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Objekthaft

 

 
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Schmierfink
Lyroholiker

Alter: 30
Beiträge: 1198



BeitragVerfasst am: 03.12.2012 00:00    Titel: Objekthaft eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es war beinahe schon sachlich
das Durchgehen der Eigenheiten dieses Objektes.
Bis zum Ende unsicher
über den Preis und die richtige Zeit zu gehen.


Es war dieser Ohrring, der gefehlt hat
zwischen deiner Stimme und dem Himmel,
als du sagtest, dass es nicht mehr weh tut
und wie du dann gelacht hast.


Es war zum Täuschen echt.

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Stimmgabel
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Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 03.12.2012 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

-

Objekthaft        


Es war beinahe schon sachlich
das Durchgehen der Eigenheiten dieses Objektes.
Bis zum Ende unsicher
über den Preis und die richtige Zeit zu gehen.


Es war dieser Ohrring, der gefehlt hat
zwischen deiner Stimme und dem Himmel,
als du sagtest, dass es nicht mehr weh tut
und wie du dann gelacht hast.


Es war zum Täuschen echt.

-------------------------------------

MMn ein personaler Verwirrtext, der auch so angelegt ist. / Doch, was bleibt mir dann als Leser in den Händen übrig???

Da ist ein auktorialer Erzähler, der den Eindruck erweckt, tunlichst  sich nicht als LI zu outen - warum?
Als würde an Hand eines Ohrringes eine aufgelöste Beziehung nachbewertet werden - als wäre es nie dazu gekommen, dass dieser Ohrring quasi bildlich das Band dieser Zweisamkeit aufspannte, oder??

Und dann plötzlich sagt das LD: "als du sagtest, dass es nicht mehr weh tut" / ... komisch, das hätte ich nun vom nicht genannnten LI erwartet???

Und dann Lacht LD - um was damit auszudrücken? / ...dass es diese Beziehung (wenn überhaupt) doch nicht ernst nahm,

um dann wiedrum konträr vom aukt-Erzähler zu erfahren: "Es war zum Täuschen echt." / ... worauf bezieht sich nun das???

... zumindest gewinne ich irgendwie vage den Eindruck, dass es sich bei dieser Beziehung wohl einzig nur um eine Einbildung des pseudo LI's handelt - und im Nachhinein nichts weiter als tatsächlich alles nur einem Objekt geähnelt hat ..., im Kopfe des pseudo LI's ???

Leider komme ich da inhaltlich echt nicht weiter  Embarassed  / bliebe nur purstest Spekulieren ins Blaue rein ....

... auch sehe ich hier die Thematik des irgendwie Pfandes eigentlich nicht gegeben ....

Gruß Stimmgabel


-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Aranka
Geschlecht:weiblichBücherwurm


Beiträge: 3383
Wohnort: Umkreis Mönchengladbach
Pokapro und Lezepo 2014



BeitragVerfasst am: 04.12.2012 01:22    Titel: Antworten mit Zitat

Vorab Überlegungen zu meiner Bewertung:

Da ich bei zwei Stunden Zeit kein perfektes „lyrisches Gebilde“ erwarte, in dem auch das letzte Wort auf den Prüfstand gestellt werden sollte, kann das Erreichen der 9 Federn nicht unbedingt heißen: alles perfekt!
Meine Erwartung für alle Federn ist: erkennbare „gekonnte lyrische Umsetzung“ der Thematik und vor allem einer Gesamtstimmigkeit. Keine offensichtlichen „Ungereimtheiten“ und die Besonderheit, mit der das gedicht mir sagt, so und nur so konnte ich geschrieben werden.

Ich werde mir die folgenden fünf Fragen zu jedem Text stellen und immer auch ein waches Auge auf die Besonderheiten eines jeden Textes haben, die in den Fragen nicht abgebildet sind.

1. Ist die Umsetzung der Thematik in ein „lyrisches Gebilde“ so gelungen, dass es mich an irgendeiner Stelle erstaunt, berührt oder schmunzeln lässt?
* besonders interessante thematische Aspektsetzung  
2. Sind die erkennbar eingesetzten Stilmittel im Sinne des Gedichtgegenstandes angemessen eingesetzt?
* Raffinierter gekonnter Einsatz
3. Ist eine klangliche Gestaltung erkennbar oder ein „Textton“ und ist er dem Gehalt angemessen und nachvollziehbar?
4. Ist die Sprache angemessen gewählt, sind gewählte Bilder passend?
* eigenwillige unverbrauchte Sprache/Bilder
5. Ist eine sinnvolle überzeugende Gesamtkomposition entstanden?

* Zusatzfedern

Bei aller gewissenhaften Urteilsüberprüfung an Hand von Kriterien gibt es da auch immer noch die „Bauchfeder“, die ich dann vergebe, wenn sich beim ersten Lesen, ganz ohne Grübeln, das Gefühl einstellt: Ja, so muss es sein! Der Text hat mich auf seiner Seite.

So und jetzt mein Kurzkommentar:

1. Thema:
interessante Aspektsetzung innerhalb der Thematik : Pfand/Verpfänden/Bürgschaft
„beinah/etwas steht für etwas anderes/zum Täuschen echt/objekthaft“ dieses Motiv zieht sich durch den gesamten Text. Das Objekt, nur objekthaft, vielleicht eine Partnerschaft, betrachtet wie eine Immobilie. Sich von etwas trennen, zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Preis.
2. Sprache / Ton:
Alltagssprache/sachlich/bemüht nüchtern distanziert/der Blick des Begutachtens / passend zum Inhalt / absolut durchgängig stimmig
3. Form/Komposition:
die Gestaltungsvorgabe der zwei Strophen, wird hier sinngestaltend gefüllt.
1.S:  „beinahe sachlich“: Preis/Objekteinschätzung
2.S:  Gefühlsebene wird (zwar immer noch bemüht sachlich) eingezogen: Ohrring/Stimme/Himmel/Lachen/weh tun , die Eigenheiten des eben nur objekhaften Objektes werden hier benannt.

Letzte Zeile: Es war zum Täuschen echt. (ein Fazit und gleichzeitig eine Öffnung des Textes. Durch die Leerzeile bezieht sich diese Feststellung für mich auf das gesamte Gedicht. Der Leser fragt sich, was alles war schon Täuschung, wofür wurde gebürgt und was war das Pfand wofür?)

Bewundernswert, wie du es in zwei Stunden schaffst, nicht nur einen ganz interessanten Aspekt aus der Thematik herauszuschneiden, sondern diesen in einen sinnigen Zweistrophenaufbau zu bringen, den Ton zu finden und diesen in Strophe 2 leicht zu modellieren, das Motiv „Täuschung/sich täuschen/so tun als ob“ so zu verweben, dass es vom Titel angefangen (objekt“haft“) über die erste Zeile (beinah schon) bis in die letzte Zeile sich in den Text einwebt und die Strophen  zusammenhält.
Einfach gekonnt stimmig. Gleich von Beginn an einer meiner Favoriten. Den „Bauchpunkt“ bekommt das Gedicht auf jeden Fall: es berührt, es führt einen aufrichtigen Ton und findet besondere Worte.

Wer immer du auch bist, dein Gedicht hat mich erreicht. Gruß Aranka


_________________
"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

„Erst als ihm die Welt geheimnisvoll wurde, öffnete sie sich und konnte zurückerobert werden.“ (Peter Handke)
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Zinna
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BeitragVerfasst am: 04.12.2012 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Text, eigentlich aus gebräuchlichen Worten geschrieben, wollte von mir immer wieder gelesen werden, ich tat mich etwas schwer mit ihm. Er klingt so… sachlich. Zunächst.

Ein Objekt, die Diskussion darüber blieb beinahe schon sachlich, aber nur beinahe. Ich höre da Töne zwischen Zweien, die auf sachliche, emotionsverlierende abgeflacht sind. Dieses wird wieder aufgegriffen durch: die richtige Zeit zu gehen. Die erste Strophe erzeugt mir das Bild einer gespannten Stimmung.
Diese entlädt sich in als du sagtest, dass es nicht mehr weh tut und wie du dann gelacht hast.

Es war zum Täuschen echt. Verrät, dass es keineswegs schmerzfrei ist. (Vielleicht wäre klang statt war stärker?)

Eine kleine Szene, in neun Zeilen eingefangen, versteckte Emotionen, ein auseinander gedriftetes Wir im „Pfandhaus“ der Gefühle.
Mit dem Ohrring (Vertreter-Objekt(?)) hatte ich so meine Schwierigkeiten, er wirkte auf mich zunächst wie ein Fremdkörper, steht er doch in Reihe zwischen Stimme und Himmel und ich bekam ihn bildlich nicht richtig unter.  
Jedoch: Ring – Zeichen des verbunden sein, Ohr für einander zuhören, beides vorbei…
Der Titel wirkt in seiner Mehrfachdeutbarkeit unterstützend.

Zwei Stunden sehr gut angelegt – mag ich.

LG
Zinna
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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 05.12.2012 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Wie fast jeder weiß, habe ich von Lyrik null Ahnung (hab's ja beim letzten Pokapro versucht und wurde vorletzer, hihi) - aber ich bewerte der Fairness halber trotzdem.

Dabei konzentriere ich mich rein auf mein Bauchgefühl und gehe kräftig in mich. Auf die inhaltlichen Vorgaben gehe ich nicht ein, die wurden ja bereits geprüft. Ob mir der lyrische Text auch beim zweiten oder dritten Lesen vermag, etwas mitzuteilen oder ob die Buchstaben nur nach dem Prinzip der Schönheit ungewöhnlich kreativer Formulierungen aneinandergereiht wurden, hat selbstverständlich Einfluss auf meine vergebenen Federn. Ob sich was reimt oder nicht - nicht. Ich nutze die ganze Bandbreite von 1-9, aber erst, wenn ich alle Gedichte gelesen habe.

Zum vorliegenden Gedicht:

Zitat:
Es war beinahe schon sachlich
das Durchgehen der Eigenheiten dieses Objektes.
Bis zum Ende unsicher
über den Preis und die richtige Zeit zu gehen.


Es war dieser Ohrring, der gefehlt hat
zwischen deiner Stimme und dem Himmel,
als du sagtest, dass es nicht mehr weh tut
und wie du dann gelacht hast.


Es war zum Täuschen echt.


Hier hätte ich mir den Titel "Objekthaft" nochmal über dem Gedicht gewünscht. Ich interpretiere folgendermaßen: Es trennt sich jemand von etwas Liebgewonnenem, um mit der Vergangenheit abzuschließen, scheinbar. Wirklich gelingt die Abnabelung jedoch nicht, wie die letzte Zeile vermuten lässt. Bei der dritten und vierten Zeile drängt sich mir das Bild einer Versteigerung auf. Ist das beabsichtigt? Auf jeden Fall passiert hier was beim Lesen und damit hat ein Gedicht das erreicht, wofür es geschrieben wurde: drüber nachzudenken. Befederung erfolgt ganz zum Schluss.

LG, Ana
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Beobachter
Klammeraffe


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BeitragVerfasst am: 05.12.2012 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ähm. Ja. Keine Ahnung, was es bedeuten soll. Also bleibe ich mal wieder neutral.

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Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt.
- Jean Cocteau
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gold
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BeitragVerfasst am: 05.12.2012 21:29    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Guy,

die Idee finde ich nicht schlecht, aber leider kapiere ich sie nicht.

Lg Gold


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die zetern
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Es dauert lange, bis man jung wird. (Pablo Picasso)
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dürüm
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BeitragVerfasst am: 05.12.2012 22:27    Titel: Re: Objekthaft Antworten mit Zitat

Guy Incognito hat Folgendes geschrieben:
Es war beinahe schon sachlich
das Durchgehen der Eigenheiten dieses Objektes.
Bis zum Ende unsicher
über den Preis und die richtige Zeit zu gehen.


Es war dieser Ohrring, der gefehlt hat
zwischen deiner Stimme und dem Himmel,
als du sagtest, dass es nicht mehr weh tut
und wie du dann gelacht hast.


Es war zum Täuschen echt.


Die zweite Strophe ist der Wahnsinn. Die erste etwas verkopft. Die letzte Zeile richtig gut.

Was macht das insgesamt? Auf jeden Fall oberes Drittel.

Gruß
Kerem


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(Oscar Wilde)
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dürüm
Wolf im Negligé

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BeitragVerfasst am: 05.12.2012 22:28    Titel: Re: Objekthaft Antworten mit Zitat

sorry Doppelpost. Laptop spinnt.

Gruß
Kerem


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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 06.12.2012 01:02    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Befederung in der Lyrik im Überblick:

0x 1
2x 2
5x 3
2x 4
1x 5
1x 6
2x 7
0x 8
1x 9

LG, Ana
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MrPink
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BeitragVerfasst am: 07.12.2012 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Auch n gutes Gedicht, finde ich.

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„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
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Nihil
{ }

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BeitragVerfasst am: 08.12.2012 04:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ein weiteres Gedicht über die Liebe, aber glücklicherweise nicht so explizit symbol-
haft, dass das Herz zum Pfand wird, sondern es ist ein Ohrring, ein Liebesgeschenk,
der am Ende verrät, dass das Ende der Beziehung doch noch nicht überwunden wurde.
Zwar wird vom Ohrring gesprochen, der „fehlt“, ich kann mir das aber nur im über-
tragenen Sinn vorstellen, dass sie den Ohrring eben noch immer trägt, ihn nicht abge-
legt hat. Das Beseitigen dieser Spur fehlt und so kann das Lachen als unecht enttarnt
werden.

Beide versuchen so sachlich wie möglich zu sein, was zumindest der einen Seite miss-
lingt. Eigentlich auch dem lyrischen Ich, da es sich dann doch dazu hinreißen lässt,
den Hort alles Schönen und Guten, den Himmel, zu bemühen, um die Tragweite der
Liebe darzustellen. In dem normalerweise nüchternen Text ohne viel Schnickschnack,
wie es auch passend wäre, sticht dieser Vergleich unangenehm heraus.

Alles in allem gefällt mir das Gedicht, auch wenn es mich, vielleicht gerade wegen der
Sachlichkeit, auch nicht hochgradig überzeugen konnte.
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crim
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BeitragVerfasst am: 08.12.2012 11:40    Titel: Antworten mit Zitat

Schade, dass ich mit den ersten sechs Zeilen nicht wirklich etwas anfangen kann, denn die letzten drei finde ich stark. Aber zu den ersten bekomme ich auch mit Mühe keinen emotionalen Zugang. Es ist wahrscheinlich sogar darauf angelegt durch die benutzten Worte. Sachlich, Eigenheiten, Objekt, unsicher. Natürlich treffen mich die letzten Zeilen dann umso stärker, dieser Ausklang schwingt nach. Und nach diesem Gedicht habe ich Zweifel, ob ich vorher nicht, das ein oder andere Gedicht bewertungstechnisch nach unten korrigieren müsste. Ich gebe hier sechs Federn.

LG Crim
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Nina
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BeitragVerfasst am: 08.12.2012 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Objekthaft

Die zweite Strophe und auch den Schluß halte ich für gelungen. Mit der ersten Strophe habe ich Probleme. Da stehen so viele Worte herum, in die ich nicht hinein sehen kann, zum Beispiel: das Durchgehen der Eigenheiten dieses Objektes. Da sehe ich nichts als eine Mauer von undurchlässigen Worten. Sagt mir überhaupt nichts. Kein Bild, keine Geschichte, kein Gefühl. Die zweite Strophe ist Dir da wesentlich besser gelungen. Und der Schluss, der mir sehr, sehr gefällt. Bewertung gibt’s im nächsten Durchgang.


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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 10.12.2012 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

hallo unbekannter

dein text gefällt mir. er bleibt in seinem ton sehr lachlich, ist aber in seinem kern emotional. und das transportiert er auch. ich empfinde diesen text auch gar nicht als ein gedicht, dass auf eine vorgabe hin geschrieben wurde. man sieht es ihm nicht an. er steht für sich. gefällt mir.

von mir daher heute 7 punkte


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lupus
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BeitragVerfasst am: 11.12.2012 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

ich hab keine Ahnung worum es gehen könnte

Trennung/Tod vielleicht
der Ohrring wird verpfändet? vielleicht?
 ich weiß nicht

sprachlich erreicht mich das Gedicht auch nicht, auch nicht mit der Melodie und deshalb tu ich mir schwer, mich auf die Suche nach des Rätsels Lösung zu machen


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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Gast







BeitragVerfasst am: 13.12.2012 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hab bei jedem Lesedurchgang gerätselt, heute Abend werd ich es auch nicht mehr schaffen, eine schlüssige Interpretation für mich zu finden.
Bin gespannt, ob die Kommentare der anderen oder deine Antworten darauf mir weiterhelfen werden.

Besonderheiten/Bilder, die mich beeindruckt hätten, gibt es hier nicht.

LG
Lorraine
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femme-fatale233
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Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 14.12.2012 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Der Großteil dieses Textes ist solide, aber eigentlich recht durchschnittlich. Wäre da nicht dieser letzte Satz, der bei mir unheimlich viel auslöst, der einen dieses Gedicht wirklich mögen lässt. Gefällt mir, würde mich persönlich sehr freuen, das auf dem Treppchen zu sehen.
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adelbo
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Beiträge: 1890
Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 14.12.2012 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inka/o

Diese Gedicht will mir nicht so richtig gefallen. Ich vermute durch die Worte
sachlich, Objekt, unsicher, Preis usw. kommen mir die Zeilen eher wie ein Spruch auf einem Plakat vor, als die Zeilen eines Gedichtes.

Mich spricht diese Gedicht nicht an.

Freundliche Grüße
adelbo


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„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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Rübenach
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Beiträge: 2601



BeitragVerfasst am: 14.12.2012 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Auf Grund akuter Zeitknappheit leider nur eine stichpunktartige Bewertung

Vers 2 gefällt mir nicht, wirkt gestelzt. Die zweite Strophe finde ich deutlich besser. Vielleicht bin ich blind, aber den Bezug zum Thema finde ich nicht.


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"Nothing bad can happen to a writer. Everything is material." (Philip Roth)
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