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Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Patricia Highsmith und Toltec im Supermarkt


 
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toltec-head
Hobbyautor

Alter: 42
Beiträge: 309



BeitragVerfasst am: 09.06.2012 09:07    Titel: Patricia Highsmith und Toltec im Supermarkt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Eine Threadcollage mit dramolletem Abschluss

Der_Professor 01.Apr.2012 - 02:28

Das Ding geht immer, dass gesagt wird, die Highsmith sei eigentlich keine Krimi- oder Horror- oder Unterhaltungsautorin, sondern sie sei eine vollgültige "ernschthaffde" Schriftstellerin, eine US-Literatur-Klassikerin des zwanzigsten Jahrhunderts.

Ich seh das vergleichbar zu Stephen King: Also dass einen Hauptschüler kaufen und süchtig verschlingen und Uni-Pofessoren eher nicht, heißt ja nun wirklich nicht, dass man irgendwie dumm im Kopf wäre oder einigermaßen schlecht schreiben täte. Sie schreibt saugut. Sie hat diese superperfekte Tüftelei eines hochprofessionellen Unterhaltungsautors, der dir nichts einfach nur hinsetzt, weil es für dich nett klingen mag oder weil sowohl du wie der Leser das Buch noch ein bissel am Köcheln haben wollen, bevor es leider aus ist. Nein, bei ihr hat jedes Teil seine saubere Funktion für das Ganze.

Außerdem hat sie supergut drauf, sich in den Kopf von ganz gemeinen Ludern und Nervensägen reinzuversetzen. Die ist so extrem biestig, dass es einigermaßen schwer fällt zu glauben, privatmenschlich sei sie lieb und nett gewesen. Auf jeden Fall war sie ja eine Säuferin. Und lesbisch war sie, hat sie aber lange verheimlicht. So ist sie zu diesen "irgendwie schwulen Figuren" gekommen. Ich fand das in dem viel früheren ersten Ripley "The Talented Mr. Ripley" schon sehr deutlich, dafür dass es angeblich "verhüllt" sein sollte. (Der Film mit Law und Damon tut auf dem Sektor ja auch Gutes.)

Dort und auch anderswo hab ich gefunden, dass kaum jemand so erbarmungslos die Blödheit etlicher amerikanischer Frauen zur Sau macht wie sie - die amerikanische Frau. Aber wenn man sich vorstellt, dass diese Männerfiguren, die sie in den Bücher hat, in Wahrheit Lesben sind und die Frauen, die sie da so fertig macht, Heterofrauen, dann wird wohl ein Stiefel daraus.

toltec-head 01.Apr.2012 - 12:49

"women and other nightmares" ist für mich einer der besten buchtitel der literaturgeschichte. und ripley einer der sympatischsten charaktere. im vergleich zu einer figur aus walser oder grass wirkt er wie ein diamant, der einem unvermutet aus einer kloschüssel entgegen lächelt.

dass tom eine verkleidete lesbe ist, glaub ich indes nicht. zwar war highsmith lesbisch, so viel ist richtig.

nur so by the way: ist jemandem eigentlich schon mal aufgefallen, dass nur lesbische frauen gute bücher schreiben, wohingegen es doch auch ein paar gute bücher heterosexueller männer gibt, wenn natürlich auch nicht so viele wie von schwulen? bitte kommt mir jetzt nicht mit platon. ich weiß, der hatte eine theorie hierzu. aber überzeugen tut sie nicht.

denn, um gleichzeitig auf den angeblich lesbischen ripley zurück zu kommen: lesben und schwule haben in wirklichkeit überhaupt nichts miteinander zu tun, sie stehen sich auf dem sexuellen spektrum vielmehr als konträre gegenüber. ein simpler tatbestand, über den auch noch so viele csds und schwul/lesbische uni-gruppierungen nicht hinwegtäuschen werden.

der unterschied zwischen einem schwulen und einem heterosexuellen mann ist letztlich graduell. und beide sind, wer hätte diese schmerzliche erfahrung nicht schon oft gemacht?, nur einen schritt von der heterosexuellen frau entfernt. die lesbische frau scheint aber tatsächlich von einem ganz anderen planeten zu sein. den einzigen bezug zu schwulen, den es gibt, ist der, daß das schicksal des alternden schwulen darin zu bestehen scheint, sich langsam aber sicher rein optisch, aber auch sonst in eine lesbe zu verwandeln. schwule über 50, die dies lesen, mögen doch nur mal in den spiegel schauen, falls sie sich trauen. was zu der frage führt, ob schwule männer über 50 überhaupt noch schwul sind? einziger trost: den heterosexuellen männern ergeht es nicht besser.

beweis für das vorstehende ist auch, dass der ripleyhafte jung-schwule gegenüber dem gealterten schwulen oder alten männern überhaupt oftmals die gleiche instinktive abneigung wie gegenüber lesbischen frauen empfindet. das umgekehrte lässt sich indes nicht sagen und so wird, was patricia highsmith angeht, ein schuh draus: der ripley ist ihrem lesbischen genie entsprungen wie der krull dem kopf des alternden thomas mann.

ach ja einen trost gibt es doch noch. in einer vaterlosen gesellschaft gibt es immer mehr jung-schwule, die zwar nicht die gleiche coolness wie tom ripley haben, aber dafür auf alternde männer stehen. welch ein glück!

Der_Professor 01.Apr.2012 - 22:15

Gewagt, gewagt. (Oder einfach nur windig?) Ich sag jetzt nichts dazu. Hier soll was über Patricia Highsmith folgen.

schibboleth 01.Apr.2012 - 23:45

zu toltec-head:

Das wächst sich bei Dir ja langsam zu einer sexuellen Profilneurose aus. Respekt!

toltec-head 03.Apr.2012 - 17:37

erklär mal bitte was das sein soll eine sexuelle profilneurose? du wärst ihr erster theoretiker.

neurosen entstehen nach freud durch fehlleitungen sexueller energie. es gibt nach feud kompensatorisches lesen und schreiben, kompensatorisches essen, kompensatorisches irgendwas. ich vermute, dass begriffsbildungen wie "sexuelle profilneurose" kompensationsfunktion haben. sex selbst als kompensation gibts nicht, bei freud nicht, bei jung nicht und bei wilhelm reich schon gar nicht.

sex ist so basal - die zellteilung, auch die des gehirns erfolgt sexuell -, dass man ihn nur verfehlen aber nichts mit ihm kompensieren kann.

à propos jung, lese gerad ausnahmsweise mal das buch einer kuh:

ingeborg clarus, das opfer, archaische riten modern gedeutet, Patmos Verlag, Bern, 1994.

autorin war dozentin am c.g. jung-institut. buch endet kuhmäßig so: "Viele kleine Leute, die an vielen klienen Orten, viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde verändern." naja.

habs nur wegen eingehender analyse des kessels von gundestrup, die aber auch nicht so toll ist, gekauft. aber schön bebildert.

eine stelle in anderem zusammenhang ("das bärenritual der ainu auf hokkaido") dann doch hoch interessant, ich zitiere:

"Wenn wir diesen Bericht gehört haben, sind wir zunächst entsetzt und fragen, wozu diese Tierquälerei notwendig sein soll? - Um das zu verstehen, müsssen wir einerseits von unserem rationalen Verstand Gebrauch machen, aber gleichzeitig auf das Niveau derjenigen Menschen zurückkehren, die das Bärenriutal begehen. Wir wissen von dem grausamen Spiel des Raubtieres Katze mit der Maus, dass sie ihr Opfer keineswegs sofort tötet und frißt; denn das, was der Katze außer dem Fleisch der Maus "Kraft", d.h. Lebensenerigie verleiht, ist das Adrenalin, welches das von Angst gepeinigte kleine Tier ausschüttet. Dieses wiederum versetzt das Raubtier in neue Jagd- und Kampfbereitschaft. Und so können wir uns vorstellen, dass in dem von Toedsangst gepeinigten Bären etwas ähnliches geschieht. Sein Adrenalin kann bei dem Oper-Ritual die gleiche extatische Wirkung auf die Gemeinschaft haben."

dazu passt, dass ich gestern im zoo war. bei den schneeulen war gerad fütterung. die eine fuchtelte mit ihren krallen etwas lustlos immer mal wieder in den gedärmen eines kaninchens rum. frau mit eis neben mir, die sich angewidert umdreht und beinah einen hysterischen anfall bekommt. ich fands großartig. sind schwule vielleicht bloß adrenalin-junkies?

Der_Professor 03.Apr.2012 - 18:29

Die ganzen Schwulen, die bei dieser Eulenszene aufgekrischen und auch weggeschaut hätten, zählst du nicht. Das gelingt dir leicht, denen die Männlichkeit des echten wahren Schwulseins abzusprechen.

Ich las gestern ein paar Gedichte von Nicolas Born. Das war die Zeit, als sich nie was reimte. Aber nicht übel.

(Und, äh: Frauen sind größtenteils auf die eine, andere, dritte oder vierte Weise nervtötend. Aber was ich an sehr vielen Frauen ja dermaßen daneben finde, ist, dass sie sich "naturgemäß" für prächtiger entwickelt dünken als Männer. Dass du als Schwuler dasselbe mit umgekehrtem Vorzeichen betreibst, stört mich etwas.)

toltec-head 03. Apr. - 19:10

kann ich jetzt nicht drauf antworten, muss noch zu edeka nach aufschnitt laufen.

Schibboleth 03. Apr. - 20:45

Zitat:
„Wir lieben Lebensmittel“, weiß auf blauem Grund, darum ein goldener Rahmen, das ist das Schild über dem Edeka am Engelbosteler Damm. Darunter eine Doppelglastür, links davon zwei aufgepappte Verbotschilder, eine durchgestrichene Zigarette, ein durchgestrichener Hund, ikonisch. Ikonisch auch das Bild, das sich mir gleich nach der Obstabteilung bot. Vor dem Regal mit den Bierflaschen - Beck, Gildebrauerei, Herrenhäuser Bier, Artland, Bleckeder, Sommerbecker Dachs - erblickte ich mit dem Rücken zu mir: Toltec.

Toltec hielt in der Linken eine Flasche Radeberger Export, stellte sie zurück, entnahm dem Regal das Welfenbier des Brauhaus Ernst August, hielt es hoch, als prüfe er etwas. Dabei erblickte er mich wohl in dem Rundspiegel an der Decke, welcher Diebstahl vermeiden helfen soll. Toltec drehte sich um und nach einem kurzen „Hallo, Segelschiff“ tippte er mir mit dem Zeigefinger gegen die Brust, rhythmisch: „ Dichter sind Texter. Texter penetrieren. Sie ficken ihre Klientel. Aktiv.“ „Ja, klar“, sagte ich. Er schwieg eine Weile, dann kratzte er sich am linken Nasenflügel: „Natürlich gibt es in meiner Theorie auch Kreuzklassifikationen. Hybridformen. Schwul und so. Aktiv und Passiv. Komplexe Modelle, einfache bringen es nicht.“

„Klar“, sagte ich, „ denk an diesen Archilochos, dieser Sänger-Dichter, er hatte seine Gemeinde, er schuf sie sich und sie trug ihn, ja sie schuf ihn immer dann wieder neu, wenn er ein Gedicht vortrug. Eigentlich waren sie dann alle Mitglieder einer Ad-Hoc-Punk-Band“.
„Interessant, sprich weiter.“
"Naja, ich denke da an The Libertines, The Hives, The Vines, The Strokes, The Datsuns, The Kills, The Parkinsons.“
„Jou, und dann The Rapture."
“ Jou. Immer mit THE“
„Das sind Gemeinden, da geht es kreuz und quer und miteinander.” “Allerdings”, warf ich ein, und zögerte ob das eine Bestätigung oder ein Einwand werden sollte. Die Sache war doch ein wenig komplizierter. Ich blickte auf eine Frau, die mit ihrem Einkaufswagen nahe bei uns stehen geblieben war und dann sprach ich weiter. „Allerdings wirken ja manchmal die Leute kalt und desinteressiert, schwere Schritte, nix Leichtfüßiges, schwarze Hosenträger über weißem Hemd und so.“
„Manche haben es eben einfach nicht drauf und manche eben schon“, sagte Toltec. Und ich ergänzte: „Die es nicht so recht drauf haben, die werden katholische Priester? Die mit den weißen Kragen.“
„Ja, dann haben sie kultische Hilfestellung. Das ist es. Das bringt es. Strangulation und Eros.“
„Ja“, sagte ich.

Er schob die Unterlippe vor, zupfte sich am Ohrläppchen, und dabei glitt seine Zunge zwischen den Lippen hervor, dann gleich wieder zurück: „Und, was hältst du jetzt von unserer Theorie?“
„Hat Spaß gemacht.“
„Wirklich?“
„Ja, doch.“
„Und was jetzt?“
„Ich kaufe ein, für ein kaltes Büfett heute abend. Krabben und Gemüse, Gelee, durchsichtig.“
„Sülze?“, sagte Toltec.
„Ja, genau, Krabbensülze.“
"Soll gut gegen Hämorrhoiden sein."
"Ach, ne."
"Genau so gut wie die Spritzen, die ein Söldner wie ich
jeden Tag setzt."
"Blinde, goldene Adern."
Die Frau mit dem Einkaufswagen glitt an uns vorbei, binnen weniger Sekunden. Eine Haarlocke hing ihr ins Gesicht, die sie im selben Moment mit einer Hand zurückstrich.

http://www.synekdoche.de/thema3791.htm#21440

Bärbel 03. Apr. - 21:30

Zitat:
Achgottilein ich war im EDEKA vorhin noch schnell nach der Arbeit
den ganzen Samstag am Waschbecken gestanden im Salong seit halbsieben heut früh
und dann raus schnellschnell weil is ja Wochenende und beim EDEKA rein
und eigentlich wollte ich durchpreschen ohne Aufenthalt nur das Notwendigste schnappen
da sind mir dann aber die beiden Typen dazwischen gekommen die standen da rum ich weiß nicht
wieso eigentlich haben die denn gar nix zu tun der eine so ein Mc-Fit-Protz
mit Goldkettchen vorne im dauergewellten Brusthaartoupet der fiel mir besonders auf weil der hatte
so eine testosterongegerbte Söldnervisage da höre ich dass dieser Zuckeraffe dem anderen
was von der Dichtkunst erzählt von der Literatur und so weiter und tippt dem auch dauernd
so unangenehm übergriffig gegen den Brustkorb
und sabbert dabei was von wegen

Dichter sind Texter. Texter penetrieren. Sie ficken ihre Klientel. Aktiv.

Na so was denke ich noch ist der von vorvorgestern oder hat der eine blühende Kirsche im Kopf
oder was da ist man doch längst schon wieder von runter ist doch Schnee von vor drei Dekaden
diese Sache mit Leser ficken und so also nein denke ich aber einmischen wollte ich mich
lieber nicht lass die labern die zwei denk ich mir komm du bist nix du bist nur
eine einfache Friseuse du verstehst viel vom Ficken das schon aber weniger viel
von der Literatur von der Dichtkunst und außerdem sag ich zu mir hast du grade jetzt mal wieder
gaaaanz wenig Zeit Bärbel also misch dich weiter nicht ein und mach hinne los vorwärts sag ich zu mir
und ich drängel mich durch zwischen den beiden und der eine der Größere schaut mich so an
von der Seite da werd ich verlegen und streiche mir eine Locke so aus dem Gesicht ja
denke ich mir Bärbel das war jetzt aber eine klassische
Übersprungshandlung.

www.synekdoche.de/thema3791.htm#21441

toltec-head 03.Apr. - 23:30

Endlich zurück im Auto zündete ich mir entnervt eine Zigarette zwecks spiritueller Reinigung an und sah dem Brütergesochs beim Umladen ihrer Einkaufswagen zu.

Ich hasse Begegnungen. Jederart. Manchmal anstrengend, immer auf der Arbeit diese Umwege laufen zu müssen, um bestimmten Kollegen nicht in die Arme zu fallen. Edeka am Engelborster Damm etwas weiter weg aber praktisch weil nachbar-clean. Vor sonstigen Bekannten ist man natürlich nie gefeit. Kleine Städte haben große Nachteile. Ignoring people out of existence, funktioniert manchmal, leider nicht immer. Und dann noch in einem Moment der Selbstvergessenheit wegen blöder Laberei Augenkontakt mit dieser Frau gehabt. Ganz übler Nachgeschmack wie von Krabbencocktail.

Frauenblicke im Supermarkt sind so ziemlich das Schlimmste auf der Welt.

Männerblicke im Supermarkt sind natürlich auch schlimm aber letztlich harmlos, da kann ich mit umgehen, selbst mit Blicken von Schwulen. Kein Mann schaut einen anderen Mann an, als hätte er ein Recht dazu. Aber Frauen machen das dauernd. Wie Mutter Erde, die nicht warten kann, dass man endlich zu ihr zurückkehrt. Vor allem im Supermarkt. Ich hasse das wirklich, wenn ich sinnierend vor den Kühlfächern mit Aufschnitt stehe und dann von hinten so einen Frauenblick spüre, der meinen Einkaufswagen mustert und nun auf meine Augen wartet. Ich schau dann kurz auf die Füße, irgendwelche, und geh weg. Spüre den Ärger. Von wegen Recht auf Blick, als wenns im Grundgesetz stünde. Aber machmal passt man eben nicht auf, selbst Homer schläft, und Peng!, so wie gerade eben, Augenkontakt!, Tag erst mal versaut.

Zum Glück hatte die Tussi so ein chinesisches Kalligraphie-Tatoo auf ihrem Oberarm, wo mein Blick sofort hin abgleiten konnte. Hat apotropäische Wirkung so was. Witzig auch diese Kalligraphie-Tatoos bei Frauen, die jeden aber wirklich jeden der 8 Milliarden Chinamen oder wieviel es gibt als sexuelle Antimaterie betrachten würden.

Nach der Zigarette ging es mir besser. Na ja, Gespräch war eigentlich doch ganz interessant gewesen, wenn nur am Ende dieser Frauenblick nicht gewesen wäre. Armer Idiot, hört immer noch die gleichen Sachen wie vor 15 Jahren als wir uns gegenseitig aus der Spex vorlasen. Wird wie meine Kollegen enden, für die DAS große Highlight des Jahres das anstehende Elton John Konzert in der TUI Arena ist. Gut, bei ihm irgend so eine Indie-Band. Aber wo ist der Unterschied? Selbst Diederich Diedrichsen hat doch irgendwann geschnallt, dass es besser ist, gleich auf Schönberg umzutunen. Aber was er sonst noch sagte, war eigentlich nicht dumm, kam mir auch irgendwie bekannt vor. Klang inspiriert.

Ich machte mir noch eine Zigarette und die CD von heut morgen vor der Arbeit an. Stockhausens MANTRA. Um mich herum immer neue breeder beim Auspacken ihrer Einkaufswagen. Seine Worte gingen mir durch den Kopf und ich dachte:

Bärbel 3. Apr. - 00:45

Zitat:
Na, was soll so einer wohl schon groß denken?

Und später mehrere Stunden später am Abend
als ich endlich alleine war und so da rum saß und atmete
einfach nur vor mich hin atmete
da kam dieser aufgemuskelte Zuckeraffentyp mit seinem bescheuerten Goldkettchen
mir wieder in den Sinn und ich dachte was geht wohl so einem Menschen im Kopf herum
wenn der Tag lang ist und ich versuchte mich zu erinnern was das für ein Anhänger war
den der Affe an seinem Brusthaargoldkettchen dranhängen hatte und nach ein bisschen Rumkramen
im Hirnkasten fiel es mir wieder ein es war so ein mexikanischer Kopf in ganz winzig
irgend so ein Götterkopf den der wahrscheinlich als Amulett -
solche Leute brauchen Talismane und Amulette solche Leute sind
so haltlos so ratlos sie schwimmen seelenlos
sich selber dauernd davon sie haben Gräten vielleicht keine Knochen
sie bestehen pur aus hormongetriggertem Mastfleisch und deshalb hängen sie sich
Toltekenköpfchen um den Hals damit sie sich daran festhalten können ja wirklich ich kenne das
solche Typen kommen oft in den Salong sie pflegen sich ziemlich gut und sie schmücken sich
um sich zu beruhigen um sich zu spüren wenn man aber
Blickkontakt aufnimmt mit ihnen dann merkt man wie sie zucken vor Angst
wie ein kleines verängstigtes Rattentier aufzuckt ganz weit hinten im Auge und wegrennt
weil es keine Berührung erträgt weil man ihm nämlich einmal als es ganz jung war ganz empfindlich
empfindsam ja - ja - da hat man dem kleinen Rattentier einmal das Fell abgezogen das haben andere getan
andere größere stärkere Ratten die selbst einmal kleiner waren und schwach und wurden gehäutet brutal und
seitdem geben sie weiter was man ihnen tat und die an die das Leid weiter gegeben wird pflanzen es
ebenfalls fort es ist eine endlose Kette von Elend von elendigem Schmerz und ein Glied dieser Kette ist auch
der Zuckeraffe beim EDEKA und ich bin froh dass ich ihn nicht kenne dass er kein Kunde ist dass ich mich also
diesmal nicht zuständig fühlen muss ach wie oft habe ich solche Leute gewaschen damals als ich im
Bestattungsgewerbe gearbeitet habe man konnte den Körpern im Tode noch abspüren dass sie unberührbar
gewesen waren ihrer Lebtag lang und ich sah während sie unter meinen zärtlichen Händen lagen
oft lange lange in die mir so weit geöffneten wehrlosen stumm gewordenen Augen
um die kleine Ratte zu entdecken und immer - immer war sie da in den toten Augen sie trippelte
unruhig hin und her verängstigt geschändet enthäutet gemartert und getrieben getrieben von
ihrem un stillbaren Schmerz bis ich dann mich erbarmte und endlich
die toten Lider verschloss.

http://www.synekdoche.de/thema3791.htm#21461

Moderator  4. Apr. - 8:45

Toltec wird zur Strafe in ein Frauenliteraturform versetzt!

(Szene wandelt sich zu einer Theaterbühne. Im Hintergrund großflächige Leinwandprojektion des Porträts von Madame Pompadour von Boucher aus der Alten Pinakothek. Ein Frauenchor betritt die Bühne und beginnt zu singen. Toltec dem Chor nackt zu Füßen liegend mit seinem trou du cul dem Publikum zugwandt. Der Chor:)

Woanders mögen Menstruationslyrikerinnen singen,
Dank unserer Mutti wird ihnen das hier nicht gelingen.
Hier darf nur singen, wem die Gebärmutter gänzlich zu Kopfe gestiegen,
Priesterinnen der Literatur sind wir: echte Kinder wird von uns keine mehr kriegen.
Andere Foren mögen den Leute gerne bringen ihren Scheiß,
Nur eins steht fest: von denen schafft es keiner in unseren Kreis.
Wir singen davon, dass Männer Frauen wie ein Ausgusssiebchen benutzen,
Und davon wie wenn wir Sperma sehen, es uns kommt, das Kotzen!
Einen Mann halten wir jetzt uns doch auch, einen Herrn toltec-head.
Von dem ihn umgebenden Östrogen ist er schon richtig schön fett.
Am Jahresende kommt er in den Ofen und wird kastriert,
Als Wurst dann samt seiner literarischen Produktion auf ein Brot geschmiert
Und Suhrkamp präsentiert. Denn wir haben wovon andere nur träumen: Kontakte,
Wir können uns vor ihnen nicht retten, es gibt sie täglich, die einflatternden Literaturkontrakte.
Kurzkommentare mögen wir nicht und unseretwegen sind wir auch nicht nett,
Unter einer Prosa steht bei uns aber gern schon mal: "Du, Bärbel, das wär doch was für die SZ."

(Eine Frau tritt aus dem Chor hervor, richtet Toltec auf, zieht ihm ein Frauenkleid an und tritt sodann in den Chor zurück. Der Chor verlässt die Bühne. Toltec dreht sich zum Publikumam. Toltec klagend:)

Im Moment des Todes mich nicht zu verlieren
Mein Versuch mich auf eine Erektion zu konzentrieren
Ließests nicht zu, Welt, Du alte Hure Du,
Eine Bärbel machte mir die Augen zu.

(Toltec fällt um. Nach einer Weile richtet er sich aber wieder auf und reißt sich das Frauenkleid vom Körper. Das Portrait der Madame Pompadour im Hintergrund fällt in diesem Moment in sich zusammen. Toltec emphorisch:)

Gestorben immer noch schlau
Fragt ich sogleich wo hier die Jungs sind?

(Er sieht sich nach allen Seiten um.)

(Stimme aus dem Off:)
 
"Was, das weißt du nicht du armes Kind?
Ich, der Tod, bin eine Frau!"

(Der Vorhang fällt.)

Finis

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BeitragVerfasst am: 09.06.2012 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag,
ich dachte schon, dass es dir hier nicht gefällt.
Ich suche mir aus deiner Collage diese beiden Stellen heraus und nehm sie mit:

tolteac-head hat Folgendes geschrieben:
Frauenblicke im Supermarkt sind so ziemlich das Schlimmste auf der Welt.

Männerblicke im Supermarkt sind natürlich auch schlimm aber letztlich harmlos, da kann ich mit umgehen, selbst mit Blicken von Schwulen. Kein Mann schaut einen anderen Mann an, als hätte er ein Recht dazu. Aber Frauen machen das dauernd. Wie Mutter Erde, die nicht warten kann, dass man endlich zu ihr zurückkehrt. Vor allem im Supermarkt. Ich hasse das wirklich, wenn ich sinnierend vor den Kühlfächern mit Aufschnitt stehe und dann von hinten so einen Frauenblick spüre, der meinen Einkaufswagen mustert und nun auf meine Augen wartet. Ich schau dann kurz auf die Füße, irgendwelche, und geh weg. Spüre den Ärger. Von wegen Recht auf Blick, als wenns im Grundgesetz stünde. Aber machmal passt man eben nicht auf, selbst Homer schläft, und Peng!, so wie gerade eben, Augenkontakt!, Tag erst mal versaut.



tolteac-head hat Folgendes geschrieben:
solche Leute brauchen Talismane und Amulette solche Leute sind
so haltlos so ratlos sie schwimmen seelenlos
sich selber dauernd davon sie haben Gräten vielleicht keine Knochen
sie bestehen pur aus hormongetriggertem Mastfleisch und deshalb hängen sie sich
Toltekenköpfchen um den Hals damit sie sich daran festhalten können ja wirklich ich kenne das
solche Typen kommen oft in den Salong sie pflegen sich ziemlich gut und sie schmücken sich
um sich zu beruhigen um sich zu spüren wenn man aber
Blickkontakt aufnimmt mit ihnen dann merkt man wie sie zucken vor Angst
wie ein kleines verängstigtes Rattentier aufzuckt ganz weit hinten im Auge und wegrennt
weil es keine Berührung erträgt weil man ihm nämlich einmal als es ganz jung war ganz empfindlich
empfindsam ja - ja - da hat man dem kleinen Rattentier einmal das Fell abgezogen das haben andere getan
andere größere stärkere Ratten die selbst einmal kleiner waren und schwach und wurden gehäutet brutal und
seitdem geben sie weiter was man ihnen tat und die an die das Leid weiter gegeben wird pflanzen es
ebenfalls fort es ist eine endlose Kette von Elend von elendigem Schmerz und ein Glied dieser Kette ist auch
der Zuckeraffe beim EDEKA und ich bin froh dass ich ihn nicht kenne dass er kein Kunde ist dass ich mich also
diesmal nicht zuständig fühlen muss ach wie oft habe ich solche Leute gewaschen damals als ich im
Bestattungsgewerbe gearbeitet habe man konnte den Körpern im Tode noch abspüren dass sie unberührbar
gewesen waren ihrer Lebtag lang und ich sah während sie unter meinen zärtlichen Händen lagen
oft lange lange in die mir so weit geöffneten wehrlosen stumm gewordenen Augen
um die kleine Ratte zu entdecken und immer - immer war sie da in den toten Augen sie trippelte
unruhig hin und her verängstigt geschändet enthäutet gemartert und getrieben getrieben von
ihrem un stillbaren Schmerz bis ich dann mich erbarmte und endlich
die toten Lider verschloss.


meuh,
Lorraine

Chateaubriand hat Folgendes geschrieben:
Quand elle avait ainsi parlé, elle se tournait vers le missionaire, cherchait auprès de lui le soulagement qu'elle m'avait fait éprouver, et, tour à tour consolante et consolée, elle donnait et recevait la parole de vie sur la couche de la mort.
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toltec-head
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Alter: 42
Beiträge: 309



BeitragVerfasst am: 09.06.2012 09:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Salut! War verärgert, weil Posting von mir kommentarlos gelöscht wurde, hätte wenigstens PM oder so erwartet, bin ja kein Psychopath, mit dem man nicht reden könnte. Aber, egal.  

Außerdem war und bin ich irritiert, dass die einzig gescheiten Kommentare zu meinen Texten hier von Frauen kommen.

Obwohl Du ja kaum kommentierst, ist Dein Hinweis auf Chateaubriand und darauf, dass es im Französischen im Unterschied zum Deutschen "la mort" heißt natürlich sehr geistreich.

Es heißt im Französischen übrigens auch "le soleil" und "la lune", was im Deutschen die Sonne und der Mond sind.

Wer hat denn nun Deiner Meinung nach in diesen Geschlechterfragen Recht? Die Franzosen sind ja im allgemeinen geistreicher, aber geistreich sein und Recht haben ist nicht unbedingt das gleiche, so wie ja auch Bratkartoffeln nährhafter als Croissants sind. Hm... Also ich hab EINE Meinung dazu. Bin aber erst mal ein Deiner interessiert.
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BeitragVerfasst am: 09.06.2012 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

toltec-head hat Folgendes geschrieben:
Salut! War verärgert, weil Posting von mir kommentarlos gelöscht wurde, hätte wenigstens PM oder so erwartet, bin ja kein Psychopath, mit dem man nicht reden könnte. Aber, egal.  

Re-salut! Äh, ich hatte auf gar nichts Konkretes abgezielt, hab von irgendwelchen Inferna auch keine Ahnung und dass du kein Psychopath bist, das merk sogar ich, [Brillensmiley]

Außerdem war und bin ich irritiert, dass die einzig gescheiten Kommentare zu meinen Texten hier von Frauen kommen.

Dazu kann ich leider nicht viel sagen, ich würde auch "kommentieren", wenn ich ein Mann wäre.


Obwohl Du ja kaum kommentierst, ist Dein Hinweis auf Chateaubriand und darauf, dass es im Französischen im Unterschied zum Deutschen "la mort" heißt natürlich sehr geistreich.

Die Sparsamkeit ist meinem Versuch geschuldet, 10.000 Zeichen zu kombinieren, ich habe also eingentlich keine Zeit, aber ich wollte herausstellen, was mich besonders beeindruckt hat.

Es heißt im Französischen übrigens auch "le soleil" und "la lune", was im Deutschen die Sonne und der Mond sind.

Tja, damit amüsiere ich öfter mal eine Runde, hier kann man sich darüber immer wieder wundern.

Wer hat denn nun Deiner Meinung nach in diesen Geschlechterfragen Recht? Die Franzosen sind ja im allgemeinen geistreicher, aber geistreich sein und Recht haben ist nicht unbedingt das gleiche, so wie ja auch Bratkartoffeln nährhafter als Croissants sind. Hm... Also ich hab EINE Meinung dazu. Bin aber erst mal ein Deiner interessiert.

Wen oder was meinst du mit "die Franzosen"? Und: Recht haben in diesen Geschlechterfragen? Die Frage stellt sich so nicht, denke ich. Eher die Frage nach der Konsequenz aus der Tatsache, dass für Franzosen die Sonne ein Mann ist und für Deutsche der Mond. Das kann natürlich Konsequenzen haben, die mir vorzustellen meine heutabendlichen Hirnkapazitäten leider nicht ausreichen.

Sag, muss das sein, diese AntiMetrik in dem Frauengesang? Und warum hasst dein Alter Ego Begegnungen? Aus denen er Inspiration erst erhält? Ich glaub ihm das gar nicht.




Guten Abend
aus dem Agrarland
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toltec-head
Hobbyautor

Alter: 42
Beiträge: 309



BeitragVerfasst am: 10.06.2012 09:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bonjour Chérie,

warum mein Frauengesang unmetrisch ist? Nun, form follows function heißt es doch und nach der von Toltec in dem Text vertretenen Auffassung wäre ein einem athletischen Praxiteles-Körper gleichender Frauengesang doch wohl etwas unpassend, oder nicht?

Jim hat ja mal allen ernstes die These vertreten,  Gedichte seien generell wie Frauen, die sich beim Tanzen kurz zu einem hinwenden nur um sich im nächsten Moment wieder abzuwenden. Konsequenterweise habe ich auch noch kein Gedicht von ihm gelesen, wo er sich über so etwas wie Metrik oder Reime Gedanken machen würde. Das finde ich aber eine übertriebene Sicht der Dinge, obwohl sie diskutierbar ist.

Ich hatte es im Übrigen ja auch schon anlässlich Deiner Rimbaud-Übersetzung angedeutet: Ein bischen zählen, ein bischen reimen ist ok. Aber 1:1 so wie noch im 19. Jahrhundert, entspricht nicht "dem ein- und demselben heutigen Rhythmus, dem wir alle unterworfen sind". Habe dies gelegentlich auch schon einmal gegen ein (wenn man den Zeitaspekt einmal außer Acht lässt, hervorragendes) Gedicht von Soleatus eingewandt.

Die Menge des verbrauchten Formenmaterials kann gar nicht unterschätzt werden.

Ein bischen ist es wie in der Musik. Man kann heute nicht 1:1 wie Beethoven oder Brahms komponieren. Aber ironisch brechen, was sie komponiert haben, das geht schon.

Und warum Toltec Begegenungen und Blicken im Supermarkt ausweicht? Na, vielleicht um Askese zu üben, damit wenn eine wirkliche Begegnung ansteht, er diese in ihrer ganzen Schockwirkung zu erfahren vermag.

Geschlechtsfragen von Sonne, Mond und Tod übertreffen im Moment auch meine Formulierungskräfte. Aber nur Formulierungskräfte! Werde demnächst hierzu an dieser Stelle einige "strong opinions" äußern. Aber vielleicht mag ja jemand vorpreschen? Jeder, der schreibt, sollte hier für sich eine Festlegung getroffen haben. Ansonsten besser Fußballschauen.
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Molly Mahagonny
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 42
Wohnort: im Großstadtschatten


BeitragVerfasst am: 10.06.2012 11:22    Titel: Axolotl? Roadkill? Antworten mit Zitat

Naja, jetzt mal noch was anderes.

Gut fänd ich's schon, wenn toltec-head mal seine Quellen nennen würde. Also, wenn er darauf hinwiese, wo er die Teile für seinen Collage-Thread eigentlich her hat.

Er bedient sich hier nämlich großzügig an nicht von ihm geschriebenen Texten (Schibboleth, Bärbel), ohne das mit einem einzigen Wort zu erwähnen.

Siehe:
=> http://www.synekdoche.de/thema3791.htm#21440
=> http://www.synekdoche.de/thema3791.htm#21441
=> http://www.synekdoche.de/thema3791.htm#21461

LG,
Molly M.

(Nur meine subjektive Meinung natürlich und weil ich grade an diese Helene Hegemann denken muss ...)


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We have lingered in the chambers of the sea
By sea-girls wreathed with seaweed red and brown
Till human voices wake us, and we drown.

(aus: T.S. Eliot, The Love Song of J. Alfred Prufrock)
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toltec-head
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BeitragVerfasst am: 10.06.2012 11:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Molly,

schön, dass Du wieder mit mir sprichst!

Den Vergleich mit Frau Hegemann finde ich garstig.

Ich bediene mich keiner Texte, die nicht von mir stammen oder doch in Bezug auf einen Text von mir über meine Person oder besser: eine meiner Persona geschrieben wurden. Das ist meine ich schon ein Unterschied.

Wer die von Dir angegebene Quellen im Zusammenhang des dortigen Threads liest, wird feststellen, dass ich in guter alter Collagetradition (Schwitters!) Dinge auf den Kopf gestellt habe.

Wie gefällts Dir denn?

LG

(Warst Du auf mich böse oder warum meldest Du Dich jetzt erst wieder? Wir sind doch mittlerweile gute alte Bekannte. Gewissermaßen Schwestern wie unsere Avatare.)
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Molly Mahagonny
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BeitragVerfasst am: 10.06.2012 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Schwitters hin, Collagetradition her - was spricht dagegen, deutlich zu machen, wo man die collagierten Stücke her hat?

(Wäre Dir ein Vergleich mit Herrn Guttenbergoderwieheißternochmal angenehmer, also weniger garstig?)

Highsmith: eine meiner Geschätztesten. Welche Koinzidenz, dass Du sie anführst, queerlesend.

Das mit le soleil, la lune ist soo spektakulär nicht - ja, in vielen Mythologien findest die Sonne männlich, die Mondin weiblich. Ist eine alte Geschichte, im Deutschen halt sind sonderbarlich die Artikel und Konnotationen verdreht. Gibt ebenso mythologische, mythische Vorstellungen von der Tödin, Totengöttin, im klassischen Altertum, im ägyptischen Bereich, in den nordischen Sagen, auch in regionalen Geschichten/Erzählungen, auch in den Grimm'schen Märchen.

LG, Molly

(Melde mich nicht so oft bzw. oft nicht, weil so sehr viel anderes reallife zu tun, weil i auch unterwegs war/bin in Regionen ohne Netzzugang, Outback usw. --- naja, wir Göttinnen haben ein heftig eng sitzendes Zeitkorsett as you may know ... Greetsies!)


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Rufina
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BeitragVerfasst am: 10.06.2012 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo toltec,

um was geht es dir oder sollte ich sagen euch (dir und deinem Alter Ego?) eigentlich? Darum, den Streit aus einem anderen Forum hier fortzuführen? Offenbar besteht dein Text zu großen Teilen aus der ("copy & paste") Diskussion auf synekdoche. Ob das ein Verstoß gegen das Urheberrecht und damit gegen die Nutzungsbedingungen des dsfo ist, müssen andere entscheiden. Fairplay ist es jedenfalls nicht.

Mal ganz im Ernst, ich mag es ohnehin schon nicht, wenn mir der Autor oder sein Alter Ego oder wer auch immer mit jedem Satz aufs Brot schmiert, wie belesen und intellektuell überlegen er doch ist. Wenn er das dann aber ausschließlich tut, um sich über andere zu mokieren, die keine Chance haben, sich zu wehren, weil sie dafür von dieser Sache erst Wind bekommen und sich dann hier anmelden müssen ...

Zu deinem Werk selbst:
Geschlechterkampf, also. Hier geht es nicht nur um Männer vs. Frauen, sondern auch noch um schwule Männer vs. lesbische Frauen und toltec vs. den Rest der Welt. Wer hat den Längsten? Totales Neuland. Mit diesem Tabubruch wirst du sicherlich eine längst überfällige gesellschaftliche Debatte anstoßen Rolling Eyes .


Grüße
Rufina


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Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden. (Douglas Adams)
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Hardy-Kern
Kopfloser

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BeitragVerfasst am: 10.06.2012 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo toltec.
Wer hat den Längsten? Natürlich die Toltek-Indianer.
Das geht schon mal überhaupt nicht, hier so einen Riemen reinzusetzen.
(500!)
Man muss sich regelrecht durchquälen. So einen abgehobenen Unsinn habe ich selten gelesen. Da werden Amis mit Griechen und Schwule und Lesben, dumme Weiber mit Grundschulschülern, Professoren und Schriftsteller vermischt, dass man sich am Schluss fragt: Was will mir der Herr sagen?
Französisch kommt auch noch vor. Nun, bei Schwulen und Lesben sicherlich nichts Ungewöhnliches. Ich frage mich, wer will sowas lesen?  

Dieser Konstruktion fehlt Saft und Kraft, reißt keinen vom Hocker.
Wo und wie kann man denn dieses mutierte menschliche Genre erkennen?
Ob sie sich auf dem unmittelbaren Arbeitsplatz outen, wage ich zu bezweifeln, denn soweit ist die Toleranzgrenze bestimmt noch nicht gesunken.

Schreib doch mal ganz normal. Musst doch deiner Intelligenz hier nicht prahlerisch Nachdruck verleihen. Wozu benötigst du einen Professor, eine Bärbel und dich selbst. Hier ein Zitat von dir:
"Das wächst sich bei Dir ja langsam zu einer sexuellen Profilneurose aus. Respekt!"

Also, du führst hier Leute auf, die kaum ein wissenschaftlicher Assistent, der Literaturwissenschaften studiert, kennt. Ich bin's nicht, aber ich kenne einen.   Smile



Hardy
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toltec-head
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BeitragVerfasst am: 12.06.2012 08:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Molly schrieb

Zitat:
Das mit le soleil, la lune ist soo spektakulär nicht - ja, in vielen Mythologien findest die Sonne männlich, die Mondin weiblich. Ist eine alte Geschichte, im Deutschen halt sind sonderbarlich die Artikel und Konnotationen verdreht. Gibt ebenso mythologische, mythische Vorstellungen von der Tödin, Totengöttin, im klassischen Altertum, im ägyptischen Bereich, in den nordischen Sagen, auch in regionalen Geschichten/Erzählungen, auch in den Grimm'schen Märchen.


Doch doch liebe Molly, das ist schon ziemlich spektakulär, dass im Deutschen sonderbarlich alles verdreht ist. Oder hast Du eine einfache Erklärung dafür? Ist das Deutsche an und für sich vielleicht "queer"? Deutsch und schwul Synonyme?

Denn also normal ist das nicht, den Mond, der sein Licht von der Sonne empfängt als männlich zu bezeichnen. Und die Sonne, die doch aktiv ist, als weiblich. Das sind schon komische Sexualitätsvorstellungen. Und Tod heißt doch Rückkehr zu Mutter Erde und sollte daher rechtens weiblich sein. Der Deutsche weiß es freilich mal wieder besser. Aber was ist denn die Quelle seines überlegenen Wissens?

Denn überlegen ist das Deutsche meiner Meinung nach schon. Warum? Das Ältere ist immer überlegen. Und das Deutsche ist nicht nur ein bischen älter als alle romanischen Sprachen mit ihren Normalo-Sexualitätsvorstellungen, es ist im Vergleich zu diesen jungen Sprachen sehr viel älter, uralt. Und siehe da: das Sanskrit als indogermanische Ursprache ist genauso "queer" wie das Deutsche: Mond dort männlich, Sonne weiblich, Tod männlich.

Also, bin geneigt eine weitere Auslobung zu machen, 500 € für eine gescheite Erklärung!

A propos überlegenes Wissen: Sag mal  Hardy, woher weißt Du denn, dass Schwule und Lesben gern auf Französisch konversieren? Bist auf dem CSD in Paris gewesen?

Toltec am Arbeitsplatz - ich glaub da inspirierst Du mich da zu was... Vielleicht könnte das mein 10.000 Zeichen Text werden. Gefängnis und Hegel-Zitat passten.

Rufina: Streitigkeiten in Literaturforen interessieren mich ebensowenig wie Fragen nach dem Längsten. Fragen nach dem Geschlecht von Sonne, Mond und Tod - das schon. Und wie man eine Alltagssituation im Internet oder sonstwo in Richtung "letzte Fragen" hochstilisieren kann.
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Aranka
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Pokapro und Lezepo 2014



BeitragVerfasst am: 12.06.2012 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Möchte auf eine Veranstaltung in der schönen Stadt Hannover hinweisen und eine Information für zwei blickscheue wurstkaufende Sexualtheoretiker des Edeka Marktes Engelborster Damm gut sichtbar zwischen Baby-Sitter-Such-Anzeigen und Klein-Kind-Hoch-Stühlchen-Annoncen zwecks Sich-t-Erweiterung postieren.


KRITISCHE TAGE 2012
7. Juni 2012
Dieses Jahr findet zum zweiten Mal der Kongress „Kritische Tage zum herrschenden Geschlechterverhältnis“ in Hannover statt. Und zwar vom 30. November bis zum 2. Dezember.
Die Website für die Kritischen Tage 2012 findet ihr hier:
kritischetage.blogsport.de

http://kongressgeschlechterkritikhannover.blogsport.de/programm/veranstaltungen/

::Zwischen Fräulein HERRlich und ein Mädchen namens Gerd!Wer, wie, was? Der, die, das…!!!::
Ruth Emminger
Queer, Frau, lesbisch, schwul, feministisch, Mann, NichtFrau, antirassistisch, Junge_, transsexuell, person of coulor, linksradikal, King…
Wo steh ich mitten im Dschungel der Zuschreibungen, Be- und Verurteilungen, Selbstbezichtigungen und eigenen Überzeugungen?
Ein Workshop zum „politischen gendern“ für Einsteiger_innen und Fortgeschrittene. Ganz praktisch kann sich hier spielerisch selbst verortet werden, um ein bisschen Entlastung und Entwirrung zu erleben.
Respektvolles Austauschen und Verständigen über eigene Standorte und alltägliche Widersprüche.
Sind wir nicht alle ein bisschen Männdchen??? Ja, nein, vielleicht!!!


::Doing Gender, Doing Whiteness, Doing TAB(temporarlily able-bodiedness) – Queer im Fokus intersektionaler Kritik:: Eske Wollrad
„Ich kann nur sehen, was ich schon weiß.“ DER KÖRPER als sichtbarer Beleg von Gender, „Rasse“ und Befähigung
Das sieht man doch! Wir haben gelernt, Körper mit einem Blick entlang sexistischer, rassistischer und ableistischer Vorgaben zu kartografieren. In Sekundenschnelle „wissen“ wir, wen wir vor uns haben: „Mann“ oder „Frau“, „Weiß“ oder „nicht-Weiß“, „gesund“ oder „behindert“. Weiße feministische Analysen, Schwarze postkoloniale feministische Kritik und die Ergebnisse der Disability Studies stellen grundlegende Interventionen dar, die die hegemoniale Konstruktion von vermeintlichen Eindeutigkeiten als solche entlarven.
Nur leben Menschen nicht als entweder behindert oder männlich, als weiblich oder Schwarz.
Was passiert, wenn in dem Blick auf einen Körper das Stereotyp der angeblich „sexy Schwarzen Hure“ und das der „behinderten Frau“ als vermeintlich „sexuellem Neutrum“ kollidieren? Was sieht eine Schwarze Frau im Rollstuhl?
Aus Weißer, lesbisch-feministischer und derzeit enthinderter Perspektive möchte ich Versuche intersektionaler Sehweisen vorstellen und dazu einladen, mehr zu werden als wir sind.

Gebrauchsanweisung: Mit der Nase bis dicht vors Brett treten. Verhindert Krabben-Cocktail-Nach-Geschmack auf Grund un-erwarteten weiblichen Augen-Kontaktes.

Gruß Aranka


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"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

„Erst als ihm die Welt geheimnisvoll wurde, öffnete sie sich und konnte zurückerobert werden.“ (Peter Handke)
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Rufina
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BeitragVerfasst am: 12.06.2012 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

http://kongressgeschlechterkritikhannover.blogsport.de/programm/veranstaltungen/ hat Folgendes geschrieben:
Zur Kritik am Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit

Confused  ohh Aua

Aranka: lol

Ich verlasse jetzt mal diesen Thread, bevor ich nicht mehr weiß, wer, was, mit wem oder wie viele ich bin.

Edit: Und Nägellakieren ist soooooooooooo bourgeoisE  Schmoll


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Hardy-Kern
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BeitragVerfasst am: 12.06.2012 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Rufina hat Folgendes geschrieben:

Ich verlasse jetzt mal diesen Thread, bevor ich nicht mehr weiß, wer, was, mit wem oder wie viele ich bin.

Edit: Und Nägellakieren ist soooooooooooo bourgeoisE  Schmoll

Komme dann mal mit ehe ich einen Gentest mache lasse.
Gebe aber vorher den Tomatennpflanzen noch Wasser. Mist, das sind auch Hybriden. Überall laufen Twitter, Quatsch, Zwitter rum. Unheimliche Welt.
 Embarassed

Hardy
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toltec-head
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BeitragVerfasst am: 12.06.2012 18:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Aranka danke für den Link. Ja, Hannover ist eine tolle Stadt!

Zitat:
Was passiert, wenn in dem Blick auf einen Körper das Stereotyp der angeblich „sexy Schwarzen Hure“ und das der „behinderten Frau“ als vermeintlich „sexuellem Neutrum“ kollidieren? Was sieht eine Schwarze Frau im Rollstuhl?
Aus Weißer, lesbisch-feministischer und derzeit enthinderter Perspektive möchte ich Versuche intersektionaler Sehweisen vorstellen und dazu einladen, mehr zu werden als wir sind.


Was sieht eine Schwarze Hure im Rollstuhl? wäre doch ein prima Thema für den nächsten 10.000 Worte Wettbewerb. Oder vielleicht lässt sich ja sogar jemanden für den laufenden hiervon inspirieren. Hegel-Zitat passt auch bestens. Hegel-Zitate passen eigentlich immer.

Hardy-Kern und Rufina ihr könnt ja stattdessen zur Documenta nach Kassel fahren, was eh eine noch viel tollere Stadt ist. Dekonstruktivistische Gendertheorien sind tatsächlich schon etwas old-fashioned. Auf der Documenta wird jetzt noch grundsätzlicher dem Anthropozentrismus als solchem der Prozess gemacht und zwar unter anderem anhand von - Hardy-Kern hör gut zu - Tomaten.

Wie unterschiedlich sind Frauen und Tomaten?, ist nur eine der Fragen, die dort künstlerisch gestaltet werden.

Siehe:

http://www.fr-online.de/meinung/kommentar-documenta-documenta-13---kunst-kann-helfen,1472602,16351558.html

Eine Stadt (Hannover oder Kassel, das ist egal) mit den Augen eines Hunds sehen, ist ein anderes Thema dort.

Ihr könnt ja dann aus Euren Reiseeindrücken ein Feature für DSFO machen. Freu mich drauf!
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Molly Mahagonny
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BeitragVerfasst am: 12.06.2012 22:08    Titel: mehr von tomaten, erdbeeren, hunden, der documenta usw. Antworten mit Zitat

http://www.sueddeutsche.de/kultur/documenta-leiterin-carolyn-christov-bakargiev-ueber-die-politische-intention-der-erdbeere-1.1370514

ja, hab den artikel (siehe link!) vorvorvorgestern nachmittag genüsslich gelesen, am boden hockend, zusammen mit diesem dicken kater, der jetzt immer zu besuch kommt. er (der kater) saß schwer auf der zeitung und ich musste ihn jeweils hin bzw. her schieben, um zur nächsten spalte zu kommen.

er (der kater) meinte dann nach unserer gemeinsamen lektüre, diese frau, also carolyn christov-bakargiev, habe sich, um gewisse leerstellen ihrer rede zu bemänteln, ein cape aus erdbeerrotem katzenkunstfell umgehängt oder umgehangen, das ihr stehe und auch wieder nicht ...
katzen*k*unstfell, selbstredend ... kunst, mit hartem k vornedran, nicht unst oder dunst oder spunst: kunst.

(und bitte, es sei dem armen katertier wohlwollend zugestanden, dass es nach artikellektüre in akuter verwirrung war darüber, ob und wieviel substanz sei hinter, unter, neben, in der carolynischen attitüde.)

dies nur ein dünnes schnörkelchen zur nacht:
von molly, dem kleinfisch

ps:
gute sache, tolteke, das mit der 500-schienen-auslobung. ich hoffe, es verdient sich wer den schotter und erklärt dirmiruns die sache mit dem sonnenhengst, der mondmutter und fräulein tödine. smile


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Rübenach
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BeitragVerfasst am: 13.06.2012 07:06    Titel: Re: mehr von tomaten, erdbeeren, hunden, der documenta usw. Antworten mit Zitat

Molly Mahagonny hat Folgendes geschrieben:
(...)ps:
gute sache, tolteke, das mit der 500-schienen-auslobung. ich hoffe, es verdient sich wer den schotter und erklärt dirmiruns die sache mit dem sonnenhengst, der mondmutter und fräulein tödine. smile


so werden aus 500 € 500 Scheine (50.000 €?) Langsam beginnt es sich zu lohnen.


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"Von Literatur verstehen Autoren so viel wie Vögel von Ornithologie." (Marceel Reich-Ranicki)

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Molly Mahagonny
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BeitragVerfasst am: 13.06.2012 16:30    Titel: nicht scheine. schienen! Antworten mit Zitat

500 schienen sind 500 euro.

kennst du nicht den ausdruck "schienen", rübenach?
manche sagen auch "eier", manche sagen "kröten", andere sagen "kiesel", "füchse", "flusen", "roller", "fürze" usw. statt "euro".
geld hat (wie auch der teufel) viele namen.

sorry für offtopic, aber: dient ja doch immerhin der allgemeinen slangwortschatzerweiterung.

mm


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toltec-head
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BeitragVerfasst am: 16.06.2012 09:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Was mich doch sehr irritiert bei den Diskussionen über die Documenta-Chefin aber letztlich auch hier im Forum, ist dieser neue Konservatismus, der einem überall entgegenschallt und zwar selbst bei Dir, Molly my dear (gestern NDR gelauscht?).

Da redet man seit Duchamps vom erweiterten Kunstbegriff und auf einmal hat man den Eindruck die Leute wollen wieder röhrende Hirsche sehen. Und hier im Forum scheint es auch mehr eifrige Füßezähler als Leute zu geben, die auf dem Laufenden, au vif, wie es im Französchen so schön heißt, sind (la Merkel benutzt diesen Ausdruck ja ganz gern, wie ich lese).

Zu Sonne, Mond, Tod: wer nicht au vif ist, wird zu diesen ganz alten Themen auch nichts Gescheites beitragen können.

Es ist erst ein paar Jahre her, dass Forscher rausfanden, dass sich in Stonehenge alles um den Mond und nicht wie man bislang dachte um die Sonne dreht. Stonehenge wurde in eine Übergangszeit gebaut, als wir Jäger und Sammler sesshaft wurden.

Gejagt auf die Tiere des Neolithikums wird Nachts (wenn sich auch das schwule Cruising in Parkanlagen und so abspielt) und da Mann zur Jagd Licht braucht, ist der Gott der Jagd der Mond.

Jagd, Mond, Mann daher ein Komplex.

Die Sonne wird erst mit dem beginnenden Ackerbau bedeutsam. Sesshaftigkeit, Sonne, Verweiblichung daher ein anderer Komplex.

Der Tod des Jägers ist idealer Weise männlich-heroisch, der Tod des Bauern idealer Weise weiblich-bürgerlich.

Der Jäger stirbt daher den Tod auf maskulin, wie im Deutschen, der moderne Mensch den Tod im Sinne der romanischen Sprachen, er stirbt au feminin.

Die romanischen, verweichlicht-pubertären Sprachen haben den ursprünglich-wahren Sachverhalt der Dinge also verdreht und die ganze Welt ist auf sie reingefallen. Nur wirklich alte Sprachen wie das Deutsch und das Sanskrit befinden sich IN THE KNOW. Aber wer will das heute schon sein IN THE KNOW, AU VIF? Nur noch Füßezähler, keine Jäger mehr - überall!

Schönes Wochenende à tous

toltec
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Gast







BeitragVerfasst am: 25.06.2012 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zu Hardy-Kern:
So, so... Die Nicht-Lesbischen und Nicht-Schwulen, also sozusagen die Normalen und Heterosexuellen unter uns, die sind also eher unbekannt und unvertraut mit dem Französischen? Und das soll irgendwo irgendwie gerade ein Vorteil oder Vorzug sein? Während ich, in dem Falle, dass das überhaupt nur ahnungsansatzweise stimmt, sagen täte: Die Armen!

Wobei... Mein Französisch war auch schon mal besser. Von dem ganzen Stendhal oder Chateaubriand- oder was das war -Zitat habe ich eigentlich nur mitbekommen, dass es LA mort heißt und nicht LE mort, was ich aber schon wusste und was man sich auch sonst überall her hätte zusammenzitieren können, zum Beispiel aus, ha ha, der Carmen von Bizet. Der Carmen, gut wa? Der Carmen Buranis Diem oder was auch immer.

Mädels (und Buam), ich muss euch enttäuschen: "Der Mond is nur a nackerte Kugel" (Jörg Graser). Sprich, ein kalter, trockener Haufen Steine und Staub, wo sich rein gar nichts Menschliches regt. Und die Sonne ist zwar viel, viel größer und wesentlich wärmer und brodeliger, aber eine Vulva oder einen Penis hat's auch net. Wie auch keinen Anus oder Mund. Und Französisch kann er auch nicht, wer nun jetzt auch immer, der Sonne, der Tödi oder die Monder, das Erdel oder so. Es gereicht darum nicht zu so sehr viel außer halt bissel Deutsch-Essayieren, sich drüber zu unterhalten, wer da dort Frau oder Mann sei und ob's denn süßer und ehrenvoller, am jägerisch-maskulinen Mond- oder an der landpomeranzen-tomatenartigen Sonnentödin zu verbleichen. Aus ist aus, so oder so.

Aber, Hardy-Kern, warum machen die das denn hier immer, dass sie einen drauf glauben hinweisen zu müssen, dass man höchstens 500 oder, wie es irgendwo in der Handreichung für Neubeginner heißt, auch mal 1000 oder selbst sogar 1500 Wörter threaden darf, dann aber es für völlig normal und sogar üblich und sogar vorgeschrieben halten, dass man unter diese 500 Wörter mit der Zeit sogar 50000 oder mehr drunter tippt und die dann natürlich von jedem gelesen werden müssen, der überhaupt eine Meinung zu den besagten ersten 500 haben darf?


Und, allweil, Genossen, es ist ja mittlerweile raus und quasi fast schon so wissenschaftlich erwiesen wie, dass Stonehenge dem Mond-Parlando sich widmete, dass der toltekische Steinkopf mit Guttenberg'schem Copy&Paste gearbeitet hat. "Ich hab den ganzen Schwachsinn, der da steht, wirklich alles selber ganz allein geschrieben, ehrlich wahr, weiß gar nicht mehr, wie mir das unterlaufen konnte." (Ha Ha Ha.) Weiß jetzt nicht genau, ob er diese Synekdoche-Links da oben schon alle vorher hatte und, dass man es so abgehoben in der Typografie als Zitate sieht, ob er das erst später so hinverändert hat. Aber selbst bei diesen ersten Highsmith-Passagen (was ist eigentlich aus der geworden, die kommt später gar nicht mehr vor - und werden denn nicht überhaupt die alten Lesben zu alten Männern, wenn die alten Schwulen zu alten Frauen werden?) stehen doch so komische Tagesdaten und Uhrzeiten dabei, wie wenn das irgendwo aus einem Chat rauskopiert worden wäre. Okay, es ist also raus, dass er sein literarisches Alter-Ego, der blickvermeidende toll-tech-Supermarkeinkäufer ist, dann muss man ihm doch auch zugestehen, dass die anderen Figuren, diese Schibboleths (da sieht man's ja, weil der auch in der Synekdochte als Zitat auftaucht) und Professors sich (und nicht er sie) erfunden haben. Dann ist es nicht statthaft, dass man ihm vorwirft, er erfinde so Professoren nur, um sich mit universitären Weihen zu begrenzen, bekränzen.

Aber hey, Toltekenhaupt, ist das tatsächlich dieser Schibboleth gewesen, den man auch aus anderen Threads von dir schon kennt, der in jener Sühnendroge dieses Goldketten-Brusthaar-The Vines-Ding mit dir darin herunterfabuliert hat? Dann ist das ja ein richtiger Literat! Der kann ja schreiben! Ich staune ja. Also echt, die Passage mit diesem Supermarktdialog habe ich genossen.

Obwohl ich natürlich nicht begriffen habe, was er damit sagen wollte. Aber ist mir immer egal, wenn ich das nicht verstehe in der Literatur, was die damit sagen wollen. Ich mochte einfach so die Erzählung, Beschreibung, das dumme Gerede. Allerdings habe ich mehrfach den Eindruck gehabt, er weiß selber nicht mehr, wer was sagt, ob jetzt er selbst oder der ertappte Tolteke oder Azteke. Jedenfalls stimmt das selbstverständlich, dass diese ganzen The-Groups und sogenannten Indies das Ding sind von vor fast zehn Jahren und heute weiß keiner mehr, warum die das damals waren, aber es wissen echt alle, dass sie voll das Ding eben gewesen sind wie nichts sonst. Aber ich meine ja, so was ist rundum schnurz. Ob jetzt, ich weiß echt nicht was, gerade das Ding von jetzt ist. Ich bin neulich mal wieder dazu gelangt, dass ich "The Lovin' Spoonful" und "The Mamas & The Papas" und "The Buffalo Springfield" voll wieder DAS DING fand, als hätte ich das nicht irgendwann schon - so zirka 1976 - schon einmal gefunden und damals waren sie es ja auch überhaupt gar nicht. Sondern, weiß ich..., Gang of Four, nee, die warn später, dann halt David Bowie und T. Rex, nee halt, die warn früher, na dann halt irgendwas, Schibboleth wird es wissen.

Pah. Und ich weigere mich jetzt stictamente, mir irgendwas zu diesem Dauer-Nonstop-Frauen-Männer-Ding abzuringen, von wegen, dass Frauen ja letztlich immer auf die Nerven gingen oder, dass man die Welt erst mal aus den Augen einer schwarzen, blinden, behinderten Rollstuhlnutte und Französisch-Lehrerin zu sehen habe, um überhaupt irgendwas, irgendetwas, auch nur dieses kleine Bisselchen hier, für das ich jetzt aber den Link doch nicht einfüge, begreift.

Hey, das machen schon genug Leute, ununterbrochen. Ist auch schon mindestens drei Jahrzehnte alt. Also nicht mehr wirklich das Ding jetzt. Und sowieso hat diese schwarze blinde Französisch-Bläserin gegen Geld in ihrem Rollstuhl da drüben absolut nicht den Schimmer, wie sich das Leben aus meinen Augen heraus ansieht. (Ist ja auch blind.)

Und ich betrachte mich halt mal wieder als sehr inkompetent. Früher mal, ja da, wo ich immer in diesen Frauenberufen werkelte, was ich aber vorher ja nicht geahnt hatte, dass das welche waren, da waren jeden Morgen schon vor der Arbeit, schon bei dieser Kaffeemaschinenpause, welche die da immer rituell begingen, DIE Kolleginnen um mich rum. Jetzt mal im Gegensatz geredet zu DIE Kollegen. Und tja, seither, also jetzt irgendwie, wenn ich zum Jobcenter immer diese netten "EINLADUNGEN" vorbeigeschickt bekomme - man sagt im Deutschen ja DIE Einladung, komischerweise, nicht DER Einladung, wo es doch immer das Vorrecht der männlich-aristokratischen Patriachen war, jemanden einzuladen, wenigstens in assyrischen Tagen noch halbwegs, soweit ich weiß - ["Dies ist EINE Einladung nach § Blabla, wenn Sie dieser nicht Folge leisten, werden Sie nächsten Samstag anlässlich des Verlorenen-Shopping-Trolley-Barbecues auf dem Parkplatz des REWE-Centers Süd als Lachs- und Muschelpaste (imitiert) verspeist"], tritt mir ja auch immer noch gelegentlich die geballte männliche Staatsmacht in ihrer durchwegs und ausnahmenlosen weiblichen Geschlechterform entgegen, weil eben so Supermarktkassiererin und Arbeitsagentur-Jobs eben so ausbeuterische Sklavenpositionen darstellen, während goldkettenbrusthaarschwingend die Herren Männer sich aus den Augen gehen, während sie ihre Hummerstücke und Kondome kaufen, die sie ja brauchen, wo man sich in deren Kreisen so oft auf Griechisch am Treffen ist. Ja, ist schon so, it's a women's, women's, women's world, aber it won't be nothing until du einfach durch die Maschen des sozialen Netzes schlüpfst und unter der Mond deine Tage auf der Wiese (man sag ja auch die Wiese, obwohl es DER Rasen und DAS Gras heißt, unsere Vorfahren wussten ja noch, was das bedeutete) ähm... was wollt ich noch mal... ja ... also  verratzst, halt.

Jedenfalls, na, he, ich kenne doch seit Jahren überhaupt keine Frauen mehr und muss auch keine mehr sehen, weil ich immer nur die Sachen von der Selbstbedienungstheke hole und an der Kasse starr gradeaus blicke, wo dann, zu meinem Missvergnügen, toltec-head und Schibboleth stehen und sich messen, wer den Längsten hat. Und Toltec hat den Längsten, es stimmt einfach, ich muss es wissen, weil, aber lassen wir das jetzt mal. Und ich mache ja im Bett (obwohl, ist eigentlich eher selten da) nur mit Männern rum, wie ja auch die besagten beiden (man sagt auch die beiden und die Beine, ist das nicht merkwürdig?), welchen mich aber nichts, nichts, nichts verbinden tut deswegen, nicht dass Hardy-Binn - oder wie er er hieß - wieder denkt.

Also kurz und knapp: Ich kenn keine, ich treff keine, ich bin nicht der Freund von einer, ich hab keine gezeugt, ich hab's auch nicht mehr vor, das mit den blinden, gelähmten Negernutten ist vorbei, seit ich von Stütze lebe, ich hab mich noch nie dran gemacht, die Welt aus deren Augen zu sehen. Mein eigenes Leben ist schon trist genug. Aber eben, kann sich keiner reindenken, der's nie erlebt hat. Also jetzt hier: Ich weiß nix über Frauen&Männer und ich sag da nix dazu, weil ich dazu nix zu sagen hab.

Aber.

Und jetzt kommt's.
Ich, der ich noch nie auf die Idee gekommen bin, ich könnte irgendwie ja auch mal eine Frau sein (wie sollte ich denn auf diese Idee kommen? ich bin doch ein ganz üblicher Männerwuschel, wie sie jetzt gerade immer Bier trinken in diesen öffentlichen Gärten, wo diese Flachbildschime aufgespannt sind), ich mache es gerne mit Männern, welche meinen, sie wären Frauen, bzw. welche sehr drauf erpicht sind, andere Männer zu finden, mit denen sie es machen und die ihnen dann, während sie es beide machen, das Gefühl geben, sie wären Frauen, tatsächliche.

Es ist total unlogisch und unverständlich und wahrscheinlich irgendwo patriarchalisch versaut und sowieso war ich mal eine Ratte, wie ich klein war, sollte damals immer im Sack ertränkt werden, aber erzähle ich nächstes Mal, jedenfalls, seither geht mir immer einer ab, wenn ich andern Leuten begreiflich mache, dass sie nur kleine quiekende Ratten sind, die ich jederzeit ertränken könnte, echt, so bin ich drauf, kein Wunder, dass nie was Gutes aus mir wurde... Okay, nun also, weil ich diese Männer, die irgendwie Frauen sind, sexuell erregend, also sexuell erregend, da sieht man es schon wieder, finde, gucke ich bisweilen in den Schweinkram-Siten rum, die man heute ja überall hat im Internet und so. Ob da so kleine Mäuse sind, also diese Schwulis, die sich gern auf ... unterhalten und dabei diese mein Gott! geile Unterwasche tragen, wie es nur ... können. Und da kam ich jüngst auf eine Mann-Such-Anzeige von so einer. (Also muss man jetzt immer dazudenken, wenn ich eine sage, dass es einer war, wie halt beim Tod, wo man immer die Tödin und bei der Sonne, wo man immer der Sonn denken muss.) Na, die war ja sooo was von schnuckelig. Also echt. Und so jung und knusper. Und so willig. Und, echt nicht das Problem, dass ich so ein Knacker mit Bierbauch bin, die stand grade auf genau das, schrieb sie jedenfalls, weiß nicht, wieso, vielleicht sollte es ja auch einfach nur was kosten, weiß ich dann nicht, weil: Es kam ja nicht zustande!

Was die schrieb, ich hab's mir nicht aufgehoben, muss um etwas künstlerische Freiheit bitten, wenn ich es aus dem Gedächtnis zusammenpoetisiere:

"Du solltest deutlich älter sein als ich, gerne sehr kräftig und stark behaart, gerne auch an Armen und Rücken. Du solltest auf keinen Fall nach Eau de Toilette riechen. Besonders gern habe ich es, wenn du so eine Art russischer Zuhälter bist, bitte möglichst prolo und ungehobelt. Ich stehe auf angeberische dicke Uhren und Goldkettchen. Auch einen getunten Proll-Schlitten als deinen fahrbaren Untersatz würde ich mögen. Wenn du mich dann nimmst, solltest du dir in keiner Weise um meine eigenen sexuellen Bedürfnisse Gedanken machen. Du solltest roh, brutal und herablassend mit mir umgehen und mich wie eine Nutte und Schlampe behandeln. Oh, das wäre schön! Findet sich denn so einer nie für mich?"

Ja, ne, ich hab mir das ne Weile doch schwer überlegt. Aber woher jetzt ein Goldkettchen nehmen? Krieg ich den Akzent hin? Krieg ich das hin, sie als miese Nutte zu behandeln, wo ich sie doch eigentlich eher als meinen kleinen Sonnenschein sah, so, wie sie auf den Fotos rüberkam? Scheiße, dachte ich, da wäre ich wieder mal viel zu soft, viel zu zärtlich, viel zu schwul irgendwie. Ich ließ es dann eben. Geht mir aber immer noch nach. Das Mädel war soooo goldig.



Es heißt ja auch DAS Mädel. Weil das damals schon den ganzen TransMetroBiICEsexuellen-Genderbinding-Aspekt von diesem jetzigen Zeitgeist vorweggenommen hat.

Das waren jetzt aber 500? Oder? Lieg ich noch drunter?
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toltec-head
Hobbyautor

Alter: 42
Beiträge: 309



BeitragVerfasst am: 26.06.2012 09:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dominik,

ich glaub wir müssen mal ein ernstes Wörtchen per PN reden.

Führ Dich in meinen Threads bitte nicht auf wie Tünnes in der Vohölle oder wie eine 200kg-Drag Queen, die mit ihrem fetten Arsch alles platt sitzt.

Welcher Link?

LG

Toltec
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Hardy-Kern
Kopfloser

Alter: 68
Beiträge: 4949
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 26.06.2012 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Aber, Hardy-Kern, warum machen die das denn hier immer, dass sie einen drauf glauben hinweisen zu müssen, dass man höchstens 500 oder, wie es irgendwo in der Handreichung für Neubeginner heißt, auch mal 1000 oder selbst sogar 1500 Wörter threaden darf, dann aber es für völlig normal und sogar üblich und sogar vorgeschrieben halten, dass man unter diese 500 Wörter mit der Zeit sogar 50000 oder mehr drunter tippt und die dann natürlich von jedem gelesen werden müssen, der überhaupt eine Meinung zu den besagten ersten 500 haben darf?

Schön, mal wieder ein kleiner Witzbold hier. Mir ist doch Wurscht wieviele Wörter du hier reinschreibst. Sollte nur ein Tipp sein, dass es dir nicht, wie mit deiner Geschichte: 'Abenteuer im Zug' ergeht. (6 Antworten und die waren nicht gerade nett)

Und, mit Genossen, musst du hier niemanden anreden. Kein Wunder, wenn die Linken untergehen mit solchen langweiligen Geschichten. Smile

Hardy
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