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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Psychothriller: Die Heilanstalt


 
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Tobias_S
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 32
Beiträge: 19
Wohnort: Nettetal


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 11:24    Titel: Psychothriller: Die Heilanstalt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Name ist Tobias und ich bin 26 Jahre alt.

Im letzten Jahr habe ich mein Germanistikstudium an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf abgeschlossen. Während meines Studiums habe ich einen Roman geschrieben, der nun kurz vor der Fertigstellung steht. Voraussichtlich werde ich ihn als E-Book auf Amazon veröffentlichen. Zuvor möchte ich aber gern das Feedback von erfahrenen Lesern und Autoren einholen, um Verbesserungsvorschläge zu erhalten und die Textqualität besser einschätzen zu können.

Zu diesem Zweck möchte ich Euch gern den geplanten Klappentext sowie das erste Kapitel als kurze Leseprobe vorstellen.

Der Arbeitstitel lautet "Die Heilanstalt". Der Roman kann als Psychothriller bezeichnet werden.

Ich freue mich auf Eure Beiträge!

Beste Grüße

Tobi


Klappentext

Patrick Baumgartner erwacht ohne
Erinnerung als Patient in einer dubiosen Heilanstalt. Alle Räumlichkeiten sind
lichtüberflutet und blitzen vor Reinlichkeit. Doch Patrick spürt von Anbeginn
die unterschwellige Dunkelheit an diesem Ort und ahnt, dass im Verborgenen
eine lebensbedrohliche Gefahr lauert. Die Menschen hier wirken betäubt, ihre
Gesichtszüge sind starr und ihre Augen seltsam getrübt. Nur die Patientin
Melanie Kahlbach besitzt einen klaren Blick und scheint etwas zu wissen,
worüber sie nicht zu reden wagt. Erst nachdem Patrick nach einiger Zeit ihr
Vertrauen erwirbt, weiht sie ihn schließlich in die grauenvolle Wahrheit des
Sanatoriums ein und verrät ihm, was die Patienten tatsächlich am Ende ihrer
"Heilung" erwartet. Doch fast scheint es, als sei Patricks Verstand
bereits hoffnungslos den geheimnisvollen Kräften dieses Ortes verfallen. Ihm
bleibt nicht viel Zeit, um sein verlorenes Gedächtnis wiederzuerlangen und den
düsteren Fängen der Heilanstalt zu entkommen. Nicht nur sein eigenes Überleben
steht auf dem Spiel; denn Patrick befindet sich nicht zufällig an diesem Ort …

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Tobias_S
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 32
Beiträge: 19
Wohnort: Nettetal


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 11:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Leseprobe


„Hat Ihnen der Tee gemundet, Herr Baumgartner?“
Die Stimme war ein fernes Echo und die Worte mussten erst einige Male in seinem Verstand widerhallen, ehe er ihre Bedeutung erfasste.
„Ja, danke“, sagte er müde. „Allerdings ist mein Name nicht …“
„Legen Sie Ihre Schuhe und die Kleidung bitte auf das Band und gehen Sie dann durch die Kontrolle.“
Er fasste sich an die Schläfe. Ihn plagten keine Kopfschmerzen, aber eine unerklärliche Gedankenträgheit beherrschte ihn. Ihm war, als wüsste er kaum seinen eigenen Namen, und als er sich näher darauf konzentrierte, stellte er fest, dass er ihn wirklich nicht wusste. Der Zugang zu seinem Gedächtnis war wie mit einer schleimigen Substanz verklebt. Er rieb sich die Augen und blickte die Frau an, die vor dem Band saß und seinen Blick ungeduldig erwiderte. Sie war blass, jung und mager. Sie wirkte schläfrig, dunkle Ringe standen ihr unter den Augen … und ihre Augen …
„Würden Sie bitte fortfahren, Herr Baumgartner! Sie wollen doch nicht die anderen Gäste warten lassen!“
Er wandte sich träge um, aber sah hinter sich niemanden; nur die Rolltreppe, die surrend nach unten lief und ihn hierher geführt hatte.
„Entschuldigen Sie“, hauchte er. „Mir ist unwohl.“
Er bückte sich und zog stöhnend die Stiefel von den Füßen. Dann legte er sie auf das Band, welches daraufhin quietschend zu laufen begann und das Schuhwerk in einen rechteckigen Durchleuchtungsapparat beförderte. Er schüttelte benommen den Kopf und wollte durch die Kontrolle gehen.
„Bitte auch die Kleidung!“, rief die junge Frau.
Na, hören Sie mal!, wollte er protestieren. Aber seine Zunge klebte am Gaumen und seine Lippen waren wie versiegelt. Er verzog das Gesicht und fasste sich wieder an die Schläfe. Dann entledigte er sich des Mantels und der Stoffhose und legte die Kleidung auf das laufende Förderband. Nur in Unterhose schleppte er sich durch das Kontrolltor. Der Alarm blieb stumm und die Warnlampe über dem Tor dunkel.
„Danke, Herr Baumgartner.“
Noch einmal sah er die Frau an. Sie wirkte zerstreut, wie weggetreten. Tiefe Falten von Müdigkeit durchfurchten ihr Gesicht, und in ihren Augen stand … ihre Augen waren …
Er senkte den Kopf und fühlte einen Schwindel über sich hereinbrechen. Zitternd streckte er einen Arm nach Halt aus, fand keinen und schwankte zwei Schritte zur Seite.
„Ah, Herr Baumgartner, ich grüße Sie! Wir haben Sie schon erwartet. Mein Name ist Gabriel von Wallenstein. Ich bin Ihr Therapeut.“
Er hob den Blick und sah vor sich eine verschwommene Silhouette; einen Augenblick später erkannte er in ihr einen lächelnden Mann mit dünnem Haar und grauem Schnurrbart. Sein Kittel war strahlend weiß und fiel wie ein Vorhang auf die Schuhe. Sein Gesicht war von zarter Mimik. Seine Augen aber …
„Mein Name ist nicht …“
Er brach ab und strauchelte vorwärts.
„Oh, na Vorsicht!“, rief der Mann im weißen Kittel und hielt ihn lachend fest. „Sie sind bestimmt erschöpft von der langen Reise. Kommen Sie, ich begleite Sie auf Ihr Zimmer. Es wird Ihnen gefallen, das verspreche ich. Aber ziehen Sie zuvor doch bitte einen unserer Bademäntel an. Wir wollen doch keine Erkältung riskieren, nicht?“
Der Mann schmunzelte liebevoll und hielt ihm ein weißes Bündel Kleidung hin.
Wo sind meine Sachen?, wollte er fragen. Aber seine Zunge war taub und brachte keine Silbe zustande. Er nahm das Bündel widerwillig entgegen und betrachtete es mit müdem Blick. Kurz darauf entfaltete er es, zog den Bademantel über und band sich den dazugehörigen Gürtel um die Taille. Zuletzt schlüpfte er in ein passendes Paar weißer Pantoffeln.
„Ruhen Sie sich erst einmal eine Nacht lang aus, Herr Baumgartner, und Sie werden sich fühlen wie neugeboren. Glauben Sie mir, viele unserer Patienten müssen sich erst an unsere Luft gewöhnen. Ja, manchen ging es schon schlechter als Ihnen.“
Der Mann nahm ihn an der Hand und führte ihn durch eine Flügeltür in einen großräumigen Speisesaal. Dort hingen prunkvolle Kronleuchter an der Decke und mindestens dreißig runde Tische, jeweils von vier hölzernen Stühlen umgeben, standen vor einem leeren Büffettisch.
„Frühstück beginnt um sieben, Mittagstisch ab zwölf, Abendessen um sechs. Seien Sie unbesorgt, wir werden Sie rechtzeitig wecken.“
Der Mann umklammerte seine Hand, als fürchtete er, sein Patient könnte sich losreißen und flüchten. Dieser versuchte stattdessen den Eiter zu durchdringen, der sein Gedächtnis verklebte.
„Thomas … wo bist du …“
Der Mann im weißen Kittel verzog das Gesicht, als hätte er Zahnschmerzen.
„Entspannen Sie sich, Herr Baumgartner! Akklimatisieren Sie sich! Morgen schon werden Sie sich fühlen wie ein Fisch im Wasser.“
Der Therapeut versuchte offenbar zu lächeln, doch es wollte ihm nicht recht gelingen. Sein Gesicht wirkte verkrampft, als würde ihn eine Fliege ärgern. Er setzte seinen Gang merklich beschleunigt fort und zog seinen Patienten unsanft an der Hand mit. Dieser ließ sich vorwärts zerren, bis sie eine weitere Flügeltür erreichten, über der eine römische I stand.
„Abteilung Eins. Hier ist vorübergehend Ihr neues Zuhause, Herr Baumgartner, bis Sie so weit sind, in Abteilung Zwei umzusiedeln. Aber immer alles der Reihe nach.“
Der Mann lächelte, diesmal wieder glaubhaft freundlich, und stieß die Flügeltür mit der freien Hand auf. Jenseits erstreckte sich ein langer Flur, der an beiden Seiten in regelmäßigen Abständen hölzerne Türen hatte. Auch hier war alles weiß: der Teppich, die Tapete, die Decke. Er glaubte, schneeblind zu werden. Der Kittelträger schmunzelte, als hätte er seinen Gedanken gelesen.
„Zugegeben, dieses farblose Einerlei ist nicht besonders reizvoll. Aber wir wollen doch keinen gefährlichen Schmutz übersehen, nicht wahr?“
Kalte Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Nach wie vor wollte er in sein blockiertes Gedächtnis vordringen …
Tho … Thom …
… aber es fiel ihm immer schwerer.
Eine scheinbare Ewigkeit waren sie den Flur hinab gelaufen, bis der Mann endlich vor einer Tür stehen blieb und seine Hand losließ.
„Zimmer 137, da wären wir. Wenn Sie einmal Ihren Daumen hier drauf drücken würden?“
Der Mann deutete auf eine rot leuchtende Fläche unterhalb der Türklinke. Anstatt zu reagieren, starrte er nur abwesend vor sich hin. Jede Faser seines Körpers, vor allem aber seines Geistes, schien wie gelähmt.
„Ach, Herr Baumgartner!“
Der Mann nahm lachend seine Hand und presste den fremden Daumen auf die leuchtende Fläche. Ein elektronisches Piepsen ertönte, worauf ein Schloss aufsprang und sich das rote Leuchten zu einem grünen wandelte.
„Na, bitte. Das klappt ja reibungslos! Nun einfach die Klinke herunterdrücken und die Tür nach vorn aufstoßen.“
Diesmal wartete er nicht ab und tat es gleich selbst. Das Zimmer, in das der Mann ihn schob, war spartanisch, aber liebevoll eingerichtet. Ein schmales Einzelbett stand in der Mitte, daneben eine Kommode und eine Vase mit Rosen. Links hinter der Eingangstür war ein Schrank neben einem Waschbecken, über dem ein ovaler Spiegel angebracht war. Rechts neben dem Bett offenbarte eine zur Hälfte geöffnete Tür einen Ausschnitt des Badezimmers, in dem sich Toilette und Dusche befanden. Auch hier war alles weiß – sogar die Rosenblüten – und in vorbildlicher Sauberkeit. Das Zimmer war fensterlos, doch strömte durch eine Deckenbelüftung frische Luft, die er gierig in seine Lungen sog.
„Nun dann, es ist spät, Herr Baumgartner. Ich lasse Sie jetzt allein, damit Sie sich in Ruhe zu Bett begeben können. Alle notwendigen Toilettenartikel finden Sie im Badezimmer.“
Ja, danke, wollte er sagen. Doch seine Zunge war nach wie vor leblos. Seine Zähne bissen aufeinander und sein Mund blieb geschlossen.
„Oh, ehe ich’s vergesse“, sagte der Mann im weißen Kittel, der sich bereits zum Hinausgehen gewandt hatte. „Trinken Sie vor der Nachtruhe einen Becher unseres Tees, Herr Baumgartner, und Sie werden schlafen wie ein Murmeltier und träumen wie im siebten Himmel. Glauben Sie mir, Geheimrezept des Hauses!“
Der Therapeut zwinkerte ihm zu und zog dann leise die Tür hinter sich zu.
Er stand orientierungslos im Zimmer und besaß nicht einmal mehr die Kraft, sich genauer umzusehen. Nach einer Weile gelang es ihm, vor den Spiegel zu treten und in sein bleiches Gesicht zu blicken. Er beugte sich vor und betrachtete seine Augen. Angesichts seiner Müdigkeit erwartete er sie blutunterlaufen. Doch seine blaue Regenbogenhaut war von hellem Weiß umgeben. Seine Augen waren erstaunlich wach; und tatsächlich sollten sie an diesem Ort nie wieder so klar und lebendig sein.
Sein Blick senkte sich auf die Kanne, die am Waschbecken neben einem weißen Becher stand. Schlafwandlerisch griff er hin und schenkte sich ein. Eine türkisfarbene Flüssigkeit ergoss sich in den Becher … ihr Anblick war sinnraubend; sein Blick verlor sich in ihrer Tiefe. Mit Augen, die schon nicht mehr seine waren, begann er zu trinken.
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Altair
Schreiberassi


Beiträge: 48



BeitragVerfasst am: 24.05.2013 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Cool!

Aber einigen Dialogen merkt man den Germanisten an... nur der würde wirklich 'gemundet' verwenden. ;)

Ansonsten liest es gut und flüssig ( und interessant )

Altair
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Tobias_S
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 32
Beiträge: 19
Wohnort: Nettetal


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 11:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Altair,

vielen Dank für das positive Feedback! smile

Der gesamte Roman ist in einer etwas "gehobeneren" Sprache verfasst. Damit werde ich wohl nicht jedermanns Geschmack treffen, aber das ist einfach mein Stil. wink

Viele Grüße,
Tobi
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Wolfi
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 611
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

habe Deinen Beitrag gelesen. Ich fand ihn spannend bis auf zwei Kleinigkeiten die wohl nicht ganz passen. Zum einen wäre gemundet Hinweis. Mag für dich ja in Ordnung sein, aber viele können damit nichts anfangen. Ich denke, du schreibst nicht nur für dich. Das sollten vielleicht auch andere lesen, die dieses Wort in Frage stellen. Was mir noch aufgefallen ist, auch wieder so ein extravaganter Hinweis:
Zitat:
Zitternd streckte er einen Arm nach Halt aus,
Auch dies bremst stark den Lesefluß ab. Ansonsten hab ichs gerne gelesen.

LG
Wolfi


_________________
Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können.
(Albert Einstein)
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Tobias_S
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 32
Beiträge: 19
Wohnort: Nettetal


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 12:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Wolfi,

vielen Dank für Deine Anmerkungen! smile

Freue mich, dass Dir der Text insgesamt gut gefällt.

Grüße,
Tobi
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nebenfluss
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Beiträge: 3657
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 12:47    Titel: Re: Psychothriller: Die Heilanstalt Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

ich äußere mich erstmal zum Klappentext, vielleicht komme ich später noch zur Leseprobe. Als "echter" Klappentext, wie man ihn von gebundenen Büchern her kennt, ist die Länge gerade noch OK, für die Rückseite eines Buches aber deutlich zu lang. Ich finde, auch für die Zusammenfassung bei Amazon könntest du noch ein paar Worte rauskürzen.
Auf jeden Fall überarbeiten würde ich diese Wiederholung:
Tobias_S hat Folgendes geschrieben:

Erst nachdem Patrick nach einiger Zeit ihr
Vertrauen erwirbt...


Herzlich willkommen hier. Es wäre nett, wenn du auch Texte anderer kommentierst. Als Germanistik-Absolvent hast du ja sicher Hilfreiches beizutragen.

LG


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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Tobias_S
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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 13:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi nebenfluss,

für die Rückseite eines Buches ist der Text deutlich zu lang, klar. Er soll tatsächlich als Produktbeschreibung bei Amazon dienen. Eine Printausgabe ist nicht geplant.
 
Danke für den Hinweis auf die Wortwiederholung.

Grüße,
Tobi
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Gast







BeitragVerfasst am: 24.05.2013 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mal böse - das sind so 'Klappentexte' da klapp ich direkt weg und denke mir 'wrrr, Massenselbstverlag, alles Kruscht.'

Das ist dein Aushängeschild - und dafür ist es weder griffig genug (scheint, scheint, scheint) noch gibt es mir das Gefühl, ich wolle den Rest lesen.

Ich rödel mal durch, keine Garantie auf Perfektion, aber zumindest ne Ahnung, wohin ich dich schupsen möchte.

Anmerkungen:

- Adjektive raus, Schwammiges raus, Tempo und Spannung rein.
- lichtdurchflutet, nicht überflutet.
- lebensbedrohliche Gefahr - geht gar nicht, da stimmt was nicht.
- Die Namen finde ich allesamt gruselig, aber das ist freilich subjektiv.
- Wahrheit des Sanatoriums - ist auch so eine seltsame Fehlformulierung. Kann ein Sanatorium eine Wahrheit haben? Wenn du das im Buch auch machst, hast du ein Problem.

- Du hast außerdem Unmengen von Redundanzen drin. Ich habe die allesamt rausgeworfen -
Bsp. 'Patient in Heilanstalt' (na als Arzt wird er da ohne Erinnerung nicht sein) oder 'verlorenes Gedächtnis wiedererlangen' - wenn man etwas wiedererlangen will, musses ja weg sein. Außerdem will er seine Erinnerung wieder, sei Gedächtnis funzt ja ab Zeitpukt x? oder?

- 'Überleben' kann nicht auf dem 'Spiel stehen' - das Leben steht auf dem Spiel, Kampf ums Überleben. Du vermischwuschelst Redewendungen. Auch das darf dir nicht im Langtext nicht unterlaufen.

Klappentext

Patrick Baumgartner erwacht ohne Erinnerung in einer Heilanstalt. Die Räumlichkeiten sind
lichtdurchflutet und blitzen vor Reinlichkeit. Doch Patrick spürt die Dunkelheit an diesem Ort und ahnt, dass im Verborgenen Gefahr lauert. Die Menschen wirken betäubt, die Gesichtszüge sind starr.
Nur die Patientin Melanie Kahlbach hat einen klaren Blick und weiß offenbar etwas, über das sie nicht zu sprechen wagt. Nachdem Patrick ihr Vertrauen erwirbt, weiht sie ihn in das grauenvolle Geheimnis ein und verrät, was die Patienten tatsächlich am Ende ihrer
"Heilung" erwartet.
Doch es scheint, als sei Patricks Verstand bereits hoffnungslos den dunklen Kräften dieses Ortes verfallen. Ihm bleibt nicht viel Zeit, um seine Erinnerung wiederzuerlangen und den
düsteren Fängen der Heilanstalt zu entkommen. Es steht mehr als nur sein Leben
auf dem Spiel ...
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Tobias_S
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Beiträge: 19
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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 14:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo debruma,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag und die vielen Verbesserungsvorschläge.

Ich bin nicht in allen Punkten Deiner Meinung, aber vieles empfinde ich als hilfreich und werde es gern und dankbar übernehmen. smile
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Grendel
Schreiberling


Beiträge: 239

Extrem Süßes!


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

bisher habe ich auch nur den Klappentext gelesen. Als Ergänzung zu debrumas Anmerkungen würde ich noch Reinlichkeit gegen Sauberkeit austauschen. Reinlichkeit bezieht sich nach meinem Verständnis auf ein aktives Bedachtsein auf Sauberkeit, was ich einem empfindsamen Wesen, Mensch oder Tier, zuordne.

So ungern ich einem Einhorn widerspreche (ich hoffe, es piekst mich nicht gleich  Wink ), in einem Punkt tue ich es: Den Patienten in der Heilanstalt würde ich stehen lassen. Auch ein Besucher oder Arzt oder Pfleger kann ohne Erinnerung in einer Heilanstalt erwachen, beispielsweise nachdem er niedergeschlagen wurde.

LG
Grendel
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Tobias_S
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 32
Beiträge: 19
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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 14:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Grendel,

Reinlichkeit gegen Sauberkeit auszutauschen, finde ich einen guten Vorschlag! smile

"Patient" möchte ich im ersten Satz auch stehen lassen. Wie du schon richtig angemerkt hast, kann er auch als "Außenstehender" ohne Erinnerung in einer Heilanstalt erwachen. Dass er sich dort als eingewiesener Patient befindet, ist daher eine wichtige Information.
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pintus
Schreiberassi


Beiträge: 45



BeitragVerfasst am: 24.05.2013 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

das ist solide geschrieben. Der Text stimmt einen populären literarischen Sing-Sang an, bedient sich aber erzählerischer Mittel, die mir etwas zweifelhaft erscheinen. Ich schenke dem nicht ganz Glauben. Da hier mit Wirklichkeiten gespielt werden soll würde mich interessieren, wieso du diese Erzählperspektive gewählt hast und wie du sie interpretierst (im Kontext der Geschichte).
Sprachlich ist das ganz in Ordnung, man müsste ein paar Wiederholungen und Füllphrasen rausnehmen, aber eigentlich interessiert mich mehr, ob der Therapeut nur deswegen "gemundet" sagt, weil das deine Art ist zu schreiben.

Gruß
pintus
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Tobias_S
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

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Beiträge: 19
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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 15:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo pintus,

welche erzählerischen Mittel erscheinen dir zweifelhaft und wem oder was schenkst du keinen Glauben?

Der perspektivische Fokus liegt in der Einleitungsszene stark auf Patrick, nicht weit von der Ich-Perspektive entfernt. Sogar seine getrübte Wahrnehmung fließt in die Erzählperspektive mit ein. Der Roman funktioniert nur aus dieser eingeschränkten Perspektive. Ein allwissender Erzähler wüsste ja gleich zu Beginn, welche "Grauenhaftigkeiten" sich in der Heilanstalt im Verborgenen abspielen.
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Gast







BeitragVerfasst am: 24.05.2013 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Außenstehende erwachen aber nicht in Heilanstalten. Cool
(Die finden sich dort plötzlich wieder o.ä.)

Also an sich ist das jetzt keine so gewichtige Frage, als dass es lohnen würde, groß drüber zu palavern. Der Patient dürfte ohne weitere Auswirkungen drin bleiben - wäre es nicht eben ein Klappentext/Kurzbeschreibung/was auch immer.

Die Schwierigkeit ist hier folgende: du hast genau drei Zeilen, um den Leser zu gewinnen. Da entscheidet sich, ob er sich den Rest noch ankuckt oder wegzappt. Da zählt jedes Wort, da geht auch weniger um Info, als um Stimmung, Buchgefühl, Thema, Genre etc.

Drei Zeilen - von daher wäre mein Rat immer: jedes Wort, dass du weglassen kannst, lass weg.
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Tobias_S
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 32
Beiträge: 19
Wohnort: Nettetal


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 15:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@ debruma

In diesem kleinen Zusatz "als Patient" stecken nach meinem Empfinden eine Menge Informationen und Konnotationen, die erheblich zur Bildung der Atmosphäre beitragen.
Patrick Baumgartner wird eine klare Rolle zugeschrieben und man ahnt, in welcher misslichen Situation er sich befindet, wenn er "Patient" in einer "dubiosen" Heilanstalt ist. Für mich schwingen da viele bedrohliche Bilder und Gefühle mit, z.B. dass er von anderen (Ärzten, Therapeuten etc.) abhängig ist, sich quasi in deren Gewalt befindet. Zugleich wirft es die Frage auf, warum Patrick Patient in der Heilanstalt ist, an welcher vermeintlichen Erkrankung er leidet, ob die Heilanstalt vielleicht gar nicht düster und bedrohlich ist, sondern sich alles nur in seinem "kranken" Kopf abspielt.
All das offeriert der Zusatz "Patient" - und diese bestimmte Rolle ist letztlich auch Dreh- und Angelpunkt des Psychothrillers, in dem es um Wahrnehmung, Perspektive und Wahrheit geht.
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pintus
Schreiberassi


Beiträge: 45



BeitragVerfasst am: 24.05.2013 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, das beantwortet meine Frage.
Mir ist das alles etwas zu effekthascherisch.
Ist nicht mein Ding, kann aber, so wie der Text ausgerichtet ist, ein gewisses Publikum erreichen.

Gruß
pintus
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Gast







BeitragVerfasst am: 24.05.2013 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

hm, versteh mich nicht falsch, dein Text, dein Problem smile

Interessant ist die Diskussion auch weniger auf der ebene 'was macht der Patient in dem Satz' - sondern viel mehr: wie funktioniert so ein Klappentextdingens.

Dieser Text hat eine ganz bestimmte Funktion. Konnotation z.B. ist etwas, das völlig fehl am Platze ist, weil der Aufmerksamkeitspegel des Lesers viel zu gering ist.

Viele Klappentexte haben - ähnlich wie Filmtrailer - gar nicht wirklich viel mit dem Werk zu tun, tw. ist die Story fast falsch wiedergegeben. Warum? Weil der Autor des Klappentextes zu dusselig war zum Lesen?

Nein. Weil es nicht um eine Wiedergabe des Werkes geht, sondern um ein Auslegen des Köders bzw. ein Angeln der Leser. Deswegen muss der Klappentext eigentlich nicht auf das Buch zugeschnitten sein, sondern auf die Zielgruppe.

Und deswegen schreiben Autoren die Dinger auch nicht selbst, wenn sie schlau sind wink

Entscheiden ist: 95 % aller Leser werden beim Lesen des ersten Satzes (ohne P.) assoziieren, dass er da als Patient ist. Weil er eben aufwacht, was man idR als P. im Bett tut und nicht als Hausmeister in der Besenkammer.

Deswegen kann die Info raus - die 5 % - oder von mir aus 30 %, ich streite mich da nicht, denen das nicht ganz klar ist, denen wird das wesentliche: Baumgartner, ausgeliefert, dunkles Geheimnis, Heilanstalt --> das wird deutlich.

dubios ist zwar ein schickes Wort, aber kein sehr greifbares. Auch das ist zu subtil uneindeutig für einen Klappentext (außerdem ist es redundant, dass der Laden nicht sauber ist, erwarte ich schon von dem Begriff Heilanstalt und danach wird auch noch dreimal betont, das Schein und Sein auseinander liegen.)

All das andere ... ala ... vielleicht ist er ja der Irre? Wer  ist hier dubios? Wer hat wen in der Hand? --> das gehört ins Buch. Klappentexte sollen keine Rätsel aufgeben und keine Denkprozesse auslösen. Es geht rein darum ein: 'Boah, Heilanstalt ... Düsterkeit ....  Leben, Tod und Geheimnisse? Will ich.'
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nebenfluss
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Beiträge: 3657
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 24.05.2013 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

ich halte das mit dem "Patienten" auch für unkritisch und kann deine Argumentation gut nachvollziehen. Trotzdem hat die "böse" debruma dir hier wohl vor Augen geführt, was mit deinem Roman passiert, wenn mal jemand ernsthaft die Schere ansetzt. Es würde ihm sicher guttun.

Auf dem Roten Teppich schreibst du, du möchtest als E-Book veröffentlichen, weil du das Buch dann günstiger anbieten kannst. Du denkst vermutlich, die Kosten für Verlag, Druck und Buchhandel werden gespart und du kriegst pro Exemplar trotzdem deinen Euro. Aber bei einem gut gemachten Buch lässt sich außer dem Druck nichts sparen.

Ein professionelles Lektorat wird in diesem Forum nicht geleistet, bezahlen willst oder kannst du es nicht.
Kuschelkommentare, wie oben zu finden, helfen dir da nicht weiter.

Das E-Book layouten, Cover gestalten? Musst du dann auch selbst machen. Das E-Book bewerben? Musst du ebenfalls selbst machen. Du kriegst vielleicht das Gleiche raus - aber für deutlich mehr Arbeit.

Und dabei könnte ich nie im Leben so böse wie debruma sein Laughing

LG


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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,

den Ausführungen von debruma zum Klappentext habe ich nichts hinzuzufügen,gerne gehe ich noch detaillierter darauf ein, wenn Du magst.

Aber ich würde gerne wissen, ob Dein Buch mehr oder weniger in der Gegenwart, oder in der Zukunft spielen soll?

Ich frage unter anderem wegen der Gestaltung der Heilanstalt.

Bestimmte Details wie "weißer" (wenn etwas futuristisch ist, dann weißer Teppichboden in einer Anstalt) Teppichboden, die fensterlosen Patientenzimmer und frische Luft, die durch ein Lüftungssystem kommt.

Deshalb meine Frage ... Realität oder Science Fiction?

LG
Nuff


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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tobias,
hier
Zitat:
Seine Augen waren erstaunlich wach; und tatsächlich sollten sie an diesem Ort nie wieder so klar und lebendig sein.

springst du in der Perspektive. Absicht? Ich hatte das Gefühl, ich hör plötzlich Stimmen. Passt ja irgendwie zum Ambiente. Ist aber doch komisch, wenn da plötzlich ein vermutlich auktorialer Erzähler so aus dem Nichts auftaucht.

Generell gefällt mir die Ausgangssituation, wie sie im Klappentext beschrieben ist, aber leider ist es nicht der Anfang der Romans. Kein Erwachen sondern eine Ankunft. Wär auch nicht schlecht, aber es ist ein bisschen zu deutlich, dass hier am Anfang erst einmal beschrieben werden soll, wo wir uns befinden. In dem kurzen Ausschnitt scheint mir schon die Hälfte des Klappentextes drin zu sein. Sollte das Erkennen der starren Blicke und der veränderten Augen nicht um Einiges später kommen? Dein Protagonist scheint zwischen getrübter und superklarer Wahrnehmung hin- und her zu oszillieren. Zum Beispiel kann er feststellen, ob ein Lächeln genuin freundlich ist ("Der Mann lächelte, diesmal wieder glaubhaft freundlich"), während es sonst wie mit einem getrübten Bewusstsein dargestellt wird.




debruma hat Folgendes geschrieben:
Dieser Text hat eine ganz bestimmte Funktion. Konnotation z.B. ist etwas, das völlig fehl am Platze ist, weil der Aufmerksamkeitspegel des Lesers viel zu gering ist.

Das meinst du nicht ernst oder? Eine Konnotation ist nicht etwas, das man entschlüsseln muss. Auch keine Metapher. Es ist ein Teil des Wortes (Begriffes) selbst. Ein Teil seiner Bedeutung. Die entsprechenden Nebenbedeutungen werden zusätzlich zu Denotation aktiviert, ob du das willst oder nicht. Ein geschickter Umgang mit den Konnotationen der verwendeten Wörter kennzeichnet einen guten Autor, ob es im Klappentext ist oder im Roman selbst.


_________________
Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

If you had a million Shakespeares, could they write like a monkey? (Steven Wright)
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Eimerian
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BeitragVerfasst am: 24.05.2013 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Der Klappentext:
ist mir zu lang und zu detailiert.
Ist es zB nötig zu schreiben, dass Melanie ihm erst nicht helfen will und dann doch?

Zitat:
..., was die Patienten tatsächlich am Ende ihrer "Heilung" erwartet.

Wird das ironische Gänsefüßchen unter Germanisten nicht geächtet?

Zitat:
Doch fast scheint es, als seiwäre Patricks Verstand...


Leseprobe:
Sehr gut. Ist das das erste Kapitel? Da würde ich gerne erfahren, wie es weiter geht.
Du baust langsam eine bedrohliche Stimmung auf. Die ausweichende Art des Therapeuten passt da gut hinein.
Das komplett weiß eingerichtete Krankenhaus ist zwar ein Klichee, stört hier aber nicht.
Die Sache mit den Augen wird brav zweimal mit den Augen der Frau und des Therapeuten geforeshadowt.

Mir gefallen auch die zwei Sprünge. Du bekommst die Gradwanderung hin, eine Geschichte durch die Augen eines verwirrten Erzählers zu schreiben, ohne dass die Geschichte selbst verwirrt geschrieben ist.

Ich schließe mich den anderen an, was die Redundanzen angeht. Schau, ob du nicht mit weniger Modalverben auskommst.
zB:
Zitat:
und die Worte halltenmussten erst einige Male in seinem Verstand widerhallen,...


Zitat:
Ihm war, als wüsste er kaum seinen eigenen Namen, und als er sich näher darauf konzentrierte, stellte er fest, dass er ihn wirklich nicht wusste.

Das ist doch eine komische Konstruktion. "Ihm ist, als wäre fast X, und er stellt fest, es ist X."
Seine Namen weiß man oder nicht, wie kann man den kaum wissen?

Zitat:
...bis sie eine weitere Flügeltür erreichten, über der eine römische IEins stand.

Kenne ich nur so geschrieben.

lg
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