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Lazaro - Und Gott sah... dass es nix war


 
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Vincent Vice.
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 28
Beiträge: 435
Wohnort: Heute


BeitragVerfasst am: 30.03.2013 20:12    Titel: Lazaro - Und Gott sah... dass es nix war eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lazaro - Und Gott sah... dass es nix war

Prolog
Petrus nahm den Würfelbecher entgegen und ließ sein Gegenüber dabei nicht aus den Augen.Luzifer hatte eine dreiundfünfzig vorgegeben. Eine viel zu niedrige Zahl um zu bluffen.
Also schüttelte der Himmelswächter den Becher ohne die Aussage des Dämonen zu überprüfen. Vorsichtig hob er ihn hinterher an und spickte darunter. Vierundsechzig! Wenn jetzt kein Pasch käme, wäre er kaum noch zu schlagen.
„Tja, Luzi – Junge.“, sagte er triumphierend. „So wie´s aussieht hab ich `ne Vierundsechzig. Jetzt musst du dich schon mächtig ins Zeug legen, was?“ Luzifer nahm noch einen tiefen Zug aus seiner Zigarre bevor er antwortete.
„Pack ich.“, sagte er dann selbstsicher und und schüttelte die Würfel, während er langsam den Rauch ausblies.
„Zweier – Pasch.“, grinste er, nachdem er schließlich das Ergebnis begutachtete hatte.. Ohne zu zögern nahm Petrus den Becher und deckte auf. Die Würfel standen auf Zweiunddreißig. Luzifer seufzte theatralisch.
„So wie´s aussieht geht diese  Runde schon wieder an dich, Petrus alter Junge.“, sagte er gelassen. „Na ja. Abgemacht ist abgemacht. Das nächste Getränk geht also auf mich.“ Luzifer zog erneut an seiner Zigarre, bevor er weiter sprach.
„Was hast du deinem Boss dieses Mal eigentlich gesagt, wo du bist?“ Petrus zuckte beiläufig mit den Schultern und trank einen Schluck seines Bieres. Natürlich würde es dem Boss gar nicht gefallen, wenn er wüsste, dass sein Himmelswächter regelmäßig in der Hölle abhing um mit dem Fürst der Unterwelt Glücksspiel zu betreiben. Aber da der Schöpfer zum Glück nicht so allwissend war, wie viele annahmen, gab sich mit einer guten Ausrede doch immer wieder Gelegenheit für einen Abend bei Luzifer.
„Ich hab ihm gesagt, dass ich im Ballettunterricht bin.“, sagte der Himmelswächter.
Luzifer zog spöttisch eine Augenbraue in die Höhe.
„Ballett, ja?“, fragte gelassen nach. „Ist schon wieder Donnerstag, stimmt ja. Dein Balletttraining. Bist´n echter Kerl, was?“ Petrus schaute beschämt zur Seite.
„Lass mich.“, sagte er beleidigt. „Irgendwas muss ich dem Boss halt sagen. Also, um was spielen wir als nächstes?“
Luzifer richtete sich ein Wenig auf und setzte ein böses Lächeln an, bevor er antwortete.
„Weißt du, Petrus mein Freund. Ich finde wir sollten den Einsatz ein Wenig erhöhen.“, sagte er dann. „Ich mein es ist ja ganz nett um ein Getränk oder so was zu spielen, aber so langsam sollte man das Niveau dann doch etwas anheben, findest du nicht?“
Petrus runzelte misstrauisch die Stirn.
„Worauf willst du hinaus?“, fragte er skeptisch.
„Na ja. Ab und zu vergeigen doch eure Schutzengel ihre Arbeit und ein Mensch stirbt vor seiner Zeit. Dann ist es doch deine Aufgabe als Himmelswächter über ihn zu richten. Zu bestimmen ob der Mensch in seinem Leben gut oder böse geworden wäre. Ob er in den Himmel oder in die Hölle kommt. So läuft das doch, oder nicht?“ Petrus hob beide Augenbrauen an.
„Ja, so läuft das. Und worauf willst du hinaus?“ Luzifer machte eine kurze Pause und klatschte schließlich in die Hände.
„Lange Rede, kurzer Sinn. Petrus mein Freund, der Verlierer der nächsten Runde muss eine verdiente Seele an den Gewinner abgeben. Deal?“
Petrus verschüttete vor Schreck einen Teil seines Getränks.
„Bitte? Du erwartest, dass ich die heilige Gerechtigkeit auf zwei Würfel setze? Dass ich einem Menschen den verdienten Platz im ewigem Himmel verweigere?“
Luzifer lachte amüsiert auf.
„Jetzt stell dich mal nicht so an, du Schwuchtel. Schließlich kannst du ja auch eine Seele vor der ewigen Qual retten. Es sterben doch so viele Menschen, was macht da einer schon aus? Da leidet doch die Statistik nicht drunter. Und wer weiß wann das nächste mal ein Schutzengel seinen Job verkackt? Das kann noch Jahrhunderte dauern. Also, abgemacht?“
Petrus nickte zögernd.
„Also gut.“, sagte er. „Abgemacht.“ Bevor er es sich anders überlegen konnte, nahm Luzifer den Würfelbecher und schüttelte ihn durch. Mit quälender Langsamkeit schob er die verdeckten Würfel vor seine Augen und betrachtete das Ergebnis.
„Petrus, alter Junge, das ist nicht dein Tag.“, sagte er dann grinsend. „Ich hab `nen Sechser – Pasch.“
Entsetzt nahm Petrus den Würfelbecher entgegen. In seinem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Ein Sechser – Pasch! Das wäre wirklich unwahrscheinlich. Und wenn der Fürst der Unterwelt nicht bluffen würde, wer dann? Andererseits bluffte niemand schon beim erstem Wurf. Und es gab nur eine Zahl die den Sechser – Pasch besiegen konnte. Angesichts dieser Chancen blieb dem Himmelswächter gar nichts anderes übrig als aufzudecken. Und Luzifer musste das wissen. Mit zitternden Händen deckte Petrus die Würfel auf.

1. Kapitel – Manfred
So schnell er konnte flog Manfred die Straße entlang. In wenigen Augenblicken müsste er bei ihm sein. Der Schutzengel fluchte wütend in sich hinein.
Er war wahrscheinlich der erste Engel, der gleich an seinem erstem Arbeitstag verschlief. Aber die Wolke auf der er die Nacht verbracht hatte, war einfach so unglaublich flauschig gewesen. Das hätte jedem passieren können.
Mit etwas Glück würde der Boss auch gar nichts davon mitbekommen. Manfred war erst vor zwei Tagen zum Schutzengel ernannt worden und wartete seit dem darauf, dass er einem Menschen zugeteilt wurde. Und gestern Abend war es so weit. Einer der oberen Schutzengel wurde befördert, weshalb er sich nicht mehr um seinen Schützling kümmern konnte. So wurde diese Aufgabe Manfred zuteil. Aber eigentlich hätte er heute schon um sieben Uhr Morgens Schichtbeginn gehabt. Inzwischen war es bereits zehn durch.
Aber was sollte in drei Stunden schon groß passieren? Der Junge, dem Manfred zugeteilt wurde war dreiundzwanzig Jahre alt und bei bester Gesundheit. Außerdem war er von Natur aus schon viel zu faul um irgendein Risiko einzugehen. Es war also mehr als unwahrscheinlich, dass Manfreds zu spät kommen irgendjemandem auffallen würde.
Zufrieden rückte der Engel seinen Heiligenschein zurecht während er weiter flog. Vorgesehen war, dass sein Schützling mit siebenundachtzig an Altersschwäche starb. Und wenn Manfred es schaffen würde den Jungen bis dahin zu bringen, standen die Chancen auf eine Gehaltserhöhung gar nicht mal so schlecht. Außerdem hätte er dann auch bei den Frauen endlich eine realistische Chance. Jeder wusste, dass Schutzengel stets die besten Mädchen abbekamen. Selbst Manfreds leichter Bauchansatz und sein fehlender Intellekt würden ihn dann nicht mehr behindern. Vielleicht könnte er dann sogar mit Gabriel und Michael rumhängen, die ihn bisher immer nur gemobbt hatten. Dann wäre er wirklich einer der ganz Coolen.
Aber erst einmal musste der Engel seinen Menschen gut durch´s Leben bekommen. Wie gesagt: So wie die Situation momentan stand, wäre der Job das reinste Kinderspiel!
Glücklich flog Manfred um die Ecke. Hier müsste sein Junge sein. Seine Schützling.  Sein Weg zum Glück. Seine Eintrittskarte in...
Weiter kam Manfred mit seinen Gedanken nicht, denn was er sah, als er um die Ecke flog, ließ ihm das Blut in den Adern stocken.
Und mit einem Mal wurde dem Engel klar, dass er ab morgen wieder arbeitslos sein würde.

2. Kapitel – Tony Lazaro
Liebes Tagebuch,
Scheiß Tag.
Das war das Erste, was mir heute Morgen nach dem Aufwachen durch den Kopf schoss: Scheiß Tag. Und es zeigte sich, dass ich Recht behalten sollte. Natürlich.
Schließlich bin ich von einem Auto totgefahren worden, weil mein Schutzengel verpennt hat. Ich meine, was soll man denn davon halten? Da hört man während seiner Schulzeit im Unterricht dauernd von Gott und der Bibel und wie toll das alles ist. So gerecht und fair und alles. Und dann kratzt man über sechzig Jahre zu früh ab, weil sein Schutzengel Morgens nicht aus dem Bett kommt. Geht’ s noch?
Aber ich greife den Ereignissen vor. Natürlich war der Grund für meine schlechte Laune nicht irgend eine düstere Vorahnung meines verfrühten Todes. Nein, heute Morgen hatte ich noch definitiv weltlichere Probleme. Vorneweg natürlich die Tatsache, dass Lisa mich verlassen hat. Mit der Begründung ich nörgle zu viel. Nörgeln? Ich und nörgeln?
Gut, ich bin etwas angepisst, weil ich tot bin. Ist ja wohl mein gutes Recht. Doch angeblich hätte ich generell einen Drang zum Meckern. Aber mal ehrlich: Ist das verwunderlich? Ich meine, ich habe mein Abi mit einem Schnitt von 1,2 absolviert. 1,2! Aber trotzdem bin ich schon vorzeitig aus drei Ausbildungen geflogen. Jedes Mal mit der Begründung, ich hätte ein Autoritätsproblem. Ich und ein Autoritätsproblem? Das hat nichts mit Autorität zu tun, die wollen mich einfach nur fertig machen. Blöde Vollpfosten! Womit wir schon beim zweitem Grund für meine schlecht Laune wären:
Der Termin beim Arbeitsamt heute um neun. Sie wollten mit mir über meine „momentane Arbeitssituation“ reden, wie sie das nennen. Ich hab ja noch nicht mal Arbeit. Wie kann ich dann bitte in einer Arbeitssituation sein, ihr Nieten? Aber ich bin ja ein guter Kerl, also bin ich hingegangen, zu diesem Termin ( außerdem wurde mir damit gedroht, dass sie mein Arbeitslosengeld streichen, wenn ich noch einen Termin grundlos verpasse). Dort empfahl mir mein Berater, an einem sozialem Kompetenztraining teilzunehmen. Soziales Kompetenztraining? Das ist was für Hauptschüler! Also hab ich höflich gesagt: „Leck mich.“ und bin gegangen. Kurz darauf wurde ich überfahren. Also, wenn  so ein Horst schon den Führerschein hat, könnte er doch wenigstens auf den Verkehr achten. Ich meine, wenn er doch gerade eh am Fahren ist, würde sich das doch anbieten. Wie auch immer, ich bin jetzt tot. Danke, du Spacken! Sei froh, dass ich gestorben bin, sonst hätte ich dich umgebracht!
Ich durfte dann noch über eine viertel Stunde als unsichtbare Seele zusehen, wie die von der Ambulanz mich wieder beleben wollten, bis mein Schutzengel dann endlich kam um mich mitzunehmen.
Er heißt übrigens Manfred. Schöner Name für einen Engel, find ich. Hört sich an wie Versager. Oder Missgeburt. Oder behinderter Trottel, der mein Leben ruiniert hat!
Nachdem ich dem Engel möglichst sachlich meine Meinung über diese Situation geschildert habe, verlief unser Weg ziemlich ruhig.Nach einer geschätzten halben Stunde kamen wir dann auch schon vorm Himmelstor an. Das Ganze sieht ziemlich klischeehaft aus: Eine riesige Wolke auf der ein gigantisches, goldenes Tor steht. An der Seite hängt ein Schild auf dem steht: Paradies – Hunde müssen leider draußen bleiben. Kommen Hunde also nicht in den Himmel oder was? Und andere Tiere? Na ja. Mir egal. Bin ja ein Mensch. Vor dem Tor stand jedenfalls ein Bürotisch aus schwarzem Edelholz und dahinter befand sich ein leerer Sessel. Manfred erklärte mir, dass wir hier auf Petrus warten müssten, weil er entscheiden würde, ob ich in den Himmel oder in die Hölle kommen werde. Wir mussten sehr lange warten, da Petrus gerade im Ballettunterricht war. Ich meine, mir kann das ja egal sein. Ich hab jetzt ja Zeit bis in alle Ewigkeit. Aber ich frage mich schon, was das über die Arbeitsmoral aussagt.
Blöde Vollidioten...

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Wenn der scheiß Berg nicht zum Propheten kommt, fahr ich halt ans Meer.
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nothingisreal
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Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 31.03.2013 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vincent,

ich habe leider keine Zeit mir den Auszug zu Ende zu lesen und groß zu bewerten, vor allem das erste hole ich später nach.

Ich finde es sehr interessant, anders und zum Weiterlesen bewegend.

Kurze Anmerkung: Bei wörtlicher Rede steht NIE der Punkt, wenn an den Satz etwas angehängt wird:

"Ich heiße Luzifer KEIN PUNKT", sagte Luzifer.


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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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Paradigma
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BeitragVerfasst am: 31.03.2013 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ha,

ich liebe diese Story.

Speziell den lahmen Schutzengel und den motzigen Zu-Früh-Abgenippelten, aber auch den pflichtvergessenen Petrus mit seinen Ballettstunden und den durchtriebenen Luzifer (der hat doch garantiert geschummelt!).

Fortsetzung bitte!


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Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

William Faulkner
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Jackwrote
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BeitragVerfasst am: 31.03.2013 13:37    Titel: Vince Vice. Antworten mit Zitat

Gut gelungen!  Shocked

Hier und da gab es zwar ein paar Formulierungsfehler, bzw. Zeichenfehler.

Auf jeden Fall mal eine originelle Idee und dein Stil gefällt mir sehr gut.

Hoffe eine Fortsetzung kommt bald!


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Sie werden fallen, sie werden verachtet werden, sie werden verlieren.
Sie werden ihre dunkle Seite bekämpfen.
Die Menschen werden sie in ihre Herzen schließen, ihnen zujubeln.
Sie wieder fallen lassen. Sie ausschließen, weil sie anders sind.
Doch egal was passiert, eines wird es immer geben.

WAHRE HELDEN!
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Vincent Vice.
Geschlecht:männlichHobbyautor

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BeitragVerfasst am: 31.03.2013 15:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Antworten. Freut mich, dass euch der Ausschnitt zugesagt hat. ^^

 @nothingisreal: Danke für deine Anmerkung. Nach all den Seiten, die ich in meinem Leben nun schon geschrieben habe ist mir dieser Fehler noch nie aufgefallen.  Embarassed
peinlichpeinlich...

Eine Fortsetzung wird sicher schon sehr bald kommen, da ich diesen Roman bereits nahezu abgeschlossen habe.

Frohe Ostern W


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Ahriman
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BeitragVerfasst am: 31.03.2013 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Für einen Atheisten wie mich besonders erheiternd. Ich find's bis hierher bestens. Wie geht es weiter?
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Versuchskaninchen
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BeitragVerfasst am: 31.03.2013 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

ich mag deinen Stil! Könnte von einem Bekannten stammen, dessen Drehbücher ich mit Begeisterung verschlinge.
Und es macht Lust auf mehr! Ich finde die Idee klasse!

Ich habe ein paar Formulierungsfehler etc. gefunden, ich weiß nicht, ob du die an dieser Stelle schon kommentiert haben möchstest?

Sowas zum Beispiel: im ewigem Himmel



Grundsätzlich nur eine Frage: Das sind ja "Personen", die schon recht lange auf der "Erde" verweilen. Ich mag den Sprachstil, das Kumpel-Kneipenhafte sehr gern, ich frage mich nur, ob sie nicht grundsätzlich ein klein weinig hochgestochener reden sollten? Man kann ja diese altertümliche Sprache dennoch durch ein paar Modeworte und kecke Äußerungen aufpeppen.

Wie gesagt, das ist nur meine persönliche Meinung dazu.

Also nur ein Beispiel: Was hast du deinem Boss dieses Mal eigentlich gesagt, wo du bist?

Alternativ: Welche fantasiereiche Geschichte hast du deinem 'Boss' denn diesmal aufgetischt, um deine Abwesenheit zu entschuldigen?


Oder hier: „Na ja. Ab und zu vergeigen doch eure Schutzengel ihre Arbeit und ein Mensch stirbt vor seiner Zeit.

Alternativ: "Nun ja, Es soll gelegentlich vorkommen, dass einer eurer ehrenwerten Schutzengel seine Arbeit vergeigt (ich neige hier schon zu sträflich vernachlässigt) und eine ach so bedauernswerte, menschliche Kreatur vor ihrer Zeit der ihr liebgewonnen irdischen Welt den Rücken kehren muss" (oder aus der Welt gerissen wird...)

irgendwie so.
Kann natürlich sein, dass du deine Sprache ganz bewusst so einsetzt. Nur spricht ja dein Prota auch schon sehr keck, vielleicht peppt der Stilwechsel zwischen zwei völlig unterschiedlichen "Welten" um die es in der Geschichte vielleicht geht, das ganze etwas auf?


_________________
Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse.
(Antoine de Saint-Exupéry in Der kleine Prinz)
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Vincent Vice.
Geschlecht:männlichHobbyautor

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Beiträge: 435
Wohnort: Heute


BeitragVerfasst am: 01.04.2013 22:30    Titel: Lazaro Teil 2 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Abend alle zusammen,

@ Ahriman: Vielen Dank fürs reinschauen. Schön dass es dir bis hierher gefällt. Hier sind die nächsten Kapitel.

@ Versuchskaninchen: Ja, ich lese mir das Ganze hundert Mal durch und hab trotzdem noch Rechtschreibfehler bis zum Abwinken... Gerne kannst du sie anmerken, aber du musst dir diese Mühe nicht machen. Werd es eh noch 1000 x Korrekturlesen.
Eine gute Idee mit diesen Altertümlichen Sprachstils. Lustiger Weise habe ich mir auch schon Gedanken darüber gemacht. Realistischer wäre es natürlich, wenn sie etwas gehobener reden würden.
Aber im Laufe der Handlung werden ohnehin die ein oder anderen Logikfehler auftauchen, das gehört einfach zur Geschichte.
Deshalb habe ich mich auch für den peppigeren Stil entschieden, da dies besser zum Humor passt. Werde wohl auch dabei bleiben, aber vielen Dank für die Idee.

Okay, hier ist der nächste Teil:

 3. Kapitel – Manfred
Manfred trat unsicher von einem Bein auf das andere. Sein Schützling stand schmollend neben ihm und sagte kein Wort. Jeder Versuch sich dem Jungen zu nähern scheiterte bisher gnadenlos. Teilweise war seine Wut ja auch nachvollziehbar.
Aber sobald Petrus ihn in den Himmel schicken würde, wäre Lazaros Zorn bestimmt schnell wieder verraucht. Wenn Manfred allerdings seinen Job behalten wollte, musste der Junge unbedingt jetzt schon ein gutes Wort für ihn einlegen. Denn wenn er Petrus oder dem Boss gegenüber so von Manfred sprach, wie er es bisher getan hatte (und es bestand kein Zweifel daran, dass er das tun würde), konnte der Engel zukünftig wieder die Toiletten im Paradies putzen.
Also beschloss Manfred irgendwie mit Lazaro ins Gespräch zu kommen. Es musste ja schließlich möglich sein, sich zu versöhnen.
„Weißt du“, begann der Engel. „Ich nehme doch stark an, dass du in den Himmel kommst.“
„Leck mich.“, antwortete Lazaro trocken. Manfred tat so, als hätte er das gar nicht gehört. „Ist vielleicht auch gar nicht das Schlechteste. Ich meine, du bleibst dort für immer jung und...“
„Spars dir, Lackaffe!“, unterbrach Lazaro. Manfred seufzte. Es war schon traurig genug, dass er auf die Hilfe eines Menschen angewiesen war, aber sich dann auch noch permanent von ihm beleidigen zu lassen war die Krönung. Doch es half ja alles nichts. Irgendwie musste er es schaffen, den Jungen davon zu überzeugen, dass er mit seinem Tod wirklich Glück gehabt hatte.
„Ich finde du übertreibst etwas.“, sagte Manfred in seinem versöhnlichsten Ton.
„Was hast du denn schon groß verloren? Mal ehrlich: Bei deiner momentanen Arbeitssituation...“
„Was willst du?“, fuhr Lazaro den Engel an. „Willst du mir auf die Nase binden, dass ich ein Versager bin? Ja, ich hab vielleicht keinen Job. Aber wenn ich ein Schutzengel wäre, würde ich meinen Schützling nicht einfach sterben lassen und hinterher sagen: Sorry, du bist tot , weil ich verpennt hab! Du degeneriertes Stück Geflügel! Was bist du überhaupt für ein erbärmlicher Engel? Du siehst aus wie ein fetter Säufer, der noch bei Mama wohnt!“
Manfred schluckte mit aller Mühe die Bemerkung herunter, die ihm gerade auf der Zunge lag.
„Hör mal.“, sagte er statt dessen. „Ich verstehe ja, dass du etwas genervt bist. Aber ich bin immerhin ein Engel. Seit wir uns getroffen haben, bist du ausnahmslos damit beschäftigt, mich zu beleidigen. Wenn ich an deiner Stelle wäre, hätte ich etwas mehr Respekt.“
Lazaro nickte und zog seine Augenbrauen weit in die Höhe, während er antwortete.
„Respekt, ja? Du willst also Respekt? Natürlich, kein Problem! Ich respektiere dich doch. Und ich respektiere auch, dass du mich umgebracht hast. Selbstverständlich respektiere ich auch, dass du sogar noch versuchst, das gut zu reden. Und vor allem respektiere ich die Tatsache, dass du jetzt noch versuchst, dich als heiligen Engel darzustellen. Zu deiner Information: Ich bin nicht etwas  genervt. Ich bin tierisch angepisst, du Penner!“
Manfred biss sich auf die Unterlippe. Es hatte keinen Wert mit Lazaro zu diskutieren. Der Junge würde niemals ein gutes Wort für ihn einlegen. Und abgesehen davon, dass er einen Hang dazu hatte die Dinge zu dramatisieren, waren seine Vorwürfe ja leider nicht von der Hand zu weisen. Seufzend schaute Manfred wieder nach vorn.
Petrus saß plötzlich vor ihnen auf dem Schreibtisch. Wie üblich war er aus dem Nichts erschienen und schaute seine Gegenüber an, als wäre er schon die ganze Zeit hier.
„Guten Tag, Manfred.“, sagte er so ruhig wie immer. „Wen hast du mir da denn mitgebracht?“
Manfred suchte verzweifelt nach den richtigen Worten um sein Versagen zu erklären, aber Lazaro war schneller und antwortete an seiner Stelle.
„Tja, ich bin gerade gestorben. Nur, eigentlich hätte das gar nicht passieren sollen. Aber da mein Schutzengel beschlossen hat, lieber auszuschlafen, anstatt seiner Pflicht nach zu gehen, wurde ich überfahren. Am Rande möchte ich erwähnen, dass mich diese behinderte Aktion nicht nur umgebracht hat, sondern auch nahezu unerträgliche Schmerzen bereitete.“
Petrus wurde mit einem Mal bleich. Er sah aus, als hätte er einen Schlag ins Gesicht bekommen.
„Du... Du bist also vor deiner Zeit gestorben?“, stotterte er erschrocken.
Lazaro klatschte in die Hände.
„Wunderbar kombiniert! Genau, ich bin vor meiner Zeit gestorben! Es gibt hier oben also tatsächlich Leute, die eins und eins zusammen zählen können! Jetzt lass mich rein und zeig mir mein Zimmer, damit ich mich in Ruhe aufhängen kann. Vielleicht bringt es ja was,“
Petrus rümpfte die Nase.
„Weißt du, ich würde dich ja gerne herein lassen. Es gibt da nur ein kleines Problem..“

4. Kapitel - Petrus
Es war nicht zu fassen! Eine Stunde nachdem Petrus eine Seele an Luzifer verloren hatte, kam diese auch schon bei ihm an. Der Himmelswächter hatte schon immer seine Zweifel an Manfreds Kompetenz, aber dass der Engel gleich am ersten Tag das schlechtest mögliche  Ergebnis erzielen würde, war nun wirklich nicht zu erwarten gewesen. Es geschah so gut wie nie, dass ein Schutzengel versagte und jetzt, sobald etwas auf dem Spiel stand, brachte Manfred dieses Wunder fertig.
„Weißt du.“, sagt Petrus. „Ich würde dich ja gerne herein lassen. Es gibt da nur ein kleines Problem...“
Wider allen Erwartens grinste der Junge.
„Natürlich. Es wäre ja auch zu einfach gewesen. Was ist denn das Problem? Seid ihr überfüllt im Himmel? Bei den Spasten, die da unten rum rennen eigentlich nicht vorstellbar.“
Petrus schüttelte ungläubig den Kopf. Seit er diesen Job machte - und das war nun schon wirklich lange -, hatte jeder einzelne Mensch demütig auf sein Urteil gewartet, Dieser Junge war der Erste, der es wagte derart dreist zu werden. Dennoch war er für den Himmel bestimmt. Und Petrus konnte es unmöglich verantworten, ihn in die Hölle zu verbannen. Er musste das irgendwie mit Luzifer klären.
„Nein, passt schon.“, sagte er schließlich und das Himmelstor öffnete sich hinter ihm.
„Du kannst gehen. Und du, Manfred. Ich denke du solltest dem Chef die Lage erklären, bevor ich es tue.“ Ohne ein Wort ging der Junge durch das Tor. Und Manfred folgte ihm missmutig.
Nachdem sich die Flügel geschlossen hatten, zog Petrus sein i phone aus der Tasche und wählte die 666. Schon nach einer sehr kurzen Wartezeit meldete sich eine dunkle Stimme am anderem Ende der Leitung.
„Willkommen in der Hölle. Sie sprechen mit Luzifer, Fürst der Unterwelt und Gebieter der Folter. Was kann ich für Sie tun?“
„Ja, Luzifer. Hier ist Petrus.“, antwortete der Himmelswächter.
„Petrus, mein Freund! Wie läuft´s denn immer so?“
Petrus kratzte sich nervös an der Stirn. „Na ja, es geht im neulich. Du weißt schon unsere Mäxlerunde. Wir waren doch beide ziemlich betrunken und dann ist das Ganze ja doch etwas ausgeartet.“
„Petrus, das war vor einer Stunde.“, antwortete Luzifer. „Was willst du denn jetzt von mir?“ Petrus atmete tief durch.
„Ich würde dir gerne etwas anderes anbieten, als eine Seele. Weißt du, ich kann das nicht mit meiner Arbeit vereinbaren. Was hältst du davon, wenn ich dir nächstes Mal einen Abend lang alle Getränke zahle?“
Luzifer lachte leise, bevor er antwortete.
„Hör mal Petrus. Wette ist Wette und ich bestehe auf meine Seele. Schick sie einfach zu mir und gut ist. Dein Boss wird das gar nicht bemerken. Wenn du mir die Seele nicht bringen solltest, werde ich meinen Vollstrecker schicken, um sie einzutreiben. Das ist mein gutes Recht.“ Petrus schluckte.
„Du meinst Gevatter Tod?“
„Genau. Weißt du, das ist nichts persönliches, alter Junge. Aber wir haben schließlich einen Deal. Wenn in drei Tagen keine Seele bei mir ankommt, schicke ich vorsichtshalber den Tod um nach dem Rechten zu sehen.“

5. Kapitel – Tony Lazaro
Liebes Tagebuch,
Ich bin im Himmel! Ich meine, okay, Petrus hat ein Wenig gezögert. Aber er hat mich rein gelassen. Vielleicht ist das die Entschädigung für meinen verfrühten Tod. Oder ich habe es mir echt verdient. Vielleicht sind ein Aggressionsproblem und das Weigern, Autoritäten anzuerkennen ja gar keine Ausscheidungskriterien. Und wenn man dann noch über meine chronische Faulheit und das endlos übersteigerte Selbstwertgefühl hinweg sieht, bin ich ja eigentlich auch gar kein so schlechter Kerl.
Wie auch immer, ich bin im Himmel. Und wenn ich das Ganze so kurz wie möglich beschreiben müsste, würde ich sagen: Absolute Kacke!
Dieser Dreck hier wird so was von überbewertet. Man wird nicht bis in alle Ewigkeit gefoltert, das stimmt schon. Aber ansonsten ist es hier nur behindert. Der Boden besteht aus riesigen zusammen hängenden Wolken und die Sonne scheint hier offensichtlich immer.
Trotzdem stehen überall schwule Regenbögen rum. Und an jeder Ecke gammeln irgendwelche Kinder, die singen.
Meine Fresse...
Ich komme mir vor wie ein Glücksbärchi. Ein aggressives Glückbärchi, dass am liebsten Amok laufen würde und sich danach umbringen. Aber das geht ja schlecht. Bin ja schon tot.
Das ist so ziemlich der größte Mist, der einem passieren kann. Wenn es auf der Erde mal nicht so rund läuft, kann man sich immerhin noch denken: „Wer weiß? Wenn ich tot bin, komme ich vielleicht an einen besseren Ort.“ Aber ich bin jetzt ja schon tot. Ich komme nie wieder an einen besseren Ort. Das hier ist also der letzte Ort, den ich sehen werde. Bis in alle Ewigkeit.
Ich schreibe jetzt von den letzten Stunden meines Lebens. Entschuldigung, ich meine von den ersten Stunden meines Todes natürlich.
Dann wird jeder verstehen, was mich hier so abnervt.
Also, ich bin mit Manfred, dem Opfer der Inzucht durch das Himmelstor gegangen. Daraufhin hat er sich direkt verabschiedet. Wahrscheinlich bekommt er jetzt gerade von seinem Chef die Hölle heiß gemacht. Verdient hätte er es ja. Ich habe ihn auf jeden Fall mit einem herzlichen „Komm mir nie wieder unter die Augen, du Vollpfosten!“ verabschiedet und zog anschließend meiner Wege. Im Nachhinein kann es vielleicht sein, dass ich etwas gemein zu ihm war.
Und wenn sogar ich das denke, habe ich wahrscheinlich maßlos übertrieben. Ich denke, ich werde in Zukunft nicht mehr Manfred direkt beleidigen, sondern nur noch seine Mutter. Das ist dann nicht mehr so persönlich. Ich bin jetzt schließlich im Himmel. Da muss man sich ja irgendwie anpassen.
Also, ich hab mich von Manfred, dem Sohn seiner fetten Mutter verabschiedet und bin gegangen. Mir wurde das Ausmaß meiner Lage dann auch schon sehr schnell klar. Die ersten fünfzehn Minuten kann man sich noch gut ablenken. Man kann sich über die schwulen Wolken freuen, die missgestalteten Regenbögen bejubeln oder die singenden Kinder schlagen (scheinbar haben die nicht mal Eltern, die deswegen Stress machen. Haha!). Aber wenn man das Alles ein paar mal gemacht hat, ist das so ausgelutscht wie das Glied von Charlie Sheen. Man steht dann auf so einer schnöden Wolke und denkt sich: „Hm. Was mach ich jetzt?“
Abgesehen davon, dass man hier scheinbar nicht mal ein eigenes Zimmer hat, sondern auf irgend `ner Wolke schläft, die hier so rumhängt, und dass offensichtlich nicht einmal die Möglichkeit besteht aus Frust Drogen zu nehmen, kommt da noch etwas sehr entscheidendes hinzu:
Ich kenne hier oben keine Sau!
Die einzige Person aus meinem Bekanntenkreis, die verstorben ist, ist mein Vater. Und der ist mit Sicherheit in der Hölle. Was sollte ich auch schon groß mit ihm reden?
„Oh, hallo. Schön, dich mal wieder zu sehen. Das letzte Mal war ja vor acht Jahren, als du meine Mutter verprügelt und dir dann eine Überdosis verpasst hast. War ne verrückte Zeit damals, was?“
Nein, dann bleibe ich doch lieber alleine. Vielen Dank.
Was mich natürlich auch ankotzt, ist die Tatsache, dass sich meine Situation hier oben auch nicht ändern wird. Irgendwann wird zwar meine Mutter sterben, aber sehr wahrscheinlich ist für sie auch ein Platz in der Hölle reserviert. Ich kenne die Bibel nicht besonders gut, aber ich weiß, dass da etwas von Treue, Liebe und Ehre drin steht oder so. Meine Mutter ist also auch durchgefallen.
Tja, und ansonsten kenne ich niemanden auf der Erde. Ich bin ja leider nicht gerade ein Charmebolzen und habe aufgrund dessen auch dementsprechend wenige Freunde.
Also, eins kann ich sagen: Wenn man gestorben ist und dann so auf sein Leben zurückblickt wie ich, ist das echt ein mieses Gefühl.
Ich meine, ich hatte alle Möglichkeiten offen. Alle! Aber ich habe keine davon genutzt.
Gut, ich hatte relativ wenig Zeit, weil Manfred (dessen Mutter eine billige Prostituierte ist) seine Arbeit ja so gründlich versieben musste. Das sollte man zu meiner Verteidigung schon hinzufügen. Aber es ist trotzdem bitter.
Ich stehe hier oben, ohne jede Beschäftigung und hab noch nicht mal schöne Erinnerungen, an denen ich mich festhalten kann. Vielleicht hat Petrus mich  ja gelinkt und ich bin in Wirklichkeit doch in der Hölle? Ganz alleine und ohne die Aussicht alte Freunde wieder zu treffen.
Das heißt, eine Person gibt es ja doch, die ich nach ihrem Tod sehr wahrscheinlich hier treffen könnte: Lisa!
Meine wunderbare Lisa! Die perfekte, schöne und kluge Lisa!
Ich schwöre, die fünf Stunden, die wir ein Paar waren, war die beste Zeit meines Lebens!
Schade, dass du mit mir Schluss gemacht hast, während ich einen Barkeeper ankotzte.
Das mit uns hätte was großes werden können! Ich hätte alles für dich gemacht! Ich hätte dir sogar den fucking Mond vom Himmel geholt, wenn die Idioten von der NASA nicht so einen Stress deswegen machen würden.
Aber nein! Du hast mich verlassen! Und warum? Weil ich dir zu viel nörgle. Tut mir sehr Leid Lisa, aber ich war betrunken! Was kann man denn überhaupt schon über einen Menschen sagen, den man nur fünf Stunden unter Alkoholeinfluss kennt? Gar nichts!
Und dass ich eine Schlägerei mit der Security gehabt haben soll streite ich nach wie vor ab. Dummerweise fehlt mir allerdings ein Stück Erinnerung, weshalb ich nichts schwören möchte. Aus diesem Grund fehlt mir leider auch die Erklärung für die Platzwunde am nächstem Tag.
Na ja. Vielleicht hatte ich ja wirklich eine Schlägerei mit der Security. Was soll´s?
Wenn Lisa in den Himmel kommt, überzeuge ich sie auf jeden Fall mit meiner verdammten Liebenswürdigkeit. Wäre doch gelacht!
Aber zurück zu meinem Tagesverlauf:
Ich bin also so über die Wolken gegangen und hab mich gelangweilt. Mir war sogar so langweilig, dass ich es mir auf so einer behinderten Wolke bequem gemacht habe, um ein Wenig zu schlafen. Und es war wirklich sehr bequem.
Nur mit schlafen war leider nicht so viel. Eine Wolke weiter lag nämlich ein junges Paar und praktizierte heftigsten Sexualverkehr. Der Mann stöhnte die ganze Zeit hemmungslos und seine Frau schrie andauernd: „Ja, Adam! Besorg´s mir!“ Die Leute glauben wohl, sie wären alleine im Paradies. Da fragt man sich doch, wie abgekapselt jemand von der Außenwelt gelebt haben muss, wenn er in aller Öffentlichkeit zum Orgasmus kommt. Aber zum Glück bin ich ja kein verzweifelter, unglücklicher Single, der noch nie Sex hatte.
Und zum Glück liebe ich es fremden Leuten dabei zuzusehen.
Vielen Dank, ihr rücksichtlsosen Penner!
Ja, vielen Dank, Adam!
Und vielen Dank unbekannte Freundin!
Führt euch ruhig weiter so auf, als wärt ihr die ersten Menschen!
Ihr Asozialen!
Gut, ich bin also aufgestanden und weitergelaufen um mir einen ruhigeren Platz zum unglücklich sein auszusuchen. Etwas später habe ich dann erneut auf einer Wolke Platz genommen und wäre dort sogar fast eingeschlafen. Aber eben auch nur fast.
Plötzlich kam nämlich jemand auf mich zu. Jemand, der total abgemagert war und nur einen Lendenschurz trug. Dazu hatte er lange Haare und einen zotteligen Bart. Er rief mit: „Ey, Joh!“ Noch dazu sah er sehr sehr bekifft aus. Ich weiß noch, dass mein erster Gedanke war: „Was ist das denn jetzt für eine verwahrloste Gestalt?“

« Was vorher geschah12



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Paradigma
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BeitragVerfasst am: 02.04.2013 08:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ups. Ist das ein Kotzbrocken!

Die Lästereien machen schon Spaß zu lesen, aber du musst aufpassen, es nicht damit zu übertreiben. Niemand mag dauernörgler, auch nicht als Romanfigur.

Wie geht es mit dem armen Manfred weiter? Das würde mich interessieren. Mit dem kann man richtig Mitgefühl haben. Wenn du ihm jetzt noch ein edles Ziel gibst (zum Beispiel den Nörgler wieder aus der Hölle zu retten ...) wird das ein wunderbarer Protagonist ... aber das steht vermutlich nicht in deinem Drehbuch?  

Die Szene zwischen Petrus und Luzifer hätte ich gerne ausführlicher. Vor allem hätte ich gerne erklärt, was es heißt, wenn er den Vollstrecker = Tod schickt. Wird dann auf der Erde einfach willkürlich einer kalt gemacht?

Hat Luzifer überhaupt die Möglichkeit, zu überprüfen ob ein Schutzengel Mist gebaut hat? Bisher weiß Luzifer doch gar nicht, das es bereits passiert ist? Wie kommt er auf diese Forderung mit den drei Tagen? Also: Luzifer braucht eine Möglichkeit, um rauszukriegen, das Manfred Mist gebaut hat. Petrus muss wissen, das Luzifer es (vermutlich?) rausfinden wird. Lass ihn drüber nachdenken, wie er den Fehler vor Luzifer verheimlichen kann. Petrus muss sehr viel mehr kämpfen um die Seele ... und Luzifer, vielleicht misstrauisch geworden durch die täppischen Versuche von Petrus, irgendwas zu vertuschen, muss anfangen unbequeme Fragen zu stellen ...

Warum kommt Tony Lazaro eigentlich in den Himmel? Der Typ war ein Arsch. Ich dachte, man müsste extra Pluspunkte sammeln, damit man in diesen Eliteclub darf, nicht nur einfach keine allzu großen Minuspunkte kriegen? Das solltest du auch irgendwo klären.

Nimm dir raus, was du brauchen kannst - und ich bin gespannt auf den nächsten Teil!


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Vincent Vice.
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BeitragVerfasst am: 02.04.2013 10:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey,

danke fürs weiterlesen. Aber du musst der Geschichte schon eine Chance geben sich zu entwickeln wink

Ich spoilere nicht gern, aber Manfred und Petrus bekommen eine sehr tragende Rolle und nehmen eig sogar mehr Platz als Lazaro im Buch ein. Deine Idee, dass Manfred
Deshalb hoffe ich, dass Lazaros meckern in Ordnung geht, denn es gibt ja noch die vielen anderen Charaktere. Und Petrus hat Lazaros Seele noch lange nicht aufgegeben.

Wenn der Tod auftaucht, zeigt sich, was Luzifer mit Vollstrecker meint.

Und Luzifer darf natürlich Einsicht in Petrus Protokoll haben. Sont würde Petrus ihn ja immer prellen. Aber auch das kommt noch. Die drei Tage nimmt sich Luzifer nur, weil er regelmäßig den Tod hoch schickt um Einsicht in das Protokoll zu bekommen. Das macht er ein, zwei mal die Woche. Aber das sollte ich vll von Beginn an ausführlicher gestalten, du hast recht.

Es gibt sogar noch eine fundierte Erklärung, wesahlb Lazaro für den Himmel bestimmt ist.

Ich habe also an das Meiste gedacht, aber viel vielleicht zu weit hinten erklärt. Ich mag es irgendwie wenn ein Roman nebensächliche Fragen aufwirft, die der Leser erst für undurchdacht hält und dann kommt noch eine Erklärung dazu. ^^

Vielen Dank für deine Ideen und Anmerkungen.

LG W


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Ahriman
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BeitragVerfasst am: 02.04.2013 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Du degeneriertes Stück Geflügel!

Und das zu einem Engel.
So langweilig im Himmel? Kein Harfenturnier? Kein Wettbeten? Wer schafft den Rosenkranz in einer Minute?
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Paradigma
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BeitragVerfasst am: 02.04.2013 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ah, das freut mich zu hören. Im Moment hatte ich eher den Eindruck, als würde der Meckerer die Hauptperson werden sollen.



Zitat:
Ich mag es irgendwie wenn ein Roman nebensächliche Fragen aufwirft, die der Leser erst für undurchdacht hält und dann kommt noch eine Erklärung dazu.


Na ja, auf jeden Fall soll ein Roman FRAGEN aufwerfen. Was ich aber gar nicht mag, ist, wenn es "logische Lücken" gibt. Wenn die zu spät (und dann nicht WIRKLICH super gut) geschlossen werden, hat man leicht den Eindruck, das sich der Autor da später ne Erklärung aus den Fingern gesaugt hat. Es reicht ja ein hingeworfener Halbsatz "da muss ich die nächsten Tage mal das Hauptbuch durchblättern" oder so, um zu zeigen, das sich da Unheil für Petrus zusammenbraut ...


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Vincent Vice.
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BeitragVerfasst am: 02.04.2013 12:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Ho,

Ich habe gerade gesehen, dass ein halber Satz bei meiner letzten Antwort fehlt. Wahrscheinlich hab ich den versehentlich gelöscht.
Ich wollte sagen: Deine Idee, dass Manfred Lazaro aus der Hölle holen will trifft sogar zu.

@Ahriman: Das sind auch sehr witzige Ideen. ^^ Aber ich habe mir Möglichkeiten überlegt, wie die Seelen im Himmel so ihre Zeit vertreiben. Das wird im nächsten Kapitel angemerkt (wird bestimmt nicht jedem gefallen, aber so ist das halt smile ). Lazaro ist halt nur ein Miesepeter und sehr voreingenommen. In Wahrheit geht es in meiner Version des Himmels schon gut ab.

@ Paradigma: Ja, es wäre wohl wirklich besser das von Beginn an zu erwähnen. Werde das irgendwo noch einfädeln. Danke.
Die Lücken werden so nebenher geschlossen. Dass der Tod zum Beispiel erst dann beleuchtet wird, wenn er auch tatsächlich auftaucht ,ist (denke ich) in Ordnung. Das mit dem Buch werde ich hingegen wirklich schon im Telefonat erwähnen. Eine gute Idee.
Und Lazaro hat schon eine sehr große Rolle. Schließlich ist ja auch der Roman nach ihm benannt. Aber die Geschichte lebt ja von vielen Charakterten, die alle auf ihre Weise sehr extrem sind (außer Petrus vll). Und bei vielen findet man das lustig. Wenn es nur einer wäre, würde es (wie du bei Lazaro schon anmerktest) nervig werden.

Vielen Dank für eure Gedanken und Anmerkungen

Liebe Grüße W


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Versuchskaninchen
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BeitragVerfasst am: 02.04.2013 22:54    Titel: Re: Lazaro Teil 2 Antworten mit Zitat

Vincent Vice. hat Folgendes geschrieben:

„Was hast du denn schon groß verloren? Mal ehrlich: Bei deiner momentanen Arbeitssituation...“


 love
Find ich super, dass du das noch einmal aufnimmst!!!!
Ich hoffe allerdings, der aufmerksame Leser bemerkt das später, wär echt schade, wenn der Gag untergeht.
Vielleicht sollte der Kerl nochmal drauf eingehen?

Und auch sonst. Ich les das gern. Es hat Haken und zeitweise sind mir zu viel Dialoge drin, aber ich mag diesen Lazaro (auch wenn ich bei dem Namen immer sofort an Lazarett denken muss)  Embarassed

Manfred für den Engel find ich auch ne krasse Nummer. Man erwartet ja irgendso ein melodiös klingends Supernämchen von einem Schutzengel, Manfred find ich klasse! Dieser Stilbruch passt so schön in die Geschichte (wenn ich auch immer noch daran festhalte, dass ein Sprachwechsel zwischen Petrus und Luzifer nicht soooo falsch wäre)

so, noch ein paar Kleinigkeiten, ich will nicht alle herauspicken, das zum Beispiel: sondern auch nahezu unerträgliche Schmerzen bereitete.“

bei allem Sarkasmus, aber sagt der das so hochgestochen? Davor benutzt er noch das wort "behindert" und dann das? hmmmmmm. vielleicht etwas metaphorisches? ".. und diese ganze scheiße hat verdammt noch mao so weh getan wie..... " oder so?


Und dann bei der Stelle, als Latrinus äh Lazarus sich darüber auslässt, was im Himmel für unterbelichtet Vollpfosten arbeiten. Er ist ja selbst zuletzt arbeitslos gewesen. Ich finde das läd ein zu einem blöden Spruch a'la: Ich kann nicht fassen dass ich da unten arbeitslos war, wenn hier oben solche vollpfosten arbeiten, hier ist es auch nicht besser als, da, hast wohl nen reichen daddy gehabt, der dir dein scheiß studium gesponsert hat?
(Nur so eine Idee)

Aber dann kommt das Iphone und die 666 und ich breche total zusammen vor Lachen!!! Das ist soooo toll!!!

Adam und Eva reichte dann aber nur noch für ein schwaaaaches Schmunzeln und jetzt....  Ich brauch jetzt bald ne krasse Wendung, ein poiiiiiiiiing, das mich bei dir bleiben lässt. Nach Adam und Eva und Dauergenörgele von Lazi... was kommt jetzt?


Und dann noch eine Sache. Der Engel (Manni). Ich weiß gar nicht wie der aussieht. VIelleicht habe ich das vergessen, aber hol mich noch mal zu ihm, vielleicht geht es anderen Lesern wie mir? kratzt er sich gerade am Bad? senkt er verlegen die Augen und geift sich durch sein braunes, gewelltes Haar und denkt Luzi dann "Scheiße Mann, hier oben ist es schon echt zum Kotzen, aber wie kriegt der die Haare so hin?"
(okay... war ein Frauendings, Männern fällt da was anderes ein, denke ich)

aber weißt du worauf ich hinaus will?


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(Antoine de Saint-Exupéry in Der kleine Prinz)
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Vincent Vice.
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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 08:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Versuchskaninchen,

vielen Dank für deine Meinung.
Das mit der momentanen Arbeitssituation ist ein runninggag, der sich mehr oder weniger durch die ganze Geschichte zieht. Freut mich, dass es dir gefällt.
Freut mich natürlich auch, dass dir Lazaro gefällt. Der Name bedeutet übersetzt übrigens so viel wie "Gott hilft". Ist also auch eine Verarsche.

Ja, ich wollte mit ein paar Nebengags das Paradies anschaulich beschreiben. Adam und Eva waren mir eher wichtig um zu zeigen, dass er nicht alleine da oben ist. So witzig finde ich die beiden nämlich auch nicht. Was nach dem Dauernörgler jetzt kommt? Lass dich überraschen. Aber damit ich keinen Stress mit Christen bekomme:
Jetzt sollten nur die weiter lesen, die kein Proble damit haben wenn die Bibel total aufs Korn genommen wird, denn ab hier wird es stellenweise schon etwas grob. wink

Manfred habe ich nur grob beschrieben (leichter Bauchansatz, fehlende Haarpracht, so was halt). Ich wollte, dass der Leser sich selbst sein Bild von einem Versager machen kann. Ist das für euch zu oberflächlich? Dann beschreibe ich ihn natürlich noch.

Vielen Dank für dein Kommentar. Hier ist der nächste Teil:

LG und einen schönen Tag W
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6. Kapitel – Jesus, Sohn des Allmächtigen

„Ey joh! Ich war grad heftigst am chillen auf so `ner krassen Wolke und hab mir mal ordentlich einen durchgezogen. Und während ich so völlig abgespaced da rum lag, sah ich diesen Jungen. Ich hab über meinen Vater ziemlich krasse Connections und kenne eigentlich jede Sau, die hier so rumläuft. Aber den Checker, der mir da auf zwölf Uhr war, hab ich zum erstem Mal angepeilt, Er hatte ziemlich moderne Kleidung.
Musste also wohl ein krass Neuer sein, Da ich ziemlich korrekt aufgeschlossen bin, bin ich also mal zu dem Dude hingegangen und hab ihn mit „Ey, Joh!“ begrüßt.
Der Junge hat mich ziemlich fassungslos angestarrt. Ich kenne das. Er war sicher ehrfürchtig. Das pralle  Volk verehrt mich, weil mein Vater so ein Harter ist. Bin ich gewohnt.
„Joh, ich bin Jesus.“, hab ich gesagt, woraufhin der Junge noch schockierter drein blickte. Er hat mich dann sehr ungläubig gefragt, ob ich Jesus bin. Alter, der Dude muss voll aufm Trip gewesen sein. Ich hab ihm gerade gesagt, dass ich Jesus bin und er fragt mich, ob ich Jesus bin. Cranker Scheiß, ey.     
Ich sagte also:
„Ja, Mann. Ich bin Jesus. Sohn von Gott, dem krassem Kerl der´s Maria besorgt hat. Und du bist neu hier?“ Der Dude seufzte übertrieben, bevor er antwortete. Ich weiß noch wie freakig ich das fand. Jeder freut sich eigentlich erst Mal, dass er nicht in die Hölle muss, aber der Junge sah mal korrekt unglücklich aus.
„Ja.“, sagte er. „Ich bin gerade erst angekommen und hab jetzt schon keinen Bock mehr. Es ist so was von behindert hier. Du solltest mal mit deinem Vater über diese langweilige Einrichtung reden. Alles sieht gleich aus und ist einfach nur öde.“
Ich fand den Ton des Junge zwar echt nicht groovy, aber er hatte `ne Meinung. Und das respektiere ich.
„Weißt du.“, hab ich gesagt.
„Wenn dir langweilig ist, hab ich genau das Richtige für dich, Dude. Ich hab ziemlich hartes Zeug auf meiner Wolke rumliegen. Was hältst du davon, wenn wir das mal zusammen abchecken??“
Der Junge überlegte nicht lange und ging sofort mit.
Während wir dann so bei mir chillten und ein bisschen was rauchten, hatten wir sehr interessante Themen.
Gut, wenn man breit ist, ist eigentlich alles spannend, aber es war doch ein sehr schöner Abend.
Der Dude hat mir erzählt, dass er sehr traurig ist.
Na ja, am Anfang hat er eigentlich nur geflucht. Da hat wohl das Chakra noch nicht so gestimmt. Er hat sich ziemlich heavy über alles aufgeregt.
Sein Leben, seinen Tod, sein Leben nach dem Tod. Alles war totaler Müll.
Aber nach ein paar Zügen an meiner korrekten Tüte, wurde er dann immer weniger aggressiv. Irgendwann hat er dann fast gar nicht mehr geflucht und sich mal so richtig ausgesprochen.
Er hat irgendwas krass traumatisches erlebt, sagte er.
Und dann noch irgendwas von einer momentanen Arbeitssituation. Ich weiß nicht, genau, was er sagte, denn ich hab ihm eigentlich gar nicht zugehört.
Nach einer Weile begann er dann über mich zu reden. Normalerweise rede ich schon seit über tausend Jahren mit keinem mehr über meinem smoothen Aufenthalt auf der Erde. Muss ja nicht jeder wissen, wie ich es da unten verkackt habe.
Aber der Dude war mir echt sympathisch, also hab ich beschlossen, dass ich mich ihm anvertrauen kann. Immerhin hat er sich mir ja auch anvertraut.
Und da hab ich echt kranken Scheiß erfahren: Die Menschen verehren mich!
Keine Ahnung, wie mein Paps das hingekriegt hat, aber die lieben mich.
Irgend so ein Typ hat sogar ein Buch über mich geschrieben. Lauter Lügen, die mich zum Helden gemacht haben. Und im Laufe der Zeit haben die Leute das wohl geglaubt.
Da steht zum Beispiel drin, ich wäre zum Essen eingeladen worden und hätte wie ein Heiliger das Brot dort geteilt. Meine Fresse...
Ich hab korrekt darauf verzichtet, dem Dude zu sagen, dass ich total breit bei fremden Leuten eingebrochen bin und dem Gastherrn das Brot aus der Hand gerissen und dann selbst gegessen hab.
Und dann meine Auferstehung! Haha!
Also, erstens war die vor meiner Kreuzigung und zweitens hab ich da einfach nur drei Tage lang meinen Rausch ausgeschlafen. Alter. Ich war ich so betrunken, dass ich sogar Wasser getrunken hatte, weil ich dachte, das wäre Wein.
Ach ja, und dann noch die Geschichte mit der Steinigung, wo ich angeblich gesagt haben soll: „Derjenige, der ohne Sünden ist, werfe den ersten Stein.“, oder so.“ Hahaha! Hätte zwar auch von mir kommen können, aber wortwörtlich habe ich eher gesagt: „Joh! Macht dieses Miststück fertig!“
Der einzige Teil der ansatzweise der Wahrheit entspricht, ist neben meiner Randale in diesem Tempel, eigentlich nur meine Kreuzigung. Mein Vater erschien mir in der Nacht zuvor und sagte: „Jesus, mein Sohn. Morgen werden Männer kommen um dich zu kreuzigen. Geh mit Ihnen und habe keine Angst. Ich habe dich mit ultimativen Ultrasuperkräften ausgestattet, die dich unverwundbar machen werden. Die Menschen werden dir nichts tun können.“
Also ließ ich mich am nächstem Morgen unbesorgt abführen und schrie dabei die ganze Zeit:
„Ihr könnt mich nicht töten! Ich werde ewig leben!“
Das hat der Verfasser der Bibel wohl auch in den falschen Hals bekommen...
Auf jeden Fall starb ich einen grauenvollen Tod und von den Superkräften war keine Spur zu entdecken.
Als ich meinen Vater später im Himmel fragte, was das sollte, lachte er mich aus und sagte, dass das nur ein Scherz war. Aber ich hätte mal mein Gesicht sehen sollen.
Wahrscheinlich hat er zur Entschädigung deshalb dieses Buch schreiben lassen.
Echt kranker Scheiß, Mann...“

7. Kapitel - Manfred

Ängstlich lief Manfred durch das Bürogebäude.
Er hätte schon längst bei seinem Chef sein können, aber der Schutzengel versuchte möglichst viel Zeit zu schinden. Der Boss konnte so zornig werden.
Und nach der Aktion, die Manfred gebracht hatte, war nur das Schlimmste zu erwarten. Dem Engel fielen auf Anhieb tausend Sachen ein, die er lieber täte, als jetzt zum Boss zu gehen, aber er hatte ja doch keine Wahl.
Wenn er nicht hingehen würde, wäre das nämlich eine glatte Leistungsverweigerung, was nur noch mehr Konsequenzen mit sich ziehen würde. Also lief Manfred demütig seinem Schicksal entgegen.
Immerhin, einen Trost gab es: Offensichtlich hatte Petrus nämlich auch etwas wichtiges vergeigt. Kurz nachdem Manfred losgelaufen war, um zum Chef zu gehen, ertönte eine laute Durchsage vom Himmel:
„Petrus, Himmelswächter und Manfred Karlheinz Meyer, Schutzengel, bitte umgehend beim Arbeitgeber melden. Ich wiederhole...“
Der Boss wollte also nicht nur Manfred, sondern auch Petrus sprechen. Deshalb musste der Himmelswächter ebenfalls etwas verzapft haben.
Sonst würde der Boss nicht beide auf einmal herbestellen.
Während Manfred möglichst langsam den Gang entlang lief, war er so tief in Gedanken versunken, dass er gar nicht bemerkte, wer ihm da gerade entgegen kam.
„Hey, Manfred, du altes Opfer!“, rief einer der beiden Engel, die da vor ihm standen. Erschrocken blickte Manfred auf. Gabriel und Michael!
Die härtesten Engel, seit dieser Job vergeben wurde.
Längst waren sie schon Erzengel und die rechte Hand Gottes. Es gab wahrscheinlich niemanden im ganzem Paradies, der nicht gerne so wäre wie sie. Neidisch betrachtete Manfred die beiden.
Gabriel trug wie immer seine weiße Rüstung, die die Arme nicht bedeckte, damit seine riesigen Oberarmmuskeln zur Geltung kommen konnten. Er schulterte ein riesiges Schwert, das beinahe so groß wie er selbst war und trug seinen Heiligenschein ein Wenig schräg, was sehr verwegen wirkte. Eine Strähne seines gelockte, orangenen Haares hing ihm lässig im Gesicht.
Michael hatte komplett auf seine Oberkörperrüstung verzichtet und stellte einen perfekten Waschbrettbauch zur Schau. Er hatte sich de Schriftzug Bad Angel auf den Arm tätowieren lassen und strich sich gerade eitel durch seine braunen, hoch gestellten Haare.
Beide trugen die gleichen, modernen Sonnenbrillen.
„Schau mal, Mike.“, sagte Gabriel. „So wie´s aussieht, ist Manfred zu cool um mit uns zu reden.“ Michael lachte spöttisch und begutachtete dabei seine manikürten Fingernägel.
„Nein, nein,“, sagte Manfred hastig. „Tut mir Leid. Wie geht’ s euch? Was treibt ihr denn so?“
Michael atmete theatralisch ein, bevor er antwortete. „Nun, wir müssen zur Erde und ein paar Dämonen kräftig in den Arsch treten,“
Gabriel schwang demonstrativ sein gigantisches Schwert in der Luft.
„Du weißt schon. Unseren Mann stehen.“, sagte er. „Das heißt... Natürlich weißt du nicht, wie das ist.Gerüchten zufolge hast deinen Job ja bereits in den Sand gesetzt. Nicht schlecht. Wie lange warst du jetzt Schutzengel? Fünf Stunden?“
Die beiden Engel lachten spöttisch. Manfred biss sich zornig auf die Lippen. Das war doch nicht zu fassen! Woher wussten die das jetzt schon wieder? „Ich würde gerne weiter mit euch plaudern.“, sagte der Engel trocken. „Aber ich muss leider zum Boss. Er will mich nämlich sprechen.“
„Oh ja, richtig!“, antwortete Gabriel. „Wir waren auch gerade bei ihm. Und Petrus ist auch schon da. Der Boss ist so richtig angepisst. So hab ich ihn schon seit der großen Flut nicht mehr erlebt. Es wäre besser für dich, wenn du ihn nicht warten lassen würdest. Du Opfer!“ Lachend liefen die beiden an Manfred vorbei und verschwanden hinter einer Ecke.
Noch schlechter gelaunt lief der Engel weiter und klopfte schließlich an der Tür des Bosses.

8. Kapitel – Gott, der Schöpfer, der Allmächtige,
         der Vater, der Hirte unserer Herde, der Richter.
Der Boss, der Chef, der Herr, der Meister, der
krasse Kerl, der´s Maria besorgt hat.

Der Boss saß an seinem Schreibtisch und schüttelte ungläubig den Kopf. Wenn er es nicht besser wüsste (nur wusste er es dummerweise immer besser), würde er es wahrscheinlich nicht glauben. Seit Anbeginn der Zeitrechnung betrieb der Schöpfer jetzt schon Marketing für seinen Betrieb und trotzdem machte die Hölle mehr Umsatz als jemals zuvor. Nahezu ohne jede Werbemaßnahme.
Inzwischen kamen sogar schon Menschen in die Hölle, die eigentlich einen Platz im Himmel verdient hätten. Und Schuld daran waren die zwei Idioten, die vor ihm saßen: Petrus, der bisher eigentlich immer recht zuverlässig gewirkt hatte und Manfred, die strahlende Inkompetenz.
Der Boss hatte ihn eigentlich nur deshalb zum Schutzengel befördert, weil er hoffte, Manfred würde über sich hinaus wachsen, wenn er nur etwas mehr Verantwortung bekäme.
Eine traurige Fehleinschätzung, wie sich erwies.
„Auf einer Skala von eins bis zehn.“, sagte Gott schließlich. „Wobei eins eine sehr gute und fehlerfreie Arbeit ist und zehn das dümmste, schlechteste, miserabelste und erbärmlichste Ergebnis, welches man erzielen kann. Was glaubt ihr, wo ihr auf dieser Skala wohl steht, mit eurer letzten Aufgabe?“
Petrus schwieg demütig. Er kannte Gott gut genug um zu wissen, dass man am Besten einfach auf seine Urteil abwartete und nichts erwiderte.
Manfred überlegte allerdings kurz und antwortete schließlich: „Vielleicht auf einer drei so ungefähr?“
„Nein, du Idiot!“, schrie Gott wütend. „Ihr seid auf einer glatten zehn! Für euch müsste man die Skala sogar noch auf fünfzehn erhöhen, weil ihr so effektiv Hand in Hand gearbeitet habt, ihr Hornochsen! Ist euch klar, dass wegen euch eine unschuldige Seele auf ewig in die Hölle verbannt wird?“ Manfred richtete sich verwundert auf.
„Moment mal. Wovon sprichst du da überhaupt?“ Gott atmete tief ein, bevor er antwortete. „Nun, Petrus war so geistesabwesend mit Luzifer um eine Seele zu spielen, die vor ihrer Zeit stirbt. Und da du, Manfred, verschlafen hast und Tony Lazaro dadurch außerplanmäßig gestorben ist, müssen wir den Jungen der Hölle übergeben.Übermorgen Abend wird der Tod zum Himmelstor kommen und Lazaro mitnehmen.
Und da Petrus fair besiegt wurde, bleibt uns nichts anderes übrig, als seine Wettschulden einzubüßen.“
Manfred verzog das Gesicht, als hätte er in eine saure Zitrone gebissen. „Das heißt, Lazaro muss in die Hölle?“
„Ja, wegen euch zwar Vollidioten! Manfred, du gehst ihn jetzt holen und dann erklären wir ihm die Situation.“


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich jetzt nur, was der Teufel eigentlich mit dem doofen Lazaro anfangen will. Man muß doch bedenken, daß viele viele große Geister und Denker Atheisten waren und demzufolge bei ihm sind. Seine Hölle müßte eigentlich ein hochintellektueller Ort sein. Da wird der Lazaro aber sehr klein dastehen.
Und einige Heiliggesprochene dürfte man dort auch finden. Ich glaube nicht, daß Karl der Große im Himmel ist.
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Vincent Vice.
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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 12:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, das stimmt wohl. In der Hölle sind einige schlaue Köpfe oder wichtige Menschen, die Lazaro locker in den Schatten stellen.
Aber Luzi konnte sich ja nicht aussuchen wen er bekommt. Die erste Seele, die zu früh stirbt hieß es ja. Und das war Lazaro.
Dass die Wette eingehalten wird ist eher eine Ehrensache auf die Luzifer besteht.

Meine Version des Himmels weicht ja auch in sehr vielen Punkten von der christlichen Vorstellung ab. Die Aufnahmebedingungen sind etwas lockerer als die Bibel es vorsieht (Lazaro war auch nicht wirklich gläubig).
Man muss einfach nur ein guter Mensch sein.

LG W


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Servus Vincent,

ich habe letztens eine Leseprobe dieses Buches auf dem Kindle gelesen:

http://www.amazon.de/Gott-bewahre-Roman-John-Niven/dp/3453676335/ref=pd_sim_b_28

Mit Sicherheit ein blöder Zufall, aber deine Jesus-Schilderung kommt verdammt nahe an die in diesem Buch ran, komplett mit Chillen und Kiffen und alles verbocken.

Was mir weniger gefallen hat, war die Szene von Manfred und den beiden Erzengeln. Hey, die beiden stehen so weit oben auf der Hierarchieleiter, die haben bestimmt besseres zu tun, als Manfred zu mobben. Vermutlich KENNEN die ihn nicht mal. Ich könnte mir die Beiden eher vorstellen, wie sie - fachsimpelnd - an ihm vorbeigehen und ihn nicht mal bemerken, während er sich untertänigst verneigt. Dann fällt einem der Beiden ein, das er noch was erledigt haben muss (Kopien machen, Blumen für den Geburtstag der Ehefrau? (Frau Gabriel?) besorgen und er schickt ganz selbstverständlich Manfred los, komplett überzeugt, das er sowieso jedem alles auftragen kann und es ganz selbstverständlich erledigt wird.


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 14:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Verdammt. Ich hab die Probe noch nicht gelesen, aber das cover sagt schon viel aus. Ich werd die Probe lesen. Wenn Jesus der zu nah an meinen ran kommt muss ich mir wirklich einen neuen Charakter für ihn ausdenken. Das wäre schade...

Meine Erfahrung bisher war, dass Leute, die andere Leute gern erniedrigen, sich einfach nur Menschen dafür aussuchen, die in der Rangordnung unter ihnen stehen. Egal wie tief. Und von der Toilette kennen sie ihn ja (Manfred hat da ja geputzt). Außerdem hat Manfred so viel versemmelt, dass die Leute darüber reden. er is ne Art unfreiwillige Berühmtheit.
Zudem sind Gabriel und Michael Poser, die es einfach nötig haben vor jedem anzugeben.
Am Anfang träumt Manfred ja auch davon mit Gabriel und Michael rumzuhängen. Wenn sie ihn gar nicht kennen würden, würde nicht einmal er sich das vorstellen. Velleicht sollte ich die Bezehung noch ein bisschen schildern?


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, ich hab die beiden Erzengel halt als "Businessmen" im Kopf. So Anzug-Träger der Chefetage. Die sehen so einen Klomann doch gar nicht als Menschen, und wenn so einer einen Fehler macht, dann war das vor allem der Fehler desjenigen, der den Mann überhaupt vom Klo weggeholt hat und ihm ne Chance gegeben hat - also ein Management-Fehler.

So wie du die Beiden beschreibst, kommen sie aufmerksamkeitsgeil wie irgendwelche B-Promis im Dschungelcamp rüber. Na gut, das kann man natürlich so sehen. Der himmelweite Statusunterschied zwischen Manfred und den Erzengeln käme anders besser rüber. Aber vielleicht ist der ja auch gar nicht SO hoch?


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 16:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oberkörperfrei, moderne Sonnenbrillen, hochgegelte Haare, durchtrainiert, "Bad Angel" als Tattoo aufm Arm, Schwerter.
Ich habe wirklich nicht versucht sie als Geschäftsmänner dazustellen, sondern mehr wie diese coolen Cops aus den Filmen. Na ja. Ungefähr.

Ich glaube, ich habe ein Bild davon im Kopf, wie du dir die beiden vorstellst. Eben als arrogante Schnösel aus der Oberschicht. Ich wollte sie hingegen eher als proletenhafte Schönlinge darstellen.
Tja... dann muss ich das wohl auch noch besser beschreiben.


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ne, deine Beschreibung war schon treffend. Da musst du nichts verbessern. Das ist nur mein persönlicher Geschmack, dass ich Erzengel lieber als Manager hätte. Aber hey, das ist ja dein Roman und kein Wunschkonzert für Para.

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William Faulkner
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