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Der weiße Raum


 

 
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Nothingface
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 32
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 05.12.2012 15:59    Titel: Der weiße Raum eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi, hier was aus dem Roman, den ich aktuell schreibe.
Der Kontext wird jetzt für euch alle etwas undeutlich sein, weil diese Stelle erst im 6. Kapitel oder so auftaucht.
Nur ganz kurz: Die Figur der Geschichte ist auf der Suche nach etwas, das er selbst, den "Roten Knopf" nennt. Der rote Knopf, steht symbolisch für einen Mord. Der Protagonist hat immer wieder lebhafte Tagträume und einen Schatten, der ihm nachts zuflüstert.

---------------------------------------------

Ich muss an meinen Schatten denken, wie er über mich herzufallen versucht und mir ins Ohr flüstert. Dann denke ich an all die kleinen Stimmen in meinem Kopf, die ihre Gedanken-Protokolle herunterbeten, wie zu heiß gelaufene Maschinen in einer einstürzenden Fabrik.
Und ich denke daran, wie all der Lärm mich zu Boden drückt –  jeden Tag. So laut, dass ich meine eigenen Schreie nicht mehr unter den ratternden Schreibmaschinen und grollenden Industriewalzen, in meinem Gehirn hören kann.
Ich wische die Geräusche hektisch mit dem Unterarm weg und es ist wieder still.
Einen kurzen Augenblick verharre ich in mitten dieser Ruhe und blicke langsam auf. Meine blutunterlaufenen Augen zwicken und ziehen jedes Mal wenn ich sie bewege.
Ich sitze nicht mehr im Wagen mit Pacco Lopez. Ich bin jetzt an einem anderen Ort. Ich bin irgendwo in meinem Kopf; an einem Ort, an den ich mich kaum noch erinnern kann.
Ich versuche einzuatmen, aber etwas stimmt nicht. Die Geräusche; das Rattern und Klopfen, alles ist verschwunden; warum dröhnt mein Kopf so? Etwas beginnt zu grollen, tief in mir, irgendwo versteckt. Als hätte ich den ganzen Schall von vorhin, wie eine Schatulle verschluckt. Der Lärm drückt mir von innen gegen die Rippen, schnürt mir die Luftröhre zu, pumpt mir den Sauerstoff aus den Poren. Wie der Bass eines zu lauten Konzerts, pocht mir meine Rationalität, all meine Förmlichkeiten und Protokolle, gegen mein schwaches Herz.
Das anfangs warme Gefühl der Stille, wird heißer und immer heißer, bis meine Ohren vor Hitze zu brennen beginnen. Meine Lippen formen sich gequält zu Worten, aber ich kann noch immer nichts außer der lähmenden Stille und dem Pochen in meiner Brust hören.
Dann bemerke ich den weißen Stuhl auf dem ich sitze. Um mich herum zieht sich ein Kokon zu, ein steriler Kasten aus gleißend hellem Licht. Am ganzen Körper, vor namenlosem Schmerz zitternd, beginne ich Luft zu kauen, wo keine ist. Meine Arme und Schultern werden schlagartig taub. Ich fange an, meinen Hals in alle erdenklichen Richtungen zu winden, einen Ausweg zu suchen; aber es gibt keinen. Die Sehnen und Muskeln meines Nackens schwellen an, brennen fürchterlich.
Das weiße Zimmer aus meinem Traum. Es erdrückt mich, weidet mich lautlos aus.
Dann klingelt etwas neben meinem Ohr. Eine Stimme, kaum hörbar und weit weg.
„Folgen sie mir.“
Ich muss plötzlich daran denken, dass so mein Ende aussehen könnte.
„Folgen sie mir.“
Ich habe mir selbst ein Paket geschnürt, das jetzt zu meinem Grab wird. Ein Paket aus Formalitäten und Verhaltensmustern, das mir dabei helfen sollte einen kühlen Kopf zu bewahren; alles zu rationalisieren. Und jetzt erdrosselt es mich. Ich sitze in einem Luftleeren Raum und ersticke.
„Folgen sie mir.“
Ist das, was passiert wenn ich weiter nach dem roten Knopf suche, wenn ich tue, was mein Schatten mir sagt?
„Folgen sie mir!“
Die Stimme an meinem Ohr ist jetzt lauter und schreit mich an. Ich bin zu panisch, um zu verstehen, was der Raum von mir will. Könnte ich einfach aufstehen und gehen? Ist es das? Könnte ich einfach aufhören? Wäre dann alles besser?
Durch meine stummen Hilfeschreie und die lauter werdende Stimme, die mich ruft, zeichnet sich plötzlich ein neues Geräusch; ein kratzendendes, reißendes. Etwas versucht sich einen Weg durch die Lichtwand zu graben. Es wird jetzt immer deutlicher; immer aggressiver. Mein Schatten ist hier.
Er presst seine Krallen von außen gegen die Wand und dellt sie ein. Nach und nach zeichnen sich krakelige Buchstaben an der weißen Wand ab.
Ich bekomme kaum noch Luft und mir wird schwindelig. Ich kann es gerade noch lesen, bevor mir vor Erschöpfung die Augen zufallen.

"Im Falle von Informations-Übersättigung, Moral einschlagen und roten Knopf drücken"

Weitere Werke von Nothingface:


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Neraka
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 30
Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 07.12.2012 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

für mich ist es ein wenig schwierig, eine Rückmeldung zu geben, da du ja selbst schon sagst, dass diese Stelle erst im 6. Kapitel auftaucht.

Erst einmal gefällt mir dein Schreibstil. Es wird sehr detailiert der Gedankengang des Protagonisten beschrieben, der dabei verschiedene Gefühle zu durchleben scheint.

Am Anfang des Ausschnittes werden jedoch sehr sehr viele Beschreibung der Gefühlswelt des Charakters verwendet, was mir beim Lesen schon fast ein wenig zu viel war. Jedoch kann es auch sein, dass ich mich täusche, da ich ja die ersten Kapitel nicht kenne. Vielleicht ist dort bereits etwas geschehen, worüber der Protagonist tatsächlich so ausführlich nachdenken muss, bzw. etwas, das den Protagonisten aufgewühlt hat.

Allgemein gefällt mir der Text aber gut, und ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass er, je nach Zusammenhang, den Roman sehr gut abrundet Wink


Liebe Grüße,
Neraka


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Madtrixx
Geschlecht:männlichSchneckenpost

Alter: 41
Beiträge: 5
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 07.12.2012 21:12    Titel: Re: Der weiße Raum Antworten mit Zitat

Fantastischer Text. Ungefähr so würde ich mir eine Szene vorstellen, in der ein Mann mit einem leichten Überhang zur Pedanterie, seine Eintrittskarte zum Wahnsinn abstempelt.
Als wäre man gerade Zuschauer der Gedanken, von Herman Webster Mudgett, kurz bevor er zu H.H. Holmes wird. Er braucht bloß noch den roten Knopf zu drücken.

Ein paar Fehler hab ich gefunden, ich gebe keine Garantie, dass das alle waren.

Nothingface hat Folgendes geschrieben:

Einen kurzen Augenblick verharre ich inmitten dieser Ruhe und blicke langsam auf.

Inmitten zusammen.
Nothingface hat Folgendes geschrieben:
Meine blutunterlaufenen Augen zwicken und ziehen jedes Mal, wenn ich sie bewege.

Hier hast du ein Komma vergessen.
Nothingface hat Folgendes geschrieben:
Wie der Bass eines zu lauten Konzerts, pocht mir meine Rationalität, all meine Förmlichkeiten und Protokolle, gegen mein schwaches Herz.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das Komma hinter Konzert sieht falsch aus
Nothingface hat Folgendes geschrieben:
Das anfangs warme Gefühl der Stille, wird heißer und immer heißer, bis meine Ohren vor Hitze zu brennen beginnen.

Das Komma nach Stille
Nothingface hat Folgendes geschrieben:
Dann bemerke ich den weißen Stuhl, auf dem ich sitze.

Nach Stuhl gehört ein Komma
Nothingface hat Folgendes geschrieben:
Ich sitze in einem luftleeren Raum und ersticke.

luftleer klein
Nothingface hat Folgendes geschrieben:
Ist das, was passiert wenn ich weiter nach dem roten Knopf suche, wenn ich tue, was mein Schatten mir sagt?

Warum so ein komischer Schachtelsatz?
Nothingface hat Folgendes geschrieben:
zeichnet sich plötzlich ein neues Geräusch; ein kratzendes, reißendes.

kratzendendes <-- sowas passiert mir auch leicht (:

LG
Patrick
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Nothingface
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 32
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 08.12.2012 16:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dankeschön. Auch für die Korrektur smile

In Rechtschrift und Interpunktion bin ich leider echt mies. Bin grade dabei das aufzuarbeiten.

Bin froh, dass es sich flüssig lesen lässt. Man hängt ja oft mit den Gedanken an einer Stelle fest und ich neige dann dazu, Dinge zu sehr auszuschmücken. Vielleicht aus Angst davor, dass der Leser nicht versteht, was ich meine.

Und Neraka, du hast Recht. Die Gedankengänge spielen auf ein großes Leitthema an, das den Roman dominiert. Von dem her, ist das glaub ich schon okay smile


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Nothingface
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 32
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 08.12.2012 17:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ach und lustig, dass du H. H. Holmes erwähnst, Madtrixx.
Der kommt in meinem Roman auch vor smile


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Gast







BeitragVerfasst am: 16.12.2012 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Für den "roten Knopf" hab ich echt was übrig. Symbol für Grenzüberschreitung, Tabu ("wehe du drückst den roten Knopf!") und die unvorhersehbaren Folgen, nachdem man ihn Drückt. Aber gleichzeitig auch vereinfachung, weil Geisteskranke (und der Beschriebene ist ja wirklich auf dem besten Weg dahin, wenn nicht sogar schon da) teilweise dazu neigen, ihre Umwelt zu vereinfachen, vielleicht nach ihren Gesichtspunkten auszulegen. Da ist der rote Knopf ja schon fast wieder ein Euphenismus für ein ausgelöschtes Menschenleben..
Das sind so meine Gedankengänge dazu, haben natürlich keine Allgemeingültigkeit. Was Ausführliches zu schreiben schaff ich gerade nicht, mich hat der Stil aber überzeugt, abgesehen von den Fehlern, die Madtrixx aber schon ausführlich besprochen hat smile
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Paradigma
Geschlecht:weiblichReißwolf

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Beiträge: 1087
Wohnort: Östlich von Westfalen
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BeitragVerfasst am: 18.12.2012 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Servus Nothingface,

wie du selbst schreibst ist der Kontext unklar. Von daher kann ich natürlich auch nicht beurteilen, ob die Szene stimmig ist in deinem Roman oder nicht. So im luftleeren Raum wirkt es ein wenig kafkaesk, oder wie eine Szene aus "Der Maschinist" (http://de.wikipedia.org/wiki/The_Machinist)

Deswegen nur ein paar Anmerkungen zum Stil, vielleicht als kleine Anregung.

Zitat:
Und ich denke daran, wie all der Lärm mich zu Boden drückt – jeden Tag. So laut, dass ich meine eigenen Schreie nicht mehr unter den ratternden Schreibmaschinen und grollenden Industriewalzen, in meinem Gehirn hören kann.


Umständlich geschrieben, schwer lesbar. Vielleicht eher so:
"Der Lärm drückt mich zu Boden, Tag für Tag für Tag. Schreibmaschinen rattern, Industriewalzen grollen so laut, dass ich meine eigenen Schreie nicht mehr höre."

Das mit dem "in meinem Gehirn hören" solltest du weglassen - im Gehirn wird das Gehörte erfasst und begriffen, die Ohren hören. Was du eigentlich ausdrücken willst ist, das er keinen Gedanken mehr fassen kann, wenn es so laut ist ...

Zitat:
Das anfangs warme Gefühl der Stille, wird heißer und immer heißer, bis meine Ohren vor Hitze zu brennen beginnen. Meine Lippen formen sich gequält zu Worten, aber ich kann noch immer nichts außer der lähmenden Stille und dem Pochen in meiner Brust hören.


Auch hier könntest du direkter, aktiver und dadurch eindringlicher formulieren:
"Anfangs wärmt mich die Stille, doch sie wird heiß, heißer, am heißesten, bis meine Ohren brennen. Meine Lippen formen gequälte Worte (oder: Gequält formen meine Lippen Worte), aber ich höre nichts in der lähmenden Stille außer dem (angstvollen? panischen? langsamen? müden?) Pochen in meiner Brust."

Lippen können sich nicht zu Worten formen. Es sind Lippen, und bleiben Lippen,  egal wie man sich quält.

Stille kann man nicht hören. Weil es nämlich Still ist.
Man hört nichts IN der Stille.

Zitat:
"Im Falle von Informations-Übersättigung, Moral einschlagen und roten Knopf drücken"


DAS ist richtig cool. Was für ein genialer Satz.
Alleine dafür würde ich weiter lesen.

Du solltest darauf achten, dass du möglichst im Aktiv schreibst. Vermeide lange, unnötig komplizierte Schachtelsätze und Passivkonstruktionen. Außerdem passieren dir eine Menge sprachliche Ungereimtheiten, wie die sich in Worte verwandelnden Lippen.

Ansonsten - die Story könnte interessant sein. Gibt es einen Handlungsabriss und einen Stufenplan? Wo gehts hin mit dem Protagonisten?

Neugierig geworden,

Paradigma


_________________
Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

William Faulkner
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Gast







BeitragVerfasst am: 18.12.2012 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

"Das anfangs warme Gefühl der Stille, wird heißer und immer heißer, bis meine Ohren vor Hitze zu brennen beginnen. Meine Lippen formen sich gequält zu Worten, aber ich kann noch immer nichts außer der lähmenden Stille und dem Pochen in meiner Brust hören."

Da steht einer ganz gewaltig neben sich – auch stilistisch. Es ist verdammt schwer, Gefühle und Körpersensationen so zu schildern, dass sie sich in Sprache verkörpern und nicht nur den jeweiligen Zustand bezeichnen. Doch niemand kann, während ihn etwas quält, auch noch beobachten, wie sich seine Lippen gequält zu Worten formen…

Ich würde diese ganze Selbstbeobachtungsprosa radikal umformulieren oder ganz weglassen.
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Nothingface
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 32
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 19.12.2012 14:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke.
Ja ich benutze viele bildliche Metaphern. Die Lippen, die sich zu Worten formen, gehören da jetzt nicht unbedingt dazu und werd ich ändern. Aber es passiert oft, dass mein Protagonist eine Landschaft ansieht, die dann plötzlich an den Ecken Brandlöcher bekommt und in eine große Leere gesogen wird – so Sachen eben.
Außerdem hat er eine außerordentlich gute Selbstwahrnehmung, ohne dabei zu wissen wer er eigentlich ist.
Ich weiß also was du meinst Nora Frizzante, wenn du sagst, dass es schwierig ist eigene Bewegungsabläufe oder Mimik Veränderungen zu beschreiben, wenn man gerade starke Gefühle durchlebt.
Mein Problem hierbei war, dass ich irgendwie beschreiben musste, wie er versucht zu sprechen aber nichts sagen kann. Das Sprechen (bzw nicht sprechen können) ist auch eine Metapher für die bewusste/unbewusste Handlungsunfähigkeit im eigenen Leben.
Ich habe im Lauf des Romans einige solcher Stellen, die ich jetzt noch einmal genauer unter die Lupe nehmen werde, denn im Grunde hast du recht. Wenn ich von Gedanken spreche reißen mich Physische Handlungen vielleicht aus dem Lesefluss.

@ Paradigma:
Die Geschichte ist schon fertig abgetippt, ich bin aber seit einigen Wochen dabei sie Korrektur zu lesen und umzuschreiben, daher auch das kleine Stücken, dass ich hier rein gestellt habe. An dem hing ich einen Abend recht lang und überlegte, ob es stimmig ist.

Kurz zusammengefasst, geht es um einen Namenlosen Mann in einer Namenlosen Stadt irgendwo in Amerika. Der Mann lebt, atmet und interagiert mit anderen, ist aber eigentlich ein satirisches Aushängeschild, der gesammelten jungen Generation unserer modernen Welt.
Da man heutzutage alles tun und lassen kann was man will, gibt es kaum noch etwas, dass man sich erarbeiten muss. Mit einem Mausklick kannst du Häuser kaufen, dir Pizza nach Hause bestellen, oder ein Diplom fälschen.
Fernsehen und andere Medien werden immer brutaler und bald würde es keinen mehr wundern, im neuen Spiderman Film Hardcore-Sex zu sehen.
Mein Protagonist ist so frustriert von all dem Stumpfsinn um ihn herum, dass er beschließt eins der letzten Tabus zu brechen, die uns geblieben sind.
Er beschließt aus Langeweile einen Mord zu begehen.
Da er aber nicht komplett wahnsinnig ist (oder weil er es ist) kann er nicht einfach auf die Straße gehen und einen X-beliebigen umbringen.
Es muss ein Mensch sein,den er zu 100% einschätzen kann. Er würde ungern einen Drogendealer erschießen, der vielleicht zwei Tage später beschließt in Afrika Kinder zu ernähren.
Es muss jemand sein, der es verdient hat zu sterben. Egal ob das ein guter oder ein schlechter Mensch ist; das ist vollkommen egal.
Und um jemanden 100%ig einschätzen zu können, muss man das generelle Wesen der Menschen kennenlernen.
Also begibt er sich auf einen Roadtrip und landet in einer texanischen Kleinstadt. Dort lernt er einfache Menschen kennen und beschließt wen er wann töten kann, oder ob er überhaupt jemanden töten kann.


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