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Tausend Tauben... tausend Seen


 

 
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gitano
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 91
Wohnort: inne Appelwoitäler


BeitragVerfasst am: 16.11.2012 07:42    Titel: Tausend Tauben... tausend Seen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tausend Tauben...  tausend Seen
(… in meiner Negra)

(Dunkle=Negra = Flamencogitarre mit dunklem Korpusseitenflächen aus Palisanderholz;für einen wunderbar vollen Ton)

Du weißt es schon
meine Dunkle
ich werde zu Dir kommen ...
 - wie stolz beugt sich diese Nacht! -
in eine Ahnung schon
zu den Wasserwinden
der Einsamkeit hin

die noch in Dir ruhen
vom rosa Stich ins Öl
der Blüte am Jasmin
klafft eine Wunde
 - Das Immerwieder -
in den Schwaden seines Duftes
will jetzt
unter die Taubenflügel dieses Morgens
übers Wasser fliehen

als ich mich wasche
strudeln Töne
im Wiederzittern

stürzen sich
Belagonien über die Brüstung

hinterher

dem  – Klack -, - Klack  
Ihrer Schuhe
das wie Boten
von den Wänden
in der Gasse
springt

Diese Stadt hat wohl tausend Tauben
… tausend Seen

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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6124
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Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 16.11.2012 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Wieder ein Liebesgedicht. Aber schön. Hier würde ich an zwei Stellen intuitiv anders formulieren:


ich werde zu Dir kommen ...
- wie stolz beugt sich diese Nacht! -
in einer Ahnung schon
zu den Wasserwinden
der Einsamkeit hin

die noch in Dir ruhen
vom rosa Stich ins Öl (kommt mir komisch vor)
der Blüte am Jasmin
klafft eine Wunde


Es heisst Belargonien.
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gitano
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 91
Wohnort: inne Appelwoitäler


BeitragVerfasst am: 19.11.2012 11:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo firstoffertio!
Vielen Dank für´s Lesen und Kommentieren.

Zitat:
ich werde zu Dir kommen ...
- wie stolz beugt sich diese Nacht! -
in einer Ahnung schon


Die Nacht (symbolisch vielleicht für Himmelsgewölbe...Morgengrauen..etc.)beugt sich in eine Ahnung...
also klare Trennung von Subjekt und Objekt

Dein Vorschlag: "in einer Ahung
Würde eher die Nacht charakterisieren

Zitat:
die noch in Dir ruhen
vom rosa Stich ins Öl (kommt mir komisch vor)


Versuche mal bitte das "Komische" näher zu charakterisieren

Zitat:
Es heisst Belargonien.

Ich habe da einige Zweifel weil:
schau mal bitte hier, was ich unter dem Stichwort "Belagonien" als Suchergebnis erghalte:

http://www.google.de/#hl=de&sclient=psy-ab&q=Belagonien&oq=Belagonien&gs_l=hp.3..0i10l4.1499.3802.0.4489.10.10.0.0.0.0.337.2242.2j1j4j3.10.0...0.0...1c.1.TqrqqX-4I34&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&fp=79896acffbdc1011&bpcl=38625945&biw=1920&bih=957

Vielen Dank für:
Zitat:
Wieder ein Liebesgedicht. Aber schön.


Grüße aus dem Taunus
gitano[/url]
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6124
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BeitragVerfasst am: 19.11.2012 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo gitano,

Beim Stich ins Öl finde ich komisch = seltsam, weil ich mir in Öl stechen schlecht vorstellen kann. Dazu kommt, dass der Stich eine Farbe hat.

Ich hatte verschlimmbessert. "Pelargonien" sollte es heißen. Aber scheinen umgangssprachlich "Belagonien" genannt zu werden, das kannte ich nicht. Geranien sagt man auch zu ihnen.
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gitano
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 91
Wohnort: inne Appelwoitäler


BeitragVerfasst am: 21.11.2012 10:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo firstoffertio!
Zitat:
Beim Stich ins Öl finde ich komisch = seltsam, weil ich mir in Öl stechen schlecht vorstellen kann. Dazu kommt, dass der Stich eine Farbe hat.

Wie Du ganz richtig bemerkst, ist dies eine Frage der poetischen Deutung. Die Farbe ist natürlich nicht zufällig gewählt. Sie ist natürlich einerseits zum Jasm,in passend , andererseits hat rosa um alltäglichen natürlich weitere Bedeutungen. Ich erinnere mal z. B. an die "rosa Brille" der Verliebtheit.


Zitat:
Ich hatte verschlimmbessert. "Pelargonien" sollte es heißen. Aber scheinen umgangssprachlich "Belagonien" genannt zu werden, das kannte ich nicht. Geranien sagt man auch zu ihnen.

Um Irritationen eher unwahrscheinlicher zu machen, habe ich den umgangssprachlichen Begriff für die typischen Balkonblümchen gewählt. Dies hat bei Dir schon mal nich tgeklappt ... Aber, man darf nicht vergessen: irgendwann sollen diesen Text ja mal Normalverbraucher lesen /hören.

Danke für Dein Nachhaken!
gitano
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Aranka
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Beiträge: 3383
Wohnort: Umkreis Mönchengladbach
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BeitragVerfasst am: 21.11.2012 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo gitano,

ich versuche schon eine Weile in deinen tausend Seen zu schwimmen und eine deiner tausend Tauben zu erhaschen, aber es ist nicht so ganz einfach für mich.
Ich werde dir einfach meine bisherigen Gedanken, am Gedicht entlang mitteilen.

Zitat:
Tausend Tauben … tausend Seen


der Titel ist sehr poetisch und weist durchaus schon auf eine „lyrische Sprache“.

Zitat:
Du weißt es schon
meine Dunkle
ich werde zu Dir kommen ...
 - wie stolz beugt sich diese Nacht! -
in eine Ahnung schon
zu den Wasserwinden
der Einsamkeit hin


Diese Strophe gefällt mir sehr. Du weist auf die Gitarre hin, auf eine ganz besondere Gitarre mit besonderem Klang hin, und in den ersten drei Zeilen schwingt bereits alle Zärtlichkeit und Zuneigung drin mit, die man etwas besonderem entgegenbringt, etwas Kostbarem. Und natürlich lese ich „meine Dunkle“ auch als Anrede an ein LD.

Der Einschub: „wie stolz beugt sich die Nacht“ lese ich auch als Aussage über das Miteinander von LI und LD. Zu „Stolz/Würdevoll“ passt auch die Sprache dieser Strophe.

„Wasserwinden“ ist ein sehr poetisches Wort und in dem Textzusammenhang spürt man als Leser schon eine Wende.

Zitat:
die noch in Dir ruhen
vom rosa Stich ins Öl
der Blüte am Jasmin
klafft eine Wunde


Mit dieser Strophe habe ich meine Probleme, wahrscheinlich gelingt mir einfach nicht die Zuordnung der Zeilen, also will ich das mal zuerst abklären.

„die noch in dir ruhen“ kann sich mMn nur auf „Wasserwinde“ beziehen, da as der einzige Plural ist.

Ich setze dann mit „Vom“ einen neuen Gedanken an. Jasmin hat weiße Blüten und einen betörenden Duft und man gewinnt ätherische Öle daraus. Das ist erst einmal mein sachlicher Hintergrund. Aber mir gelingt hier nicht die Übertragung. „Stich“ ist etwas Schmerzhaftes. Der Stich ist rosa? Es bleibt mir verschlossen. Ich kann nur spekulieren. Mit viele Farben verbinde ich ganz bestimmte Gefühle und Dinge. Aber Rosa? Mädchen lieben in einem bestimmten Alter „rosa“, die Zeit ist aber schnell vorbei. Ich stelle gerade fest, dass ich keinen Bezug zu Rosa habe. Gut, ich habe gelesen, das du auf die rosa-rote Brille anspielst, aber die hilft mir bei dem Stich ins Öl auch nicht.

Dies Bild bleibt mir verschlossen, dennoch denke ich, das dieser Stich schmerzhaft sein muss, denn er hinterlässt wohl eine Wunde an der Blüte und zwar eine große, denn sie „klafft“.


Zitat:
 - Das Immerwieder -
in den Schwaden seines Duftes
will jetzt
unter die Taubenflügel dieses Morgens
übers Wasser fliehen


„Das Immerwieder2 ist wieder ein Einschub und ich lese die Zeile „in den Schwaden seines Duftes“ einmal zur Zeile 2 dieser Strophe, da ich seines nur an den „Stich“ anschließen kann. Vielleicht mach ich es zu kompliziert, aber die „Grammatik“ dieser Strophe hat es in sich. Es könnte sich auch auf das Immerwieder beziehen, aber dannhieße es „in dem Schwaden ….“
Nun lese ich, dass das Immerwieder unter die Taubenflügel will?????
Aber auch hier neige ich dazu, dann zu sagen „unter „den“ Taubenflügeln über die Wasser fliehen.

Aber irgendwie geht das bei mir alles nicht richtig zusammen, wahrscheinlich, so ahne ich es, fehlt mir hier eine grundlegende Kenntnis einer stilistischen Figur, mit wahrscheinlich unaussprechlichen Namen. Irgendwas mit überkreuz:Chiasmus, kann das? Aber ich bekomme es auch dann nicht entwirrt.

Ich sortiere mal um:

Zitat:
die noch in Dir ruhen /  der Blüte am Jasmin
vom rosa Stich ins Öl /   klafft eine Wunde
 - Das Immerwieder -  / will jetzt   unter die Taubenflügel dieses Morgens
in den Schwaden seines Duftes / übers Wasser fliehen


Gitano, ich brauche hier deine Hilfe, einen Hinweis.

Jede einzelnen Zeile ist sprachlich sehr schön und sie erzeugen bei mir auch Einzelbilder. Aber sie wollen mir nicht in eine Gesamtkomposition gelingen.

Zitat:
als ich mich wasche
strudeln Töne
im Wiederzittern


ein deutlicher Wechsel in Sprache und Wortfeld. „Wiederzitter“ schönes Wort mit vielen Anknüpfungen.

Zitat:
stürzen sich
Belagonien über die Brüstung

hinterher


Auch ein klares Bild. Ich bin in Alltagssprache und Alltagsszene: Abschied.

Zitat:
dem – Klack -, - Klack
Ihrer Schuhe
das wie Boten
von den Wänden
in der Gasse
springt


Hier lässt mich das Gedicht das Weggehen hören. Die Botschaft, die da von den Wänden in der Gasse springt, die kommt beim Leser an.

Zitat:
Diese Stadt hat wohl tausend Tauben
… tausend Seen


Nun schließt der Schluss an den Titel an. Und er kommt für mich überraschend, haben mich doch die letzen beiden Strophen weit weg geführt, von den ersten beiden, sowohl sprachlich als auch von den Bildmotiven.

Ich finde jede Strophe für sich in ihren Bildern sprachlich sehr reizvoll, aber ich stehe seit Tagen auf meinet Leitung, ich kriege keinen Zusammenhang. Nur teilweises Aufblitzen einer Ahnung. Auch finde ich die beiden letzten Strophen irgendwie für mich nicht erkennbar eingebunden.

Gitano, hast uns hier etwas ganz Kompliziertes eingestellt. Ich denke einmal, dass ich mich meilenweit am Kern des Textes vorbei denke. Passiert mir nicht oft, aber hier habe ich schwer das Gefühl.

Ich habe gedacht, ich mach mal einen Anfang mit Fragen und Vermuten. Vielleicht haben andere ja einfach ganz andere Ideen. Ich wäre echt neugierig.

Liebe Grüße Aranka


_________________
"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

„Erst als ihm die Welt geheimnisvoll wurde, öffnete sie sich und konnte zurückerobert werden.“ (Peter Handke)
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gitano
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 91
Wohnort: inne Appelwoitäler


BeitragVerfasst am: 23.11.2012 09:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Huhu Aranka!
Ich bin etwas überrascht, dass es zu diesem Text Verstehensprobleme gibt, denn die gab es bisher noch nie  - oder wurden zumindest nich tangezeigt.



Zitat:
der Titel ist sehr poetisch und weist durchaus schon auf eine „lyrische Sprache“.

Danke! Der Titel hat die Funktion eines Vorgriffes auf die Metapher in der Mitte und am Ende des Textes. Am Ende des Textes wir er ja "aufweitende" Sicht quasi wiederholt.

Abschnitt eins
leitet Gedanken von einem LI (Erzähler) zu einem LDu (die Gitarre) ein.
Quasi ein Gedanke eines Musikers der sein Instrument als "wissendes, wahrnehmendes" Wesen konstituiert...keinen Zweifel darin hegt, ja sogar so weit geht, dem Instrument etwas wie "weise Vorraussicht" zuzuschreiben.
Diese Überzeugungen können nur Musiker gewinnen, die ein sehr inniges Verhältnis zur Musik und ihrem Instrument haben und sehr viel Erfahrung damit, die eigenen Erlebnisse im Instrumentalspiel auf jenem wesenhaften Instrument zu verarbeiten. Mythisch gesehen: bekommt das Instrument eine tiefe intime Kenntnis/Ahnung, von dem was der Musiker fühlt. und wie er sein Erlbenis erlebt hat. Negra (die dunkle) ist klanglich, mythisch und auch äußerlich eine Anspielung  auf Weiblichkeit. ie Negra ist also ein weibliches Wesen.

Zitat:
Der Einschub: „wie stolz beugt sich die Nacht“ lese ich auch als Aussage über das Miteinander von LI und LD. Zu „Stolz/Würdevoll“ passt auch die Sprache dieser Strophe.


Der Text ist so angelegt, dass er mit und ohne Einschub funzt.
Neu hierbei ist der Doppelbezug auf diesen Einschub.
Ein Einschub ist oft nur ergänzend erwähnt , hier wird er durch inhaltlichen den Doppelbezug:
zu einem Geschehen
zu einem Vorgang (es dämmert zum Morgen hin)

eine Erweiterung
Der komplette Abschnitt eins ist also Gedanke von LI an LDu

Wasserwinde sind die Winde über Gewässern -nicht die Technischen Einrichtungen zum Wasserschöpfen.

Zitat:
Zitat:
die noch in Dir ruhen
vom rosa Stich ins Öl
der Blüte am Jasmin
klafft eine Wunde


Mit dieser Strophe habe ich meine Probleme, wahrscheinlich gelingt mir einfach nicht die Zuordnung der Zeilen, also will ich das mal zuerst abklären.

„die noch in dir ruhen“ kann sich mMn nur auf „Wasserwinde“ beziehen, da as der einzige Plural ist.


LI spricht/ denkt/ weiterhin zum LDu
"die noch in Dir ruhen" also im Instrument /in der Negra einerseits - in einer etwas erweiterten Sicht auch in der "sich beugenden Nacht" - also sich schlafen legenden , vergehenden nacht ...im Prinzip der Dämmerung / dem beginnenden Tag

Die Stelle:
vom rosa Stich ins Öl
der Blüte am Jasmin
klafft eine Wunde

könnte sowohl sexuell intim als auch mythisch gedeutet werden...
vielleicht auch zu einer plötzlich erweiterten Wahrnehmung (durch den Akt?) durch eine andere Nähe als sonst...Etwas hat sich aufgetan und wird stark und richtungsweisend.

Mehr mag ich dazu nicht erkären.

Zitat:
„Das Immerwieder2 ist wieder ein Einschub und ich lese die Zeile „in den Schwaden seines Duftes“ einmal zur Zeile 2 dieser Strophe, da ich seines nur an den „Stich“ anschließen kann. Vielleicht mach ich es zu kompliziert, aber die „Grammatik“ dieser Strophe hat es in sich. Es könnte sich auch auf das Immerwieder beziehen, aber dannhieße es „in dem Schwaden ….“
Nun lese ich, dass das Immerwieder unter die Taubenflügel will?????
Aber auch hier neige ich dazu, dann zu sagen „unter „den“ Taubenflügeln über die Wasser fliehen.


das "Immerwieder"
hat seine Bedeutung aus dem Vorrangegangenem (Versen)
es steht für Fortwährendes
Intimität
das Wunder der Liebe
die Anziehungskraft
das Wehrlose ihm gegenüber
die "Magie und Mysthik darin"
auch auf eine gesellschaftliche Ebene gedacht : i.S. von: dasss dies schon seit Menschen Gedenken geschieht : und nun auch mir geschehen ist...
UND meiner Meinung nach "kleiden" wir solche Erlebniss ein der Erinnerung in Schwaden von süssem Duft...und andererseits ist es auch Zauber des andalusischen Alltags ...dort wo ich lebte und dort wo man den Flamenco also intime Mitteilung an eingeweihte Freunde zelebriert.


Zitat:
Jede einzelnen Zeile ist sprachlich sehr schön und sie erzeugen bei mir auch Einzelbilder. Aber sie wollen mir nicht in eine Gesamtkomposition gelingen.

Zitat:
als ich mich wasche
strudeln Töne
im Wiederzittern


ein deutlicher Wechsel in Sprache und Wortfeld. „Wiederzitter“ schönes Wort mit vielen Anknüpfungen.


Ein szenische r Umschnitt:
es beginnt anscheinend ein realer? Morgen....im Halbwachzustand ...noch mit den Bildern der Nacht....und schon mit Tönen dazu
Weiderzittern = Erinnerung, gleich flirren von Tönen= Saitenschwingen= GitarrenKorpus schwingen = Wiederkehren des Erlebens= Katharsis usw.

Zitat:
Zitat:
stürzen sich
Belagonien über die Brüstung

hinterher

Auch ein klares Bild. Ich bin in Alltagssprache und Alltagsszene: Abschied.

yepp ein Abschied...aber nicht nur von einer Person
auch die Angst ein Ereignis nicht "halten" zu können ...weil alles vergeht....und manchmal das Besondere und Einzigartige zu wenig auffällt....und weil es eine Nähe gibt zu beiden, zur Person (Lyrische Ihr/Sie) und zur Negra

Zitat:
Zitat:
Diese Stadt hat wohl tausend Tauben
… tausend Seen


Nun schließt der Schluss an den Titel an. Und er kommt für mich überraschend, haben mich doch die letzen beiden Strophen weit weg geführt, von den ersten beiden, sowohl sprachlich als auch von den Bildmotiven.



Stell dir eine Kamerafahrt vor, von diesem einen Hinterhof hinauf zu den Dächern und dan über die Dächer der Stadt...plötzlih kommt dem LI der Gedanke,,,dass es nicht das einzigste Wesen ist, dass soetwas erlebt....
Es bleibt trotzdem ein besonderes Ereignis zu einem besonderen Menschen, es bleibt die innige Beziehung zur Negra, es bleibt ein sich Empfinden in einer besonderen Art (musikal. Mystik / Flameco) es bleibt das sich Begreifen als ein Teil einer Gemeinschaft...
mit zwei Spritzern Melancholie...
Ein Kollege nannte es mal "das Dunkle in der Poesie"

Veilleicht war da mal ein Filmplot...vielleicht auch wirkliches Erleben...

metrisch gibt es ein paar aussergewöhnliche Stilmittel. zwischendurch habe ich zur besonderen Betonung von einzelnen Stellen metrisch identische Zeilen geschrieben:
einmal im Mittelteil (gehe ich noch nich tnäher ein) und einmal im Schlussteil - um das springen /hüßfen des Echotones auch klangkih zu verdeutlichen wenn es heisst:

dem – Klack -, - Klack
Ihrer Schuhe (- v - v)
das wie Boten v v - v)/ hopp
von den Wänden (v v - v)/ hopp
in der Gasse (v v- v)/ hopp
springt (-)

Hörst Du das Echo springen?

Zitat:
Gitano, hast uns hier etwas ganz Kompliziertes eingestellt. Ich denke einmal, dass ich mich meilenweit am Kern des Textes vorbei denke. Passiert mir nicht oft, aber hier habe ich schwer das Gefühl.

Hm, als Kompliziertes wurde Text bishe rnie charakterisiert.
Es ist aber nicht Absicht des Textes etwas "Furchtbar" Kluges zu äußern. Sondern der Inhalt bewegt sich im Emotionalen - und dort an der Grenze , wo Erlbtes auch Mytisch werden könnte.
Handwerklich sicher ungewöhnlich : ich nehem dass was ich für meine Idee brauche: mal ein streng gleichförmig metrische Sequenzen (die wie ein inneres Echo klingen) mal Rhythmuswechsel und freie Verse..

Vielen Dank für Dein detailiertes Interesse und Dein Nachfragen!
Liebe Grüße
gitano
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