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Wolfsblume
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 23
Beiträge: 99
Wohnort: Niedersachsen


BeitragVerfasst am: 05.07.2012 16:44    Titel: Rabentochter eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Edit MosesBob
Hier geht's weiter: http://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=36291


Huhu ihr Lieben smile

Ich weiß zwar nicht, ob der Anfang einer kleineren oder größeren Geschichte (Das kann ich noch nicht sagen...  Laughing ) in Ansätzen mit anderen hier vorgestellten Texten mithalten kann oder überhaupt auf Gefallen stößt, aber ich hoffe trotzdem, dass ihr zumindest etwas Spaß beim Lesen haben werdet und euch nicht gänzlich langweilt. Sollte ein Bedarf bestehen, weiter zu lesen, poste ich gerne noch etwas smile

Viele liebe Grüße und einen schönen, restlichen Tag smile
Eure Wolfi


Rabentochter
-2008-


Die Regentropfen fielen vom Nachthimmel als erbarmten sie sich Welt, meiner Welt voller Grauen, Qualen, Schmerz, landeten scheppernd auf der trostlosen, asphaltierten Straße. Krachend zuckten die Blitze, eine Sekunde grellstes Licht – Die nächste undurchdringliche Schwärze, während in der Ferne das Grollen des herannahenden Donners erscholl. Schatten sprangen über meine von der Straßenlaterne weiß beleuchtete Zimmerwand, unheimlich verzerrt, wie in Ekstase, verschwammen sie, schärften sich.

Die Welt bebte, als wolle sie sich gegen all das wehren, das ihr angetan wurde in all den Jahren der Menschheit. Doch untergehen würde sie nicht, nicht heute Nacht, nicht morgen, vielleicht auch nie. Aber es wäre besser so, ein schnelles Ende, schmerzlos, so viel Ehre müsste vergönnt sein, selbst ihr. Ich glaube nicht an Gott, nicht an ein höheres Wesen, an nichts und niemanden. Ein Kind vermag zu glauben, zu hoffen, zu wünschen. Doch die Erfahrung lehrt die Enttäuschung. Man lernt, zu akzeptieren, damit zu leben, dass Glück rar gesät ist und  noch schwerer zu ernten. Es gibt niemanden, dort oben, der all das hier kontrolliert, gar lenkt. Wie gesagt, es gibt keinen Gott. Bloß das Schicksal und den Tod. Und keines der beiden schert sich um Ehre, Respekt und  Gerechtigkeit, soviel ist sicher!

Die Tropfen klopften an die Fensterscheibe, liefen an ihr hinab. Die Äste der Bäume peitschten gegen das viel zu dünne Glas als wollten sie mich holen.  Vielleicht sollten sie es auch, bevor er ihnen zuvor kommen würde. Vielleicht sollte ich mit ihnen gehen, hinaus, davon, laufen, so weit, wie meine Füße mich zu tragen vermochten. Die Welt würde sich mir öffnen, ihre schönste Seite offenbaren, strahlenden Sonnenschein, weite, saftgrüne Wiesen, das Meer. Träume, so nah und doch unerfüllbar.
 Es war ein Fehler, nachzudenken, zu träumen, die Realität holte mich mit einem Faustschlag ein, riss mich zurück in die Gegenwart. Dann kamen die Tränen, stiegen in meine Augen, meine Sicht verschwamm, während die Bäche die Risse, Furchen, Schnitte in meinem Herzen füllten, für wenige Sekunden schlossen, bis das tödliche Salz zu brennen, die fast verheilten Wunden erneut aufzureißen begannen. Ich hätte aufhören sollen zu weinen, definitiv, aber Stärke war irgendwo auf dem Weg, meinem Weg, verschwunden.

Ich vergrub mich in den harten Kissen, versuchte, Sehen und Hören abzuschalten, aber, was würde es bringen? Beruhige dich, mein Herz, redete ich mir zu, als sei es ein verräterisches Geräusch, dass meinen Tod bedeuten würde. Wer weiß, vielleicht entspricht es der Wahrheit.
Ich konnte sie hören, wie sie das Geschirr spülte und, wahrscheinlich wie jeden Abend, das Gemüse für den nächsten Arbeitstag schnitt. Die Mühe war vergeblich. Er würde es so oder so nicht anrühren, höchstens fragen, ob sie ihn neuerdings vergiften wollen würde. Sie fluchte, warum auch immer.

Erneut verkrampfte sich mein Körper, der stechende Schmerz kündigte sich an, aufgehalten vom winzigen Fünkchen Wille, der noch in mir steckte. Würde auch mein Wille einst zerbrechen, wie eine Vase in tausende und  Abermillionen Teile? Vielleicht wäre es besser so, wie eine menschliche Puppe ohne Hülle, gehorsam, still, gebrochen. Ist es das, was er wollte? Vielleicht sollte auch ich ihm geben, was er begehrte, wäre er dann zufrieden? Oder würde es alles noch schlimmer machen? Vielleicht. Ein grauenhaftes Wort der Entscheidungsfreiheit.

Mittlerweile weinte sie, ihr Schluchzen drang von unten herauf, ich konnte mir förmlich ausmalen, wie ihre Brust unbeherrscht auf und ab sank, während Wasser ihre eingefallenen Wangen benetzte und  ihre braunen Augen flehend in den Himmel blickten, obgleich dort nichts weiter zu finden war als die weiß verputzte Decke. Die schütteren, einst braune Locken würden ungekämmt über ihre Schultern fallen während ihre Hände, über die sich die papierdünne Haut spannte, gefaltet waren, wie sie auf dem schwarzen Fliesenboden kniend in die knisternden Flammen des Kamins blicken würde, ein Stoßgebet zum Himmel schickend. Wusste sie nicht, dass niemand ihr Flehen hören würde?

Natürlich, niemand würde sich ihrer erbarmen, warum auch, wer war sie schon? Keinen Gedanken wert, keinen Blick in ihre verletzten Augen, die schon die gebrochene Seele offenbaren würden . Die Menschheit hatte sich nie um jene geschert, die gebrandmarkt von ihrem Schmerz am Wegesrand stehen geblieben waren, wie tot wurden sie abserviert, niemand brauchte sie und niemand wollte sie. Geändert hatte sich das nicht.  Warum auch, wer hätte sich die Mühe machen sollen, die Scherben aufzulesen und erneut zusammen zu setzen? Schließlich wird dies nicht belohnt, zumindest nicht mit materiellem Reichtum.  Doch, dies ist das Einzige, was heutzutage noch zu zählen scheint.

Das Donnergrollen hatte sich entfernt. Es war zumindest nicht mehr zu hören. Vielleicht war das Gewitter an mir vorbei gezogen und sei es auch nur für heute Nacht, selbst das war ein Segen. Vielleicht würde es das Böse mit sich ziehen, weit weg von hier. Es würde zurück kommen, irgendwann, um sich das zu holen, was ihm rechtmäßig gebührte – Aber heute Nacht würden sie mich verschonen, uns verschonen, wünschte ich inständig, als die neongrünen Ziffern des Weckers auf Mitternacht umsprangen und die Kirchturmuhr zu schlagen begann…

Dong
Es herrschte totenstille.
Dong
Kein Mucks rührte sich.
Dong
Die Reifen des protzigen BMWs meines Nachbarn quietschten, als er mit üblicher, halsbrecherischer Geschwindigkeit davon raste.
Dong
Wieder Stille. Zu still.
Dong
Eine Gänsehaut rann über meinen Körper.
Dong
Alles wird gut. Es ist nichts, wovor ich mich fürchten müsste.
Dong
Ein Uhu stieß seinen Ruf in die Nacht hinaus.
Dong
Scheppernd fiel eine Mülltonne vor meinem Haus zu Boden.
Dong
Schlurfende Schritte auf der Straße.
Dong
Alles wird gut…
Dong
Ein Blitz zuckte erneut vom Himmel.
Dong

Die Haustür krachte gegen die Wand, während der Donner direkt über mir zu hören war.
Nichts ist gut, das Böse hatte mich nicht verschont.
Schreie erklangen, keine Sekunde später.

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Beobachter
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Beiträge: 736



BeitragVerfasst am: 05.07.2012 17:45    Titel: Re: Rabentochter Antworten mit Zitat

Wolfi,

willkommen im Forum. Schön, dass sich mal wieder ein Fantasy-ist blicken lässt.  Wink

Ich lasse gleich mal meinen Gedanken beim Lesen des Textes freie Bahn, ok? Btw ... könntest du das nächste Mal den Text nicht so komisch formatieren? Sprengt mir fast den Bildschirm. Danke.

Zitat:
Die Regentropfen fielen vom rabenschwarzen Himmel (kein Komma) als erbarmten sie sich der schreckenhaften Welt, dieser schreckenhaften Welt voller Grauen, Qualen, Schmerz, landeten scheppernd auf der trostlosen, asphaltierten Straße, krachend zuckten die Blitze, eine Sekunde grellstes Licht – Die die nächste undurchdringliche Schwärze, während in der Ferne das Grollen des herannahenden Donners erscholl.


Du fängst erst mal spannend an, das ist gut. Weniger gut ist (bitte beachte, dass hier sämtliche Kritiken subjektiv sind, musst also meine Worte nicht auf eine Goldwaage legen!), dass du mit den Adjektiven ein bisschen übertreibst. Ich weiß, dass man einen Nachthimmel schlecht anders beschreiben kann als schwarz oder diese Schwärze schlecht anders als mit diversen Beschreibungen, aber "rabenschwarz" wirkt ein bisschen ausgelutscht. Und dann schreckenhaft! Was ist schreckenhaft? Ich kenne Burg Schreckenstein, aber ich bin mir nicht einmal sicher, ob das Wort "schreckenhaft" überhaupt existiert. Die Wiederholung der schreckenhaften Welt kann als Stilmittel gelten, kann man aber auch als überaus theatralisch ansehen, besondere in Verbindung mit "Grauen, Qualen, Schmerz". Allgemein finde ich den Einstieg also zu überspannt, zu overkill.

Zitat:
Schatten sprangen über die weiße Wand, unheimlich verzerrt, wie in Ekstase, verschwommen sie (etwas kann verschwommen sein, aber etwas kann nicht "verschwommen" - sie verschwommen geht also nicht), schärften sich.


Welche weiße Wand?

Zitat:
Die Welt bebte, als wolle sie sich gegen all jenes wehren, dass das ihr angetan wurde in all den Jahren der Menschheit – Doch doch untergehen würde sie nicht, nicht heute Nacht, nicht morgen, vielleicht auch nie.


Ein bisschen ungenau. Was ist jenes? "Jenes" ist ohnehin ein unbestimmtes Wort und von daher nicht ganz passend.

Zitat:
Aber es wäre besser so, ein schnelles Ende, schmerzlos, so viel Ehre müsste vergönnt sein, selbst ihr. Ich glaube nicht an Gott, nicht an ein höheres Wesen, an nichts & (AUA!) niemanden.


Hier wechselst du vom auktorialen Erzähler zu Ich-Erzähler und unterbrichst damit den Lesefluss, denn man muss kurz innehalten, sich darauf einstellen. Auch sollten in einem Manuskript keine Zeichen Wörter ersetzen.

Zitat:
Ein Kind vermag zu glauben, zu hoffen, zu wünschen – Doch die Erfahrung lehrt die Enttäuschung. Man lernt, zu akzeptieren, damit zu leben, dass Glück rar gesät ist & noch schwerer zu ernten. Es gibt niemanden, dort oben, der all das hier kontrolliert, gar lenkt. Wie gesagt, es gibt keinen Gott – Bloß das Schicksal & den Tod. Und keines der beiden schert sich um Ehre, Respekt & Gerechtigkeit, soviel ist sicher!


Puh, ein ziemlich anmaßender Monolog, wie ich finde. Wenn der Ich-Erzähler nicht dran glaubt - okay. Aber es so hinzustellen, als wäre das eine allgemeingültige Wahrheit, finde ich nicht gut. Und bitte, bitte, bitte - ich flehe dich an! Nach einem Bindestrich wird nicht groß angefangen, es sei denn, es handelt sich um ein Substantiv. Mach einen Punkt, wenn du mit einem neuen Satz beginnen willst und lass die &-Zeichen. Gaaaaaaaaaaaaaaaaanz, gaaaaaaaaaaaaaaanz großer Abtörner.

Zitat:
Die Tropfen klopften an die Fensterscheibe, kratzten an ihr, wie Finger griffen sie nach mir, als wollten sie mich holen.


Du willst Bilder im Kopf entstehen lassen, das ist klasse. Allerdings müssen diese Bilder auch passen. Bei Tropfen denkt man nun mal an Wasser, das die Scheibe herabfließt, Finger sind so ziemlich das Letzte, das einem in den Sinn kommt.

Zitat:
Vielleicht sollten sie es auch, bevor er ihnen zuvor_kommen würde.


Wer ist er?

Zitat:
Dann kamen die Tränen, stiegen in meine Augen, meine Sicht verschwamm, während die Bäche die Risse, Furchen, Schnitte in meinem Herzen füllten, für wenige Sekunden schlossen, bis das tödliche Salz zu brennen, die fast verheilten Wunden erneut aufreißen zu aufzureißen begann.


Zitat:
Ich hätte aufhören sollen zu weinen, definitiv, aber Stärke war irgendwo auf dem Weg, meinem Weg, verschwunden (Leerzeichen)


Zitat:
Beruhige dich, mein Herz, redete ich mir zu, als sei es ein verräterisches Geräusch, dass das meinen Tod bedeuten würde. Wer weiß, vielleicht entspricht entsprach es der Wahrheit (Leerzeichen)


Das Herz, selbst das verräterische Herz, kann kein Geräusch sein. Möglicherweise mag es einem so vorkommen, als wäre der Herzschlag überlaut und verräterisch, das ginge. Und pscht! Die Auslassungspunkte sind zwar Rudeltiere, aber zu oft angewandt verlieren sie ihre Wirkung.  Wink

Zitat:
Ich konnte sie hören, obgleich ich es nicht wollte, mit den Jahren hatte sich mein Gehör geschärft, vielleicht würdest du dich über sie freuen, ich aber sage dir, ich verabscheue sie, beneide Blinde & Taube, nichts hören, nichts sehen, ein Segen!


Puh. Wen konntest du hören? Und warum sprichst du plötzlich mich persönlich an?

Zitat:
Erneut verkrampfte sich mein Körper, der stechende Schmerz kündigte sich an, aufgehalten vom winzigen Fünkchen Wille, der noch in mir steckte. Würde auch er einst zerbrechen, wie eine Vase in tausende & Abermillionen Teile? Vielleicht wäre es besser so, wie eine menschliche Puppe ohne Hülle, gehorsam, still, gebrochen. Ist es das, was er wollte? Vielleicht sollte ich ihm geben, was er begehrte, wäre er dann zufrieden? Oder würde es alles noch schlimmer machen?


Du springst hier hin und her. Erst verkrampt sich dein Körper und es ist dein Wille, der etwas verhindert. Dann würde er zerbrechen? Wer? Dann wäre es besser so. Und er wollte etwas. Ich verstehe ja, dass alles noch ein bisschen geheimnisvoll sein soll und du nicht gleich mit der Tür ins Haus stürzen möchtest. Aber mit solchen nichtfassbaren Angaben verjagst du Leser eher als du sie mit ihrer Neugierde köderst. Zu deinem geliebten "&" sage ich schon gar nichts mehr ...  Cool

Zitat:
Sie weinte, ihr Schluchzen drang von unten herauf, ich konnte mir förmlich ausmalen, wie ihre Brust unbeherrscht auf und ab sank, während Wasser ihre eingefallenen Wangen benetzte & ihre geröteten, braunen Augen flehend gen Himmel blickten, obgleich dort nichts weiter zu finden war als die weiß verputzte Decke.


Falls wir - die Leser -, bis jetzt nicht verwirrt waren, sind wir es spätestens jetzt. Wer ist sie schon wieder? Mir ist auch klar, was mit geröteten und braunen Augen gemeint ist, aber so zusammen ergeben sie einen ungewollt lustigen Effekt. Und gen Himmel ist meiner Meinung nach besser in der Lyrik aufgehoben.

Zitat:
Die schütteren, einst braunen Locken würden ungekämmt über ihre Schultern fallen (Komma) während ihre Hände, über die sich die papierdünne Haut spannte, gefaltet waren, wie sie auf dem schwarzen Fliesenboden kniend in die knisternden Flammen des Kamins blicken würde, ein Stoßgebet zum Himmel schickend.


Hier wechselst du ständig die Zeitformen und erschwerst unnötig das Lesen.

Zitat:
Die Menschheit scherte sich nicht um jene, die gebrandmarkt von ihrem Schmerz am Wegesrand stehen geblieben waren, wie tot werden sie abserviert, niemand braucht sie, niemand will sie!


Auch hier bleibst du nicht konsequent in einer Zeitform.

Zitat:
Das Donnergrollen hatte sich entfernt, oder, so hörte ich doch nichts mehr?


Ein unverständlicher Satz. Das Donnergrollen hatte sich entfernt, oder zumindest hörte ich es nicht mehr. So vielleicht? Aber wenn sie/du es nicht mehr hörst, muss es ja fort sein, du/sie wird ja nicht eben ertaubt sein?

Zitat:
>>Dong<<Stille>>Dong<<Kein>>Dong<<Ein>>Dong<<Beruhige>>Dong<<Eine>>Dong<<Alles>>Dong<<Ein>>Dong<<Scheppernd>>Dong<<Schlurfende>>Dong<<Alles>>Dong<<Ein>>Dong<<


Okay. Das sollen die Glockenschläge sein. Aber die Worte dazwischen? Ergeben für mich auch keinen Sinn. Wird doch wohl keine E-Literatur sein?

Das sieht alles wilder aus, als es ist, Wolfie. Nur ein paar Sachen, um darüber nachzudenken. Mich würde trotzdem interessieren, wie es weitergeht.


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Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt.
- Jean Cocteau
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Karin
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolfi,

willkommen im Forum! Mich hat der wunderschöne Titel deiner Geschichte in den Thread gelockt. Ich habe deinen Einstieg gelesen und bleibe etwas ratlos zurück. Für Fantasy ist der Text fast schon ein wenig zu undurchsichtig, oder?!

Der Beobachter hat schon länger auf einen Fantasy-Text gewartet, bei dem er sich so richtig austoben kann, und wie ich sehe, hat er das schon ausgiebig getan. Für mich gibt es gar nicht viel hinzuzufügen, außer, dass ich die subjektive Meinung des Beobachters aus meiner Sicht bestätigen kann.

Der Einstieg in deine Geschichte soll sicher geheimnisvoll sein, aber für mich ist es schon ein wenig zu viel. Stilistisch hat der Beobachter schon einiges gesagt. Ich bin ein großer Freund der Adjektive, aber in deinem Text sind es einfach ein paar zu viele und manche sind zu bedeutungsschwanger. Das ist dann schon fast wieder komisch. Die & Zeichen sind mir auch negativ aufgefallen.

Ich habe auch keine Ahnung, warum dein Text nicht im Browserfenster umbricht, wie es sich gehört. Ich musste ihn in eine Word-Datei kopieren, um ihn überhaupt lesen zu können.

Aber: Irgendwie möchte man es doch wissen. Du hast mich mit der Story am Angelhaken und das ist fürchterlich gemein, weil ich sonst so schwere Kost gar nicht lese.

Vielleicht kannst du dich ja noch zu einer Überarbeitung durchringen. Ansonsten hoffe ich einfach, dass der Rest der Geschichte ein wenig Licht ins Dunkel bringt  Idea

Liebe Grüße Ka
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Karin hat Folgendes geschrieben:
Ich habe auch keine Ahnung, warum dein Text nicht im Browserfenster umbricht, wie es sich gehört. Ich musste ihn in eine Word-Datei kopieren, um ihn überhaupt lesen zu können.

Das wird vermutlich an der Kombination der zentrierten Markierung liegen und an den Pfeilen: >> Diese Pfeile sind nicht die französischen Zeichen für die wörtliche Rede (die findet man in Word unter "Einfügen - Sonderzeichen"). Die Pfeile, die hier verwendet werden, erfüllen gewissermaßen den Zweck eines Kommandos. Durch diese Pfeile wurden in der Vergangenheit schon ganze Textteile gelöscht.

Wenn ich per PN eine Version mit richtigen Anführungszeichen bekomme, editiere ich sie gerne in den ersten Beitrag hinein. Darüber hinaus würde ich die Zentrierung sparsam einsetzen. Die irritiert eh nur beim Lesen.

Beste Grüße,

Martin


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Nightflyer
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Keine Sekunde später kamen die Schreie…

"kamen" ist ziemlich schwach. Erlklangen vll etwas besser, oder ertönten - aber das passt irgendwie auch nicht. Ich würde den Satz komplett umändern:

Dann Schreie, keine Sekunde später.


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Jeder Tag verwelkt dahin wie die Blüte einer ausgedörrten Blume - doch der Wandel der Zeit ist der Sinn des Lebens.
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Wolfsblume
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 15:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Huhu smile

Ohje ohje, ich Trottel. Ich schreibe gleich einmal die RICHTIGE Version erneut...  Embarassed Falsches Dokument kopiert, liebe Güte, ich war echt schon zu müde. lol2 Eigentlich wären die Adjektive und einige Sätze schon korrigiert gewesen, aber egal, ich mach´s gleich nochmal smile "&" Zeichen sollten gar nicht mehr da sein  Embarassed und die ">>....<<" eigentlich auch nicht lol2

Der Anfang war bewusst so gewählt, dass eben nicht viel preis gegeben wird. Sollte sich aber, hoffe ich, gleich etwas aufklären, wer wer sein könnte. smile
Ansonsten danke für die vielen lieben Kommentare und nochmal entschuldigung für das "leichte" Chaos smile

Viele liebe Grüße
Wolfi
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Wolfsblume
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 15:44    Titel: Überarbeitung :) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Soo ich hoffe, ich habe alles korrigiert, was korrigiert werden sollte. smile
Die Worte zwischen den "Dongs" der Kirchenglocke sind ihre Gedanken durch die klar werden sollte, wie sehr allein diese sie schon in Panik versetzen können. smile Zentrierung ist raus, sollte sich nun besser lesen lassen.

Liebe Grüße

Rabentochter
-2008-


Die Regentropfen fielen vom Nachthimmel als erbarmten sie sich Welt, meiner Welt voller Grauen, Qualen, Schmerz, landeten scheppernd auf der trostlosen, asphaltierten Straße. Krachend zuckten die Blitze, eine Sekunde grellstes Licht – Die nächste undurchdringliche Schwärze, während in der Ferne das Grollen des herannahenden Donners erscholl. Schatten sprangen über meine von der Straßenlaterne weiß beleuchtete Zimmerwand, unheimlich verzerrt, wie in Ekstase, verschwammen sie, schärften sich.

Die Welt bebte, als wolle sie sich gegen all das wehren, das ihr angetan wurde in all den Jahren der Menschheit. Doch untergehen würde sie nicht, nicht heute Nacht, nicht morgen, vielleicht auch nie. Aber es wäre besser so, ein schnelles Ende, schmerzlos, so viel Ehre müsste vergönnt sein, selbst ihr. Ich glaube nicht an Gott, nicht an ein höheres Wesen, an nichts und niemanden. Ein Kind vermag zu glauben, zu hoffen, zu wünschen. Doch die Erfahrung lehrt die Enttäuschung. Man lernt, zu akzeptieren, damit zu leben, dass Glück rar gesät ist und  noch schwerer zu ernten. Es gibt niemanden, dort oben, der all das hier kontrolliert, gar lenkt. Wie gesagt, es gibt keinen Gott. Bloß das Schicksal und den Tod. Und keines der beiden schert sich um Ehre, Respekt und  Gerechtigkeit, soviel ist sicher!

Die Tropfen klopften an die Fensterscheibe, liefen an ihr hinab. Die Äste der Bäume peitschten gegen das viel zu dünne Glas als wollten sie mich holen.  Vielleicht sollten sie es auch, bevor er ihnen zuvor kommen würde. Vielleicht sollte ich mit ihnen gehen, hinaus, davon, laufen, so weit, wie meine Füße mich zu tragen vermochten. Die Welt würde sich mir öffnen, ihre schönste Seite offenbaren, strahlenden Sonnenschein, weite, saftgrüne Wiesen, das Meer. Träume, so nah und doch unerfüllbar.
 Es war ein Fehler, nachzudenken, zu träumen, die Realität holte mich mit einem Faustschlag ein, riss mich zurück in die Gegenwart. Dann kamen die Tränen, stiegen in meine Augen, meine Sicht verschwamm, während die Bäche die Risse, Furchen, Schnitte in meinem Herzen füllten, für wenige Sekunden schlossen, bis das tödliche Salz zu brennen, die fast verheilten Wunden erneut aufzureißen begannen. Ich hätte aufhören sollen zu weinen, definitiv, aber Stärke war irgendwo auf dem Weg, meinem Weg, verschwunden.

Ich vergrub mich in den harten Kissen, versuchte, Sehen und Hören abzuschalten, aber, was würde es bringen? Beruhige dich, mein Herz, redete ich mir zu, als sei es ein verräterisches Geräusch, dass meinen Tod bedeuten würde. Wer weiß, vielleicht entspricht es der Wahrheit.
Ich konnte sie hören, wie sie das Geschirr spülte und, wahrscheinlich wie jeden Abend, das Gemüse für den nächsten Arbeitstag schnitt. Die Mühe war vergeblich. Er würde es so oder so nicht anrühren, höchstens fragen, ob sie ihn neuerdings vergiften wollen würde. Sie fluchte, warum auch immer.

Erneut verkrampfte sich mein Körper, der stechende Schmerz kündigte sich an, aufgehalten vom winzigen Fünkchen Wille, der noch in mir steckte. Würde auch mein Wille einst zerbrechen, wie eine Vase in tausende und  Abermillionen Teile? Vielleicht wäre es besser so, wie eine menschliche Puppe ohne Hülle, gehorsam, still, gebrochen. Ist es das, was er wollte? Vielleicht sollte auch ich ihm geben, was er begehrte, wäre er dann zufrieden? Oder würde es alles noch schlimmer machen? Vielleicht. Ein grauenhaftes Wort der Entscheidungsfreiheit.

Mittlerweile weinte sie, ihr Schluchzen drang von unten herauf, ich konnte mir förmlich ausmalen, wie ihre Brust unbeherrscht auf und ab sank, während Wasser ihre eingefallenen Wangen benetzte und  ihre braunen Augen flehend in den Himmel blickten, obgleich dort nichts weiter zu finden war als die weiß verputzte Decke. Die schütteren, einst braune Locken würden ungekämmt über ihre Schultern fallen während ihre Hände, über die sich die papierdünne Haut spannte, gefaltet waren, wie sie auf dem schwarzen Fliesenboden kniend in die knisternden Flammen des Kamins blicken würde, ein Stoßgebet zum Himmel schickend. Wusste sie nicht, dass niemand ihr Flehen hören würde?

Natürlich, niemand würde sich ihrer erbarmen, warum auch, wer war sie schon? Keinen Gedanken wert, keinen Blick in ihre verletzten Augen, die schon die gebrochene Seele offenbaren würden . Die Menschheit hatte sich nie um jene geschert, die gebrandmarkt von ihrem Schmerz am Wegesrand stehen geblieben waren, wie tot wurden sie abserviert, niemand brauchte sie und niemand wollte sie. Geändert hatte sich das nicht.  Warum auch, wer hätte sich die Mühe machen sollen, die Scherben aufzulesen und erneut zusammen zu setzen? Schließlich wird dies nicht belohnt, zumindest nicht mit materiellem Reichtum.  Doch, dies ist das Einzige, was heutzutage noch zu zählen scheint.

Das Donnergrollen hatte sich entfernt. Es war zumindest nicht mehr zu hören. Vielleicht war das Gewitter an mir vorbei gezogen und sei es auch nur für heute Nacht, selbst das war ein Segen. Vielleicht würde es das Böse mit sich ziehen, weit weg von hier. Es würde zurück kommen, irgendwann, um sich das zu holen, was ihm rechtmäßig gebührte – Aber heute Nacht würden sie mich verschonen, uns verschonen, wünschte ich inständig, als die neongrünen Ziffern des Weckers auf Mitternacht umsprangen und die Kirchturmuhr zu schlagen begann…

Dong
Es herrschte totenstille.
Dong
Kein Mucks rührte sich.
Dong
Die Reifen des protzigen BMWs meines Nachbarn quietschten, als er mit üblicher, halsbrecherischer Geschwindigkeit davon raste.
Dong
Wieder Stille. Zu still.
Dong
Eine Gänsehaut rann über meinen Körper.
Dong
Alles wird gut. Es ist nichts, wovor ich mich fürchten müsste.
Dong
Ein Uhu stieß seinen Ruf in die Nacht hinaus.
Dong
Scheppernd fiel eine Mülltonne vor meinem Haus zu Boden.
Dong
Schlurfende Schritte auf der Straße.
Dong
Alles wird gut…
Dong
Ein Blitz zuckte erneut vom Himmel.
Dong

Die Haustür krachte gegen die Wand, während der Donner direkt über mir zu hören war.
Nichts ist gut, das Böse hatte mich nicht verschont.
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 16:05    Titel: 1. November 2011: Vom Wintereinbruch und Johannis pdf-Datei Antworten mit Zitat

1. November 2011: Vom Wintereinbruch und Johannis


Das Unwetter hatte sich über Nacht gelegt, dicke Nebelbänke übernahmen den verlorenen Posten, obgleich sie im Laufe des Tages vom strahlenden Sonnenschein vertrieben werden sollten. Der erste Frost war über das wie immer unvorbereitete Land gefallen. Ein eindeutiges Symbol des hereinbrechenden Winters, der schon längst auf leisen Sohlen durch Deutschland strich und die ersten Probleme verursachte. Polizei und Feuerwehr arbeiteten auf Hochtouren, die Krankenhäuser hatten Mühe und Not der Grippewelle stand zu halten.  Nichts desto trotz war dies zu normal, zu bedeutungslos, um die Pfeiler des Alltags zum Einsturz bringen zu können.
Alles ging seinem gewohnten Gang. Das Gewirr der Schüler und Arbeiter in der U-Bahn, die überfüllten Busse, deren Heizung durch die Körperwärme jedes Fahrgastes ersetzt wurde, die rasenden Autos auf der Autobahn, auf der in diesem Moment ein griesgrämiger Mercedes-Fahrer einen einfachen Mann nieder machte, obwohl der Unfall seiner Schuld unterlag. Ja, man konnte allerorts von einem recht durchschnittlichen 1. November des thüringischen Geras sprechen, wie auch in einem überheizten Raum der einzigen zehnten Klasse.

Eines der Mädchen war um ein Lächeln bemüht. Äußerlich zumindest strahlte die Ruhe schlechthin aus, während ihr verträumter Blick aus dem staubigen Fenster glitt, gegen das die kargen Äste der knorrigen Bäume peitschten. Vielleicht hätte sie sich konzentrieren sollen, aber war das noch von Bedeutung? Wofür auch? Was für einen Sinn hätte es denn noch? Es würde so oder so niemanden interessieren.  Warum auch, wer war sie schon? Ein Niemand. Das war sie.
Die Äste schienen in den Raum gelangen zu wollen, vielleicht würden sie mit ihren langen Fingern all die mit sich schleifen, die es verdient hätten.  Kandidaten gäbe es genügend.

„Elaina?“

Der Morgen war nicht außergewöhnlich gewesen. Die Kälte hatte in ihre müden Glieder gebissen und ihre Wangen geglüht. Kleine Eiswölkchen war ihr Atem gewesen und die bitterkalte Luft hatte in ihren Lungen gebrannt. Etwas war anders gewesen, aber was?

„Elaina!“

Sie wusste nicht, was anders hätte sein sollen? Der Wecker hatte geklingelt, als ob sie nicht vorher schon längst wach gewesen wäre. Die Kleider vom Vortag lagen am Fußende ihres Bettes.  Make-Up und Haare waren schnell gemacht gewesen. In der Küche lag eine leere Weinflasche, trockener Rotwein, was sonst. Daneben schwammen vereinzelt die letzten Tropfen in einem filigranen Glas, dessen Goldrand vom vielen Waschen nur noch zu erahnen war. Vom Sofa des Wohnzimmers drang das Schnarchen ihrer Mutter. Sie hätte das Fenster öffnen sollen, kam ihr in den Sinn, als sie an den Gestank der Alkoholausdünstungen dachte.  Der Kühlschrank war so gut wie leer. Das Brot längst abgelaufen. Als hätte sie Hunger gehabt. Am Nachmittag müsste sie einkaufen, definitiv.  Einen Wutausbruch müsste sie sich am Abend nicht auch noch anhören, wenn es zu vermeiden war. Und wer würde sonst schon einkaufen gehen?  Niemand, natürlich. Und niemand war sie, wie sie eben festgestellt hatte.

„Elaina Avanianno!!!“

Eben dieses Mädchen zuckte zusammen, blinzelte und blickte die ältere Frau vor ihr an. „Entschuldigung, Frau Reineck...“ Schuldbewusst senkte sie die Lieder, presste die Lippen aufeinander. „Deine Entschuldigungen kannst du dir sparen.  Ich schätze, du weißt nicht, was wir gerade besprochen haben, nicht wahr?“ Sie gab ihr keine Chance zu antworten, hob ihren faltigen, gelblichen Finger. „Nein, warte. Natürlich weißt du es nicht. Ich glaube, dieser Raum hätte dringend nötig, gefegt zu werden, findest du nicht auch?“ Sie lachte boshaft, zeigte ihre gelben Zähne, bevor sie mit dem Unterricht fortfuhr. Das Mädchen, das auf den Namen Elaina zu hören schien, blickte auf ihr unbeschriebenes Blatt, dann zur Uhr. Nein, es würde noch eine lange Stunde sein.


Oki, das wäre die Fortsetzung, ich hoffe, diesmal gibt es nicht so viel zu beanstanden wie vorher. smile Licht ins Dunkle habe ich noch nicht soo viel gebracht, aber vielleicht ja ein bisschen.

Viele liebe Grüße
Wolfi

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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe immer noch das Problem, dass mir deine Formatierung den Bildschirm sprengt. Ich würde mir alles wirklich gern ansehen, weil es eigentlich interessant ist, aber das ist verdammt anstrengend. Ist das ein allgemeines Problem oder geht das nur mir so?

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Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt.
- Jean Cocteau
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Wolfsblume
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 17:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oki, dann lag´s nicht an der Zentrierung... Bei mir passt
 es genau auf den Bildschirm rauf, tut mir leid, habe nicht
an einen kleineres Bildschirmformat gedacht... sad So besser?

1. November 2011: Vom Wintereinbruch und Johannis


Das Unwetter hatte sich über Nacht gelegt,
 dicke Nebelbänke übernahmen den
verlorenen Posten, obgleich sie im Laufe des
 Tages vom strahlenden Sonnenschein vertrieben
werden sollten. Der erste Frost war über das wie
 immer unvorbereitete Land gefallen. Ein eindeutiges
Symbol des hereinbrechenden Winters, der schon
 längst auf leisen Sohlen durch Deutschland strich
 und die ersten Probleme verursachte. Polizei und
Feuerwehr arbeiteten auf Hochtouren, die Kranken-
häuser hatten Mühe und Not der Grippewelle stand
 zu halten. Nichts desto trotz war dies zu normal,
zu bedeutungslos, um die Pfeiler des Alltags zum
Einsturz bringen zu können.
Alles ging seinem gewohnten Gang. Das Gewirr der
 Schüler und Arbeiter in der U-Bahn, die überfüllten
Busse, deren Heizung durch die Körperwärme
 jedes Fahrgastes ersetzt wurde, die rasenden
Autos auf der Autobahn, auf der in diesem Moment
ein griesgrämiger Mercedes-Fahrer einen einfachen
 Mann nieder machte, obwohl der Unfall seiner Schuld
 unterlag. Ja, man konnte allerorts von einem recht
durchschnittlichen 1. November des thüringischen
Geras sprechen, wie auch in einem überheizten
Raum der einzigen zehnten Klasse.

Eines der Mädchen war um ein Lächeln bemüht.
Äußerlich zumindest strahlte die Ruhe schlechthin
 aus, während ihr verträumter Blick aus dem
 staubigen Fenster glitt, gegen das die kargen
Äste der knorrigen Bäume peitschten. Vielleicht
 hätte sie sich konzentrieren sollen, aber war
das noch von Bedeutung? Wofür auch? Was für
einen Sinn hätte es denn noch? Es würde so oder
 so niemanden interessieren. Warum auch, wer war
 sie schon? Ein Niemand. Das war sie.
Die Äste schienen in den Raum gelangen zu wollen,
 vielleicht würden sie mit ihren langen Fingern all die
 mit sich schleifen, die es verdient hätten.
Kandidaten gäbe es genügend.

„Elaina?“

Der Morgen war nicht außergewöhnlich gewesen.
 Die Kälte hatte in ihre müden Glieder gebissen
 und ihre Wangen geglüht. Kleine Eiswölkchen war
 ihr Atem gewesen und die bitterkalte Luft hatte
 in ihren Lungen gebrannt. Etwas war anders
 gewesen, aber was?

„Elaina!“

Sie wusste nicht, was anders hätte sein sollen?
Der Wecker hatte geklingelt, als ob sie nicht
 vorher schon längst wach gewesen wäre.
Die Kleider vom Vortag lagen am Fußende
 ihres Bettes. Make-Up und Haare waren schnell
 gemacht gewesen. In der Küche lag eine leere
 Weinflasche, trockener Rotwein, was sonst.
 Daneben schwammen vereinzelt die letzten
 Tropfen in einem filigranen Glas, dessen Goldrand
vom vielen Waschen nur noch zu erahnen war.
Vom Sofa des Wohnzimmers drang das
Schnarchen ihrer Mutter. Sie hätte das Fenster
 öffnen sollen, kam ihr in den Sinn, als sie
 an den Gestank der Alkoholausdünstungen dachte.
Der Kühlschrank war so gut wie leer. Das Brot
 längst abgelaufen. Als hätte sie Hunger gehabt.
Am Nachmittag müsste sie einkaufen, definitiv.
 Einen Wutausbruch müsste sie sich am Abend
 nicht auch noch anhören, wenn es zu vermeiden
 war. Und wer würde sonst schon einkaufen gehen?
 Niemand, natürlich. Und niemand war sie,
wie sie eben festgestellt hatte.

„Elaina Avanianno!!!“

Eben dieses Mädchen zuckte zusammen,
blinzelte und blickte die ältere Frau vor ihr an.
 „Entschuldigung, Frau Reineck...“ Schuldbewusst
senkte sie die Lieder, presste die Lippen
 aufeinander. „Deine Entschuldigungen kannst
du dir sparen. Ich schätze, du weißt nicht,
was wir gerade besprochen haben, nicht wahr?“
Sie gab ihr keine Chance zu antworten,
 hob ihren faltigen, gelblichen Finger.
 „Nein, warte. Natürlich weißt du es nicht.
Ich glaube, dieser Raum hätte dringend nötig,
gefegt zu werden, findest du nicht auch?“
Sie lachte boshaft, zeigte ihre gelben Zähne,
 bevor sie mit dem Unterricht fortfuhr.
Das Mädchen, das auf den Namen Elaina
 zu hören schien, blickte auf ihr unbeschriebenes
Blatt, dann zur Uhr. Nein, es würde noch eine
 lange Stunde sein.


Oki, das wäre die Fortsetzung, ich hoffe,
 diesmal gibt es nicht so viel zu beanstanden wie vorher.  
Licht ins Dunkle habe ich noch nicht soo viel gebracht,
 aber vielleicht ja ein bisschen.

Viele liebe Grüße
Wolfi
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Harald
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rissa,

es empfiehlt sich, Prosa im Fließtext zu schreiben, so dass sich der Text den Gegebenheiten anpasst.

Das heißt im Klartext, dass die Entertaste benutzt wird, um  Absätze zu erzeugen, ansonsten lässt man den Text sich der Formatierung der Seite anpassen. Dies ist auch im Hinblick auf eine spätere Veröffentlichung sehr wichtig!

(Ich habe mal einen "formatierten" Text eines Einreichers in einer Ausschreibung wieder auf Fließtext gesetzt, eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter umgebracht hat ...)

Das ist alles nur eine Gewohnheitssache, Entertatse nur benutzen, um Absätze zu generieren.

Es ist bei einigen, speziell jüngeren, SchreiberInnen übrigens eine Unsitte, jeden, buchstäblich jeden Satz mit "Enter" zu beenden, so dass manches völlig "zerhackt" aussieht, etwas, was du ja vermeidest.

LG

Harald


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Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

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Karin
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Wolfi,

ich glaube, den Thread kann nur ein Admin fixen. Irgendwie wirkt sich der Fehler im ersten Beitrag offensichtlich auf die gesamte Seite aus. Kontaktiere doch einfach noch mal den MosesBob. Vielleicht kann er dir helfen. Ansonsten würde ich lieber einen neuen Thread aufmachen und noch einmal beginnen. Gerade, wenn du die Geschichte noch fortsetzt, ist es schade, wenn man den Text nicht richtig lesen kann.

Viel Glück!
Ka
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Jenni
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Beiträge: 3805

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 06.07.2012 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Könnte es sein, dass der Editor ganz einfach keine Wörter im Eingabefeld trennen kann und das <<doch-dings-da-bum<trala> als ein Wort interpretiert? Dann könnte man den thread durch ein simples Leerzeichen irgendwo in jener Zeile reparieren? (Was aber auch nur ein Mod oder Admin tun kann -> Meldebutton)

Und für's nächste Mal: Vorschau-Funktion benutzen. wink


(Ich sage was zum Text, wenn ich ihn lesen kann.)
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Wolfsblume
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Wohnort: Niedersachsen


BeitragVerfasst am: 06.07.2012 20:34    Titel: Formatierungsfehler :/ pdf-Datei Antworten mit Zitat

Huhu Harald (:

Die komische Formatierung meines letzten Beitrags habe ich nur benutzt, damit er den Bildschirm nicht mehr sprengt sad Aber seltsamerweise tut er es trotzdem... Habe deinen Tipp, Ka, umgesetzt und MosesBob angeschrieben in der Hoffnung, dass er mir helfen kann (:
Ansonsten Enter selbstverständlich nur für Absätze.

Viele liebe Grüße
Wolfie
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Karin
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BeitragVerfasst am: 06.07.2012 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Jenni hat Folgendes geschrieben:

Könnte es sein, dass der Editor ganz einfach keine Wörter im Eingabefeld trennen kann und das <<doch-dings-da-bum<trala> als ein Wort interpretiert?


Ich glaub, die Jenni hat Recht. Da müsste mal irgendjemand ein Leerzeichen reinhauen.

LG Ka
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 07.07.2012 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolfine!

Ich antworte dir hier, weil die Formatierung ja alle ein bisschen irritiert.

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Wenn ich deine "Neue Version" in einem neuen  Thread eröffne, ist alles in Ordnung. Die schlechte Nachricht: Irgendwo in diesem Thread gibt es inzwischen einen weiteren Ausreißer, der die Formatierung streckt, und den kann ich auf die Schnelle nicht finden.

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder du eröffnest einen neuen Thread, woraufhin ich diesen hier schließe. Oder ich setze mich morgen nochmal ran und schaue, wo sich der neue Ausreißer versteckt.

Beste Grüße,

Martin


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Das Leben geht weiter – das tut es immer.
(James Herbert)

Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt untergeht, wird die eines Experten sein, der versichert, das sei technisch unmöglich.
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Wolfsblume
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BeitragVerfasst am: 07.07.2012 13:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Huhu (:

Vielen lieben Dank für deine Hilfe, aber noch mehr Arbeit als nötig musst du dir nicht machen. Ich öffne einen neuen Thread und du schließt diesen, einfachste Möglichkeit. (:

Viele liebe Grüße
Wolfie



Edit MosesBob
Hier geht's weiter: http://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=36291
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