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Noch ein Haiku...


 

 
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


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Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 19.02.2013 22:23    Titel: Noch ein Haiku... eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

... nachdem ich eure und auch die links im Lyrikwerkstattfaden gelesen habe. Irgendwie komme ich doch beim Rumprtobieren immer wieder auf 5-7-5


Sonnenlicht erhellt
das Gefieder des Fasans.
Er erscheint größer.

12Wie es weitergeht »


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Gast







BeitragVerfasst am: 20.02.2013 01:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Firstoffertio,

die dritte Zeile würde ich lieber als Frage lesen; auf jedenfall solltest du darüber nachdenken, diesen "er er-" Stotterer rauszunehmen. Kürzer als 5-7-5 geht bestimmt, der Text ist doch recht breit angelegt.

Gruß,

Soleatus
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5744
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Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 21:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich wusste, das könnte kommen: "Er erscheint" soll nicht sein.
Was, wenn ich es gerade so mag? Ich muss dabei nicht stottern.

Im Augenblick des Erlebens war da keine Frage.

Was meinst du mit "breit angelegt"? Wie kann man so etwas bei einem ehrlichen Haiku ueberhaupt sagen?

Aber okay, meinst du so etwas:

Fasan leuchtet
größer
in der Sonne
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lilli.vostry
Wortschmiedin


Beiträge: 1162
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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:03    Titel: aw:haiku Antworten mit Zitat

Hallo Firstoffertio,

mir gefällt das kleine Sprachbild sehr. Sonnenlicht und (er)scheint passen gut zusammen und wie das Licht seine Umgebung verändert...

Vielleicht ginge statt "erscheint" auch scheint der Fasan mir größer...

Gerne gelesen.

Viele Grüße,
Lilli


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Berni
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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Lb. firstoffertio,

"er erscheint" gehört tatsächlich nicht in ein Haiku. Aber das zu eliminieren reicht sicherlich nicht aus, um aus dem Text ein Haiku zu machen. Ein wesentliches Merkmal (deren gibt es mehrere wichtige) ist der sogenannte Nachhall oder Nachklang. Das Haiku stößt etwas an, was im Leser weiterlebt. Ein Haiku endet nicht mit seinen Worten, sondern beginnt damit. Das vermisse ich hier:

Zitat:
Fasan leuchtet
größer
in der Sonne


Eine Beobachtung, ein Eindruck. Man liest sie, nickt vielleicht. Aber weckt sie etwas beim Leser? Meiner Ansicht nach nicht...
Um es mal ganz banal zu sagen: es fehlt der Haiku-Pfiff.

Aber: nur meine Ansicht.  Wink


LG
Bernd
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, lilly, fuer deinen Kommentar.

Das "erscheint" ist auch doppeldeutig. Nicht nur das von der Sonne Beleuchtetsein ist gedacht,  sondern  auch sein daherschreitendes Erscheinen.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5744
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Berni hat Folgendes geschrieben:
Lb. firstoffertio,

"er erscheint" gehört tatsächlich nicht in ein Haiku. Aber das zu eliminieren reicht sicherlich nicht aus, um aus dem Text ein Haiku zu machen. Ein wesentliches Merkmal (deren gibt es mehrere wichtige) ist der sogenannte Nachhall oder Nachklang. Das Haiku stößt etwas an, was im Leser weiterlebt. Ein Haiku endet nicht mit seinen Worten, sondern beginnt damit. Das vermisse ich hier:

Zitat:
Fasan leuchtet
größer
in der Sonne


Eine Beobachtung, ein Eindruck. Man liest sie, nickt vielleicht. Aber weckt sie etwas beim Leser? Meiner Ansicht nach nicht...
Um es mal ganz banal zu sagen: es fehlt der Haiku-Pfiff.

Aber: nur meine Ansicht.  Wink


LG
Bernd


Hallo Berni,

die Version, die du zitierst, war nur  eine Reaktion auf Soleatus' Beitrag.
Ich würde es so nicht schreiben.
Wenn du dasselbe auch über Version 1 denkst: Vielleicht liegt es am jeweiligen Leser, ob etwas in ihm geweckt wird?
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Berni
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 59
Beiträge: 2035
Wohnort: Südhessen (aus NRW zugelaufen)


BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Lb. firstoffertio,

Zitat:
Wenn du dasselbe auch über Version 1 denkst: Vielleicht liegt es am jeweiligen Leser, ob etwas in ihm geweckt wird?


es liegt immer auch am Leser.  Wink Man sieht es am Kommentar von lily, die deinen Text völlig anders sieht. Ich schrieb ja, dass es meine Ansicht ist.

LG
Bernd
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Fair play. Du hattest mich etwas verwirrt.
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich mache mal weiter, noch eins. (es soll nicht wirklich eine Fortsetzung sein. Aber ist eine Wahrnehmung vom selben Tag. Jedes Haiku soll ja für sich alleine stehen.)

Auf den trockenen
Schafen liegt Heu. Beine
stehen im Schlamm.

« Was vorher geschah12

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Gast







BeitragVerfasst am: 20.02.2013 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Firstoffertio,

noch zum ersten Text - wenn du es "gerade so magst", dann steht der Text fertig da. Noch zum "breit angelegt":

Auf den Federn
Märzlicht - der Fasan
erscheint größer


Mal so aus dem hohlen Bauch. Gefällt mir auch ganz gut wegen "Fe(l)dern", hierzulande sieht man die Fasane oft da (Wenn sie nicht bei mir über den Rasen stolzieren). Das müsste aber eigentlich noch eindrücklicher gehen - da muss man dann auch mal Geduld haben mit diesen kurzen Texten, oft sind die viel arbeitsaufwendiger als längere.

Gruß,

Soleatus
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


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BeitragVerfasst am: 20.02.2013 23:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das ist raffiniert, Soleatus. Aber ich dachte, nachdem ich gestern rumgelesen habe, dass ein Haiku so raffiniert gar nicht sein soll?
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 21.02.2013 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

raffiniert neulyrisch könnte so gehen

Märzlicht auf Federn
der Fasan scheint
größer



Da hast du viele Haiku-Merkmale nahe ans Minimum reduziert zusammengebastelt und doch unhaikuesk.

holg


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 21.02.2013 22:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wieso eigentlich Märzlicht, Soleatus? Es ist erst Februar.

Wie meinst du das, Holg? Warum unhaikuesk?
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5744
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BeitragVerfasst am: 21.02.2013 23:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Gekürzt wäre mein zweites:

Heu auf trockenem
Vlies - Beine
im Schlamm.

 Question
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


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Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 22.02.2013 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

firstoffertio hat Folgendes geschrieben:
Wieso eigentlich Märzlicht, Soleatus? Es ist erst Februar.

Wie meinst du das, Holg? Warum unhaikuesk?

Ich meinte mein Beispiel. unhaikuesk weil es reine Wortspielerei ist - mit fremden Worten sogar (deinen und denen von soleatus, so hat sich auch der März bei mir erhalten) - und nur auf den billigen Effekt scheinen/größer scheinen aus. größer übrigens ein komparativ ohne zu vergleichendes Muster (größer als das Auto, das halbrechts hinter ihm am Feld entlang fährt - oder so ähnlich)

holg


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Gast







BeitragVerfasst am: 22.02.2013 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Firstoffertio!

Na ja, "raffiniert" ... glaube ich eigentlich nicht - das hält sich ja weit im Hintergund, stört das Vors-Auge-treten des Fasans nicht. Und die Mehrzahl "Federn" ist, glaube ich, da schon geeigneter als der Sammelbegriff "Gefieder"?!

"März" gibt einfach die bessere Versbewegung. Dass es gar nicht März war - je nun. Das ist immer noch ein Gedicht und keine Erlebnisniederschrift, denke ich ... Außerdem ist "Märzlicht" auch schon heller, frühlingshafter - passt vielleicht ganz gut?!

Deinen zweiten Text verstehe ich nicht so ganz, fürchte ich.

Holg, ich glaube, den "lichtlosen Fasan", der Vergleichsgegenstand ist, denkt man sich aber mit?

Deine Fassung bewegt sich etwas spröde, finde ich.

Gruß,

Soleatus
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holg
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Beiträge: 1406
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 22.02.2013 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

soleatus hat Folgendes geschrieben:


Holg, ich glaube, den "lichtlosen Fasan", der Vergleichsgegenstand ist, denkt man sich aber mit?

Deine Fassung bewegt sich etwas spröde, finde ich.


Spröde ist gar kein Ausdruck. Das war nur so hingeschmiert. Sorry. Ging mir nur um das "Der Fasan scheint" vs. "Der Fasan scheint größer". Ist ja gerade sehr beliebt, diese zeilenumbrüchige Mehrlesigkeit.

Wollte die Frage aufwerfen, ob "größer" eine jener Wertungen sein könnte, die ach so tabu sind, ohne konkreten Vergleichswert (denn dann wäre es keine Wertung mehr). Können wir aber auch gerne übergehen. Ist nicht so wichtig.

holg


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