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Übersehen


 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Zehntausend 06/2012
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Akiragirl
Geschlecht:weiblichDünnhäuterin

Alter: 30
Beiträge: 5601
Wohnort: Leipzig
Der goldene Spiegel - Prosa DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 18.06.2012 20:00    Titel: Übersehen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Übersehen

"Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt."
(G.W.F. Hegel, aus: Phänomenologie des Geistes)

An verfrüht hochsommerlichen Maitagen wie heute gibt es keinen grässlicheren Aufenthaltsort als einen überfüllten Zug. Die warme Luft pappt klebrig auf der Haut, riecht nach Schweiß und zwingt mich dazu, so flach wie möglich zu atmen. In diesen alten Zügen mit ihren viel zu kleinen Sitzen und den Schmierereien auf den Rückenlehnen gibt es keine Klimaanlage.
Ich lege meine Wange an die regenwasserstaubbesprenkelte Scheibe, stülpe mir Kopfhörer über die Ohren und ignoriere meine Mitreisenden, so gut ich kann. Manchmal dringt durch die Metallica-Bässe das Lachen von Kindern, die über die Gänge poltern und in den Pausen zwischen zwei Liedern stört mich das Zeitungsrascheln meines Nachbarn. Ansonsten fällt es leicht, die anderen nicht zur Kenntnis zu nehmen.
Beim Einsteigen habe ich lediglich einen kurzen Blick auf sie geworfen: Der Mann neben mir ist beleibt und trägt ein gestreiftes Hemd. Eine Reihe weiter liest eine ältere Dame in einem Buch. Auf dem Sitz schräg gegenüber von meinem flätzt sich ein Mädchen, das aussieht, als sei es in einen Farbtopf gefallen und aufreizend knappe Hot Pants trägt. Die üblichen Statisten jeder Zugfahrt.
Man stört sich nicht, beachtet sich nicht und zeigt keine Gefühle – maximal ein neutrales Lächeln ist erlaubt. Das ist der Kodex. Wir wollen alle unsere Ruhe voreinander.
Ich strecke meine Beine ein Stück weit aus und beobachte, wie die draußen vorüberziehende Landschaft und die Musik in meinen Ohren zu einem perfekt choreografieren Videoclip verschmelzen. Die unter dem strahlend blauen Himmel kreisenden Vögel schlagen ihre Flügel im Takt; Licht- und Schattenwechsel erfolgen je nach Lautstärke. Durch das schmale, gekippte Fenster neben mir züngelt der Fahrtwind und macht die Hitze etwas erträglicher.
Nach einer Weile bin ich in einer Art Dämmerzustand versunken. Mit geschlossenen Augen konzentriere ich mich ganz auf die Musik. Da fräst sich eine Männerstimme durch das E-Gitarren-Solo; zuerst nur eben hörbar, dann lauter und störender. Wie automatisch drücke ich die Pause-Taste meines MP3-Players, um festzustellen, wer spricht.
Irgendwo hinter mir muss ein Mann sitzen. Er klingt nicht älter als dreißig. Laut und mit sich überschlagender Stimme sagt er mehrmals: „Nein, nein, nein! Das is’ überhaupt nich’ wahr!“ Da er jedes Wort übertrieben weinerlich betont, bin ich sicher, dass er gerade jemanden verspottet, indem er ihn nachmacht. Keine besonders lustige Karikatur. Gereizt drücke ich meine Musik wieder an.
Doch das Gejaule aus dem Hintergrund ebbt nicht ab, sondern wird im Gegenteil noch lauter. Lange kann ich mich nicht konzentrieren, dann muss ich die Musik erneut unterbrechen.
Der Mann redet immer noch in diesem jämmerlich infantilen Tonfall. Ich drehe mich nach hinten, um einen Blick auf ihn zu erhaschen, aber ich sehe nur seine Hand, die ein Mobiltelefon hält, hinter einem Sitz hervorlugen.
„Die is’ so eiskalt, total kalt … Hat mich einfach vor die Tür gesetzt ... Was mach’ ich den jetzt?!“ Seine Stimme rutscht am Ende jedes Satzes nach oben, wie bei einem Jungen im Stimmbruch. Klingt, als sei er betrunken. Nach einer kurzen Pause fährt er fort: „Ich weiß einfach absolut nich’ mehr weiter“ – und schluchzt vernehmbar.
Peinlich berührt drehe ich mich wieder nach vorn. Da sitzt ein vollkommen Fremder und weint vor all den anderen Fremden im Zug. Ratlos suche ich den Blick der Menschen um mich herum. Der beleibte Mann neben mir lässt seine Zeitung, eine Frankfurter Allgemeine, kaum merklich sinken. Zwischen seine Augenbrauen graben sich zwei leichte Falten. Die Frau, die eine Reihe weiter in einen Roman vertieft ist, rutscht auf dem Polster hin und her, blickt kurz auf – und dann, als hätte sie etwas Ungehöriges getan, rasch wieder in ihr Buch. Die junge Dame aus der Sitzreihe mir schräg gegenüber zischt und verdreht die Augen. Sie hat ihre langen Beine überschlagen und sich mit verschränkten Armen zurückgelehnt. Ihre rosa geschminkten Augenlider sind geschlossen – offenbar versucht sie zu schlafen.
Das sind die einzigen – wenn auch schwachen – Reaktionen. Alle anderen tun so, als würden sie den jungen Mann nicht hören – weder das, was er sagt, noch seine zunehmende Verzweiflung.
„Ich, ich, ich“, stottert er jetzt, „ich sag dir, ich weiß nich’ was ich jetzt mache. Vielleicht mach’ ich heut’ noch was Dummes.“ Wieder eine kurze Pause, dann: „Du weißt genau, wie ich das meine!“ Mir wird übel, denn auch ich weiß, was er meint. Ich suche noch einmal den Blick meiner Mitreisenden, aber niemand sieht zu mir oder zu dem schluchzenden Mann.
Die Situation erscheint mir surreal; wie eine Szene aus dem Drehbuch eines Hollywoodfilms. So nah kommt man doch fremden Menschen nicht; nicht an einem strahlenden Maitag um vierzehn Uhr dreißig, in einem stickigen Zug.
„Das is’ nich’ wahr! Wie kann sie sowas sagen?! Nein! ... Nein! Ich hab die nie geschlagen, ich schwör’s dir! Ich lieb die viel zu sehr!“
Der Mann redet weiter und ich würde mir am liebsten die Ohren zuhalten und laut singen, denn allein durch das Zuhören werde ich Teil von etwas, das ich lieber aus der sicheren Entfernung der Fiktion beobachten würde – vielleicht in einem Buch oder Theaterstück.
Ich starre auf meine Knie und frage mich, wie ich mich als guter Mensch jetzt eigentlich zu verhalten habe. Sollte ich nicht zu dem armen Kerl hingehen und ihm Hilfe anbieten? Er klingt, als bräuchte er Unterstützung von einem Psychotherapeuten. Aber niemand sonst scheint es für nötig zu halten, ihm zu helfen und so bleibe auch ich auf meinem Sitz kleben und bete, dass er bald auflegt.
„Warum sagt die sowas ...? Ich hab die nie geschlagen, ich hab alles für die getan!“
Ich kaue auf meinen Lippen herum. Zum ersten Mal wird mir bewusst, dass die Distanz zwischen uns Reisenden, die ich immer für befreiend hielt, eigentlich furchtbar beengend ist. Steht Betroffenheit dem modernen, westlichen Menschen denn so schlecht zu Gesicht?
Kurz glaube ich, ich könnte das unsichtbare Absperrband überwinden. Aber dann bleibe ich doch, wo ich bin, setze meine Kopfhörer wieder auf und drehe die Musik lauter. Dabei komme ich mir schrecklich feige vor.
Wenige Minuten später hält der Zug stotternd am Bahnhof Altenburg. Der Mann verstummt, ich drehe mich noch einmal um und erhasche einen kurzen Blick auf ihn. Eine schmale Gestalt. Unbeholfen schultert er seinen Rucksack und steigt aus. Obwohl keiner eine Reaktion zeigt, spüre ich die Erleichterung, die er mit seinem leeren Sitzplatz hinterlässt.
Endlich können wir uns wieder gegenseitig übersehen.

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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 45
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 18.06.2012 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Mich hat dein Text von Anfang an mit gerissen, die Atmosphäre im Zug, Fremde Menschen auf engem Raum, Distanz und ungeschriebene Regeln.

Mir hat eben dieser Kontrast zwischen der Enge und Intimität eines Zugabteils und der unüberbrückbaren Entfernung zwischen deinem Prota und dem weinenden Mann "gefallen".

Und ich finde, dass du die Regeln des Wettbewerbs eingehalten hast, da dein Prota sich seiner Gefangenschaft innerhalb erwarteter Verhaltensweisen anfangs nicht bewusst ist, sie dann realisiert, es aber doch nicht schafft aus zu brechen.

Und dann, zum Schluss, dieser Moment, in dem der weinende Mann aussteigt und alle erleichtert sind. Finde ich sehr gut beobachtet.

Danke, lg, KeTam.
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 67
Beiträge: 6319
Wohnort: Persepolis
DSFo-Sponsor Ei 10


BeitragVerfasst am: 18.06.2012 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

m.E. hättest du die Figuren im Zug noch etwas kräftiger zeichnen können, die geben noch mehr her.
Ich finde, dass du die Atmosphäre gut eingefangen hast!

Dass der Prota am Anfang jemanden nachmacht, wird nicht klar.

Das Motto hast du gut umgesetzt.

Den Psychotherapeuten hätte ich nicht erwähnt; würde eher schreiben, dass er Hilfe braucht...

Viele Grüße


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es sind die Krähen
die zetern
in wogenden Zedern

Make Tofu Not War (Goshka Macuga)

Es dauert lange, bis man jung wird. (Pablo Picasso)
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TomNeuter
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 64
Beiträge: 37
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 18.06.2012 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

Da sind mir zuviel Ungereimtheiten. Zuerst ist es ein junges Mädchen, dann eine junge Dame. "Er klingt nicht älter als dreißig" (wie klingt ein Dreißigjähiger?) Man stört sich nicht, zeigt keine Gefühle? Wer ist "man". Das "Gejaule" im Hintergrund auf einen Menschen bezogen ist gefühllos - das stimmt! "Aber niemand sonst scheint es für nötig zu halten, ihm zu helfen und so bleibe auch ich auf meinem Sitz kleben und bete, dass er bald auflegt." ist für mich vollkommen unverständlich. Und wer ist mit dem "dem modernen, westlichen Menschen" gemeint.
Schade - guter Ansatz, nicht gut gelöst.
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 26
Beiträge: 10332
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 19.06.2012 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich werde mit der Geschichte nicht so recht warm, sie verschließt sich mir, wehrt sich dagegen, mich eintauchen zu lassen. Vielleicht liegt es zu einem an dem für meinen Geschmack stellenweise doch langatmigen und leicht gestelzten Schreibstil, der zwar solide und z.T. wohlformuliert, aber wenig packend erscheint.
Hinzu kommt, dass mir die Protagonistin sehr unsympathisch ist, ich wollte schon ab den ersten Absätzen nichts mit ihr zu tun haben und nicht etwa eine ganze Geschichte lang ihre engstirnigen Gedanken verfolgen. Natürlich war es Intention, Abscheu gegen diese verschlossene, arrogante, von allem genervte und gelangweilte Person bar jeglicher Empathie zu erzeugen, das verstehe ich.
Ich sehe auch den gesellschaftskritischen Ansatz der Geschichte, aber um ehrlich zu sein, langweile ich mich (aufgrund der bereits erwähnten langatmigen Erzählweise) ein wenig, nicht so stark wie die Protagonistin, aber dennoch: Inhaltlich gibt mir diese Story nicht viel, sie ist wenig spektakulär, und damit meine ich nicht pausenlose Action, sondern Atmosphäre, Denkanstöße, einen Aha-Effekt. Den finde ich hier nicht: Um die Vorgabe E-Literatur zu erfüllen, ist mir die beschriebene "Begegnung" einfach noch zu alltäglich und beliebig, um einen tiefen Eindruck zu hinterlassen (und gerade darum geht es meines Erachtens bei E-Lit). Das Thema Gefangenschaft ist am Schluss für meinen Geschmack zu gewollt und erklärend hineingequetscht. Eine Kurzstudie unserer Wegschau-Gesellschaft - nicht intensiv genug, um wirklich aufzurütteln.
Fazit: Vielleicht eine ganz lehrreiche Geschichte für zwischendurch, im Rahmen des Wettbewerbs jedoch wenig beeindruckend.


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"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
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Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
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"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
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MT
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BeitragVerfasst am: 19.06.2012 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Thema aus meiner Sicht sehr schön eingefangen.

Sprache fließend, passend zur Situation, wenngleich an manchen Stellen zu salopp.

Doch für mich keine E-Geschichte. Eine gute/gehobene U-Geschichte.

6 Federn.


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Das Schicksal verzichtet oft auf Kommentare, es begnügt sich damit, zuzuschlagen.

Siegfried Lenz
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Kissa
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 638
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Der silberne Spiegel - Lyrik Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 19.06.2012 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

So sind sie, die Menschen.

Spannend und anschaulich erzählt.
Gefangen in der eigenen Hilflosigkeit - das macht wohl die Geschichte aus.

Sehr gern gelesen!

Viel Glück
Kissa


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"... und denke daran, es ist besser auszubrennen als zu verblassen."

Dominik Wojczak
* 21.11.1995 Köln
†️ 12.04.2015 Bochum

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adelbo
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Beiträge: 1890
Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 19.06.2012 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Eine gut geschriebene fast alltägliche Szene in einem Zug, mit dem Hintergrund des Wegguckens, des unangenehm Berührtsein, von fremden Sorgen.
In meinen Augen ist das Gefühl, das bestimmt jeder schon in einer solchen Situation erlebt hat, gut rübergekommen. Die Zweifel, wie verhält man sich richtig. Aus einem kleinen Anlass eine gute Geschichte gemacht, finde ich.

adelbo


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„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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hexsaa
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Ei 6 Extrem Süßes!


BeitragVerfasst am: 19.06.2012 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Aufgrund der Vielzahl von Texten kann ich nur eine kurze Einschätzung wiedergeben, manchmal auch nur befedern. Ich habe den Text für mich nach folgenden Kriterien bewertet: Idee, Stil, Bezug zur Themenvorgabe und mein persönliches Empfinden.


Gute Idee, solide geschrieben, etwas fade Umsetzung. Das Telefongespräch war für mich nicht eindeutig genug, auch die Unbehaglichkeit der Mitreisenden hätte deutlicher herausgearbeitet werden können.

LG
hexsaa


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Ich lebe in meiner eigenen Welt.
Das ist okay, man kennt mich dort.
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Malaga
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Beiträge: 828



BeitragVerfasst am: 20.06.2012 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, weiß nicht so recht.
Bekannt ist uns das allen, dass wir lieber in unserer Welt gefangen bleiben wollen, erkannt haben das auch alle, oder? Und sich dafür entschieden. Oder man entscheidet sich in jeder konkreten Situation neu.

Der Plot: Sollte man sich da wirklich einmischen, denn die Aufforderung ist ja indirekt da?
Und redet jemand wirklich so im Zug am Handy? Wenn jemand so seine Privatsphäre aufhebt, hat man dann ebenfalls das Recht/ die Pflicht, dessen Privatspäre zu ignorieren.

Der Eingangsabschnitt: Eine anschauliche Beschreibung der Situation, Sicht der Erzählerin stark im Mittelpunkt. Zieht mich vielleicht nicht stark genug rein ins Geschehen, so dass ich parallel immer über die Schreibtechniken nachdenke.
Das ist wie bei Filmen, die müssen einen so mitreißen, dass man Kamera- und Schauspieltechnik einfach vergisst und nur noch mit(er)lebt.
Aber das ist im Wettbewerb natürlich besonders schwer, weil wir hier ja alle von vorneherein mit der Beurteilungsbrille rangehen.
Bewertung später im Vergleich.
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3353

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 20.06.2012 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, leider nein. Das ist mir zu sehr Holzhammer-Moralkeule und für den Fall, dass ich es immer noch nicht kapiert haben sollte, bekomme ich die Moral der Geschichte dann auch noch einmal in einem Satz zusammengefasst.

Hier wird mir zu viel erklärt, zu viel (zum Teil offensichtliches) gesagt. Schade. Hätte man mehr draus machen können. Es kommt leider nicht bei mir an. Allerhöchstens insofern, als ich mich an ähnliche Situationen erinnere und ein latent schlechtes Gewissen in Schach halten muss. Was die Sache nicht besser macht.
Also: ein bisschen mehr weglassen, dafür ein bisschen mehr vom Erzähler spüren lassen (nicht erzählen!).

Gefangen in diesem Fall also in einer Starre, einem "eigentlich sollte ich anders handeln, ich weiß, aber na ja ..."

Was hat jetzt das Zitat damit zu tun? Weil er schon x-mal Zug gefahren ist, aber jetzt erst erkannt hat, wie man aneinander vorbeifährt? Hm. Na ja.
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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Beiträge: 2460
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 20.06.2012 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Teilnehmer / Liebe Teilnehmerin,

ein schöner Titel, der zum Text passt. Der Schluß, wie er aussteigt ist ein bißchen zu dick aufgetragen - für meinen Geschmack (schmale und unbeholfene Gestalt). Das Thema "Gefangen" ist für mich auch im Protagonisten erkennbar allerdings hätte die Sprache dem Thema etwas mehr folgen können.
Liebe Grüße
Piratin


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Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Köbi
Schreiberassi


Beiträge: 35



BeitragVerfasst am: 20.06.2012 20:50    Titel: Jep! Antworten mit Zitat

Der war gut!
Der Text. Es ist der Erste, den ich bis zum Ende lesen wollte!
Damit triffst du den Nerv und mit ihm die Fragestellung! Und Lesbar ist er auch.
Ich glaub ich beflügle dich! (Mit sieben oder acht.)
Vielleicht auch mit acht oder neun, aber ich bin eifersüchtig.
Viel lieber rupfe ichFedern. Federn sind leicht und doch auch Ballast.
Also bekomme sie nicht in den Hals, denn sie sind doch so weich.

An verfrüht hochsommerlichen Maitagen wie heute...
Mach hier hochsommerliche Julitage - es spielt keine Rolle, ist einfacher und klarer.

regenwasserstaubbesprenkelte - das kreidet dir jeder an, als erstes dein Schreibprogramm, ich mags... aber es wiederspricht den hochsommerlichen Vorstellungen.

die Metallica-Bässe - klar sind es metallica bässe! Aber nur für dich, die Bässe tönen auch ohne Metallica. Lass die Leute selbst wählen.

Metallica war für mich auch ein Bruch zu deinem schildbürgerlichen Anfang. Leute die Metallica mögen, regen sich nicht an Schmierereien auf! Die regen sich an Schweiß an! Ich meine, niemand der sich ekelt, klatscht seine schweißige Wange freiwillig an eine Scheibe?

Sobald die Spannung los geht (Du hättest ev. schon am Anfang damit anfangen können.), gehts ab!
Ah ja, ich kann nur erwachsene und nicht erwachsene Stimmen unterscheiden und fände mich überheblich, wenn ich durch Stimme auf Alter schließen würde. (Aber ich bin auch nur ein Mann.)
Nur Kleinigkeiten.
Alles in allem mein bisheriges Highlight
Viel Glück   Laughing
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firstoffertio
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Beiträge: 6124
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 21.06.2012 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Geschichte ist gut erzählt, man kann sich sehr gut in die Situation in dem Zug hineinversetzen, spürt das gleiche Unwohlsein wie der Ich-Erzähler. Der innere Zwiespalt.
Das Zitat und das Thema sind gut umgesetztDas liebe Bekannte wird gestört. Man ist nicht bereit, sich auf das Neue, das Störende einzulassen.

Ich habe versucht drauf zu kommen, was mich trotzdem an der Geschichte stört, und ich glaube, es hat mit diesen beiden Stellen zu tun:

"wie ich mich als guter Mensch jetzt eigentlich zu verhalten habe"

"Steht Betroffenheit dem modernen, westlichen Menschen denn so schlecht zu Gesicht?"

Dabei tritt der Erzähler aus der Geschehen hinaus, da kommt explizit Moral ins Spiel, die die Geschichte nicht braucht. Das zerstört die Wirkung der Geschichte.
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Beobachter
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Beiträge: 736



BeitragVerfasst am: 21.06.2012 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Eine ziemlich coole Szene mit ziemlich normalen Menschen in einem ziemlich normalen Alltag. Und ziemlich gut geschrieben. Hat mir Spaß gemacht zu lesen, zumal es endlich auch einmal nicht um völlig kaputte Leute ging, sondern um Leute, die mir so jeden Tag begegnen könnten. Der Schluss war ein bisschen zu belehrend für meine Begriffe, aber alles zusammen hat mir gefallen.

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Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt.
- Jean Cocteau
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Mr. Curiosity
Bestseller-Autor

Alter: 31
Beiträge: 4485
Wohnort: Köln
Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 22.06.2012 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

bei diesem Wettbewerb habe ich mir einen anderen Bewertungsmaßstab zurechtgelegt, als bei den bisherigen. Hier ist speziell E-Literatur gefordert, dementsprechend anspruchsvoll und tiefgängig sollten die Texte sein, dementsprechend schwierig sind sie zu schreiben. Die inhaltlichen und stilistischen Anforderungen sind höher. Daran angepasst befedere ich.
Dies geschieht nach folgendem Schema:

1. Inhalt: Setzt der Text das Thema um oder mogelt er sich drumherum? Erfüllt der Text die Ansprüche, die er an sich selber stellt, bzw. ist er in sich schlüssig? Ist der Inhalt der Vorgabe "E-Literatur" entsprechend, d.h. bleibt er an der Oberfläche oder präsentiert er sich vielschichtig?
Für den Inhalt vergebe ich maximal 4 Federn.

2. Stil: Passt der Stil zum Inhalt? Zeigt der Text sprachliche Finessen? Gibt es stilistische Mängel oder kommt der Text pseudo-literarisch aufgeblasen daher?
Für den Stil vergebe ich maximal 4 Federn.

_____

Zum Text "Übersehen":

Inhaltlich vergebe ich zwei Federn. Ein in sich schlüssiger Text, der auch das Thema umsetzt. Was mir fehlt, ist Mehrschichtigkeit. Bei einem E-Literatur-Text wünsche ich mir noch mehr Tiefgang. Zwar ist die Botschaft gut, sie wird mir jedoch allzu sehr auf dem Silbertablett serviert.

Stilistisch vergebe ich zwei Federn. Der Stil passt zum Inhalt, sprachliche Finessen werden versucht, klingen aber z.T. etwas seltsam und erzwungen, um Atmosphäre zu erzeugen (z.B. der Musikvideoclip). Ich frage mich, ob dieses Maß an Atmosphären-Erzeugung bei diesem Text passend ist. Ansonsten sicher geschrieben.

Mit der obligatorischen einen Federn ergibt das zusammen fünf Federn.

Weitere Anmerkungen mache ich auf Wunsch nach dem Wettbewerb.

LG David smile


_________________


"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 30
Beiträge: 7534



BeitragVerfasst am: 22.06.2012 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Um ganz ehrlich zu sein, ist mir das hier zu wenig. Natürlich muss es nicht immer eine pompöse Handlung mit einem Knall am Ende geben, aber auch das, was mir hier an innerer Handlung geboten wird, ist reichlich mau. Die ohnehin recht kurze Geschichte beschreibt relativ lang den vollen Zug, die Luft, die Umstände, usw. Und dem eigentlichen Problem des Textes, dem offensichtlich leicht gestörten Mann, wird verhältnismäßig wenig Raum geliefert. Er schluchzt ein wenig, wirkt tatsächlich infantil und – ich lege all meine menschlichen Makel jetzt einmal bloß :) – so unsympathisch, dass ich mir denke: Heulsuse, und dem gar nicht helfen will. Von wegen, der redet nur heiße Luft. Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, du hättest dir etwas mehr Mühe mit dieser Figur gegeben und sie als ehrlich bedauernswert gezeichnet. Wenn man sich als Leser denkt: Auweia, und schon schlucken muss bei dem, was man da liest, kommt die Reaktionslosigkeit des Protagonisten und des Abteils gleich viel stärker heraus – das ist jetzt aber leider nicht der Fall. Hinzu kommt dann noch die Pointe, die mir, so Leid mir das tut, den Text versaut. Da wird gleich ein ganzer Kulturkreis kritisiert, nur weil das Abteil nicht in Kuschellaune ist und den armen Mann als Gruppe in den Arm nimmt. Gefällt mir nicht, da das leider sehr platt daher kommt.

Und zur Themenumsetzung muss ich noch sagen, dass ich sie leider auch nicht besonders gut getroffen finde. Die Gefangenschaft kann man schon entdecken, man fühlt sich mit den fremden Leuten eingeengt, möchte am liebsten nur für sich sein. Soziale Angst spielt da auch eine Rolle. Besonders kräftig sticht das Thema hier aber nicht hervor, es wird nur am Ende einmal kurz genannt. Und das Zitat ist leider auch hier nicht richtig beachtet worden, es geht doch eher um eine Gewohnheit, einen Gegenstand aus dem Alltag, der Grund der Gefangenschaft ist. Man lebt hier zwar immer so vor sich hin – laut Aussage des Textes –, erkennt die eigene Eingesperrtheit in der Gesellschaft nicht, weil man nicht offen genug ist, aber ... hm. Das ist mir doch etwas zu bemüht. Bei anderen Texten habe ich auch Zugeständnisse gemacht, was das Zitat anging, also soll dir das auch nicht das Genick brechen, aber prinzipiell bin ich damit nicht so zufrieden.

Wegen der Kargheit des Textes, der mir einfach nicht genug Inhalt bietet, wird das wohl nur eine unterdurchschnittliche Wertung werden.
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3974

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 23.06.2012 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Thema Zivilcourage und die Deutsche Bahn als modernes Huis-Clos-Szenario. Genau beobachtet und schön wiedergegeben. Vielleicht ein bisschen zu alltäglich? Aber für mich schon weit oben mit dabei.
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Fao
wie Vendetta

Alter: 29
Beiträge: 2487



BeitragVerfasst am: 23.06.2012 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zehnler,

Besonders am Anfang hast du dir Mühe gegeben, oder? Nein, dass soll nicht hämisch oder so klingen, aber die Anfangssätze fand ich besonders gut (vielleicht dieses regenstaubnass oder wie es hieß, war etwas viel), später dann war zwar alles noch sicher und recht routiniert geschrieben, flüssig zu lesen, fast keine Redunanzen, aber halt irgendwie gewöhnlicher, als ob der Druck stärker geworden wäre wink

Dein Text ist nicht der erste, den ich bewerte. Mittlerweile bin ich strenger geworden, denn schließlich war die Vorgabe nicht nur E.Literatur, sondern es hieß, man woll was experimentelles, was leises, oder halt etwas, dass man so noch nicht gelesen hat. Keine Sorge, ich gleiche meine Bewertungen an, versuche fair zu sein.
Dein Text ist nicht der schlechteste des Wettbewerbes, m.M. nach. Es fehlt aber der Kick, das Besondere, das Aha.
Ganz nett, diese Situation, steckt auch was wahres drin; ein bissl offensichtlich wars halt, und mehr ist es auch nicht. Außerdem fand ich das Gefangen-Thema etwas reingequetscht und das Hegel-Zitat habe ich ein wenig ...vermisst. Ich weiß nicht, es ist halt ein Gericht, dass nicht übel war, aber auch nichts besonderes, ein Schluck Wasser, und schon ist der Geschmack neutralisiert.

Bewertung im Vergleich, aber vermutlich nicht über 5.

LG
Fao

Anm.: Leider muss ich aufgrund von Zeitmangel relativ schnell mit bewerten und kommentieren vorangehen. Das ist etwas ungünstig, allerdings versuche ich, mir trotzdem so viel Mühe wie möglich zu geben. Zwischen lesen & bewerten liegt mind. ein Tag. Texte, bei denen ich allerdings von Anfang an das Gefühl habe, dass hier (für mich) nicht viel rauszuholen gibt, werden von mir niedrig eingestuft, auch der subjektive Geschmack spielt hierbei eine Rolle.


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Begrüßt gerechte Kritik. Ihr erkennt sie leicht. Sie bestätigt euch in einem Zweifel, der an euch nagt. Von Kritik, die euer Gewissen nicht anerkennt, lasst euch nicht rühren.
Auguste Rodin - Die Kunst.
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Flush
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 46
Beiträge: 80



BeitragVerfasst am: 24.06.2012 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

manche Texte werden besser, je öfter man sie liest und sich in die Personen hinein denkt. Haben wir das nicht alle schon einmal so ähnlich erlebt? Schreiten wir vielleicht erst ein oder werden wir vielleicht erst aktiv, wenn es an die Zivilcourage geht? Haben wir nicht auch Angst vor der Ablehnung; dass der andere, fremde Mensch vielleicht gar nicht unsere Hilfe haben möchte?
Ich finde den Text gelungen, wir sind gefangen in unseren Entscheidungen...
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6957
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 24.06.2012 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

Oh! Was für ein Text! Was für eine Aussage! Was für eine Beschreibung!

Gefällt mir ausgezeichnet!
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Phenolphthalein
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1230

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BeitragVerfasst am: 24.06.2012 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko!

Nette Geschichte. Also eigentlich nicht, aber du weist, was ich meine.
Zu Sprache und Stil, kann ich, wie bei so vielen, nichts negatives Herauslesen.
Ich kann mir Vorstellen, wie die Beteiligten reagieren (doch das hätte vielleicht ein ganz klein wenig genauer beschrieben werden können, (muss aber nicht).
Vorgabe: Ich erkenne hier sogar eine doppete Gefangenschaft. Einmal die fehlende Zivilcourage im Gruppenzwang (darf ich das so nennen) und einmal die offensichtliche, der Situation nicht ausweichen zu können (okay, man könnte gehen).
Das Motto ist nicht ganz so leicht herauszulesen, liegt aber wohl darin, dass jeder weis/wissen sollte, dass er/sie helfen soll(te).


_________________
Willst du die Bescheidenheit des Bescheidenen prüfen, so forsche nicht, ob er Beifall verschmäht, sondern ob er den Tadel erträgt.

Franz Grillparzer
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