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am deutschen Wesen soll die Welt...


 

 
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gold
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BeitragVerfasst am: 24.10.2012 21:20    Titel: am deutschen Wesen soll die Welt... eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Nichts Böses ahnend/Ganz unverhofft
die teutsche Hymne durchschallt die Stadt
Der Besuch steht stille/ die Hand erhoben an die Schläfe
die lieber schlafen gehen sollte/ ein paar militaristische Klänge
mit Trommelwirbel und tsching daräng dabum/
 sie verhallen  im Großstadtverkehr / erhofft



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KeTam
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Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 25.10.2012 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen hoch
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

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BeitragVerfasst am: 26.10.2012 21:25    Titel: Re: am deutschen Wesen soll die Welt... pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nichts Böses ahnend
unverhofft
die teutsche Hymne durchschallt die Stadt
Der Besuch steht stille
die Hand erhoben an die Schläfe
die lieber schlafen gehen sollte
militaristische Klänge
mit Trommelwirbel
verhallen im Großstadtverkehr
erhofft



So dale, ihr lieben müden Lyrikexperten,

no comment is the best comment??? Laughing  Du-Du-Du!

Also tu ich´s auf meine Weise:
ich verbessere es selber: siehe oben

Lg Gold


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dürüm
Wolf im Negligé

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Beiträge: 487
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Das Bronzene Pfand Der bronzene Spiegel - Lyrik
Die lange Johanne in Bronze DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 30.10.2012 00:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo gold,

ich bin jetzt ja schon mehrmals über Dein Stückchen hinweg geflogen und habe mich als Nichtlyriker nicht wirklich getraut etwas zu sagen, aber ich weiß, wie das ist, wenn man gar keinen Kommentar bekommt ...

Und deshalb jetzt die Meinung eines ausgewiesenen Nichtlyrikers.

Die Überschrift verweist natürlich auf das Teil von Geibel, am deutschen Wesen soll die Welt genesen ...

Leider ist das natürlich nationalsozialistisch vereinnahmt worden, und deshalb kaum mehr neutral lesbar oder wahrnehmbar, aber ich nehme an, dass Du diesen Querverweis beabsichtigt hast.

Auch die Schreibweise "teutsch" weist in unsere unmittelbare Vergangenheit (eigentlich überraschend, dass sich Hardy noch nicht zu Deinem Gedicht gemeldet hat ...).

Den weiteren Inhalt interpretiere ich als das Erklingen der Nationalhymne in einer Großstadt und das Erheben der Hände etwaiger anwesender älterer Herren an die Schläfe (explizit Schläfe, also nicht zum Hitlergruß) und den abschließenden Kommentar des LI, dass es hofft, dass es niemand gemerkt hat.

In mir schwingen da ein paar Ressentiments gegen unsere Hymne und eventuell die Bundeswehr, der Schläfengruß weist ja auf Soldaten hin, mit.

Und diese Ressentiments verstehe ich nicht ganz?

Was hat das LI gegen die Hymne und gegen altgediente Soldaten, die das Ertönen der Hymne mit der vorgeschriebenen Ehrenbezeugung erwidern?

Soviel zum Inhalt.

Zur Form.
der erste Satz haut mich schon raus mit der Partizipkonstruktion, wer ahnt denn nichts Böses?
Das LI? ein unbeteiligter Passant? der Kaiser von China?

das würde ich also als erstes ändern, weil es wichtig ist für das Verständnis der folgenden Verse.

Das gleiche gilt für das letzte "erhofft"
Von wem?

Da würde ich mich noch einmal dran setzen.

Soweit mein völlig unmaßgeblicher Kommentar, zurück nach Berlin smile extra

Gruß
Kerem


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Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen.
(Oscar Wilde)
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

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BeitragVerfasst am: 30.10.2012 07:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Morgen, Kerem,

vielen Dank- hab´mich sehr gefreut über deinen Beitrag! Wink
Den hatte ich mir nicht zu erhoffen gewagt!

Nur so viel zunächst:
 Muss man sich denn sonst mit Lyrik beschäftigen um ein Gedicht zu kommentieren? Ich denke, nicht.

Ich finde deine Gedanken dazu klasse!
Ich beschäftige mich bald mit deinen Zeilen, bin jetzt aber in Eile (muss zum Geld verdienen gehen, damit ich etwas anschaffen kann! Laughing  Embarassed)

bis bald!

Lg Gold


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gold
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BeitragVerfasst am: 30.10.2012 23:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

dürüm hat Folgendes geschrieben:
Hallo gold,

ich bin jetzt ja schon mehrmals über Dein Stückchen hinweg geflogen und habe mich als Nichtlyriker nicht wirklich getraut etwas zu sagen, aber ich weiß, wie das ist, wenn man gar keinen Kommentar bekommt ...

Und deshalb jetzt die Meinung eines ausgewiesenen Nichtlyrikers.

Die Überschrift verweist natürlich auf das Teil von Geibel, am deutschen Wesen soll die Welt genesen ...

Leider ist das natürlich nationalsozialistisch vereinnahmt worden, und deshalb kaum mehr neutral lesbar oder wahrnehmbar, aber ich nehme an, dass Du diesen Querverweis beabsichtigt hast.

Auch die Schreibweise "teutsch" weist in unsere unmittelbare Vergangenheit (eigentlich überraschend, dass sich Hardy noch nicht zu Deinem Gedicht gemeldet hat ...).

Den weiteren Inhalt interpretiere ich als das Erklingen der Nationalhymne in einer Großstadt und das Erheben der Hände etwaiger anwesender älterer Herren an die Schläfe (explizit Schläfe, also nicht zum Hitlergruß) und den abschließenden Kommentar des LI, dass es hofft, dass es niemand gemerkt hat.
In mir schwingen da ein paar Ressentiments gegen unsere Hymne und eventuell die Bundeswehr, der Schläfengruß weist ja auf Soldaten hin, mit.
Und diese Ressentiments verstehe ich nicht ganz?

Was hat das LI gegen die Hymne und gegen altgediente Soldaten, die das Ertönen der Hymne mit der vorgeschriebenen Ehrenbezeugung erwidern?

Soviel zum Inhalt.

Zur Form.
der erste Satz haut mich schon raus mit der Partizipkonstruktion, wer ahnt denn nichts Böses?
Das LI? ein unbeteiligter Passant? der Kaiser von China?

das würde ich also als erstes ändern, weil es wichtig ist für das Verständnis der folgenden Verse.

Das gleiche gilt für das letzte "erhofft"
Von wem?

Da würde ich mich noch einmal dran setzen.

Soweit mein völlig unmaßgeblicher Kommentar, zurück nach Berlin smile extra

Gruß
Kerem


hm, ich habe den Titel geändert: also die zweite Version ist die maßgebliche, nämlich in: "am deutschen Wesen, soll die Welt..."

was meint, dass ich es dem Leser überlasse, was er in die Lücke einsetzen will.

Für das LI ist das Erklingen der Nationalhymne unverhofft
Ganz banal: vom LI wurde erhofft, dass die Hymne verstummt

gegen die Bundeswehr habe ich eigentlich keine Ressentiments, aber gegen ältere Herren, die beim Erklingen der Hymne wässrige Augen bekommen und die Hand an die Schläfe legen und der Überzeugung sind, dass am deutschen Wesen die Welt "genest".

Über deine Bemerkungen zur Form, Kerem, mache ich mir noch Gedanken.

Hoffe, du kommst klar mit meinen Anmerkungen.

Liebe Grüße
Gold


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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

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BeitragVerfasst am: 02.11.2012 14:42    Titel: am deutschen Wesen soll die Wel... pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nichts Böses ahnend
unverhofft
die teutsche Hymne durchschallt die Stadt
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Hardy-Kern
Kopfloser

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Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 02.11.2012 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

dürüm hat Folgendes geschrieben:

Auch die Schreibweise "teutsch" weist in unsere unmittelbare Vergangenheit (eigentlich überraschend, dass sich Hardy noch nicht zu Deinem Gedicht gemeldet hat ...).
Den weiteren Inhalt interpretiere ich als das Erklingen der Nationalhymne in einer Großstadt und das Erheben der Hände etwaiger anwesender älterer Herren an die Schläfe (explizit Schläfe, also nicht zum Hitlergruß) und den abschließenden Kommentar des LI, dass es hofft, dass es niemand gemerkt hat. Gruß Kerem

"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." , oder so ähnliche Gedanken, kommen bei mir auf, wenn ich diese Bemerkungen lese.
Ich deute es als Staatsbesuch und da wird vom Kompanieführer der Staatsgast gegrüßt. Der Gast verbeugt sich vor der Fahne der Ehrenkompanie der Bundeswehr und der Fahne der Bundesrepublik Deutschland und wird vom Offizier der Truppe mit einer Tagesmeldung begrüßt. Was der sabbelt, weiß ich nicht.

Kommt der Staatsgast aus einem hilfsbedürftigem Staat, der seine Bürger loswerden will, könnte am Spruch des teutschen Wesens was dran sein. Natürlich könnten dann seine Bürger in Deutschland genesen. Bau eine pompöse Botschaft in Berlin und du bist dabei!
Der nazistische, aggressive Begriff wäre schnell verschwunden, da sich die Zeiten geändert haben.

Jedem Staatsoberhaupt, überall in der Welt, der einem anderen Staat einen Besuch abstattet, wird der Marsch des Gastgeberlandes geblasen.
(Man könnte auch sagen: Zucker in den Arsch geblasen)
Schröder, Kohl, Merkel kommen nach Russland und es werden Schlachtlieder der Roten Armee intoniert, in Frankreich das gleiche.
Mann/Frau, lächelt großzügig und schnell sitzt man im Kreml, um sich über Gaslieferungen durch Russland, im Reichtag einen warmen Arsch zu sichern. Die armen Schweine in Deutschland vergisst man, es wird ja Kaviar gespeist. Trallala!

@Gold: Es reicht heutzutage nicht, derartige schwierige Themen nur anzureißen. Hätte von dir etwas mehr erwartet, nicht nur, dass du den Text "verbesserst", etwas mehr Hinweise wären genehm.
Das Thema tiefgründiger ausarbeiten und in die Prosa oder 'Auf ein Wort' stellen.

Das ("T") vor das ("D"), im Deutschlandbegriff zu stellen, ist mir rätselhaft. Ich hoffe, du verwechselst nicht den Teutoburger Wald mit den Teutonen, die ein jütländischer Stamm zur Zeit der Völkerwanderung waren. Weiß nicht, warum man die Deutschen als Teutonen bezeichnet, nach der heutigen Landkarte waren sie Dänen?!

Zum Nachdenken ist der Text gut, sagt mir aber, dass man in Deutschland, Besucher nur noch mit Volksliedchen empfangen sollte?
"Alle meine hungrigen Entchen, kommt zu Mama", würde Mutti Angela bestimmt mitsingen. Muss aber nicht sein, denn die 30% Essen, das in Deutschland weggeworfen wird, könnte man den Leuten schicken.
Darum müssen sie doch nicht nach Deutschland kommen, oder?

Besser noch, man erspart sich die gegenseitigen Betteleien und das Küsschengeben. Derartige Konferenzen, wie Weltwirtschaftsgipfel und Umweltschutz, kann man sich sparen. Diese Kosten, die laufend in die Millionen gehen, könnte man den Armen geben..., die wissen schon wie sie überleben können.

Es gibt Satelittenfernsehen und andere Arten der Kommunikationen, heißt sparen. Wie wäre es mit netten Briefen, die Post wäre dankbar, die Kosten für Briefmarken könnten gesenkt werden.

P. S. Zufall, diesen Text entdeckt zu haben.
Dürüm, auch wenn ich Ossi bin, Karl-Eduard liegt mir fern. Smile

Hardy
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lupus
Geschlecht:männlichBestseller-Autor

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Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 02.11.2012 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das ("T") vor das ("D"), im Deutschlandbegriff zu stellen, ist mir rätselhaft. Ich hoffe, du verwechselst nicht den Teutoburger Wald mit den Teutonen, die ein jütländischer Stamm zur Zeit der Völkerwanderung waren. Weiß nicht, warum man die Deutschen als Teutonen bezeichnet, nach der heutigen Landkarte waren sie Dänen?!


hallo Hardy, (wenn's dich interessiert)

Dass die Deutschen (mit ihnen die Österreicher, die's ja damlas noch gar nicht gab Smile als Teutonen bezeichnet we/urden, hat nichts mit den jütländischen Teutonen zu tun, weder lässt sich eine genealogische Linie noch ethymologische Verwandschaft herstellen.

teutsch basierend auf Teutonen geht aus theudo hervor, was so viel wie Volk (= zu Volk gehörig) heißt, ist also eine selbstreverentielle Bezeichnung, die Schreibweise teutsch hat sich bin in die Mitte des 19. Jhds gehalten.

tedesco ... mit dem gleichen Stamm, schreibt man noch immer mit 't' Wink

wenn deutsche Urkunden ins Lateinische übersetzt wurden: --> teutonicus

Die Verwendung von teutsch ab den 30er Jahren des 20.Jhds geht auf die Intention zurück, die ursprüngliche Bedeutung (allerdings völlig anders als etwa ursprünglich verwendet) wieder ins Zentrum zu Rücken.

In Quellen des 9. Jhrds (wenn sie denn aus dem Zentrum und dem Süden des Ostfränkischen Reich stammen) bedeutet Teutonici "die Bayern" oder viel mehr "das Bayrische Volk". Die Vertreter = die Herrscherschicht der Bayern hießen "Boavarii"

Ab dem 10 Jhrd zwei Benennungen: im Ostfrankenreich: Teutonen (rex Teutonicorum imperator augustus Romanorum / oder spledor regni Teutonici = Ausweitung des Begriffes auf alle "Deutschen" = deutsch sprechende), im Westfrankenreich (dem Teil, der früher zum Reich Lothars gehörte : Allemands


zum Gedicht:

ich finde auch, dass die Botschaft, die sich mir in ihrer Unklarheit nicht ganz erschließen will, etwas gar oberflächlich daher kommt. Das Gleichsetzen von militärisch = militaristisch greift zu kurz, die Verwendung von teutsch, legt nahe, dass Militärmusik automatisch etwas Völkisches transportieren würde.

Die INtention ist erkennbar, an sich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, aber - weil ein politisches Gedicht - an der Oberfläche kratzend und unscharf, folglich also leider nichts sagend.

Ich würde mir - wie Hardy - ein bisserl mehr Tiefgang wünschen, denn technisch ist es ja nicht schlecht gemacht (wenn man in dem Fall Inhalt und Schreibe wirklich trennen kann).


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

-------------------------------------------------------
"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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Hardy-Kern
Kopfloser

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BeitragVerfasst am: 02.11.2012 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

lupus hat Folgendes geschrieben:

hallo Hardy, (wenn's dich interessiert)

Natürlich interessiert mich das, danke dafür.
Ich hörte in einigen früheren Diskussionen, die ich heute nicht mehr nachweisen kann, dass man diese heldenhaften Teutonen, welche im Buch von Pastenazi, ("Herzog Bojo") 1942, unter dem Nationalsozialismus erschienen, zum Mythos gemacht hatte. Lt. Pastenazi, wurden in Norditalien 30.000 Teutonen, über die Alpen kommend, von einem römischen Heer vernichtet, weil sie die Marschrichtung Rom einschlugen und vernichten wollten. (Hoffe du ersparst mir die Recherche?) Da kann man sich sicherlich streiten.

Mal sehen was noch kommt.

Hardy
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gold
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BeitragVerfasst am: 03.11.2012 10:06    Titel: am deutschen Wesen soll die Welt... pdf-Datei Antworten mit Zitat

Unverhofft
Die deutsche Hymne
Durchquert die Stadt
Der Onkel steht ganz stille
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Trommelwirbel verhallt
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gold
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BeitragVerfasst am: 03.11.2012 10:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hardy-Kern hat Folgendes geschrieben:


"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." , oder so ähnliche Gedanken, kommen bei mir auf, wenn ich diese Bemerkungen lese.
Ich deute es als Staatsbesuch und da wird vom Kompanieführer der Staatsgast gegrüßt. Der Gast verbeugt sich vor der Fahne der Ehrenkompanie der Bundeswehr und der Fahne der Bundesrepublik Deutschland und wird vom Offizier der Truppe mit einer Tagesmeldung begrüßt. Was der sabbelt, weiß ich nicht.

Kommt der Staatsgast aus einem hilfsbedürftigem Staat, der seine Bürger loswerden will, könnte am Spruch des teutschen Wesens was dran sein. Natürlich könnten dann seine Bürger in Deutschland genesen. Bau eine pompöse Botschaft in Berlin und du bist dabei!
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@Gold: Es reicht heutzutage nicht, derartige schwierige Themen nur anzureißen. Hätte von dir etwas mehr erwartet, nicht nur, dass du den Text "verbesserst", etwas mehr Hinweise wären genehm.
Das Thema tiefgründiger ausarbeiten und in die Prosa oder 'Auf ein Wort' stellen.

Das ("T") vor das ("D"), im Deutschlandbegriff zu stellen, ist mir rätselhaft. Ich hoffe, du verwechselst nicht den Teutoburger Wald mit den Teutonen, die ein jütländischer Stamm zur Zeit der Völkerwanderung waren. Weiß nicht, warum man die Deutschen als Teutonen bezeichnet, nach der heutigen Landkarte waren sie Dänen?!

Zum Nachdenken ist der Text gut, sagt mir aber, dass man in Deutschland, Besucher nur noch mit Volksliedchen empfangen sollte?
"Alle meine hungrigen Entchen, kommt zu Mama", würde Mutti Angela bestimmt mitsingen. Muss aber nicht sein, denn die 30% Essen, das in Deutschland weggeworfen wird, könnte man den Leuten schicken.
Darum müssen sie doch nicht nach Deutschland kommen, oder?

Besser noch, man erspart sich die gegenseitigen Betteleien und das Küsschengeben. Derartige Konferenzen, wie Weltwirtschaftsgipfel und Umweltschutz, kann man sich sparen. Diese Kosten, die laufend in die Millionen gehen, könnte man den Armen geben..., die wissen schon wie sie überleben können.

Es gibt Satelittenfernsehen und andere Arten der Kommunikationen, heißt sparen. Wie wäre es mit netten Briefen, die Post wäre dankbar, die Kosten für Briefmarken könnten gesenkt werden.

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Dürüm, auch wenn ich Ossi bin, Karl-Eduard liegt mir fern. Smile

Hardy


hallo Hardy,

danke für deinen Kommentar.
Da meine erste und zweite Version zweideutig war und nicht deutlich wurde, dass mit dem Besuch kein Staatsgast gemeint ist, sondern ein privater  (Groß-) Onkel, habe ich das Gedicht noch einmal überarbeitet. Da das "Teutsch" nicht ausdrückt, was ich meinte, habe ich es gestrichen- ich hatte damit nationalistische Gedanken konnotiert-.

Übrigens, ich finde deinen Vorschlag "alle meine Entchen, kommt zu Mama" als neue Hymne zu intonieren, sollte man aufgreifen!!!   Laughing  Laughing  Laughing

Lg Gold


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BeitragVerfasst am: 03.11.2012 10:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo Lupus,

danke für deinen Kommentar!


Zitat:

Die INtention ist erkennbar, an sich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, aber - weil ein politisches Gedicht - an der Oberfläche kratzend und unscharf, folglich also leider nichts sagend.


ist die neue Version besser???

Lg Gold


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BeitragVerfasst am: 03.11.2012 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

gold hat Folgendes geschrieben:

Da meine erste und zweite Version zweideutig war und nicht deutlich wurde, dass mit dem Besuch kein Staatsgast gemeint ist, sondern ein privater  (Groß-) Onkel, habe ich das Gedicht noch einmal überarbeitet. Da das "Teutsch" nicht ausdrückt, was ich meinte, habe ich es gestrichen- ich hatte damit nationalistische Gedanken konnotiert-.

Übrigens, ich finde deinen Vorschlag "alle meine Entchen, kommt zu Mama" als neue Hymne zu intonieren, sollte man aufgreifen!!!   Laughing  Laughing  Laughing



Weißt du, machst es aber spannend. Der Onkel hört die Hymne, öfter mal was Neues. Da debattieren noch zwei Leute über Sinn und Unsinn der Teutonen, und dann kommt dein unpolitischer Großonkel daher. Schade um die Zeit, welche man hier manchmal verschwendet. Rolling Eyes

Hardy
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gold
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BeitragVerfasst am: 03.11.2012 17:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hardy-Kern hat Folgendes geschrieben:
gold hat Folgendes geschrieben:

Da meine erste und zweite Version zweideutig war und nicht deutlich wurde, dass mit dem Besuch kein Staatsgast gemeint ist, sondern ein privater  (Groß-) Onkel, habe ich das Gedicht noch einmal überarbeitet. Da das "Teutsch" nicht ausdrückt, was ich meinte, habe ich es gestrichen- ich hatte damit nationalistische Gedanken konnotiert-.

Übrigens, ich finde deinen Vorschlag "alle meine Entchen, kommt zu Mama" als neue Hymne zu intonieren, sollte man aufgreifen!!!   Laughing  Laughing  Laughing



Weißt du, machst es aber spannend. Der Onkel hört die Hymne, öfter mal was Neues. Da debattieren noch zwei Leute über Sinn und Unsinn der Teutonen, und dann kommt dein unpolitischer Großonkel daher. Schade um die Zeit, welche man hier manchmal verschwendet. Rolling Eyes

Hardy



hatte mich schon gewundert über deine moderate Art des Kommentierens... wohl zu früh gefreut! Schade!

Also: der Großonkel (das war für mich der Besuch bereits in den ersten Versionen, wenn du etwas anderes darunter verstehst, ist das dein Bier)  ist d.E. unpolitisch, wenn er beim Klang der Nationalhymne still steht. Interessant. Was ist er dann?

 Crying or Very sad  Crying or Very sad


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Hardy-Kern
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BeitragVerfasst am: 03.11.2012 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

gold hat Folgendes geschrieben:

Also: der Großonkel (das war für mich der Besuch bereits in den ersten Versionen, wenn du etwas anderes darunter verstehst, ist das dein Bier)  ist d.E. unpolitisch, wenn er beim Klang der Nationalhymne still steht. Interessant. Was ist er dann? Crying or Very sad  Crying or Very sad

Woher soll ich das wissen? Vielleicht ein harmloser Zuhörer?  
Kann doch sein, dass du nicht mehr aussagen wolltest.
Eine Frage der Gewohnheit, seine rechte Hand zur Grußerweisung automatisch zu heben. Smile

Hardy
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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 04.11.2012 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Man sagt ja heute nicht mehr "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen", sondern höchstens "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt". Offensichtlich sind deutsche Militäraktionen in der Welt wieder gefragt, ob das jetzt als teutsch empfunden wird oder nicht. Das, wie in deinem Gedicht, an Äußerlichkeiten festzumachen (militärische Klänge), ist mir zu simpel. Dafür ist die Thematik einfach zu kompliziert. Ich hätte mir eher weniger Vordergründiges gewünscht in deinem Text.
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gold
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BeitragVerfasst am: 04.11.2012 19:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Man sagt ja heute nicht mehr "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen", sondern höchstens "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt". Offensichtlich sind deutsche Militäraktionen in der Welt wieder gefragt, ob das jetzt als teutsch empfunden wird oder nicht. Das, wie in deinem Gedicht, an Äußerlichkeiten festzumachen (militärische Klänge), ist mir zu simpel. Dafür ist die Thematik einfach zu kompliziert. Ich hätte mir eher weniger Vordergründiges gewünscht in deinem Text.


hallo Bluenote,

wo du Recht hast, hast du Recht. Jene kurze Zeilen sollten lediglich die Gesinnung mancher älteren Herren widerspiegeln- mehr nicht.

Lg Gold


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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 04.11.2012 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht sind die älteren Herren inzwischen ja harmloser als die jungen - siehe Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.
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