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SCHATTEN der VERGANGENHEIT ( Beginn einer Trilogie )


 

 
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El Lobo
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Wohnort: Österreich / Wien


BeitragVerfasst am: 11.09.2012 08:33    Titel: SCHATTEN der VERGANGENHEIT ( Beginn einer Trilogie ) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Buch eins der Trilogie " Die Jagd nach den Blutkristallen "


SCHATTEN der VERGANGENHEIT


Ein altes Artefakt taucht auf -
und ein erbarmungsloser Kampf entbrennt

Es liegt in der Natur des Menschen
vernünftig zu denken
und unvernünftig zu handeln

PLATON ( griechischer Philosoph, ca. 350. v. Chr. )



PROLOG



Im Jahre 1991 wurde im ostafrikanischen Staat Somalia die Regierung unter Diktator Siad Barre gestürzt .
Seit damals gibt es in diesem Land keine offizielle Zentralregierung mehr .
Die Folge war ein fünfunddreissig Jahre andauernder Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Völkern, Clanführern, lokalen Kriegsherren und von skrupellosen Geschäftsleuten bezahlten Privatmilizen  des verarmten Staates um Land, Rohstoffe und Macht .
Dieser ständige Konflikt hatte in dem unkontrollierbaren Land am Horn von Afrika auch zur Entwicklung der modernen Piraterie beigetragen, die schließlich zur großen Gefahr für die internationale Schifffahrt geworden war .
Im Jahre 2027 hatte sich die amerikanische Regierung nach der Kaperung und anschließenden Versenkung eines amerikanischen Öltankers wieder einmal dazu entschlossen, das  rechtlose Treiben somalischer Banditen nicht mehr länger zu dulden und eine massive Militäraktion mit dem Ziel einer neuen, stabilen und von internationalen Kräften gestützten neuen somalischen Regierung gestartet .
Weitere drei Jahre hatte es trotz eines offiziellen UNO-Mandates und Unterstützung durch weitere Länder gedauert, bis ein von allen Konfliktparteien mehr oder weniger freiwillig   akzeptierter Friedensvertrag unterzeichnet und eine nachfolgende neue Zentralregierung etabliert worden war .
Leider gelang es ausgerechnet dem militanten Clanführer General Abdullah Fahrid Mahiidi im Ausland unterzutauchen ! Er ist der letzte somalische Kriegsverbrecher auf freiem Fuß .
Zunächst hatte es dann so ausgesehen als ob diese Ecke der Welt nach den massiven Einsätzen der UNO in Somalia  unter amerikanischer Führung befriedet  worden wäre .
Aber es hatte lediglich eine Verlagerung der Unruhezellen stattgefunden !
Mittlerweile war es so gut wie sicher das zahlreiche somalische Kämpfer und Piraten, als Flüchtlinge getarnt, nach Madagaskar eingesickert waren und nun die dortigen ohnehin gespannten Verhältnisse der ethnischen Volksgruppen der Insel gezielt weiter anstachelten .
Leider scheint sich nun auch langsam das Gerücht zu bestätigen , das der abtrünnige somalische General und Kriegsverbrecher Abdullah Fahrid Mahiidi auf Madagaskar ein neues Versteck gefunden hatte , von dem aus er weiterhin für Unruhe sorgte .
Unbestätigten Meldungen zufolge sollte er sich irgendwo im unzugänglichen und von tropischem Regenwald überwucherten Bergland im Norden der Insel aufhalten .
Und die ohnehin putscherprobte Armee des Inselstaates scheint auch wieder einmal einen neuen Staatsstreich zu planen , um den schwachen Präsidenten der dortigen dritten Republik zu stürzen , während sich die Einheiten der madagassischen Bundespolizei gegenseitig vorwerfen bestechlich zu sein !
Auf den Strassen dieses verarmten Landes gibt es mittlerweile fast jeden Tag irgendwo Demonstrationen gegen die Regierung, gegen die Armee oder gegen die willkürlichen Übergriffe des völlig überlasteten Polizeiapparates .
Eine neuerliche Eskalation in dieser Ecke der Welt erscheint Militärbeobachtern über kurz oder lang als sehr wahrscheinlich.......
Heute schreiben wir Montag, den 14.August 2033.


                                                          
                                                              ***

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El Lobo
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BeitragVerfasst am: 11.09.2012 09:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kapitel 1 – Ein erster Kontakt


San Jose - die Hauptstadt von Costa Rica

Die Luft war schwül und stickig in der abgedunkelten kleinen Wohnung im sechsten Stock des alten Mietshauses. Es roch nach kalter Pizza und Zigarretenrauch. Ein Propeller surrte an der Decke, aber er brachte kaum Erleichterung.
Es war unangenehm heiß, und da spielte es überhaupt keine Rolle, das die Stadt auf  einem Felsplateau in einer Höhe von 1100 Metern über dem Meeresspiegel erbaut worden war.
Carlo stand hinter den geschlossenen Fensterläden und blickte gelangweilt nach draussen. Der ewige Lärm einer Großstadt drang an sein Ohr. Selbst in dieser Höhe war das Echo der zahlreichen Motorräder, LKW's und Autos zu vernehmen, die sich unten durch den Nachmittagsverkehr quälten.
Ein kurzes aber heftiges Wortgefecht zwischen den zwei erhitzten Gemütern eines Ehepaares durchbrach die monotone Geräuschkulisse. Es ging um das liebe Geld.
Autos hupten. Ein Kleinkind begann zu weinen. Ein Vogel krächzte irgendwo in der Häuserschlucht vor ihm.
Es war das ganz normale nachmittägliche Alltagstreiben in Costa Rica's Hauptstadt San Jose. Das Leben ging seinen gewohnten Lauf. Unter normalen Umständen würde er sich vor dem Fernseher ausstrecken und sich vielleicht einen Porno ansehen. Oder auch nur  irgendeinen Spielfilm, bis die Gewalt des Schlafes nach ihm greifen würde.
Aber die Umstände waren alles andere als normal.
Er war im Dienst, und er trug seine Polizeiuniform. Sein Blick fiel auf seine Armbanduhr.
Es war 15:59 Uhr. Seine Aufgabe war die Beobachtung eines Verdächtigen.
Das heißt, für den Fall das er den Vordereingang benutzen sollte.
Er war damit Teil der Operation Mandelblüte, bei der es darum ging, einen asiatischen Großkriminellen des Kokainhandels zu überführen. Seine Aufgabe war dabei im speziellen die Beobachtung einer Person, die sich seit drei Tagen hier in San Jose aufhielt und den harmlosen Touristen spielte.
Doch Mr.Hoover, wie er sich laut den abgehörten Telefonaten nannte, war kein normaler Tourist, und er schien auch gänzlich andere Interessen im Sinn zu haben.
Die leise Melodie und die News der 16:00 Uhr-Nachrichten, die auf dem ständig eingeschalteten Fernseher auf der Anrichte neben ihm liefen, ließen seinen Blick kurz abschweifen. Nicht das er sich auf den Fernseher konzentrierte. Seine Aufgabe war dafür viel zu wichtig, mußte er doch sein Team im Haus vis-a-vis warnen wenn sich etwas für die Aktion wichtiges unten auf der Strasse tat, aber dennoch half ihm ein gelegentlicher Blick auf den Bildschirm dabei seine Gedanken wach zu halten.
Natürlich neben den fünf vorsorglich mitgebrachten Colaflaschen, von denen nun schon vier gelehrt worden waren.
Er kannte die heutigen Headlines der Nachrichten schon auswendig. Immer wieder das gleiche. Ein Vulkanausbruch in Chile, ein Korruptionsskandal im eigenen Land, Wahlen in Frankreich, ......
Das übliche eben. Doch dann kam doch etwas neues dazu.
Ein kurzer Live-Bericht einer Auslandsreporterin, von der Carlo schon mehrere Reportagen gesehen hatte, vor allem aus den Krisengebieten der Welt von denen sie hauptsächlich berichtete. Es war die Australierin Mandy Richards von Television-International, die da sprach. Sie war durch ihre rote Kappe immer wieder leicht zu erkennen. Sie war dafür bekannt geworden immer hautnah am Geschehen zu sein. Zielsicher brachte sie ihr journalistischer Spürsinn stets zu den Brennpunkten des Weltgeschehens, oft sogar auch schon kurz davor. Was sie noch von anderen Kriegsberichterstattern unterschied war ihre absolute Unparteilichkeit.
Carlo erinnerte sich daran das sie deswegen während der letzten Somalia Krise von so manchen Verantwortlichen des US-Militärs als Verräterin bezeichnet worden war, weil sie es fertig gebracht hatte an nur einem einzigen Tag eine Reportage über den US-Vormarsch zu bringen und nur kurz darauf ein Live Interview mit einem der gesuchtesten Kriegsherrn des Landes geführt hatte ohne daraufhin den Ort der Zusammenkunft bekannt gegeben zu haben.
Ja, diese Frau konnte sich durchsetzen und bekam alles was sie wollte, das mußten auch ihre Neider zugeben.
Und nun war sie also auf der Insel Madagaskar eingetroffen, wo die ethnischen Spannungen seit Monaten schon zunahmen. Carlo fragte sich kurz in Gedanken ob sie mit ihrem Besuch dort bereits das nächste Konfliktgebiet für sich absteckte. Bei ihrem Bericht ging es über eine neue politische Gruppierung mit der Bezeichnung UNITED AFRICAN FRONT, die in jüngster Zeit dort agierte. Wenn ihn seine Erinnerung nicht täuschte war diese Gruppierung auch bereits an anderen Orten des schwarzen Kontinents in Erscheinung getreten und hatte dabei stets durch lokale Streitigkeiten an Terrain gewonnen.
Die Tatsache das diese dubiose Gesinnungsgruppe nun auch auf Madagaskar aufgetaucht war mußte natürlich eine Journalistin vom Schlage einer Mandy Richards dort hin führen.
Carlo kramte in seiner Erinnerung und glaubte zu wissen, das die UNITED AFRICAN FRONT stets dafür eingetreten war alle Weissen von Afrika fernzuhalten, eine Art afrikanische Gegenbewegung zur alten Apartheidsregierung in Südafrika.
Carlo fragte sich in Gedanken kurz ob Madagaskar überhaupt zu Afrika zu zählen sei, verwarf diese Überlegung aber gleich wieder, weil er sich kurz auf das Geschehen am Bildschirm konzentrierte.
Vermummte Gestalten waren dort zu sehen, die aggressiv aussehende Fahnen und Transparente schwangen und irgendetwas unverständliches vereint im Chor schrien. Einige der Demonstranten trugen auch Schusswaffen und Macheten.
Auch schwer bewaffnete Polizeieinheiten und Absperrgitter waren zu sehen.
Und mitten in dieser bedrohlich wirkenden Szene stand die Journalistin Mandy Richards mit ihrer roten Kappe und ihrem weissen Mikro da und berichtete seelenruhig über diese neue politische Kraft und ihre radikalen Ansichten.
„.........wollen eine neue Revolution im Land und die totale Abschottung gegenüber dem Westen. Auch von einer Islamisierung ist immer wieder die Rede. Eine immer wiederkehrende Forderung dieser Gruppierung ist auch die Abschiebung aller Weissen von der Insel um eine starke homogene schwarze Bevölkerung mit eigenständigem Nationalstolz hervorbringen zu können, die dann alle anstehenden Probleme im Land auf ihre Art und ohne Einmischung von ausserhalb lösen sollte.
Das Ziel der UAF ist es dabei einmal so schnell wie möglich als Partei im Land anerkannt zu werden um bei den nächsten Wahlen als stimmenstärkste Gruppierung offiziell den Präsidenten stellen zu können. Eine Forderung, die verständlicherweise auf viel Ablehnung trifft, vor allem bei den etablierten Machthabern. Die Tatsache das auch der amtierende Präsident selbst gegen die UAF auftritt könnte dieser neuen politischen Kraft im Land mehr Wind aus den Segeln nehmen als sich diese möglicherweise vorstellen können.
Doch der Präsident der immer noch nicht von der Weltgemeinschaft anerkannten dritten Republik kämpft selbst an mehreren Fronten gleichzeitig um sein politisches Überleben, wird ihm doch von Seiten der Armeeführung Amtsmissbrauch und Bereicherung vorgeworfen. Delikten also, über die bereits mehr als ein Vorgänger von ihm zu Sturz gekommen waren.
Uneingeschränkten Rückhalt dürfte der Präsident hingegen vom Polizeiapparat des Landes bekommen, der erst gestern bekräftigt hatte das die Regierung auf einem stabilen Fundament ruhe.
Für politischen Sprengstoff könnte allerdings die Tatsache sorgen, das kürzlich einige ranghohe Militärs ihres Postens enthoben wurden und durch loyale Personen aus dem Umfeld.........“
Sein Handfunkgerät auf dem Tisch sprach auf der für ihren Einsatz freigehaltenen Frequenz an und lenkte ihn von diesem Fernsehbericht ab.


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El Lobo
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BeitragVerfasst am: 11.09.2012 21:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bevor er sich meldete vergewisserte er sich noch einmal mit einem Blick durch die geschlossenen Fensterläden ob sich draußen etwas tat.
Nichts!
„Carlo, bist du noch da?“
Die leicht verzerrte Frauenstimme gehörte unverkennbar seiner Einsatzleiterin Captain Aleksandra Heaven.
Sie war eine ehrgeizige und tüchtige Polizeibeamtin der PCD, der Sondereinheit für Drogendelikte. Sie hatte durch ihre guten Kontakte zu Leuten des amerikanischen Geheimdienstes vom Aufenthalt des Chinesen hier in der Stadt erfahren und sofort ihr Team auf ihn angesetzt. Carlo bewunderte ihre Energien. Wenn sie sich in eine Aufgabe verbiss schien sie keine Müdigkeit zu kennen. Sie konnte dann buchstäblich  Tag und Nacht arbeiten. Dabei war sie auch noch Mutter von zwei reizenden kleinen Töchtern. Die ältere war 9, und die andere drei Jahre jünger. Er hatte beide schon oft auf seinem Schoß sitzen gehabt wenn sie im Polizeirevier zu Besuch waren.
Aleksandra oder Aleks, wie sich seine Teamleiterin auch gerne rufen ließ, konnte sich ihrer Arbeit nur deshalb in diesem Umfang widmen, weil ihr Gatte freischaffender Journalist war und sich seine Arbeitszeiten selber einteilen konnte.
Manche hatten eben das perfekte Glück gefunden. Carlo seufzte, und er benetzte sich seine trockenen Lippen mit der Zunge, bevor er das Funkgerät aufnahm und antwortete.
„Aber sicher, Aleks, obwohl ich mich genauso gut auf ein Fußballmatch konzentrieren könnte.
Von hier aus tut sich rein gar nichts. Vielleicht kommt unser geschätzter Mr.Hoover auch gar nicht zum Treffen, und der Chinese dort drüben hat sich nur zur Nachmittagsruhe zurück gezogen!“
Carlo erwähnte seine Wunschvorstellung eines Pornofilmes nicht, da dies ein offizieller Kanal war. Außerdem ertappte er sich wieder einmal bei dem Gedanken, das er seine Kollegin doch nur allzugerne um ein paar Stofflagen erleichtern würde.
Viele männliche Kollegen am Revier dachten ebenso. Was war ihr Ehemann doch für ein verdammter Glückspilz !
Die Antwort kam prompt.
„Ein Mister Hu-Dong zieht sich nicht so einfach und ohne Grund in ein altes schäbiges Wohnviertel in die Hauptstadt Costa Rica's zurück ohne einen triftigen Grund dafür zu haben. Da kannst du sicher sein, Carlo.
Und seine drei Spießgesellen sind auch nicht nur zu ihrem Vergnügen bei ihm.
Die erwarten jemanden, und wenn mich mein kriminalistischer Spürsinn nicht gänzlich trügt dann warten sie auf diesen Mr.Hoover! Das letzte abgehörte Telefonat war da für mich ganz eindeutig.“
Carlo zog die Stirn in Falten bevor er darauf antwortete, „Aber ich dachte beim letzten Telefonat zwischen den beiden wurde gar kein genauer Treffpunkt vereinbart?“
„Du mußt lernen das zu hören was nicht ausgesprochen wird, Carlo.“
Und ehe er etwas darauf erwidern konnte fuhr sie fort, „Vertrau mir, Carlo, Mr.Hoover kommt ganz bestimmt, und dann schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe!“
Bevor Carlo etwas darauf erwähnen konnte schaltete Aleksandra per Fingerberührung ihres Headsets auf die zweite Einsatzfrequenz um und nahm Kontakt mit der Zentrale der Polizei von San Jose auf.
„Zentrale, hier spricht Captain Heaven, Operation Mandelblüte.
Langsam wird's Zeit mit unserer Verstärkung. Wann kann ich mit ihrem Eintreffen  rechnen?“
Die Antwort ließ keinen Platz für Illusionen.
„Captain Heaven, ihre angeforderte Verstärkung wurde bis auf weiteres anderweitig eingesetzt.
Wir haben leider nicht genug Leute um 20 Mann stundenlang zum Däumchendrehen abstellen zu können. Ihr Mr.Hoover hätte ihren Informationen nach bereits vor über drei Stunden eintreffen sollen.
Sie sollten wenigstens Cheng Hu-Dong verhaften, damit hätten wir wenigstens einen Teilerfolg.“
Doch Captain Aleksandra Heaven konterte sofort.
„Sir, sie wissen genauso gut wie ich das dieser Mann sofort wieder frei wäre wenn wir ihm keine direkte Verwicklung nachweisen können! Darauf haben uns die Kollegen eindringlich hingewiesen.
Seine Anwälte würden uns in der Luft zerreißen wenn wir nichts konkreteres anzubieten hätten als ein paar Pulversäckchen, die zufällig und ohne sein Wissen in der Wohnung herumgelegen hätten. Außerdem.........“
Was sie sonst noch weiter zu sagen gehabt hätte blieb unausgesprochen, denn in diesem Moment unterbrach Carlo's Stimme mittels Prioritätsschaltung die Diskussion.
„Verdächtige Zielperson betritt eben das Gebäude straßenseitig!“
Carlo hielt den Feldstecher dicht an seine Augen gepresst, während er durch die Lamellen der geschlossenen Fensterläden eine schwarz gekleidete Person mit weißem Sonnenhut und hellbrauner Aktentasche beobachtete, die gerade im Inneren des gegenüber liegenden Gebäudes verschwand. Die Beschreibung des Mannes war eindeutig gewesen.
Mister Hoover war eingetroffen!
Aleksandra Heaven sagte noch in Richtung Polizeizentrale hörbar verärgert, „Sorgen sie endlich dafür das meine Verstärkung herkommt, und zwar unverzüglich!“
Dann wies sie ihr kleines Einsatzteam an sich auf den Einsatz vorzubereiten und ruhig zu bleiben.
Schließlich sagte sie zu Carlo gewandt,
„Phase zwei, Carlo. Jetzt kommt's auf dich an. Du bestimmst den besten Zeitpunkt......“
Der junge Polizist wusste wie das gemeint war.
Während er die als geheimer Treffpunkt auserkorene Wohnung von vis-a-vis aus beobachtete, und dabei einen ziemlich guten Einblick hatte, hatte sich Captain Heaven mit ihrer kleinen Kerntruppe drüben in einer angrenzenden leerstehenden Wohnung versteckt.
Auf sein Kommando hin würden sie zuschlagen. Die Spannung stieg, und Carlo wünschte sich nichts sehnlicher als endlich die Wagen der Verstärkung vorfahren zu sehen.
Drüben im sechsten Stock hörte Aleksandra, dicht an die Innenseite der Wohnungstüre gepresst, jemanden die Stiegen hoch kommen.
Mister Hoover schien eine gute Kondition zu besitzen.
Kurz dachte sie daran das nun die ganze Aktion nicht mehr sehr lange dauern würde.
Dann konnte sie auch endlich ihren Mann kontaktieren, der ja mit ihren beiden Töchtern bestimmt schon stundenlang auf sie wartete. Um sich nicht ablenken zu lassen hatte sie darauf verzichtet ein Telefon mitzuführen.
Hätte sie allerdings im vorhinein gewusst wie lange sich das ganze hinziehen würde dann hätte sie doch liebend gern persönlich Bescheid gesagt.
Aber so war ihre Arbeit nun mal. Die Kriminellen hielten sich nicht an Arbeitszeiten.
Ihre Familie brachte dafür zum Glück Verständnis auf. Wahrscheinlich hatte ihr Mann sich ohnehin längst bei der Zentrale über ihren Verbleib erkundigt, so das er sicherlich darüber informiert worden war das sie länger als geplant im Dienst bleiben musste.
Sie war unglaublich glücklich eine intakte Familie zu haben. Als ehemaliges abgeschobenes Heimkind schätzte sie so etwas besonders, und ihre Kinder sollten niemals das durchmachen müssen wofür sie ihre leiblichen Eltern bis heute hasste, obwohl sie sie gar nicht kannte!
Sie schob ihre privaten Gedanken beiseite, denn sie hörte leise Schritte draußen. Mr.Hoover schien nun den Korridor vor ihrer Türe entlang zu gehen. Sie hatte sich mit ihrer kleinen Einsatztruppe in einer leerstehenden Wohnung schräg gegenüber der Türnummer verschanzt, die als Begegnungsstätte auserkoren worden war.
Sie hielten jetzt alle den Atem an. Ihre Nerven waren zum Zerreissen gespannt. Man hätte eine Stecknadel auf den Teppich fallen hören können.
Captain Heaven spähte durch das Schlüsselloch. Sie musste sich aber zum Glück nicht nur auf das verlassen was sie von ihrer sehr eingeschränkten Perspektive aus wahrnehmen konnte.
Jetzt würde Carlo's Stunde schlagen, der im gegenüber liegenden Haus schon den ganzen Tag auf der Lauer gelegen hatte. Er hatte von dort aus mit seinem Feldstecher einen direkten Einblick in die fragliche Wohnung .
Vor über vier Stunden war Cheng Hu-Dong mit seinen Kumpanen eingetroffen. Seither hatten sie sich ruhig verhalten. Laut Carlo saßen alle einfach nur im Wohnzimmer herum. Was sie dort die ganze Zeit über taten war auch für ihn nicht eindeutig zu erkennen gewesen.
Seit Stunden berichtete Carlo lapidar wann jemand die Küche aufsuchte, im Klo verschwand oder eine Runde durch die Wohnung ging und sich kurz am Fenster zeigte.
Aleksandra war überzeugt davon das mindestens zwei der vier von Mr. Hu-Dong's Leuten mitgebrachten Gepäckstücke mit Kokain vollgestopft waren.
Nach Carlo's Information standen die beiden Koffer sowie die Reisetaschen unberührt an einer Wand knapp außerhalb seines Sichtfeldes.
Der Trick war Hu-Dong bei geöffnetem Koffer zu überraschen, am besten bei der üblichen Stoffprobe während der Übergabe.
Für wen dieser Mr.Hoover arbeitete war noch nicht klar, aber das würde man nach seiner Verhaftung sehr schnell aus ihm heraus bekommen. Und was Cheng Hu-Dong anging, der war so kaltblütig wie raffiniert und dabei überaus intelligent, was ihn zu einem äußerst gefährlichen Gegenspieler machte. Sie hoffte ihn heute schnell Dingfest machen zu können, wenn es sein musste dann auch ohne die angeforderte Verstärkung.
Diese verdammten Bürohengste in der Zentrale hatten keinen blassen Schimmer davon wie gefährlich die Welt außerhalb ihres sicheren Arbeitsplatzes war.
Sollte irgendetwas heute schiefgehen würde sie jemandem in der Zentrale den Hintern aufreißen – das schwor sie sich bei ihrem Leben.
Sie spürte die wachsende Spannung ihrer Männer. Sie wusste, das sie sich auf sie in jeder Situation verlassen konnte. Zahlreiche gemeinsame Einsätze in der Vergangenheit hätten das bewiesen. Und auch jetzt waren sie bereit ihr bestes zu geben. Ein kurzer Blick bewies ihr das. Sie hatten bereits ihre schwarzen Einsatzmasken über die Gesichter gestülpt und ihre Waffen gezogen.
Ein Schatten fiel von aussen auf das Schlüsselloch. Sie konnte nichts tun außer abwarten.....
                                                                           
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BeitragVerfasst am: 11.09.2012 22:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Federnd lief er die Stufen in den sechsten Stock hoch.
Wer ihn auf der Straße so scheinbar unbekümmert und langsam dahin schlendern sah würde leicht der Meinung verfallen, das dieser Mann ein verwöhnter Couch-Potato wäre, der körperliche Anstrengungen womöglich nur dann auf sich nahm, wenn es darum ginge bei einer gemeinsam einzunehmenden üppigen Mahlzeit als Sieger hervor zu gehen.
Doch spätestens jetzt würde der unbedarfte imaginäre Beobachter erkennen, das er sich massiv getäuscht hätte.
Dieser Mann, der gerade ohne eine Pause zu machen sechs Stockwerke nach oben gelaufen war, hatte nicht einmal einen sonderlich erhöhten Herzschlag!
Nach der letzten Stufe richtete er kurz sein schwarzes Jackett und nahm dann seine dunkle Sonnenbrille ab.
Scheinbar gedankenlos ließ er sie in irgend eine Tasche verschwinden, in Wirklichkeit achtete er jedoch sorgfältig darauf, das sie ihn nicht dabei behindern würde, wenn er unerwartet in ein Feuergefecht hinein geraten würde.
Plötzlich verhielt er in der Bewegung und lauschte. War er allein hier?
Hatte er sorgfältig genug gearbeitet? Sein Gegenüber auch?
Er konnte kein Geräusch ausmachen. Zielstrebig ging er weiter. Jetzt zu zögern würde keinen Sinn machen. Die Finger seiner linken Hand umklammerten den Griff der braunen  Aktentasche ein klein wenig fester. Das einzige Zeichen einer innerlichen Anspannung.
Gebrauchte US-Dollarnoten mit hohem Nennwert waren auch noch im Jahr 2033 ein beliebtes Zahlungsmittel.
Wenn seine Auftraggeberin recht hatte – und für gewöhnlich hatte sie immer recht – dann würde er kurz davor stehen ihr lang ersehntes Ziel in den Händen zu halten. Geld spielte hierbei überhaupt keine Rolle. Er hoffte nur das dieser Cheng Hu-Dong auch wirklich hatte was er vorgab zu besitzen.
Wenn diese Kriminellen ihn allerdings nur hinter das Licht führen wollten und betrügerische Absichten hatten........
Das sie ausgerechnet so auf seine Spur stoßen mussten – nach all dieser langen Zeit. Andererseits, wichtig war das überhaupt eine Spur aufgenommen werden konnte. Er hatte seine Auftraggeberin nicht danach gefragt wie sie davon erfahren hatte. Er war nur ein unbedeutender kleiner Diener der gemeinsamen Sache. Wenn er dazu etwas beitragen konnte dann fragte er nicht lange.
Er wusste das seine Auftraggeberin ihre Fühler in alle nur erdenklichen Richtungen und Länder ausgestreckt hatte. Sie hatte ihm immer wieder versichert das nichts verloren war, nichts auf ewig verschwunden bleiben konnte.
All die verlorenen Dinge würden nun endlich gefunden werden!
Ihre starke Zuversicht war längst auf ihn übergesprungen. Erst vor kurzem hatte sie ihn wissen lassen das nun bald Dinge in Bewegung geraten würden die nicht mehr aufzuhalten wären. Nun, ihre Prophezeiung schien sich tatsächlich zu bewahrheiten.
Und das sie gerade ihn mit dieser Aufgabe betraut hatte bewies ihm das er nun endgültig ihr Vertrauen erworben hatte. Er hatte ihre Sache zu der seinen gemacht. Sie hatte ihn damals als er nichts gehabt hatte und innerlich leer und ausgebrannt war aufgenommen und ausgebildet, die ganzen Jahre lang. Und nun war er zu ihrer Speerspitze geworden.
Er würde sie nicht enttäuschen. Nicht hier in Costa Rica, nicht auf Madagaskar, wo er längst ein Netz aus Vertrauenspersonen aufgebaut hatte, und auch nicht wohin immer sie ihn sonst schicken würde! Er war bereit dafür durch alle Feuer der Höllen zu gehen, denn er war ein heiliger Krieger der Freiheit und der Gerechtigkeit!
Er würde noch sein wenn die erbärmlichen Bastarde längst zu Staub geworden waren.
Keine Sekunde zweifelte er an den kommenden Tatsachen, die zu sehen nur die Eine imstande war!
Seine Miene zeigte finstere Entschlossenheit als er vor der Türe mit der Nummer 67 stehen blieb und das vereinbarte Klopfzeichen anwendete. Kaum hatte er die Hand sinken lassen erklangen hinter der Türe schwere Schritte.
Eine kräftige Person näherte sich.
Ein Schlüssel drehte sich im Schloss und die Türe wurde geöffnet. Hinter einem kleinen Vorzimmer lag eine hell erleuchtete Wohnung. Der Besucher sah durch eine weitere offene Türe schräg in ein Zimmer mit Parkettboden und bequemen Sitzgelegenheiten hinein. Vor den Fenstern hingen weiße, nicht mehr ganz saubere Gardinen, durch die die Sonne herein strahlte und eine freundliche Atmosphäre schuf.
Doch noch bevor er sich ein genaueres Bild von den Räumlichkeiten machen konnte schob sich ein großer Schatten auf ihn zu. Ein massiger Schwarzer mit dunkler Sonnenbrille versperrte ihm die Sicht.
Obwohl er mit 1,90 Metern bereits ziemlich groß war, überragte ihn der Schwarze noch um einige Zentimeter.
Doch nicht die Blockade durch diesen Riesen ärgerte ihn, sondern die Tatsache, das der Dunkelhäutige, zweifellos ein Leibwächter des Mannes den er zu treffen wagte, mit einem Revolver auf seine Brust zielte, die so locker und klein wie ein Kinderspielzeug in der großen Hand seines Gegenübers lag.
„Hände hoch!“,sagte der Riese mit seiner knurrenden Bassstimme.“Kein Wiederstand, dann passiert auch nichts.“
Die zweite Hand des Riesen näherte sich seiner Brust, offensichtlich in der Absicht ihn zu durchsuchen und ihm seine eigene Waffe abzunehmen.
Doch der eben angekommene ließ sich dadurch überhaupt nicht beeindrucken oder gar einschüchtern. Seine Augen fraßen sich buchstäblich durch die schwarze Sonnenbrille seines Gegenübers hindurch als er mit schneidender Stimme sagte,
„Wenn du es wagst mich auch nur anzurühren bist du tot bevor du auf den Boden krachst, du schwarzes Stück Dreck! Die Abmachung war - keine Knarren!“
Sein bedrohliches Gegenüber erstarrte bei diesen Worten wie vom Blitz getroffen. Nachdem er ihren Sinn begriffen hatte ertönte ein tiefes anschwellendes Knurren aus seiner gewaltigen Brust.
Seine wulstigen Lippen verzogen sich, während sich augenscheinlich blinde Wut in ihm aufbaute.
Doch bevor er eine weitere Aktion setzen konnte ertönte eine befehlsgewohnte Stimme im Hintergrund und pfiff ihn zurück.
„Banga! Ruhig! Der Besucher ist ein treuer Diener meiner Geschäftspartnerin und unbedingt mit dem gebührenden Respekt eines ehrenvollen Gastes zu behandeln. Er ist nicht unser Feind und ich möchte die Sache nicht noch unnötig weiter verzögern.
Ich lasse bitten!“
Mochte die Wut auch noch so groß in diesem Mann geworden sein, so wusste er dennoch wann er zu gehorchen hatte und was ein Befehl war.
Augenblicklich trat er zur Seite und hob sogar seinen Arm in Richtung seines Chefs in einem Akt erzwungener Höflichkeit.
Ohne den Schwarzen noch eines Blickes zu würdigen ging der Ankömmling an ihm vorbei. Leise vernahm er dabei die grollenden Worte, “Vielleicht ein anderes mal, Fremder.......“
Der Mann, der sich Mister Hoover nannte, verzog ein klein wenig seine Lippen. Es war gut die Fronten schon frühzeitig abzustecken.
Er betrat den nächsten Raum. Unter anderen Umständen würde er gemütlich und einladend wirken, doch die Situation war ein wenig angespannt. In der Zimmermitte saß ein Mann mit einem weit geschwungenen braunem Cowboyhut vor einem Tisch, auf dem ein rötlich schimmerndes Getränk und ein aufgeklappter Laptop stand. Da ihm der Mann den Rücken zu wandte konnte Hoover einen Blick auf den Bildschirm werfen. Er entspannte sich offenbar bei einer Partie Mahjong, einem fernöstlichen Konzentrationsspiel.
Doch der Mann am Computer war alles andere als leichtsinnig, einem Fremden den Rücken zu zukehren, standen doch zwei Asiaten zu beiden Seiten des Tisches, die ihn keine Sekunde aus ihren Augen ließen. Vermutlich seine engsten Leibwächter.
Hoover blieb stehen und nahm blitzschnell weitere Details der Umgebung in sich auf.
Er wäre niemals so weit gekommen hätte er sich Nachlässigkeiten gegönnt.
Der rechte Wächter trug eine typisch chinesische lilafarbene Kleidung mit passender Kappe und dazu ein rotes Gilet mit Goldbestickung. Er war Bartträger, und obwohl es Hoover von seiner Position aus nicht genau erkennen konnte war er sicher das dieser Chinese einen langen Zopf hinten trug.
Außerdem trug er am Gürtel ein für jedermann sichtbares Wurfmesser. Vermutlich trug er weitere versteckte Messer mit sich.
Der andere wirkte etwas jünger, obwohl sich das Alter von Asiaten grundsätzlich nur schwer einschätzen lies. Er trug ein lockeres gelbes Kurzarmhemd mit schwarzer ärmelloser Jacke, während seine Füße in goldglänzenden Schuhen steckten.
An den Wänden standen bequeme Sofas.
Ein ungewöhnliches Detail sprang ihm sofort in die Augen. Entlang der Grenze zwischen Parkettboden und Wände waren dünne rote und grüne Kabel verlegt worden, die in regelmässigen Abständen in kleinen weissen mit LED-Lampen bestückten Kästchen verschwanden, um auf der anderen Seite wieder heraus zu kommen. Nur dieser eine Raum der Wohnung war damit ausgestattet.
All das nahm er innerhalb der ersten Sekunden in sich auf.
Der schwarze Riese bezog eine Position schräg hinter ihm. Trotzdem behielt Hoover ihn in den Augenwinkeln unter Beobachtung.
Plötzlich drehte der sitzende Mann seinen Stuhl um 180 Grad herum und die abschätzenden Blicke der beiden Männer begegneten sich.
„Ah, Mr.Hoover, mein Name ist Hu-Dong, Cheng Hu-Dong, und ich habe sie bereits erwartet.
Sicherlich nehmen sie den Empfang vorhin nicht allzu übel. Mein sonst so überaus geschätzter Mitarbeiter nimmt seine Aufgaben  manchmal etwas zu ernst. Ihm fehlt leider das Gespür für die in unseren Kreisen oft notwendigen Nuancen. Ich hoffe sie sind deswegen nicht allzusehr verstimmt.
Ich versichere Ihnen das es nicht meine Absicht war sie herauszufordern. Ich bin jedenfalls überaus erfreut sie endlich von Angesicht zu Angesicht vor mir zu haben!“
Die Lippen des Mannes im weißen Anzug lächelten, doch seine Augen blieben dabei kalt.
Seine Freundlichkeit war nur gespielt.
Durch seine Auftraggeberin hatte Mr.Hoover ihn augenblicklich erkannt.
Cheng Hu-Dong, auch bekannt unter der Bezeichnung der Krake des Orients, war der  Pate einer der mächtigsten Triaden des neu erstarkten China!
Wie sein Markenzeichen bereits vermuten ließ, war er ein durchaus bemerkenswerter Mann. Cheng Hu-Dong galt als einer der mächtigsten Männer in der Hierarchie der chinesischen Mafia Clans.
Geboren und aufgewachsen in Amerika zog es ihn doch schon in frühen Jahren in die Heimat seines Vaters. Nach einigen Jahren im Untergrund übernahm er dann plötzlich das undurchsichtige Geschäftsimperium seines Onkels. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll  er ihn eigenhändig verbrannt haben um sich selbst an die Spitze zu befördern.
Was der Meister des Shaolin-Kung-Fu's sagte galt als ungeschriebenes Gesetz.
Er duldete keine Feinde, Aber wer sich sein Freund nennen durfte für den standen im fernen Osten buchstäblich alle Türen offen.
Seine Auftraggeberin hatte ihm eines der wenigen Bilder von ihm übermittelt. Dort hatte der Asiate als Schaukämpfer posiert. Und das bunte Bild eines tätowierten Riesenkraken auf seiner Brust hatte sich ihm ins Gedächtnis gebrannt.
Nein, es war nicht klug, sich diesen Mann zum Feind zu machen.
Mr.Hoover verneigte sich vor dem Mann wegen dem er nach Costa Rica gekommen war, genauso wie es ihm seine Auftraggeberin nahegelegt hatte.
Dazu murmelte er die obligate ehrenvolle Anrede, „Zu Euren Diensten, Meister Hu-Dong.
Meine Auftraggeberin übermittelt hiermit ihre Grüße.“
Nun lächelte Cheng Hu-Dong sein unergründliches asiatisches Lächeln.
„Ihr seid ein zielstrebiger und zugleich vorsichtiger Mann, Mister Hoover. Ganz so wie sie mir geschildert wurden.Und seien sie unbesorgt, was sie hier sehen dient auch zu ihrem eigenen Schutz. Sie enttäuschen mich nicht. Ganz im Gegenteil zu anderen Leuten, die eigentlich klüger sein sollten.......“
Mr.Hoover wusste mit dieser letzten Bemerkung nichts anzufangen. Die als Tatsache in den Raum gestellte Fähigkeit seines Besuchers alle wesentlichen Dinge bereits wahrgenommen zu haben verwunderte ihn hingegen keine Sekunde lang.
Männer vom Schlage eines Cheng Hu-Dong oder ihn selbst würden nicht lange am Leben bleiben würden sie nicht die Fähigkeit besitzen alles wesentliche an einer neuen Situationen blitzartig erfassen zu können.
Auf eine Handbewegung seines Gastgebers hin begannen rote und grüne Leuchtdioden an den weissen Kästchen entlang der Raumbegrenzung unruhig aufzuflackern. Erst jetzt erkannte Hoover den Signalring, den er am Zeigefinger der rechten Hand trug. Schließlich pulsierten die grünen Leuchtdioden im Sekundentakt. Die Apparatur war offensichtlich aktiviert worden.
Fragte sich nur zu welchem Zweck?
Ohne weiter darauf einzugehen kam Cheng Hu-Dong auf den Kern dieses Treffens zu sprechen.
„Kommen wir gleich zum Geschäftlichen, Mr.Hoover. Ich persönlich hätte es ja vorgezogen  etwas länger mit ihnen plaudern zu können, aber ich fürchte daraus wird wohl nichts werden.....“
Hu-Dong wandte sich an einen seiner Leute.
„Eine Sitzgelegenheit für unseren Gast.“
Ein einfacher Holzstuhl wurde vom Nebenzimmer herein gebracht und Hoover setzte sich, wobei er seinen Hut abnahm.
Eine Geste der Höflichkeit gegenüber einem Meister.
Beide Männer fixierten sich für für lange drei Sekunden. Der Tisch wurde während dessen frei geräumt. Als sein Gast keinerlei Anstalten machte auf seinen Anflug von Redseligkeit zu antworten sprach der Gastgeber ungerührt weiter.
Seine listigen Schlitzaugen waren dabei starr und fast leblos wie die eines weißen Haies. Sein langer an den Enden frei herabfallender Oberlippenbart verlieh zusammen mit der Langhaarfrisur diesem Asiaten etwas edles, verdeckte aber auch in keiner Weise seine Gefährlichkeit.
Im Gegensatz zu dem Asiaten wirkte Hoover's Gesicht richtiggehend ungepflegt. Ein Dreitagebart bedeckte ein Gesicht mit wulstigen Lippen und buschigen schwarzen Augenbrauen. Die Stellung der Augen sowie einige seiner Gesichtsmerkmale ließen sofort an einen Mann mit indianischer Abstammung denken.
Unverkennbar ein Mestize. Der Chinese dachte einen Moment daran das sie alle ein Produkt ihrer Vergangenheit waren, wischte diesen Gedanken aber sogleich beiseite.
„Also, Mr.Hoover, sie sind den ganzen weiten Weg nach Costa Rica wegen eines kleinen Tauschgeschäftes gekommen, und ich pflege meine Kunden nicht zu enttäuschen.“
Ein kleiner Hinweis mit den Augen genügte und einer der Wächter nahm eine blaugrüne Reisetasche vom Boden auf und stellte sie vorsichtig auf den Tisch zwischen den beiden Männern.
Mr.Hoover tat das gleiche mit seiner Aktentasche. Anschließend beugte er sich vor und zog den Reißverschluß der großen Tasche auf.
Aus den Augenwinkeln heraus beobachtete er wie einer von Hu-Dong's Leibwächtern ebenfalls in seiner Tasche herum kramte und dann einen kleinen Teil von ihrem Inhalt an seinen Herren weitergab.
Seine Augen konzentrierten sich für einen kurzen Moment auf das Ziel seiner Mission hier. Mit beiden Händen griff er in die Tasche hinein und hob IHN heraus.
Er war kein Experte auf diesem Gebiet, aber er sah genauso aus wie er ihm beschrieben worden war.
Nur am Rande hörte er hin als Cheng Hu-Dong aus dem Hintergrund dazu sagte,
„Ist er nicht herrlich, edel und makellos? Laut meinen Experten eine äusserst seltene und so noch nie gesehene Vermischung zwischen einem eisenhältigen Hämatitquarz mit zusätzlichen Vermengungen des Minerals Thorianit.
Er emittiert damit sogar eine zum Glück ungefährliche Dosis schwacher radioaktiver Strahlung. Sie sollten sich sicherheitshalber nach jeder Berührung die Hände waschen.
Ihre Auftraggeberin sollte ihn daher nicht unbedingt als Schmuckstück dauerhaft in Körpernähe tragen.“
Mr.Hoover hielt den großen und in einem intensiven rot funkelnden Kristall in Augenhöhe gegen das helle Fenster. So wunderschön......
„Meine Leute haben ihn eher zufällig bei einer Hausdurchsuchung eines unpünktlichen Geschäftspartners von mir entdeckt und mitgenommen.
Ihre Auftraggeberin war die Meistbietende!“
So viel zum plötzlichen Auftauchen des Kristalls, dachte Hoover. Vermutlich war die prall mit Banknoten gefüllte Tasche nur ein kleiner Teil der Summe die für diesen Kristall bezahlt wurde. Welcher Art der weitergehende Lohn für das Auffinden dieses seltenen Exemplares gewesen sein mag entzog sich seiner Kenntnis. Es interessierte ihn auch nicht, denn es war nicht Teil seiner Mission hier.
Hoover drehte den kantigen Kristallbrocken in seinen Händen. Er meinte dabei kleine dunkle Einschlüsse oder Luftblasen im Inneren zu erkennen.
Obwohl er daran zweifelte glaubte er die radioaktive Strahlung, die von diesem Brocken ausging, körperlich zu spüren. Oder war es nur Einbildung, hervorgerufen durch den kurzen Vortrag seines Gegenübers?
Seine Auftraggeberin hatte nichts davon erwähnt.......
Genau genommen wußte Hoover kaum etwas über den Gegenstand ihres Handels hier. Seine eigene Meisterin und Auftraggeberin hatte ihn stets als sogenannten Blutkristall bezeichnet, als Quelle der Macht, ohne jemals näher darauf eingegangen zu sein.
Ihren Aussagen nach sollte der Kristall aus einer längst ausgebeuteten und inzwischen verschütteten Höhle in den chilenischen Anden stammen.
Einst sollten diese Kristalle Grundlage der Macht einer alten Inkapriesterin gewesen sein.
Einer kaum bekannten und nur von wenigen südamerikanischen Indianern mündlich überlieferten Legende nach hatte sie damals die Kristalle an einen Ort bringen wollen der später als Eldorado bezeichnet, aber nie gefunden worden war.
Doch Aufgrund eines frevelhaften Verrates waren ihre Pläne damals gescheitert, und die Kristalle ihrem Einflußbereich entzogen worden.
Seine Auftraggeberin hatte stets behauptet zu wissen wo sich der Großteil dieser Blutkristalle befand. Doch sie sollten wertlos ohne die wenigen fehlenden Schlüsselexemplare sein, die damals gestohlen worden waren. Und nun befand sich  ein  solches für lange Zeit verschollenes Exemplar in seinen Händen!
Seine Meisterin hatte viele Jahre all ihr Wirken darauf ausgerichtet die letzten der verschwundenen Kristallstücke in ihren Besitz zu bringen.
Und wie es schien sollte sich nun ihre Hartnäckigkeit bezahlt machen, ihre Prophezeiung alle Kristallstücke einmal vereinen zu können, sich tatsächlich erfüllen.
Seine Aufmerksamkeit wurde jäh unterbrochen als Hu-Dong sagte, „ Sie sollten jetzt den Kristall wieder einpacken. Wir bekommen gleich unangemeldeten Besuch!“
Mr.Hoover legte den Kristall augenblicklich wieder zurück in die Tasche und fixierte sein Gegenüber.
„Wie meinen sie das?“
Polizeisirenen klangen leise in der Entfernung auf. Hoover hatte den Eindruck das sie langsam lauter wurden. Sollte der Einsatz etwa ihnen gelten? War ihr Treffen vielleicht  bekannt geworden?
Hoover fühlte eine heisse Woge in sich aufsteigen. Er traf sich hier mit einem gesuchten Kopf einer internationalen Verbrecherorganisation. Wenn die Polizei davon Wind bekommen hatte und jetzt einen Zugriff plante dann saßen sie hier in der Falle!

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El Lobo
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BeitragVerfasst am: 12.09.2012 20:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nur ein paar Häuserblocks entfernt ging ein Mann mit seinen beiden Töchtern am Straßenrand spazieren. Die Größere der beiden war neun, und die Jüngere knapp sechs Jahre alt. Wie bei so vielen Geschwistern war auch hier die Jüngere die Ungeduldigere von den beiden. Ständig wollte sie beweisen das sie ebenso viel konnte wie ihre um drei Jahre ältere Schwester, dabei vergaß sie jedoch permanent das sie gerade erst ein paar Wochen in die Schule ging und im Gegensatz zur älteren Schwester noch nicht einmal lesen konnte.
Ihr Vater, Juan Heaven, war freischaffender Journalist und hatte alle Hände voll damit zu tun seine beiden Töchter halbwegs gut durch's Leben zu führen, wenn seine Frau wieder einmal beruflich bedingt viel zu wenig Zeit für ihre Familie hatte.
Es hatte schon des öfteren Diskussionen darüber gegeben, aber auch die Schulreife ihrer zweiten Tochter hatte nichts daran geändert. Juan's Ehefrau Aleksandra war nun eben einmal eine sehr engagierte Polizeibeamtin der Sonderkommission PCD, abgestellt zur Bekämpfung von Drogendelikten. Er war sehr stolz auf sie, denn was sie machte war wichtig und gut.
Zum Glück konnte sich wenigstens er seine Arbeitszeit einteilen wie er das wollte, während Aleksandra ständig auf Abruf bereitstehen musste.
Auch Heute war das leider wieder der Fall gewesen.
Dabei hatten sie eigentlich zusammen Einkaufen gehen wollen. Die Kleine wünschte sich so sehr ein neues Spielzeug von ihrem Lieblingsladen, während Jenny, die ältere Tochter, endlich ein eigenes Telefon haben wollte wie alle ihre Klassenkameradinnen.
Doch sie hatten vergebens auf den Anruf ihrer Mutter gewartet. Schließlich hatte sie ihr Vater geschnappt und war zum Polizeizentrale gefahren wo Aleksandra arbeitete.
Dort hatte man ihnen mitgeteilt das Captain Heaven leider im Zuge einer Ermittlung unterwegs sei und es noch eine Weile dauern könne bis sie wieder zurück käme.
Wie so oft.
Auf Drängen der beiden Töchter gab ihnen der bekannte Schalterbeamte aber dann doch die Auskunft wo in etwa sich der Einsatzort ihrer Mutter befand.
Das es sinnlos war sie telefonisch anzurufen wusste Juan längst, denn bei Einsätzen nahm sie praktisch nie ihr privates Telefon mit.
Juan verstand das. Seine beiden Töchter natürlich nicht.
Also hatten sie beschlossen schon einmal in den Stadtbezirk zu fahren, in dem sich Aleksandra aufhalten sollte, um sie nach Beendigung ihres Einsatzes möglichst schnell treffen zu können.
Sie gingen gerade an einer gelb gestrichenen Fassade eines Restaurants der Lepanto-Kette vorbei, als Maria, die jüngere Tochter, sich plötzlich losriss und rief,
„Ich schau mal ob die Mami da drinnen ist!“
Das war typisch Maria. Es gab mehrere dieser Restaurants in der Stadt, und sie waren auch schon oft in einem von ihnen Essen gewesen. Wahrscheinlich glaubte Maria nun deshalb das ihre Mutter dort drinnen auf sie wartete.
Juan rief ihr nach,“Halt Maria, die Mama ist arbeiten! Nicht essen!“
Maria blieb nach ein paar Schritten sichtlich enttäuscht stehen.
„Och, immer ist sie arbeiten. Wann hat sie endlich frei, Papa?“
Jenny sagte nichts dazu. Vermutlich dachte sie ähnlich.
„Jetzt hab doch noch ein bisschen Geduld. Wir sind ihr ja eh schon entgegen gefahren. Mehr können wir nicht tun. Ich glaub da vorne ist auch ein Spielzeuggeschäft. Magst du dort hinein schauen, Maria?“
Eine kleine und doch vergebliche Hoffnung.
„Nein ich will in mein Geschäft wo wir immer hingehen. Und ich will mit der Mami zusammen dorthin gehen!“
„Wir gehen ja gleich dorthin, Maria. Es dauert bestimmt nicht mehr lange. Die Mama arbeitet hier irgendwo, und wenn sie fertig ist dann ruft sie uns an und wir fahren gleich hin. Abgemacht?“
„Und wann ist die Mami fertig, Papa?“
Juan seufzte innerlich. Er genoss die Zeiten in denen er mit seinen Kindern zusammen war, aber manchmal freute er sich auch darauf wenn er die Verantwortung wieder etwas teilen konnte.
„Schau Maria, die Geschäfte sind noch länger heute offen. Was hältst du davon wenn wir uns einen McDonald suchen und ich kauf dir dort deine Chicken McNuggets mit Pommes Frittes, die du so liebst?“
Marias Augen begannen zu leuchten. Und auch Jenny schien einverstanden zu sein da sie augenblicklich zu diesem Vorschlag nickte, „Aber ich mit Currysauce!“
Maria quittierte diesen Ausspruch in der erwarteten Weise.
„Igitt, nie im Leben Jenny. Wie kannst du nur so was scheußliches dazu essen? Da passt nur Süß-Sauer dazu!“
Juan legte sie Stirn in Falten. Wenigstens hatten die Kinder nun ein anderes Thema.
Polizeisirenen klangen hinter ihnen auf und näherten sich schnell.
„Maria gib mir die Hand! Und du sollst nicht so weit zum Straßenrand vorgehen! Wie oft hab ich dir das schon gesagt....?“
Schneller als er schauen konnte hing an jeder Hand eine seiner Töchter.
Sie hatten sichtlich Respekt vor den Polizeisirenen, die immer lauter wurden.
Schließlich quietschten gleich drei Einsatzfahrzeuge keine zweihundert Meter von ihnen entfernt um eine Gebäudeecke und rasten weiter auf sie zu. Der Lärm der Sirenen wurde durch das Echo in der Straßenschlucht noch verstärkt und wuchs rasend schnell zu einem Geräusch-Orkan an.
Sowohl die kleine Maria als auch Jenny pressten sich nun an ihren Vater, verzweifelt bemüht sich mit der jeweils freien Hand ein Ohr zu zuhalten.
Wie der Blitz schossen die drei weißblauen Polizeifahrzeuge an ihnen vorbei und um die nächste Kreuzung herum. Dann rasten sie weiter die Strasse hinunter. Die wenigen Autofahrer machten respektvoll Platz.
Kaum konnte man sich wieder unterhalten drängte Maria schon wieder auf's weitergehen.
"Komm, Papa, die fahren bestimmt dorthin wo die Mami auch ist! Komm, gehen wir endlich weiter. Die Fußgängerampel dort vorne ist grün. Schnell Papa....."
Juan, der ohnehin kein genaues Bild davon hatte wohin sie gehen sollten, willigte ein. Er glaubte nicht daran seine Frau tatsächlich zu treffen. Solche Zufälle gab es nicht. Der in Frage kommende Distrikt war einfach zu groß dafür.
Sie setzten sich wieder in Bewegung und schlugen die gleiche Richtung ein wie vorhin die Einsatzfahrzeuge.
Er konnte nicht wissen das diese Entscheidung die Falsche war.....

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BeitragVerfasst am: 12.09.2012 21:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Cheng Hu-Dong las in den Augen seines Handelspartners wie in einem offenen Buch. Er setzte sich seinen Hut wieder auf und begann zu lächeln.
„Beruhigen sie sich, Mr.Hoover. Meine Verbindungen reichen weiter als sie denken. Sehen sie, unsere Zusammenkunft ist leider nicht so geheim geblieben wie eigentlich von mir beabsichtigt. Eine Einsatzgruppe der örtlichen Polizei ist näher als sie denken. Ihre Auftraggeberin hat leider auf diesen Übergabetermin bestanden, deshalb musste ich mir etwas einfallen lassen.
Für den Schutz des Kristalls sind ab sofort sie alleine verantwortlich.“
Hoover fühlte Argwohn in sich aufsteigen als er feststellte, „Sie haben mich also hier absichtlich in eine Falle gelockt. Das wird meiner Auftraggeberin nicht gefallen!“
Hu-Dong lächelte immer noch. Selbst dann noch,als vom Fenster her die näherkommenden Polizeisirenen wachsende Komplikationen ankündigten
„Ganz ruhig, Mann. Ich habe alles im Griff. Ich bin niemand der gerne verliert. Sie bringen jetzt nur ihren Kristall in Sicherheit. Um den Rest kümmern wir uns!
Und jetzt entschuldigen sie mich bitte. Es war mir eine Ehre mit ihnen ein Geschäft abgewickelt zu haben.“
Gleich darauf zog er ein Telefon aus seiner Jackentasche und aktivierte es mit nur einem Knopfdruck. Hoover hörte wie sich eine männliche Stimme meldete.
Hu-Dong blickte zu Hoover als er darauf antwortete, „Gut,wir kommen jetzt hinunter! Treffpunkt zwei!“
Dann blickte er sich zu seinen Leuten um und nickte scharf. Augenblicklich entfalteten sie eine emsige Aktivität.
An einer großen braunen Sporttasche wurden Reißverschlüsse geöffnet und zunächst undefinierbare Gegenstände hervor geholt, Koffer wurden ausgepackt, Waffen verteilt, Tisch und Sessel aus dem Zimmer hinaus getragen. Ein rohrähnlicher Gegenstand wurde nun aus der Sporttasche herausgezogen und ausgefahren. Eine Zieloptik wurde darauf fixiert.
Aber erst als Hoover die dazugehörenden Raketen sah erkannte er das es sich um eine Panzerfaust handelte!
Stimmen vom Korridor her ertönten. Hastige Schritte näherten sich. Ein Wächter Hu-Dong's eilte mit schußbereiter Maschinenpistole ins Vorzimmer hinaus.
Der andere schulterte die geladene Panzerfaust. Der große Schwarze stand plötzlich vor ihm. Er hatte seine Sonnenbrille abgenommen und blickte ihn finster an.
„Gleich geht's abwärts Richtung Hölle, Mister. Passen sie gut auf ihr Eigentum auf!“
Hoover drückte die grünblaue Tasche mit dem Kristall unwillkürlich fester an sich. Sollte er nun auch seine Waffe ziehen?
In diesem Moment flog die Eingangstüre krachend und splitternd auf und die Hölle brach um ihn herum los!

„Jetzt!“
Auf diesen Ausruf von Carlo hatte Alexandra Heaven nur gewartet.
Obwohl der junge Polizeibeamte zunächst gezögert hatte den Einsatz zu starten, als er durch sein Fernglas erkannt hatte das es sich offensichtlich doch nicht um das erwartete Kokaingeschäft handelte, hatte er dann doch sein Kommando gegeben.
Deutlich hatte er durch die dünnen Vorhänge der Wohnung Mister Hoover gesehen, wie er einen rötlich schimmernden Gegenstand in seinen Händen gehalten hatte.
Vielleicht ein Glasgefäß?
Carlo war nicht imstande genau zu erkennen was es war, aber sein Instinkt hatte ihm gesagt das dieser Gegenstand etwas wertvolles darstellen musste, hingen doch die Blicke aller Anwesenden daran.
Vielleicht ein gestohlenes Kunstwerk?
Oder nur eine Hülle mit brisantem Inhalt? Er rief das Wort in sein Mikro.
Gleichzeitig als ihr Ohr den Ausruf hörte vernahm Captain Heaven die näherkommenden Sirenen. Ihre Verstärkung kam offensichtlich doch noch. Wenn auch fast zu späht. Aber schon allein ihre Nähe beruhigte sie.
Rückendeckung schadete nie. Augenblicklich kam das Kommando aus ihrem Mund.
„Zugriff!“
Sie musste nichts weiter sagen. Die fünf Leute ihres Teams handelten wie tausendfach geübt und in der harten Praxis erprobt. Jeder trug eine schwarze herunter gezogene Mütze am Kopf.
Ihre Gesichter waren von einer schwarzen Schutzmaske bedeckt, kugelsichere Westen schützten ihre Körper und ihre Waffen lagen schussbereit in ihren Händen.
Die Eingangstüre wurde aufgerissen und der erste vermummte Polizist ihrer Truppe stürmte hinaus auf den Korridor, eine eiserne Türramme in der Hand.
Alexandra sollte als letzte nach kommen. Da hörte sie eine weibliche Stimme aufschreien. Offensichtlich befand sich gerade eine Mieterin des Hauses auf dem Gang. Sie hörte ihren Kollegen schreien.
„Verschwinden sie! Polizeieinsatz!“
Wertvolle Sekunden verstrichen. Ihr Team gruppierte sich beidseits der Türe, hinter der die Gangster nun zweifellos durch den Aufschrei der Frau auf dem Korridor gewarnt waren.
Als Captain Heaven schließlich als letzte den Korridor betrat sah sie eine Frau mit einem Baby auf dem Arm, die sich mit großen Augen in eine Ecke drückte und sichtlich zitterte. Ein Kinderwagen stand weiter vorne.
Ihr Kollege hatte richtig gehandelt. Unschuldige durften nicht gefährdet werden! Leider hatten nun auch die Kriminellen in der Wohnung vor ihnen einige Sekunden Vorwarnzeit bekommen. Das ließ sich nun nicht mehr ändern.
Mit gezogenen Pistolen hatten sich die Polizeibeamten zu beiden Seiten der Wohnung postiert. Einer hatte auch sein Gewehr geschultert, ein kleiner am Lauf montierter Scheinwerfer warf seinen zusätzlichen Lichtkegel zur düsteren Beleuchtung des Korridors.
Die Ramme wurde geschwungen und krachte kräftig gegen das Schloss der Türe, die daraufhin sofort splitterte und krachend nach Innen gegen die Wand flog.
Eine Maschinenpistole begann zu knattern. Die Frau am Ende des Ganges schrie erschreckt auf, ihr Baby begann zu weinen.
Die Polizeibeamten drückten sich an die Wand. Eine Blendgranate wurde in die Wohnung hinein geschleudert. Ihr Lichtblitz war durch die geschlossenen Augenlider zu vernehmen.
Das Geknatter der Maschinenpistole verstummte. Eine Fensterscheibe splitterte. Irgendetwas fauchte auf.
Es bedurfte keines weiteren Kommandos. Die Polizeibeamten drangen mit gezogenen Waffen und kugelsicheren Westen in die rauchgeschwängerte Wohnung vor.
Irgendwo draußen explodierte etwas.
„Polizei! Hände über den Kopf und Waffen fallen lassen!“
Captain Heaven hörte ihre Männer die üblichen Befehle ausstoßen, während sie weiter in die Wohnung vordrangen. Wieder fauchte etwas. Und als Captain Heaven als Letzte die Wohnung betrat explodierte etwas direkt vor ihr!
Die Druckwelle der Detonation ließ sie zurück taumeln. Sie hörte ihre Männer kurz aufschreien. Sie selbst ließ sich automatisch zurück fallen.
Die Welt schien unter zu gehen in einer nicht enden wollenden Kaskade von Flammen, Rauch und dem Donner von mehreren kurz hintereinander erfolgenden Explosionen.
Gleich darauf hörte sie eine Stimme aus dem Rauch irgendwo vor sich.
„Captain, sind sie in Ordnung?“
Sie brauchte zwei Sekunden um sich neu zu orientieren. Waren ihre Männer denn gar nicht tot? Intuitiv hatte sie schon das Schlimmste befürchtet.
Ein Hustenanfall schüttelte ihren Körper. Jetzt rächte es sich das sie als Einzige keine Stoffmaske vor ihrer Nase trug. Sie hatte zu viel Staub eingeatmet. Ihre Zähne knirschten.
Hände streckten sich nach ihr aus und halfen ihr hoch. Sie erkannte ihre Kollegen.
„Was ist passiert?“
Ihre Stimme hörte sich fürchterlich an. Die Antwort holte sie schnell wieder in die Realität zurück.
„Ein Knallfrosch! Und das andere waren nur kleine abgeschirmte Sprengsätze deren Wirkung sich nach unten entfaltet hat. Sehen sie selbst!“
Offensichtlich bestand keine Gefahr mehr. Sie ging an ihren Kollegen vorbei weiter in die Wohnung vor. Der Rauch begann sich bereits zu verziehen und gab ein Bild frei mit dem sie nicht gerechnet hatte! Erstaunt riss sie die Augen auf.
„Das gibt's doch nicht.......!“


Nur 20 Sekunden vorher beobachtete Hoover wie die abgeschossene Rakete aus der Panzerfaust die dünne Fensterscheibe durchschlug und ein Stockwerk höher im Haus gegenüber einschlug.
Dort stand Carlo und sah mit seinem Feldstecher genau was in der Wohnung schräg gegenüber vorging. Er hatte gerade erst beobachtet wie sich Hu-Dong und dieser Hoover an einen Tisch gesetzt hatten und ihre Gepäckstücke ausgetauscht hatten.
Er hatte weiter beobachtet. Aber während er erwartet hatte das Hoover nun ein Säckchen mit weißem Pulver aus der Tasche nahm und es aufschneiden würde, kam ein großer rötlich glänzender Gegenstand zum Vorschein.
In diesem Moment schoss Carlo der Gedanke durch den Kopf das sie sich womöglich geirrt hatten und es sich hier gar nicht um die vermutete Kokainübergabe handelte. Sogleich fragte er sich aber auch wozu dann diese Geheimnistuerei gut sein solle. Womöglich war dieses Ding dort drüben sogar noch wertvoller als die erwartete Beute und vielleicht sogar gestohlen.
In dem Moment als Mister Hoover den rötlich glitzernden Gegenstand gegen das Fenster gehalten hatte, hatte er sein Kommando zum Zugriff über die Frequenz, mit der er mit Captain Heaven im Gebäude drüben verbunden war, gegeben.
„Jetzt!“
Hier endeten seine Überlegungen, denn anstatt seine Kollegen die Wohnung stürmen zu sehen sah er einen Mann am Boden hocken und  mit einem Rohr hantieren. Was hatte das zu bedeuten?
Dann erblickte er einen Mann mit einer Maschinenpistole. Die Polizeibeamten schienen jetzt in diesem Moment erst die Türe drüben aufzubrechen.
Plötzlich schob sich der Mann mit dem Rohr in sein Blickfeld. Er zielte mit dem Rohr auf ihn!
„Scheiße, das darf doch nicht wahr sein“, murmelte er vor sich hin. Die hatten ihn tatsächlich entdeckt und.....
Er sah es drüben am Rohr aufblitzen und etwas raste auf ihn zu!
In Panik warf er den Feldstecher weg und rannte zur Eingangstüre.
Seine Gedanken überstürzten sich dabei. Hinter sich hörte er die Fensterscheibe splittern und im nächsten Augenblick schleuderte ihn die Druckwelle einer fürchterlichen Explosion durch die Eingangstüre hinaus in den Flur........
Sein Bewußtsein versank in der Schwärze, während die Wohnung in der er die letzten Stunden zugebracht hatte ein Raub der Flammen wurde.

In dem Augenblick als die Rakete drüben in die Häuserfront einschlug duckte sich der Schütze. Eine Druckwelle raste heran und ließ sämtliche Fensterscheiben zerplatzen. Seelenruhig lud er die zweite Rakete in das Rohr. Auch er hatte die Polizeisirenen unten vernommen. Hoover drehte sich wieder um und ließ seinen Arm sinken, den er zum Schutz vor der Stichflamme der Rakete und den splitternden Fensterscheiben vor seine Augen gehalten hatte. Wo war er hier hinein geraten?
Im Vorzimmer entfaltete die Maschinenpistole ihr tödliches Lied, abgefeuert vom zweiten chinesischen Schützen.
Als er dann seine Augen aufschlug sah er eine brennende Wohnung im gegenüber liegenden Haus. Trümmerteile regneten nach unten.
Der Schütze mit der nun wieder geladenen Panzerfaust lehnte sich aus dem Fenster und zielte mit seiner Waffe diesmal hinunter auf die Strasse.
Wieder verließ eine Rakete fauchend das Rohr. Sie raste direkt hinunter auf die Straße und schlug mit verheerender Wucht in das erste von drei Polizeifahrzeugen ein.
Die darauf folgende Explosion schleuderte den Wagen durch die Luft. Ein tödlicher Pilz aus Feuer und Rauch verbreitete sich nun auch unten auf der Strasse. Auslagen gingen zu Bruch und Menschen versuchten sich schreiend in Sicherheit zu bringen. Der brennende und durch die Luft geschleuderte Wagen krachte nun gegen den zweiten Polizeiwagen, der eine sofortige Notbremsung eingelegt hatte. Der dritte Wagen wurde vom Fahrer verrissen und krachte gegen parkende Autos am Straßenrand, von denen selbst bereits einige brannten. Das Chaos war perfekt.
Der hinterhältige Schütze faltete nun einfach sein Panzerrohr zusammen und stopfte es wieder zurück in die große braune Sporttasche. Dann sprang er zu Hoover's Verblüffung zu ihm in die Mitte des Raumes.
Auch der zweite Schütze mit der nun schweigenden Maschinenpistole sprang hinzu.
Hoover fragte sich in Gedanken kurz warum, doch die darauf folgenden Ereignisse lieferten ihm die lückenlose Antwort.
Eine kleine Detonation ließ die Wohnung erzittern. Hatten die Polizisten eine Handgranate geworfen?
Hoover konnte nicht wissen das diese harmlose Explosion dazu diente ihnen wichtige Sekunden zur Flucht zu verschaffen.
Der schwarze Hüne biss seine Zähne zusammen und ging in die Knie, während Cheng Hu-Dong seinen Signalring abermals betätigte. Die Leuchtdioden der kleinen weissen Kästchen entlang den Wänden blinkten nun in hektischem Stakkato und sprangen von grün auf rot über.
Und dann zündeten die kleinen Sprengsätze rund um ihnen simultan. Der Krach war ohrenbetäubend. Holz splitterte. Hoover umklammerte die Tasche mit dem Kristall so fest wie möglich, während er seinen Kopf in der Armbeuge schützte. Dann spürte er wie der Boden unter ihm nachgab.
Sie stürzten in die Tiefe und er bereitete sich auf einen harten Aufschlag vor.

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El Lobo
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012 14:47    Titel: Inhaltsangabe zur geplanten Trilogie pdf-Datei Antworten mit Zitat

Und zwischendurch nun eine kurze Information darüber wie ich meine "Blutkristall-Trilogie" plane, damit ihr euch etwas darunter vorstellen könnt.

BUCH 1 : SCHATTEN der VERGANGENHEIT
Das ist der aktuelle Teil an dem ich hier gerade schreibe.
Eine geheimnisvolle Auftraggeberin mit großem geschichtlichen Wissen schickt ihre Helfer rund um die Welt auf die Suche nach alten Artefakten.
Sie schafft es sogar die US-Armee mit ihren fast unbegrenzten Möglichkeiten für ihre Ziele arbeiten zu lassen.
Stationen der Suche sind Costa Rica, die Osterinsel, der Kilimandscharo in Ostafrika, eine Tiefseerinne im Atlantischen Ozean und die Insel Madagaskar im Indischen Ozean.

BUCH 2 : ZEITZEUGEN

Ein Volk rebelliert -
und ein Mythos wird geboren


Teil zwei meiner Trilogie entführt den Leser zurück in das Jahr 1594.
Dieser Romanteil ist praktisch als Piratengeschichte konzipiert.
Dort erfährt man von Ereignissen, die mehr als 400 Jahre später eine schreckliche Gefahr herauf beschwören werden.
Einhundert Jahre nachdem die Spanier in die Neue Welt vorgedrungen sind erfolgt ein letzter Aufstand der Südamerikanischen Indianerstämme gegen die Invasoren.
Eine Gruppe englischer Freibeuter erfährt von Eldorado und gerät dabei zwischen die Fronten.

BUCH 3 : PORTAL zur VERGANGENHEIT

Flucht durch den Zeittunnel-
es geht um das Schicksal der Menschheit


Auf Madagaskar ist der Bürgerkrieg voll ausgebrochen. Ein US-Einsatzteam soll die letzten Amerikaner von der Insel weg bringen.
Da erwacht eine alte Gefahr aus der Vergangenheit zu schrecklichem Leben, und aus Jägern werden plötzlich Gejagte.
Doch damit nicht genug!
Einer Gruppe von Rebellen gelingt der Diebstahl eines atomaren Sprengsatzes - und die Flucht durch einen mysteriösen Zeittunnel in die Vergangenheit.
Ihr Ziel ist die Umschreibung der Geschichte!
Das Imperium der Inkas soll die Welt beherrschen....

Gelingt es die Fanatiker rechtzeitig zu stoppen?


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Alfred Wallon
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt alles gar nicht schlecht.

Ich habe aber ein Problem, Texte zu lesen, in denen Rechtschreibfehler vorhanden sind. Kann man sich denn nicht die Mühe machen und die erst einmal beseitigen, bevor hier längere Texte eingestellt werden?


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Mit freundlichen Grüßen / Best Regards

Alfred Wallon
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El Lobo
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012 16:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Alfred,
danke für deinen Hinweis.
Aber es ist mir nicht bewusst das hier Rechtschreibfehler drinnen sind, mache ich mir doch extra die Mühe und wende noch einmal euer Gerold-Programm an.
Oder meinst du Dinge die Gerold nicht aufzeigt?
Ich werde weitere Texte nun noch gründlicher vor der Veröffentlichung auf Fehler durchsuchen.
Bitte sage mir was Dir im Besonderen aufgefallen ist damit ich derartiges in Zukunft vermeiden kann!

(Gerade sehe ich doch einige Fehler im Text die mir offensichtlich entgangen sind. Wie gesagt, ich bin in Zukunft sorgfältiger...)

lg  erwin


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