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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Romanbeginn von "Symphony of the Night"


 
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Xhex
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BeitragVerfasst am: 12.11.2012 22:36    Titel: Romanbeginn von "Symphony of the Night" eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Ich habe euch hier nun einmal den ersten Part von Kapitel 1 meines Romans "Symphony of the Night" eingestellt.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und in der Regel umfasst jedes Kapitel drei Parts.
Über ehrliche und gerne auch harte Kritik würde ich mich riesig freuen.

Kapitel 1


Michael O’Hara blickte stirnrunzelnd auf das Empfehlungsschreiben, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag. Man konnte wirklich nicht bestreiten, dass es gut war. Vor allem, wenn man bedachte, von wem es ausgestellt worden war. Und dennoch… Michael musste genau wissen, wen er sich da ins Boot holte, wenn er diesem Daywalker den Job gab. „Nennen Sie mir einen guten Grund, warum ich Sie einstellen sollte, Mr. McClary.“ Michael beugte sich in seinem alten, verschlissenen Ledersessel, den er um kein Geld der Welt gegen einen neuen eingetauscht hätte, nach vorne und blickte seinem Gegenüber in die schwarzen Augen.
„Weil ich Eigenschaften mitbringe, auf die Sie nicht verzichten können.“
„Sie meinen Eigenschaften, wie dem Blutrausch zu verfallen? Nie sicher zu sein, wann der Vampir in Ihnen zum Vorschein kommt und Sie die Kontrolle verlieren?
Von Ihren Emotionen überrollt zu werden?“
Auf Duncan McClarys Lippen erschien ein nachsichtiges Lächeln. „Also eigentlich dachte ich da eher an meine Erfahrungen, die ich als Sicherheitschef gesammelt habe. Außerdem arbeite ich schnell, präzise und effizient.“ Duncan machte eine kurze Pause, dann fügte er hinzu: „Und ich denke, Liam Parkers Empfehlung spricht für sich.“
„In der Tat“, murmelte Michael. Und sie entspricht so gar nicht Liams Art. Er stand von seinem Sessel auf und ging um den Schreibtisch herum auf McClary zu, der sich ebenfalls von seinem Stuhl erhoben hatte. „Was halten Sie von einer kleinen Führung, bevor wir weitersprechen?“, fragte er den Daywalker.
„Ja, warum nicht?“
Michael durchquerte sein Büro, das mit nur  wenigen, sehr alten Möbeln ausgestattet war.  Auch wenn schon manch einer geäußert hatte – wie beispielsweise seine Eltern – seine Einrichtung sei kaum mehr als ein Haufen zusammengezimmerter Holzlatten, gab es hier kein Stück, das nicht einen besonderen Wert für ihn hatte. Nicht, dass man auch nur eins der Möbel als Antiquität bezeichnen konnte – aber jedes der Stücke hatte seine eigene Geschichte, besaß Charakter. Sie passten einfach hierher.
Michael öffnete die Tür und betrat hinter McClary den geräumigen Flur.  Er begann die Führung im Serverraum, der direkt neben seinem Büro lag.
„Nicht schlecht“, lobte Duncan mit einem anerkennenden Nicken.
„Sicher nicht das, was Sie von Parker gewöhnt sind, aber ich denke auch, dass sich damit halbwegs vernünftig arbeiten lässt.“
„Auf jeden Fall.“ McClary sah sich suchend im Raum um. „Haben Sie hier keine Überwachungsanlage?“
Michael zuckte mit den Schultern. „Nein, wozu auch?“
„Unterschätzen Sie nicht das Interesse, das manch einer für Ihren Laden entwickeln könnte. Kameras bieten zwar auch keinen hundertprozentigen Schutz vor ungebetenen Besuchern, verringert aber zumindest das Risiko.“
„Mag sein, aber mir widerstrebt der Gedanke, dass jeder Schritt, den man hier im Haus macht, aufgezeichnet wird.“
Der Daywalker schmunzelte. „Kann ich verstehen. Dennoch ... es ist sicher nicht verkehrt, wenn man weiß, was um einen herum geschieht.“
„Ich bin mir sicher, wir finden eine Lösung, mit der wir beide leben können. Kommen Sie, ich zeige Ihnen noch den Rest.“
Die Männer verließen den Computerbereich und gingen weiter zum Besprechungszimmer, bei dem es sich um den größten Raum im Erdgeschoss handelte. Mittelpunkt war ein alter Eichentisch, an dem acht Personen Platz fanden. Die restliche Einrichtung war ähnlich spartanisch gehalten, wie Michaels Büro. Den größten Unterschied bildete der große Flachbildschirmfernseher, der an der Wand befestigt war.
„Sie haben bisher alleine gearbeitet, richtig?“, fragte McClary.
„Ja.“
Der Daywalker nickte. „Sieht man. Der Raum wirkt, als warte er noch auf seine Einweihung.“
„Stimmt.“
Michael zeigte McClary noch das kleine Badezimmer und führte ihn anschließend zu einem weiteren Raum. „Und das hier“, sagte er, während er die Tür öffnete, „wäre dann Ihr Büro. Ich hoffe, dass es Ihren Ansprüchen gerecht wird.“
Das Zimmer hatte in etwa die gleiche Größe wie Michaels Büro, war aber sehr viel moderner eingerichtet.
„Absolut. Schreibtisch, genügend Stauraum, ausreichend Platz und Licht. Nur hier…“, der Daywalker deutete zum Computer, „…würde ich gerne meinen eigenen Rechner installieren.“
„Kein Problem.“
Zurück im Flur ging es über eine breite Treppe in die erste Etage. „Wohnen Sie hier?“, erkundigte sich McClary.
„Ich habe zwar ein kleines Haus in der Nähe des Merlin Parks, bin aber die meiste Zeit doch eher hier und schlafe oben unterm Dach. Die Zimmer hier sind für Mitarbeiter gedacht, sodass man sich mal aufs Ohr hauen kann, wenn einem danach ist.“
„Klingt gut.“
Nachdem Michael den Daywalker durch das Haus geführt hatte, gingen sie in die Küche, wo er die Kühlschranktür öffnete. „Möchten Sie auch ein Bier?“ Er stockte und vergewisserte sich: „Sie trinken doch welches, oder?“
„Natürlich … und ja, ich nehme gerne eines.“
Michael nahm zwei Flaschen heraus, öffnete sie, reichte eine davon an McClary und nahm dann einen Schluck. Dabei ruhte sein Blick auf dem Daywalker. Auch wenn dieser mit seinen schwarzen Haaren, dem Bart und den noch schwärzeren Augen einen ziemlich düsteren Eindruck machte, war er Michael vom allerersten Augenblick sympathisch gewesen. Und er hatte genügend Menschen- oder besser gesagt Wesen-Kenntnis, um zu wissen, dass er sich auf sein Gespür verlassen konnte. Auf der anderen Seite war der Krieger, der Kämpfer in dem Daywalker nicht zu übersehen und das Letzte, was Michael gebrauchen konnte, war, dass einem bei einer Verhaftung die Pferde durchgingen. „Sie wollen den Job als Kopfgeldjäger also unbedingt?“
McClary nickte. „Ja.“
„Warum? Schließlich hatten Sie bei Parker einen Job, um den Sie so manch einer beneiden würde. Von der Bezahlung mal ganz zu schweigen.“
Der Daywalker ließ sich mit seiner Antwort Zeit und nahm einen Schluck Bier, bevor er Michael erwiderte. „Trotz der neuen Gesetze gibt es immer noch zu viele Probleme zwischen den Menschen und den paranormalen Wesen. Es wird Zeit, dass ein wenig Ruhe einkehrt.“
„Und Sie sind der Meinung, dass wir Menschen da ein wenig Unterstützung von ihresgleichen gut gebrauchen könnten?“, fragte Michael scherzend und trank einen Schluck Bier.
„Nicht, dass es schaden könnte“, antwortete Duncan schmunzelnd. „Aber ich will meinen Teil dazu beitragen, dass es gelingt.“
„Das erklärt zwar, warum Sie in dieser Branche arbeiten, nicht aber, warum Sie den Job als Sicherheitschef bei Parker aufgegeben haben.“
Das Schmunzeln auf McClarys Lippen wurde breiter. „Eigentlich schon. Parker hat seinen Laden im Griff. Seine Jungs sind gut und niemand käme auf die Idee, ernsthaft Ärger heraufzubeschwören.“
„Was sicherlich auch zum Teil Ihr Verdienst ist.“
Duncan zuckte mit den Schultern. „Mag sein. Jedenfalls benötige ich eine … Luftveränderung. Ich will wieder raus auf die Straße. Ich will wieder mitten im Leben sein und nicht Nacht für Nacht im Caer Hafgan stehen und den Anderen dabei zusehen.“
Michael nickte. „Das kann ich sehr gut verstehen.“ Er stellte die Bierflasche auf den Küchentresen und ging auf den Daywalker zu. „Wenn Sie mit einem Gehalt von tausend Euro plus ein Prozent der jeweiligen Kautionsprovision  zufrieden sind, würde ich sagen: Willkommen im Team.“ Michael streckte McClary die Hand entgegen. Mit einem Grinsen schlug dieser ein. „Klingt gut, Mr. O’Hara. Wann soll ich anfangen?“
„Ich denke, den Mr. lassen wir in Zukunft weg. Ich bin Michael und wenn du so fragst: Wie wäre es mit morgen?“
„Duncan. Und morgen klingt gut.“
„Gut, dann habe ich bis dahin auch den Arbeitsvertrag fertig.“
Michael trank einen Schluck Bier und erkundigte sich dann bei seinem zukünftigen Mitarbeiter: „Hast du denn noch Fragen?“
„Eine wäre da wirklich noch. Von wem erhalten wir eigentlich unsere Aufträge? Arbeiten wir mit verschiedenen Kautionsagenten zusammen oder stellst du selbst die Kautionen bei Gericht?“
„Wir arbeiten ausschließlich für einen einzigen Agenten. Sein Name ist Zac Balor.“
Duncan schüttelte nachdenklich den Kopf. „Ich kenne zwar ein paar der Agenten, aber Balor sagt mir nichts.“
„Wundert mich nicht“, entgegnete Michael. „Balor legt großen Wert auf seine Privatsphäre und zieht es deshalb vor, im Hintergrund zu bleiben. Wahrscheinlich wirst du kaum bis gar nichts mit ihm zu tun haben.“
Der Daywalker nickte verstehend. „Soll mir Recht sein.“
Die beiden Männer tranken ihr Bier aus und sprachen dabei noch einige Details in Bezug auf Duncans Job als Kopfgeldjäger ab.
Michael war für die zukünftige Unterstützung wirklich dankbar, denn ganz abgesehen davon, dass dieser Job im Alleingang einfach zu riskant oder besser gesagt, fast schon selbstmörderisch war, war das Pensum für einen einzelnen einfach nicht mehr zu schaffen.
„Ich treffe mich gleich im Paddys mit einem Freund, der bei der hiesigen Polizei in der Abteilung für paranormale Fälle tätig ist und eng mit mir zusammenarbeitet. Wenn du noch Zeit hast, kannst du gerne mitkommen. Dann kannst du Brendon auch direkt kennenlernen.“
„Würde ich gerne“, antwortete Duncan und verzog bedauernd die Mundwinkel. „Aber ich muss nochmal ins Caer Hafgan und etwas erledigen.“
„In Ordnung, dann sehen wir uns morgen früh gegen neun Uhr.“
„Geht klar.“ Duncan reichte Michael zum Abschied die Hand, nickte kurz und ging hinaus.
O’Hara blickte noch eine Weile nachdenklich zu Boden. Auch wenn sich die Daywalker als eigenständiges Volk betrachteten, war Michael erleichtert, dass bei Duncan die menschliche Seite seines Wesens offensichtlich die Oberhand hatte. Mit einem Seufzer ging er rüber in sein Büro, griff sich seine Lederjacke und machte sich auf zum Pub, in dem Brendon sicher schon auf ihn wartete.



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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Xhex,

ich habe es mal so mit mittlerer Aufmerksamkeit durchgelesen. Dein Stil scheint mir recht flüssig und gut lesbar. Was mir noch fehlt ist eine genauere Beschreibung der Daywalker, ihrer Eigenarten und ihrer Historie (aber die kommt vielleicht gleich im nächsten Part?). Außerdem habe ich die Aufgabe dieses speziellen Daywalkers nicht verstanden. Er war Sicherheitschef, ist nun auf einmal Kopfgeldjäger und will damit etwas für die Emanzipation seines Spezies tun. Hm. Vielleicht ist das ja ebenfalls absichtlich rätselhaft und wird im weiteren Verlauf des Romans aufgeklärt?

Ansonsten hat es mir gut gefallen. Ich habe den Eindruck, dass du schon einige Erfahrung im Prosa-Schreiben hast und bin gespannt, ob eine Fortsetzung kommt.

Grüße
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 02:00    Titel: Antworten mit Zitat

Harte Kritik...
Sagen wir lieber, ehrliche Kritik, ok?

Erster Eindruck ist, dass du sicher nicht dein erstes Werk hier ausstellst.
Es liest sich, aber trotzdem bleiben einige Fragen offen, die keine Storyfragen sind. Auch eiert die Perspektive, es ist mir unklar, ob das absichtlich ist.

Zitat:
Michael O’Hara blickte stirnrunzelnd auf das Empfehlungsschreiben, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag. Man Er konnte wirklich nicht bestreiten, dass es gut war. Vor allem, wenn man er bedachte, von wem es ausgestellt worden war. (von wem?) Und dennoch… Michael musste genau wissen, wen er sich da ins Boot holte, wenn er diesem Daywalker den Job gab. „Nennen Sie mir einen guten Grund, warum ich Sie einstellen sollte, Mr. McClary.“ Michael beugte sich in seinem alten, verschlissenen Ledersessel, den er um kein Geld der Welt gegen einen neuen eingetauscht hätte, nach vorne und blickte seinem Gegenüber in die schwarzen Augen.
„Weil ich Eigenschaften mitbringe, auf die Sie nicht verzichten können.“
„Sie meinen Eigenschaften, wie dem Blutrausch zu verfallen? Nie sicher zu sein, wann der Vampir in Ihnen zum Vorschein kommt und Sie die Kontrolle verlieren? (Absatz weg)
Von Ihren Emotionen überrollt zu werden?“
Auf Duncan McClarys Lippen erschien ein nachsichtiges Lächeln. (auf den Lippen oder besser in seinem Gesicht?) „Also eigentlich dachte ich da eher an meine Erfahrungen, die ich als Sicherheitschef gesammelt habe. Außerdem arbeite ich schnell, präzise und effizient.“ Duncan machte eine kurze Pause, dann fügte er hinzu: „Und ich denke, Liam Parkers Empfehlung spricht für sich.“


Mir stößt sofort die Verwendung von englischen, oder irischen Namen auf. Wo soll das spielen? Und was tut Caer (spanisch) Hafgen (???) dadrin?

Micheals Reaktionen wirken schwach und unprofessionel. Duncan dürfte garantiert nicht seinen eigenen Computer aufstellen.

Zitat:
„Sie haben bisher alleine gearbeitet, richtig?“, fragte McClary.
„Ja.“
Der Daywalker nickte. „Sieht man. Der Raum wirkt, als warte er noch auf seine Einweihung.“

Das ist ungeschickt, die Bezeichnungen für die Figur in der Einleitung andauernd zu ändern. Er ist entweder Duncan, der Daywalker oder McClary. Und vergiss unnötiges Kopfnicken, wenn die Zustimmung aus dem Kontext hervorgeht.

So, das war's von Murmel.


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Christine H.
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Der Einstieg ist flüssig geschrieben. Ich bin derselben Meinung, dass der Namenswechsel bezogen auf eine Person verwirrend ist. An besagter Stelle musste ich zweimal lesen.

Alle Hintergrundinformationen bereits in den ersten Abschnitt zu packen, fände ich nicht so gut. Ich denke, sie werden nach und nach ins Geschehen einfließen.

Obwohl es nicht mein bevorzugtes Genre ist, habe ich den Beginn gerne gelesen. Die Vermischung der Namen (amerikanisch, irisch, spanisch) würde mich nur dann stören, wenn das im Bezug auf das Land nicht plausibel wäre. Aber in Amerika z. B. ist diese Vielfalt durchaus möglich.


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Herzliche Grüße
Christine
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Xhex
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 13:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ups... das ging aber mit dem Feedback schneller als ich erwartet habe, dafür schon mal ein ganz herzliches dankeschön.

@nebenfluss
Was die Definition der Daywalker betrifft, so wird es am Ende ein entsprechendes Glossar geben, dass jeder Rasse kurz vortsellt, da es auch das ein oder andere erfundene Wesen wie den Shadowshaper geben wird. Natürlich wird es da nur einen kurzen Anriss geben, die Eigenarten der einzelnen Rassen sollen dann schon im Verlauf der Romans aufgezeigt werden.
Was Duncans Wechsel vom Sicherheitschef zum Kopfgeldjäger angeht, nun, da gibt es ja schon eine Erklärung in diesem Part. Er beantwortet Michael die Frage ja mit der Antwort, dass er wieder raus ins Leben will und es leid ist, den anderen nur beim Leben zuzuschauen. Was die Emazipation betrifft (Integration würde es jedoch besser treffen), so meint Duncan damit, dass es immer noch zu viele Konflikte, zu viele Probleme zwischen den Paras und den Menschen gibt.
Könnte man das vielleicht noch deutlicher ausarbeiten?
Was die Prosa-Erfahrung angeht: Nun ja, ehrlich gesagt hält die sich bei mir noch in Grenzen. Ein völliges Greenhorn bin ich sicher nicht mehr, aber ich weiß auch, dass ich noch viel lernen muss. Dennoch freut es mich natürlich, dass ich es zumindest schon mal schaffe, diesen Eindruck zu vermitteln.
Was die Fortsetzung betrifft: Nun, das hier war ja der erste von 3 Parts, aus denen jeweils ein Kapitel besteht, wobei jeder Part aus der Sicht einer anderen Figur erzählt wird.. Aktuell bin ich  bei Kapitel 4, es ist also schon noch einiges an Lesestoff vorhanden.

@Murmel
Lach ... keine Sorge, die von dir genannten Punkte, fallen definitv noch unter die Rubrik ehrliche Kritik, aber auch wenn es harte Kritik geben sollte, ist das für mich wirklich absolut in Ordnung, denn nur so habe ich die Möglichkeit, die Geschichte zu optimieren.
Also, was die Erfahrung angeht: Ja doch, es handelt sich hier um mein erstes Prosawerk, dass ich hier einstelle. Natürlich habe ich schon die ein oder andere Kurzgeschichte verfasst aber auch die kann man an einer hand abzählen.
Was deine Fragen zu den Begriffen betrifft:
Als Caer werden in der irischen Anderswelt viele Burgen, Schlösser und Festungen bezeichnet. Da gibt es z.B. das Caer Loyw, bei dem es sich um ein Glasschloss in der Unterwelt handelt. Ist also im keltischen andersweltbereich eine recht gebräuchliche Bezeichnung, So gibt es auch noch: Caer Sidi, Caer Arianrhod, Caer Golur usw.
Hafgan ist ein keltischer Fürst der Unterwelt.
Die Story spielt in Irland; genauer gesagt in Galway, aber das wird in Part 2 von Kapitel 1 dann auch erwähnt. Ich möchte in dem Roman die irische mit der keltischen Mythologie noch enger verbinden, als sie es ohnehin schon ist. Deshalb wird man hier auch öfters mal auf Wesen, Begriffe oder Legenden treffen, die zwar nicht der irisch-keltischen, aber der keltischen Mythologie entspringt und das alles in die Gegenwart bzw. in eine nicht allzu entfernte Zukunft verlagern.
Du hast erwähnt, die Perspektiven würden eiern. Was genau meinst du damit?
Und was Michael betrifft: Nun, da hast du Recht und Unrecht zugleich. Er soll als Chef (zumindest in gewissen Bereichen) unprofessionell - oder sagen wir lieber: unvorsichtig - wirken, denn er ist alles andere als ein typischer Chef. Gewisse Sachen interessieren ihn einfach nicht so sehr bzw. ist er  bei einigen Dingen/Situationen einfach zu sorglos.
Das mit dem Namenswechsel für ein und dieselebe Figur werde ich ändern. ich wollte die häufige Namenswiederholung vermeiden, was wohl keine so sonderlich gute Idee war.

@Christine H.
Freut mich, dass du diesen ersten Part gerne gelesen hast und das, obwohl es nicht dein bevorzugtes Genre ist.
Zu dem Namenswechsel habe ich mich ja bereits geäußert und was das
amerikanisch, irisch, spanisch angeht, nun, ich hoffe auch das konnte ich  mit meiner Erklärung an Murmel erklären. Die Namen machen also auch in Irland so ihren Sinn.

So, und nun noch einmal ein ganz dickes Dankeschön, es ist wirklich wahnsinnig hilfreich, mal Kritk von neutralen Lesern zu diesem ersten Part zu bekommen.
Ich weiß ja nicht, ob einer von euch (oder wer die Geschichte auch sonst noch lesen sollte) Interesse daran hätte, die Story als Betaleser weiter zu verfolgen (oder aber in einer Arbeitsgruppe), aber ich würde mich freuen, wenn das der Fall wäre. Wer dazu Lust hat, kann sich gerne jederzeit bei mir melden. Natürlich würde ich mich auch erkenntlich zeigen und dafür auch eure Werke gegenlesen.

LG
Xhex


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Murmel
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt lache ich auch, klar, Caer aus dem keltischen, da hätte ich drauf kommen müssen. Ich glaube, es kommt aus dem Cymru, Welsh, der Britonischen Variante.

Bevor ich dir zeigen kann, wo die Perspektiven eiern, beantworte mir, in welcher du meinst zu schreiben.

Welche Verbindung hast du zu Irland?


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Xhex
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 14:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Roman ist  aud der Perspektive des personalen Erzählers erzählt und das je Part von einer anderen Figur.

So ist

Part 1 Kapitel 1 aus der Sicht von Michael in der 3.Person.
Part 2 Kapitel 1 aus der Sicht von Cat in der 3.Person.  
Part 3 Kapitel 1 aus der Sicht von Gabriel in der 3.Person.

Part 1 Kapitel 2 aus der Sicht von Duncan in der 3.Person.
Part 2 Kapitel 2 aus der Sicht von Michael in der 3.Person.
Part 3 Kapitel 2 aus der Sicht von Cat in der 3.Person.

Welchen Bezug ich zu Irland habe?
Nun, ich liebe das Land, die Landschaft, die Mentalität der Menschen, die Mythologie und Musik.   Very Happy


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mati
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

... um mal richtig klugzuscheißen: bei dem keltischen Sagen-Gedöns sollte man auf die feinen Unterschiede der sprachlichen Hauptgruppen achten. Die unterteilen sich, wie wir alle wissen, in das q-keltische (Irisch, Schottisch-Keltisch, Manx, usw.) und  das p-keltische (Welsh, Bretonisch, Kumbrisch, Kornisch, usw.) Lager. Deshalb passt ein walisischer Ausdruck nicht unbedingt nach Irland. Kann funktionieren, muss aber nicht.

Wäre aber nur der eigene Ehrgeiz, der mich das verifizieren ließe. Wahrscheinlich fällt es dem kontinentalen Leser nicht auf.


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Xhex
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 14:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das stimmt und ich kann dem auch prinzipiell nicht widersprechen.
Allerdings handelt es sich in diesem Fall von "Caer Hafgan" um einen Nachtclub, der von einem Dunkelelf geführt wird. Warum sollte der sich  nach Irisch, Bretonisch oder sonst etwas richten? Das Hafgan ein Fürst aus dem Walisischen ist, ist mir bekannt. Der Name wurde für den Club auch nicht ausgewählt, weil er besonders irish ist, sondern weil es den Bezug zur Unterwelt darstellen soll.


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Murmel
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, ein Dunkelelf ist nicht real, die keltischen Sprachstämme durchaus. So mag Caer in Gaeilge ein Name gewesen sein, im Cuimris ist es eine Festung, das, was im Gälischen Dun heißt.

Es kommt darauf an, wo du mit deinem Werk hinwillst. Es gibt in der Agenten und Lektorengilde erstaunlich viele, die Sinn und Unsinn sofort unterscheiden können.

User CAMIR lebt in Irland, sie kann bestimmt weiterhelfen, falls Fragen auftreten.

Im Moment schreibst du allenfalls auktorial oderhead hopping, und nicht aus der Perspektive eines Einzelnen. Du wirst dich noch mit der Perspektive befassen müssen, befürchte ich. smile


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Xhex
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 15:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dass ich mich mit der Perspektive noch befassen muss, ahnte ich fast, denn da sehe ich selbst auch noch Behandlungsbedarf.

Was Caer betrifft: Nun, da ist schon die Festung mit gemeint und sollte somit auch mit Hafgan harmonieren.

Danke für den Tipp mit User Camir. Ist sicher hilfreich, denn man lernt bekanntlich nie aus.
Ich habe zwar auch eine Leserin, die 3 jahre in Irland gelebt hat und nun seit 3 Jahren in Schottland lebt und einen Studenten der in Spanien lebt, Keltologie aber studiert hat und auch als Übersetzer arbeitet. Von den Beiden habe ich auch schon etliche Tipps bekommen, aber in dieser Hinsicht lernt man bekanntermaßen ja niemals aus.


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Murmel
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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ist prima, wenn du dich mit der Recherche befasst. Ich habe Gälisch auf Skye studiert und schottische Kultur und Geschichte, auch Mythologie, na klar. Leider weiß ich damit mehr als der Durchschnittsschotte, traurig, aber wahr.  Laughing

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BeitragVerfasst am: 13.11.2012 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Xhex hat Folgendes geschrieben:

Was Caer betrifft: Nun, da ist schon die Festung mit gemeint und sollte somit auch mit Hafgan harmonieren.


Und damit ich auch noch meinen Senf dazu gegeben habe ... smile
Das Wort Caer kommt, soweit ich seinerseit recherchiert habe, aus dem Piktischen und bedeutet tatsächlich Festung oder Burg. Allerdings siedeln die Sprachforscher die piktische Sprache in der p-keltischen Gruppe an (was auch die Ähnlichkeiten mit Welsh erklärt), was wiederum bedeuten würde, dass der Begriff eigentlich nichts in Irland zu suchen hat.

Andererseits habe ich auch schon gelesen, dass die keltische Mythologie aus Irland und GB viele Gemeinsamkeiten aufweist. Könnte also durchaus sein, dass sich der eine oder andere Begriff in den unterschiedlichen Sprachzweigen eingeschlichen hat. Trotzdem würde ich dem nochmals genauer nachgehen, schaden kann es nicht und interessant ist's allemal.

[Besserwissermodus off]  lol

mati hat Folgendes geschrieben:

Wahrscheinlich fällt es dem kontinentalen Leser nicht auf.

Da wäre ich gar nicht mal so sicher ...


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BeitragVerfasst am: 15.11.2012 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Xhex,
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich irgendetwas dazu bringen könnte, heute noch eine ausführliche Kritik zu schreiben, aber deine Geschichte verdient sie einfach.
Dass sie ausgezeichnet geschrieben ist, muss ich dir nicht noch sagen; wohl aber, dass du mir die Protagonisten auf Anhieb sehr sympatisch machst und mit wenigen Worten auskommst, um eine tolle Atmosphäre zu kreieren.
Die üblichen Peanuts, vllt gehst du ja mit ein paar Anmerkungen konform:
Zitat:
„Weil ich Eigenschaften mitbringe, auf die Sie nicht verzichten können.“
„Sie meinen Eigenschaften, wie dem Blutrausch zu verfallen? Nie sicher zu sein, wann der Vampir in Ihnen zum Vorschein kommt und Sie die Kontrolle verlieren?
Von Ihren Emotionen überrollt zu werden?“
Auf Duncan McClarys Lippen erschien ein nachsichtiges Lächeln. „Also eigentlich dachte ich da eher an meine Erfahrungen, die ich als Sicherheitschef gesammelt habe. Außerdem arbeite ich schnell, präzise und effizient.“ Duncan machte eine kurze Pause, dann fügte er hinzu: „Und ich denke, Liam Parkers Empfehlung spricht für sich.“
Die Stelle gefällt mir besonders, weil man ganz kurz das Gefühl hat, sich in Vampirkitsch einzulesen, einen Satz danach jedoch fühlt man sich beinahe schlecht, je einen solchen Gedanken gehegt zu haben.
Zitat:
Die Männer verließen den Computerbereich
Der Begriff "Computerbereich" klingt ein bisschen, als wolltest du nur notgedrungen eine Wortwiederholung "Server" verhindern.. Gibt es da nicht noch ein andres Wort für? smile
Zitat:
bei dem es sich um den größten Raum im Erdgeschoss handelte
ohne deine Professionalität anzweifeln zu wagen, darf ich dir einen Vorschlag machen? ", der den größten Teil des Erdgeschosses einnahm" ?Nur wenn dir die Formulierung vllt entgegen kommt..
Zitat:
Die restliche Einrichtung war ähnlich spartanisch gehalten, wie Michaels Büro

Zitat:
Michael zeigte McClary noch das kleine Badezimmer und führte ihn anschließend zu einem weiteren Raum.
Zur Orientierung tät eine kleine Angabe gut, wo sich dieser, wie ich annehme, äußerst wichtige Raum befindet. Vllt mit Ausblick auf den Park? Hätte sowas Einleitendes:D
Zitat:
Auf der anderen Seite war der Krieger, der Kämpfer in dem Daywalker nicht zu übersehen und das Letzte, was Michael gebrauchen konnte, war, dass einem bei einer Verhaftung die Pferde durchgingen
WOW, den Satz würde ich sogar kritisieren:
Es wäre ganz schön, woran er diesen kriegerischen Eindruck festmacht.
"und das letzte, was Michael gebrauchen konnte, war, dass einem bei einer Verhaftung die Pferde durchgingen"-> "Und das letzte, was Michael gebrauchen konnte, war ein Angestellter, dem bei einer Verhaftung die Pferde durchgingen" ? (:
Zitat:
Sie wollen den Job als Kopfgeldjäger also unbedingt?“
->Anstellung, Arbeit etc. sonst WW
Zitat:
Trotz der neuen Gesetze gibt es immer noch zu viele Probleme zwischen den Menschen und den paranormalen Wesen
Also ein bisschen Fantasy fließt ja auch in meinem Blut, daher: Ist der Daywalker nicht auch ein paranormales Wesen?
Ich finde allgemein (sehr pingelig), dass diese Aussage dem bisherigen Auftreten Duncans nicht ganz entspricht. Vorschlag: "Die neuen Gesetze allein können die Probleme [...] nicht beseitigen[...] meinen Teil beitragen." Ich hätte eher Solch eine coolere, neutralere Audrucksweise erwartet, wobei ich das vllt gar nicht beurteilen kann nach den wenigen zeilen. Dies ist nur mein Eindruck wink
Zitat:
„Nicht, dass es schaden könnte“, antwortete Duncan schmunzelnd. „Aber ich will meinen Teil dazu beitragen, dass es gelingt.“
Das "Aber" bedingt ja einen gewissen Gegensatz in beiden Teilen der wörtlichen Rede, aber der ist meiner Meinung nach gar nicht vorhanden.
"dass es gelingt" finde ich ungenau und ein bisschen überflüssig, da ja noch kein genaues Ziel definiert ist. Dieser Satz kann gemeinsam mit dem "Ruhe einkehren"- satz stehen ohne diese Ergänzung.
Zitat:
ernsthaft Ärger
->"ernsthaft auf die Idee"* oder "ernsthaften Ärger"* ?
Zitat:
Zac Balor
Sehr schöne Namen, nebenbei. Nicht die alte "John-Jack-EDWARD"-Serie
Zitat:
Paddys
Da musst du mich aufklären, oder ist es Paddy's?
Zitat:
war, war das Pensum für einen einzelnen einfach nicht mehr zu schaffen.
vllt:"stellte das Pensum eine Überforderung dar" sonst WW "war"
Insgesamt: Überzeugend, Klischeefrei (Gott sei Dank), mit einem ganz winzigen Spritzer Harry Potter wie ich finde, vielleicht liegt das aber auch an der Location und dass ich gerade einen Film gesehen, sowie deinen Beitrag auf dem "Roten Teppich" gelesen habe. lol2
Ich würde gern weiterlesen.
Liebe Grüße
Uther Pendragon


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Xhex
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BeitragVerfasst am: 15.11.2012 20:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo UtherPendragon,

okay, ich muss gestehen dass du es geschafft hast, mich wirklich, wirklich sprachlos zu machen. Und wer michkennt, weiß, wie verdammt schwer das ist ... lach.
Ich habe mit solch einem Lob wirklich nicht gerechnet und freue mich echt  wie ne Schneekönigin. Embarassed
Und nein, es ist mir absolut nicht klar, dass ich ausgezeichnet schreibe aber ich bemühe mich zumindest, das beste aus meinen kapitel herauszuholen.

Was deine Anmerkungen betrifft, da kann ich nur sagen, dass du mit jeder einzelnen absolut Recht hast. Bei einigen davon habe ich mir wirklich an die Stirn geklatscht und mich gefragt, warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin, denn natürlich gibte es in den Kapiteln immer noch Passagen, mit denen ich selbst nicht so zufrieden bin, aber einfach nicht drauf gekommen bin, woran das liegt. Da hast du mir wirklich toll weitergeholfen und dafür ein dickes Dankeschön!
Was die Idee zu der Geschichte angeht: Ja, da denke ich wirklich auch, dass sie Potential hat und wenn sie eines ganz gewiss nicht werden soll, dann ist es ein Edward-Bella-Abklatsch.
Was mir wichtig ist bei dieser Geschichte, ist zu zeigen, dass es nicht nur schwarz oder weiß gibt, sondern, dass dazwischen ganz viele verschiedene Grautöne existieren. Deshalb hätte ich als Titel auch gerne Schatiierungen in grau genommen,aber da wären wir dann bei "Shades of Grey" und damit hat meine Story nun wirklich nichts zu tun ... lach.  Cool
Aus diesem Grund habe ich mich auch für "Symphony of the Night" entschieden (Wundert mich, dass zu dem Titel hier noch niemand etwas gesagt hat), denn die definition einer Sinfonie passt perfekt zur Story.

Was deine Frage zum Paddys angeht: Das hatte ich hier beim Einstellen übersehen ins Kursive zu setzen. Beim Paddys handelt es sich um einen Pub, in dem Michael ebenso Stammgast ist wie im Caer Hafgan. Ist so also im Kapitel schon richtig geschrieben, da der Pub tatsächlich Paddys heißt.

Das du gerne weiterlesen möchtest, freut mich riesig. Ich werde wohl hier noch den zweiten Part von Kapitel 1 einstellen, da dieser auch nicht aus der Sicht von Duncan oder Michael geschildert ist, sondern von Cat. Ich erwähnte ja schon, dass jeder Part aus einer anderen Sicht erzählt wird.
Die weiteren Kapitel (aktuell bin ich bei Kapitel 4) würde ich dann allerdings lieber innerhalb einer AG einstellen, d.h. natürlich nur dann, wenn sich ein paar Interessierte finden würden, die mir bei der Story helfen möchten.

Liebe Grüße
Xhex


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BeitragVerfasst am: 15.11.2012 20:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier könnt ihr nun Part 2 von Kapitel 1 lesen.

*************************************************************

Laser zuckten durch die Luft, die Bässe wummerten aus riesigen Lautsprechern und wabernder Nebel umschloss die Menge auf der Tanzfläche. Die Masse pulsierte, schien wie in Trance, von der Umgebung kaum noch etwas wahrnehmend.
Das alles interessierte Cat jedoch herzlich wenig. Sie war nicht ins Caer Hafgan gekommen, um sich auszutoben und sie hoffte erst recht nicht auf ein schnelles Abenteuer mit einem Vampir, einem Elf oder was auch sonst immer sich hier heute aufhielt. Es war ihr ein Rätsel, wie Frauen sich dazu herablassen konnten, eines dieser Geschöpfe auch nur zu berühren. Das käme für sie niemals in Frage. Nicht nachdem, was diese Monster ihrer Familie angetan hatten.
Cat bahnte sich einen Weg durch die Menge nach Schweiß riechender Körper, die sich zu den Rhythmen düsterer Dark-Wave Musik bewegten. Ihr Ziel war die Theke, die sich durch den hinteren Bereich des Nachtclubs schlängelte und etwas erhöht angelegt war. Von dort aus, so hoffte Cat, hatte sie einen besseren Überblick. Immer wieder wurde sie dabei angerempelt, und jede dieser Berührungen fühlte sich für sie an wie ein elektrischer Schlag. Cat hasste Nachtclubs, sie hasste das Gedränge und auch die Musik, die in diesen Läden gespielt wurde. Aber noch viel mehr hasste sie diese Geschöpfe, die von diesen Clubs angezogen wurden wie die Motten vom Licht. Doch genau diese Geschöpfe, oder besser gesagt, ein ganz gewisses Geschöpf, war der Grund, warum sie nun seit über zwei Jahren durch ganz Irland von Club zu Club zog, in der Hoffnung, ihn endlich aufzuspüren. Sie wusste, er liebte solche Läden.
Cat atmete erleichtert auf, als sie das Gedränge hinter sich gelassen und die Theke erreicht hatte.
„Was darf’s denn sein?“, fragte einer der Barkeeper.
„Ein Guinness.“
„Haben wir nicht.“
„Dann irgendein anderes Bier.“
Der Typ lehnte sich über die Theke zu ihr nach vorne. „Lady, wir führen dieses Gebräu überhaupt nicht. Das entspricht nicht unserem Stil.“
„Dann gib mir irgendetwas“, entgegnete sie ihm, beeilte sich dann aber hinzuzufügen: „Aber bitte nichts von eurer Spezialkarte. Ich steh nicht unbedingt auf diese Drinks mit ihren magischen Zusätzen.“
Der Barkeeper grinste. „Geht in Ordnung.“
Einen Augenblick später schob er ihr einen Whiskey rüber. Cat zahlte, nahm das Glas, drehte sich herum und beobachtete die Leute auf der Tanzfläche. Unter ihnen würde sie ihn ganz sicher nicht finden. Er liebte zwar das Gedränge der Massen, aber nur dann, wenn er darauf herab sehen konnte. Herabsehen! Cats Blick wanderte hoch zur Balustrade des VIP-Bereichs, zu dem nur ausgewählten Gästen der Zutritt gewährt wurde. Es standen nur wenige Personen am Geländer des exklusiven Bereichs, um von dort aus das Treiben im Club zu beobachten. Cat kniff die Augen zusammen. Sie versuchte, durch den Dunst des Nebels, durch das Zucken der Laser, etwas zu erkennen. Ihr Blick wanderte hinweg über die zierliche Figur einer Frau, um die ein dunkelhaariger Typ den Arm gelegt hatte. Glitt weiter über zwei Männer, die gerade über irgendetwas herzhaft lachten und blieb dann an der hochgewachsenen Statur eines Mannes hängen. Cats Nackenhaare sträubten sich vor Angst, die wie eine Sturmflut über sie hereinbrach. Ihr Körper erstarrte, als sie erkannte, dass er es tatsächlich war. Mit einem kalten, überheblichen Lächeln erwiderte er ihren Blick. Er hatte sich kein bisschen verändert. Das Entsetzen längst vergangener Tage war mit einem Schlag wieder da. Sie fühlte sich genauso hilflos wie damals - vor über zehn Jahren. Die Vergangenheit wurde zur Gegenwart. Das Grauen, das sie in ihrem Elternhaus erlebt hatte, war im Hier und Jetzt angekommen. Bilder, wie er sich mit einem kalten Lächeln das Blut von den Lippen wischt, stiegen in ihr hoch. Die Erinnerung, wie er sich anschließend wortlos herumgedreht hatte und einfach davongegangen war. Nichts zurückließ außer Leid und Schmerz. Cat schloss für einen kurzen Moment die Augen. Die Bilder der Vergangenheit schmerzten einfach zu sehr. Sie atmete tief durch und verdrängte die dunklen Erinnerungen in die hinterste Ecke ihrer Seele. Damals war sie fast noch ein Kind gewesen, gelähmt vor Entsetzen und Angst. Doch das war lange her und das Kind von damals, hatte nicht mehr viel gemein mit der Frau, die sie heute war.
Sie öffnete die Augen und sah erneut hinauf in den VIP-Bereich, doch er war verschwunden. Verdammt!
Cat trank in einem Zug ihr Glas leer. Der Whiskey brannte in ihrer Kehle und trieb ihr die Tränen in die Augen. Aber er ließ sie auch ruhiger werden. Zumindest ein wenig. Sie stellte das leere Glas ab und bahnte sich einen Weg zwischen den Leuten, die an der Bar standen und denen, die sich auf der Tanzfläche vergnügten. Ihr Ziel war die Treppe, die zu diesem gottverdammten Bereich und somit auch zu ihm führte. Das einzige Problem bei der Geschichte waren diese beiden Sicherheitstypen, die sich am Fuß der Treppe befanden und dafür sorgten, dass die Gäste im oberen Bereich ihre Ruhe hatten. Irgendetwas musste ihr einfallen.
Sie hatte die beiden Typen fast erreicht, als ihr ein Dunkelelf den Weg versperrte. „Na, wohin so eilig?“, fragte er sie und musterte sie mit seinen stechend gelben Augen. Sein blasses Gesicht war von mehreren feinen Narben überzogen. Den Titel als Mr. Irland würde er sich jedenfalls abschminken müssen, dass würden auch die langen, weißblonden Haare nicht mehr rausreißen können, die ihm in weichen Wellen über die Schulter fielen.
„Das geht dich einen Scheiß an“, zischte Cat und versuchte, sich an ihm vorbei zu drängen.
Das Gesicht des Elfs verfinsterte sich und er packte sie hart am Arm. „Du wagst es, so mit mir zu reden?“, knurrte er.
Cat versuchte sich mit einem Ruck zu befreien. „Nimm deine Pfoten von mir“, blaffte sie ihn an, was zur Folge hatte, dass sich sein Griff um ihren Arm nochmals verstärkte. Der Dunkelelf lehnte sich zu ihr vor und flüsterte ihr mit gepresster Stimme ein „Du hast gerade einen sehr dummen Fehler begangen“ ins Ohr.
Der Kerl begann sie zu nerven. „Der Einzige“, erwiderter sie mit kalter Stimme, „der hier einen Fehler begeht, bist du, solltest du mich nicht augenblicklich in Ruhe lassen.“
„Glaubst du, ja? Na gut, gehen wir zwei doch mal ein paar Schritte und erörtern das außerhalb des Clubs weiter.“
Cat blickte sich um, unsicher, was sie nun machen sollte. Sicher, sie konnte lautstark auf sich aufmerksam machen, das Sicherheitspersonal würde sicher nicht zögern, einzugreifen, denn das Letzte, was solch ein Laden gebrauchen konnte, war schlechte Publicity. Aber dann wäre sie genau an demselben Punkt angelangt, an dem sie vor zwei Jahren gestanden hatte. Wenn es jetzt hier im Club zu Unruhen kam, dann musste sie mit der Suche nach dem Mörder ihrer Eltern wieder von vorne beginnen. Das war so sicher wie das Amen in der Kirche.
Cat biss sich auf die Lippe und überlegte fieberhaft, wie sie den Elf schnell und ohne großes Aufsehen loswerden konnte, während dieser sie zur Tür schob. Da ihr klar war, das sie ihm kräftemäßig nichts entgegenzusetzen hatte und es höchstwahrscheinlich ziemlich ungemütlich für sie werden würde, wenn sie sich erst einmal außerhalb des Caer Hafgans befanden, versuchte sie es mit einem Bluff. „Der Clubbesitzer ist ein sehr guter Freund von mir. Er wird nicht begeistert sein zu hören, wie du mit mir umgehst.“
Der Elf lachte kalt und hart auf. „Netter Versuch. Aber erstens glaube ich, dass du nicht die leiseste Ahnung hast, wem der Laden gehört, da du sonst seinen Namen genannt hättest und zweitens handelt es sich bei ihm zufälligerweise ebenfalls um einen Dunkelelf und ist somit ganz sicher nicht auf einem Kuscheltrip mit einem Menschen.“
Shit, warum musste dieser Laden auch ausgerechnet einem Elf gehören. Jetzt wurde es wirklich brenzlig und Cat überlegte ernsthaft, ob es nicht vielleicht besser war, das Sicherheitspersonal auf sich aufmerksam zu machen.


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BeitragVerfasst am: 15.11.2012 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

hallo!
ganz ohne stilistische Wertung... aber die Story erinnert mich zunehmend an die "Chicagoland Vampires" Bücher.
Ist das beabsichtigt?

LG Orange
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Xhex
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BeitragVerfasst am: 15.11.2012 20:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo OrangeHair,

dass kann ich dir leider nicht beantworten, da ich die Bücher nicht kenne. Wenn du mir einen kurzen Anriss geben könntest, in welche Richtung diese Bücher laufen, kann ich da vielleicht mehr zu sagen.

Liebe Grüße
Xhex


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BeitragVerfasst am: 16.11.2012 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

Klappentext von Buch3:
Gestaltwandler aus den gesamten Vereinigten Staaten finden sich zu einem Treffen in Chicago zusammen. Die Vampirin Merit erhält von Ethan Sullivan, dem Oberhaupt von Haus Cadogan, den Auftrag, den Anführer der Gestaltwandler als Leibwächterin zu begleiten. Dabei soll sie den Vampiren gleichzeitig als Spionin dienen. Ein gefährliches Unterfangen, denn bald findet sich Merit im Kreuzfeuer eines Konfliktes zwischen Gestaltwandlern und Vampiren wieder, der außer Kontrolle zu geraten droht.


Es geht eben auch um Vampire, Sicherheitsdienste, Nachtclubs, Drogen, verschiedene andere Arten (Gestaltswandler, Nymphen,...) und dein Auszug aus deinem Roman hat mich so sehr daran erinnert. Vielleicht einfach, weil es dieselbe moderne Umgebung ist und auch die Sprache dort recht ähnlich ist.

Trotzdem finde ich das was du bis jetzt geschrieben hast sehr gelungen... weiter so!
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BeitragVerfasst am: 16.11.2012 14:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, OrangeHair, freut mich, dass dir die Geschichte bisher gefällt.

Was die "Chicagoland Vampires" Bücher angeht: Nun, okay, könnte sein, dass es in eine ähnlich Richtung läuft, wobei man das halt immer schlecht beurteilen kann, wenn man eine Buchreihe nicht kennt.
Auf der anderen Seite wird das Rad wohl aber auch nicht mehr neu erfunden werden und es wird immer wieder Geschichten geben, die einen Leser an diese oder jene Buchreihe erinnert. Wobei es da echt interessant ist, an was für unterschiedliche Buchreihen die Leser durch ein und dieselbe Geschichte erinnert werden.


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BeitragVerfasst am: 10.08.2013 11:02    Titel: Galway Hunters - Feuertaufe pdf-Datei Antworten mit Zitat

Du meine Güte, wie die Zeit verrinnt ... Jetzt habe ich ich die ersten beiden Kapitel schon ferig überarbeitet und sie euch hier noch gar nicht vorgestellt. Mittlerweile hat sich bei meinem Roman einiges getan. So hat er jetzt auch seinen endgültigen Titel erhalten und heißt "Galway Hunters - Feuertaufe".
Ich stelle euch zunächst einmal Kapitel 1 ein, das allerdings wie alle folgenden Kapitel in drei Parts untergliedert ist und immer aus der Sicht einer anderen Figur erzählt wird.

Kapitel 1 - Part 1


Michael O’Hara blickte stirnrunzelnd auf das Empfehlungsschreiben, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag. Er konnte wirklich nicht bestreiten, dass es gut war. Vor allem, wenn er bedachte, von wem es ausgestellt worden war. Und dennoch … er musste genau wissen, wen er sich da ins Boot holte, wenn er diesem Daywalker den Job als Kopfgeldjäger gab. Michael beugte sich in seinem alten, verschlissenen Ledersessel nach vorne und blickte seinem Gegenüber prüfend in die schwarzen Augen. „Nennen Sie mir einen guten Grund, warum ich Sie einstellen sollte, Mr McClary.“
„Weil ich Eigenschaften mitbringe, auf die Sie nicht verzichten können“, erwiderte McClary ruhig, sachlich.
„Sie meinen Eigenschaften, wie nicht sicher zu sein, wann der Vampir in Ihnen zum Vorschein kommt und Sie die Kontrolle verlieren?“
Auf Duncan McClarys Lippen erschien ein nachsichtiges Lächeln, welches Michael aber nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass dem Daywalker sehr wohl bewusst war, dass die Frage absolut ihre Berechtigung hatte.
„Wie lange kennen wir uns nun schon? Haben Sie schon einmal erlebt, dass ich im Caer Hafgan die Kontrolle verloren habe? Das kann man sich als Sicherheitschef eines Nachtclubs doch gar nicht erlauben.“ McClary machte eine Pause und lehnte sich mit einem selbstsicheren Lächeln zurück an die Stuhllehne. „Und ich denke, das Empfehlungsschreiben macht das auch deutlich.“
„In der Tat“, murmelte Michael. Und es entspricht so gar nicht Liams Art. Aber genau das machte ihn neugierig. Hatte McClary das mit dem Schreiben bezweckt? Michael stand von seinem Sessel auf und ging um den Schreibtisch herum auf den Daywalker zu, der sich ebenfalls von seinem Stuhl erhoben hatte. „Machen wir doch einen kleinen Rundgang durchs Haus, dann sehen wir weiter.“ Vielleicht erfahre ich dabei, wie du wirklich tickst.
„Gerne.“
Michael öffnete die Tür, betrat den geräumigen Flur und begann die Führung im Serverraum, der direkt neben seinem Büro lag.
„Nicht schlecht“, lobte McClary.
„Sicher nicht das, was Sie von Parker gewohnt sind, aber ich denke, dass sich damit halbwegs vernünftig arbeiten lässt.“
„Auf jeden Fall.“ Der Daywalker sah sich suchend im Raum um. „Haben Sie eine Überwachungsanlage?“
„Nein.“
„Nicht mal Kameras oder Bewegungsmelder?“
„Nein, wozu auch?“
McClary drehte sich zu ihm um und wirkte, als überlege er gerade, ob er hier einem Test unterzogen wurde. „Unterschätzen Sie nicht das Interesse, das manch einer für Ihren Laden entwickeln könnte.“
„Mag sein, aber mir widerstrebt der Gedanke, dass jeder Schritt in meinem Haus aufgezeichnet wird.“ Für Sicherheit kann man auf verschiedene Art und Weise sorgen.
„Kann ich verstehen. Dennoch … es ist sicher nicht verkehrt, wenn man weiß, was um einen herum geschieht. Im Caer Hafgan …“
„Wir sind hier nicht im Caer Hafgan“, unterbrach Michael ihn freundlich, aber bestimmt. „Die Sicherheitsregeln, die für den Club gelten, benötige ich hier nicht.“
Für einen winzigen Moment blitzte in den Augen des Daywalker so etwas wie Ärger auf, dann antwortete er mit einem Lächeln: „Aber schaden kann es auch nicht.“
„Mr McClary, Ihr Sicherheitsbewusstsein in allen Ehren. Aber wenn ich Ihnen die Stelle gebe, dann muss Ihnen klar sein, dass Sie hier als Hunter arbeiten und nicht als Sicherheitschef.“
„Das ist mir bewusst.“
„Gut. Kommen Sie, ich zeige Ihnen noch den Rest.“
„In Ordnung.“
Sie verließen den Serverraum und gingen weiter zum Besprechungszimmer. McClary ließ den Blick prüfend durch den Raum wandern. „Sie haben bisher alleine gearbeitet, richtig?“
„Ja.“
„Sieht man. Macht alles einen noch sehr neuen und zweckmäßigen Eindruck. Flat-Fernseher, DVD-Recorder, großer Tisch mit ausreichend Platz für mehrere Leute. Verzicht auf Schnickschnack. So lässt sich’s vernünftig arbeiten.“
„Jetzt muss nur noch ein entsprechendes Team aufgebaut werden.“
„Tja, auf Dauer wird’s im Alleingang bei diesem Job schwierig. Haben Sie in Ihrer Zeit als Privatdetektiv alleine oder mit einem Team gearbeitet?“
Michael konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Es hätte ihn auch gewundert, wenn sich der Daywalker keine Informationen über ihn eingeholt hätte. Ob Parker ihm das mit der Detektei gesteckt hatte? „Ohne Team.“
„Ist alleine aber auch nicht gerade der ruhigste Job.“
„Allerdings. Aber ruhig liegt mir auch nicht unbedingt.“
Zusammen verließen sie das Besprechungszimmer und Michael ging mit McClary zum nächsten Raum. „Wenn ich mich für Sie entscheide“, sagte er, während er die Tür öffnete, „dann wäre das hier Ihr Büro.“
„Passt.“ McClary nickte zufrieden und ließ den Blick durch das sonnendurchflutete Zimmer gleiten, das Michael mit einem neuen Schreibtisch, Computer, zwei Aktenschränken und einem Holzregal ausgestattet hatte.
Zurück im Flur ging es über eine breite Treppe in die erste Etage. „Wohnen Sie hier?“, erkundigte sich McClary.
„Ja, oben, unterm Dach.“
„Sie hatten zuvor in einem Haus am Rande des Merlin Parks gewohnt, richtig?“
Gut recherchiert. „Ja. Habe ich allerdings verkauft.“ Michael führte McClary durch die einzelnen Zimmer im ersten Stock und erklärte: „Die Zimmer hier sind für Mitarbeiter gedacht, sodass man sich mal aufs Ohr hauen kann, wenn einem danach ist.“
„Klingt vernünftig.“
Zurück im Erdgeschoss gingen sie in die Küche. Überrascht blieb McClary in der Tür stehen. „Und dann sind Sie der Meinung, dass sie keine Sicherheitsanlage für das Haus benötigen?“, fragte er mit einem verständnislosen Kopfschütteln, als er die Vitrine und Regale entdeckte.
Amüsiert beobachtete Michael den Daywalker, wie er die Aufschriften der diversen Apothekerflaschen, Dosen und Schachteln studierte.  
McClarys Blick wanderte durch den Raum und blieb dann am Fenster hängen. Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Also doch Sicherheitsvorkehrungen“, sagte er und begutachtete die aufgehängte Dekoration aus drei dünnen Ebereschenröhrchen.
„Ich habe nie gesagt, dass ich keine getroffen habe. Nur mag ich den ganzen technischen Kram nicht.“
„Eine Kombination aus beidem wäre aber sicher nicht verkehrt.“ Der Daywalker roch am ersten Holzröhrchen. „Salz?“
„Yepp.“
„Weißdorn?“, fragte er, nachdem er am zweiten Röhrchen gerochen hatte.
„Fast. Mistel.“
Beim dritten: „Hämatit?“
„Richtig.“
„Gute Kombination um sich vor schwarzer Magie und ungebetenen Besuchern zu schützen. Sind Sie ausgebildeter Hexer?“
„Nein“, erwiderte Michael. „Aber ich habe mich während des Studiums der Parapsychologie mit der magischen Wirkung von Naturalien befasst und sie zu schätzen gelernt.“
 Erstaunt sah McClary zu ihm herüber. „Ich wusste gar nicht, dass Hexerei auch zu den Unterrichtsfächern gehört.“
„Zählt sie auch nicht … zumindest nicht offiziell.“ Michael ging zum Kühlschrank und öffnete die Tür. „Möchten Sie auch ein Bier?“
„Ja, gerne.“
Er nahm zwei Flaschen heraus, reichte eine davon an McClary und nahm dann einen Schluck. Dabei ruhte sein Blick auf dem Daywalker. Auch wenn dieser mit seinen schwarzen Haaren, dem Bart und den noch schwärzeren Augen einen ziemlich düsteren Eindruck machte, war er Michael auf Anhieb sympathisch. Auf der anderen Seite war der Krieger, der Kämpfer im Blick des Daywalkers nicht zu übersehen und das Letzte, was er gebrauchen konnte, war, dass einem Mitarbeiter bei einer Verhaftung die Pferde durchgingen. „Sie wollen den Job als Kopfgeldjäger also unbedingt?“
McClary nickte. „Ja.“
„Warum? Schließlich hatten Sie bei Parker einen Job, um den Sie so manch einer beneiden würde. Von der Bezahlung mal ganz zu schweigen.“
Der Daywalker ließ sich mit seiner Antwort Zeit und nahm einen Schluck Bier, bevor er erwiderte: „Ich brauche eine … Luftveränderung.“
„Warum? Was ist passiert?“
Der Daywalker zuckte mit den Schultern. „Nichts Besonderes. Ich will wieder raus auf die Straße. Ich will lediglich wieder mitten im Leben sein und nicht Nacht für Nacht im Caer Hafgan stehen und den Anderen dabei zusehen.“
Michael nickte. „Das ist ein Grund, den ich nachvollziehen kann.“ Er stellte die Bierflasche auf den Tresen und ging auf McClary zu. „Gut. Mein Angebot: Tausend Euro Gehalt, plus ein Prozent der jeweiligen Kautionsprovision. Einverstanden?“ Michael streckte McClary die Hand entgegen.
Ohne zu zögern schlug dieser ein. „Klingt gut. Wann soll ich anfangen?“
„Morgen um neun Uhr.“
McClary lächelte. „In Ordnung, Mr O‘Hara.“
„Ich denke, den Mr lassen wir in Zukunft weg. Ich bin Michael.“
„Duncan.“
Michael nahm seine Flasche vom Tresen, trank einen Schluck und erkundigte sich: „Noch Fragen?“
„Eine wäre da wirklich noch: Von wem erhalten wir unsere Aufträge? Arbeiten wir mit verschiedenen Kautionsagenten zusammen oder stellst du selbst die Kautionen bei Gericht?“
„Wir arbeiten ausschließlich mit einem Agenten zusammen. Sein Name ist Balor.“
„Etwa Zac Balor?“
„Du kennst ihn?“
„Natürlich – wenn auch nicht persönlich. Aber welchem Para wäre sein Name kein Begriff? Nur, dass er jetzt im Kautionsgeschäft mitmischt, muss neu sein.“
„Ist es.“ Michael sah ihn prüfend an. „Ist es ein Problem für dich, mit Zac zusammenzuarbeiten?“
Duncan zuckte mit den Schultern. „Nein, überhaupt nicht.“
„Gut. Dann wäre soweit ja alles geklärt.“ Michael stellte seine Flasche zurück auf den Tresen, nahm seine Lederjacke, die über dem Stuhl hing und zog sie an. „Ich treffe mich gleich im Paddy‘s mit Brendon … einem Freund, der bei der hiesigen Polizei in der Abteilung für paranormale Fälle tätig ist. Von ihm erhalte ich Informationen, an die man sonst nur recht schwer rankommt. Komm doch mit und lern ihn kennen.“
„Würde ich gerne“, antwortete Duncan und verzog bedauernd die Mundwinkel. „Aber ich muss noch mal ins Caer Hafgan und etwas erledigen.“
„Okay, dann sehen wir uns morgen früh um neun Uhr.“
„Geht klar.“
Zusammen verließen sie das Haus. Draußen angekommen reichte Michael dem Daywalker die Hand zum Abschied, deren Griff dieser mit einem angenehm festen Druck erwiderte. „Dann bis morgen.“
Duncan nickte, drehte sich um und ging den Eyre Square hinunter. Nachdenklich blickte Michael ihm nach. Auf diese Zusammenarbeit bin ich wirklich gespannt. Dann drehte er sich um und machte sich auf den Weg zum Paddy‘s.


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BeitragVerfasst am: 18.08.2013 18:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kapitel 1 - Part 2


Cat ließ ihren Blick durch die große Halle des Nachtclubs gleiten. Paranormale Wesen, wohin sie auch sah. Laser zuckten durch die Luft, die Bässe wummerten aus riesigen Lautsprechern und wabernder Nebel umschloss die Menge auf der Tanzfläche. Die Masse pulsierte, schien wie in Trance.
Das alles interessierte sie jedoch herzlich wenig. Sie war nicht ins Caer Hafgan gekommen, um sich auf der Tanzfläche auszutoben. Und sie hatte auch ganz sicher nicht vor, sich an einen Vampir – oder einen anderen Para - ranzumachen, wie es die schwarzhaarige Frau dort drüben gerade tat. Ekelhaft. Die scheint es echt nötig zu haben. Ja, präsentier ihm nur schön deinen Hals. Er wird das Angebot gewiss nicht ausschlagen. Wie konnte man nur so blöd sein? Diese Monster waren doch alle gleich. Die ließen sich nicht lange bitten, wenn sie das Angebot erhielten, ihren unbändigen Blutdurst zu stillen.
Cat bahnte sich einen Weg durch die Menge nach Schweiß riechender Körper, die sich zu den Rhythmen düsterer Dark-Wave Musik bewegten. Ihr Ziel war die Theke, die sich durch den hinteren Bereich des Nachtclubs schlängelte und etwas erhöht angelegt war. Von dort aus, so hoffte sie, hatte sie einen besseren Überblick. Sie hatte die Theke fast erreicht, als sie einen heftigen Rempler erhielt. Gereizt fuhr sie herum. Vor ihr stand eine selten hässliche Ausgabe von einem Sidhe. Im Gegensatz zu den meisten Vertretern dieser Dunkelelfrasse konnte sich dieses Exemplar den Titel als Mr Irland abschminken; den Sadismus und die Hinterlist, die seine Verwandten hinter Glanz und Schönheit verbargen, stand diesem Sidhe hier buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Als neue Freddy Krüger Besetzung hätte er wirklich die besten Voraussetzungen. Sein blasses Gesicht war durch etliche Narben entstellt und die weißblonden, langen Haare fielen ihm strähnig über die Schultern. „Pass gefälligst auf!“, giftete sie ihn an.
„Hüte deine Zunge, Weib!“ Warnend blickte er sie mit seinen stechend gelben Augen an, dann drehte er sich um und verschwand in der Menge. Besser für ihn! Mit zusammengekniffen Augen sah sie dem Sidhe nach. Gott, wie sie all das hier hasste. Sie hatte diese Nachtclubs sowas von satt. Das Gedränge nervte, die Musik war grauenhaft und am allerschlimmsten waren die Paras, die von diesen Läden angezogen wurden wie Motten vom Licht. Aber es blieb ihr ja gar nichts anderes übrig, wenn sie IHN finden wollte. Sie wusste, ER liebte diese Nachtclubs. Und genau aus diesem Grund zog sie nun schon seit über zwei Jahren durch ganz Irland und klapperte Laden für Laden ab, immer in der Hoffnung, IHN endlich aufzuspüren.
Erleichtert atmete Cat auf, als sie die Theke erreichte und damit das größte Gedränge hinter sich gelassen hatte.
„Was darf’s sein?“, fragte einer der Barkeeper.
„Ein Guinness.“
„Haben wir nicht.“
„Dann irgendein anderes Bier.“
Der Typ lehnte sich über den Tresen zu ihr nach vorne. „Lady, wir führen dieses Gebräu überhaupt nicht. Das entspricht nicht unserem Stil.“
„Dann gib mir einen Whiskey.“
„Spezial?“
„Bloß nicht. Ich steh nicht auf diesen Magiescheiß.“
Der Barkeeper grinste. „Schade, du verpasst etwas.“
„Bezweifle ich.“
Einen Augenblick später schob er ihr einen Whiskey rüber. Cat zahlte, nahm das Glas und roch an der goldgelben Flüssigkeit. Nicht, dass der Barkeeper ihr doch einen Drink von der Spezialkarte aufgedreht hatte. Natürlich ganz aus Versehen, versteht sich. Aber es schien alles in Ordnung zu sein. Der Whiskey roch, ganz wie es sein sollte, nach altem Sherry und Torf. Sie drehte sich herum und beobachtete die Leute auf der Tanzfläche. Unter ihnen würde sie IHN ganz sicher nicht finden. ER liebte zwar das Gedränge der Massen, aber nur, wenn ER darauf herab sehen konnte …
Ihr Blick wanderte hoch zur Balustrade des VIP-Bereichs. Sie kniff die Augen zusammen und versuchte, durch die drückende Dunkelheit, den Dunst des Nebels und das Zucken der Laser etwas zu erkennen. Doch die wenigen Leute, die sie dort oben am Geländer ausmachen konnte, waren nur schemenhaft zu erkennen. Sie konnte nicht einmal sagen, ob es sich um Menschen oder Paras handelte, die von dort oben das Geschehen in der Halle beobachteten. Ihr Blick wanderte über die Gestalten hinweg. Zu dick … Zu klein … Zu zierlich … Zu … Scheiße! Wie gebannt starrte sie die hochgewachsene Statur eines Mannes an. Das Licht eines Scheinwerfers streifte für einen kurzen Augenblick sein Gesicht. Ihr Körper erstarrte. Er … ist … es! Deutlich erkannte sie das kalte, überhebliche Lächeln, das sie seit Jahren in ihren Alpträumen verfolgte.
Mum liegt in seinen Armen, hält ihren Kopf zur Seite geneigt. Seine Lippen berühren ihren Hals. Blut tropft. Nein! Sie schreit. Beide blicken zu ihr. Sie sieht seine Fangzähne. Ein Blutsauger! Mums Blut tropft von seinen Lippen. Lippen auf denen jetzt ein kaltes Lächeln erscheint. Sie weicht entsetzt zurück, dreht sich um und rennt …
Cat schloss für einen kurzen Moment die Augen. Die Bilder der Vergangenheit schmerzten. Sie atmete tief durch und verdrängte die schrecklichen Erinnerungen in die hinterste Ecke ihrer Seele, um von ihnen nicht länger beherrscht zu werden. Es war lange her. Sie war fast noch ein Kind gewesen, damals, als … Doch davon war nichts mehr übrig. Nicht in der Frau, die sie heute war. Sie öffnete die Augen und sah erneut hinauf zum VIP-Bereich, doch er war verschwunden. Shit!
Cat trank ihr Glas in einem Zug leer. Der Whiskey brannte in ihrer Kehle und trieb ihr die Tränen in die Augen, aber er ließ sie auch ruhiger werden. Zumindest ein wenig. Sie stellte das leere Glas ab und bahnte sich einen Weg zwischen den Leuten, die an der Bar standen und denen, die sich auf der Tanzfläche vergnügten, hindurch. Ihr Ziel war die Treppe, die zu diesem gottverdammten Bereich und somit auch zu IHM führte. Das einzige Problem bei der Geschichte waren diese beiden Sicherheitstypen, die sich am Fuß der Treppe befanden und dafür sorgten, dass die Gäste im oberen Bereich ihre Ruhe hatten. Irgendetwas musste ihr einfallen. Ob die Beiden es ihr abnehmen würde, wenn sie behauptete, sie wäre ein bestellter Snack?
Sie hatte die Typen fast erreicht, als sie jemanden anrempelte. „Idiot, pass doch auf.“ Genervt sah sie auf und erkannte, wen sie da angerempelt hatte. Freddy Krüger. Nicht schon wieder!
Das Narbengesicht des Sidhes verfinsterte sich und er packte sie hart am Arm. „Du törichter Mensch.“
Sie versuchte sich mit einem Ruck zu befreien, was jedoch misslang. „Nimm deine Pfoten von mir!“ Mit ihrer freien Hand griff sie nach hinten, um das Messer aus der Gürtelscheide zu ziehen.
Doch der Sidhe kam ihr zuvor. Blitzschnell ließ er ihren Oberarm los, ergriff das Handgelenk des Arms, mit dem sie das Messer ziehen wollte und drehte sie in den Polizeigriff. „Dummen Fehler, den du soeben begangen hast, Weib“, zischte er ihr ins Ohr.
„Nur halb so groß wie der Fehler, den du gerade begehst.“
„Diskutieren wir das doch außerhalb des Clubs.“ Unsanft schob er sie in Richtung des Ausgangs.
Cat biss sich auf die Lippe und überlegte fieberhaft, was sie nun machen sollte. Sicher, sie konnte lautstark auf sich aufmerksam machen, das Sicherheitspersonal würde nicht zögern und eingreifen, denn das Letzte, was solch ein Laden gebrauchen konnte, war schlechte Publicity. Aber dann wäre sie genau an demselben Punkt angelangt, an dem sie vor zwei Jahren gestanden hatte. Wenn es jetzt im Club zu Unruhen kam, dann musste sie mit der Suche nach dem Mörder ihrer Eltern wieder von vorne beginnen. Das war so sicher wie das Amen in der Kirche. Ihr musste etwas anderes einfallen, wie sie das Narbengesicht schnell und ohne großes Aufsehen loswerden konnte. Kräftemäßig war er ihr überlegen – keine Frage. Und wenn er sie erst einmal vor dem Club hatte, konnte es für sie ziemlich ungemütlich werden – auch nicht die beste Option.
„Der Clubbesitzer ist ein sehr guter Freund von mir. Er wird nicht begeistert darüber sein, wie du mit mir umgehst“, zischte sie ihn an.
Der Sidhe lachte kalt und hart auf. „Reizender Versuch. Aber so vergeblich. Und so unwissend. Sieh dich doch einmal um. Warum, glaubst du, sind wir hier so zahlreich vertreten? Ich verrate es dir.“ Seine Stimme wurde ganz leise und er schien es zu genießen, ihr die Antwort ins Ohr zu hauchen. „Der Besitzer ist einer der Unseren. Ein Sidhe, verstehst du?“ Hohn mischte sich in seine Stimme. „Was, Weib, meinst du, könnte ihn dazu veranlassen, sich mit einem Menschen abzugeben?“
Cats Herzschlag setzte für einen Moment aus, um kurz darauf doppelt so schnell in ihrer Brust zu schlagen. Shit, warum musste dieser Laden auch ausgerechnet einem Sidhe gehören?! Jetzt wurde es wirklich brenzlig und sie überlegte ernsthaft, ob es nicht vielleicht besser war, das Sicherheitspersonal auf sich aufmerksam zu machen.

12Wie es weitergeht »



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