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Herbstblätter


 

 
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OrangeHair
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 51
Beiträge: 109
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 14.11.2012 12:04    Titel: Herbstblätter eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Da ich ganz neu hier bin, interessieren mich eure Meinungen sehr.
Ich hab das jetzt mal in Lyrik reingestellt und hoffe, hier ist es richtig platziert. Falls nicht - bitte verschieben.

Bitte schön:

Draussen treibt der Herbstwind in kleinen, kurzen Stürmen die Blätter von den Bäumen. Mit lautem Gebrüll stürzt er sich auf sie, beutelt sie, bedrängt sie, zerrt an ihnen, wirbelt sie herum, bis sie endlich ihren Halt verlieren, loslassen vom Sommer und ablassen vom Baum.
Dann treiben sie wirbelnd durch die Luft. Tanzen hierhin und dorthin, wechseln unvermittelt die Richtung und suchen nach einem guten Landeplatz. Dort angekommen fallen sie zu Boden, nur um sich im nächsten Moment mit ihren neuen Nachbarn über den vergangenen Sommer auszutauschen und darüber zu beratschlagen, wo denn nun der beste Platz sei, um sich endgültig niederzulassen. Dabei machen sie bei der Wahl ihrer Nachbarn keinen Unterschied zwischen Größe, Form und Farbe, so dass am Schluss ein ungeordneter bunter Laubhaufen zusammengekommen ist.
Sollte einem von ihnen das Glück beschieden sein, von einem lachenden Kind aufgesammelt zu werden, so zeigt es sich noch einmal von seiner buntesten und schönsten Seite, ehe es sich endgültig in sein Schicksal ergibt. Das sind die Herbstblätter, die die Ankunft der Winterraben voraussagen.


Bitte um ehrliche Meinungen und freue mich auf eure Kommentare!

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jim-knopf
Geschlecht:männlichDichter und Trinker

Alter: 33
Beiträge: 4488
Wohnort: München
Das Goldene Pfand DSFo-Sponsor
Goldene Feder Lyrik


BeitragVerfasst am: 14.11.2012 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

hallo orangehair

ich denke, dass dieser text in der prosa besser aufgehoben ist. dein gedicht ist zwar eher lyrisch, um prosa handelt es sich nichtsdestotrotz. ich werde daher deinen text verschieben.

viele grüße
und herzlich willkommen im forum
roman


_________________
Ich habe heute leider keine Signatur für dich.
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PaperSkin
Schneckenpost


Beiträge: 8



BeitragVerfasst am: 15.11.2012 01:33    Titel: Prosa vs. Verse Antworten mit Zitat

Hallo OrangeHair!

Ich schließe mich jim-knopf an. In dieser Form ist es selbstverständlich Prosa, wobei es mich auch furchtbar interessieren würde, wie es aussähe, schriebest du es im Versmaß, da ein Gedicht (meiner Meinung nach) so optisch und generell besser wirken kann.
Ansonsten hast du ein schönes Thema gewählt, das man versauen kann, oder aber wie du es hier an dieser Stelle geschafft hast, schön verwenden kann.

LG
PaperSkin
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nebenfluss
Geschlecht:männlichShow-don't-Tellefant


Beiträge: 5098
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 15.11.2012 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr anschaulich und eine schöne Idee. Ich finde auch, du könntest es als Gedicht mit Versmaß versuchen - wäre bestimmt eine interessante Übung.

Eine Anmerkung:
Zitat:
wirbelt sie herum, bis sie endlich ihren Halt verlieren, loslassen vom Sommer und ablassen vom Baum.
Dann treiben sie wirbelnd durch die Luft.


Die Wiederholung von "wirbeln" ist mir beim Lesen sofort aufgefallen. Vielleicht findest du da noch ein anderes Verb/Adverb/Adjektiv.

Grüße
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myJerry
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 49
Beiträge: 40
Wohnort: Schwarzwald


BeitragVerfasst am: 16.11.2012 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Orange-Hair,

es gibt wohl schon unendlich viele Texte über Jahreszeiten und besonders auch über den Herbst mit seinen bunten, herabfallenden Blättern.
Nichtsdestotrotz finde ich deinen Text ganz hübsch.
Ausschlaggebend ist dafür eine Stelle:

"...das Glück beschieden sein, von einem lachenden Kind aufgesammelt zu werden..."
Für mich ist die Vorstellung eines fröhlich lachenden Kindes, dass ein Blatt aufsammelt unheimlich auflockernd, was den Text betrifft. Es macht ihn sehr lebendiger.

Vorher gibt es noch deine Formulierung: "Mit lautem Gebrüll stürzt er sich auf sie.. " Das finde ich auch sehr schön gewählt, man kann sich prima den kräftig zerrenden Wind oder fast schon Sturm vorstellen.

Zur Stelle: "... und suchen nach einem guten Landeplatz."
Hier habe ich schon das herunterfallende Blatt vor Augen. Anschließend schreibst du aber noch, dass sie zu Boden fallen. Vielleicht geht es ja nur mir so, aber für mich ist das Blatt schon vorher unten, bevor du das Herunterfallen extra erwähnst. Finde ich irgendwie doppelt.

Den Anfang des letzten Satzes finde ich überflüssig. "Das sind die Herbstblätter.... "
Natürlich sind sie das die Herbstblätter.  Das muss man nicht noch erwähnen. Es vermasselt etwas die schönen Formulierungen vorher, weil es so nüchtern daher kommt.

Bitte die "Belehrungen" nicht übelnehmen. Im Großen und Ganzen gefällt mir dein Text.

Liebe Grüße
myJerry


_________________
"Unter den lebensnotwendigen Dingen gibt es nichts Kostbareres als die Bücher"
- Pierre Simon Fournier -
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OrangeHair
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 51
Beiträge: 109
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 16.11.2012 10:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo!
Habe gar nicht mit so viel nettem Feedback gerechnet und finde eure Anregungen durchaus berechtigt. werde sie sicherlich bei der textbearbeitung berücksichtigen.
Danke schön!
Orange
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