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Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Erinnerungsscherben des Walter D.


 
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finis
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Die lange Johanne in Bronze


BeitragVerfasst am: 24.03.2013 17:33    Titel: Erinnerungsscherben des Walter D. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo, das ist meine erste Veröffentlichung. Ich hoffe, es lässt sich halbwegs lesen.

Erinnerungsscherben des Walter D.

Graphit
Er geht durch die Straßen, die Hände in den Manteltaschen vergraben, es ist kalt. Der Nebel liegt an diesem Tag über der Stadt wie Graphitstaub, alles verliert seine klaren Konturen, verschwimmt und rückt in weite Ferne. Und er geht durch die Straßen und schmeckt den Graphitstaub auf der Zunge, schmeckt die Erinnerung – doch da ist dieser Nebel und der Staub der Zeit lässt die Konturen verschwimmen, die Konturen von einem unruhigen Bleistift, rauen Händen und langen Nächten. Er bläst über das Papier und der Staub wirbelt auf, eine Wolke fliegt über den Asphalt und das nebulöse Grau wird zu klaren schwarzen Strichen als er sich erinnert.

Kohle
Er erinnert sich an den Kontrast zweier Augenpaare, an Gesichtszüge, die er vergeblich mit dem Kohlestift versucht hat festzuhalten, einzufangen – und was hätte er dafür gegeben, wenn man ein Lächeln in Papier pressen könnte wie eine Blüte, damit es nicht verwelkt – er erinnert sich an schwarze Striche in der Landschaft, die plötzlich da waren und sich weigerten Striche zu bleiben, sondern zu einer Person wurden, eine Bedeutung für ihn erlangten. Er erinnert sich an eine erloschene Feuerstelle, in der kein Funke mehr glomm, der einzige sichtbare Existenzbeweis für eine lange gemeinsam durchwachte Nacht, und daran, wie er ein Kohlestück nahm und versuchte ein Bild zu schaffen, auf dem mehr zu sehen ist als das, was jeder sieht.

Kreide
Später versuchte er es umgekehrt, später, nachdem er gelernt hatte, zwischen hell und dunkel zu unterscheiden.  Weiße Linien zogen sich über den Schiefer und seine Hände waren weiß, weißer denn je. Er roch Kerzenwachs und altes Holz, er blickte aus dem Fenster und sah Wolken über einen Himmel ziehen, der so unerreichbar weit weg war und doch nah genug um ihn zu erdrücken. Und er fragte sich, wie lange es dauert bis man an seiner Sehnsucht erstickt.

Acryl
Diesmal waren die Farben kräftig, fast schon grell. Er hörte den Stoff rascheln bei jeder Bewegung, hörte das Besteck klirren, hörte die Worte, die zwischen ihnen in der Luft hingen, und er wartete, er wusste nicht worauf. Er lächelte scheu und lachte nervös, er sprach schnell, die Worte waren zu schnell für ihn, überhaupt war alles zu schnell, war es denn real? Und während er sich in seinen Sätzen verhedderte, versuchte er den Moment in sein Gedächtnis zu brennen, den Geschmack des Essens, den Klang ihrer Stimme, das Funkeln in ihren Augen und er malte mit schillerndsten Farben in seinem Gedächtnis, denn er wusste ganz genau, dass sie das letzte Mal so da saßen, auch wenn sie beide das Gegenteil behaupteten.

Tusche
Die Zeichnung verschwamm vor seinen Augen, er war nicht bei der Sache, die Tusche kleckste auf das Papier, ruinierte tagelange Arbeit. Es war ihm egal. Er dachte  an all die ungeschriebenen Briefe in der obersten Schublade seines imaginären Schreibtisches und versuchte sie nicht hervorzukramen und nicht daran zu denken, dass er nach all den Jahren nichts von ihr gehört hatte, nicht ein einziges Wort. Und dann las er sie doch, die Worte, die er nie niedergeschrieben hatte und für die es nun zu spät war, er war schon immer ein Feigling gewesen. Er dachte an Sätze wie „Ich vermisse Dich“ und „Du fehlst mir sehr“ und an andere Sätze, die er nicht mal zu denken wagte, immerhin könnten sie wahr sein, wahr werden. Und er dachte daran, dass einmal alles voller Farbe war und voller Schatten und dass nur noch die Schatten übrig geblieben waren und dass das tatsächlich wahr war, obwohl es doch so furchtbar abgedroschen klang. Die Tusche hatte sich längst aufgelöst, war verschmiert, verwischt, undeutlich, konturlos, von dem Bild war nichts übrig geblieben, und er dachte, dass es gut war, dass er immer allein ist, dass ihn niemand so sehen konnte.

Aquarell
Es war Herbst geworden, die Sonne strahlte am blauen Himmel, die Farben explodierten, Blätter segelten durch die Luft, die so durchsichtig war, dass die Farben verwischten, der Wind lavierte die Konturen. Sie standen sich gegenüber und wussten nicht mehr, was einander sagen, was sie miteinander tun sollten, es war zu spät, viel zu spät. Das Schweigen hing schwer zwischen ihnen und unterdessen fallen die Blätter, fallen und fallen und fallen.

Glas
Und jetzt steht er da, mit seinen tausenden und abertausenden Scherben, die niemand mehr zusammensetzten kann, denn zu filigran war das Bild, zu dem sie gehörten, und in zu winzige Scherben ist es zerbrochen. Er schmeckt die Bitterkeit auf seiner Zunge und den Verlust. Und er weiß nicht, ob ihm das Bild entglitten ist oder ob er es fallen gelassen hat.


Es tut mir wirklich Leid, kurz fassen ist nicht wirklich meine Stärke. Danke fürs Lesen im Voraus!
Liebe Grüße
Finis

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UtherPendragon
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BeitragVerfasst am: 26.03.2013 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Finis!
Ich hatte eigentlich gar nicht viel Zeit - aber nun bin ich hier hängengeblieben und auf eine seltsame Art und weise schäme ich mich für den Teil in mir, der deine Geschichte zwar lesen, aber keine Rezeption hier lassen wollte.

Wie erfrischend, dass man hier noch romantische Texte ohne diese lästige Vernunftslogik in sich aufnehmen kann. Mir gefällt dein Text sehr und auch die Empfindungen die ich in diesen sich auflösenden Grenzen zwischen zwei Kunstformen, Vergangenheit und Wirklichkeit, Realität und subjektive Erinnerung auflesen konnte. Das ist dir insgesamt sehr gut gelungen. Die geballte Wirkung des Textes erfuhr ich persönlich im Herbst und als danach das "Kapitel" "Glas" folgte dachte ich "Ja, so stimmt das!"

Nun, einige Kleinigkeiten sind mir aufgefallen.
Zitat:
Er geht durch die Straßen, die Hände in den Manteltaschen vergraben, es ist kalt.
noch ein denn wink
Zitat:
die Konturen verschwimmen, die Konturen von einem unruhigen Bleistift
das zweite "Konturen" würde ich durch Linien oder ein anderes Wort ersetzen.
Zitat:
Er erinnert sich an den Kontrast zweier Augenpaare, an Gesichtszüge, die er vergeblich mit dem Kohlestift versucht hat festzuhalten,
hatte festzuhalten - PLusquamperfekt - EDIT: oder doch nicht? bei deinen Zeiten blicke ich gerade irgwie nicht ganz durch- Gegenwart und Präteritum also...
Zitat:
und was hätte er dafür gegeben, wenn man ein Lächeln in Papier pressen könnte wie eine Blüte, damit es nicht verwelkt
wunderschön!
Zitat:
erinnert sich an schwarze Striche in der Landschaft, die plötzlich da waren und sich weigerten Striche zu bleiben, sondern zu einer Person wurden, eine Bedeutung für ihn erlangten.
in der Landschaft? Die Ortsangabe könnte ein klein wenig bedeutsamer sein und nicht so universal..
Zitat:
wie er ein Kohlestück nahm und versuchte ein Bild zu schaffen, auf dem mehr zu sehen ist als das, was jeder sieht.
Klingt irgwie widersprüchlich und passt so für mich noch nicht in den Gesamtzusammenhang
Zitat:
Später versuchte er es umgekehrt
worauf bezieht sich das "umgekehrt"?
Zitat:
er sprach schnell, die Worte waren zu schnell für ihn, überhaupt war alles zu schnell, war es denn real?
Entgleitende Erinnerungen und Überforderung - schön und gut, aber was sind "schnelle Worte"? Wortwechsel können schnell sein z. B.
Zitat:
Und dann las er sie doch, die Worte, die er nie niedergeschrieben hatte und für die es nun zu spät war, er war schon immer ein Feigling gewesen.
inhaltlich seltsam nachgestellt. Passt irgwie nicht zum Satz davor
Zitat:
Er dachte an Sätze wie „Ich vermisse Dich“ und „Du fehlst mir sehr“ und an andere Sätze, die er nicht mal zu denken wagte, immerhin könnten sie wahr sein, wahr werden.

Hier haben sich ein paar Widersprüche eingeschlichen: Er denkt an Sätze, an die er nicht wagt zu denken. Und was bringt es wenn Sätze wie "Ich vermisse dich" - wahr würden? Der Gefühlsmäßig-logische-Konsenz fehlt.
Zitat:
Aquarell
Es war Herbst geworden, die Sonne strahlte am blauen Himmel, die Farben explodierten, Blätter segelten durch die Luft, die so durchsichtig war, dass die Farben verwischten, der Wind lavierte die Konturen. Sie standen sich gegenüber und wussten nicht mehr, was einander sagen, was sie miteinander tun sollten, es war zu spät, viel zu spät. Das Schweigen hing schwer zwischen ihnen und unterdessen fallen die Blätter, fallen und fallen und fallen.
Tolle Bilder und innerer Jubel! Nur die Zeiten verkeilen sich ein wenig ineinander  wink Gib dem Text den letzten Schliff!

Ansonsten: Gern gelesen! Nur der Name Walther ist furchtbar, entschuldige. lol2
Liebe Grüße!
Uther Pendragon!


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Landschwabe
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BeitragVerfasst am: 26.03.2013 03:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Finis,

Gratulation zu Deiner ersten Präsentation. Gefällt mir sehr gut.

Gruß
Joachim
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Die lange Johanne in Bronze


BeitragVerfasst am: 26.03.2013 10:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Uther-Pendragon, lieber Landschwabe,

Vorab: Herzlichsten Dank fürs Lesen. Ich habe mich sehr über eure Rückmeldungen gefreut.

@Uther-Pendragon: Danke für die Anmerkungen! Ich werde den Text jetzt nocheinmal überarbeiten. Die gefühlslogischen Widersprüche sind mir gar nicht aufgefallen, du hast aber Recht (wobei - welcher Mensch fühlt schon logisch? Wink ). Das "umgekehrt" bezieht sich auf die Kohle. Er versucht erst mit schwarzen Strichen zu zeichnen, dann mit weißen. Kann aber sein, dass das nur in meinem verdrehten Gehirn Sinn ergibt - ich nehm's mal raus, ist sowieso nicht die Stelle, die ich so besonders schön fand.
Was den Walter betrifft - ja, da kann ich nur sagen: Ich mag ihn auch nicht. Also den Namen. Aber was soll ich machen? Er heißt nunmal so. Und es können nicht alle romantisch empfindenden Menschen klangvolle Namen wie Gotthold oder Heinrich oder (wie es heute wohl eher Mode ist) Edward tragen... Manche Menschen heißen auch einfach Walter, so hässlich der Name auch ist... Wink

Herzlichen Dank und liebe Grüße
finis


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UtherPendragon
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BeitragVerfasst am: 26.03.2013 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Es tut mir leid, wenn ich deinen Protagonisten beleidigt haben sollte.

Edward - O GOTT dann doch lieber Walter lol2
Uther Pendragon

EDIT: Ein Mensch fühlt zwar nicht unbedingt logisch, aber diese Unlogik muss in logisch aufgebaute Zeilen gefasst werden, das wäre sonst unlogisch, wenn du verstehst was ich meine wink


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finis
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BeitragVerfasst am: 26.03.2013 10:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hast ihn ja nicht beleidigt..

Bezüglich Edward: Das dachte ich auch Very Happy Man nimmt halt, was man kriegen kann...

Verstanden! Smile


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finis
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BeitragVerfasst am: 26.03.2013 10:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So und jetzt, dank Uther-Pendragon, das gleiche nochmal in korrigiert:

Erinnerungsscherben des Walter D.

Graphit
Er geht durch die Straßen, die Hände in den Manteltaschen vergraben, denn es ist kalt. Der Nebel liegt an diesem Tag über der Stadt wie Graphitstaub, alles verliert seine klaren Konturen, verschwimmt und rückt in weite Ferne. Und er geht durch die Straßen und schmeckt den Graphitstaub auf der Zunge, schmeckt die Erinnerung – doch da ist dieser Nebel und der Staub der Zeit lässt die zitternden Konturen verschwimmen, die Linien von einem unruhigen Bleistift, rauen Händen und langen Nächten. Er bläst über das Papier und der Staub wirbelt auf, eine Wolke fliegt über den Asphalt und das nebulöse Grau wird zu klaren schwarzen Strichen als er sich erinnert.

Kohle
Er erinnert sich an den Kontrast zweier Augenpaare, an Gesichtszüge, die er vergeblich mit dem Kohlestift versucht hat festzuhalten, einzufangen – und was hätte er dafür gegeben, wenn man ein Lächeln in Papier pressen könnte wie eine Blüte, damit es nicht verwelkt – er erinnert sich an schwarze Striche vor seiner Tür, die plötzlich da waren und sich weigerten Striche zu bleiben, sondern zu einer Person wurden, eine Bedeutung für ihn erlangten. Er erinnert sich an eine erloschene Feuerstelle, in der kein Funke mehr glomm, der einzige sichtbare Existenzbeweis für eine lange gemeinsam durchwachte Nacht, und daran, wie er mit einem Kohlestück versuchte ein Bild zu schaffen, auf dem nicht nur eine erkaltete Feuerstelle zu sehen ist, nicht nur das, was jeder sieht.

Kreide
Später versuchte er es anders, später, nachdem er gelernt hatte, zwischen hell und dunkel zu unterscheiden. Er warf die Kohle weg und suchte nach etwas Neuem. Weiße Linien zogen sich über den Schiefer und seine Hände waren weiß, weißer denn je. Er roch Kerzenwachs und altes Holz, er blickte aus dem Fenster und sah Wolken über einen Himmel ziehen, der so unerreichbar weit weg war und doch nah genug um ihn zu erdrücken. Und er fragte sich, wie lange es dauert bis man an seiner Sehnsucht erstickt.

Acryl
Diesmal waren die Farben kräftig, fast schon grell. Er hörte den Stoff rascheln bei jeder Bewegung, hörte das Besteck klirren, hörte die Worte, die zwischen ihnen in der Luft hingen, und er wartete, er wusste nicht worauf. Er lächelte scheu und lachte nervös, er sprach schnell, seine Worte waren zu schnell für ihn, überhaupt war alles zu schnell, seine Gedanken schleppten, konnte das alles denn real sein? Und während er sich in seinen Sätzen verhedderte, versuchte er den Moment in sein Gedächtnis zu brennen, den Geschmack des Essens, den Klang ihrer Stimme, das Funkeln in ihren Augen und er malte mit schillerndsten Farben in seinem Gedächtnis, denn er wusste ganz genau, dass sie das letzte Mal so da saßen, auch wenn sie beide das Gegenteil behaupteten.

Tusche
Die Zeichnung verschwamm vor seinen Augen, er war nicht bei der Sache, die Tusche kleckste auf das Papier, ruinierte tagelange Arbeit. Es war ihm egal. Er dachte an all die ungeschriebenen Briefe in der obersten Schublade seines imaginären Schreibtisches und versuchte sie nicht hervorzukramen und nicht daran zu denken, dass er nach all den Jahren nichts von ihr gehört hatte, nicht ein einziges Wort. Und dann las er sie doch, die Worte, die er nie niedergeschrieben hatte und für die es nun zu spät war, die er vielleicht längst hätte abschicken sollen, aber er war schon immer ein Feigling gewesen. Er dachte an Sätze wie „Ich vermisse Dich“ und „Du fehlst mir sehr“ und daran, dass einmal alles voller Farbe war und voller Schatten und dass nur noch die Schatten übrig geblieben waren und dass das tatsächlich wahr war, obwohl es doch so furchtbar abgedroschen klang. Die Tusche hatte sich längst aufgelöst, war verschmiert, verwischt, undeutlich, konturlos, von dem Bild war nichts übrig geblieben, und er dachte, dass es gut war, dass er immer allein ist, dass ihn niemand so sehen konnte.

Aquarell
Es war Herbst geworden, die Sonne strahlte am blauen Himmel, die Farben explodierten, Blätter segelten durch die Luft, die so durchsichtig war, dass die Farben verwischten, der Wind lavierte die Konturen. Sie standen sich gegenüber und wussten nicht mehr, was einander sagen, was sie miteinander tun sollten, es war zu spät, viel zu spät. Das Schweigen hing schwer zwischen ihnen und unterdessen fallen die Blätter, fallen und fallen und fallen.

Glas
Und jetzt steht er da, mit seinen tausenden und abertausenden Scherben, die niemand mehr zusammensetzten kann, denn zu filigran war das Bild, zu dem sie gehörten, und in zu winzige Scherben ist es zerbrochen. Er schmeckt die Bitterkeit auf seiner Zunge und den Verlust. Und er weiß nicht, ob ihm das Bild entglitten ist oder ob er es fallen gelassen hat.


Liebe Grüße
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BeitragVerfasst am: 26.03.2013 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Überarbeitung! smile
Vier winzige Anmerkungen noch:
1. Die Worte, die zu schnell für ihn sind, gefallen mir immer noch nicht ganz, weil ich mir unter schnellen Worten einfach nichts vorstellen kann.
2. Der riesige Satz am Ende von Acryl ist, finde ich, noch zu lang. Am besten trennst du die einzelnen Glieder
3.
Zitat:
und daran, dass einmal alles voller Farbe war und voller Schatten und dass nur noch die Schatten übrig geblieben waren und dass das tatsächlich wahr war, obwohl es doch so furchtbar abgedroschen klang.
Überflüssig, meiner Meinung nach.
4. Zur Gefühlspräzision: Das physische Entgleiten steht sehr nah am fallenlassen, deshalb solltest du vielleicht ein "ganz" in den zweiten Teil einsetzen "ganz fallengelassen" -dann würdest du aber auch den Inhalt verändern. Oder du suchst selbst eine Lösung, wenn du es auch so siehst.
Uther Pendragon


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BeitragVerfasst am: 27.03.2013 11:34    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tja. Also erstmal nochmal ein riesiges Dankeschön. Du bist Dir schon darüber im Klaren, dass ich mich gerade wie blöd freue?

Nur (als gäbe es so ein nur nicht immer): Mit den schnellen Worten bereitest Du mir echt Kopfzerbrechen. Hastige Worte? Das dürfte aber nicht verständlicher sein. Ich meine die schnellen Worte so: Die Worte sprudeln nur aus ihm heraus, er hängt gedanklich hinterher, die Worte sprechen sich quasi selbständig, ohne dass er es mitbekommt, bzw. er sieht ihnen mehr dabei zu. Sprudelnde Worte? Ich bin auf der Suche nach einem Adjektiv. Melde mich, wenn ich's gefunden habe.

Bis dahin herzlichen Dank für Dein kritisches Auge und vielen Dank für die Mühe, die Du Dir mit meinem Text machst.
Ganz herzliche Grüße
finis

P.S.: Was die anderen Punkte betrifft, hast Du natürlich Recht (warum fällt mir soetwas beim Korrekturlesen meiner Texte nie auf?) und lange Sätze sind einer meiner Schwachpunkte. Ich mag Konjunktionen, Subjunktionen und diese ganzen kleinen Wörter und ich mag Verben. Dementsprechend häufig benutze ich sie und dementsprechend lang werden meine Sätze. Ich arbeite dran Wink
Nochmal danke und Grüße
finis


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 10:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wenn man kein Adjektiv kriegt, dann muss es ein Nebensatz tun. Nochmal überarbeitet, mein Dank gilt hierbei nochmal UtherPendragon!

Erinnerungsscherben des Walter D.

Graphit
Er geht durch die Straßen, die Hände in den Manteltaschen vergraben, denn es ist kalt. Der Nebel liegt an diesem Tag über der Stadt wie Graphitstaub, alles verliert seine klaren Konturen, verschwimmt und rückt in weite Ferne. Und er geht durch die Straßen und schmeckt den Graphitstaub auf der Zunge, schmeckt die Erinnerung – doch da ist dieser Nebel und der Staub der Zeit lässt die zitternden Konturen verschwimmen, die Linien von einem unruhigen Bleistift, rauen Händen und langen Nächten. Er bläst über das Papier und der Staub wirbelt auf, eine Wolke fliegt über den Asphalt und das nebulöse Grau wird zu klaren schwarzen Strichen als er sich erinnert.

Kohle
Er erinnert sich an den Kontrast zweier Augenpaare, an Gesichtszüge, die er vergeblich mit dem Kohlestift versucht hat festzuhalten, einzufangen – und was hätte er dafür gegeben, wenn man ein Lächeln in Papier pressen könnte wie eine Blüte, damit es nicht verwelkt – er erinnert sich an schwarze Striche vor seiner Tür, die plötzlich da waren und sich weigerten Striche zu bleiben, sondern zu einer Person wurden, eine Bedeutung für ihn erlangten. Er erinnert sich an eine erloschene Feuerstelle, in der kein Funke mehr glomm, der einzige sichtbare Existenzbeweis für eine lange gemeinsam durchwachte Nacht, und daran, wie er mit einem Kohlestück versuchte ein Bild zu schaffen, auf dem nicht nur eine erkaltete Feuerstelle zu sehen ist, nicht nur das, was jeder sieht.

Kreide
Später versuchte er es anders, später, nachdem er gelernt hatte, zwischen hell und dunkel zu unterscheiden. Er warf die Kohle weg und suchte nach etwas Neuem. Weiße Linien zogen sich über den Schiefer und seine Hände waren weiß, weißer denn je. Er roch Kerzenwachs und altes Holz, er blickte aus dem Fenster und sah Wolken über einen Himmel ziehen, der so unerreichbar weit weg war und doch nah genug um ihn zu erdrücken. Und er fragte sich, wie lange es dauert bis man an seiner Sehnsucht erstickt.

Acryl
Diesmal waren die Farben kräftig, fast schon grell. Er hörte den Stoff rascheln bei jeder Bewegung, hörte das Besteck klirren, hörte die Worte, die zwischen ihnen in der Luft hingen, und er wartete, er wusste nicht worauf. Er lächelte scheu und lachte nervös, er sprach schnell, die Worte sprudelten aus ihm heraus, ohne dass er wusste, was er sagte, überhaupt war alles zu schnell, seine Gedanken schleppten, hingen hinter seinen Worten hinterher, konnte das alles denn real sein? Und während er sich in seinen Sätzen verhedderte, versuchte er den Moment in sein Gedächtnis zu brennen, den Geschmack des Essens, den Klang ihrer Stimme, das Funkeln in ihren Augen. Und er malte mit schillerndsten Farben in seinem Gedächtnis, denn er wusste ganz genau, dass sie das letzte Mal so da saßen, auch wenn sie beide das Gegenteil behaupteten.

Tusche
Die Zeichnung verschwamm vor seinen Augen, er war nicht bei der Sache, die Tusche kleckste auf das Papier, ruinierte tagelange Arbeit. Es war ihm egal. Er dachte an all die ungeschriebenen Briefe in der obersten Schublade seines imaginären Schreibtisches und versuchte sie nicht hervorzukramen und nicht daran zu denken, dass er nach all den Jahren nichts von ihr gehört hatte, nicht ein einziges Wort. Und dann las er sie doch, die Worte, die er nie niedergeschrieben hatte und für die es nun zu spät war, die er vielleicht längst hätte abschicken sollen, aber er war schon immer ein Feigling gewesen. Er dachte an Sätze wie „Ich vermisse Dich“ und „Du fehlst mir sehr“ und daran, dass einmal alles voller Farbe war und voller Schatten und dass nur noch die Schatten übrig geblieben waren, obwohl das so furchtbar abgedroschen klang. Die Tusche hatte sich längst aufgelöst, war verschmiert, verwischt, undeutlich, konturlos, von dem Bild war nichts übrig geblieben, und er dachte, dass es gut war, dass er immer allein ist, dass ihn niemand so sehen konnte.

Aquarell
Es war Herbst geworden, die Sonne strahlte am blauen Himmel, die Farben explodierten, Blätter segelten durch die Luft, die so durchsichtig war, dass die Farben verwischten, der Wind lavierte die Konturen. Sie standen sich gegenüber und wussten nicht mehr, was einander sagen, was sie miteinander tun sollten, es war zu spät, viel zu spät. Das Schweigen hing schwer zwischen ihnen und unterdessen fallen die Blätter, fallen und fallen und fallen.

Glas
Und jetzt steht er da, mit seinen tausenden und abertausenden Scherben, die niemand mehr zusammensetzten kann, denn zu filigran war das Bild, zu dem sie gehörten, und in zu winzige Scherben ist es zerbrochen. Er schmeckt die Bitterkeit auf seiner Zunge und den Verlust. Und er weiß nicht, ob ihm das Bild leise und unbemerkt entglitten ist oder ob er es fallen gelassen hat.


Nochmal danke für die vielen Rückmeldungen, die ich bekommen habe!
Herzlichst
finis
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UtherPendragon
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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Finis!

Erst einmal: Gern geschehen und sehr nett von dir, dass du mich nochmal extra erwähnst wink

Da ist dir eine schöne Überarbeitung gelungen (Ich sage dir, ob du mir glaubst oder nicht, die sprudelnden Worte hatte ich auch im Kopf!).
Mein Fazit bleibt auch nach nochmaligem Lesen dasselbe: Ich will die inhaltliche Logik etc. gar nicht beurteilen, denn sie ist mir völlig egal. Wichtig ist, dass dein text es schafft, Gefühle zu erzeugen, die mit Melancholie nicht hinreichend beschrieben wären.

Dazu finde ich die Unterteilung und die Verschmelzung von Künsten und Gegensätzen einen schönen Ansatz.

Wer es anders sehen mag - gut - ich fühle einfach nur.

Liebe Grüße
Uther Pendragon

PS:
Zitat:
Graphit
Er geht durch die Straßen, die Hände in den Manteltaschen vergraben, denn es ist kalt. Der Nebel liegt an diesem Tag über der Stadt wie Graphitstaub, alles verliert seine klaren Konturen, verschwimmt und rückt in weite Ferne. Und er geht durch die Straßen und schmeckt den Graphitstaub auf der Zunge, schmeckt die Erinnerung – doch da ist dieser Nebel und der Staub der Zeit lässt die zitternden Konturen verschwimmen, die Linien von einem unruhigen Bleistift, rauen Händen und langen Nächten. Er bläst über das Papier und der Staub wirbelt auf, eine Wolke fliegt über den Asphalt und das nebulöse Grau wird zu klaren schwarzen Strichen als er sich erinnert.
Ts ts ts  Surprised
lol2 dann wars das aber auch erst einmal


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BeitragVerfasst am: 03.04.2013 14:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

UtherPendragon!! DANKE!!!

Ich glaub Dir das mit den sprudelnden Worten einfach mal...  Smile

Der Staub ist ein rhetorisches Mittel, ganz bestimmt! (Keine Ahnung, da gibt es bestimmt irgendwas... Wink )

Nochmal danke danke danke danke!

Liebe Grüße
finis

P.S.: Findest Du den Text unlogisch?


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BeitragVerfasst am: 16.04.2013 18:12    Titel: Anapher Antworten mit Zitat

Hallo Finis,

Zitat:
Es tut mir wirklich Leid, kurz fassen ist nicht wirklich meine Stärke.

Erste Anmerkung: Du entschuldigst Dich schon bevor irgend jemand etwas sagen kann!!! Das geht gar nicht. Dein Text ist toll. Und Deine Kritiken waren auch toll (Danke noch mal). Und warum solltest Du Dich kurz fassen sollen? Smile

Deine rhetorischen Wiederholungen mag ich und ich benutze sie auch oft, außerdem klingt "anáfora" (spanisch) toll, finde ich (wie es auf deutsch heißt musste ich erst einmal suchen, aber ich habe es gefunden Smile):
https://de.wikipedia.org/wiki/Anapher

[edit] Ups: was ich oft mache würde ich eher als Anapher nennen, bei Dir ist es wohl etwas anderes, weil die Wiederholungen per Definition am Anfang gehören. Da war ich wohl etwas voreilig.

Mir hat Dein Text auch sonst ganz gut gefallen. Ich mag es wenn ein Text in mir Gefühle erzeugt und das schaffst Du.

An manchen Stellen fand ich es etwas kompliziert y mag es lieber direkter und habe mich in den langen Sätzen verheddert. War aber nicht schlimm, habe wieder raus gefunden Smile

Das erste "denn" von Uther P. hätte ich nicht unbedingt hinzugefügt, ich fand es ohne ehrlich gesagt schöner. Es bleibt dann offen ob der Typ die Hände deshalb in den Taschen hat (wahrscheinlich) oder ob es eine bestimmte Haltung beschreibt. Wenn er es einfach nur macht, weil ihm kalt ist, baut sich die Stimmung noch nicht so auf, finde ich.

Verwirrt hat mich dies:
Zitat:
doch da ist dieser Nebel und der Staub der Zeit lässt die Konturen verschwimmen

Lässt der Staub Zeit? Für was? Irgendwie habe ich mit dem Satz ein Problem, weil ich den Eindruck hatte der Staub lässt Zeit (um) die Konturen verschwimmen ... Ups, dann habe ich nach einer anderen Interpretation gesucht. Verstehst Du was ich meine?

Zitat:
Weiße Linien zogen sich über den Schiefer und seine Hände waren weiß, weißer denn je.

Normalerweise malen Künstler nicht mit Kreide auf Schiefer, sondern auf farbigem Papier/Karton usw. Ich fand es etwas seltsam, es erinnert mich an Schule und Unterricht. Ist mir nur aufgefallen.

Zitat:
Er hörte den Stoff rascheln bei jeder Bewegung

Das hat mich auch ein wenig verwirrt, weil ich zu erst an Leinwand gedacht habe, die aber nicht bei jeder Bewegung raschelt. Erst viel später wird klar, dass sie essen, aber auch da finde ich es etwas seltsam, dass Stoff raschelt.

Ich hoffe Du kannst mit meiner Meinung etwas anfangen. Ich finde, besonders bei Kritik die ich selbst bekommen habe, einfach interessant wie der Text auf Andere wirkt und ob ich etwas annehme oder nicht, bleibt dann meine Entscheidung (hier Deine). Vielleicht willst Du ja verwirren, ich finde es würde zu dem Text passen. Vielleicht wollte ich auch nur unbedingt meinen Senf dazu geben Smile Und mich wichtig machen.

Und das Meiste ist dann doch Geschmackssache...

Auf jedem Fall gern gelesen. Weiter so!


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Gruß,
Eqvis

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BeitragVerfasst am: 16.04.2013 18:27    Titel: Kommentar zu meinem Kommentar! Antworten mit Zitat

Ich habe meinen Kommentar schon ein paar Mal editiert, jetzt lasse ich es mal so und schreibe lieber hier weiter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wortwiederholung

Die Frage ist wie bei so Vielem: ist es gewollt um etwas bestimmtes zu erzeugen? Wenn ja: dann gut, wenn nicht, dann muss man es evtl. verändern.

Noch was: mit den "schnellen Worten" hatte ich kein Problem. Ich habe da an einen Kollegen gedacht, der sehr sehr schnell redet und ich beim Verstehen wirklich nicht nach komme, ich frage mich wie er selbst damit zurecht kommt!? Smile


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Gruß,
Eqvis

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BeitragVerfasst am: 17.04.2013 07:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Finis - ein toller, ein berührender, ein sehr intensiver Text und gerade durch die Wiederholungen geht er noch tiefer. Du hast eine so reiche Sprache und verstehst es, diesen Reichtum richtig einzusetzen. Meinen herzlichen Glückwunsch.
Übrigens ist für mich Walter nicht unsympathisch und die Idee, ihn durch Farben und Materialien zu charakterisieren, seine Stimmungen einzufangen, finde ich einfach nur gelungen.
Ich hoffe, dass ich noch viel von Dir lesen darf.
LG madrilena


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10:3934136303
2. "Schatten umarmen ISBN 10:3929265133
3. "...und die Zeit stand still" ISBN 10: 3934136311
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finis
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Die lange Johanne in Bronze


BeitragVerfasst am: 17.04.2013 17:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe eqvis,

Da bringst Du mich wieder zum Nachdenken, das "denn" am Anfang war so eine halbherzige Sache und ich habe ein bisschen recherchiert und zwar ist diese Staubgeschichte eine Redundanz (oh mist, jetzt habe ich Deinen Wikipedialink gelesen - so kompliziert wollte ich's gar nicht machen... irgendwie sowas halt Wink ).
Erstmal vielen, vielen herzlichen Dank für Dein Lob (für Dein Kritiklob wie Dein Schreiblob;-) ) Ich freue mich wahnsinnig, dass Dir der Text gefällt.
Und jetzt zu Deinen Kritikpunkten:
-Staub der Zeit: Ich meine den Staub auch als Symbol für Vergänglichkeit, das Vergehen von Zeit. Die Konturen sind seine Erinnerungen. Die Zeit legt sich wie Nebel über die Erinnerungen und lässt sie verschwimmen. Verstehst Du jetzt, was ich meine?
-Weiße Linien: Du hast Recht. Ich habe trotzdem Schiefer genommen, weil ich den schwarz/weiß Kontrast wollte. Vielleicht fällt mir aber noch was besseres als Schiefer ein...
-Stoffrascheln: Ja, hiermit wären wir beim Dresscode angekommen. Nicht jeder Stoff raschelt gleich. Wenn Du zum Beispiel mal neben einem Anzugträger sitzt, hörst Du bei jeder seiner Bewegungen den Anzug leise knistern, der Ärmel schiebt sich hoch, wenn er die Hand ausstreckt... Bei Frauen ist das ähnlich, je nachdem was sie tragen. Angenommen, die Frau in dieser Geschichte trüge ein Kleid oder einen Rock - dann hört man auch jede Bewegung (auch bei manchen Blusen, alles, was viel Stoff hat). Beim Essen bewegt man sich dann ja zwangsläufig - deswegen raschelt es. Mir fällt gerade auf, dass diese Szene vermutlich etwas klischeebehaftet ist, das stört mich allerdings eher weniger...

Nochmal vielen herzlichen Dank für Deinen Senf - freut mich sehr, dass Dir der Text gefällt. Das meiste ist gewollt, es ist eigentlich selten, dass sich da was ungewolltes einschleicht Wink
Achja: Ich glaube, ich kenne Deinen Kollegen, sogar in mehrfacher Ausführung...  Smile
Ganz herzlich grüßt
finis


Liebe madrilena,

Du machst mich ja ganz verlegen!
Danke. Danke, danke, danke.
Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll...
Vielleicht kommt ja tatsächlich noch was von mir.
Nochmal ein riesengroßes Dankeschön! DANKE DANKE DANKE DANKE ...
Herzlichst
finis


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madrilena
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BeitragVerfasst am: 17.04.2013 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe finis - ich wollte Dir nur noch sagen, dass ich Dir beim "der kleine Literat" eine Stimme gegeben habe. Vielleicht kannst Du den Text lesen.
LG madrilena


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BeitragVerfasst am: 17.04.2013 20:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe madrilena,

Vielen herzlichen Dank für die Nominierung, das ehrt mich wirklich sehr. Den Text kann ich leider nicht einsehen, würde ich allerdings gerne, wenn das irgendwie möglich wäre.

Nochmal herzlichen Dank
finis


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BeitragVerfasst am: 12.06.2013 10:38    Titel: Interview mit Walter D. pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich habe mich in den letzten Wochen gefragt, ob vielleicht jemanden die Fortsetzung (die einzige, die es geben wird!) interessiert, bzw. ob jemand nicht noch ein bisschen daran rumkritisieren könnte...



Interview mit Walter D.


F.: Herr D., wie war es für Sie als Sie Ihr Leben vor die Wand gefahren haben?
D.: Streng genommen kann man von fahren nicht sprechen, ich gehe viel lieber zu Fuß. Und es wird Sie sicherlich nicht überraschen, dass ich es nicht sonderlich angenehm fand, als ich mein Leben vor die Wand gegangen habe.
F.: Was sind Sie von Beruf, Herr D.?
D.: Ich bin freiberuflicher Maler.
F.: Künstler?
D.: Maler. Handwerker. Ästhet, sicher. Aber kein Künstler.
F.: Was würden Sie als den größten Fehler Ihres Lebens bezeichnen?
D.: Dass ich nicht gegangen bin. Dass ich versucht habe stehenzubleiben, festzuhalten.
F.: Was war die Folge davon?
D.: Man kann gewisse Dinge nicht festhalten. Und als ich es versucht habe, sind sie mir entglitten. Ich hätte es eigentlich vorher wissen müssen.
F.: Warum habend Sie dann gehandelt, wie Sie gehandelt haben?
D.: Weil es mein Beruf ist, die Dinge festzuhalten, ihnen Dauer zu verleihen. Maler verleihen Momenten Ewigkeit. Man muss nur unterscheiden können zwischen den Dingen, die für die Ewigkeit geschaffen sind und denen, die es nicht sind.
F.: Also doch ein Künstler?
D.: Nein, ganz sicher nicht. Manche Maler sind Künstler, das ist richtig. Aber ich nicht. Ist auch ganz gut so.
F.: Was unterscheidet Sie von einem Künstler?
D.: Ich halte mich nicht für einen, so einfach ist das manchmal. Ein Künstler muss wissen, was er kann, muss sich verkaufen können. Ich mache meine Arbeit gut. Aber es ist meine Arbeit, keine Kunst. Nichtsdestotrotz eine sehr schöne Arbeit.
F.: Also kein Künstler, sondern eher ein Philosoph?
D.: Wenn Sie meinen.
F.: Was war der schönste Moment in Ihrem Leben?
D.: Der Tag, an dem mir jemand zeigte, dass die Wolken nicht weiß sind und der Himmel grün sein kann.
F.: Was war an diesem Tag denn außergewöhnlich?
D.: Ich habe gelernt, dass Träume durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Eine sehr tröstliche Vorstellung, wenn Sie mich fragen. An diesem Tag habe ich ebenfalls gelernt, dass es sich manchmal lohnt, aus alten Denkmustern auszubrechen, den Himmel grün anzumalen.
F.: Hat sich das bis heute bewährt?
D.: Sicher. Wenn mir die blaue Farbe ausgeht, kann ich immer noch auf einen grünen Himmel zurückgreifen.
F.: Ich danke Ihnen für das Gespräch, Herr D.
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Janoeh D. G.
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BeitragVerfasst am: 23.06.2013 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe finis,

Ich wollte deinen Text auch schon länger kommentieren, tue es aber auch erst jetzt, obwohl mir dein Text aufgefallen war...
 Ich finde es sehr schön und sehr gelungen, wie du hier den Prozess des künstlerischen Schaffens mit  Erinnerungen und Gefühlen verbindest, eine wunderbare Idee. Denn letztendlich schaffen wir Kunst nur durch das, was uns bewegt. Nur das, was die Saiten unserer Seele zum schwingen bringt, hat die Kraft, etwas entstehen zu lassen und vor allem, wenn sie sich in Moll bewegen. Genau diese Melodie kann ich hier hören.

Ich habe den Eindruck, dass du selber auch malst, denn so wie du beschreibst müssen dir die Materialien, mit denen dein Prota arbeitet, vertraut sein. Ich finde die Idee wunderschön und ich kann es nachvollziehen. Es sind nicht nur die Gefühle sondern dein Text beinhaltet auch die Magie, die das Malen  mit sich bringt und es hält einen fest.

Aber( es gibt immer ein kleines aber smile ) du hast aus deinem Text noch längst nicht alles rausgeholt, was in ihm steckt. Ich "korrigiere" nur ungern einen Text, denn das kann vielleicht verletzend sein, deshalb werde ich mich nur auf den ersten Absatz beschränken. Das soll nur ein Beispiel sein, vielleicht kannst du etwas damit anfangen oder einfach ignorieren.

finis hat Folgendes geschrieben:


Erinnerungsscherben des Walter D.

Graphit
Er geht durch die Straßen, die Hände in den Manteltaschen vergraben, denn es ist kalt. Der Nebel liegt an diesem Tag über der Stadt wie Graphitstaub, alles verliert seine klaren Konturen, verschwimmt und rückt in weite Ferne. Und er geht durch die Straßen und schmeckt den Graphitstaub auf der Zunge, schmeckt die Erinnerung – doch da ist dieser Nebel und der Staub der Zeit lässt die zitternden Konturen verschwimmen, die Linien von einem unruhigen Bleistift, rauen Händen und langen Nächten. Er bläst über das Papier und der Staub wirbelt auf, eine Wolke fliegt über den Asphalt und das nebulöse Grau wird zu klaren schwarzen Strichen als er sich erinnert.



Für mich beinhaltet dieser Abschnitt zu viele Wiederholungen. Wiederholungen sind sehr lyrisch und geben einem prosaischen Text sehr viel Stimmung aber man muss vorsichtig sein. Hier ein Versuch:

Graphit
Er geht durch die Straßen, die Hände in den Manteltaschen vergraben. Es ist kalt. Der Nebel liegt an diesem Tag schwer über der Stadt wie Graphitstaub, alles verliert seine Grenzen, verschwimmt und rückt in weite Ferne. Und er geht durch die Straßen, schmeckt das Metall auf der Zunge, schmeckt die Erinnerung – doch dieses staubige Grau der Zeit lässt die zitternden Konturen verschwimmen, die Linien von einem unruhigen Bleistift, von rauen Händen und langen Nächten. Er bläst über das Papier und  Staub wirbelt auf, fliegt über den Asphalt und wird zu klaren schwarzen Strichen, als er sich erinnert.


Das ist nur ein Beispiel, denn vielleicht habe ich dadurch etwas von der Melodie genommen. Was ich verdeutlichen will ist, dass Gegenstände vielschichtig sind: Konturen sind auch Grenzen, sind Linien und Striche. Graphit ist schwer, ist  Staub und Metall und hinterlässt somit einen metallischen Geschmack auf der Zunge. Durch diese Bezeichnung kann der Leser den Geschmack auch selber schmecken. Man weiß, wie Metall schmeckt, aber man fragt sich kurz, wie schmeckt denn Graphitstaub?

Alles auf dieser Welt hinterlässt einen Klang, einen Geschmack, ein Gefühl, ein Bild, einen Geruch. Das Fehlen einer dieser Sinneswahrnehmungen ist auch charakteristisch für einen Gegenstand (Glas schmeckt und riecht nicht) und das kann man genau so benutzen. Bringe die Gegenstände als Ganzes in den Text hinein und du wirst Wiederholungen vermeiden können. Generell meine ich, wenn du dich fragst, wie du dich anders ausdrücken solltest.


Der Geschmack von Graphitstaub/Metall hat hier etwas von Blut/Herzblut in diesem Zusammenhang und du verbindest mit diesem Geschmack die Erinnerung, den Schmerz und den Prozess des Malens (vielleicht hat der Prota gerade gedankenverloren den Graphitstift auf seine Lippen gelegt?) Sehr schön ineinander verschwimmende Bilder...

Dass du einen Abschluss für diese Geschichte willst finde ich gut, so eine Art Selbstreflexion des Protas, der durch das Interview gezwungen wird, nüchtern zu antworten, weil ihm jemand konkrete Fragen stellt und er sachlicher werden muss oder es vielleicht bereits geworden ist, denn es ist Zeit vergangen. Aber ich fände auch eine andere Möglichkeit interessant:

Zitat:
Weil es mein Beruf ist, die Dinge festzuhalten, ihnen Dauer zu verleihen. Maler verleihen Momenten Ewigkeit. Man muss nur unterscheiden können zwischen den Dingen, die für die Ewigkeit geschaffen sind und denen, die es nicht sind.


Sehr schöne Aussage.

Dieses Interview ist der Moment, wo der Prota nur noch das in seinen Händen hält, was Beständigkeit hat, das "Destillat" seiner Gefühle, die jetzt klar zu erkennen sind, aus der Distanz von noch mehr verflossener Zeit. Er kann sich endlich klar sehen. Und du hast eine Maltechnik noch nicht erwähnt: das Öl.
Es ist die strukturierteste Art zu Malen, man muss ein klares Bild vor sich haben und man beginnt mit der dunkelsten Schicht und arbeitet sich schichtenweise und präzise voran. Vor dem Öl kann man sich nicht verstecken , man muss sich über jede Schicht im klaren sein, so wie dein Prota sich über sich selbst endlich im klaren ist. Und es ist die "höchste, beständigste" Malart, vielleicht ein Zeichen dafür, dass seine Kunst ausgereift ist und letztendlich nur das Beständigkeit hat, was er mit Öl malt. Das was ihm von allen diesen Gefühlen geblieben ist. In diesem Fall denke ich, dass es die Hoffnung ist...

Er könnte also ein Ölbild malen und seine Gedanken, jetzt in der Ich-Perspektive, könnten die vom Interview sein. Und dann geht ihm die blaue Farbe aus und er malt einen grünen Himmel...
Nur eine Idee, aber ich denke, dass sie zu deinem Konzept vielleicht etwas besser passt als das Interview. Außer wenn das Interview auch eine andere Funktion erfüllt, die ich nicht durchschaut habe...

Zitat:
F.: Was war der schönste Moment in Ihrem Leben?
D.: Der Tag, an dem mir jemand zeigte, dass die Wolken nicht weiß sind und der Himmel grün sein kann.
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F.: Hat sich das bis heute bewährt?
D.: Sicher. Wenn mir die blaue Farbe ausgeht, kann ich immer noch auf einen grünen Himmel zurückgreifen.
F.: Ich danke Ihnen für das Gespräch, Herr D.


Dieser Abschnitt hat mir besonders gut gefallen. Der blaue Satz hat mich nämlich daran erinnert, wie mir mal jemand gezeigt hat, dass Schatten niemals grau oder schwarz sind. Sie reflektieren die Farbe des jeweiligen Gegenstandes, aus dem sie entstehen, sie sind gelb, rot, blau, violett.  Ein umwerfender, alles umwerfender, revolutionärer Gedanke.
Genau wie der Himmel grün sein kann, expressionistisch, hoffnungsvoll. Alles ist möglich nur vielleicht in einer anderen Daseinsform, in einer anderen Farbe, man muss nur umdenken...

Ich habe jetzt das Gefühl, dass ich nicht klar genug geantwortet habe, aber ich denke, du kannst mich verstehen, wenn ich deinen Text so verstanden habe wie du es wolltest.

Sehr schöne Bilder, die für mich diese  Melodie hinterlassen...

http://www.youtube.com/watch?v=fTb0rDxooJA

Liebe Grüße
Janoeh


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madrilena
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BeitragVerfasst am: 23.06.2013 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Mir hat auch die Fortsetzung gut gefallen. Mit wenigen Worten so viel gesagt - es gibt Träume, es gibt Vorstellungen, die mit der Wirklichkeit, wie wir sie sehen, nichts zu tun hat und doch Wirklichkeit ist.
 Ansonsten - schau mal im ersten Abschnitt, da hast Du aus Versehen an haben ein d drangehängt - Tippfehler. Sonst habe ich nichts gefunden.
Alles Liebe Dir und viel Kreativität, denn offensichtlich lohnt sie sich
madrilena

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Janoeh D. G.
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BeitragVerfasst am: 23.06.2013 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe finis,

Madrilena hat recht, vielleicht sollte man Kreativität nicht in Schranken weisen, wenn sie so aus einem sprudelt.
Wenn man einen Text auch für die Augen Vieler schreibt, sollte er manche "Regeln" vielleicht befolgen oder diese bewußt brechen. Aber wenn man für sich schreibt, seiner Kreativität einen Körper gibt, dann sollte man diesem Fluss seinen freien Lauf lassen und demnach nichts ändern...
Es kommt also darauf an, was du von deinem Text erwartest. Vielleicht konnte ich etwas helfen aber ich wollte auf keinem Fall eine Schranke sein smile

Liebe Grüße
Janoeh


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