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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Roman Die Sünden des Sohnes


 

 
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joergfr
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BeitragVerfasst am: 22.11.2012 15:40    Titel: Roman Die Sünden des Sohnes eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo!
ich bin dabei ein Roman zu schreiben und bin gerade bei den Charakterzusammenfassungen. eine Charakterzusammenfassung habe ich bereits fertig und möchte einmal von euch wissen, ob ihr Verbesserungsvorschläge hab. ich hoffe auf viele Antworten.


gruß euer Jörg

Charakterzusammenfassung für Thomas Stein


Hallo!
Mein Name ist Thomas Stein und ich Stelle mich ihnen einmal kurz vor.

Ich bin ein 1,80 großer, schlanker, muskolöser Mann mit kurzen blonden Haaren und blauen Augen.

Ich trage gerne Markenjeans, Markenschuhe und Marken Hemden. Allerdings bin ich kein oberflächlicher Typ. Ich denke einfach, dass Markenklamotten eine bessere Qualität besitzen.

Ich wuchs zusammen mit meinen 3 jüngeren Geschwistern in einer kleinen Stadt namens Herne auf. Vor unserem Haus gab es einen großen Spielplatz mit einem kleinen Bolzplatz, wo ich immer mit meinen Kumpels Basti und Jörgson Fußball gezockt habe.
Als ich damals im Jahr 2013 meine Abschlussprüfung bestanden hatte wollte ich genau das mit meinen Eltern feiern. Doch auf dem Weg zum Restaurant wurden wir von einer Gruppe Türken überfallen und meine Eltern wurden getötet. Danach entwickelte ich einen richtigen Hass auf Ausländer und verprügelte meine Türkischen Nachbarn. Ich wollte sie sogar töten, doch zum Glück kam es nicht soweit.

Als ich dann für fünf Jahre in den Knast wanderte war es erst einmal ganz aus. Ich hatte keine Perspektive mehr. Ich lernte dort den Knastalltag kennen. Dreiundzwanzig Stunden sitzt du in deiner scheiß Zelle, entweder mit anderen oder in eine noch beschissener Einzelzelle. Das Ganze macht dich nur noch aggressiver. Dann kam auch noch dieser Türke namens Devrim Arslan auf meine Zelle. Wir kamen anfangs gar nicht miteinander klar und prügelten uns fast jeden Tag. Deswegen bekam ich 9 Monate und Devrim bekam 7  Monate Haftverlängerung.

Aber das Schlimmste ist, dass Gott und meine Eltern diese Scheiße mit ansehen mussten. Ich wünschte, dass ich meine Eltern noch einmal wieder sehen könnte und dass ich mich bei ihnen dafür entschuldigen könnte. Am liebsten würde ich alles ungeschehen machen aber das geht leider nicht. Ich habe Angst davor, dass ich so ne Scheiße noch einmal mache. Aber ich bete zu Gott, damit er mir hilft so etwas nie wieder zu machen.

Aber jetzt mal weg von dem ganzen negativen Mist!!!
Ich gehe gerne feiern z.B. bei mir um die Ecke gibt es eine Diskothek namens Chronikum. Aber ich gehe auch gerne ins Kino. Ich liebe einfach diese Actionfilme. Ich lese auch ganz gerne mal ein gutes Buch.

Jetzt kommen wir zu den besonderen tagen in meinem Leben.
Der aller erste besondere Tag war der Tag meiner Geburt. Aber daran hab ich leider keine Erinnerung. Also kommen wir direkt zum nächsten besonderen Tag. Als ich damals im Jahr 2012 also in etwa ein Jahr vor dem Tod meiner Eltern meine Führerscheinprüfung bestanden hatte habe hab ich das natürlich gebührend gefeiert. Ein weiterer besonderer Tag war der Tag meiner Entlassung. Basti, Jörgson und Devrim (mit ihm hatte ich mich während der Zeit im Knast dann doch noch angefreundet) kamen um mich ab zu holen. Mittlerweile komme ich wieder ganz gut klar mit meinem Leben und gehe sogar einmal die Woche freiwillig in den Knast. Aber nur als ehrenamtlicher Seelsorger. Und ich trainiere jetzt zusammen mit Devrim eine Jugendmannschaft bei der SpVgg Pantringshof in Herne.

12Wie es weitergeht »




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joergfr
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Alter: 30
Beiträge: 8
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BeitragVerfasst am: 22.11.2012 15:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kleine Ergänzung: In diesem Roman geht es um einen Jungen Mann dessen Eltern von einer Gruppe Ausländern überfallen und erschossen wurden. Der Mann entwickelt dann einen Hass auf alle Ausländer und am Ende der Geschichte hat sich genau dies wieder geändert.

« Was vorher geschah12



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Funnu
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BeitragVerfasst am: 22.11.2012 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Joerg,
finde die Charakteraufstellung ganz gut. Deine Herangehensweise ist ansprechend, der Charakter stellt sich selbst vor.

Das war meiner Meinung aber schon alles.
Ich finde ihn oberflächlich und platt. Vielleicht ist es ja so gewollt, aber sich gut beschreiben kann er nicht.

Zitat:
Ich bin ein 1,80 großer, schlanker, muskolöser Mann mit kurzen blonden Haaren und blauen Augen.

Diese Beschreibung ist aus unserer Geschichte schon behaftet. Durch die arische Rasse im Nationalsozialismus ist das eher unglücklich gewählt. Zumal du es später nochmal zusätzlich auf die Spitze treibst durch den Hass auf "Türken"

Aus diesen Terminus finde er sehr krass gewählt und stößt bei mir auf Ablehnung. Wenn der Text nicht so kurz gewesen wäre, hätte ich nicht weiter gelesen.


Zitat:
Ich wollte sie sogar töten, doch zum Glück kam es nicht soweit.


Würde, wie gezeigt, die zweite Satzhälfte streichen. Du erzählst es ja später, dass sich der Prota wieder in seiner Meinung ändert.


Zitat:
Jetzt kommen wir zu den besonderen tagen in meinem Leben.

Diese Anleitung ist auch eher flach und jeder, der das liest, kann sich zusammenreimen, was kommt.

Zitat:
Kleine Ergänzung: In diesem Roman geht es um einen Jungen Mann dessen Eltern von einer Gruppe Ausländern überfallen und erschossen wurden. Der Mann entwickelt dann einen Hass auf alle Ausländer und am Ende der Geschichte hat sich genau dies wieder geändert.


Auch diese Ergänzung kannst du restlos streichen. Im Text zuvor wird dies alles beschrieben und es kommen keine neuen Informationen.

Tut mir leid, dass die Kritik so ausfällt, aber ich kann dem Text nicht mehr abgewinnen.
Hoffe für dich, dass Andere es anders sehen.

LG


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dürüm
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BeitragVerfasst am: 22.11.2012 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, das gefällt mir leider überhaupt nicht. Abgesehen von sehr vielen Rechtschreibfehlern, trieft diese Charakterbeschreibung von Klischees, angefangen mit dem "arischen" Äußeren des Prota.

Arier gegen Türken, kriminelle Karriere, fehlt nur noch eine blonde Friseurin als Freundin, die er jeden Abend im Suff verprügelt.

Womit kann sich der Knabe eigentlich seine Markenklamotten leisten?
Oder klaut er die?

Ich finde in Deiner Beschreibung leider nichts, was mir den Prota sympathisch machen würde, und deshalb würde mich auch ein Roman mit diesem Prota nicht interessieren.

Nichts für ungut.

Gruß
Kerem


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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 00:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jörg,

die Charakterbeschreibung gehört (nur für Dich persönlich) auf eine Karteikarte. Dann reichen auch Stichpunkte, Schreibfehler und Wortwiederholungen wären dabei egal, sieht ja keiner.

Ich verstehe, dass Du gern ein Feedback für Deine Arbeit möchtest, ein paar Tipps zum Stil etc. - jetzt, wo Du das Schreiben für Dich entdeckt hast. Das ist legitim.

Jedoch einen solchen Text in ein Schreibforum zu stellen (vom Inhalt mal ganz abgesehen), empfinde ich persönlich als Zumutung. RS und Grammatik möchtest Du schon einigermaßen beherrschen, dafür bekommst Du hier keine Hilfestellung.

Wieso willst Du einen Roman schreiben? Wer ist dieser Thomas Stein? Jemand, den Du kennst oder hast Du dir die Figur ausgedacht? Warst Du schon einmal im Gefängnis? Trägst Du selbst gern Markenklamotten und warum? Weißt Du von jemandem, dessen Eltern von Ausländern erschossen wurden? Kennst Du überhaupt eine Person, die erschossen wurde? Ich meine, man muss kein Opfer persönlich kennen, um über einen Mörder oder über einen Mord zu schreiben, aber man muss schreiben können und etwas Menschenkenntnis besitzen.

Mein Tipp: Schreib erst mal eine Kurzgeschichte oder eine einfache Augenblicksbeschreibung, um ein Gefühl fürs Schreiben zu bekommen. Ich empfehle gern den Supermarkt oder irgendeine Person in einem Café. Beobachte, denke, fühle und lass Deine Phantasie spielen. Oder schreib über dich selbst. Aber denk Dir nicht irgendwas aus, wovon Du möglicherweise überhaupt keine Ahnung hast.

LG, Ana
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Nihil
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 00:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wollte gerade schon kräftig loslegen, weil ich dachte, das hier sollte der Beginn deiner Geschichte sein. Ich hatte zuerst überlesen, dass es sich nur um eine Charakterzusammenfassung handelte. Das hält mich von Kritik an deinem Stil zurück, aber wie schon dürüm und Funnu bemerkt haben:

Das ist platt.

Als ich gelesen habe, dass deine Eltern nach dem Restaurantbesuch von Türken getötet wurden, dachte ich nur: Darf nicht wahr sein. Beim dritten Mal lesen stand der Satz aber leider immer noch unverändert dar. Nunja, kann alles sein, natürlich können die Mörder auch Türken sein, aber dann solltest du doch etwas mehr Hintergrund zu liefern imstande sein. Momentan liest es sich sehr rassistisch, eben dadurch, dass die Türken als Naturgewalt daher kommen. Ist genau so, als hätte ein T-Rex die Eltern nach dem Restaurantbesuch gefressen, der tut auch nichts anderes als töten. Verstehst du, was ich meine? Was ist genau passiert? Zur falschen Zeit am falschen Ort wäre da wirklich noch die MINDESTE aller Erklärungen.

Zitat:
Der aller erste besondere Tag war der Tag meiner Geburt. Aber daran hab ich leider keine Erinnerung. Also kommen wir direkt zum nächsten besonderen Tag. Als ich damals im Jahr 2012 also in etwa ein Jahr vor dem Tod meiner Eltern meine Führerscheinprüfung bestanden hatte habe hab ich das natürlich gebührend gefeiert. Ein weiterer besonderer Tag war der Tag meiner Entlassung.

Ob du diesen Humor brauchst? Tut mir Leid, aber ein bisschen wirft der Stil, den du hier verwendet hast, seine Schatten schon voraus. Und ich fürchte, deine eigentliche Geschichte könntest du ähnlich schreiben. Da würde ich dir den Rat geben, noch einmal nachzudenken, bevor du den ersten Satz schreibst. Durch diese Aufzählung von Allgemeinheiten gepaart mit dem Humor, der keiner ist, da sich ja niemand an seine Geburt erinnern kann und das klar ist, wirst du vermutlich niemanden begeistern können.

Noch dazu fehlen in deiner Zusammenfassung die entscheidensten Element: Motivation und Ziel deiner Figur.
Was will sie eigentlich? Was treibt sie an? Was hat sie vor, nachdem sie aus dem Gefängnis ausgebrochen ist? Darauf gibst du keine Antworten, aber das ist sehr viel wichtiger als die Tatsache, dass er seinen Führerschein gebührend gefeiert hat. Schau mal hier vorbei, vielleicht hilft es dir ja weiter: http://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=26262

Nichts für ungut und viel Erfolg noch weiterhin.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 00:46    Titel: Re: Roman Die Sünden des Sohnes Antworten mit Zitat

joergfr hat Folgendes geschrieben:

Ich bin ein 1,80 großer, schlanker, muskolöser Mann mit kurzen blonden Haaren und blauen Augen.


Ja, das Arierhafte ist mir auch gleich aufgefallen. In Verbindung mit dem Thema finde ich es zu klischeehaft. Würde mich als Leser abschrecken.

Zitat:


Ich trage gerne Markenjeans, Markenschuhe und Marken Hemden. Allerdings bin ich kein oberflächlicher Typ. Ich denke einfach, dass Markenklamotten eine bessere Qualität besitzen.


Das finde ich sehr dürftig als Beweis, dass Thomas kein oberflächlicher Typ ist.

Zitat:
Aber das Schlimmste ist, dass Gott und meine Eltern diese Scheiße mit ansehen mussten. Ich wünschte, dass ich meine Eltern noch einmal wieder sehen könnte und dass ich mich bei ihnen dafür entschuldigen könnte. Am liebsten würde ich alles ungeschehen machen aber das geht leider nicht. Ich habe Angst davor, dass ich so ne Scheiße noch einmal mache. Aber ich bete zu Gott, damit er mir hilft so etwas nie wieder zu machen.
  

Thomas scheint sehr religiös zu sein. Die Frage, die mich da interessieren würde: Hat er mal mit Gott gehadert, nachdem (weil) seine Eltern gestorben sind?

Zitat:

Ich gehe gerne feiern z.B. bei mir um die Ecke gibt es eine Diskothek namens Chronikum. Aber ich gehe auch gerne ins Kino. Ich liebe einfach diese Actionfilme. Ich lese auch ganz gerne mal ein gutes Buch.


Finde ich langweilig. Das sind die Hobbies sehr vieler Menschen.

Zitat:

Jetzt kommen wir zu den besonderen tagen in meinem Leben.
Der aller erste besondere Tag war der Tag meiner Geburt. Aber daran hab ich leider keine Erinnerung. Also kommen wir direkt zum nächsten besonderen Tag. Als ich damals im Jahr 2012 also in etwa ein Jahr vor dem Tod meiner Eltern meine Führerscheinprüfung bestanden hatte habe hab ich das natürlich gebührend gefeiert. Ein weiterer besonderer Tag war der Tag meiner Entlassung. Basti, Jörgson und Devrim (mit ihm hatte ich mich während der Zeit im Knast dann doch noch angefreundet) kamen um mich ab zu holen.


Es steht zwar indirekt drin, aber du hast es vielleicht nicht gemerkt:

Ein ganz besonderer Tag im Leben deines Protagonisten war der im Knast, als er gemerkt hat, dass Devrim eigentlich ein ganz netter Kerl ist. Das wird nämlich DER wichtige Wendepunkt in deinem Roman, von dem aus sich Thomas vom Türkenhasser in einen toleranten Menschen zurückverwandelt.

Ansonsten: Geburt und Füherscheinprüfung - gähn. Hatten wir alle.

Insgesamt fehlen mir sympathische und außergewöhnliche Eigenschaften. Der Türkenhass soll vermutlich durch den Tod der Eltern durch Türken erklärt werden, aber mit einer so primitiven Sichtweise könnte ich mich als Leser nicht identifizieren.
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Funnu
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 00:53    Titel: Antworten mit Zitat

Was bin ich froh, das ich nicht der Einzige bin der den Text so verstanden hat. Hab mich ernsthaft gefragt, ob ich das so kommentieren kann.  hmm

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joergfr
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 01:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

nun erst einmal danke ich euch für die offene und ehrliche Kritik.


Ich möchte klarstellen, dass dieser Text auf keinen Fall gegen Ausländer sein soll. Es geht vor allem darum, dass jemand am Anfang der Geschichte nicht gerade gut auf Ausländer zu sprechen ist und am Ende aber seine Meinung ändert. Gut ich hab den Fehler gemacht Klischeehaftes mit einzubauen. Und dass mit der Rechtschreibung ist nichts was man nicht lösen kann. Und wahrscheinlich war es auch ein Fehler diese Charaktereschreibung in so einem frühen Stadium der Öffentlichen Kritik zugänglich zu machen (dass werde ich so nicht noch einmal machen). Jetzt hab ich einige Anhaltspunkte die angehen muss und auch angehen werde. Smile


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Harald
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 04:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo joergfr,

Was mir als erstes auffiel bei deinem Profil - das ->

Und Gott sprach: Es werde Licht! und es wurde Licht.

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/1_mose/1/

Eine Kleinigkeit, aber sie wirft schon ein bezeichnendes Licht (ha, ha, kleines Wortspiel) auf deine Einstellung zu Sprache und Authentizität...

Als ich dazu deinen Avatar sah und deine ersten Zeilen in der Vorstellung las, da habe ich dich im Unterbewusstsein wohl schon in die erzkonservative Ecke eingeordnet, die nach deinen obigen Zeilen dann zur braunen Ecke wurde. Du hast jetzt die Chance, zu zeigen, dass dies nicht der Fall ist - und zu zeigen, dass du bereit bist, dich den Herausforderungen zu stellen, deren Überwindungen dich dazu befähigen, Schriftsteller zu werden. Als kleine Übung dorthin:

Suche die in einem Portal für gebrauchte Bücher - z. B. http://www.booklooker.de/ - "Die Bertinis" und "Schindlers Liste" und ackere diese Bücher mal durch!

(Ich habe beide gelesen und finde sie sehr empfehlenswert, noch krasser fand ich "Im Angesicht des Feuers" von Trudi Birger http://www.booklooker.de/B%FCcher/Angebote/titel=im+angesicht+des+Feuers)

Das Lesen dieser Bücher hätte in meinen Augen Riesenvorteile für deine angedachte Laufbahn als Schriftsteller ...


 Wink


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Harald

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Isabelle34
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

Du hast ja schon sehr viele Anmerkungen bekommen, aber ich muss da doch auch noch mal meinen Senf dazu geben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass du den Hass auf Türken bzw. Ausländer wirklich glaubhaft rüberbringen kannst, nur weil die Eltern deines Protas von Türken ermordet wurden. Ich mein, würde er alle Deutsche hassen, wären es Deutsche gewesen? Alle Frauen, wäre es eine Frau gewesen? Das würde ich deinem Prota nicht abkaufen. Es sei denn, es hätte da vielleicht schon einige Jahre etwas geschwelt, das dann ausbricht.

Aber dann haben wir ja immer noch die Klischees, die auch mich davon abhalten würden, das Buch zu kaufen. Das Thema ist so ausgereizt, dass ich da spontan denke: "Nö, wer braucht das noch?"

Ich dachte allerdings auch: Wenn du es anders herum machen würdest, hätte es seinen Reiz. Mach Devrim zum katholischen Pfarrer, dessen Eltern vom ausländerfeindlichen Thomas ermordet werden. Lass ihn vom Glauben an - den christlichen - Gott abfallen, meinetwegen mach einen Terroristen aus ihm und lass ihn dann zurückfinden.

So ziemlich alles wäre besser, als das, was du da im Moment vor hast. Tut mir leid.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

in Anlehnung  an Isabelle34,

... oder lass' die Eltern von einem grünäugigen Turnschuhträger ermordet werden, und jedesmal, wenn dein Protagonist einen grünäugigen Turnschuträger sieht ... bamm! Eins in die Fresse!

Diese Story gibt es garantiert noch nicht. Natürlich musst du das als Satire schreiben, in der du dich über Menschen lustig machst, die andere wegen irgendwelcher Kennzeichen, z. B. Nationalität, über einen Kamm scheren.
Und so gehört es ja (in meinen Augen als Leser jedenfalls).

Grüße
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joergfr
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 11:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

[quote="Harald"]Hallo joergfr,

Was mir als erstes auffiel bei deinem Profil - das ->

Und Gott sprach: Es werde Licht! und es wurde Licht.

Nun in der Ausgabe der Bibel die ich bei mir zu hause habe steht tatsächlich Gott sprach es werde Licht und es wurde Licht. und ich möchte nocheinmal klarstellen, dass ich mich ganz klar von den Braunen sumpf distanziere.


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stormcloud
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

gib deinen Protagonisten "Ecken und Kanten".
Blond, blauäugig, Durchschnittsgröße und natürlich sportlich/muskulös - das ist langweilig. Bolzplatz und Markenklamotten sind auch nicht wirklich aufregend...

Gefährlich wird es bei Klischees - dann gelangst du als Autor ganz schnell in Schubladen, in die du gar nicht gesteckt werden wolltest.
Ich habe auch erst geschluckt, als du die "kriminellen Türken" aufgeführt hast (Überfall, Tötungen, Prügeleien) und befürchtete schon einen braunen Sumpf. Gerettet hat dich erst die Aussage, dass du dich dann irgendwann doch mit Devrim angefreundet hast  Wink

Auch wenn du jetzt ordentlich Kritik einstecken musst:
Es bringt dich weiter!
Also nur Mut und scheue dich nicht, weitere Texte einzustellen.


Viele Grüße von Josef


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joergfr
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 11:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

moment. viele haben da echt was falsch verstanden. In dieser Geschichte geht es garnicht um mich sondern um rein fiktive Personen.

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stormcloud
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, ein Satz von mir ist nicht korrekt...sorry.
Natürlich war es dein Protagonist und nicht du Wink


Viele Grüße von Josef


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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

joergfr hat Folgendes geschrieben:
moment. viele haben da echt was falsch verstanden. In dieser Geschichte geht es garnicht um mich sondern um rein fiktive Personen.


Nein, das war auch mir die ganze Zeit klar.

Aber du siehst schon, du bekommst es bei dem Thema sehr schnell mit den typisch deutschen Empfindlichkeiten zu tun, die, wie ich wohl nicht betonen müsste, absolut gerechtfertigt sind.

Dein Roman soll ja spannend sein. Dazu gehört, dass der Leser am Anfang vielleicht ahnt, aber noch nicht weiß, dass dein Ausländerhasser geläutert wird. Ich als Leser hätte keine Interesse, erst mal, sagen wir, fünfzig Seiten in seine braune Gedankenwelt einzutauchen. Das liegt daran, dass ich kein Verständnis für diese Menschen aufbringe oder aufbringen möchte.
Ob du als Autor eigentlich etwas GEGEN Fremdenhass schreibst oder schreiben möchtest, würde daran nichts ändern.
Deshalb würde ich ein Buch mit so einer Story nicht lesen. That's it.

Grüße
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BeitragVerfasst am: 23.11.2012 11:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
joergfr hat Folgendes geschrieben:
moment. viele haben da echt was falsch verstanden. In dieser Geschichte geht es garnicht um mich sondern um rein fiktive Personen.


Nein, das war auch mir die ganze Zeit klar.

Aber du siehst schon, du bekommst es bei dem Thema sehr schnell mit den typisch deutschen Empfindlichkeiten zu tun, die, wie ich wohl nicht betonen müsste, absolut gerechtfertigt sind.



Klar sind da die Empfindlichkeiten gerechtfertig. Was da damals geschehen ist, ist Mist. vielleicht hätte ich das ganze eher als Satire versuchen sollen.


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