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WritingFeli
Geschlecht:weiblichVorschüler

Alter: 21
Beiträge: 1



BeitragVerfasst am: 22.04.2013 16:53    Titel: Bitte lesen! Kritik zu meinem neuen Buch :) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo! Smile
Ich würde hier gerne Teile meines neuen Buches "Frühlingswind - Eine machtvolle Liebe" reinstellen. Ich hoffe auf konsruktive Kritik und Tipps  Wink

Ich danke euch schon mal im Vorraus  Daumen hoch




Frühlingswind - Eine machtvolle Liebe


Prolog

Freiheit. Es ist schwer dieses Wort zu definieren. Für mich bedeutet es viele Sachen. Viele Sachen, die ich auf meiner Reise erleben durfte. Vor diesem Abenteuer hätte ich das Wort Freiheit vielleicht mit der Tatsache, keine Befehle befolgen zu müssen, oder mit schnellem Laufen, was ich, nebenbei gesagt über alles verabscheue, definiert. Heute weiß ich, dass es so viel mehr bedeutet. Frei zu sein bedeutet nicht nur selbstständig zu leben oder in der Wildnis zu sein. Vielleicht fühlt man sich in diesen Momenten frei. Vielleicht bedeuten diese Momente einem alles. Aber diese Momente definieren nicht das Wort Freiheit. Sie beschreiben das Wort Mensch. Denn Menschen sehen die Freiheit nicht. Sie denken, wenn sie älter werden und mit der Schule fertig sind, sind sie frei. Dann können sie die Freiheit zu ihrem Eigenen machen. Doch sie liegen falsch. Sie sehen nicht, was ich gesehen habe. Sie haben nicht erlebt, was ich erlebt habe. Keiner von ihnen hat diese Reise gemacht. Ich aber schon. Diese Reise hat nicht nur meine Definition von Freiheit verändert, sondern auch mich selbst. Ich wollte nie wahrhaben, wie unglaublich verwöhnt ich war. Ich wollte nie meine eigene Blindheit entdecken. Stattdessen blieb ich blind und ich habe es genossen. Denn wenn du blind bist, obwohl du die Chance hast etwas zu sehen, dann kann man dich nicht so schnell verletzen. Du kannst dich selbst ein Stück weit schützen. Aber du gefährdest dadurch die Anderen. Du übersiehst mit Absicht das Leid eines Mitmenschen. Du siehst vielleicht einen Bettler am Straßenrand, aber du bist zu blind, um ihm etwas zu Essen zu geben. Du siehst vielleicht den Straßenhund, der in der dunklen Gasse verzweifelt nach Nahrung sucht, aber deine Blindheit verbietet dir ihm zu helfen. Denn würdest du ihn in dein Herz lassen. Und du könntest verletzt werden.
Ich war vor meiner Reise blind. Heute jedoch, nachdem ich dieses Abenteuer überstanden habe, habe ich meine Augen geöffnet. Nun sehe ich was Freiheit bedeutet. Man kann dieses Wort in keine Schublade stecken, es bedeutet zu viel. Ich definiere Freiheit mit vielen kleinen Worten. Ich weiß, dass auch diese noch nicht genug sind, aber sie sind ein Anfang. Glück, lachen, Wind, fliegen, rennen, helfen, Liebe und leben. Für mich ist das Freiheit.   

Kapitel  I
Er

„Da ist sie. Sollen wir?“, frage ich. Der große Mann neben mir schüttelt den Kopf. „Nein. Noch nicht. Lass sie noch etwas in Ruhe.“ „Wie lange denn noch? Wir beobachten sie schon seit Tagen. Sie sollte endlich mal Anzeichen haben. Wann greifen wir ein?“ Ungeduldig trete ich von einem Fuß auf den Anderen. Der Mann rührt sich nicht. „Wenn sie soweit ist.“, grummelt er mit einem genervten Unterton. Ich verdrehe die Augen und beäugen ihn misstrauisch. Sein schwarzes kurzes Haar, seine starken muskulösen Arme und seinen, mit einem schwarzen Muskelshirt bedeckten, Oberkörper. Sein Gesichtsausdruck verändert sich nie. Niemals habe ich ein Lächeln auf seinen Lippen, eine Träne in seinen Augen oder einen Schreck in seinen Zügen bemerkt. Keine Emotionen. Das gehört sich wohl für einen Anführer.
Da verändert sich etwas im Zimmer. Das Mädchen steht auf und legt ihr Puder, oder was auch immer, zur Seite und geht zum Spiegel. Ich schätze in ihrem Zimmer läuft Musik, denn sie tanzt nebenher. Selbst durch die zwanzig Meter Entfernung kann ich ihren prüfenden Blick erkennen. Sie beäugt sich einmal von links, dann von rechts, dann nickt sie zufrieden und greift zu ihrer Bürste. Es fällt mir schwer meinen Blick von ihrem schwarzen, langen Haar zu wenden und nach den Symptomen zu suchen. Dazu sind wir schließlich hier. „Sie scheint noch nichts zu merken.“, stellt Curt nachdenklich fest. Ich werfe noch einen Blick auf das Mädchen. Es stimmt. Sie bemerkt nichts. Rein gar nichts. „Aber wieso? Ich habe es doch auch sofort bemerkt. Und die Anderen genauso.“ Kurt nickt nachdenklich. „Ja, sie wird ein Sonderfall...“ Ich runzle die Stirn. „Ein Sonderfall?“ „Ja, wir nennen solche Fälle auch Illiaen. Das letzte Mal habe ich einen vor siebzig Jahren erlebt.“ Ich bemerke die Sorgenfalten auf seiner Stirn. Beunruhigt, von der ersten Emotion, die ich jemals auf Curts Gesicht gesehen habe, mustere ich ihn. „Was ist mit diesem Illia passiert?“ Curt sieht mich ernst an und hält kurz inne. Dann sucht sein Blick das, mittlerweile wild herum hüpfende, Mädchen. „Er wurde ermordet.“

Kapitel 2
Sie     
  
Das nervtötende Piepen meines Weckers, das mich sonst täglich zur Weißglut bringt, stört mich heute reichlich wenig. Mit einem Satz springe ich aus dem Bett und schalte das Radio ein. Als mir 'Sober' von Pink entgegen tönt, beginne ich tanzend meinen Kleiderschrank nach meinem Lieblingskleid zu durchsuchen. Singend schäle ich mich aus meinem Schlafanzug, der aus einem schlabberigen Shirt und engen Hotpants besteht, und schlüpfe in das zitronengelbe Sommerkleid. Das Wetter draußen ist fantastisch, genauso wie ich es mir an diesem Tag gewünscht habe. Ich schnappe mir meine Schminksachen und beginne silbernen Lidschatten, Wimperntusche, Puder und zart rosa Lippenstift aufzulegen. Das Lied wechselt zu einer 'ACDC'-Nummer und ich beginne wild im Zimmer herumzutanzen. Ich packe meine Schultasche und schalte das Radio wieder aus. Während ich nach unten in die Küche gehe, summe ich weiter vor mich hin. Ich stelle meine Tasche auf den Boden und fülle mir Cornflakes in eine Schüssel. Dann schalte ich den CD-Player ein und mein Lieblingssong von 'Image Dragons-Radioactive' ertönt. Ich esse mein Frühstück nicht einmal zwei Minuten, da steht schon meine Mutter in der Tür. „Bist du verrückt? Es gibt Leute, die noch schlafen!“, posaunt sie über die laute Stimme von ___ hinweg. Grinsend, wie ein Honigkuchenpferd, blinzele ich sie an. „Guten morgeen! Jetzt bist du ja wach.“ Lächelnd verdreht sie die Augen und stellt die Musik leiser. „Ja in der Tat. Morgen, Schatz.“ Sie drückt mir einen Kuss auf die Stirn. „Und Happy Birthday!“
„Huhu! Sweet seventeen!“ Lachend verdrehe ich die Augen und laufe direkt in die Arme meiner besten Freundin. „Oh Caro, muss das denn sein?“, frage ich. Sie hüpft auf und ab, so dass ihre kurzen roten Locken wirr um ihr rundes Gesicht spielen und die Luftschlangen an meinem Spind beginnen zu tanzen. „Jaaa! Natürlich, was ist das denn für eine Frage?“ Ich grinse. Sie war schon immer ein Energiepaket, aber an besonderen Anlässen wird sie meistens hyperaktiv. Eine kleine Spur zu sehr, wenn ihr mich fragt. „Danke.“ Ich streiche mit den Fingern über die knallig pinken Buchstaben an meinem Spind, die ein „Happy Birthday“ darstellen. „So... Hier, bitteschön.“, sagt sie und hält mir ein gänzlich pink eingepacktes Geschenk hin. Die Tatsache, dass pink nur ihre Lieblingsfarbe ist, verschweige ich lieber. Stattdessen grinse ich einfach nur und packe es aus. Erst kommt ein brauner Karton zum Vorschein, aber dann... „Oh. Mein. Goooott!“, rufe ich und hole die brandneuen Lederstiefel aus dem Karton. Die knie hohen, schwarzen Stiefel mit zehn Zentimeter Absätzen, habe ich mir vor circa zwei Wochen im Schaufenster angesehen, bin aber jedes Mal mit großer Überwindung wieder gegangen, ohne sie auch nur anzuprobieren. Und jetzt halte ich sie in meinen Händen. Ich falle Caro um den Hals. „Oh Danke! Die muss ich gleich anziehen!“, sage ich grinsend und schlüpfe aus meinen abgelaufenen Chucks und in meine neuen Stiefel. Sie sitzen wie angegossen. „Ah...“, quieke ich überglücklich, „Die ziehe ich nie wieder aus!“ Caro lacht. „Freut mich, dass sie dir gefallen!“ Ich grinse. „Ich liebe sie.“, sage ich, hake mich bei ihr unter und ziehe sie mit, „Komm. Ich muss angeben!“
Der Geometrieunterricht an unserer Schule ist Horror. Ich weiß, das sagt man an jeder Schule, aber ich könnte wetten, dass unsere alle anderen schlägt. Und zwar mit Leichtigkeit. Wenn man nur unseren Lehrer anschaut, weiß man wieso. Ich meine nur vom Aussehen her. Ich habe keine Ahnung wie alt Mr. Andrews ist, aber er sieht aus wie mindestens hundertfünfzig. Sein Kopf ist viel zu klein für seinen restlichen Körper und unnatürlich rund. Die wenigen Haare, die erfolglos versuchen seinen Kopf zu bedecken, gelt er immer mit einer extra Portion Haargel nach hinten, so dass sie wie in Butter getunkte graue Spaghetti an seiner verschwitzten Kopfhaut kleben. Die seltsam geformten Ohren stehen ungefähr fünf Zentimeter von seinem Kopf ab und sind eindeutig zu lang. Und auch sein Gesicht ist sehr besorgniserregend. Die kleinen eingedrückten Augen sind, soweit ich das erkennen kann, ausgeblichen blau und mit tausenden Falten umgeben. Seine Nase ist viel zu lang und dünn. Aus seinen Nasenlöchern stehen immer ewig lange graue Haare hervor, bei denen wirklich keiner traurig gewesen wäre, wenn er sie abgeschnitten hätte. Der Mund ist nicht besonders auffällig, dünn und hellrot, es sei denn er ist wütend. In diesem Fall presst er die Lippen ganz fest aufeinander, so dass sie fast gänzlich weiß werden und sich zu einem dünnen Strich unter seiner Nase formen. Auch seine restliche Figur ist unauffällig. Klein, dürr, knochig und bucklig. Er trägt immer Latzhosen, die bestimmt aus dem letzten Jahrhundert stammen und seltsam blau-braun kariert sind. Darunter hat er stets ein grün liniertes Hemd, von dem ich mir fast sicher bin, dass es immer das selbe ist. Ich denke jeder kann sich vorstellen, was sich alle Schüler denken, wenn so eine Gestalt den Klassenraum betritt. Es würde die Situation dennoch enorm abschwächen, würde Mr. Andrews nicht auch noch lispeln und bei jedem Wort spucken. Ich weiß, darüber macht man keine Witze, aber bei diesem Mann ist es einfach zum Schießen. Wenn er wütend ist, beginnt herumzuschreien und die erste Reihe schon ihre Bücher als Schutzschilder zu benutzen, ist die ganze Situation sehr abstrakt. Auch erklären kann Mr. Andrews nicht. Er benötigt eine Stunde, um uns eine neue Formel, von der ich weiß, dass andere Lehrer das in zehn Minuten geschafft hätten,  nahe zu bringen. Nun, in diesem Unterricht befinde ich mich in diesem Moment. Mein Freund Eric sitzt eine Reihe vor mir und redet mit einem braunhaarigen Mädchen, dass am Tisch neben ihm sitzt und ihn wie ein Honigkuchenpferd anblinzelt. Anstatt Mr. Andrews Unterricht zu folgen, was meiner Note wirklich gut tun würde, verfolge ich das Gespräch von Eric und Melanie. Er lächelt sie an und flüstert etwas mit den Worten „Wochenende“ und „gut?“. Sie macht einen gespielt traurigen Gesichtsausdruck und sagt, laut genug damit ich es hören kann, „Es wäre schöner gewesen, wenn du bei mir gewesen wärst.“ Zu meiner Enttäuschung erwidert Eric nicht, dass er eine Freundin hat, die zufälligerweise direkt hinter ihm sitzt, sondern grinst frech und bietet ihr das nächste Wochenende an. Entgeistert starre ich die Beiden an, die ihren Flirt ungestört weiterführen, ohne mich auch nur im Geringsten zu beachten. Ich würde mich nicht halb so sehr aufregen, wenn Eric mich nicht letzten Sommer mit diesem Flittchen von Melanie betrogen hätte. Ich war damals echt sauer auf ihn und habe ihn verlassen, aber nach ein paar Monaten habe ich ihm eine zweite Chance gegeben. Eric war schon immer der Mädchenschwarm unserer Schule gewesen. Ich meine, er sieht auch verdammt gut aus. Seine blonden wirren Haar sind kurz und rahmen sein Gesicht ein. Seine grünen Augen können jedes Mädchen ihren Namen vergessen lassen und sein Körper ist gut und muskulös gebaut. Zudem ist er der Footballstar unserer High School. Und trotzdem hat er sich vor einem Jahr für mich entschieden. Ich habe mich wie eine Prinzessin gefühlt, als er mich um ein Date gebeten hat und mich ziemlich lächerlich angestellt. Aber er war total verständnisvoll und ich glaube, ich habe mich etwas zu schnell in ihn verliebt. Aber das ist jetzt ein Jahr her und wenn man bedenkt, dass unser erstes Date genau hundert Jahre nach dem Untergang der Titanic, also am 14. April 2012 war, hätte mir klar sein müssen, dass das ein schlechtes Omen ist. Aber ich habe ihm trotz allem eine zweite Chance gegeben und er strengt sich wirklich an. Aber diese Ausrutscher mit anderen Mädchen passieren ihm zurzeit einfach zu häufig. Und gerade mit Melanie, bei der ich so extrem empfindlich bin, passieren sie in letzter Zeit am  Meisten. Und ganz ehrlich, ich habe allen Grund zur Sorge. Bei ihren wunderschönen dunkelbraunen Locken, ihren großen brauen Augen und ihrer nahezu perfekten Figur, die ihr eindeutig nicht zu wenig Oberweite spendet, mache ich mir doch meine Sorgen. Hinzu kommt, dass er mich ja schon einmal mit ihr betrogen hat. Und jetzt flirtet er mit ihr? Und das, obwohl er weiß, dass ich hinter ihm sitze. Ich verschränke die Arme und versuche dieses falsche und schreckliche Gespräch auszublenden und mich wieder auf den Unterricht zu konzentrieren. Der kann sich auf etwas gefasst machen!



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Fjodor
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Beiträge: 1437



BeitragVerfasst am: 22.04.2013 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hab im Vorbeiflug nur den Prolog und Kapitel 1 geschafft. Der Prolog läßt zwar manchen guten Gedanken erkennen, könnte aber wahrscheinlich ohne inhaltlichen Verlust auf ca ein Drittel gekürzt werden. "Schwer zu definieren" - "für mich bedeutet er viele Sachen" - die Sätze können z.B. gestrichen werden, ohne dass eine wesentliche Aussage verloren geht. Geh den Text mal unter dem Aspekt durch, was alles gestrichen werden kann, weil keine neuen oder nur vage Aussagen enthalten sind. --

Im Kapitel 1 habe ich zu viel nicht verstanden bzw. bildlich nachvollziehen können, als dass mich die Schilderung gefesselt hätte.

Vielleicht würdest Du möglichen Kommentatoren helfen, wenn Du zu dieser Leseprobe noch kurz sagst, worum es in dem Roman insgesamt geht, welches Genre usw.   LG, F.
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Paradigma
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BeitragVerfasst am: 22.04.2013 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo WritingFeli,

gerade dem Prolog merkt man deutlich das an, was der Prolog nicht vermitteln dürfte: Das er von jemandem geschrieben wurde, der noch sehr jung ist.

Du gehst hier ein Thema - Freiheit - an, bei dem du (notgedrungen) erst einen sehr beschränkten Erfahrungshorizont hast. Man merkt, das du darüber nachgedacht hast, aber Wendungen wie "Frei zu sein bedeutet nicht nur selbstständig zu leben oder in der Wildnis zu sein.", oder " Sie denken, wenn sie älter werden und mit der Schule fertig sind, sind sie frei. Dann können sie die Freiheit zu ihrem Eigenen machen." verraten deine Jugend, und deine noch naive Vorstellung von Freiheit. Unfreiwillig komisch wirken dadurch Sätze wie: "Sie haben nicht erlebt, was ich erlebt habe. Keiner von ihnen hat diese Reise gemacht. Ich aber schon."  

Bitte, bevor du mich jetzt wütend auf deine Ignore-Liste verbannst - ich kann nicht wissen, welche Dinge du schon alle erlebt hast, und es gibt Menschen, die schon in jungen Jahren sehr viele Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht gehörst du dazu. Vielleicht hast du auch tatsächlich bereits eine lange Reise gemacht, auf der du viel über dich und die Freiheit erfahren hast. Von meinem Standpunkt aus (meine Tochter ist so alt wie du) würde ich Freiheit anders beschreiben - und ich denke, die meisten anderen Erwachsenen auch. Aber vielleicht widerspricht mir ja da jemand.

--

Das erste Kapitel ist dir besser gelungen, du schaffst es mich neugierig zu machen und mich leicht zu beunruhigen. Da gibt es eine Menge Andeutungen und Hinweise auf eine spannende Geschichte. Ein bisschen mehr "Futter" wünsche ich mir noch, damit ich nicht ganz so diffus in das nächste Kapitel einsteigen muss. Zu welcher Zeit an welchem Ort findet das statt? In unserer Gegenwart, in Deutschland?

--

Das zweite Kapitel ist das stärkste, da triffst du (persönliche Erfahrung ...) den Ton sehr genau, beobachtest deine Protagonisten sorgfältig und zeichnest ein typisches Bild einer jungen Schülerin. Ihre Freunde über den Geburtstag ist gut beschrieben. Das ihre Freundin ihr ein paar Stiefel schenkt ist irritierend - das ist ein viel zu teures Geschenk unter Teenagern. Mach 8 cm-Absätze draus (darauf geht es sich schon schwer genug) und lass es die Mutter sein, oder die Tante, die sowas schenkt. (Meiner Erfahrung nach passen Stiefel, vor allem die mit Hight-Heels, die man supergeil findet eigentlich nie perfekt - die drücken immer.)

Den langweiligen Lehrer beschreibst du meiner Meinung nach zu ausführlich - wir alle kennen den Typ. Da reichen ein paar treffende Worte.

Den Ärger über den blöden Kerl, der mit der anderen direkt vor ihren Augen schäkert, hast du auch gut rüber bekommen. Hm, obwohl sie fast ein wenig abgeklärt rüberkommt, gerade wenn sie erklärt, das er schon mal fremd geflirtet / betrogen hat.

Mir würde es auch besser gefallen, wenn er einfach irgend ein nett anzusehender Junge wäre, und Melanie ein ganz normales Mädchen, und nicht er der muskulöse Footballstar und sie die Sexbombe. So kriegt das ganze etwas Melodramatisches, Soap-Opera-Mäßiges ...


---

So, ich hoffe, das hilft dir weiter.

Liebe Grüße, Para


_________________
Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

William Faulkner
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Jo-jo
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Alter: 21
Beiträge: 61
Wohnort: Schw. Gmünd


BeitragVerfasst am: 23.04.2013 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Dein Text klingt wie viele andere Bücher aus dem Bereich/Genre auch.
Im Übrigen stimme ich meinen Vorschreibern zu.

Welchen Sinn hat dein Prolog? Für mich klingt er ziemlich langweilig. Eigentlich könnte man ihn auch weglassen, ohne viel zu verlieren. Falls es mit der Überarbeitung nicht so klappt, kannst du auch drauf verzichten.

Dein erstes Kapitel wirkt etwas schwammig. Es ist nicht schlecht, aber es gibt viele offene Fragen. Du könntest ein bisschen konkreter werden.
Ich würde auch die Namen der Protagonisten über die Kapitel schreiben, nicht nur Er und Sie. (Das ist nur mein persönlicher Geschmack. Trotzdem würde der Leser gern die Namen der Hauptpersonen wissen.) Übrigens schreibst du Curt normalerweise mit C, aber einmal mit K.

Spielt dein Buch in Deutschland? Für mich wirkt das wie die USA, auch wenn ich das nur aus Büchern kenne. (Bei uns sagt man nicht Spind (oder nur in meiner Schule?), dein Lehrer heißt Mr. Andrews, und Geometrieunterricht gibt es höchstens in der Kursstufe als Wahlfach Darstellende Geometrie, aber das würde hier wohl keinen Sinn machen.)
Sonst ist dir das zweite Kapitel gut gelungen, aber du solltest mehr Absätze einbauen. Den Sprung von ihrem Zuhause zur Schule bekommt man nicht richtig mit.
Insgesamt könntest du dich manchmal ein bisschen kürzer fassen.

LG Jojo
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holg
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Beiträge: 1414
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 26.04.2013 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Feli.
Den prolog habe ich soweit gelesen:
Zitat:
Freiheit. Es ist schwer dieses Wort zu definieren. Für mich bedeutet es viele Sachen. Viele Sachen
Da war für mich Schluss, denn das ist ausser schlechtem Deutsch auch unsinnig. Wenn du über Freiheit sprichst, willst du nicht das Wort definieren, sondern die Bedeutung des Wortes. Das ist ein Unterschied. Das Wort ist F_R_E_I_H_E_I_T, feminin, nomen, Wortstamm ..., usw. Die Bedeutung ist das was du darstellen willst. Freiheit bedeutet viele Sachen? Würdest du so etwas sagen? Freiheit bedeutet vieles. Schon eher. Am ehesten würde ich den ganzen Klotz weglassen. Auch wenn Prologe gerade groß in Mode sind, haben die meisten je geschrieben Bücher keinen. Und das ist gut so.

Das erste Kapitel finde ich stark. Das ist kurz, knackig, prägnant. Du beschreibst was die beiden sehen, tun, sagen. nicht mehr und nicht weniger. Ich würde nicht mehr erklären. Da steht genug, um den Leser seine Phantasie bemühen zu lassen. Ob er richtig liegt, wird er noch sehen, aber die Saat ist gesät. Nur hier:
Zitat:
Sein schwarzes kurzes Haar, seine starken muskulösen Arme und seinen, mit einem schwarzen Muskelshirt bedeckten, Oberkörper.
Das geht so nicht. Das ist billigstes Klischee, einfach so hingeklatscht. Du schreibst viele Worte, ohne etwas zu sagen. Vielleicht - und das ist wie alles was ich schreibe, nur meine persönliche Meinung und nur ein Vorschlag,d en du nicht annehmen musst - wäre es eine gute Idee, sich nur auf ein Detail zu konzentrieren und es in Zusammenhang mit dem zu bringen, was du eigentlich zeigen willst: Den unveränderlichen Gesichtsausdruck. Wie weiß ich auch nicht - vielleicht, dass die Haare sich im Wind bewegen, das Gesicht aber nicht, dass die austrainierten (bitte nicht stark und muskulös in einem Satz) Oberarmmuskeln ständig in Bewegung scheinen, die im Gesicht aber nicht. Oder so.

Das zweite Kapitel ist mir persönlich  - vor allem im Vergleich zum ersten zuviel Geplapper. Aber ich bin wohl eh' nicht deine Zielgruppe (zu alt), also beschränke ich mich auf logische Brüche. zum Beispiel hier:
Zitat:
Sie drückt mir einen Kuss auf die Stirn. „Und Happy Birthday!“
„Huhu! Sweet seventeen!“ Lachend verdrehe ich die Augen und laufe direkt in die Arme meiner besten Freundin.
Wo kommt die denn plötzlich her?

Mach weiter

holg


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Froh zu sein bedarf es wenig.
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TintenFisch
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Beiträge: 203
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 06.05.2013 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Feli,

dein neustes Buch, wie viele hast du denn schon geschrieben?
Anfangs hab ich überhaupt nicht auf deine Altersangabe geschaut, erst so ab dem 2. Kapitel ist mir dann aufgegangen, dass du eindeutig noch keine Erwachsene bist.  Wink
Den Prolog könntest du auch meiner Meinung nach streichen, du drehst dich im Kreis ohne eine Aussage zu machen, die dem Leser in irgend einer Weise neu wäre. Das Wort "Sache" sticht hier schon sehr irritierend hervor, Freiheit ist schließlich eher etwas Abstraktes, ein Gefühl - nicht ein derber Gegenstand, den man mit einem Wort beschreiben könnte. Ein Widerspruch in sich!

Das erste Kapitel find ich hingegen ziemlich spannend, die Dialogführung gar nicht schlecht gemacht. Find ich persönlich schön rätselhaft, macht neugierig. Verwirrt hat mich aber mein Gefühl, diese Szene würde in der Nacht spielen. Wahrscheinlich kam das davon, dass sie "schon so lange warten", als würden sie gleich ihre Stellung abziehen und Feierabend machen. Könnte man vielleicht kurz andeuten, dass sei eine anstrengende Nacht hinter sich haben, die Sonne aufgeht, etc.
Mein erster mutmaßlicher Gedanke an dieser Stelle: Sie ist von einem gefährlichen Parasiten befallen!  Cool

Was das 2. Kapitel angeht schließe ich mich meinen Vorpostern an.
Meinem Gefühl nach hattest du diesen schrecklichen Lehrer schon mal persönlich oder lehnst ihn zumindest an einem real existierenden Lehrer an. Und deswegen hast du so große Freude daran ihn zu beschreiben und in deinem Text ein Zweitleben einzuhauchen. Woher kenn ich das nur? Lalalaaaa
Für einen normalen Leser ist sowas aber relativ uninteressant, zumal der Lehrer in dieser Szene ja keine besondere Rolle zu spielen scheint. Lieber gleich mit der Handlung weitermachen.

Diese ganze Figurenkonstellation erscheint mir ziemlich künstlich, alle so perfekt. Klar, am Anfang sollte die Welt noch heil sein, aber aus eigener Erfahrung würdest du doch auch sagen, ganz bilderbuchmäßig ist das Leben nie! So werden mir deine Figuren jedenfalls nicht sympathisch, auch wenn du sie äußerlich beschreibst. Kleine Macken und ungewöhnliche Eigenschaften tun das viel eher.

Was ist das denn für eine Liebesbeziehung? Sie sitzt eine Reihe hinter ihrem Freund, zum Geburtstag scheint er ihr auch nicht gratuliert zu haben (jedenfalls scheint das Zusammentreffen mit Mutter und Freundin wichtiger) und dann auch noch DAS! Würde er das wirklich machen, auch wenn er vielleicht kein so rücksichtsvoller Kerl ist? Doch nicht so schamlos in Zimmerlautstärke, was hat der denn für ein Gewissen? Und wie kann sie dahintersitzen und ganz nüchtern die Hintergründe erklären? Weder die Handlung noch die Gefühle erscheinen mir echt. Würde sie nicht erstmal total verstört reagieren, alles in Frage stellen, ihre Gutgläubigkeit verfluchen und irgendwann erst allmählich an Rache denken?
Ihre Gefühle sind mir eindeutig zu oberflächlich, ihre Reaktionen zu schnell. Nach so einem Rückschlag braucht man Zeit zum Verarbeiten. Oder ist sie schon so verbittert, dass ihr das ganze schon wieder egal ist?
Was für eine Beziehung zwischen den beiden herrscht, davon bekommt man außerdem noch überhaupt kein Bild. Außer einem Date und einer zweiten Chance scheint da nicht viel Persönliches gewesen zu sein.
Meine zweite Mutmaßung: Sie trägt einen Virus in sich, der bewirkt, dass alle Menschen sich gegen sie wenden.  Twisted Evil

Du hast zwei Ich-Erzähler? Das ist ziemlich ungewöhnlich, pass auf, dass man da nicht zu sehr durcheinander kommt. Und anhand ihrer Sprache sollte man sie auch unterscheiden können.

Mach weiter! Ich weiß zwar nicht, worauf die Geschichte hinausläuft, aber tendenziell wird es zum Schluss hin immer besser. Und ich bin selbst grad dabei einen Roman zum dritten Mal neu zu schreiben, den ich mit 14 das erste Mal geschrieben habe, die Idee lässt mich einfach nicht los.
Wer weiß also... Eine Erstfassung zu haben ist nie schlecht.

Viele Grüße
Sophia


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