi zerbeult sich accra und zerläuft weit nach außen hin,
wer mich sucht, der weiß, dass ich niemals und immer in teshi bin.



Dieses Sonett malt, nein besser umreißt, weiterhin das Leben in der Stadt und zeigt den Zustand und die Befindlichkeit der Stadt. Hier wird einem Teil der Stadt, „teshi“, ein besonderes Augenmerk geschenkt. Es wird ein Blick geworfen, auf die Kinder, auf die Hütten, die Klimaanlagen und die Sonne, und wie sie sich dort verbraucht. Dem Leser öffnet sich eine fremde Welt zum Teil in heftigen Bildern zum Teil in erzählendem Duktus. Zum Schluss wieder einer dieser poetischen mehrbödigen Sätze in diesem Zyklus. Ganz kurz erscheint das LI, das ansonsten für mich im Blick des „Erzählers“ verborgen bleibt.



Hier für mich eine Irritaion in der Formulierung.

Zitat:
denn teshi verbraucht diese sonne noch mehr als in anderen teilen
der stadt und noch mehr als in anderen teilen der welt.


Müsste es nicht eher heißen:

in teshi verbraucht sich die sonne noch mehr als in anderen teilen
der stadt und noch mehr als in anderen teilen der welt.

oder:

denn teshi verbraucht diese sonne noch mehr als die anderen teilen
der stadt und noch mehr als die anderen teilen der welt.



Zitat:
IV.

in beinen und zungen ermattet das adrenalin,
wenn mondlichterhitztes und haut sich zuckend durchdringen,
sich liebespaare in ihre kanäle zurückziehn,
dann musst du accra mit der mitte der nacht beginnen.

die wirbelnde krone aus rostigen ventilatoren.
der beifang von zeit und geschichte. accra
ist selten richtig aber meistens wahr.
nur einmal hat einer sich zwischen zwei nächten verloren.

doch wer sich verliert und wer taumelt und fiebert und fällt
und wer sich verfängt und wer stolpert und wer sich verstellt,
den bindet die stadt sich ans schweißnasse tropfende bein.

weil alles sich aus diesen tiefen herausgeboren
hat. einmal nur ging einer zwischen zwei schenkeln verloren.
doch dieses soll nicht die geschichte des einmal verlorenen sein..



Hier nimmt der Text Fahrt auf, das Erzählen bildet sich bei mir heraus und der treibende Rhythmus ist hier sehr angemessen.
Geschickt wird er angehalten in der Zeile:
„ ist selten richtig aber wahr.“ um gleich danach wieder neu anzuheben.

Das Terzett steigert dann seine Eindringlichkeit, nimmt mich mit in den Taumel der Verben und weckt mich dann auf und lässt mich im Wort „schweißnasse“ innehalten. Dieses erste Terzett gefällt mir in seiner Eindringlichkeit sehr

Dieser ER, der sich dort einmal verloren hat, und dessen Geschichte nicht erzählt werden soll, wirft dennoch, alleine durch die Möglichkeit des Verlorengehens in dieser Stadt, für die er steht, vom Ende her ein bestimmtes Licht auf den Text.



Zitat:
V.

er wischt sich den schweiß von den glänzend geröteten wangen,
verzieht noch im dämmern vor hitze das weiße gesicht
und kratzt versonnen am ersten mückenstich.
accra hat noch jeder ganz unschuldig angefangen.

die luft voller brand schmeckt im fahrtwind noch wenig vertraut.
der tower am flughafen blinkt noch: die lichter der letzten station.
und alles bekannte zersetzt sich schon,
als hätte man stets nur auf gläsernen flügeln gebaut.

der mann, der gekommen ist trümmer und armut zu kaufen
steigt in die slums der verfaulten lagune und schreit,
dass hier nun die grenzen von neuen gebieten verlaufen.

man müsste ihn jetzt – genau jetzt in der brandung ersaufen.
den mann, der gekommen ist sterbende hütten zu kaufen
und jeden der lebt oder stirbt und so schwarz er auch sei.


Hier wieder ein ER. Ist es ein anderer? Oder ist das ER in den beiden Quartetten noch das ER aus dem Sonett davor? Auch wenn seine Geschichte vom Verlorengehen nicht erzählt werden soll, so vielleicht die seine Ankunft, sein „unschuldiger“ Anfang?

Die Terzette erzählen von einem Mann, der die Armut kaufen will. Er kann aus meinem Empfinden nicht dieser ER sein. Bin mir jedoch da nicht sicher. Mich stört da eigentlich die Zeile mit dem „unschuldigen“ Anfang. Der, der Slums und Armut kaufen will, der mit Absichten aus seinem Teil der Welt in diesen kommt, um sie zu kaufen, kann der irgendwo mit oder in einer Stadt einen unschuldigen Anfang bekommen?
Oder ist es die Andersartigkeit der Stadt, die selbst einem solchen Menschen erst einmal all seine Vorstellung raubt, ihn nackt macht, ihn in den Zustand von Unschuld zurück versetzt? Da habe ich einfach Unsicherheiten in den Personen.



Zitat:
VI.

dann drängt sich das wellblech um ihn in den trümmeralleen
und menschen vor mauern zerbeult und in wildem geflecht.
ein slum hat ein gesicht, doch kein geschlecht.
so sammeln sich murmelnd in löchern die hungerarmeen.

der mann, der gekommen ist, diese armeen zu kaufen
wirft ein stück brot in den endlos geöffneten mund
und dieser beißt sich zahnlos die lippen wund,
man kann sich mit brot mehr als nur welten erkaufen.

den mann, der gekommen ist plunder und krieg zu verschenken
und brot wird keiner jetzt mehr zwischen felsen ertränken
und dass es dafür keine weiteren worte mehr brauchen

wird, zeigt dass sich sand an den stränden von jamestown aufhellt.
das war die geschichte vom brot und die schlimmste der welt,
von einem der auszog, um sich die armut zu kaufen.


Auch dieses Sonett holt eindringliche Bilder hervor, aus einer Welt, die ich nur aus den Nachrichten kenne und mich da manchmal das ausbleibende Fühlen erschreckt, wenn ich mit dem Tempo der wechselnden Beiträge gekonnt zu nächsten Katastrophe umschalten kann, muss ich mich schon vieles fragen.

 Hier hält mich nun ein Gedichtzyklus über lange Strecken dort in dieser mir fremden Stadt und lässt mich in einige ihrer Winkel sehen, schafft ein anderes Berührt-sein. Das spricht für das Gedicht. Es spricht mich an meinen Sinnen an und schafft eine andere Nähe durch den persönlichen und betroffenen Blick, den die Verse zeigen. Und ich halte den Zyklus in seiner Gesamtheit als bemerkenswert und die Thematik als eine wichtige und Bilder als sehr eigen und zupackend.

Dennoch stelle ich mir am Ende die Frage: ist das Sonett hier wirklich die geeignete Form. Und ist die Entscheidung daktylisch zu arbeiten die richtige gewesen.
Ist der Daktylus doch ein Versfuß mit einem rollend lebhaften Charakter. Der schlagkräftigen Betonung zu Beginn folgen eben immer diese zwei munteren Hüpfer. Da bedarf es eines enormen Geschicks, die Worte so über die Versfüße zu legen, dass der Rhythmus nicht munter davon hüpft und die Härten der Aussagen und Bilder nicht wegschwemmt. Das ist dem Text zwar überwiegend gelungen, aber ich erkenne auch Zugeständnisse.

Auch die Frage nach Reim, der ja ein „zusammenhaltendes“ Element ist, stelle ich mir an ein paar Stellen. Meist ist auch das gut gelungen, ihn nicht dominant auftreten zu lassen. Aber hier ist so eine Strophe, da hält der Reim sehr dominant und auffallend „klischeehaft“  zusammen, was als Bild mir eigentlich um die Ohren fliegen sollte.

Zitat:
der mann, der gekommen ist, diese armeen zu kaufen
wirft ein stück brot in den endlos geöffneten mund
und dieser beißt sich zahnlos die lippen wund
man kann sich mit brot mehr als nur welten erkaufen.


Dieses Bild des zahnlosen Mundes, des Stücks Brot: es bedient da zum einen das, was so viele Plakate von Hilfsaktionen auch bedienen. Dann dieser Reim Mund / wund. Dann dieser allgemeinplätzige letzte Vers.
Hier grummelt es mächtig in mir. Ich frage mich, wolltest du gerade dieses Grummeln, diese meine Abwehr gegen genau diese Schilderung? Ich denke, dass es dir nicht aus Versehen in diese Reime gefallen ist.
Aber ich für mich bin unschlüssig, ob die Provokation wirklich greift. Bei mir erst jetzt, wie ich den Kommentar schreibe und mir selbst versuche klar zu machen, was mich an diesem Quartett so gestört hat.

Roman, du hast hier ein ganz wichtiges Thema angepackt. Du hast einen ganz persönlichen Bezug und der kommt bei mir an. Du schaffst es, diese Stadt und ihren ganz eigenen beißenden Atem mir nahe zu bringen. Eine Stadt in der, so wie ich es hier gelesen habe, alles mit schmierigem Kleister und beißender Armut zusammen genäht ist und die dennoch an tausend Stellen auseinander zu fliegen droht. Vielleicht hast du dir ja mit dem Sonett eine Form auferlegt, als den Versuch die rasende und gleichzeitig gelähmte Stadt und die explodierenden Gefühle zusammenzuhalten.

Ich bin ganz sicher, dieser Text musste geschrieben werden, das spüre ich in jeder Zeile.

Liebe Grüße Aranka


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Mr. Curiosity
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Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 05.09.2013 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roman,

kraftvolle Verse, keine Frage. Ich sehe diese Stadt direkt vor mir, kann das alles nachempfinden, bin ganz nah dran. Oftmals mutet es mit seinen expliziten Düsternissen sehr expressionistisch an, was ich weniger mag, was aber wohl Geschmackssache ist. An einigen Stellen ließen sich Redundanzen streichen, die dem Text inhaltlich nichts hinzufügen und die eher dem Rhythmus verschuldet sind. Wenn ich Zeit habe, nähere ich mich den Texten nochmal konkreter an, werde allerdings nur die Stellen aufzeigen, an denen man m.E. noch arbeiten könnte. Ich will jetzt nicht en detail auf jedes Gedicht einzeln eingehen.

LG David


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"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 06.09.2013 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Roman,

ich bin noch nie in Accra gewesen.
Ich war in Lagos, Libreville und Dakar
- Nairobi ist raus: kein Meer und viele Touristen -
jeweils nur für ein paar Tage
und wohl behütet in großen Hotels.

Bim Lesen deiner sechs Sonette
tauchten Bilder aus diesen Städten
aus meiner Erinnerung hell empor.
Ich dachte, verdammt, dabei hieß es,
Accra sei von all diesen Orten
die hellste und freundlichste Stadt.


Du erzählst in deinen Gedichten
zwei, nein drei Geschichten.
1 -3 erzählen von der Stadt.
Sie geben ein stimmiges Bild.
4 erzählt von einem,
der sich in der Stadt verlor.
5 und 6 hingegen
in starken Bildern von nem andren
der mit der Armut Geschäfte macht.

1-3 und 4 gehen gut zusammen.
Der eine wird am Ende von 3
noch als "ich" eingeführt.

1-3 und 5 und 6
mit einem anderen Ende von 3
wären eine andre Geschichte.

So fällt das Ganze ein wenig auseinander.
Nicht weil nicht alles zusammen gehört,
sondern wei die Bindung
zwischen den einzelnen Teilen so stark.
Und so ist der Bruch zwischen
den verschiedenen Geschichten
ein wenig stark.


Sprachlich finde ich es einfach
unglaublich stark und gut.

holg


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