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Kurzgeschichte - Lucy


 

 
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michel.arduin
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 35
Beiträge: 33
Wohnort: Bern


BeitragVerfasst am: 11.01.2013 16:41    Titel: Kurzgeschichte - Lucy eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das ist eigentlich aus einer Übung der ambivalenten Figuren entstanden. Keine Ahnung, ob der Text, oder die Figuren in irgendeiner Weise ankommen.

Lucy

Alan Roth war ein Zyniker. Er betrachtete seine Umgebung mit jener gelassenen Lethargie, die nur denen eigen ist, denen im Grunde Alles egal ist. Früher einmal  war er Idealist gewesen; ein überzeugter junger Mann, der an das Gute im Menschen glaubte. Einer, der daran geglaubt hatte, der Mensch brauche nur ein System in dem er im Frieden und im Einklang mit der Natur und seinen Mitmenschen leben könnte. Doch die Zeit war vergangen und sie hatte vieles mitgenommen, seine Unschuld, seine Ideale und das, was er nun verächtlich als seinen ehemaligen „Helferkomplex“ bezeichnete. Alan Roth war erfolgreich geworden. Den Pfad des Idealismus verliess er, als die meisten seiner ehemaligen Mitstreiter und Studienkollegen immer tiefer im Nebel betäubender Substanzen versanken oder sich mehr und mehr in einem stetig anwachsenden Netz der Verpflichtungen verstrickten. Mit Frau, Kindern, Familienautos und Hypotheken. Ihm war klar geworden, dass Idealisten nur Einzelkämpfer ohne grosse Aussichten auf Erfolg waren, und dass man, wenn überhaupt, nur begrenzt Zeit hatte, die Welt zu verändern, bevor sie einen veränderte. Die Welt hatte bereits sichtbare Spuren in seinem Denken und Handeln hinterlassen. Er war gepflegter geworden, angepasster, rationaler. Sein Haar hatte im selben Masse abgenommen, wie seine Geduld gegenüber Andersdenkenden. Zu seiner Zeit als Student hatte er noch aktiv gegen den Irakkrieg demonstriert. Er hatte auch noch Sympathie für die Occupy-Bewegung gehabt und war für die Demonstranten gewesen. Doch je mehr er ihren Aktivisten zuhörte, desto weniger konnte er für das einstehen, was sie erzählten. Doch als die 99% Bewegung immer mehr Beachtung fand, konnte er nur noch verächtlich darüber lachen. Was ihm an den meisten Weltverbesserern auffiel war, dass sie entweder von einer völligen Fehlannahme ausgingen-  etwa, dass der Mensch im Grunde friedliebend, selbstlos, solidarisch sei -  oder schlicht keine Ahnung von komplexen Prozessen hatten und unglaublich verallgemeinernde Aussagen hervorbrachten, die keinen praktischen Wert hatten. Am meisten ärgerten ihn jene Exponenten der geistlichen und moralischen Elite, die nichtssagende Binsenwahrheiten und Aufforderungen verbreiteten wie, „Die Essenz des Glücks liegt in der Zufriedenheit“,  „Stoppt die Gewalt“, oder Alans persönlicher Liebling: „Liebt euren Nächsten“. Das war für ihn etwa so effektiv wie einen Brand aufzufordern sich selbst auszulöschen.

Alan seufzte tief, als er über die Mappe schaute, die er studiert hatte. Sein Kunde, ein älterer Herr namens Alfons Diaz -das stand zumindest in der Mappe- und seine Frau deren Namen er leider nicht mehr wusste, blickten erwartungsvoll zurück.

„Der Rückstand ist leider zu gross.“, nuschelte er in nüchternem Ton, der trotzdem verstanden wurde.

„Was soll das heissen?“, fragte der Alte.
 
„Die Pfändung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.“, antwortete er.

„Ich verliere also mein Haus?“, fragte Alfons, und blickte ihn ungläubig und entsetzt an. Kurz tauschte er Blicke mit seiner Frau, die merkwürdigerweise ganz ruhig blieb.

„Es tut mir leid.“, antwortete Alan routiniert.

„Es tut ihm leid, sagt er!“, setzte der Alte erzürnt an. „Dieser…  Jungspund kommt hier an, wirft einen flüchtigen Blick auf mein Dossier und zerstört nach nicht einmal fünf Minuten mein Leben. Und dann sagt er, dass es ihm leid tut!“
Alan biss sich auf die Lippen und sagte nichts.

„Nach all den Jahren als Kunde ihrer Bank!“ Er schaute ihn flehend und verfluchend an. Als wäre es Alans persönliche Schuld, dass der Alte in Geldnöten war. Dass der Alte nun seinen grössten weltlichen Besitz verlor und zusehen musste, wie all die Jahre Arbeit und Entbehrung letztlich in einer grossen Niederlage mündeten.

Für Alan war die Sachlage klar. Es gab Kunden mit ausreichender Bonität und solche, wie der Alte, bei denen jede Form von Investition oder Aufschub getrost abgeschrieben werden konnte. In dem Dossier, das er wirklich nur flüchtig überflogen hatte, stand sicher darin, wieso die Situation sich so entwickelt hatte –meistens ein Krankheitsfall, Probleme mit Kindern oder finanzielle Krisen, Arbeitslosigkeit. Er kannte alle möglichen Gründe und keiner dieser Gründe würde reichen, einen Aufschub zu gewähren. Es war nicht praktikabel. Machte ökonomisch und rational keinen Sinn. Alan war Vertreter einer Bank. Kein Angehöriger einer sozialen Institution. Mochte der Alte zu den sozialen Institutionen gehen und dort um Gnade flehen oder betteln. Hier würden ihm diese Gefühlsausbrüche keinen Schritt weiter bringen. Alan wusch in Gedanken seine Hände in Unschuld, schliesslich tat er nur seine Pflicht und letzten Endes war er es auch allen anderen Kunden der Bank schuldig.

Irgendwann ermüdete der Alte sich selbst mit seinem Monolog und Alan forderte das Pärchen freundlich aber bestimmt auf, sein Büro zu verlassen. Der Alte sah seine Frau müde an. „Komm Lucy, hier werden wir nichts mehr erreichen. Lass uns gehen.“
In all der Zeit hatte die alte Dame keinen einzigen Ton hervorgebracht, doch kurz bevor sie ging, ergriff sie Alans Hand und drückte sie. „Möge Gott Ihnen die Augen öffnen.“, sagte sie und schaute ihn mit ihren weisen und etwas traurigen Augen an. Doch bevor Alan etwas entgegnen konnte, hatte sie sich abgewandt und sein Büro verlassen.

Gegen Feierabend hatte Alan das Gespräch mit den beiden Alten vergessen. Er hatte eine Unmenge Gespräche über Bonitäten, Anlageperspektiven, Renditen geführt und freute sich auf das wohlverdiente Wochenende. Er fuhr in seinem BMW Z3 heim, in ein gehobenes Viertel der Vermögenden, wo er eine Loft-Wohnung sein Eigen nannte.
 
Als er in die kühle Atmosphäre seiner eigenen Wohnung trat, fühlte er sich automatisch wohler. Zum Glück hatte er niemanden, mit dem er seine Existenz teilen musste. Alan war ein Einzelgänger. So fühlte er sich am wohlsten. Er brauchte niemanden, der auf ihn angewiesen war, niemanden auf den er Rücksicht nehmen musste, niemand,  bei dem er sich verstellen musste um so zu tun, als würden ihn dessen Wünsche und Hoffnungen interessieren oder gar angehen.  Und so konnte er die materiellen Früchte seiner Arbeit geniessen, ohne teilen zu müssen.

Kaum war er daheim, drehte er die Musik seiner hochwertigen Musikanlage mit den sündhaft tueren Bang & Olafsen Lautsprechern auf, schaltete den übergrossen Flachfernseher mit den CNN Nachrichten an und liess beides im Hintergrund laufen.
In der Küche stellte er Wasser zum Kochen um ein Protein- und Nährstoffhaltiges Abendessen anzurichten. Doch als er merkte, dass das Himalaja-Salz in seinem Salzspender aus war, holte er sich einen Stuhl, um an das höchste Regal des Gewürzschrankes zu kommen, wo der Vorrat an Himalaja-Salz stand.

Er musste etwas falsch gemacht haben, denn gerade als er das Kilopäckchen Salz in seine Finger bekam, spürte er, wie der Stuhl unter ihm nachgab und er hintenüber zu fallen begann. Ohne etwas dagegen machen zu können, fühlte er, wie sich sein Körper langsam dem Boden näherte und als er schliesslich aufschlug, verlor er das Bewusstsein.
 
Als er aufwachte, konnte er sich nicht bewegen. Der Stuhl lag noch unter ihm, in einem unmöglich verdrehten Winkel und seine Wirbelsäule schien diesem zu folgen. Schmerz durchzuckte ihn in unerwarteter Intensität und er konnte kaum atmen. Seine Wirbelsäule schien mindestens zweimal gebrochen zu sein und er konnte selbst seine Arme nicht bewegen, nur ein klein wenig den Kopf anheben. Über ihm blubberte das Wasser im Kochtopf und jedes Mal, wenn eine grosse Wasserblase platzte, spritzte ihm etwas kochendes Wasser ins Gesicht. Es war Freitagabend und bis zum Montag würde ihn niemand vermissen. Vielleicht würde der Herd irgendwann das ganze Wasser verdunstet haben und schliesslich einen Brand verursachen, vielleicht stellte er aber vorher auch ab.  Im Hintergrund berichtete CNN über einen missglückten Attentatsversuch afghanischer Taliban auf die Besatzungstruppen. Und aus seinen sündhaft teuren Bang & Olafsen Lautsprecher kam „Sympathy for the devil“ von den Rolling Stones.

So if you meet me
Have some courtesy
Have some sympathy, and some taste
Use all your well-learned politesse
Or I'll lay your soul to waste, um yeah


Und als die Panik langsam aus seinem dunklen Versteck hervorzukriechen begann, schien es ihm, als könnte er die alte Frau – Lucy, fiel ihm ein – lachen hören.

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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6051
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 11.01.2013 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefällt das sehr gut! Du hast etwas mitgeteilt, ohne es auszusprechen.
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michel.arduin
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 35
Beiträge: 33
Wohnort: Bern


BeitragVerfasst am: 12.01.2013 02:27    Titel: Danke! pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke!

Darum ist es mir gegangen. smile
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Harald
Geschlecht:männlichFlachmann-Preisträger

Alter: 71
Beiträge: 5234
Wohnort: Schlüchtern


BeitragVerfasst am: 12.01.2013 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde diesen Text absolute Spitze, zeigt er doch die weit offene Schere zwischen Arm und Reich und das Selbstverständnis derer, die mit dafür sorgen, dass sie sich immer weiter öffnet ...


 Grr


_________________
Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

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BlueNote
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Beiträge: 6899
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 12.01.2013 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

das Postive: deinen Mittelteil finde ich gut, den habe ich regelrecht verschlungen. Problematisch finde ich den Anfang und den Schluss. Der Anfang ist für meine Begriffe recht tröge, er hat den Charme einer lustlosen (und wenig spannenden) Aufzählung, ist zudem ausgesprochen wertend, d.h. der Erzähler mischt sich für meinen Geschmack viel zu sehr mit seinen eigenen Vorstellungen von Gut und Schlecht in das Erzählte ein. Dann der Schluss: Beim Besteigen der Leiter, um "Himalaja-Salz" zu holen, folgt die Bestrafung des (nach Meinung des Erzählers) schlechten Verhaltens des 2. Protagonisten gleich auf dem Fuße und auch noch knüppeldick: Querschnittslähmung. Das hat etwas von der Logik eines Kasperletheaters. Getoppt wird alles noch durch das Lachen der alten Frau am Schluss (und dass sie der Geschichte zudem noch ihren Titel gibt).

Der Text überlässt wenig dem Urteil des Leser und gibt so gut wie alles vor: Das Luxusleben des Bankers und sein dienstliches Verhalten hat man schlecht zu finden ("sündhaft teuere Boxen", "protein- und nährstoffhaltiges Abendessen", "Zum Glück hatte er niemanden, mit dem er seine Existenz teilen musste." - das sind alles recht bemühte Versuche, dem Leser den Bankmenschen unsympathisch erscheinen zu lassen.), die bemitleidenswerten alten Leute muss man aber auf der Gut-Seite verbuchen.

Da es dir ja darauf ankommt, zu erfahren, wie die Ambivalenz deiner Figuren beim Leser ankommt: Ich habe den Eindruck, dass der Autor mir etwas mit dem Holzhammer beibringen will, etwas, wofür es aber gar keinen Holzhammer bräuchte, weil das Missverhältnis Arm/Reich jeden sofort einleuchtet. Und weiter geht die Geschichte ja auch gar nicht, als ein Beispiel wiederzugeben, eines unter sehr vielen, die uns allen sehr geläufig sind. Die Ambivalenz deiner Figuren bleibt holzschnitzartig, man erkennt zu sehr die Absichten, die hinter diesen Beschreibungen stecken.

Aber ... aus deinem Mittelteil ließe sich durchaus etwas machen. Sprachlich ist mir einiges aufgefallen ... Wiederholungen, ungeschickte Formulierungen und eben ... dieser Holzhammer. Der Mittelteil hat jedoch erzählerische Elemente, die durchaus zu fesseln verstehen.

BN
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michel.arduin
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 35
Beiträge: 33
Wohnort: Bern


BeitragVerfasst am: 12.01.2013 16:50    Titel: Rückmeldung pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Rückmeldung. Ich muss jetzt ein bisschen an den Reglern drehen, damit die Einmischung nicht allzu invasiv herüberkommt, den Holzhammer etwas besser verbergen und wahrscheinlich wohl längere Geschichten schreiben, die mich nicht dazu zwingen, sofort eine Bestrafung/Ende vorzunehmen.


Im Text geht es mir weniger um arm/reich sondern um die Tatsache, dass jene Leute, die die grössten Idealisten waren, am Ende zu denen werden, die den Idealismus am meisten bekämpfen. Und eine Parabel, dass dir alles Wohlstand nichts nützt, wenn das Schicksal entscheidet zuzuschlagen, oder "Lucy" oder wer und was auch immer.

Danke auch für den Mittelteil, der gefällt mir auch am besten. Es ist nur so irrsinnig schwer, ein gewisses Niveau aufrechtzuerhalten. Ich versuche mal zu schauen, dass ich diese Niveauunterschiede besser ausgleichen kann.

Aber ansonsten nicht schlecht für eine in 2 Stunden hingekleckte Kurzgeschichte, nicht?
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