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Avia eine plötzliche Wendung


 
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Mondlicht
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 19.01.2013 18:27    Titel: Avia eine plötzliche Wendung eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Vorsichtig zog sie den schlanken Dolch, aus der Innenseite ihres Stiefels, setzte ihn leise an das Schloss der Eisentür und drehte ihn solange bis sie ein leises klicken hörte. Nur gut das ihr Vater ihr gezeigt hatte wie man Schlösser knackt.
 Eigentlich war es Verboten diesen Raum des Regierungsgebäudes zu betreten, aber Avia hielt sich so gut wie nie an irgendwelche Regeln. »Bitte, du musst mir hoch und heilig versprechen diesen Raum niemals zu betreten. Sonst passiert wer weiß was mit dir. Vielleicht verbannen sie dich  sogar in die Wildnis oder noch schlimmer in einen von diesen Wäldern, wo diese Monster leben. « Immer und immer wieder hatte ihre Mutter versucht ihr das einzutrichtern, aber sie konnte der Versuchen nicht wiederstehen endlich zu erfahren was hinter dieser Tür lag. Natürlich die Verbannung in die Wildnis oder die Wälder, die leider ein Teil davon waren, würde ihren Tod bedeuten.
 Es gab insgesamt nur fünf sichere Städte in die sich die Monster nicht trauten und keine davon würde eine Verstoßene aufnehmen.
 Staron war eine davon und hier lebte sie. Hier würde sie immer leben, auch wenn das Leben in einer Hochtechnologischen Stadt oft sehr langweilig und eintönig war. Häufig fragte sie sich wie es wohl außerhalb dieser Stadt aussehen mochte, aber wenn es nach der Regierung und natürlich ihrer Mutter ginge, würde das nie jemand erfahren und diejenigen die Verstoßen werden, können nie zurückkehren um alles zu berichten. Erst einmal hatte sie miterlebt wie jemand verstoßen wurde und tragischer Weise war es auch noch eine gute Freundin von ihr gewesen.  Auch sie hatte versuch in diesen Raum einzudringen und wurde dabei erwischt. Kurz bevor ihre Zeit in Staron zu Ende ging musste Avia ihr versprechen irgendwann herauszufinden was in diesem Raum verborgen lag. Und dieser Tag war heute.
Sie konnte spüren wie die Tür unter ihren Fingern nachgab, als sie dagegen drückte und dann öffnete sie sich einen Spalt breit. Kurz zögerte sie noch. Will ich das wirklich durchziehen. Vielleicht ist da auch gar nichts Wichtiges versteckt und wenn man mich erwischt würde es mir wie Finja gehen. In der Wildnis würde ich doch keinen Tag überleben. Nein, sie war zu weit gekommen um jetzt aufzugeben, hatte sich in das Abteil ihre Mutter hier im Regierungsgebäude geschlichen, welches für sie eigentlich tabu war und hatte die Tür aufgebrochen. Vorsichtig drückte sie, sie noch etwas weiter auf. Was wenn eins dieser Monster heraussprang und sie angriff?
Avia wusste nur wenig über diese Monster und ihre Lebensweisen. Angeblich waren sie vor hundert Jahren in die Welt eingefallen und hatten angefangen die Menschen zu verdrängen. Dem Anschein nach wollten sie die Menschen auslöschen, aber die haben gerade rechtzeitig zum Rückschlag ausgeholt, doch waren dann leider nicht stark genug. Seit dem leben sie hier verschanzt in den sichern Städten, während diese Viecher den ganzen Rest der Welt bevölkerten. Für einen Menschen war es deshalb unmöglich lange in der Wildnis zu überleben, vor allem wenn man allein und ohne irgendetwas ausgesetzt wird nur mit den Kleider die man am Leib trägt bewaffnet.
 Über die Monster selber wusste  Avia nur das, was allgemein bekannt war. Sie waren Fleischfresser, mit einer Vorliebe zu Menschenfleisch und sie lebten vorwiegend in Wäldern.  Laut Überlieferung der Alten sahen diese Monster fast Menschenähnlich aus, aber auch nur fast. Sie sollen graue Haut haben und schwarzes Haar, ihre Reißzähne sollten angeblich so lang sein wie kleine Messer und ihre Fingernägel lange Krallen. Auf dem Rücken tragen sie Fledermausartige Flügel. Sie nennen  sich selber „Zorana“.  Avia sah sie schon vor sich ihre Fangzähne bleckend. Es mussten wirklich grauenhafte Monstrositäten gewesen sein und sie beneidete niemanden der diese Wesen bereits gesehen hatte. Wie sollte sie auch? Alle die das von sich behaupten könnten sind längst Tod. Behutsam um kein Geräusch zu verursachen schob sie die Tür komplett auf und trat einen Schritt in den Raum.
Das ist mal eine ganz andere Geschichte.
LG Mondlicht

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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 29
Beiträge: 713
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 19.01.2013 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Mondlicht!

Mir ist gleich beim ersten Satz was aufgefallen:

Zitat:
Vorsichtig zog sie den schlanken Dolch, aus der Innenseite ihres Stiefels, setzte ihn leise an das Schloss der Eisentür und drehte ihn solange bis sie ein leises klicken hörte. Nur gut das ihr Vater ihr gezeigt hatte wie man Schlösser knackt.


So geht das leider gar nicht  Laughing  Du brauchst mindestens zwei Utensilien: Einen Gegenstand um das Schloss zu "spannen" (hier könnte bei älteren Schlössern auch ein Dolch gehen) und einen dünnen Gegenstand (Haarklammer, Dietrich, Eisenstäbchen...) um die Stifte im Schloss zu "setzten". Selbst einfache Scheunenschlösser ohne Stifte, kann man nicht mit einem Dolch öffnen, sondern nur mit zweiterem.
Für mich als Lockpickern (mach das so hobbymäßig auch ganz gerne. Es gibt nichts Schöneres, als ein Schloss mit Spanner und Pick zu öffnen) klingt das also extrem leienhaft und ich würde das Buch sofort weglegen, wegen mangelnder Logik. Die sollte es auch in Fantasy geben und Schlösser funktionieren, auch in ausgedachten Welten, leider nur mit Stiften. Sonst müsstest du einen komplett neuen Schließmechanismus entwickeln, der magisch funktioniert.
Sogar in MMOs ist man mittlerweile auf die realistische Art umgestiegen (siehe Skyrim.) Wenn du also keine Ahnung hast wies geht, kannst du es vereinfacht so darstellen:

https://www.youtube.com/watch?v=GfMI6VQSjkY

Bei diesem Schloss liegen die Stifte z.B. oben und gespannt wird unten mit dem Dolch. Wenn du Fragen hast zum Detail, kannst du mich auch gerne fragen, ich erkläre es dir gerne.

LG

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Cara
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Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 19.01.2013 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondlicht,

dann will ich mich mal an Deinem Text versuchen. Das Genre Fantasy hat mich neugierig gemacht und hierher gelockt.
Doch ehe ich Dir meinen Eindruck vom Text schildere, muss ich an Deiner Zeichensetzung herumquengeln. Da ich annehme, dass diese nicht durch Schluderei zustande kam, sondern durch Unkenntnis, empfehle ich Dir das Dudenheftchen "Kommasetzung". Ist nicht teuer, die Regel sind gut erklärt und mit Beispielen geschmückt.
Zum Schreiben gehört nicht nur die gute Idee, sondern auch das Handwerk und dazu gehört eben auch - Kommasetzung.

 
Zitat:
Vorsichtig zog sie den schlanken Dolch,(Komma weg) aus der Innenseite ihres Stiefels, setzte ihn leise an das Schloss der Eisentür und drehte ihn solange, bis sie ein leises Klicken hörte. Nur gut, dass ihr Vater ihr gezeigt hatte, wie man Schlösser knackt. (Der Anfang gefällt mir ganz gut. Ich bin mitten in einer spannenden Szene)
 Eigentlich war es verboten, diesen Raum des Regierungsgebäudes zu betreten, aber Avia hielt sich so gut wie nie an irgendwelche Regeln. »Bitte, du musst mir hoch und heilig versprechen, diesen Raum niemals zu betreten. Sonst passiert wer weiß was mit dir. Vielleicht verbannen sie dich sogar in die Wildnis oder noch schlimmer in einen von diesen Wäldern, wo diese Monster leben. « Immer und immer wieder hatte ihre Mutter versucht, ihr das einzutrichtern, aber sie konnte der Versuchung nicht wiederstehen, endlich zu erfahren, was hinter dieser Tür lag. Natürlich, die Verbannung in die Wildnis oder die Wälder, die leider ein Teil davon waren, würde ihren Tod bedeuten. (Mh, abgesehen von der unnötigen Wiederholung "versuchte" und "Versuchung", passt das "Vielleicht verbannen sie dich sogar in die Wildnis oder noch schlimmer, in einen von diesen Wäldern, wo diese Monster leben." gar nicht so gut, wenn später klar wird, dass die Freundin der Protagonistin genau deswegen verbannt wurde. Hier klingt es so, als ob es geschehen könne, aber nicht zwangsläufig passieren muss. Würde eine besorgte Mutter nicht eine deutlichere Formulierung wählen? Etwas in der Art, das drastisch sagt:"Sie werden dich verbannen".
 Zudem stellst du es in dem Textabschnitt darunter so dar, als gäbe es nur noch 5 monsterfreie Städte und ansonsten stolpert ein Verbannter andauernd über die Monster. Die Verbannung, die auf diesen Einbruch steht, führt also höchstwahrscheinlich direkt zu den Monstern und zum Tod. Die Aussage der Mutter passt deswegen in meinen Augen nicht zu dem Bild, das du entwerfen willst)

 Es gab insgesamt nur fünf sichere Städte, in die sich die Monster nicht trauten, und keine davon würde eine Verstoßene aufnehmen.
 Staron war eine davon und hier lebte sie. Hier würde sie immer leben, auch wenn das Leben in einer hochtechnologischen Stadt oft sehr langweilig und eintönig war. Häufig fragte sie sich, wie es wohl außerhalb dieser Stadt aussehen mochte, aber wenn es nach der Regierung und natürlich ihrer Mutter ginge, würde das nie jemand erfahren und diejenigen, die verstoßen werden, können nie zurückkehren, um alles zu berichten. Erst einmal hatte sie miterlebt, wie jemand verstoßen wurde, und tragischer Weise war es auch noch eine gute Freundin von ihr gewesen. Auch sie hatte versucht, in diesen Raum einzudringen, und wurde dabei erwischt. Kurz bevor ihre Zeit in Staron zu Ende ging, musste Avia ihr versprechen, irgendwann herauszufinden, was in diesem Raum verborgen lag. Und dieser Tag war heute. (Hierin, nämlich dass ihre Freundin verbannt wurde und sie ihr auch noch versprochen hat herauszufinden, was in diesem Zimmer ist, lässt sich eine viel bessere Motivation für deine Protagonistin basteln als nur eine "Versuchung". Ich würde vorschlagen, nimm diese Motivation und lass sie nicht nur in einem halbherzigen Absatz versauern. Arbeite das doch von Anfang an mit in die Szene ein.)
Sie konnte spüren, wie die Tür unter ihren Fingern nachgab, als sie dagegen drückte, und dann öffnete sie sich einen Spalt breit. Kurz zögerte sie noch. Will ich das wirklich durchziehen? Vielleicht ist da auch gar nichts Wichtiges versteckt und wenn man mich erwischt, würde es mir wie Finja gehen. In der Wildnis würde ich doch keinen Tag überleben. Nein, sie war zu weit gekommen, um jetzt aufzugeben, hatte sich in die Abteilung ihrer Mutter hier im Regierungsgebäude geschlichen, welches für sie eigentlich tabu war, und hatte die Tür aufgebrochen. Vorsichtig drückte sie,(Komma raus) sie noch etwas weiter auf. Was wenn eins dieser Monster heraussprang und sie angriff?
Avia wusste nur wenig über diese Monster und ihre Lebensweisen. Angeblich waren sie vor hundert Jahren in die Welt eingefallen und hatten angefangen, die Menschen zu verdrängen. Dem Anschein nach Mehr noch, es schien, als wollten sie die Menschenheit vollständig auslöschen. ,aber die haben gerade rechtzeitig Spät hatten die Menschen sich besonnen und zum Rückschlag Gegenschlag ausgeholt. Doch ein Großteil der Welt blieb unwiederbringlich verloren., doch waren dann leider nicht stark genug. Seitdem lebten sie hier verschanzt in den sichern Städten, während diese Viecher Kreaturen den ganzen Rest der Welt bevölkerten. (Ich habe mir erlaubt, Dein grusliges Szenario sprachlich etwas dunkler zu färben.
Auch dieser Absatz bedarf weiter Überarbeitung. Wenn Avia nur wenig weiß, warum dann diese Überfülle an Informationen im folgenden und warum, weiß Avia im folgenden Absatz plötzlich das, was allgemein bekannt war und eben gar nicht mehr wenig?)
   


Für einen Menschen war es deshalb unmöglich, lange in der Wildnis zu überleben, vor allem wenn man allein und ohne irgendetwas ausgesetzt wird, nur mit den Kleider, die man am Leib trägt, bewaffnet. ("bewaffnet" mit Kleidern? Ich weiß nicht ...
 Über die Monster selber wusste Avia nur das, was allgemein bekannt war. Sie waren Fleischfresser, mit einer Vorliebe für Menschenfleisch und sie lebten vorwiegend in Wäldern. Laut Überlieferung der Alten, sahen diese Monster fast menschenähnlich aus, aber auch nur fast. Sie sollen graue Haut haben und schwarzes Haar, ihre Reißzähne sollten angeblich so lang sein wie kleine Messer und ihre Fingernägel lange Krallen. Auf dem Rücken tragen sie fledermausartige Flügel. Sie nennen sich selber „Zorana“. Avia sah sie schon vor sich ihre Fangzähne bleckend. Es mussten wirklich grauenhafte Monstrositäten gewesen sein und sie beneidete niemanden, der diese Wesen bereits gesehen hatte. Wie sollte sie auch? Alle, die das von sich behaupten könnten, sind längst tot. ( Das ist Informationüberfluss und du wechselst die Erzählzeit (du gehst ins Präsens) ohne überzeugenden Grund. Kann die Monsterbeschreibung nicht langsam, Stück für Stück, aus deiner Geschichte - vielleicht wenn ein Monster auftritt - herauswachsen?)
Behutsam, um kein Geräusch zu verursachen, schob sie die Tür komplett auf und trat einen Schritt in den Raum.


So - bei den Komas habe ich garantiert etwas übersehen - dieser Edit-Modus macht mich ganz wuschig  - aber die grobe Richtung stimmt.
Nun zu deinem Text. Ich glaube, dass Du noch ein gutes Stück Arbeit vor Dir hast. Besonders die Informationen über die Monster solltest Du, meiner Meinung, nicht in dieser Fülle über dem Leser ausschütten. Wenn Du die Motivation Deiner Figur in dieser Szene noch einmal überdenken, um dann diesen Text umzuarbeiten, könntest Du - in meinen Augen - viel mehr aus dem Text machen.

Das finstere Szenario - Menschen in Städten eingeschlossen und Monster drumrum - gefällt mir gut. Ich finde, Deine Idee ist es wert, dass Du dich um sie bemühst.

Ich hoffe, Du bist von der ganzen Meckerei nicht völlig erschlagen, sondern raffst dich wieder auf und machst weiter.

Viele Grüße und gutes Gelingen
 Cara
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Vidora
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 31
Beiträge: 159



BeitragVerfasst am: 19.01.2013 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondlicht,

ich liebe Fantasy und lese daher gerne in Texte dieses Genres hinein.

Erstmal gefällt mir, dass du dir scheinbar viele Gedanken über die Gefahren, von denen die Menschen in deiner Welt bedroht werden, gemacht hast. Nichts ist langweiliger, als eine Welt in der alles perfekt und friedlich ist - zumindest in einem Roman.

Leider ist abgesehen von der Verbesserung der Grammatik und dem Ausmerzen einiger Schreibfehler noch viel anderes zu tun.

Sicherlich hast du dir diese Situation für den Beginn ausgesucht, weil sie an sich schon spannend ist: da knackt jemand das Schloss einer Tür, hinter der sich irgendetwas mysteriöses verbirgt obwohl sie für diese Tat so hart bestraft werden könnte, dass sie ihr Leben bedroht sieht.
Die Umsetzung bleibt allerdings unter den Möglichkeiten, die diese Idee bietet. Das liegt einerseits daran, dass du die eigentliche Action immer wieder durch längere Passagen unterbrichst, in denen du dem Leser die Welt erklärst. Du redest über die Verbannung und über die Monster. Natürlich ist es wichtig, dass du die ganzen Hintergrundinfos kennst, aber es ist meistens nicht gut, sie dem Leser so geballt "vor den Bug zu knallen". Dosiere die Informationen lieber ein bisschen, so bleibt auch mehr Spannung erhalten, da der Leser mit der Zeit mehr herausfinden kann.
Zudem wirkt es auf mich etwas seltsam, dass Avia jetzt, da die Tür geknackt ist plötzlich darüber nachdenkt, dass vielleicht doch nichts Wichtiges dahinter sein könnte und es ihr gehen könnte, wie ihrer verbannten Freundin. Ich denke, mit solchen Gedanken hat sie sich lange vor ihrem Einbruch beschäftigen müssen und ihren Entschluss schon getroffen und gefestigt. Schließlich hat man sie, wie du am Anfang erwähnst, oft genug davor gewarnt. Ein kurzes Zögern - okay - aber nicht nochmal das gedankliche Aufzählen sämtlicher Nachteile, die einem durch die Handlung entstehen könnten. Zumindest auf mich persönlich wirkt das eher unglaubhaft. Eher würde ich annehmen, dass sie vor Neugier und (An)Spannung gleich platzen muss!

Soviel zu meinen Gedanken zu deinem Textausschnitt. Obwohl einiges zu feilen ist, bin auch ich der Meinung, dass es sich lohnen könnte, da mich die Idee durchaus interessiert. Ich bin gespannt, was du daraus machst!


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Soltar
Geschlecht:männlichSchreiberassi


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Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 19.01.2013 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondlicht,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Die grundlegende Idee ist aber so prima, du solltest es unbedingt weiter verfolgen. Ich habe mich an "Die Traumschlange" von Vonda N. McIntyre erinnert gefühlt. Und für den Roman hat McIntyre immerhin ihren ersten Nebula Award erhalten. Also mach was daraus!

LG Soltar
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Mondlicht
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 20.01.2013 09:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die vielen Ratschläge, ich werde den Text noch einmal gründlich überarbeiten. Für die Sache mit dem Schloss werde ich mir noch etwas besseres einfallen lassen. Vielleicht ein elektronisches Schloss, das nur mit einer Zutrittskarte aufgeht. Sie könnte diese ja von ihrer Mutter klauen. (muss noch mal gründlich Nachdenken).
Wegen den Monstern: ich wollte sie beschreiben bevor Avia zu ersten mal eines sieht, weil sich dann herausstellen soll das es alles nur maßlose Übertreibungen sind und die wirklich bis auf wenige Detail aussehen wie Menschen.
ansonsten werde ich mir an einigen Stellen noch etwas bessere einfallen lassen.
LG Mondlicht
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Mondlicht
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 20.01.2013 10:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi. ich habe hier mal einen Vorschlag wie ich die Beschreibung der Monster besser in diese Szene einfließen lassen könnte.
-------------------------------------------------------------
Nein, sie war zu weit gekommen um jetzt aufzugeben, hatte die Karte ihrer Mutter gestohlen und war in ihr Abteil eingedrungen, welches für sie eigentlich tabu war. Selbst wenn eins dieser Monster mit ihrer grauen Haut, den langen Reißzähnen und Krallen auf sie zustürmen würde, es wäre ihr egal. Da könnten noch so viele dieser Kreaturen mit ihren fledermausartigen Flügeln auf dem Rücken und ihrer Vorliebe zu Menschenfleisch lauern, ihr Entschluss stand fest.                                                                                                      Nein Jetzt war keine Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen, sie hatte nur diese eine Chance und diese musste sie nutzen. Langsam zog sie die Karte durch das elektronische Schloss.
 
Dann dachte ich mir den Namen der Monster könnte ich später noch mit einbauen. ( Der ist ja nicht sooo wichtig)
Würde mich über eure Meinungen freuen.
LG Mondlicht
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Paradigma
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 50
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BeitragVerfasst am: 20.01.2013 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondlicht,

mich hat die Szene sofort gefesselt. Aber als Einstieg in einen Roman ist sie nicht so gut geeignet. Warum? Weil wir uns noch nicht mit der Hauptfigur identifiziert haben und es uns noch recht kalt lässt, wenn sie in den Wäldern von Ungeheuern zerrissen wird.

Lass uns Avia bereits vorher erleben. Vielleicht bei einer Auseinandersetzung mit ihrer Mutter, oder erzähle die Szene, wie sie Abschied nimmt von ihre Freundin Finya. Gönne uns ein paar Blicke in das Alltagsleben in der geschützen Stadt. Schicke sie in die Schule, zum Einkaufen oder zur Arbeit. Da kannst du dann auch die Beschreibung der Monster gut unterbringen, z. B. in einem Dialog zwischen Avia und ihrer Mutter oder einem Lehrer, Nachbarn usw.

Auch auf diese geheimnisvolle Tür kannst du da ein wenig näher eingehen. Wer hat verboten, diese Tür zu öffnen? Welche Begründung wird dafür gegeben? Wie lange gibt es die Tür schon, seit Wann leben die Menschen in den Städten? Seit X Generationen? Seit Menschengedenken? Oder erst seit wenigen Jahren? Kann sich Avias Mutter noch an die Zeit vorher erinnern, oder ist bereits ihre Großmutter in der Stadt geboren und hat keinen Fuß nach draußen gesetzt? Welche Geschichten gibt es über die Zeit der Invasion?

Welche Gesellschaftsordnung haben sich die Menschen in den Städten entwickelt? Ist es eine Demokratie? Gibt es einen Tyrannen oder einen Ältestenrat? Stehen die Städte miteinander in Kontakt? Wie? Über Funk? Telefon? Rauchzeichen? Stehen die Städte in Konkurrenz, hat jede ihre eigene Gesellschaftsordnung? Wie versorgen sich die Städte? Gibt es Lebensmittelengpässe? Werden die Städte regelmäßig angegriffen? Gibt es einen hohen Bevölkerungsdruck, der dafür sorgt, das es Leute gibt, die trotz der Gefahr bereit sind, in die Wälder zu gehen und dort ihr Glück zu versuchen?
 
Du siehst, deine kurze Geschichte steckt voller Potential.
Deswegen kommt sie auch so gut an.


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Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

William Faulkner
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Mondlicht
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 20.01.2013 16:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Paradigma, da sind ein paar sehr nützliche Hinweise dabei. Ich werde mir wirklich überlegen, ob ich nicht im ersten Kapitel Avia und die Stadt beschreibe und im zweiten bei dem Einbruch in den Raum anfange.
LG Mondlicht
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Gwendalf
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Alter: 24
Beiträge: 11
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 21.01.2013 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mich den anderen bis jetzt nur anschließen - Cara hat ja schon eine sehr ausführliche Verbesserung gemacht - trotzdem währen da noch ein oder zwei Sachen.

 
Zitat:
Erst einmal hatte sie miterlebt, wie jemand verstoßen wurde, und tragischer Weise war es auch noch eine gute Freundin von ihr gewesen.

Hier würde ich schon den Namen der Freundin nennen, also: ... und tragischer Weise war es auch noch ihre gute Freundin Finja gewesen.
Das stellt einen engeren Bezug zu Avia her und der Grund warum sie so eine gefährlich Aktion macht, zeichnet sich besser ab.

Punkt zwei wäre, dass du immer wieder betonst, wie gefärlich die Welt außerhalb der Städte ist. Meiner Meinung nach klänge es ein wenig besser, wenn du Avia einmal darüber nach denken lässt, was ihr da draußen alles passieren könnte und dich dann nur noch beilääufig darauf beziehst.

Ansonsten kann man da viel draus machen. wie die anderen schon sagten, sie hat Potential.^^

Gruß
Gwendalf


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Die Grenzen deiner Sprache, sind die Grenzen deiner Welt. - ludwig wittgenstein
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Mondlicht
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Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 22.01.2013 14:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen dank, ich werde noch einmal eine neue Fassung ausarbeiten.
LG Mondlicht
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Mondlicht
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Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 25.01.2013 18:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier ist eine andere Version für den Anfang. Sie spielt vor dem Einbruch, in diesem möchte ich (damit ich den Einbruch ohne diese ganzen Gedanke spannender machen kann) schon mal die Stadt und Monster beschreiben.
------------------------------
 » Nein und nochmal nein Avia. Du kannst heute nicht mit mir ins Regierungsgebäude kommen. Was willst du überhaupt da? « sagte ihre Mutter gereizt und stellte die Kaffeetasse auf den Tisch ab.
»Ich wollte gerne einmal mit dir in Raum 99 kommen. « Avia fuhr erschrocken zusammen, als ihre Mutter plötzlich aufstand und energisch mit dem Fuß auftrat.
»Du weißt genau dass die Regierung unbefugten verboten hat diesen Raum zu betreten. Nur ich und einige andere der höher gestellten Mitarbeiter dürfen eintreten. Das habe ich dir auch schon geschätzte hundert Mal erklärt. «
Jetzt stand auch Avia auf. »Du kannst es mir nicht ewig verbieten. Denke daran was mit Finja passiert ist! Nur weil ihr uns Unwissend lassen wolltet wurde sie in die Wildnis verstoßen! «
»Sie wurde verstoßen weil sie sich nicht an die Gesetze gehalten hat und die besagen das jeder der sich über die Vorschriften hinwegsetzt verstoßen wird. Sie war selber schuld! Ich will nicht das dir das gleiche Schicksal droht, verstehe das doch endlich. « Ihre Stimme hatte einen besorgten Unterton angenommen.
»Ich muss jetzt zur Arbeit. Du solltest es heute langsam angehen lassen. Vielleicht gehst du eine Weile zu deiner Großmutter. « Sie verließ den Raum und schloss die Tür hinter sich.

Schwer seufzend ließ Avia sich wieder auf den Stuhl hinter sich sinken. Warum musste ihre Mutter auch so stur sein? Was versteckte sie in diesem Raum? Sie erhob sich von ihrem Stuhl und trat ebenfalls aus dem Haus.
Gemütlich schlenderte sie durch die graue Stadt. Es war erst früh am Morgen, doch es schien als sei die ganze Stadt bereits hellwach. Sie bestand fast gänzlich aus großen Hochhäusern, in denen sich meist bis an die dreißig Wohnungen befanden.  Nur einige der Regierungsbeamten hatten eigene, niedrige Häuser. Automatisch steuerten ihre Schritte den großen Kirchturm an, das einzige Gebäude der ganzen Stadt, das nicht aus diesem hässlichen grauen Stein bestand. Gemächlich stieg sie die Marmortreppe empor, hinauf zu der Aussichtplattform. Diese war der höchste Punkt in ganz Staron.
Wehmütig starrte sie auf die weite Ebene vor sich. Rund um Staron gab es nur Wüste, doch wenn man genau hinsah konnte man am Horizont, noch einige grüne Konturen des Waldes wahrnehmen. Oft fragte Avia sich, wie dieser Wald wohl von nahen aussehen mochte. Wie herrlich es wohl war, sich in der Umgebung  von Bäumen und Gräsern, einfach auf dem Boden auszustrecken.
Sie hätte sich wahrscheinlich schon lange für einen der Erkundungstrupps angemeldet, die jeden Monat hinausfuhren um Nahrung zu besorgen, wenn es nicht diese Monster gäbe.
Avia wusste nicht viel über diese Kreaturen, nur das es grässliche Menschenfleisch fressende Monster waren, die in der Wildnis lebten.  Deshalb war der Beruf eines Erkunders viel zu Gefährlich für sie. Außerdem war sie noch ganze drei Jahre zu jung. Als Erkunder, durfte man erst ab zwanzig Jahren eingesetzt werden.
Avia war also dazu verdammt, noch mindestens so lange in dieser Stadt zu bleiben.
Vielleicht war das auch besser so, denn Staron war eine der einzigen fünf sicheren Städte, in die diese Monster sich nicht vorwagten.
Trotzdem war der Ausblick von hier oben immer wieder berauschend. Darum liebte Avia diesen Ort über alles.
Sie drehte sich um, vielleicht würde sie sich doch auf den Weg zu ihrer Großmutter machen. Auch wenn es unwahrscheinlich erschien von ihr genaue Informationen über die Monster, ihrer Invasion oder den Raum 99 zu bekommen, so musste sie es dennoch wenigstens versuchen.


Das ist allerdings noch nicht das gesamte Kapitel.
Ich würde mich über eure Verbesserungsvorschläge freuen.
LG Mondlicht
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Soltar
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BeitragVerfasst am: 25.01.2013 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Mondlicht,

schön, dass du nicht aufgegeben hast!
Im Moment habe ich nur zwei kleine Fehler zu bemängeln. Am Wochenende habe ich bestimmt mehr Zeit, um mir diene Geschichte genauer anzusehen.

Mondlicht hat Folgendes geschrieben:
Nein und noch mal nein Avia.


Mondlicht hat Folgendes geschrieben:
Ich will nicht das dir dass gleiche Schicksal droht, verstehe das doch endlich.


Die Idee, den Anfang so zu ändern, finde ich schon mal gut! So kannst du den Leser mit Personen und Umständen vertraut machen und dann mehr Spannung in die Einbruchszene bringen.

LG Soltar
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Paradigma
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Beiträge: 1087
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BeitragVerfasst am: 25.01.2013 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mondlicht,


schön, das du eine Fortseztung - na eigentlich eher eine Vorsetzung -geschrieben hast.

Warum verwendest du eigentlich französische Anführungszeichen? Es ist ein deutscher Text, da haben die Guillemets nichts verloren. Außerdem setzt du sie verkehrt rum, die Spitzen gehören nach außen.

Zitat:
»Du weißt genau dass die Regierung unbefugten verboten hat diesen Raum zu betreten. Nur ich und einige andere der höher gestellten Mitarbeiter dürfen eintreten. Das habe ich dir auch schon geschätzte hundert Mal erklärt. «
Jetzt stand auch Avia auf. »Du kannst es mir nicht ewig verbieten. Denke daran was mit Finja passiert ist! Nur weil ihr uns Unwissend lassen wolltet wurde sie in die Wildnis verstoßen! «


Es ist nicht ihre Mutter, die ihr was verbietet, sie ist auch nicht ienfach zu jung dafür. Es ist ein Gesetz, an das sie sich zu halten hat, genau wie ihre Mutter. Die Mutter kann ihr auch keine Ausnahmegenehmigung erteilen ...

Gerade das, was mit Finja passiert ist, müsste Avia klar machen, das das keine Sache ist, die mit einem einfachen "Mama hats aber Erlaubt" aus der Welt geschafft wäre. Im Gegenteil, ihr Mutter würde selber in große Schwierigkeiten kommen, wenn sie so was "erlaubt" ...

Insgesamt gehst du zu schnell in die Problematik rein, legst viel zu schnell das Thema auf den Tisch. Bau erst mal ein wenig Athmosphäre auf, lass uns Avia und die Stadt kennenlernen, und dabei kannst du uns nach und nach Puzzlestückchen hinwerfen, die uns erkennen lassen., in welcher Welt Avia lebt und warum sie unbedingt durch diese Tür will.


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Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

William Faulkner
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Mondlicht
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BeitragVerfasst am: 25.01.2013 19:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Hinweise, ich habe da auch schon eine Idee, die ich jetzt nur noch umsetzten muss. (Allerdings nicht mehr heute, dann doch lieber morgen)
LG Mondlicht
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Mondlicht
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BeitragVerfasst am: 27.01.2013 14:34    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier ist meine neuste Version vom Anfang des ersten Kapitels. Ich würde mich über eure Einschätzungen freuen.
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Die Beine eng an den Körper gezogen, die Arme locker darum gelegt, saß Avia in einem Fenstersims des Kirchturmes. Sehnsüchtig blickte sie in die Ferne. Wie gerne würde sie einfach aufstehen und loslaufen, einfach ihren Sehnsüchten und Träumen folgen. Doch die Unmöglichkeit dieses Wunsches war ihr nur zu genau bewusst. Sie riss ihren Blick vom Horizont los und ließ ihn stattdessen über die Häuser von Staron schweifen.  Bedrückt legte sie ihren Kopf auf den Knien ab. Warum musste sie nur hier in dieser eintönigen Stadt festsitzen, während die Ferne unerbittlich nach ihr rief.
Hier in dieser grauen Stadt war es doch jeden Tag dasselbe. Vormittags zur Schule gehen, nachmittags Hausaufgaben machen und mit Familie oder Freunden über Belanglosigkeiten reden, nur um anschließend früh schlafen zu gehen.
Es waren immer die gleichen Gespräche über Wetter, Schule oder die neusten Technischen Errungenschaften. Doch wenn Avia auch nur einmal ihre Träume erwähnte, wurde es schlagartig still, bis jemand einfach wieder anfing, das gute Wetter zu loben. Dieses Thema regte sie am meisten auf. Da Staron von Wüste umgeben war, hatten sie hier immer warmes und trockenes Wetter. Doch Avia wusste genau das hinter dieser trostlosen Wüste noch etwas anders lag, die Wildnis.
Dieser Kirchturm war der höchste Punkt der Stadt, einzig und allein von hier oben konnte man in weiter Ferne die schemenhaften, grünen Umrisse eines Waldes erkennen. Nur aus diesem Grund kam Avia jeden Tag hierher.   

Eigentlich sollte sie um diese Uhrzeit in der Schule sitzen und Rechenaufgaben lösen, die sowieso niemand verstand. Aber eine unheimliche Schwermut hatte sie an diesem Morgen ergriffen und förmlich dazu gezwungen diesen Ort aufzusuchen. Im Nachhinein war es trotzdem keine gute Idee gewesen, niemand blieb einfach unentschuldigt dem Unterricht fern.
Nachdenklich fuhr sie sich mit der Hand durch ihr kupferfarbenes Haar. Wahrscheinlich würden sie schon ihre Mutter angerufen haben oder  nach ihr suchen, also höchste Zeit von hier zu verschwinden und sich bei der Direktorin zu entschuldigen. Sie müsste einfach nur behaupten verschlafen zu haben, dann währe sie für den Anfang auf der Sichern Seite.

Als sie ihre Schritte durch die Häuserreihen lenkte, merkte sie wieder einmal wie ungewöhnlich gleichmäßig die Häuser aussahen. Jedes war exakt fünf Stockwerke hoch und sie alle waren gleich breit. Sie konnte sich noch genau erinnern dass sie früher als sie klein war oft ratlos durch die Straßen irrte, bis eine freundliche Seele ihr den Weg zeigte. Allerdings hatte sie, so wie wahrscheinlich jeder andere, irgendwann die Wege auswendig gelernt.
Die Lust direkt zum Schulgebäude zu gehen verspürte sie immer noch nicht, darum entschied sie sich vorher noch ihrer Großmutter einen kurzen Besuch abzustatten. Sie war wahrscheinlich die einzige Person die Avia nicht sofort verpetzen würde.

Einige Minuten später zog sie den Schlüssel zur Wohnung ihrer Großmutter aus der Tasche, Avia war die einzige in der Familie, die ihn besaß. Mal abgesehen von ihrem Großvater, doch der war Frühs nie zu Hause.
Avia betrat die spartanisch eingerichtete Wohnung, zog eilig die Schuhe aus und schlüpfte stattdessen in die Hauspantoffeln, die immer für sie bereit standen.
Clarissa stand an der Küchenplatte und verzierte gerade eine große Schokotorte, als Avia eintrat. Gemächlich drehte sie sich um und blickte Avia verwundert an.
»Kleine was machst du hier, warum bist du nicht im Unterricht? « Avia zuckte nur betont gleichgültig mit den Schultern.
»Na schön, wenn du schon einmal hier bist kannst du mir, gleich sagen was du von meiner Torte hältst. « Clarissa bedachte sie mit einem Lächeln, unverzüglich musste Avia zurück lächeln. Das war es was sie so an ihr mochte, ihre fröhliche Art konnte augenblicklich alle Sorgen fortspülen. Sie erschien wie der wahre Sonnenschein und wie vorausschauend sie war. Denn Avia hatte heute nicht gefrühstückt. Sie setzte sich an den großen Küchentisch und ihre Großmutter stellte ein Stück Torte darauf. Sofort zog sie den Teller zu sich hin und begann zu essen. Eine klebrige Süße erfüllte ihren Mund. Clarissa sah sie besorgt an.
»Was ist? «
»Nichts, nur Avia du siehst irgendwie besorgt aus. Ist irgendetwas passiert? Sieh mich  nicht so an, ich kenne dich. Was geht die durch den Kopf? Hast du wieder daran gedacht in die Wildnis zu gehen? «
Avia schluckte schwer. Toll, konnte ihre Großmutter jetzt Gedanken lesen?

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Paradigma
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BeitragVerfasst am: 27.01.2013 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Na also, geht doch! Jetzt kriegen wir langsam einen Eindruck von ihrer Umgebung und ihrer Lebenssituation.  


Zitat:
Die Beine eng an den Körper gezogen, die Arme locker darum gelegt, saß Avia in einem Fenstersims des Kirchturmes. Sehnsüchtig blickte sie in die Ferne.
Wie gerne würde sie einfach aufstehen und loslaufen, einfach ihren Sehnsüchten und Träumen folgen.
Doch die Unmöglichkeit dieses Wunsches war ihr nur zu genau bewusst. Sie riss ihren Blick vom Horizont los und ließ ihn stattdessen über die Häuser von Staron schweifen. Bedrückt legte sie ihren Kopf auf den Knien ab. Warum musste sie nur hier in dieser eintönigen Stadt festsitzen, während die Ferne unerbittlich nach ihr rief.


Wunderbar. Name, der Protagonistin, man kriegt Infos über den Ort, und erfährt etwas vom Problem (Fernweh, Langeweile) der Prota. Das Wort Ferne ist doppelt, und ich würde versuchen, den Absatz noch etwas kürzer und dichter zu formulieren

Zitat:
Hier in dieser grauen Stadt war es doch jeden Tag dasselbe. Vormittags zur Schule gehen, nachmittags Hausaufgaben machen und mit Familie oder Freunden über Belanglosigkeiten reden, nur um anschließend früh schlafen zu gehen.


Hört sich wenig Fantasymäßig an. Könnte sie nicht irgendetwas ungewöhnliches als langweilige Routineaufgabe machen müssen? So etwa: Vormittags Robotik und Biomechanik bei Dr. Hinze, nachmittags Drachenschuppenputzen und dabei den anderen Mädchen aus der Arbeitskolonne zuhören, wie sie sich über die 17. Schwangerschaft der Hochkönigin die Mäuler zerrissen, nur um sich anschließend die Vorträge ihrer Mutter über das Wetter oder die Entwicklung des neuesten Hochfrequenz-Lasers anzuhören.

Zitat:
Doch wenn Avia auch nur einmal ihre Träume erwähnte, wurde es schlagartig still, bis jemand einfach wieder anfing, das gute Wetter zu loben. Dieses Thema regte sie am meisten auf. Da Staron von Wüste umgeben war, hatten sie hier immer warmes und trockenes Wetter. Doch Avia wusste genau das hinter dieser trostlosen Wüste noch etwas anders lag, die Wildnis.


Das ist witzig. Aber bitte etwas spezifischer: Wenn Avia davon sprach, das sie zu gerne einmal gesehen hätte, was sich hinter dem breiten Wüstengürtel befand, der Staron umschloss, wurde es schlagartig still bis irgendjemand anfing an, das gute Wetter zu loben.

Zitat:
Dieser Kirchturm war der höchste Punkt der Stadt, einzig und allein von hier oben konnte man in weiter Ferne die schemenhaften, grünen Umrisse eines Waldes erkennen. Nur aus diesem Grund kam Avia jeden Tag hierher.


Was für eine Kirche ist das? Katholisch? Oder ist das der Tempel der Balion-Priester, die jedes Jahr fünfzig Jungfrauen dem grausamen hyänenköpfigen Gott Bal opfern? Wie sieht der Turm aus? Hoch und schlank? Mächtig, unbesiegbar? Wie hoch ist er? Bis in die Wolken? Wieso kann sie da so einfach rauf, ist der Turm frei zugänglich, oder schleicht sie sich heimlich durch die hinter Elfenefeu versteckte, halbvergessene Seitenpforte der uralten Kathedrale und stiehlt sich die Wendeltreppe mit den halbzerfallenen Steinstufen hinauf? Gibt es da oben Raben, die sie krächzend umschwirren oder herrscht Totenstille?

Wie sieht der Wald aus? Was fühlt sie, wenn sie den grünen Umriss sieht? Was stellt sie sich vor, welche Geschichten hat sie gehört über den Wald?

Zitat:
Eigentlich sollte sie um diese Uhrzeit in der Schule sitzen und Rechenaufgaben lösen, die sowieso niemand verstand. Aber eine unheimliche Schwermut hatte sie an diesem Morgen ergriffen und förmlich dazu gezwungen diesen Ort aufzusuchen. Im Nachhinein war es trotzdem keine gute Idee gewesen, niemand blieb einfach unentschuldigt dem Unterricht fern.


Siehe oben. Lass sie die langweilige Geschichte der Stadt lernen, zum Beispiel dieses öde Zeug über den Tyrannen Frederikski Meisterheim, der  vor 300 Jahren die Produktion von Einhornhalftern und Kommunikationskugeln so hoch besteuert hat, das die Techniker in den Chipfabriken letztendlich einen blutigen Aufstand angezettelt ahaben, udn den Tyrannen gestürzt haben.

Wir Leser finden das bestimmt nicht langweilig, wir lernen daraus die Welt kennen.

Zitat:
Nachdenklich fuhr sie sich mit der Hand durch ihr kupferfarbenes Haar. Wahrscheinlich würden sie schon ihre Mutter angerufen haben oder nach ihr suchen, also höchste Zeit von hier zu verschwinden und sich bei der Direktorin zu entschuldigen.


Wer sind "sie"? Und welche Konsequenzen hat das Zuspätkommen? Eine milde Rüge? Zusätzliches Drachenschuppenpolieren? Hausarrest?

Zitat:
Sie müsste einfach nur behaupten verschlafen zu haben, dann währe sie für den Anfang auf der Sichern Seite.


Sie könnte sich auch eine spannendere Ausrede ausdenken, oder?

Zitat:
Als sie ihre Schritte durch die Häuserreihen lenkte, merkte sie wieder einmal wie ungewöhnlich gleichmäßig die Häuser aussahen. Jedes war exakt fünf Stockwerke hoch und sie alle waren gleich breit. Sie konnte sich noch genau erinnern dass sie früher als sie klein war oft ratlos durch die Straßen irrte, bis eine freundliche Seele ihr den Weg zeigte. Allerdings hatte sie, so wie wahrscheinlich jeder andere, irgendwann die Wege auswendig gelernt.



Das gefällt mir, und da solltest du ruhig noch ein wenig ins Detail gehen. Welche Farbe haben die Wände? Bestehe nsie aus Stein, Mauerwerk, Holz, Backsteinen? Sind es große Fenster mit glänzenden Scheiben, oder winzige Luken, durch die kaum Licht einfällt? Haben die Dächer Giebel, Zwiebeln, Flachdächer oder sind sie Pagodenähnlich? Gibt es Balkone, Vorgärten, Büche und Bäume, oder ist alles zubetoniert, oder einfach nur Staub und Erde?  Sind die Wege aus Kopfsteinpflaster, oder einem gummiartigen, rosa Kunststoffmarerial? Streifen Hunde (oder Wüstenrenn-Elefanten) durch die Straßen? Zwitschern Vögel, ist alles sauber und gepflegt, oder kreischen Affen hinter den Mülltonnen, wenn sie sich mit den Schakalen um die Abfälle streiten?

Zitat:
Die Lust direkt zum Schulgebäude zu gehen verspürte sie immer noch nicht, darum entschied sie sich vorher noch ihrer Großmutter einen kurzen Besuch abzustatten. Sie war wahrscheinlich die einzige Person die Avia nicht sofort verpetzen würde.


Na, vor der Strafe hat sie offenbar keine Angst. Scheint eher lässig zuzugehen dort ... ganz im Gegensatz dazu, das das öffnen einer bestimmten Tür strengstens bestraft wird. Seltsame Diskrepanz.

Einige Minuten später zog sie den Schlüssel zur Wohnung ihrer Großmutter aus der Tasche, Avia war die einzige in der Familie, die ihn besaß. Mal abgesehen von ihrem Großvater, doch der war Frühs nie zu Hause.

Das mit dem Großvater würde ich mal streichen. Auch das mit dem eigenen Schlüssel. Sicher findest du andere Möglichkeiten, um zu verdeutlichen, das Avia Omas Liebling ist und maßlos verwöhnt wird.

Zitat:
Avia betrat die spartanisch eingerichtete Wohnung, zog eilig die Schuhe aus und schlüpfte stattdessen in die Hauspantoffeln, die immer für sie bereit standen.


Auch hier: Beschreib uns die Wohnung, die Pantoffeln, die Oma.

Zitat:
Clarissa stand an der Küchenplatte und verzierte gerade eine große Schokotorte, als Avia eintrat. Gemächlich drehte sie sich um und blickte Avia verwundert an.
»Kleine was machst du hier, warum bist du nicht im Unterricht? « Avia zuckte nur betont gleichgültig mit den Schultern.

»Na schön, wenn du schon einmal hier bist kannst du mir, gleich sagen was du von meiner Torte hältst. « Clarissa bedachte sie mit einem Lächeln, unverzüglich musste Avia zurück lächeln. Das war es was sie so an ihr mochte, ihre fröhliche Art konnte augenblicklich alle Sorgen fortspülen. Sie erschien wie der wahre Sonnenschein und wie vorausschauend sie war. Denn Avia hatte heute nicht gefrühstückt. Sie setzte sich an den großen Küchentisch und ihre Großmutter stellte ein Stück Torte darauf. Sofort zog sie den Teller zu sich hin und begann zu essen. Eine klebrige Süße erfüllte ihren Mund. Clarissa sah sie besorgt an.
»Was ist? «


Avias Mutter und diese Oma verstehen sich bestimmt wunderbar .... Oma stopft die Tochter mit Süßigkeiten voll, hilft ihr beim Schule schwänzen ... super.

Zitat:
»Nichts, nur Avia du siehst irgendwie besorgt aus. Ist irgendetwas passiert? Sieh mich nicht so an, ich kenne dich. Was geht die durch den Kopf? Hast du wieder daran gedacht in die Wildnis zu gehen? «


Leute, die wahre Sonnenscheinchen sind, sind eher selten feinfühlige Menschen ... ich würde die Oma eine Nummer verantwortungsbewusster und erwachsener stricken.

Zitat:
Avia schluckte schwer. Toll, konnte ihre Großmutter jetzt Gedanken lesen?


Kunststück, wenn Avia ständig auf dem Thema rumreitet ...
----------------------

Du merkst schon, da kannst du noch eine Menge mehr rausholen.
Ich bin gespannt auf die nächste Version!


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Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

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Mondlicht
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BeitragVerfasst am: 27.01.2013 20:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Paradigma, danke für die Tipps.

Zitat:
Hört sich wenig Fantasymäßig an. Könnte sie nicht irgendetwas ungewöhnliches als langweilige Routineaufgabe machen müssen? So etwa: Vormittags Robotik und Biomechanik bei Dr. Hinze, nachmittags Drachenschuppenputzen und dabei den anderen Mädchen aus der Arbeitskolonne zuhören, wie sie sich über die 17. Schwangerschaft der Hochkönigin die Mäuler zerrissen, nur um sich anschließend die Vorträge ihrer Mutter über das Wetter oder die Entwicklung des neuesten Hochfrequenz-Lasers anzuhören.

Ja da füge ich noch so was wie ein  Drachenstall ausmisten und Drachen pflegen  als Nebenjob für sie ein , aber Schule muss trotzdem sein, man will immerhin gebildete Kinder.

Die Stelle wenn sie ihre Träume erwähnt, wird spezifischer. Da werde ich deine Vorschlag gleich mit reinnehmen.


Zitat:
Was für eine Kirche ist das? Katholisch? Oder ist das der Tempel der Balion-Priester, die jedes Jahr fünfzig Jungfrauen dem grausamen hyänenköpfigen Gott Bal opfern? Wie sieht der Turm aus? Hoch und schlank? Mächtig, unbesiegbar? Wie hoch ist er? Bis in die Wolken? Wieso kann sie da so einfach rauf, ist der Turm frei zugänglich, oder schleicht sie sich heimlich durch die hinter Elfenefeu versteckte, halbvergessene Seitenpforte der uralten Kathedrale und stiehlt sich die Wendeltreppe mit den halbzerfallenen Steinstufen hinauf? Gibt es da oben Raben, die sie krächzend umschwirren oder herrscht Totenstille?


Kirche und Stadt werde genauer beschrieben, Kein Problem!

Matheunterricht wird gegen Drachenpflege oder Technologie ersetzt, mach ich doch gern. Hört sich auch viel cooler an, als nur Mathe. Doch Trotzdem kommt in den nächten Tagen die Geschichte der Invasion der Monster. Das sie dieses Thema interessiert werde ich hier auch einfügen.

Stimmt das mit der Strafe fürs Verschlafen ist eher locker, nur nachsitzen und die Geschichte der Stadt Pauken. Aber je ausgefallener die Lüge= ausgefallene Bestrafung. Den Raum zu betreten ist ein Verstoß gegen das Gesetz und  fordert die schlimmste Strafe. Dagegen ist schwänzen nur ein  Vergehen, gegen die Schulordnung.

Zitat:
Das mit dem Großvater würde ich mal streichen. Auch das mit dem eigenen Schlüssel. Sicher findest du andere Möglichkeiten, um zu verdeutlichen, das Avia Omas Liebling ist und maßlos verwöhnt wird.

Schon gestrichen und die Wohnung beschrieben. Und ja Mutter und Oma können sich nicht leiden.
LG Mondlicht
Die Oma soll allerdings ein eher lockerer Charakter sein. Dann nehme ich also einfach den Sonnenschein raus.
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Mondlicht
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BeitragVerfasst am: 01.02.2013 16:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es hat etwas länger gedauert (In der Woche habe ich nicht so viel Zeit), aber hier ist der nächste Teil meiner Geschichte.
Und Paradigma, ich weiß das diese Anführungzeichen die falschen sind, aber ich musste die ersten Teile der Geschichte an einem älteren Computer schreiben. Bei dem gingen diese Tasten nicht so gut. Aber jetzt wo mein Laptop vom Onkel Doktor zurück ist habe ich es sofort geändert.  
So geht es weiter.
--------------------------------------------------------------

Natürlich wusste Clarissa um den Wunsch ihrer Enkelin. Aber sie wusste auch, das Avia niemals einfach in die Wildnis gehen würde. Dazu war es viel zu gefährlich. Denn außerhalb der Mauern von Staron, lebten die Monster. Niemand außer den berühmten Erkunderteams, war jemals lebend zurückgekommen. Aus diesem Grund war die Verbannung in die Wildnis, auch die schlimmste Strafen. Nur innerhalb der Stadtmauern hatte man Sicherheit.
„Sag mal Großmutter, warum unterwerfen wir die Monster nicht genauso wie die Drachen? Ich meine Drachen sind doch eigentlich noch viel gefährlicher.“ traute sie sich zu fragen, wenn sie antworten haben wollte war jetzt der richtige Moment.
Lange schwieg Clarissa, die Stirn in Falten gelegt, kratzte sie sich nachdenklich am Kopf und zerzauste ihre grauen Haare. Gerade als Avia dachte sie würde keine Antwort erhalten, fing ihre Großmutter mit rauer Stimme an zu reden.
„Ach Avia du weiß das ich es nicht mag wenn du dieses Thema anspricht. Aber anscheinend kann ich dich nicht davon abbringen. Also Drachen können wir unterwerfen indem wir ihnen ihren Willen rauben. Man quält sie bis sie aufgeben. Das ist nicht schwer da Drachen nicht besonders intelligent sind.  Doch Monster haben einen stärkeren Willen und eine hohe Intelligenz. Einige sind sogar in der Lage unsere Sprache zu sprechen.“
„Unsere Sprache! Aber warum verhandeln wir nicht mit ihnen, wir könnten versuchen uns friedlich mit ihnen zu einigen!“ Avia war augenblicklich aufgesprungen.
„ Setze dich wieder.“ Bestimmte Clarissa. „ Nein wie können nicht mit ihnen verhandeln, oder sogar eine friedliche Lösung finden. Du vergisst das die Monster brutale Kreaturen sind.“
Das war ein Argument. Doch ermutigt durch den Umstand dass  ihre Großmutter breit war zu reden, fragte sie weiter.
„Und die Invasion wie haben sie es geschafft uns so zu zusetzen?“
Clarissa stieß einen Seufzer aus. „Das kann ich dir schlecht erklären es gab damals wenige Augenzeugen die noch in der Lage waren alles zu berichten was vor zweihundert Jahren geschehen ist.“
„Bitte Großmutter ich muss es wissen!“
„ In Ordnung. Ich denke du bist jetzt alt genug dafür. Warte hier.“
Clarissa verließ die Küche in Richtung Wohnzimmer und ließ Avia unsicher zurück.
Nach einigen Minuten kam sie mit einem Buch in den Händen wieder. Sie legte es direkt vor Avia auf den Tisch. Es war in rotes Leder gebunden und an den Seiten mit Goldfarbe verziert. Einen Titel besaß es nicht.
„Das.“ Erklärte Clarissa der verwirrten Avia. „ Ist das Legendenbuch. Es beschreibt die Legende der Invasion. Es ist extrem selten, nur noch dreißig Stück davon existieren in der Stadt und ich habe eines. Eigentlich ist es verboten dass jemand unter zwanzig Jahren es ließt, doch ich denke das ich bei dir eine Ausnahme machen werde. Vielleicht bring dich das endlich von deinem Wunsch ab. Aber lass es nicht deine Mutter sehen, sonst bekommen wir beide großen Ärger.“
„D..D.. Danke.“ Mehr brachte Avia nicht zustande.
„Ja ich weiß ich bin die beste Großmutter die man sich wünschen kann.“
„Das bist du.“ Avia stand auf und umarmte ihre Großmutter heftig.
„ Schon gut Kleine aber jetzt solltest du in die Schule gehen. Ich werde bei der Direktorin anrufen und sagen ich hätte dich heute früh gebraucht. Dann darfst du die Arbeit Nachschreiben. Mit Drachen kennt du dich doch aus.“
Avia nickte heftig. Sie wusste alles über Drachen, denn alle zwei Tage arbeitete sie im Drachenstall.
Fast alle in ihrem Alter hatten einen Job neben der Schule. Die einen um etwas Geld dazu zu verdienen und die andern gegen die Langeweile. Avia zählte sich selber zur zweiten Gruppe. Natürlich gab es angenehmere Jobs als Drachenboxen auszumisten und die
Tiere mit Sand ab zu schrubben, aber Avia hatte sich in diese mystischen Kreaturen  verliebt. Ihnen konnte sie immer alles erzählen und wusste dass ihre Geheimnisse sicher sind.
Sie bedankte sich noch einmal überschwänglich bei ihrer Großmutter, dann verließ sie das Haus.
 Sie hatte versprochen auf direktem Weg zur Schule zu gehen. Allerdings musste sie vorher noch ein sicheres Versteck für das Legendenbuch finden.  


Freue mich schon über eure Verbesserungsvorschläge.
LG Mondlicht
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BeitragVerfasst am: 03.02.2013 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mondlicht,

sicher wartest du gespannt auf eine Rückmeldung zu deiner Geschichte. Ich tue mit damit gerade etwas schwer, denn ich finde diesen Teil nicht besonders befriedigend, und das auf mehreren Ebenen.

Du bist noch sehr jung, nehme ich an? In deiner Geschichte lässt du Dinge passieren, die zwar dem Fortgang deiner Geschichte dienen, aber wo ich einfach anhalte und mir sage: Äh, ne, so ticken Menschen nicht, das ist unrealistisch. Ich könnte mir vorstellen, das du selber einfach noch nicht genug Menschenkenntnis hast? Wenn sich Menschen anders verhalten, asl zu erwarten ist, musst du es plausibel erklären können.

Du siedelst deine Geschichte in einer selber erfundenen phantastischen Welt an, über die wir nichts wissen, aber du zeigst uns nicht, wie sie funktioniert. Das muss keine seitenlange Beschreibung sein, aber wenn Überlebende aus der Wildnis zurückkehren, haben sie was zu erzählen. Dann lass sie die Bilder im Legendenbuch sofort betrachten, und einen kurzen Textabschnitt überfliegen. Damit deine Leser ein Bild davon kriegen.

Dein Text hier unten, aus dem kannst du locker 10 Seiten machen, ohne uns zu langweilen. Du entwirfst eine (stellenweise etwas unrealistisch wirkende) Skizze. Die Farbe fehlt, du musst das Gemälde noch ausmalen.

Deine Idee ist gut, und ich will wissen, was hinter all den Monstern und Verboten steckt. Lass dir Zeit, die Geschichte zu erzählen, lass uns eintauchen in diese fremde Welt.

Und beobachte Menschen aus deiner Umgebung. Frag dich, warum sie so und nicht anders handeln, frag sie aus, lass dir ihre Lebensgeschichten erzählen, schreib Charakterskizzen deiner Nachbarn und Freund. Ein guter Autor muss verstehen, was Menschen antreibt.
 
---------------------

Zitat:
Natürlich wusste Clarissa um den Wunsch ihrer Enkelin. Aber sie wusste auch, das Avia niemals einfach in die Wildnis gehen würde. Dazu war es viel zu gefährlich.


Was ich bisher von deiner Geschichte gelesen habe, lässt mich genau das Gegenteil vermuten: Avia WIRD die Wildnis sehen, entweder wird sie "verbannt" oder sie läuft davon. Sie ist so fasziniert von diesem Gedanken, das eine aufmerksame Oma sich Schlaflos im Bett wälzen würde vor Sorge, das Avia eines Morgen plötzlich weggelaufen ist. Wann hätte Gefahrenbewusstsein jemals einen halsstarrigen Teenager von irgendetwas abgehalten?

WENN du schon so was schreibst, dann bitte erkläre uns, woher die Oma diese Sicherheit nimmt. Es wäre auch schön, wenn nicht einfach erklärt wird: Clarissa weiß das natürlich, sondern wenn du davon berichtest, wie oft Avia nach den alten Geschichten gefragt hat, und wie sie jedes Wort über die Wildnis aufgesaugt hat.

Zitat:
Denn außerhalb der Mauern von Staron, lebten die Monster. Niemand außer den berühmten Erkunderteams, war jemals lebend zurückgekommen. Aus diesem Grund war die Verbannung in die Wildnis, auch die schlimmste Strafen. Nur innerhalb der Stadtmauern hatte man Sicherheit.


Und was haben die Überlebenden berichtet? Wie sehen die Monster aus, wie haben sie sich verhalten, waren die Überlebenden verletzt, wie weit sind sie vorgedrungen?

Zitat:
„Sag mal Großmutter, warum unterwerfen wir die Monster nicht genauso wie die Drachen? Ich meine Drachen sind doch eigentlich noch viel gefährlicher.“ traute sie sich zu fragen, wenn sie antworten haben wollte war jetzt der richtige Moment.


Ich sehe nicht, das dieser Moment geeigneter ist als viele andere. Warum muss sie sich trauen, die Oma zu fragen? Sicher hat sie die Oma schon häufig gelöchert mit ihren Fragen.

Zitat:
„Ach Avia du weiß das ich es nicht mag wenn du dieses Thema anspricht. Aber anscheinend kann ich dich nicht davon abbringen. Also Drachen können wir unterwerfen indem wir ihnen ihren Willen rauben. Man quält sie bis sie aufgeben. Das ist nicht schwer da Drachen nicht besonders intelligent sind.


WARUM ist dieses Thema tabu? Drachen sind offenbar eine Art Nutz- und Haustiere. Ich verstehe nichts von Drachen, aber Hund (und jedes andere Tier) dressiert man nicht, indem man ihm den Willen raubt und sie quält, sondern in dem man sie immer dann belohnt und lobt, wenn sie erwünschtes Verhalten zeigen. Ein guter Tiertrainer wendet keine Strafen an. Ein Tier das man quält wird apathisch oder aggressiv.

Zitat:
Doch Monster haben einen stärkeren Willen und eine hohe Intelligenz. Einige sind sogar in der Lage unsere Sprache zu sprechen.“
„Unsere Sprache! Aber warum verhandeln wir nicht mit ihnen, wir könnten versuchen uns friedlich mit ihnen zu einigen!“ Avia war augenblicklich aufgesprungen.
„ Setze dich wieder.“ Bestimmte Clarissa. „ Nein wie können nicht mit ihnen verhandeln, oder sogar eine friedliche Lösung finden. Du vergisst das die Monster brutale Kreaturen sind.“


Die Oma sagt: Aber Avia, das sind brutale Kreaturen, mit denen kann man nicht verhandeln. Und so was glaubt ein Teenager unbesehen? Also, meine würden mir nette Wortgefechte liefern, wenn ich einfach irgendetwas behaupte, und keine Beweise oder zu mindestens Beispiele dafür liefere.

Hier kann die Oma ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, Gruselgeschichten erzählen. Immerhin will sie Via begreiflich machen, das da draußen wirklich nicht der Ort ist für ihre Enkelin.  

Zitat:
Es war in rotes Leder gebunden, und an den Seiten mit Goldfarbe verziert. der Schnitt war vergoldet.


Zitat:
„Das.“ Erklärte Clarissa der verwirrten Avia. „ Ist das Legendenbuch. Es beschreibt die Legende der Invasion. Es ist extrem selten, nur noch dreißig Stück davon existieren in der Stadt und ich habe eines. Eigentlich ist es verboten dass jemand unter zwanzig Jahren es ließt, doch ich denke das ich bei dir eine Ausnahme machen werde. Vielleicht bring dich das endlich von deinem Wunsch ab. Aber lass es nicht deine Mutter sehen, sonst bekommen wir beide großen Ärger.“


Eigentlich gibt's nur mehr 30 Stk. davon, aber Oma hat natürlich eines. Eigentlich ist es verboten, das jemand unter 20 es sieht, aber Avia ist natürlich trotzdem alt genug, das sich ihre Oma über so ein Verbot hinweg setzt. Sie lässt Avia nicht nur einen Blick reinwerfen, sondern auch gleich noch mitnehmen und damit durch die Gegend ziehen. Aber pass auf, das Mama es nicht sieht … Wenn es verboten ist, dann ist Ärger mit ihrer (Schwieger?)-Tocher echt ihr geringstes Problem, nicht wahr?

Lass Avia das Legendenbuch sehen und sie darf kurz reinschauen. Dann packt Oma das Buch wieder weg. Avia will mehr wissen und klaut es dann - natürlich will sie es "nur" ausleihen. Und bitte, erkläre uns, warum Oma eines dieser seltenen Bücher hat. Vielleicht hat ein Vorfahre es geschrieben? Oder die Familie gehört zum Stadtrat? (Dann sollte sie entsprechend prächtiger wohnen, oder?)

Zitat:
„D..D.. Danke.“ Mehr brachte Avia nicht zustande.
„Ja ich weiß ich bin die beste Großmutter die man sich wünschen kann.“
„Das bist du.“ Avia stand auf und umarmte ihre Großmutter heftig.
„ Schon gut Kleine aber jetzt solltest du in die Schule gehen. Ich werde bei der Direktorin anrufen und sagen ich hätte dich heute früh gebraucht. Dann darfst du die Arbeit Nachschreiben. Mit Drachen kennt du dich doch aus.“


Vom Standpunkt eines Erwachsenen aus ist diese Frau eine einzige Katastrophe. Sie hilft dem Enkelkind beim Schule schwänzen, stopft sie mit Torte voll, gibt ihr ein wertvolles altes Buch, das sie in Schwierigkeiten bringen wird.


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Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

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BeitragVerfasst am: 03.02.2013 18:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Para ja soo alt bin ich noch nicht. Na es kommt darauf an, ob du 16 Jahre schon als alt betrachtest oder nicht. (Hab ich auch auf dem roten Teppich erwähnt, glaub ich zumindest.  Shocked )
Zu deinen Kommentaren :

Ich werde versuchen zuerst die Welt noch genauer zu beschreiben. Ich werde mich mit allem noch genauer auseinander setzen.
Das Avia in das Buch nur kurz reinließ gefällt mir gut, das werde ich so machen. Wie sie dannach noch mal drankommt überlege ich mir noch.

Ja Avia wird die Wildnis wirklich sehen und auch die Monster. Aber davonzulaufen ist zu gefährlich. Die Stadt ist von einer Mauer umgeben und es gibt nur 5 Tore die gut bewacht sind. Also einfach abhauen wird schwer.
Ihr Faszination zur Wildnis werde ich auch noch genauer beschreiben.
Ihre Oma weiß das sie Avia vertrauen kann und hält sie für erwachsen genug. Aber ich werde mir was ausdenken um sie doch zuerst an ihr zweifel zu lassen. Vielleicht das sie ihr das Buch eigentlich nur zeigen wollte oder das Avia es durch einen blöden Zufall findet.
Das sie es sich später "ausleiht" gefällt mir gut.
Zitat:
Und was haben die Überlebenden berichtet? Wie sehen die Monster aus, wie haben sie sich verhalten, waren die Überlebenden verletzt, wie weit sind sie vorgedrungen?

Werde ich in den Legenden und gezeichneten Bildern genau beschreiben.

Zitat:
Ich sehe nicht, das dieser Moment geeigneter ist als viele andere. Warum muss sie sich trauen, die Oma zu fragen? Sicher hat sie die Oma schon häufig gelöchert mit ihren Fragen.

Stimmt das mit dem geeigneten Moment kommt raus.

Zitat:
WARUM ist dieses Thema tabu? Drachen sind offenbar eine Art Nutz- und Haustiere. Ich verstehe nichts von Drachen, aber Hund (und jedes andere Tier) dressiert man nicht, indem man ihm den Willen raubt und sie quält, sondern in dem man sie immer dann belohnt und lobt, wenn sie erwünschtes Verhalten zeigen. Ein guter Tiertrainer wendet keine Strafen an. Ein Tier das man quält wird apathisch oder aggressiv.

Das Thema ist nicht tabu die Oma redet nur nicht gerne darüber.
Gut Hunden gibt man Belohnungen, aber die Drachen werden nicht zu braven Schoßtieren gemacht sondern zu Reittieren für die Erkunderteams.Also NutztTiere, die nicht dressiert sondern ihres Willens beraubt werden und zum gehorchen gezwungen. Das hat einen bestimmten Grund der sich dann noch zeigen wird.

OK bei der Sache mit den brutalen Kreaturen werde ich Oma und Avia etwas diskutieren lassen.  Wieso sie gefährlich sind und diese ganzen Schauergeschichten stehen im Legendenbuch.
Wo Oma das her hat erkläre ich auch noch.

Zitat:
Vielleicht hat ein Vorfahre es geschrieben? Oder die Familie gehört zum Stadtrat? (Dann sollte sie entsprechend prächtiger wohnen, oder?)

Ne kein Stadtrat, aber die Mutter arbeitet in der Geheimabteilung der Regierung. Oma mag nur keine unnützen Möbel sie hat es gern schlicht und einfach. He jeder hat seinen eigenen Geschmack.  smile

[quote]Vom Standpunkt eines Erwachsenen aus ist diese Frau eine einzige Katastrophe. Sie hilft dem Enkelkind beim Schule schwänzen, stopft sie mit Torte voll, gibt ihr ein wertvolles altes Buch, das sie in Schwierigkeiten bringen wird.[/quote
Ja, ja die ist wirklich nicht sehr erwachsen, aber sie will ihre einzige Enkelin verwöhnen. Also ich kenne auch ne Oma die das gern macht.  Wink  
Ich werde versuchen sie etwas erwachsener wirken zu lassen.
Ich stell spätestens nächstes Wochenende eine neue Version rein.
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BeitragVerfasst am: 08.02.2013 18:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier ist nun eine neue Version meines letzten Textes. Einen kleinen Teil des Gespräches habe ich gelassen wie er ist. Ansonsten habe ich vieles  verändert.
-------------------------------------------------------------------------

Natürlich wusste Clarissa um den Wunsch ihrer Enkelin. Aber sie wusste auch, das Avia niemals einfach in die Wildnis gehen würde. Dazu war es viel zu gefährlich. Denn außerhalb der Mauern von Staron, lebten die Monster. Niemand außer den berühmten Erkunderteams, war jemals lebend zurückgekommen und die redeten nicht gerne über ihre Erlebnisse.  Aus diesem Grund war die Verbannung in die Wildnis, auch die schlimmste Strafen. Nur innerhalb der Stadtmauern hatte man Sicherheit.
„Sag mal Großmutter, warum unterwerfen wir die Monster nicht genauso wie die Drachen? Ich meine Drachen sind doch eigentlich noch viel gefährlicher.“ traute sie sich zu fragen.
Lange schwieg Clarissa, die Stirn in Falten gelegt, kratzte sie sich nachdenklich am Kopf und zerzauste ihre grauen Haare. Avia hatte schon oft solche Fragen gestellt. Zuerst hatte man ihr noch bereitwillig geantwortet und sie hatte jedes Wort gierig aufgesaugt. Doch mit der Zeit merkte sie das sie immer mit den gleichen Informationen abgespeist wurde, so stelle sie immer neue Fragen. Solange bis die Erwachsenen sie einfach ignorierten wenn sie dieses Thema aufgriff. Nur von ihrer Großmutter bekam sie manchmal noch die ein oder andere nützliche Antwort. Auch wenn selbst das immer seltener wurde.
 Gerade als Avia dachte sie würde keine Antwort erhalten, fing ihre Großmutter mit rauer Stimme an zu reden.
„Ach Avia du weiß das ich es nicht mag wenn du dieses Thema anspricht. Aber anscheinend kann ich dich nicht davon abbringen. Also Drachen können wir unterwerfen indem wir ihnen ihren Willen rauben. Man quält sie bis sie aufgeben. Das ist nicht schwer da Drachen nicht besonders intelligent sind.  Doch Monster haben einen stärkeren Willen und eine hohe Intelligenz. Einige sind sogar in der Lage unsere Sprache zu sprechen.“
„Unsere Sprache! Aber warum verhandeln wir nicht mit ihnen, wir könnten versuchen uns friedlich mit ihnen zu einigen!“ Avia war augenblicklich aufgesprungen.
„ Setze dich wieder.“ Bestimmte Clarissa. „ Nein wie können nicht mit ihnen verhandeln, oder sogar eine friedliche Lösung finden. Du vergisst das die Monster brutale Kreaturen sind.“
„ Wenn sie unsere Sprache können dann müssen sie doch auch eine eigene haben und wenn das der Fall ist müssen sie auch halbwegs zivilisiert sein! Man könnte doch wenigstens versuchen mit ihnen zu reden. Wir könnten uns wieder überall sicher bewegen und müssten nicht jeden Tag mit einem neuen Angriff rechnen. Es muss einen Weg geben!“ ihr Stimme überschlug sich beim Sprechen fast vor Freude endlich etwas Nützliches erfahren zu habe.
„Was ist mit der Invasion hat man damals versuch mit ihnen zu sprechen? „
„Es reicht!“ jetzt war auch Clarissa aufgestanden. „ Dieses Gespräch ist beendet! Ich habe dir sowieso schon zu viel gesagt! Ich rufe in deiner Schule an das du heute früh bei mir warst, dann bekommst du keinen Ärger. Aber ich möchte nie wieder sehen wie du unerlaubt der Schule verbleibst! Du wirst die Arbeit nachschreiben können. Über Drachen weißt du doch alles?“
Avia nickte niedergeschlagen. Sie wusste alles über Drachen, denn alle zwei Tage arbeitete sie im Drachenstall.
Fast alle in ihrem Alter hatten einen Job neben der Schule. Die einen um etwas Geld dazu zu verdienen und die andern gegen die Langeweile. Avia zählte sich selber zur zweiten Gruppe. Natürlich gab es angenehmere Jobs als Drachenboxen aus zu misten und die
Tiere mit Sand ab zu schrubben, aber Avia hatte sich in diese mystischen Kreaturen  verliebt. Ihnen konnte sie immer alles erzählen und wusste dass ihre Geheimnisse sicher sind.
.
„ Gut, warte während ich telefoniere in meinem Wohnzimmer. Ich sage dir dann wann du die Arbeit schreibst. „
Mit hängenden Schultern ging sie in Richtung Wohnzimmer. So hatte Clarissa noch nie mit ihr geredet. Allmählich dämmerte ihr das sie den Bogen wirklich überspannt hatte.

Das kleine Wohnzimmer war mit hellblauer Farbe gestrichen. Eine blaue Eckcouch, ein Sessel und ein hohes Bücherregal stellten das ganze Mobiliar dar. Nur der Plasmafernseher erinnerte an die moderne Welt in der sie lebten.
Avia ließ sich auf den alten abgewetzten Sessel sinken und fuhr mit einem schwer unterdrückten Aufschrei wieder hoch. Verdutzt schaute sie auf den Sessel, schob langsam das grüne Sofakissen zur Seite. Darunter lag ein in rotes Leder gebundenes Buch,  der Schnitt war mit vergoldet. Einen Titel besaß es nicht. Es übte eine Anziehungskraft auf Avia aus.
Ohne es genau zu verstehen, wusste sie dass dieses Buch voller Geheimnisse stecken musste.
Sie nahm es auf, setzte sich auf die Sessellehne und schlug wahllos eine seltsame Seite auf. Gespannt begann sie zu lesen.

….keiner hatte es erwartet. In einem Moment saßen wir feierlich beieinander, im Nächsten schien es als ob der Himmel über uns zusammenbricht. Qualvolle Schreie durchbrachen die Abenddämmerung. Wie Schatten brachen sie über uns herein. Alle waren in heller Aufregung und rannten panisch durcheinander. Neben mir wurde meine Frau von den Füßen gerissen, eine bleiche Gestalt schlitzte ihr die Kehle auf. Das brachte mich zur Besinnung. Kurzerhand rannte ich durch die schreiende Menge, auf den Wald zu. Auch wenn es gefährlich war es war die einzige Möglichkeit zu überleben. Ich stürmte durch den schwarzen Wald,  während die Schreie hinter mir immer leiser wurden.
Ich fand einen hohlen Baum, der das perfekte Versteck bot. Erst als ich mich vorübergehend in Sicherheit wusste, ließ ich meinen Tränen freien Lauf. Alles stürzte auf einmal auf mich ein. Mein Dorf meine Familie, meine Frau ich hatte alles verloren. Was hatte ich getan? Ich war einfach geflohen und hatte meine Freunde im Stich gelassen. Nein, es war richtig gewesen, oder hätte ich warten sollen bis sie auch mich töteten?
Unser Dorf, wusste seit langen das Monster in letzter Zeit vereinzelt kleine Dörfer angegriffen hatten. Aber trotzdem, hatten wir nichts Besseres zu tun gehabt, als den Geburtstag des Bürgermeisters zu feiern. In unserem Leichtsinn hatten wir nur fünf Wachposten  aufgestellt.
Die Monster mussten sie ausgeschaltet haben, noch bevor sie Alarm schlagen konnten.
Ich musste eingeschlafen sein, die Sonne stand schon hoch am Himmel.
Wohin sollte ich jetzt? Aus berichten wusste ich, das die fünf großen Städte ein Sicherer Platz waren. Von unsrem Dorf aus kannte ich den Weg, aber hier mitten in der Wildnis würde ich mich verlaufen. Um zu überleben musste ich durch mein Dorf. Ich konnte nur hoffen, dass die Monster es bereits verlassen hatten. Vielleicht gab es sogar noch andere Überlebende die auf den gleichen Gedanken gekommen waren.
Kurz vor dem Waldrand blieb ich stehen und sammelte noch einmal alle meine Kräfte, in Erwartung dessen was ich sehen würde. Das Dorf glich einem einzigen Schlachtfeld…..


Schritte im Flur ließen Avia aufhorchen. Schnell legte sie das Buch zurück unter die Kissen, stellte sich aufrecht hin, den Blick starr auf die Tür gerichtet. Sie konnte immer noch nicht fassen was sie da gelesen hatte.
 


Ich habe noch eine kleine Bitte.
 Bis Jetzt wurde meist nur auf den Inhalt wie z.B. Wann sie das Buch erhält, Beschreibung der Kirche ausführlicher eingegangen. Aber wie ist eigentlich mein Schreibstil. Ist der einigermaßen in Ordnung oder total vor den A.. Totaler Schrott sag ich mal.
Freue mich auf eure Kritik und Verbesserungsvorschläge.
LG Mondlicht
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