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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Wahre Freundschaft


 

 
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Relaxxo
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 27
Beiträge: 4



BeitragVerfasst am: 13.12.2012 03:59    Titel: Wahre Freundschaft eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Hallo lieben Freunde des gepflegten Lesestoffs:
Ganz frisch geschrieben, bei Interesse kann ich mehr veröffentlichen.


Erstes Kapitel - Vorgeschichte:

Sehr geehrte Welt da draußen, lieber Leser,
vielen Dank das du dieses Buch zu deiner persönlichen Pausenunterhaltung, als Bettlektüre oder was
auch immer erklärt hast, danke vielmals! Die nun folgende Geschichte beschreibt einen, für mich
emotional sehr wichtigen Teil meines Lebens, den ich nun schon zu lange in mir trage. Ich möchte dich
daher herzlich gerne in mein Leben einladen, wer du auch bist.

Dieses Buch ist Marianne und Heiko König gewidmet.

Zunächst möchte ich mich vorstellen. Ich heiße Felix Buchner, bin gelernter Einzelhandelskaufmann, war
nie verheiratet und habe keine Kinder. Ich wuchs mit meinen Eltern in der wunderschönen Großstadt
Hamburg auf. Ich kann mich zwar nur an vereinzelte Situationen wie beispielsweise den Einzug mit etwa
sieben Jahren in das damals gerade erst fertiggestellte Neubaugebiet erinnern, jedoch scheint meine
lückenhafte Erinnerung seit der Bekanntschaft mit der Familie König in eine fließende überzugehen.
Es war Herbst. Die warmen Brauntöne der herabgefallenen Blätter sahen geradezu malerisch aus.
Es machte mir eine wahre Freude nach besonders makellosen und großen Blättern zu suchen.
In den vergangenen Tagen, in denen ich die Gegend versucht hatte zu erforschen, schien ich meinen
Zweck verfehlt zu haben. Ich schaute mir keineswegs die Straßen oder Gebäude zur Einprägung
und Orientierung an. Die Blätter der Bäume, welche sich so zahlreich an den Bordsteinkanten angehäuft
hatten, zogen alle meine Blicke magisch auf sich.
So kam es, dass ich mich verlief. Ich wusste mir in meiner Ratlosigkeit keinen anderen Ausweg als das
nächstbeste Haus anzusteuern und zu klingeln.
Ich weiß es noch so genau als wäre es vor einigen Minuten gewesen.
Es war unserem Haus, wie für ein Neubaugebiet gewöhnlich, sehr ähnlich.
Die Hausfront war in polarweißer Farbe gestrichen. Die Fenster- sowie der Türrahmen und der Giebel
bildeten mit ihrem nussbraunen, intensiven Anstrich einen gelungenen Kontrast zum frostigem Weiß der
Fassade. Die Fenster waren hell erleuchtet und sendeten ihren Schein auf die herbstlich, kalte Straße.
In der Nähe der Haustür war ein großes Schild mit dem Namen "König"angebracht.
Das Haus sah einladend aus. Kurz nachdem ich geklingelt hatte, öffnete ein blonder Junge, der wohl
in meinem Alter sein musste.
"Hi, möchtest du zu uns? Meine Eltern sind zurzeit leider nicht da.",sagte der aufgeweckte, sympathisch
aussehende Junge.
"Nein, stammelte ich verlegen, ich weiß nicht mehr wo mein Haus ist. Ich bin erst seit kurzem hier."
"Ich wohne hier schon etwas länger, meinte der Blondschopf, worauf er mir die Hand ent-
gegen streckte. Ich heiße Jan."
"Felix.", erwiderte ich kurz.
Er schaute mich interessiert an. Ich fror, da ich vergessen hatte mir einen Pulli mitzunehmen. Als er
mein Unwohlsein bemerkte, wies er mich mit einer freundlichen Geste herein. Er lächelte,
sodass man seine markanten, überaus weißen Zähne sah. Dieses Lächeln hatte etwas keckes,
freches an sich, dass ich einfach seiner Weisung einzutreten folgte, obwohl er ja schließlich mit so
jungen Jahren nicht der Hauseigentümer war.
Er führte mich in die Küche und machte ohne zu fragen einen Tee für mich.
"Setz dich doch bitte!", forderte er mich auf.
Ich zögerte, schließlich war ich in einer fremden Wohnung. Als er mich nahezu dazu drängte Platz zu
nehmen, tat ich es. Der Tee war eine Wohltat. Obwohl ich noch immer nicht wusste, wo das
Haus meiner Eltern war, genoss ich die Zeit in einer Wohnung die ich erst seit kurzem betreten hatte.
Als ich den Tee beinahe ausgetrunken hatte, hörte ich das Geräusch der Haustür.
"Meine Güte", schoss es mir durch den Kopf. Das konnten nur die Eltern von Jan sein.
Was würden sie sagen, wenn sie eine unbekannte Person an ihrem Küchentisch sitzen sehen würden?
Würde ihr Sohn nun Ärger für seine Gastfreundschaft in ihrem Haus bekommen?
Eine Frau mit rötlich-braunem, leicht welligem Haar betrat die Küche als erstes, gefolgt von einem
Mann mit pechschwarzem, sehr kurz geschnittenem Haar. Seine Gesichtszüge waren kantig, jedoch strahlten
sie starke Sympathie aus. Er lächelte, als er mich sah und nahm sofort meine Hand um sie kräftig zu
drücken. Er stellte sich als Heiko, seine Ehefrau mit Marianne vor.
Jan hatte sich während der Begrüßung mit vergnügtem, leicht verwegenem Blick an den Küchentisch
gelehnt. Nun richtete er sich auf und verkündete triumphierend:
"Mama, Papa. Das ist Felix, mein neuer Freund!"
Ich sagte keinen Ton. Ich fand es etwas schnell von dem Jungen zu behaupten, wir seien Freunde.
Die Eltern musterten mich allerdings genauso wie es Jan zuvor getan hatte und nickten zufrieden.
Ich erzählte ihnen meine Situation und beschrieb ihnen, da ich den Straßennamen nicht wusste, das Aussehen
der Straße in der ich seit kurzem wohnte.
Sie schmunzelten beide und Jan's Vater sagte:
"Du bist scheinbar ziemlich kreuz und quer spaziert. Deine Straße grenzt unmittelbar an diese hier. Schau, wenn
du aus dem Fenster siehst, musst du nur den Weg dort drüben nehmen um in deine Straße zu gelangen."
Das verwunderte mich allerdings, ich war aber dankbar nun nicht mehr im Dunkeln zu tappen.
Als der Abend voranschritt verabschiedete ich mich von den König`s.
Jan, der mich noch zur Haustür gebracht hatte, sagte:
"Hättest du morgen Lust mit zum Tennis zu kommen?"
Ich wunderte mich über seinen selbstverständlichen Umgang mit mir, fast so als würden wir uns schon
Ewigkeiten kennen. Aber mir gefiel der Vorschlag, wenn ich auch keine Ahnung hatte wie man Tennis
spielt und versprach daher ihn am nächsten Tag abzuholen.

FORTSETZUNG FOLGT

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Meth Budlack
Sonntagsschreiber


Beiträge: 23



BeitragVerfasst am: 13.12.2012 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich finde den Einstieg sehr langweilig. Der erste Absatz sollte vollkommen raus. Der mit Sehr geehrte Welt etc. Das klingt sehr nach Anfänger.

Dann schreibst du:
Zitat:
Zunächst möchte ich mich vorstellen. Ich heiße Felix Buchner, bin gelernter Einzelhandelskaufmann, war
nie verheiratet und habe keine Kinder. Ich wuchs mit meinen Eltern in der wunderschönen Großstadt
Hamburg auf. Ich kann mich zwar nur an vereinzelte Situationen wie beispielsweise den Einzug mit etwa
sieben Jahren in das damals gerade erst fertiggestellte Neubaugebiet erinnern, jedoch scheint meine
lückenhafte Erinnerung seit der Bekanntschaft mit der Familie König in eine fließende überzugehen.


Wenn du schreibst, dass du Felix Buchner heißt, musst du nicht vorher schreiben, dass du dich jezt vorstellen möchtest. Du musst auch nicht unbedingt schreiben, dass du gelernter Einzelhandelskaufmann bist. Auch, dass Hamburg eine Stadt ist wissen die meisten. Un der Satz: Ich kann mich zwar ... ist sehr schwer zu lesen.

Ich kürze den text  mal etwas:Ich heiße Felix Buchner, bin  Einzelhandelskaufmann, war
nie verheiratet und habe keine Kinder. Ich wuchs in Hamburg auf, und ich kann mich an kaum etwas aus meiner Kindheit erinnern. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich die Familie König kennenlernte.

Ich finde, du solltest es dem Leser einfacher machen. Das ist mein Rat

Gruß

Meth Budlack
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Grendel
Schreiberling


Beiträge: 239

Extrem Süßes!


BeitragVerfasst am: 13.12.2012 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Relaxxo,

ein ausführlicher Erzählstil, der durchaus seinen eigenen Reiz besitzt. So viel weglassen wie mein Vorkommentator würde ich da nicht, auch wenn der Text noch viel Straffung und Feinschliff benötigt. Wesentlich zur Lesbarkeit würde ein Sack Kommas beitragen. Laut liest Du sie mit, Du müsstest sie nur noch eintragen.   Wink

Du beziehst den Leser in die Geschichte ein, sprichst ihn direkt an. Das ist heutzutage zwar nicht mehr üblich, passt aber meiner Meinung nach zu Deinem Erzählton. Auch eine Information wie "gelernter Einzelhandelskaufmann" gehört für mich zu der Charakteristik des Ich-Erzählers. Streichen würde ich eher so etwas wie "wunderschöne Großstadt".

Zitat:
Ich kann mich zwar nur an vereinzelte Situationen wie beispielsweise den Einzug mit etwa
sieben Jahren in das damals gerade erst fertiggestellte Neubaugebiet erinnern, jedoch scheint meine
lückenhafte Erinnerung seit der Bekanntschaft mit der Familie König in eine fließende überzugehen.
Das klingt wirklich umständlich und auch nicht ganz logisch. Die erste Begegnung mit Familie König erfolgt ja gleich nach dem Umzug. Das heißt für mich, dass die Erinnerung bis zu dem Umzug nicht durchgängig war, aber von dieser Zeit an schon. Das könntest Du zum Beispiel so ausdrücken: Bis zu unserem Einzug in das erste eigene Haus im Neubaugebiet arbeitet mein Gedächtnis äußerst lückenhaft. An den Umzug erinnere ich mich und natürlich an die erste Begegnung mit den Königs. Überhaupt, mit dem Eintritt der Königs in mein Leben verbinden sich die Erinnerungsbruchstücke zu einem durchgehenden Film.

Du kannst zumindest grundsätzlich erzählen. Oben schreibst Du, dass die Geschichte brandneu ist. Es ist sinnvoll, einen neuen Text erst mal liegen zu lassen, zu überarbeiten und auf Fehler zu prüfen.

LG
Grendel

p.s.: Du bist hier in der falschen Rubrik gelandet. Wäre besser, die Erzählung in die Prosawerkstatt zu verschieben.
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Relaxxo
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 27
Beiträge: 4



BeitragVerfasst am: 13.12.2012 13:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Vorschlage und fürs verschieben. Bin nunmal neu hier.

Zitat:
Ich finde den Einstieg sehr langweilig. Der erste Absatz sollte vollkommen raus. Der mit Sehr geehrte Welt etc. Das klingt sehr nach Anfänger.


Du scheinst einen solchen Schreibstil nicht zu kennen, aber sicherlich: Perfekt ist's noch nicht.

Zitat:
Das klingt wirklich umständlich und auch nicht ganz logisch. Die erste Begegnung mit Familie König erfolgt ja gleich nach dem Umzug.


Bzw. einige Tage später. Felix weiß nur noch ziemlich wenig seiner Vergangenheit, auch kaum etwas vom Einzug und Umzugsstress. All das hat er bereits vergessen, jedoch weiß er noch jede Einzelheit von den König's.
In diesem Sinne, danke für den Tipp, werde dort einige Satzbaukosmetik anwenden.

Zitat:
Du musst auch nicht unbedingt schreiben, dass du gelernter Einzelhandelskaufmann bist.


Das war mir wichtig, weil er stolz darauf ist und kein einfacher Verkäufer sein wollte.
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Meth Budlack
Sonntagsschreiber


Beiträge: 23



BeitragVerfasst am: 13.12.2012 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Doch, ich kenne das schon, aber ich finde es trotzdem langweilig. Es ist mir manches zu umständlich, einiges könnte man weglassen, um dem Text mehr Tempo zu geben.
Allerdings ist es auch schwer zu sagen,  welche Kleineigkeiten wichtig sind, weil ja das hier noch nicht die ganze Geschichte ist. Vielleicht zeigt sich am Ende deiner geschichte, das jedes Adjektiv notwendig war. Das kann ich leider nicht beurteilen.

Gruß

Meth Budlack
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Relaxxo
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 27
Beiträge: 4



BeitragVerfasst am: 13.12.2012 17:26    Titel: Zweites Kapitel pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Meth Budlack und auch alle anderen: Macht euch doch mal ein Bild vom zweitem Kapitel.

Zweites Kapitel - Der Tennisclub:

Am nächsten Tag regnete es etwas. Das Laub war matschig geworden und man musste aufpassen
nicht auszurutschen. Ich hatte am Vortag mit Jan, dem Nachbarsjungen keine Uhrzeit vereinbart.
Ich ging davon aus, dass er am Vormittag in der Schule sein musste. Da meine Eltern und ich noch
nicht alle Formalitäten für die Schule geklärt hatten, und ich daher noch kein Schüler in Hamburg war,
hatte ich frei. So nüchtern wie ich Tennis erst betrachtet hatte, an diesem Tag schien mir
nichts langweiliger als ein freier Vormittag und konnte daher kaum die Rückkehr von Jan erwarten.
Ich saß am Straßenrand, als ich ihn schon von weitem sah. Trotz der kühlen Luft und dem leichten
Nieselregen schien ihm sein Sweatshirt ausreichend.
Als er mich sah, warf er die Hände in die Luft und kam mir mit einer solchen
Energie entgegen, das ich ihn erst einmal in seiner Euphorie zu bremsen versuchte.
"Hey, hey, verehrter Nachbar, sagte ich schmunzelnd, beruhig dich bitte etwas."
"Du bist immer so fürchterlich vernünftig, lachte er mich an. Ich bin in der Schule fast eingeschlafen,
sag ich dir. Ich muss erstmal wach werden."
"Du wolltest zum Tennis?",fragte ich prüfend nach.
"Ja, wir müssen kurz zu mir. Ein paar Sachen einpacken und so. Auch für dich, natürlich."
Ich ging ihm nach, obwohl ich noch Bedenken hatte beim Tennis gänzlich zu versagen. Sein Vater
war auf Arbeit und seine Mutter, die scheinbar zum Einkaufen gefahren war, hatte das Mittagessen
zur Warmhaltung in den Backofen geschoben. Er aß etwas davon, jedoch nur wenig. Als er mir
etwas anbieten wollte, lehnte ich dankend ab. Ich war viel zu neugierig auf den Sport.
Als Jan's Mutter wiederkam stellte sich heraus, das sie tatsächlich zum Einkaufen gefahren war.
Sie empfing mich mit der gleichen Wärme wie am vorigen Tag.
Nachdem Marianne mit sorgenvollem Blick nach draußen geschaut und sich über das Wetter
geärgert hatte fuhr sie ihren Sohn und mich in Richtung Zentrum, wo wir auf einem großem Parkplatz hielten.
Auch hier war es nass und die Umgebungsluft kalt, jedoch fiel es mir auf das hier nirgendwo Bäume
standen. Jedenfalls nicht in der Nähe des Parkplatzes. Das hatte aber den Vorteil das hier auch kein
Laub anzutreffen war und so musste ich meine Schritte nicht mehr ganz so vorsichtig setzen.
Das Auto, mit dem wir hergebracht wurden, fuhr ab.
Als ich nach vorn sah, erblickte ich nun den imposanten Bau. Es war ein, jedenfalls in meiner
Erinnerung, riesiges Gebäude, welches offenbar keine Kanten aufwies.
Zu den Seiten, am Boden und am Dach verschmolz dieses Haus in künstlerische Rundungen.
Aufgrund der verspiegelten Glasfront, in der sich der blaue Himmel spiegelte, wirkte alles sehr
unwirklich. Zumindest in dem Alter damals kam ich mir ziemlich überwältigt vor.
Der blonde Jan hatte meine Verwunderung über die Entdeckung des Sportstudios nicht bemerkt
und war schon fast am Eingang, als ich mich beeilte zu ihm aufzuschließen.
Scheinbar kam er hier oft zum Tennis her, denn er wurde zuvorkommend von verschiedenen Leuten
angesprochen.
Ein älterer Mann mit stattlicher Figur und unreinem Gesicht, der offenbar eine Beinverletzung hatte,
wischte keuchend den Flur. Er passte so gar nicht in dieses Sportzentrum im Vergleich zum
Äußeren der Angestellten in diesem Gebäude.
Ich bemühte mich sogleich dem Mann zu helfen, jedoch murmelte er barsch:
"Du bist keine Reinigungskraft! Du kannst mir nich helfen, lege ich auch keinen Wert drauf!"
Verwundert, da ich ja nur helfen wollte, sagte ich zu Jan während wir weitergingen:
"Wer ist das?"
"Das ist Bruno, der Hausmeister. Ein netter Kerl. Nimms ihm nicht übel, dass er sich nicht
helfen lassen wollte. Er ist ein bisschen wunderlich, aber nett. Teilweise sogar lustig."
Ich nickte. Sicher, er kannte die anwesenden Personen besser.
Wir betraten eine Halle dessen Fußboden so glänzend und neu aussah das ich hätte schwören
können, dass niemand vor uns sie genutzt haben könnte. Als ich meinen Begleiter, der gerade die
Tennisschläger auspackte darauf hinwies, lachte er und erklärte mir, das der Hausmeister eine gute
Bodenpoliermaschine im Geräteschuppen habe.
Er erklärte mir die Regeln und bewies wirklich Geduld.
Er schaffte es nach etlichen Anläufen mir den Abschlag zu meiner Verwunderung nahezu perfekt beizubringen.
Als ich mir zwei Stunden später mir meinem T-Shirt das schweißnasse Gesicht abtupfte, war ich
ziemlich erschöpft. Jan dagegen scheinbar noch lange nicht. Ich bewunderte seine Kondition.
Seine Mutter holte uns pünktlich wieder ab, ich beeilte mich mit dem Duschen, da ich Jan's Mutter nicht
warten lassen wollte.

1Wie es weitergeht »

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Grendel
Schreiberling


Beiträge: 239

Extrem Süßes!


BeitragVerfasst am: 13.12.2012 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Relaxxo,

nur eine kurze Rückmeldung: Das passt nicht zu einem Siebenjährigen, dessen Wahrnehmungen und auch später die Erinnerungen hätten andere Schwerpunkte. Das fängt schon damit an, dass ein Siebenjähriger kaum darauf achten würde, dass sein Freund nur ein Sweatshirt trägt und damit nicht friert. Dann spricht sein Freund mit ihm, als würde er ihn nicht seit gestern, sondern seit Jahren kennen. Mittendrin habe ich zurückgescrollt, um zu prüfen, ob ich einen Zeitsprung verpasst habe. Davon abgesehen ist dieser zweite Teil für mich langweilig. Es geschieht weder außen noch innen etwas Interessantes. Bei einem Buch würde ich jetzt aufhören zu lesen.

LG
Grendel
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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 28
Beiträge: 712
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 14.12.2012 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Relaxo (denke nur ich Zockerkind an Pokemon? Gotta catch em all!)

Ich habe angefangen mal ein bisschen zu lesen und die Einleitung kommt mir arg gestellt vor.

Zitat:
Sehr geehrte Welt da draußen, lieber Leser,
vielen Dank das du dieses Buch zu deiner persönlichen Pausenunterhaltung, als Bettlektüre oder was
auch immer erklärt hast, danke vielmals! Die nun folgende Geschichte beschreibt einen, für mich
emotional sehr wichtigen Teil meines Lebens, den ich nun schon zu lange in mir trage.


Das tausendfache Bedanken klingt nach betteln um Aufmerksamkeit und dazu noch so, als müssten Leser sich begnadigen diesen emotionalen Teil irgendwie durchzukriegen, seis auf der Toilette, damit es besser rutscht.

Ich finde, du solltest dir und deinem Werk etwas mehr zugestehen und auf einen anderen Haken gehen, den du auswirfst. Anstatt emotionales Erlebnis: unglaubliche Geschichte. Etwas das die Leser anbeißen lässt und sie denken: Ich will wissen was für eine wundervolle oder unglaubliche Geschichte da gelaufen ist.

Der letzte Satz der Einleitung ist ganz ok mit dem Einladen. Gestalte es vorher etwas dramatischer, geheimnisvoller und es klingt nicht mehr ganz nach einem schlechten Redner, der am Pult versucht mit abgelaufenen Pointen nach Zuhörern zu japsen.

Weiter gehts:

Zitat:
jedoch scheint meine
lückenhafte Erinnerung seit der Bekanntschaft mit der Familie König in eine fließende überzugehen


Dieser Satz klingt umständlich und ich musste ihn drei Mal lesen im Glauben, ich hätte mich verlesen. Nach so schön formulierten Sätzchen hat mich so ein Krückstock sehr enttäuscht.

Grade so gehts weiter. Dein Erzählstil ist absolut ok, aber ständig stolpere ich über unangehme Häufchen, die unter einem Berg von Blättern begraben liegen:

Zitat:
Die warmen Brauntöne der herabgefallenen Blätter sahen geradezu malerisch aus.
Es machte mir eine wahre Freude nach besonders makellosen und großen Blättern zu suchen.
In den vergangenen Tagen, in denen ich die Gegend versucht hatte zu erforschen, schien ich meinen
Zweck verfehlt zu haben. Ich schaute mir keineswegs die Straßen oder Gebäude zur Einprägung
und Orientierung an. Die Blätter der Bäume, welche sich so zahlreich an den Bordsteinkanten angehäuft
hatten, zogen alle meine Blicke magisch auf sich.


Die Blätter, ich habs verstanden  Cool  Da wäre noch Laub usw. zur Abwechslung.

Zur Einprägung?  Rolling Eyes  Wirklich? Das klingt als hättest du ein zusätzliches Wort zu "Orientierung" gesucht und nicht gefunden. Also ab dafür, ein seltsames Füllwort reinstecken, zusammen kleben, fertig ist der Satz mit Unnötigkeit. Z.B angenehmer:
"Die Gebäude und Straßennamen interessierten mich nicht. Vielmehr zog das bunte Laub auf dem Boden meine Aufmerksamkeit auf sich."

Du musst nicht gezwungen irgendwelche Satzmonster züchten. Weniger ist manchmal mehr!

Zitat:
Das Haus sah einladend aus


Das hast du davor ausführlich erläutert. Ich komme mir als Leser ein bisschen blöd vor, einen Wink mit einem ganzen Zaun zu bekommen, für den Fall, dass deine füllwortgestopfte Ausführung und Beschreibung nciht ausreicht. Danke, wäre mir sonst nicht klar gewesen  Laughing

Weiter mache ich nicht, so zieht sich das durch den ganzen Text. Wie du siehst bin ich gerade richtig in Fahrt gekommen, aber es soll keinesfalls beleidigend klingen. Nur meine knallharte Sicht der Dinge, der Text bietet sich dafür förmlich an.

Es könnte alles viiel viel besser sein, wenn du nochmal drüber schaust, die Geschwulste wegoperierst und unnötige Informationen und Füllworte streichst. Das wäre um einiges authentischer und vor allem spannender zu lesen, auch wenns ne eher "lahme" Geschichte ist, vom Spannunganteil her.

LG

Mietze


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Harald
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Alter: 71
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Wohnort: Schlüchtern


BeitragVerfasst am: 14.12.2012 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Stil Schulaufsatz ...

Und dann geschah dies ...
... ich sah jenes ...
... ich beobachtete dies ...

... dazu jede Menge Kommafehler, das/dass-Problematik und Deppenapostrophe, ein anspruchsvoller Text sieht anders aus!

 Wink


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Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

Um ein Ziel zu erreichen ist nicht der letzte Schritt ausschlaggebend, sondern der erste!
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Meth Budlack
Sonntagsschreiber


Beiträge: 23



BeitragVerfasst am: 16.12.2012 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Lieber Meth Budlack und auch alle anderen: Macht euch doch mal ein Bild vom zweitem Kapitel.


Hab ich gemacht. Tut mir Leid, aber der zweite Teil ist auch sehr langweilig, fürchte ich. Das klingt ziemlich steif und da sind auch einige Fehler drin. Kommas vor allem. Ein Beispiel:
Zitat:
Wir betraten eine Halle 1. KOMMA 2. Es heißt deren Fußboden dessen Fußboden so glänzend und neu aussah 3.KOMMA 4 DASS das ich hätte schwören
können, dass niemand vor  uns sie genutzt haben könnte 5. verwuschtelter Satzbau. Als ich meinen Begleiter, der gerade die
Tennisschläger auspackte 6.KOMMA darauf hinwies, lachte er und erklärte mir, das 7. DASS der Hausmeister eine gute
Bodenpoliermaschine im Geräteschuppen habe.


Das sind 7 Fehler in einem sehr kleinen Abschnitt des Textes. Da macht das Lesen dementsprechend weniger Spaß. Auch baut sich keine Spannung auf. Es gibt auch keine Figueren, die interessant werden.

Ich glaube, das ist kein Text für mich


Gruß

Meth Budlack
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