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duluoz
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 66
Beiträge: 518
Wohnort: Bielefeld


BeitragVerfasst am: 20.11.2012 22:48    Titel: Sternentaler eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

ersteinmal schlendere ich allein durch dieses Fischerdorf
fühle und genieße wachsende Blumen
erinnere mich an sprechende Wälder im anderen Sommer
jetzt und hier arbeiten wir bei herrlichem Sonnenschein
immer wieder lerne ich das Abendrot zu genießen

wir laufen am Strand durch die Nacht
später dann der knirschende Sand unter deinem Rücken
betörendes Wellenrauschen begleitet unsere wollüstigen Schreie
der lange Spaziergang am nächtlichen Mondesweg
grelle zuckende Spermasonnen
fließen auf unsere erhitzte Körper



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schreiben ist leben...ohne leben kein schreiben...
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dürüm
Wolf im Negligé

Alter: 42
Beiträge: 487
Wohnort: Cape Town
Das Bronzene Pfand Der bronzene Spiegel - Lyrik
Die lange Johanne in Bronze DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 23.11.2012 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Puh.

Nein, so nicht.
Lyrik ist das für mich keine, und veröffentlichungsreif schon gar nicht.

Die Bilder sind zu abgedroschen, im ersten Teil unglaublich banal, imzweiten Teil zu gewollt, aber trotzdem irgendwie daneben.

Spätestens ab knirschendem Sand unterm Rücken ist klar, wohin die Reise geht, wollüstige Schreie, aha, und bei den grell zuckenden Spermasonnen konnte ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen.

Leider nicht mein Ding. Und leider keine Idee, wie es noch zu retten wäre, außer mit radikalem Streichen, frischeren Bildern, subtileren Ebenen, mehrdeutigem Vokabular.
Und bitte keine wollüstigen Schreie.

Nichts für ungut.

Gruß
Kerem


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Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen.
(Oscar Wilde)
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palomina
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 199



BeitragVerfasst am: 23.11.2012 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo duluoz, dürüm,

ganz so hart würde ichs nicht ausdrücken. Aber - auch mich überzeugt dein Text nicht.
Im zweiten Abschnitt gleitet er auf "vorgeseifter" Rutschbahn aus.
Im ersten Abschnitt, der viel prosaischer rüber kommt, kann ich schon noch Grashalme entdecken, die auf mich den Reiz ausüben, darauf ein wenig rumknabbern zu wollen.

z.B. das Erinnern an Wälder (ob sie grad sprechen müssen?) im anderen Sommer

Das ist eine Andeutung, die mich neugierig macht, die eine Spur legt zum LI, die ich aber nicht weiterverfolgen kann, weil sie sich zwischen viel Ballast verläuft.

Zitat:
...fühle und genieße wachsende Blumen
erinnere mich an sprechende Wälder im anderen Sommer
jetzt und hier arbeiten wir bei herrlichem Sonnenschein
immer wieder lerne ich das Abendrot zu genießen

da müsst sich doch auch noch ein anderes Verb finden lassen!


Liebe Grüße, palo


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Es ist schon Gras gewachsen
über unsren Himmel.
An manchen Stellen ist es blau
und gleich daneben ausgebrannt.
(palo 2011)
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duluoz
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 66
Beiträge: 518
Wohnort: Bielefeld


BeitragVerfasst am: 23.11.2012 10:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Dürüm !
Erst mal herzlichen Dank für deine persönliche Meinung. Unser beider Ansichten hinsichtlich Lyrik gehen ja weit auseinander. das ist aber kein Problem. Hier bei diesem Gedicht wollte ich verdeutlichen, das meiner Meinung nach, und bewusst ohne Reime, die Lyrik auch mal etwas anderes sein muss als " kunstvoll gestaltete Wörterakrobatik ". Ohne Anfang und Ende herausgerissen aus einem Kontext und einfach nur beschrieben, wie sich zwei Menschen lieben und wie sie zusammen arbeiten.
Wirklich interessant, wie verschiedene Meinungen ich schon bekommen habe , für diesen kleinen Text, und nicht immer waren die Reaktionen so abweisend.
Aber es geht nun einmal nicht ohne altbekannte " lüsterne Schreie " und andere banale Alltäglichkeiten. Nochmal vielen Dank für deine Meinung...
BEST...duluoz...


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duluoz
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 66
Beiträge: 518
Wohnort: Bielefeld


BeitragVerfasst am: 23.11.2012 10:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HEY Palomina,
 lange nichts voneinander gehört, auch dir möchte ich herzlich DANKEN für deinen Kommentar...nur kurz zum Wort Genießen...finde hier ist ausnahmsweise mal ein Wort, welches öfters in einem Gedicht Platz haben darf. Ansonsten noch mal Danke und viele Grüße...duluoz...


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palomina
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 199



BeitragVerfasst am: 23.11.2012 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
nochmal ich:

Zitat:
Aber es geht nun einmal nicht ohne altbekannte " lüsterne Schreie " und andere banale Alltäglichkeiten.


da bin ich ganz anderer Meinung. Ein paar wenigen mag es gelingen trotz "lüsterner Schreie" etc. ein gutes Gedicht hinzubekommen.


Zitat:
...und bewusst ohne Reime, die Lyrik auch mal etwas anderes sein muss als " kunstvoll gestaltete Wörterakrobatik .


Reim ist ja nur ein Aspekt unter vielen in der Lyrik, man kann getrost darauf verzichten, umso wichtiger werden dann aber Wortwahl, Aufbau, Dynamik... oder meinetwegen auch "nur" Klang (z.B. Klanggedicht). Aber irgendetwas sollts schon haben, das sich durchzieht   das mitnimmt.

Könnte es sein, dass dus dir doch ein bisschen leicht machst (rhetorische Frage, höchsten dir selbst zu beantworten Rolling Eyes )? Mir will scheinen, dass da viel mehr Potential drin steckt, als du dir im Moment zu erarbeiten bereit bist. Schade. Smile

Ich kenne das auch, dass man an kritischen Kommentaren ziemlich zu knabbern hat. Aus eigener (auch schmerzlicher) Erfahrung weiß ich, dass mich aber gerade diese unbequemen Stimmen sehr viel weiter gebracht haben.

Lass dir das "genießen"  noch mal durch den Kopf gehen, wäre es nicht reizvoll, das so zu umschreiben, dass der Leser selbst herausfindet, dass es ein Genuss ist.
Lass ihn "das betörende Wellenrauschen zu wollüstigen Schreien" spüren, ohne es so plump zu benennen. Über solche Verse liest man  - aha, das kenn ich schon -   drüber, ohne die entsprechende Stimmung aufzunehmen, hinein zu spüren...

Zu danken brauchst du mir nicht. Wenn du von deinem Gedicht, der Wortwahl so überzeugt bist, wie du dir den Anschein gibst, dann ist mein Kommentar ziemlich wertlos für dich, wieso also danken, wenns eigentlich lästig ist.

Ich weiß schon: gut gemeint ist das Gegenteil von gut! Wink
Trotzdem liebe Grüße, palo


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und gleich daneben ausgebrannt.
(palo 2011)
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duluoz
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 66
Beiträge: 518
Wohnort: Bielefeld


BeitragVerfasst am: 23.11.2012 13:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Palomina!
Also ich mache mir es nicht leicht, auch wenn ich nicht nur kritische Hinterfragungen bekomme, sondern auch Jubel.
Kritik ist das Salz in der Suppe, keine Frage...und bringt einen immer weiter, und das ist de Kreis der Dinge. das mit den genießen könnte ich mir in der Tat noch einmal überdenken, und Danken tueich dir trotzdem...beste Grüße...duluoz...


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