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Terlock
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 21:44    Titel: Mein erster Versuch für ein Buch eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Hi!

Wie ich in meiner Vorstellung bereits schrieb,habe ich schon erste Versuche für einen Fantasy Roman gestartet.Inzwischen habe ich schon eine grobe Rohfassung von den ersten Kapiteln geschrieben und den Anfang der Geschichte bereits fertiggestellt
.Als ich ihn jedoch meiner Familie vorlaß um ein paar Verbesserungsvorschläge zu bekommen,gab es nur Feedback in Form von:"Toll,nein echt spannend".Mehr nicht.
Aber das reicht mir nicht,denn ich glaube nicht,dass mein Text wirklich die Literatur in Perfektion ist Razz .
Ich denke,dass ich von euch auch eine um einiges objektivere Meinung bekomme als von meiner Familie.

Hier ist er:

Es war ein schwüler Tag mitten im Hochsommer. Der Himmel hatte sich verdüstert und ein Gewitter kündigte sich an.Tränen flossen aus Nadjas jadegrünen Augen,ihre welligen blonden Haare hingen schweißnass von ihren Schultern.Die goldene Kette,die sie von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hatte klopfte im Takt von Nadjas schnellen Schritten monoton gegen ihre Brust. Sie wusste nicht wohin sie rannte, sie wusste nichts. Nur weg wollte sie, ganz weit weg. Die schrecklichen Bilder schwirrten wild durch ihren Kopf: Eine herrliche Motorradfahrt mit Paul, dem einzigen geliebten Menschen in ihrem Leben, nachdem sie ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren hatte. Plötzlich gab es einen Knall, sie flogen durch die Luft. Paul war sofort tot gewesen, niemand konnte ihm mehr helfen. Doch sie wollte nicht alleine sein. Sie wollte den Tod nicht akzeptieren. Verzweifelt war Nadja  gerannt weg von all dem Schrecken, weg von der Leiche des einzigen geliebten Menschen in ihrem Leben.
Ihre Muskeln begannen zu schmerzen, ihre Lunge brannte, völlig außer Atem blieb sie stehen. Langsam begann ihr Kopf wieder klarer zu werden, sie konnte ihre Gedanken ordnen. Vorsichtig blickte sie sich um. Sie musste jedoch erschrocken feststellen, dass sie sich verirrt hatte.                    Sie befand sich in einem dunklen Hinterhof, der von einigen unbewohnten Gebäuden umschlossen war. Es roch nach Verwesung. Von irgendwo hörte sie wie sich zwei Katzen anfauchten. Sonst war alles still. Ein seltsamer Nebel  lag in der auf einmal eiskalten Luft.                                              Urplötzlich vernahm Nadja hinter sich Schritte. Erschrocken fuhr sie herum, doch sie konnte nichts erkennen. Panik kroch in ihr hoch. „Was wenn der Unbekannte ihr böses wollte? Sie vergewaltigen oder schlimmeres?“, sie schauderte. „Wäre ich doch nur nicht weggelaufen“, dachte sie selbstmitleidig. Doch nun war es zu spät. Schließlich nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und sprach mit zittriger Stimme: „Hallo? Ist da jemand?“. „Ja, ich bin hier aber hab keine Angst, ich möchte dir einen Handel vorschlagen“, tönte die Antwort aus der Dunkelheit. Das Blut gefror ihr in den Adern als sie Gewissheit hatte, dass sie nicht allein war. „ Wer bist du?“, flüsterte sie. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte sie in der Dunkelheit etwas zu erkennen – vergeblich. Stattdessen verdichtete sich der Nebel nur noch mehr, als wolle er die unbekannte Person um jeden Preis verdecken. „Namen sind doch alles nur Schall und Rauch, wisperte es“, die Stimme schien von überall zu kommen, „aber wenn du es unbedingt wissen willst: Ich heiße Lysan und ich bin auf König Terlocks geheiß hierher gereist.“ Nadja prustete los. „König Terlock“? kicherte sie. „Richtet euer Hoheit hochachtungsvolle Grüße von Königin Nadja aus“, meinte sie höhnisch. Der Mann musste den Verstand verloren haben oder er hatte zu viel ferngesehen. „Genug“, Lysans wütender Schrei ließ sie zusammenfahren. „Lass uns nun zu dem Handel kommen“, zischte er mit bedrohlichem Unterton.


So,das wars auch schon Smile .Ich freue mich auf euer Feedback!!!

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KayKariel
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Terlock,

 ich hoffe es macht dir nichts aus wenn ich deinen Text ein wenig auseinandernehme smile

Im Großen und Ganzen gefällt er mir sehr, vokalem interessiert mich was das jetzt für ein Handel ist.  

Zitat:
  Es war ein schwüler Tag mitten im Hochsommer. Der Himmel hatte sich verdüstert und ein Gewitter kündigte sich an.Tränen flossen aus Nadjas jadegrünen Augen,ihre welligen blonden Haare hingen schweißnass von ihren Schultern




Ich finde den Anfang nicht sehr gelungen, er zieht mich nicht in einen Bann. Ich finde du hast ein paar Infos hintereinander gereiht und in meinem kopf machte es erstmal "aha..aha..aha" Aber direkt danach hat es bei mir gezündet und ich sah das Mädchen vor mir.

Vielleicht könntest du noch mehr Bilder und Beschreibungen der Atmosphäre bringen, damit es ein bisschen schauriger wirkt. Den an einem Tag mitten im Hochsommer sehe ich nichts gruseliges oder etwas, das ich mit Angst verbinde.

Zitat:
Nadja prustete los. „König Terlock“? kicherte sie.



Bis zu diesem Punkt war ich richtig in der Geschichte drinnen und hätte gerne weitergelesen, aber das hat mich rausgeworfen. Naja ein Name, aber so lustig finde ich ihn nicht. Und irgendwie fände ich das prusten hier sehr unpassend.

Ich freue mich schon darauf mehr von dir zu hören, mal sehen was die anderen noch entdecken smile

Lg Kay


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Terlock
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 22:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo KayKariel;
Okay,vielen Dank für das Feedback!Es freut mich zu hören,dass dir die Geschichte weitgehendst gefällt.
Ich hatte mich ehrlich gesagt schon auf viel negativere Kritik eingestellt,umso mehr freut mich das natürlich Smile.
Ich mache mir zu den beiden Abschnitten noch ein paar Gedanken und ändere sie entsprechend.
Nochmals vielen Dank für deine Bewertung!!!Über weitere konstruktive Kritik freue ich mich natürlich immernoch. Smile
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KeTam
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Terlock,

ich war wirklich überrascht, als ich deinen Text las! Das ist dein erster Versuch und ich finde ihn schon ganz gut gelungen. Ich bin kein Profi, was Textkritik betrifft, aber trotzdem!
Mir sind zwei Punkte aufgefallen, an denen du noch was machen solltest:
Du schreibst, sie hat sich verirrt und ist so in diesen Hof geraten.
Vielleicht wäre es glaubwürdiger, wenn sie diesen Hof sieht und sich da verstecken will?
Dann ihre Reaktion auf den Name Terlock.
Ihr Freund ist grade gestorben, sie rennt, hat schreckliche Angst!!
Da finde ich es nicht so echt, dass ihr gleich wieder zum Lachen ist...

Das wars erstmal!

Lg,KeTam.
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Terlock
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 10:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi KeTam,

Danke für dein Feedback!
Ich habe jedoch noch eine Frage:Wovor soll sie sch denn verstecken?Meinst du das so,dass sie für sich alleine sein will und deshalb diesen Hinterhof aufsucht?

Nadja lacht übrigens nicht über den Namen "Terlock" sondern über Lysans vorhergehenden Satz.Aber wenn das nicht verständlich genug ist schreibe ich das um.Deshalb habe ich es ja auch hier eingestellt,um solche Stellen ausfindig zu machen.Auch ihre Gefühlsschwankung ist unglaubwürdig.
Wie soll sie denn besser auf Lysans Satz reagieren?Soll sie noch mehr in Panik geraten,weil sie glaubt einen Psycho vor sich zu haben?
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KayKariel
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

ich würde es so schreiben, das sie Respekt vor diesem König hat und ihn nicht auslacht. Vielleicht hat sie ja schon mal von ihm gehört, aber auf keinen Fall lachen. von mir aus würde ein zusammenzucken oder du gibst uns ein Bild, das dein PT bei dem Bild vor Augen hat

Lg Kay


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KeTam
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Terlock,

ja, sie könnte sich einen Ort gesucht haben um dort für sich zu sein. Sie steht ja wahrscheinlich unter Schock.

Und ich kann mir halt nicht vorstellen, dass sie nach so einem Erlebnis gleich wieder lacht.
Vielleicht wäre es besser, sie bekäme noch mehr Panik, weil, (wie du vorgeschlagen hast) sie denkt da wäre ein Psychopat.

Lg,KeTam.
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Terlock
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 10:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nein,König Terlock kennt sie noch nicht.(wäre schlecht wenn sie ihn kennen würde wink)

Ich werde das mit dem Psychophat machen.

ich habe noch eine Frage an dich,KeTam,findest du es wirklich unglaubwürdig,wenn ein unter Schock stehendes Mädchen sich in einem heruntergekommenen Stadtviertel verläuft?
Dass das Stadtviertel kaputt ist werde ich noch auf KayKariels Empfehlung noch an den Anfang schreiben um eine gefährliche Atmosphäre zu schaffen.
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KeTam
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das hatte ich nach meinem Posting auch noch gedacht, sie steht ja unter Schock und da ist es vielleicht doch nicht verwunderlich, wenn sie sich verirrt.
Nur könntest du es so machen, dass sie sich verirrt und Schutz dort sucht.
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Terlock
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 11:35    Titel: Überarbeitet pdf-Datei Antworten mit Zitat

So,hier ist die überarbeitete Version:

Blitze zuckten über den mit grauen Wolken bedeckten Himmel, bedrohlich grollte der Donner. Stille herrschte auf den dunklen Straßen des heruntergekommenen Stadtviertels. Die Fensterläden, der wenigen  bewohnten Gebäude waren fest geschlossen. Der Efeu,der die brüchigen Häuser bewuchs rauschte im aufbrausenden Wind. Bedrohliche Stille lag in der Luft.                                                                                                     Tränen flossen aus Nadjas jadegrünen Augen, ihre welligen blonden Haare hingen schweißnass von ihren Schultern .Die goldene Kette, die sie von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hatte klopfte im Takt von Nadjas schnellen Schritten monoton gegen ihre Brust. Sie wusste nicht wohin sie rannte, sie wusste nichts. Nur weg wollte sie, ganz weit weg. Die schrecklichen Bilder schwirrten wild durch ihren Kopf: Eine herrliche Motorradfahrt mit Paul, dem einzigen geliebten Menschen in ihrem Leben, nachdem sie ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren hatte. Plötzlich gab es einen Knall, sie flogen durch die Luft. Paul war sofort tot gewesen, niemand konnte ihm mehr helfen. Doch sie wollte nicht alleine sein. Sie wollte den Tod nicht akzeptieren. Verzweifelt war Nadja gerannt weg von all dem Schrecken, weg von der Leiche des einzigen geliebten Menschen in ihrem Leben.
Ihre Muskeln begannen zu schmerzen, ihre Lunge brannte, völlig außer Atem blieb sie stehen. Langsam begann ihr Kopf wieder klarer zu werden, sie konnte ihre Gedanken ordnen. Vorsichtig blickte sie sich um. Sie musste jedoch erschrocken feststellen, dass sie sich verirrt hatte. Sie befand sich in einem dunklen Hinterhof, der von einigen unbewohnten Gebäuden umschlossen war. Es roch nach Verwesung. Von irgendwo hörte sie wie sich zwei Katzen anfauchten. Sonst war alles still. Ein seltsamer Nebel lag in der auf einmal eiskalten Luft. Urplötzlich vernahm Nadja hinter sich Schritte. Erschrocken fuhr sie herum, doch sie konnte nichts erkennen. Panik kroch in ihr hoch. „Was wenn der Unbekannte ihr böses wollte? Sie vergewaltigen oder schlimmeres?“, sie schauderte. „Wäre ich doch nur nicht weggelaufen“, dachte sie selbstmitleidig. Doch nun war es zu spät. Schließlich nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und sprach mit zittriger Stimme: „Hallo? Ist da jemand?“. „Ja, ich bin hier aber hab keine Angst, ich möchte dir einen Handel vorschlagen“, tönte die Antwort aus der Dunkelheit. Das Blut gefror ihr in den Adern als sie Gewissheit hatte, dass sie nicht allein war. „ Wer bist du?“, flüsterte sie. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte sie in der Dunkelheit etwas zu erkennen – vergeblich. Stattdessen verdichtete sich der Nebel nur noch mehr, als wolle er die unbekannte Person um jeden Preis verdecken. „Namen sind doch alles nur Schall und Rauch, wisperte es“, die Stimme schien von überall zu kommen, „aber wenn du es unbedingt wissen willst: Ich heiße Lysan und ich bin auf König Terlocks Geheiß hierher gereist.“ Erschrocken sog Nadja die Luft zwischen den Zähnen ein. Der Mann musste den Verstand verloren haben oder schlimmer noch: Er war ein Psychopath. Unerträgliche Panik vernebelte ihren Kopf uns ließ sie keinen klaren Gedanken fassen. Sie wollte wegrennen, doch etwas hinderte sie daran, ihre Beine bewegten sich keinen Millimeter.  „Lass mich in Ruhe“, schluchzte sie flehend in den Nebel hinein. „Was soll ich machen?“, überlegte sie panisch. Sie war diesem Psychopathen schutzlos ausgeliefert. Da fiel ihr der Stein ein, den Paul ihr einst geschenkt hatte. Wie in Trance schleuderte sie ihn in die Dunkelheit. Zufrieden hörte sie Lysan schmerzhaft aufschreien, als der Stein ihn traf. „Genug“, Lysans wütender Schrei ließ sie zusammenfahren. „Lass uns nun zu dem Handel kommen“, zischte er mit bedrohlichem Unterton

Ich bin mir nicht sicher,ob mir die Szene,in der ich das Lachen durch Angst ersetzt habe,gelungen ist.
Baut sie denn Spannung auf?Oder ist sie zu wirr?
Findest du den Anfang nun gelungener KayKariel?Baut er gleich die richtige Atmosphäre auf?
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KeTam
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Terlock,

sehr viel besser der Einstieg.
Und auch der Rest. Jetzt kann ich mitfühlen, deine Prota besser verstehen.
Der Schluss ist, viel packender, aber auch logischer, einfach besser!

Und auch wie du diese Stadt beschreibst, jetzt weiss ich wo ich mich befinde!

Der einzige Satz, der mich stocken lässt ist dieser:
"Wäre ich doch nur nicht weggelaufen!", dachte sie selbstmitleidig.

Das sie das denkt, kann ich mir schon denken.
Aber sie würde doch nicht über sich selbst denken "Mann, jetzt bin ich aber selbstmitleidig!" Wink  (oooops, jetzt habe ich drei Mal "denken" geschrieben..)

Verstehst du, was ich meine?

Lg,KeTam.
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KayKariel
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Jetzt wurde ich richtig in deine Geschichte eingesogen. Den Anfang hast du super hinbekommen. Gefällt mir sehr!

Was du ändern könntest hat dir ja bereits KeTam erklärt. Und der Schluss baut sehr viel Spannung auf jetzt würde ich gerne erfahren Was das für ein Stein war? Was ist das für ein Handel? ich bin sehr gespannt. Arbeite weiter daran smile


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Terlock
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 12:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das Wort "selbstmitleidig" ist in diesem Falle ein Adverb.Sie denkt nicht,jetzt bin ich selbstmitleidig,sondern es beschreibt wie sie denkt:"wäre ich doch nur nicht weggelaufen.Das denkt sie selbstmitleidig.
Aber,da man das leicht falsch versteht habe ich einfach das "selbstmitleidig" rausgenommen.

Natürlich schreibe ich weiter!!!Vorallem nach so viel Lob von eurer Seite:).
Die Idee mit dem Stein kam mir übrigens nur dank euch!Damit habe ich ein weiteres Problem beseitigt.

Ich werde euch so schnell wie möglich das erste Kapitel zu Ende schreiben!

Nochmals Danke für eure Mühe!Ich melde mich wieder...
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KayKariel
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

ne nicht so schnell wie möglich, lass dir zeit smile

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KeTam
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BeitragVerfasst am: 01.06.2012 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Terlock,

ich meinte nicht das Wort "selbstmitleidig" an Sich, sondern, ich glaube, dass du da die Perspektive wechselst. Zu auktorial.
Aber da bin ich selbst noch blutige Anfängerin... Embarassed

lg,KeTam.
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Trearu
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BeitragVerfasst am: 02.06.2012 13:50    Titel: Re: Überarbeitet Antworten mit Zitat

Die erste Version habe ich nicht gelesen.

Es mag nur meine Meinung sein, aber es lässt einen Text nicht all zu gut aussehen, wenn dessen ersten Sätze beschreiben, wie sehr der Hintergrund der Szene doch einen Klischee entspricht.
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KeTam
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BeitragVerfasst am: 02.06.2012 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Trearu,

das ist doch kein Klischee...sondern ein ganz normales Gewitter!

Lg,KeTam.
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Trearu
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BeitragVerfasst am: 02.06.2012 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Eben es ist so normal, dass es in so ein einer Situation automatisch immer auftaucht...

Genauso wie diese verdammten Smilies, die wann immer ich beim Schreiben verdeutlichen will, dass ich gerade nachdenke auftauchen...

hmm... das muss ich irgendwie in meinen Roman oder eine Kurzgeschichte einbauen.

Lies dir die ersten Sätze nochmal durch. Kommt es dir nicht so vor, als hättest du diese Szene schon unzählige Male gesehen oder gelesen?
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KeTam
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BeitragVerfasst am: 02.06.2012 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ach Trearu, doch...klar.
Und gut, dass mein "ach" nicht als Smily erscheint.

Ja, wobei ich denke, dass der Text an sich von der ersten Version bis zu dieser schon sehr viel besser geworden ist.
Vielleicht findet Terlock ja einen originelleren Einstieg.
Aber, vielleicht liegts an mir, weil ich Gewitter so mag, dass mir der Anfang trotzdem gefällt.

Lg,KeTam.
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Terlock
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BeitragVerfasst am: 02.06.2012 16:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi!
Hier ist Teil2:

„Das ist wunderbar“, brachte sie stotternd heraus, nachdem sie ihre Gedanken wieder geordnet hatte. „Bist du also bei dem  Handel dabei?“, fragte Lysan spitz. Begeistert stimmte Nadja zu .Die Aussicht Paul wieder zu sehen ließ sie völlig blind werden. „Damit umgehe ich sogar den Tod“, dachte sie triumphierend. Lysan wies sie an näher zu ihm zu kommen. Erst jetzt bemerkte Nadja, dass der Nebel vor ihr eine Gasse gebildet hatte. Ob das auch Magie war? Bestimmt! Entschlossen wollte sie den magischen Gang entlang gehen, doch ihr Körper wiedersetzte sich. Jeder Muskel, jede Sehne schien zu versuchen sie zurückzudrängen. Doch ihre Liebe zu Paul war stärker. mühsam erreichte  sie das Ende des Nebelganges. Hinter einer dünnen Nebelwand konnte sie schemenhaft die Gestalt Lysans erkennen. Er war recht hager und trug eine rote Kutte. Doch als Nadjas Blick über sein Gesicht streifte wurde sie stutzig. Zwei rot Leuchtende Augen blickten sie aufmerksam an, es verlieh ihm etwas Bedrohliches.
Lysan wusste, dass Nadja in diesem Moment an seine Augen anstarrte. Denn er konnte dank seiner besonderen Augen Nadja trotz des Nebels sehr gut erkennen. „Für diese unwissende Geldar werde ich nun also sterben“, dachte er verbittert. Langsam begann er jegliche Konzentration zu sammeln. Sein Kopf pulsierte unter der Anstrengung. Dann stimmte er die Melodie an, die ihn das Leben kostete.
Nadja stand regungslos da, verwundert sah sie wie Lysan wild gestikulierte, hörte wie er dieses fremde Lied sang. Die Sprache in der es geschrieben war kannte Nadja nicht. Zu Nadjas Freude begann der Nebel um sie herum sich blau zu färben. „Bald sehe ich Paul wieder“, frohlockte sie in Gedanken. Langsam begann der Nebel um sie herum sich zu formen, er bildete Gestalten. Ehe Nadja sich versah war sie von den merkwürdigen Kreaturen umgeben, sie stimmten schrill in Lysans Gesang mit ein. Nadja musste sich die Ohren zuhalten, doch immer noch drang der grausige Gesang des Nebelgeister Chores in ihre Ohren. Mit schmerzverzerrtem Gesicht rief sie flehentlich: „Hört bitte auf! Das tut mir weh.“ Doch ihr rufen wurde von den abertausenden Stimmen verschluckt. Bedrohlich hackten die Stimmen weiter auf sie ein. Auf einmal fragte sie sich ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. „Hätte ich doch nur auf das gehört was mein Körper mir gesagt hat“, dachte sie. Voller Entsetzen musste Nadja mit ansehen, wie die Geister langsam und bedrohlich auf sie zu krochen. Zuerst bedeckten sie nur ihre Füße, doch dann wanderten sie bedacht ihr Beine hinauf zu ihrem Bauchnabel. Als ob es ihnen Spaß machen würde Nadja zu quälen, wurde ihr Gesang noch lauter und eindringlicher. Wellen des Schmerzes explodierten vor ihren Augen. Andere der Nebelwesen hatten ihre Hände und Arme bedeckt und schlichen über  ihre Brust ihren Hals hinauf und hüllten schließlich auch ihr Gesicht ein. Nadja bemerkte, wie die Hülle um sie herum immer fester wurde. Ihr war heiß und immer wenn sich die Hülle fester zuzog wurde es schlimmer. Es fühlte sich an, als würde sie brennen. Entsetzt starrte sie Lysan an, von seine Augen hatten sich verdreht und man sah nur noch das weiße. Sein Gesang hatte sich in unheilvolles Gekreische verwandelt. Vor Nadjas Augen begann die Welt zu verschwimmen, alles schien auf sie zuzulaufen. Wie aus weiter Ferne hörte sie Lysans schrilles Lachen. Sein Auftrag war erfüllt. Auf einmal stürzten abertausende Stimmen auf sie ein Helden, Abenteurer, Verschollene. Alle sprachen wild durcheinander. Der Gesang der Geister hämmerte auf sie ein. Sie sah Lysan leblos zu Boden sinken, unerträgliche Schmerzen schossen durch sie hindurch. Dann war alles still um sie und ihr wurde schwarz vor Augen.


Damit hätte ich Kapitel 1 fertig.Ist das zu wenig für ein Kapitel?
Ich möchte noch dazu sagen, dass ich diesen Text noch nicht nach allen Feinheiten abgeklopft habe, wie dem ersten. Es interresiert mich einfach, wie ihr meine Texte ohne Feinbearbeitung findet.
Ich freue mich auf eure Bewertungen! Smile
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Terlock
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BeitragVerfasst am: 02.06.2012 16:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, für die Übersichtlichkeit in einem neuen Post noch etwas zu meinem Anfang:
Durch dieses Gewitter möchte ich eine düstere Atmosphäre schaffen, denn es kommt nicht gut, wenn Nadja am schönsten Tag des Jahres bei 40 Grad und strahlender Sonne durch die Straßen rennt! Im Buch kann man sich das Wetter ja zur Stimmung passend einrichten. Warum soll man das nicht nutzen?
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Terlock
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BeitragVerfasst am: 02.06.2012 23:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mir ist eben erst aufgefallen,dass ich einen kleinen Abschnitt zwischen dem ersten und zweiten Teil vergessen habe. Ich habe euch daher nochmal das gesamte erste Kapitel zusammengefasst:

Blitze zuckten über den mit grauen Wolken bedeckten Himmel, bedrohlich grollte der Donner. Stille herrschte auf den dunklen Straßen des heruntergekommenen Stadtviertels. Die Fensterläden, der wenigen bewohnten Gebäude waren fest geschlossen. Der Efeu,der die brüchigen Häuser bewuchs rauschte im aufbrausenden Wind. Bedrohliche Stille lag in der Luft. Tränen flossen aus Nadjas jadegrünen Augen, ihre welligen blonden Haare hingen schweißnass von ihren Schultern .Die goldene Kette, die sie von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hatte klopfte im Takt von Nadjas schnellen Schritten monoton gegen ihre Brust. Sie wusste nicht wohin sie rannte, sie wusste nichts. Nur weg wollte sie, ganz weit weg. Die schrecklichen Bilder schwirrten wild durch ihren Kopf: Eine herrliche Motorradfahrt mit Paul, dem einzigen geliebten Menschen in ihrem Leben, nachdem sie ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren hatte. Plötzlich gab es einen Knall, sie flogen durch die Luft. Paul war sofort tot gewesen, niemand konnte ihm mehr helfen. Doch sie wollte nicht alleine sein. Sie wollte den Tod nicht akzeptieren. Verzweifelt war Nadja gerannt weg von all dem Schrecken, weg von der Leiche des einzigen geliebten Menschen in ihrem Leben. 
Ihre Muskeln begannen zu schmerzen, ihre Lunge brannte, völlig außer Atem blieb sie stehen. Langsam begann ihr Kopf wieder klarer zu werden, sie konnte ihre Gedanken ordnen. Vorsichtig blickte sie sich um. Sie musste jedoch erschrocken feststellen, dass sie sich verirrt hatte. Sie befand sich in einem dunklen Hinterhof, der von einigen unbewohnten Gebäuden umschlossen war. Es roch nach Verwesung. Von irgendwo hörte sie wie sich zwei Katzen anfauchten. Sonst war alles still. Ein seltsamer Nebel lag in der auf einmal eiskalten Luft. Urplötzlich vernahm Nadja hinter sich Schritte. Erschrocken fuhr sie herum, doch sie konnte nichts erkennen. Panik kroch in ihr hoch. „Was wenn der Unbekannte ihr böses wollte? Sie vergewaltigen oder schlimmeres?“, sie schauderte. „Wäre ich doch nur nicht weggelaufen“, dachte sie selbstmitleidig. Doch nun war es zu spät. Schließlich nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und sprach mit zittriger Stimme: „Hallo? Ist da jemand?“. „Ja, ich bin hier aber hab keine Angst, ich möchte dir einen Handel vorschlagen“, tönte die Antwort aus der Dunkelheit. Das Blut gefror ihr in den Adern als sie Gewissheit hatte, dass sie nicht allein war. „ Wer bist du?“, flüsterte sie. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte sie in der Dunkelheit etwas zu erkennen – vergeblich. Stattdessen verdichtete sich der Nebel nur noch mehr, als wolle er die unbekannte Person um jeden Preis verdecken. „Namen sind doch alles nur Schall und Rauch, wisperte es“, die Stimme schien von überall zu kommen, „aber wenn du es unbedingt wissen willst: Ich heiße Lysan und ich bin auf König Terlocks Geheiß hierher gereist.“ Erschrocken sog Nadja die Luft zwischen den Zähnen ein. Der Mann musste den Verstand verloren haben oder schlimmer noch: Er war ein Psychopath. Unerträgliche Panik vernebelte ihren Kopf uns ließ sie keinen klaren Gedanken fassen. Sie wollte wegrennen, doch etwas hinderte sie daran, ihre Beine bewegten sich keinen Millimeter. „Lass mich in Ruhe“, schluchzte sie flehend in den Nebel hinein. „Was soll ich machen?“, überlegte sie panisch. Sie war diesem Psychopathen schutzlos ausgeliefert. Da fiel ihr der Stein ein, den Paul ihr einst geschenkt hatte. Wie in Trance schleuderte sie ihn in die Dunkelheit. Zufrieden hörte sie Lysan schmerzhaft aufschreien, als der Stein ihn traf. „Genug“, Lysans wütender Schrei ließ sie zusammenfahren. „Lass uns nun zu dem Handel kommen“, zischte er mit bedrohlichem Unterton."Ich habe vom Tod deines Freundes Paul gehört", sprach er und unterbrach sich kurz um seine Worte auf Nadja wirken zu lassen. "Ich möchte dir anbieten dich zu ihm zu bringen, allerdings musst du König Terlock im Gegenzug einen Auftrag erfüllen". "Zu Paul bringen?", fragte Nadja verwirrt. "Wie wollen sie das denn anstellen?". "Magie", klang die Antwort barsch aus der Dunkelheit. Nadja glaubte nicht an Magie oder Zauberei, doch etwas tief in ihrem inneren drängte sie dazu mehr herauszufinden. Daher entgegnete sie unbeholfen: "Magie? Das gibt es doch gar nicht!"
Lysan musste unwillkürlich lächeln. "Wie naiv die Geldar doch sind!", dachte er. Er begann sich zu konzentrieren und als seine Konzentration ihre volle Stärke entfalten hatte sprach er: "Oncharto". Mit offenem Mund beobachtete Nadja wie sich der Nebel um sie herum mit den schönsten Farben einfärbte. Völlig fasziniert betrachtete sie die unzähligen Farbenspiele um sie herum. Langsam baute Lysan seine Konzentration,mit ihr verblassten auch die Farben, bis der Nebel schließlich seine ursprüngliche Farbe angenommen hatte. "Glaubst du mir jetzt?Mein Kind?", fragte er selbstsicher. Nadja war völlig überwältigt von den unzähligen Eindrücken, die auf sie eingeströmt waren. "Das ist meine Chance Paul wiederzusehen", dachte sie aufgeregt. Dieser Kerl schien wirklich zaubern zu können, anders konnte Nadja sich das Geschehene nicht erklären. Die Angst und die Trauer, die sie eben noch empfunden hatte waren wie weggeblasen. Stattdessen beherrschte nun neugewonnene Zuversicht ihr Denken. „Das ist wunderbar“, brachte sie stotternd heraus, nachdem sie ihre Gedanken wieder geordnet hatte. „Bist du also bei dem Handel dabei?“, fragte Lysan spitz. Begeistert stimmte Nadja zu .Die Aussicht Paul wieder zu sehen ließ sie völlig blind werden. „Damit umgehe ich sogar den Tod“, dachte sie triumphierend. Lysan wies sie an näher zu ihm zu kommen. Erst jetzt bemerkte Nadja, dass der Nebel vor ihr eine Gasse gebildet hatte. Ob das auch Magie war? Bestimmt! Entschlossen wollte sie den magischen Gang entlang gehen, doch ihr Körper wiedersetzte sich. Jeder Muskel, jede Sehne schien zu versuchen sie zurückzudrängen. Doch ihre Liebe zu Paul war stärker. mühsam erreichte sie das Ende des Nebelganges. Hinter einer dünnen Nebelwand konnte sie schemenhaft die Gestalt Lysans erkennen. Er war recht hager und trug eine rote Kutte. Doch als Nadjas Blick über sein Gesicht streifte wurde sie stutzig. Zwei rot Leuchtende Augen blickten sie aufmerksam an, es verlieh ihm etwas Bedrohliches. 
Lysan wusste, dass Nadja in diesem Moment an seine Augen anstarrte. Denn er konnte dank seiner besonderen Augen Nadja trotz des Nebels sehr gut erkennen. „Für diese unwissende Geldar werde ich nun also sterben“, dachte er verbittert. Langsam begann er jegliche Konzentration zu sammeln. Sein Kopf pulsierte unter der Anstrengung. Dann stimmte er die Melodie an, die ihn das Leben kostete. 
Nadja stand regungslos da, verwundert sah sie wie Lysan wild gestikulierte, hörte wie er dieses fremde Lied sang. Die Sprache in der es geschrieben war kannte Nadja nicht. Zu Nadjas Freude begann der Nebel um sie herum sich blau zu färben. „Bald sehe ich Paul wieder“, frohlockte sie in Gedanken. Langsam begann der Nebel um sie herum sich zu formen, er bildete Gestalten. Ehe Nadja sich versah war sie von den merkwürdigen Kreaturen umgeben, sie stimmten schrill in Lysans Gesang mit ein. Nadja musste sich die Ohren zuhalten, doch immer noch drang der grausige Gesang des Nebelgeister Chores in ihre Ohren. Mit schmerzverzerrtem Gesicht rief sie flehentlich: „Hört bitte auf! Das tut mir weh.“ Doch ihr rufen wurde von den abertausenden Stimmen verschluckt. Bedrohlich hackten die Stimmen weiter auf sie ein. Auf einmal fragte sie sich ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. „Hätte ich doch nur auf das gehört was mein Körper mir gesagt hat“, dachte sie. Voller Entsetzen musste Nadja mit ansehen, wie die Geister langsam und bedrohlich auf sie zu krochen. Zuerst bedeckten sie nur ihre Füße, doch dann wanderten sie bedacht ihr Beine hinauf zu ihrem Bauchnabel. Als ob es ihnen Spaß machen würde Nadja zu quälen, wurde ihr Gesang noch lauter und eindringlicher. Wellen des Schmerzes explodierten vor ihren Augen. Andere der Nebelwesen hatten ihre Hände und Arme bedeckt und schlichen über ihre Brust ihren Hals hinauf und hüllten schließlich auch ihr Gesicht ein. Nadja bemerkte, wie die Hülle um sie herum immer fester wurde. Ihr war heiß und immer wenn sich die Hülle fester zuzog wurde es schlimmer. Es fühlte sich an, als würde sie brennen. Entsetzt starrte sie Lysan an, von seine Augen hatten sich verdreht und man sah nur noch das weiße. Sein Gesang hatte sich in unheilvolles Gekreische verwandelt. Vor Nadjas Augen begann die Welt zu verschwimmen, alles schien auf sie zuzulaufen. Wie aus weiter Ferne hörte sie Lysans schrilles Lachen. Sein Auftrag war erfüllt. Auf einmal stürzten abertausende Stimmen auf sie ein Helden, Abenteurer, Verschollene. Alle sprachen wild durcheinander. Der Gesang der Geister hämmerte auf sie ein. Sie sah Lysan leblos zu Boden sinken, unerträgliche Schmerzen schossen durch sie hindurch. Dann war alles still um sie und ihr wurde schwarz vor Augen. 

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