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Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Die Muschel der Nacht


 
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Mr. Curiosity
Bestseller-Autor

Alter: 30
Beiträge: 4485
Wohnort: Köln
Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 31.05.2012 00:21    Titel: Die Muschel der Nacht eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die empfohlene Höchstmarke für die Wörterzahl ist leicht überschritten, aber ich wusste nicht, wo ich einen sinnvollen Schnitt hätte setzen sollen. Ich hoffe, es fühlen sich nicht alle von der Länge abgeschreckt ^^

Die Muschel der Nacht

Wenn in Venice Beach, Kalifornien, der Tag endete, nahm Jack seine alte Sporttasche mit den zerfransten Griffen - sein ganzes Leben darin - und wanderte an der Dämmerung vorbei in die Muschel der Nacht.  
Kreis für Kreis. Stunde für Stunde. Wachsende Dunkelheit, der süße Duft von Qualm, und überall dieses Rauschen, diese Störfrequenz, durch die ab und an verzerrt die Vergangenheit drang: Kurt Cobain mit seiner „Heart Shaped Box“, donnernde Gitarrenriffs, davor ihre Stimme, ganz nah, fast spürte Jack die Lippen wieder an seinem Ohr.
Es war nicht nur er, der die Erinnerungen suchte, die Erinnerungen suchten auch ihn. Das Rauschen verzerrte die Stimmen zu Echoloten, die Gitarren wurden zu Sonaren. Jack erbebte, wenn sie jeden Muskel seines Körpers durchdrangen.
Sie fanden ihn nicht. Als Jack das Ende seiner Reise erreichte, umschloss ihn Stille und die Einsamkeit war so tief wie die Muschel.
Der Rückweg erschien Jack immer länger. Keine Geräusche mehr. Er zitterte.
Am Ausgang der Nacht war nichts von seinem alten Ich geblieben. Nackt kroch er über den Strand, ausgetrocknet, und die Sonne löste ihn auf in der Hitze. Selbst, wenn er die Muschel hätte zersplittern wollen, ihm fehlten die Hände dafür, und so kehrte er in sie zurück. Abend für Abend.

Atme er den Salzwind aus Richtung Pazifik, würde sein Kopf noch vor Schmerzen dröhnen und das bunte Treiben an diesem Strand sei wie ein Fieber, sagte Jack mir.  

***

Es war ein Julitag, an dem die Sonne so heiß auf den Asphalt der Strandpromenade brannte, dass die Menschen ihn mit Schläuchen abspritzten, um barfuß gehen zu können. Doch keiner der Bewohner von Venice Beach kam jemals auf die Idee, sich Schuhe anzuziehen, und wenn, so höchstens die von den Kleidungsständen, die vielleicht ein paar Wochen hielten.
Vor dem "Ocean side walk café", dem einzigen Lokal inmitten der bunten Meile, spielte eine Band „Riders on the storm“ von „The Doors“.  Eine Gruppe Alt-Hippies tanzte taumelnd davor, mit allen Farben gekleidet, die sich finden ließen, mit Hemden, weit genug, dass der Wind hindurchgreifen konnte.
Hier hatte ich Jack das erste Mal getroffen. Wie genau wir ins Gespräch gekommen waren, weiß ich nicht mehr. Ich hielt mich nur für zwei Tage in L.A. auf, das Ende einer Reise durch den Westen der USA. Bei Jack hatte ich ein Andenken kaufen wollen.
Er stand hinter seinem Stand und bot indianischen Schmuck an. Um die Mittagszeit aber machte er eine kleine Pause und setzte sich auf seine Wolldecke auf die Wiese, wo er etwas Whiskey trank, und von dem Marihuana rauchte, das legal in einem Medizinladen angeboten wurde. Er wollte mir auch etwas davon geben, ich schlug es aus.
Dass ich niemals in diese Muschel reisen solle, sagte er mir mit zigarettenrauher Stimme. Unentwegt schaute er zum Meer. Wenn er sprach, sah er einem nie in die Augen. Das tat er nur, wenn er etwas verkaufen wollte.
Was diese Muschel sei, wollte ich von ihm wissen.
Er lachte laut, so lange, bis er husten musste. Die zahlreichen Muschelketten, die er trug, rasselten dabei.
Das könnte ich mir aussuchen, was „diese Muschel“ ist, antwortete er.
Wir schwiegen.

***

„Wenn man genug Erinnerungen hat, braucht man nicht viel Gepäck“, sagte Jack.
„Wie meinst du das?“
Er legte seine Muschelketten auf die Wolldecke. Erst jetzt erkannte ich, dass sein ganzer Oberkörper mit Narben übersät war. Die meisten lagen genau über den Rippenknochen. Zwei lagen dazwischen. Gedankenverloren fuhr er sie immer wieder mit den Fingern ab.  
Ich versuchte nicht zu zeigen, wie erstaunt ich war, denn noch wusste ich nicht die Geschichte dahinter.
„Wenn ich in den Spiegel schau, erkenn ich quasi mein ganzes Leben.“
Langsam zog er an seiner Tüte, die Glut leuchtete schwach auf.
 „Wie eine Landkarte ist das“, sagte er, „die hier sind von einer Messerstecherei vor einiger Zeit auf einem Wall-Mart Parkplatz in Texas.“
„Worum ging es?“
„Mein Kumpel Alan und ich hatten etwas Zeug gekauft. Er hatte seine alte Army-Jacke an, war schon voll zittrig. Einer von den Jungs, so ein Saudi, der nur zufällig bei dem Dealer mit war, Ali hieß er, der murmelte im Weggehen zu Alan, er wär eine Schande für unser Land.“
Er zog nochmal, hastiger, die Glut leuchtete jetzt stärker als davor.
„Für ‚unser Land‘ … Ich bin durchgedreht. So kam halt eins zum and‘ren. Wär am Ende fast gestorben, lag ‘ne Weile im Krankenhaus, musste danach in den Bau.“
„Und was ist mit deinem Kumpel?“
Jack zuckte zusammen, drehte seinen Kopf kurz in meine Richtung. Er hatte wohl kurzzeitig vergessen, dass ich da war. Mir wurde mulmig zumute. Offenbar schämte er sich, so viel erzählt zu haben, denn er hatte sich gänzlich von mir abgewandt und beobachtete die Skater auf ihren Rampen.
„Ich weiß noch, drüben haben Alans Geschichten uns am Leben gehalten. Zwei Monate waren wir da eingesperrt. Kannste dir vorstellen, dass Langeweile einen echt verrückt machen kann, also ich meine wirklich verrückt?“
Ich antwortete ihm nicht, denn ich wusste, dass er keine Antwort erwartete, vermutlich nicht einmal eine hören wollte. Auch fragte ich ihn nicht, wo dieses „drüben“ war.
Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur wenige Menschen getroffen, die so offen über ihr Leben gesprochen hatten. Wenn, dann hatte  es sich meistens um solche gehandelt, die sonst niemanden zum Reden fanden und daher jede Gelegenheit nutzten. Bei Jack aber schien es mir anders zu sein. Den Grund dafür hab ich mir nie erklären können.
Jack erzählte weiter: „War bei den and’ren jedenfalls so. Die sind an der Langeweile verrückt geworden. Vielleicht ist bei Alan da der Navajo rausgekommen. Man erzählt ja, früher hätten die Natives so viele Geschichten gehabt. Ich weiß nicht mehr, welche er erzählte. Kann mich nur erinnern, dass sein Großvater einer der ,Windtalkers‘ war. Das waren die Navajos, die man im zweiten Weltkrieg als Funker eingesetzt hat. Keiner der Japsen nämlich konnte ihre Sprache entschlüsseln. Von dem Großvater hatte er auch die Panflöte, auf der er manchmal gespielt hat. Damit könnt‘ er sich nie eingesperrt fühlen, hat er gesagt. Wenn er spielen würde, wüsst‘ er, was seine Vorfahren mit den ewigen Jagdgründen gemeint hätten. Als würd‘ da kein Lied aus der Flöte kommen, sondern als würd‘ sich seine Heimat vor ihm in Richtung Horizont erstrecken, Arizona, der Canyon de Shelly, mit jedem Ton ein Stück mehr, so wäre das. Was er denn jagen würde, in dem ewigen Jagdgrund, hab ich ihn gefragt, und weißt du, was er da meinte?“
Ich schüttelte meinen Kopf.
Jack öffnete bedeutungsvoll seine Augen und flüsterte: „Erinnerungen.“
Er nickte vor sich hin.
„Er war eigentlich zu jung, um welche zu haben. Vielleicht hat er auch viele Leben gelebt, wer weiß das schon. Jedenfalls war er echt völlig anders als ich. Mein bester Kumpel.“
Eine Weile schwiegen wir. War Alan tot? Ich verkniff mir die Frage. Wahrscheinlich hätte Jack sofort wissen wollen, was mich das angehen würde.
Plötzlich drehte er sich mit den Rücken zu mir und hob seine Haare von den Schultern. Zum Vorschein kam das Tattoo eines Hafenschildes, auf dem „Fisherman’s Wharf“ stand.
„Warst du schon mal dort?“, fragte er.
„Ja. San Francisco.“
Er griff nach seiner Sporttasche und zog sie zu sich. Ein kleines Metallkästchen kramte er heraus, das er anschließend mit einem Schlüssel an einer der Ketten aufschloss. Sicher sein wertvollster Besitz. Ich wollte nicht, dass er ihn mir zeigte. Aber bevor ich etwas sagen konnte, hielt er mir das Foto schon hin.
„Es ist das einzige, das ich noch habe. Die and‘ren hab ich in einem Wutanfall mal verbrannt, als ich zugedröhnt war. Pass bloß auf, dass es dir nicht fliegen geht.“
Das Bild zeigte eine junge Frau, ungefähr in meinem Alter. Im Hintergrund sprangen Kinder über einen dieser Brunnen, die in den Bürgersteig eingelassen waren und eine Fontäne zu einem benachbarten Brunnen schossen.  Durchnässt hingen ihr die braunen Haare über das Gesicht. Sie lachte und hatte nur ein Auge geöffnet. Sehr hübsch sah sie aus.
„Wir hatten uns in Texas kennengelernt. Sie hat in Fort Hood als Krankenschwester gearbeitet. Sie ist immer voll auf diese Schokolade abgefahren, die ihre Tante ihr vom Ghirardelli, dieser Schokoladenfabrik, geschickt hat. Da hatte sie echt manchmal tagelang ständig Schokolade um den Mund und hat nach nichts anderem geschmeckt.“
Jack lachte leise.
„Ich dacht‘ mir zu ihrem Geburtstag, reisen wir doch einfach mal hin, nach San Francisco zur ,Quelle‘ und geh‘n ihre Tante besuchen. Später ging’s an den Hafen. Wir sah’n uns vom Fisherman’s Wharf den Sonnenuntergang an. War einer der besten Momente meines Lebens. Irgendwann meinte sie zu mir, wenn es jemals ‘nen Krieg oder sowas gäb, was uns trennen würde, dann sollte der von uns, der es zuerst nach San Francisco schafft, am Fisherman’s Wharf auf den anderen warten, jeden Abend um sechs Uhr.“
Ich fragte mich, warum sie ihn verlassen hatte. Vielleicht ein anderer Mann. Das würde erklären, warum er so wütend auf sie gewesen war. Aber es gäbe keinen Grund, warum er dieses letzte Foto noch besaß.
Jack klatschte Applaus. Ein Skateboarder hatte einen hohen Sprung geschafft.
Inzwischen dämmerte es. Nur noch fliegende Schatten waren die Skater vor dem orangenen Himmel über dem Horizont. Das Plätschern des Wassers aus dem Schlauch, mit dem bis jetzt die Promenade abgespritzt worden war, verstummte. Jack vertiefte die Stille noch, als er den Rauch langsam ausblies. Fast glaubte ich, wir wären beide auf dem Weg ins Innere der Muschel.
Da sah er mir zum ersten Mal direkt in die Augen.
„Ich war monatelang jeden Abend um sechs dort, bevor ich hierhin kam. Sie hat ihr Versprechen gebrochen.“
„Es hat doch gar keinen Krieg gegeben.“
„Ha!“
Jack griff sich einen Jim Beam und zwei Plastikbecher aus der Tasche. Einen hielt er mir wiederum hin.
„Ich kann dir einen Ort zeigen, da gibt es wirklich keinen“, sagte er.  
Ich winkte traurig ab. Auf die lochförmige Narbe an seiner Schulter sprach ich ihn nicht an.

***

In einem Pizzarestaurant aß ich mit meinen Eltern zu Abend. Doch ich bekam kaum einen Bissen herunter. Sie fragten, was wäre, ich log, satt vom Mittagessen zu sein. Ich könne mir meine halbe Pizza ja einpacken lassen, vielleicht bekäme ich später Hunger.
Gegen elf Uhr ging ich mit der Pizzaschachtel zu Jack. Ich hatte mich nicht von ihm verabschiedet, dabei war das mein letzter Tag.
Er saß nicht, wo er zuvor gesessen hatte, sondern am Strand. Einige der Venice-Beach-Bewohner schliefen auf der Wiese. Man traf hier viele Obdachlose, die meisten davon Träumer, die ihre Muschel nicht mehr verließen. Jack war keiner dieser Hippies, hatte aber auch nichts gegen sie. Er trug seine olivfarbene Jacke, weil es kühler geworden war.
Ich legte den Karton auf seine Decke. Wortlos öffnete er die Schachtel.
Nach wenigen Minuten hatte er bereits meine halbe Pizza gegessen. Wäre das der Moment, sich zu verabschieden? Ich fühlte, er wollte noch etwas sagen. So wartete ich eine Weile, vielleicht zehn Minuten, vielleicht eine Stunde, hier gab es keine Zeit.
Seine Lippen bewegten sich, traurig gesenkt sein Blick. Ich setzte mich neben ihn, weil ich durch das Geräusch der brechenden Wellen keines der Worte verstand.  Trotz der salzigen Luft und trotz der Pizza, die er gegessen hatte, roch ich den Whiskey in seinem Atem.

Nun, am Ende unserer Begegnung, erzählte mir Jack von den Erinnerungen, die er selbst nicht suchte, die aber ihn fanden: Der Ruf, mehr ein Gesang, von dem großen Turm frühmorgens inmitten jener fernen Stadt. Erinnerung an Angst und Müdigkeit, die an ihm geklebt hatten, wie der Sand und Staub. Die von dem Gesang wachgerufenen Gespenster in den Straßen. Das Feuer.
Jack setzte die Whiskey-Flasche an, ich wollte sie ihm wegnehmen, er entriss seine Hand meinem Griff. Drei tiefe Schlucke. Dann knöpfte er die Armeejacke zu und umklammerte zitternd seine Knie.
Mehr sagte Jack nicht. Eine halbe Stunde später war er so tief in die Muschel der Nacht gewandert, keines seiner Worte konnte ich noch hören, so sehr ich es auch versuchte. Die Augen geschlossen wisperte er in den Wind. Etwas löste sich aus der Umklammerung seiner Finger. Als ich es aus dem warmen Sand zog, erkannte ich das Bild seiner früheren Freundin.
Wusste sie, wie es ihm ging? War sie weit entfernt glücklich und hatte ihn längst vergessen?
An keinem Ort zuvor war der Begriff „Entfernung“ mir so bewusst geworden, wie im Westen der USA. Ich hatte Gegenden gesehen, in denen Kreuzungen nicht einfach nur Kreuzungen waren, wie dort, wo ich herkam, sondern wo man das Gefühl hatte, sie wären Orte von Entscheidungen, die das ganze Leben verändern könnten. An welcher Kreuzung hatten sie sich getrennt?
Kurz blieb ich noch, ließ den Blick in Richtung Meer schweifen. „Drüben“ am anderen Ende der Welt explodierte vielleicht gerade eine Bombe. Hätte Jack nicht seine Muschel, ich glaube, er könnte den Knall hören, die Erschütterung in jeder Faser seines Körpers spüren.
Ich steckte das Bild in die Brusttasche von Jacks Jacke und ließ ihn schlafen.
Am nächsten Morgen ging mein Flug zurück nach Hause.



_________________


"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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kskreativ
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Beiträge: 3421
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 09:01    Titel: Antworten mit Zitat

Eine schöne Geschichte, wenn auch sehr traurig. Kein Text, den man mal so überfliegt,  dafür berührt er zu stark. Sprachlich habe ich nichts zum auseinanderpflücken gefunden. Schön, von dir auch mal was in der Prosa zu lesen.

LG, Karin


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C'est la vie. oder: Du würdest dich wundern, was man so alles überleben kann.
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toltec-head
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Habs auch gern gelesen.

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adelbo
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo David

Eine gut und einfühlsam geschriebene Geschichte. Mir gefallen deine Bilder. Du nimmst mich mit an den Strand in das Leben dort. Beispielsweise:
Es war ein Julitag, an dem die Sonne so heiß auf den Asphalt der Strandpromenade brannte, dass die Menschen ihn mit Schläuchen abspritzten, um barfuß gehen zu können.
Die Person Jack zeichnest du sehr gut. Ich kann mir dich David neben ihm vorstellen, wie du ihm zuhörst.
Es gibt ein, zwei Stellen, die ich nicht so toll finde. Wie beispielsweise diese.
Zitat:
In einem Pizzarestaurant aß ich mit meinen Eltern zu Abend. Doch ich bekam kaum einen Bissen herunter. Sie fragten, was wäre, ich log, satt vom Mittagessen zu sein. Ich könne mir meine halbe Pizza ja einpacken lassen, vielleicht bekäme ich später Hunger.
Gegen elf Uhr ging ich mit der Pizzaschachtel zu Jack.

Das klingt für mich ein klein wenig nach kleinem Jungen und das passt dann wiederum nicht zu dem Zuhörer im Rest der Geschichte.
Ansonsten sehr gerne gelesen.

adelbo


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„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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crim
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 16:17    Titel: Re: Die Muschel der Nacht Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn in Venice Beach, Kalifornien, der Tag endete, nahm Jack seine alte Sporttasche mit den zerfransten Griffen - sein ganzes Leben darin - und wanderte an der Dämmerung vorbei in die Muschel der Nacht.  


Schon der erste Satz führt wunderbar in die Stimmung des Textes ein. Ich lese ihn laut, er hat Melodie und sie trägt sich weiter.

Zitat:
Es war nicht nur er, der die Erinnerungen suchte, die Erinnerungen suchten auch ihn.


Ja, genau solche Sätze formen die Stimmung. Es ist eine zurückhaltende Formulierung, die gerade in der Zurückhaltung ihre ganze Stärke zeigt.

Zitat:
Das Rauschen verzerrte die Stimmen zu Echoloten, die Gitarren wurden zu Sonaren. Jack erbebte, wenn sie jeden Muskel seines Körpers durchdrangen.
Sie fanden ihn nicht.


Er betäubt sich, er flieht und das beschreibst du gut, das "Sie fanden ihn nicht." verliert vielleicht ein bisschen die Verbindung zu den Erinnerungen, eine der wenigen Stellen, die man nochmal überdenken könnte.

Zitat:
Selbst, wenn er die Muschel hätte zersplittern wollen, ihm fehlten die Hände dafür, und so kehrte er in sie zurück.


...ihm fehlten die Hände dafür. Das ist ein Geniestreich, meine ich. Nicht nur, dass du damit die Phrase "Ihm fehlte die Kraft dafür", vermeidest, du zeichnest auch noch ein Bild. Gefällt mir sehr.

Zitat:
Atme er den Salzwind aus Richtung Pazifik, würde sein Kopf noch vor Schmerzen dröhnen und das bunte Treiben an diesem Strand sei wie ein Fieber, sagte Jack mir.  


Die Konjunktivierung von Atmen, schwierig, mich reißt es ein bisschen raus, weiß aber auch nicht, wie sich diese Formulierung vermeiden ließe, denn der Satz passt schon, leider musste ich ihn zweimal lesen.

***

Der komplette Zwischenteil passt zusammen, das Setting wird mit lebhaften Bildern erzeugt. Ich sehe es. Es ist schön.

***

 
Zitat:
Die meisten lagen genau über den Rippenknochen. Zwei lagen dazwischen.


Hier frage ich mich kurz, warum du mein Augenmerk auf das Detail "Zwei lagen dazwischen" lenkst. Hat es eine tiefere Bedeutung?

Im folgenden gibst du Jack eine ganz eigene Sprache, das ist hervorragend und der Ich-Erzähler nimmt sich zurück, so entfaltet sich ein toll gezeichneter Charakter, ein hoch interessanter. Dass der Ich-Erzähler in einer Ich-Erzählung nicht der Protagonist ist. Gut. Hierdurch findest du eine Balance zwischen Distanz und Nähe, die hervorragend zur Situation der beiden passt.

Zitat:
Fast glaubte ich, wir wären beide auf dem Weg ins Innere der Muschel.


Sehr gut.


***

Der Moment in dem die Erinnerungen ihn schließlich finden, ist ausnehmend gut beschrieben, als einzelne Bilder, die sich nur vage zusammenschließen, perfekter Stil, für diese Szene.

Zitat:

An keinem Ort zuvor war der Begriff „Entfernung“ mir so bewusst geworden, wie im Westen der USA. Ich hatte Gegenden gesehen, in denen Kreuzungen nicht einfach nur Kreuzungen waren, wie dort, wo ich herkam, sondern wo man das Gefühl hatte, sie wären Orte von Entscheidungen, die das ganze Leben verändern könnten. An welcher Kreuzung hatten sie sich getrennt?


Dies ist ein Absatz, den ich mir auch einrahmen würde und an die Wand hängen. Ich denke, du kannst stolz darauf sein, so etwas schreiben zu können.

Ich habe diesen Text nominiert. Stellenweise überragend. Ein vielschichtiger Protagonist, ein reifer unaufgeregter Erzählstil, Sätze, die hängen bleiben.

Danke.
Crim
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*Gast*
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Beiträge: 518
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BeitragVerfasst am: 31.05.2012 16:59    Titel: Re: Die Muschel der Nacht Antworten mit Zitat

Hallo Mr. Curiosity,

eine feine Geschichte für meinen Geschmack, die mich aber etwas in meiner Meinung zweiteilt. Sehr schön finde ich die Beschreibungen, die sich direkt auf den Obdachlosen beziehen und den Schluss. Weniger gelungen bis überflüssig scheinen mir die Reflexionen des Erzählers - außer ganz am Ende, da passt es für mich. Ich hab Dir meine Stolperer mal reingeschrieben. Aber, wie gesagt, im Gesamteindruck gefällt mir Dein Werk gut, also bitte nicht erschrecken.

Mr. Curiosity hat Folgendes geschrieben:
...
Wenn in Venice Beach, Kalifornien, der Tag endete, nahm Jack seine alte Sporttasche mit den zerfransten Griffen - sein ganzes Leben darin -(ohne diese zwischengeschobene Aussage würde das durch den folgenden Text klar. Zu seinen Gedanken in dem Moment mag es mir nicht passen und es fordert mir als Leser zu viel Empathie ab, ohne dass ich den Charakter bisher kenne. Mir persönlich ist der Einschub zu viel. Ansonsten gefällt mir der Anfangssatz sehr gut.) und wanderte an der Dämmerung vorbei in die Muschel der Nacht.  

...
 
Atme (Atmete?) er den Salzwind aus Richtung Pazifik, würde sein Kopf noch vor Schmerzen dröhnen und das bunte Treiben an diesem Strand sei wie ein Fieber, sagte Jack mir.  (Irgendwas an diesem Satz scheint mir unlogisch. Vielleicht sind die Zeiten durcheinander geraten?)

***

Es war ein Julitag, an dem die Sonne so heiß auf den Asphalt der Strandpromenade brannte, dass die Menschen ihn mit Schläuchen abspritzten, um barfuß gehen zu können. Doch keiner der Bewohner von Venice Beach kam (vielleicht "wäre jemals auf die Idee gekommen?) jemals auf die Idee, sich Schuhe anzuziehen, und wenn, so höchstens die von den Kleidungsständen, die vielleicht ein paar Wochen hielten.
Vor dem "Ocean side walk café", dem einzigen Lokal inmitten der bunten Meile, spielte eine Band „Riders on the storm“ von „The Doors“.  Eine Gruppe Alt-Hippies tanzte taumelnd davor, mit allen Farben gekleidet, die sich finden ließen, mit Hemden, weit genug, dass der Wind hindurchgreifen konnte.
Hier hatte ich Jack das erste Mal (Das erste Mal hört sich so an, als würde eine sehr lange Geschichte folgen, nicht nur zwei Tage. Vielleicht eher kennengelernt?) getroffen. Wie genau wir ins Gespräch gekommen waren, weiß ich nicht mehr. (Warum erwähnen, wenn es der Erzähler nicht mehr weiß, die Information ist nicht nötig.) Ich hielt mich nur für zwei Tage in L.A. auf, das Ende einer Reise durch den Westen der USA. Bei Jack hatte ich ein Andenken kaufen wollen.
Er stand hinter seinem Stand und bot indianischen Schmuck an. Um die Mittagszeit aber (aber? warum? eine Pause ist doch etwas völlig normales.) machte er eine kleine Pause und setzte sich auf seine Wolldecke auf die Wiese, wo er etwas Whiskey trank, und von dem Marihuana rauchte, das legal in einem Medizinladen angeboten wurde. Er wollte mir auch etwas davon geben, ich schlug es aus. (Hier bleibt die Kennenlernsituation etwas unklar. Wie kommt es, dass der Erzähler eingeladen wird? Statt des aber vorher wäre eine Info gut, dass der Erzähler dabei ist.)
...

„Wenn man genug Erinnerungen hat, braucht man nicht viel Gepäck“, sagte Jack.
„Wie meinst du das?“
Er legte seine Muschelketten auf die Wolldecke. Erst jetzt erkannte ich, dass sein ganzer Oberkörper mit Narben übersät war. Die meisten lagen genau über den Rippenknochen. Zwei lagen dazwischen. Gedankenverloren fuhr er sie immer wieder mit den Fingern ab.  
Ich versuchte nicht zu zeigen, wie erstaunt ich war, denn noch wusste (Wusste darf wohl, aber besser klänge für mich kannte und das nicht ans Ende gestellt.) ich nicht die Geschichte dahinter.
 
...

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur wenige Menschen getroffen, die so offen über ihr Leben gesprochen hatten. Wenn, dann hatte  es sich meistens um solche gehandelt, die sonst niemanden zum Reden fanden und daher jede Gelegenheit nutzten. Bei Jack aber schien es mir anders zu sein. Den Grund dafür hab ich mir nie erklären können. (Den Absatz könntest Du genauso streichen. Das interessiert für die Geschichte nicht. Wenn Du ihn stehen lässt, solltest Du wenigstens das "nie" rausholen, für eine zweitägige Bekanntschaft klingt das überzogen.)
...
  
Ich fragte mich, warum sie ihn verlassen hatte. Vielleicht ein anderer Mann. Das würde erklären, warum er so wütend auf sie gewesen war. Aber es gäbe keinen Grund, warum er dieses letzte Foto noch besaß. (Auch diese Frage könnte für meinen Geschmack draußen bleiben.)
Jack klatschte Applaus. Ein Skateboarder hatte einen hohen Sprung geschafft.
Inzwischen dämmerte es. Nur noch fliegende Schatten waren die Skater vor dem orangenen Himmelüber dem Horizont. Das Plätschern des Wassers aus dem Schlauch, mit dem bis jetzt die Promenade abgespritzt worden war, verstummte. Jack vertiefte die Stille noch, als er den Rauch langsam ausblies. Fast glaubte ich, wir wären beide auf dem Weg ins Innere der Muschel.
Da sah er mir zum ersten Mal direkt in die Augen.
„Ich war monatelang jeden Abend um sechs dort, bevor ich hierhin kam. Sie hat ihr Versprechen gebrochen.“
„Es hat doch gar keinen Krieg gegeben.“
„Ha!“
Jack griff sich einen Jim Beam und zwei Plastikbecher aus der Tasche. Einen hielt er mir wiederum (wiederum? - brauchst du nicht) hin.
„Ich kann dir einen Ort zeigen, da gibt es wirklich keinen“, sagte er.  
Ich winkte traurig ab. Auf die lochförmige Narbe an seiner Schulter sprach ich ihn nicht an.

***

In einem Pizzarestaurant aß ich mit meinen Eltern zu Abend. Doch ich bekam kaum einen Bissen herunter. Sie fragten, was wäre, (Eher einen neuen Satz hier anfangen?) ich log, satt vom Mittagessen zu sein. Ich könne mir meine halbe Pizza ja einpacken lassen, vielleicht bekäme ich später Hunger.
Gegen elf Uhr ging ich mit der Pizzaschachtel zu Jack. Ich hatte mich nicht von ihm verabschiedet, dabei war das mein letzter Tag.
Er saß nicht, wo er zuvor gesessen hatte, sondern am Strand. Einige der Venice-Beach-Bewohner schliefen auf der Wiese. Man traf hier viele Obdachlose, die meisten davon Träumer, die ihre Muschel nicht mehr verließen. Jack war keiner dieser Hippies, hatte aber auch nichts gegen sie. Er trug seine olivfarbene Jacke, weil es kühler geworden war.
Ich legte den Karton auf seine Decke. Wortlos öffnete er die Schachtel.
Nach wenigen Minuten hatte er bereits meine halbe Pizza gegessen. Wäre das der Moment, sich zu verabschieden? Ich fühlte, er wollte noch etwas sagen. So wartete ich eine Weile, vielleicht zehn Minuten, vielleicht eine Stunde, hier gab es keine Zeit. (Mich persönlich stören diese Reflexionen eher, als dass sie die Geschichte weiterbringen. Trotz dieser Einblendungen kann ich zum Beispiel die große Trauer des Erzählers noch nicht wirklich nachvollziehen. Er dürfte genauso ein neutraler Beobachter sein, die Melancholie liegt in der Geschichte des Obdachlosen.)
Seine Lippen bewegten sich, traurig gesenkt sein Blick. Ich setzte mich neben ihn, weil ich durch das Geräusch der brechenden Wellen keines der Worte verstand.  Trotz der salzigen Luft und trotz der Pizza, die er gegessen hatte, roch ich den Whiskey in seinem Atem.
...

Wusste sie, wie es ihm ging? War sie weit entfernt glücklich und hatte ihn längst vergessen? (Auch hier würde ich es vorziehen, mir die Frage als Leser selbst zu stellen.)
...


Gruß
Sabine
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 03.06.2012 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

Wo soll ich anfangen? Schwierig, schwierig. Ich habe diese Geschichte mehrmals gelesen, bin darum geschlichen wie um den heißen Brei, und habe trotzdem das Gefühl, nichts wirklich Sinnvolles dazu sagen zu können.
Ich weiß nicht, warum, es ist auch nicht unbedingt als Vorwurf an deine Erzählkünste gemeint, aber obgleich mich die Geschichte berührt, erreicht sie mich nicht. Paradox? Was ich damit sagen will: Ich erfreue mich an ihrer Poesie, ihrer Melancholie, aber mich führt sie trotz des geschlossenen und fein durchkomponierten Aufbaus nirgends hin, ich habe das Gefühl, da müsste noch viel mehr kommen, suche nach einer Art Erklärung, suche nach dem Clou. Irgendwie genügt es mir nicht, diese Story als Begegnungsporträt zu lesen. Irgendwie will ich mehr. Ich kann es nicht richtig in Worte fassen, also brainstorme ich einfach wild, was mir zui deiner Geschichte einfällt.
Erst einmal: Chapeau vor dem betörend schönen Erzählstil. Du gehörst zu den wenigen Leuten, die sowohl in der Prosa als auch in der Lyrik gleich stark sind und sich in beiden Genres ihren ureigenen Stil, ihre "Stimme" wahren können. Man taucht in die Geschichte ein, kann sich alles vorstellen, spürt den glühenden Asphalt, schnuppert Meeresluft, taucht vollkommen in die Szenerie ab. Auch die Charaktere erscheinen einem so nah, als würde Jack dem Leser gleich persönlich einen Zug von seinem medizinischen Joint überreichen. Du beweist ein feines Auge für Details und psychologisches Gespür für menschliche Emotionen und Motive. Soannend finde ich den Kontrast zwischen den Leben der beiden Protagonisten: der Vagabund Jack und der beobachtende Ich-Erzähler, der, wie aus deinen Zeilen durchschimmert, eigentlich alles hat, im Urlaub ist. Die halbe Pizza als Brücke zwischen diesen krass gegensätzlichen Welten.
Wie du siehst, gibt es sehr viel Positives zu deinem Text zu sagen. Warum also ergibt sich bei mir trotzdem kein ganzheitliches Bild? Vielleicht, weil der Text - trotz deiner Entschuldigung ob der überschrittenen Wortvorgabe - mir persönlich fast schon zu kurz vorkommt. Du hast angerissen, was ein Roman werden könnte. Besonders fällt mir das bei der Metapher der Muschel der Nacht auf (die übrgens Symptom ist für die gelegentlich überhand nehmende Sentimentalität): Auf diesem geringen Raum wirkt sie gekünstelt, als Überbegriff für die Geschichte gewissermaßen reingemogelt, ebenso wie der etwa erzwungen wirkende erste Abschnitt der Story. Ich glaube, wenn du der Geschichte noch mehr Raum zum Entfalten geben würdest, wäre dieses Problem gelöst. Aber nein, ich habe keine Ahnung, wie du das bewerkstelligen sollst. Ich versuche hier nur, vage Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Zumindest löst dein Text Gefühle aus, und das ist keine Selbstverständlichkeit. Vielleicht war mein Kommi umsonst, vielleicht auch nicht. Entscheide du. Ich entschuldige mich schon mal vorab für den verschwendeten Speicherplatz.


_________________
"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
ASP

Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
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Beiträge: 4485
Wohnort: Köln
Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 03.06.2012 18:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo smile

vielen Dank für eure Kommentare. Ich konnte leider nicht früher antworten, weil ich im Urlaub war.

@kskreativ, toltec-head und adelbo:

Freut mich sehr, dass die Geschichte euch gefällt smile

@Crim

Zitat:
Dies ist ein Absatz, den ich mir auch einrahmen würde und an die Wand hängen. Ich denke, du kannst stolz darauf sein, so etwas schreiben zu können.


Ich glaube, ich werde mir deinen Kommentar einrahmen ^^ Und das auch noch von einem User, den ich selber um seinen Stil beneide und bei dem ich mir immer wieder dachte "so will ich auch mal schreiben können". Freue mich riesig über so viel Lob. Da hätte ich bei diesem Text niemals mit gerechnet. Auch tausend Dank für die Nominierung! smile extra
Und schön, dass du zurück im Forum bist.

@SabineK63

Danke für deine Anmerkungen. An anderer Stelle wurde genau das Gegenteil angemerkt, nämlich, dass der Erzähler sich zu sehr zurücknehmen würde. Ich schätze mal, es ist wirklich Geschmackssache. Ich hielt die Reflexionen für sinnvoll, weil sie dem Erzähler mehr "Halt" geben, er hängt nicht so losgelöst im Raum. Aber das mögen manche wieder anders sehen.

@Enfant Terrible

Da hast du schon Recht, ich hätte die Geschichte auch länger machen können. Die Sache ist eben, dass sie autobiographisch ist. Diesen Jack gibt es wirklich und ich bin hier quasi der Ich-Erzähler. Da ich also eine persönliche Verbindung zum Inhalt habe, hätte ich es nicht fertiggebracht, diesen nur zweckdienlich für einen anderen Text zu verwursten. Ich wollte das, was mir offengelassen wurde, auch für die Leser offenlassen. Man kann sich ja von der Story ausgehend noch zahllose Gedanken machen, wie Jacks Leben verlief und verläuft.
Schade, dass der Text für dich unvollständig ist. Aber natürlich freue ich mich auch über deine lobenden Worte smile

LG David


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Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

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BeitragVerfasst am: 03.06.2012 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo David,

als ich nochmal über Deinen Text nachdachte, ging mir auf, dass ich deshalb die Reflexionen nicht mochte, weil der Erzähler so gar nicht greifbar war. Heißt, für mich war da jemand, den ich nicht näher kennenlernte, von dem ich nur ein paar oberflächliche Informationen erhielt, der aber die Informationen, die er weitergibt laufend mit seinen Gefühlen und seinen Gedanken kommentiert.

Da ist mir dann ein neutraler Erzähler lieber. Wenn ich hingegen zum Ich-Erzähler eine Beziehung beim Lesen aufbauen kann, darf er auch reflektieren. Hier war es so, dass das für mich nicht möglich war, und die Reflexionen mich daher in der Folge genervt haben. Mehr Reflexionen wäre also für meinen Geschmack nicht besser für die Geschichte. Wenn aber der Erzähler reflektiert, sollte er für mich präsenter sein.

Gruß
Sabine
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Mr. Curiosity
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BeitragVerfasst am: 03.06.2012 20:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das ist wohl ein Problem, das ich schlecht lösen kann, weil ich den Text von Grund auf verändern müsste. Ein neutraler Erzähler würde nicht funktionieren, ein entwickelter Ich-Erzähler würde m.E. nicht passen, weil es nunmal nicht um den Ich-Erzähler geht. Würde ich den Ich-Erzähler genauso entwickeln, würde das falsche Erwartungen beim Leser wecken.
Ich fürchte also, das leider nicht beheben zu können Confused


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 03.06.2012 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich stimme Adelbo zu, dass diese Zeilen mit den Eltern nicht richtig in die Geschichte passen:

"In einem Pizzarestaurant aß ich mit meinen Eltern zu Abend. Doch ich bekam kaum einen Bissen herunter. Sie fragten, was wäre, ich log, satt vom Mittagessen zu sein. Ich könne mir meine halbe Pizza ja einpacken lassen, vielleicht bekäme ich später Hunger.
Gegen elf Uhr ging ich mit der Pizzaschachtel zu Jack"

Ohne sie wäre der Ich-Erzaehler altersloser, undefinierter, man könnte sich besser eigene Vorstellungen über ihn machen, auch über sein Alter.

Die Pizza könnte ja auch ohne die Eltern eingeführt werden.

Du sagst, die Geschichte hast du erlebt. Aber deswegen müssten die Eltern nicht vorkommen? Sie tragen nichts zur Geschichte bei, so meine ich das, stören eher.
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adelbo
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BeitragVerfasst am: 04.06.2012 07:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich stimme Adelbo zu, dass diese Zeilen mit den Eltern nicht richtig in die Geschichte passen:


Das finde ich gut, dass noch jemand über diese Stelle im Text stolpert.
Ein wenig merkwürdig finde ich es, dass du,  David, mit keinem Wort auf meinen Kommentar eingegangen bist.  Wink


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Mr. Curiosity
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BeitragVerfasst am: 04.06.2012 08:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich hatte mich doch dafür bedankt Wink
Ich weiß nur nicht, warum es kindisch klingt, wenn ich schreibe, dass ich mit meinen Eltern eine Pizza gegessen habe. Eher würde es mir einleuchten, wenn der Kritikpunkt angebracht würde, man erfahre zu spät das Alter des Erzählers und würde dadurch überrascht.


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adelbo
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BeitragVerfasst am: 04.06.2012 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Text
Zitat:
Doch ich bekam kaum einen Bissen herunter. Sie fragten, was wäre, ich log, satt vom Mittagessen zu sein. Ich könne mir meine halbe Pizza ja einpacken lassen, vielleicht bekäme ich später Hunger.
Gegen elf Uhr ging ich mit der Pizzaschachtel zu Jack.

Mein Einwand
Zitat:
Das klingt für mich ein klein wenig nach kleinem Jungen und das passt dann wiederum nicht zu dem Zuhörer im Rest der Geschichte.

David
Zitat:
Ich weiß nur nicht, warum es kindisch klingt, wenn ich schreibe, dass ich mit meinen Eltern eine Pizza gegessen habe. Eher würde es mir einleuchten, wenn der Kritikpunkt angebracht würde, man erfahre zu spät das Alter des Erzählers und würde dadurch überrascht.


Von kindisch klingen war, wie du siehst keine Rede. Der Text oben vermittelt mir aber nach wie vor den eher kleinen Jungen und das passt in meinen Augen nicht zu dem Text.  Wink


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derSibirier
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BeitragVerfasst am: 07.06.2012 04:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo David

Ich möchte dir bestimmt nicht meinen Stil aufhalsen, aber an deinem musst du arbeiten, du schreibst recht umständliche Satzkonstruktionen.
Zum Beispiel:
Zitat:
Es war ein Julitag, an dem die Sonne so heiß auf den Asphalt der Strandpromenade brannte, dass die Menschen ihn mit Schläuchen abspritzten, um barfuß gehen zu können. Doch keiner der Bewohner von Venice Beach kam jemals auf die Idee, sich Schuhe anzuziehen, und wenn, so höchstens die von den Kleidungsständen, die vielleicht ein paar Wochen hielten.
Vor dem "Ocean side walk café", dem einzigen Lokal inmitten der bunten Meile, spielte eine Band „Riders on the storm“ von „The Doors“. Eine Gruppe Alt-Hippies tanzte taumelnd davor, mit allen Farben gekleidet, die sich finden ließen, mit Hemden, weit genug, dass der Wind hindurchgreifen konnte.



Warum nicht einfach:

"An einem Julitag brannte die Sonne heiß auf die Strandpromenade. Um barfuß gehen zu können, bespritzten die Menschen den Asphalt mit Wasser. Schuhe wollte kaum ein Bewohner tragen, einige wenige gingen in Espandrillos. Vor dem einzigen Lokal inmitten der bunte Meile "Ocean side walk café" spielte eine Band "Riders on the storm" von "The Doors". Alt-Hippis tanzten in farbenprächtigen weiten Hemden, durch die der Wind mühelos greifen konnte."

Die wahre Kraft eines Satzes liegt in seiner Einfachheit,
glaube mir.

Grüße
Sibirier
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 07.06.2012 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Mr. Curiosity hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte mich doch dafür bedankt Wink
Ich weiß nur nicht, warum es kindisch klingt, wenn ich schreibe, dass ich mit meinen Eltern eine Pizza gegessen habe. Eher würde es mir einleuchten, wenn der Kritikpunkt angebracht würde, man erfahre zu spät das Alter des Erzählers und würde dadurch überrascht.


Ich frage mich, ob das Alter des Erzählers in irgendeiner Weise wichtig ist für die Geschichte. Ich finde die Geschichte wäre gut, wenn der Erzähler unbekannt bliebe, wenn also trotz des eigentlich erlebten biographischen Erlebnisses dieses keine Rolle spielte für die Geschichte.
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Mr. Curiosity
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BeitragVerfasst am: 07.06.2012 23:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ihr habt eigentlich recht. Die Eltern sollten raus, sie stören eher.

@Sibirier: Mag daran liegen, dass ich nur meine Version gewohnt bin, aber irgendwie lesen sich deine Vorschläge für mich nicht so flüssig. Gerade den Satz mit den Hemden hatte ich bewusst so geschrieben, weil es für mich zu diesem Freiheitsgefühl passte, dass da rüberkommen soll. Aber wie gesagt, vielleicht ist es nur Gewohnheitssache. Ich schaue da später mit Abstand nochmal drauf.
Danke für deinen Kommentar.


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derSibirier
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BeitragVerfasst am: 08.06.2012 04:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
aber irgendwie lesen sich deine Vorschläge für mich nicht so flüssig.


Gut, dann sage ich dir es dir offen: Du schreibst ungelenk.
Lies einmal die Sätze der Passage laut auf Band und höre sie dir an.
Oder trage sie vor auf der Uni deinen Deutsch-Freunden.

Grüße
Sibirier
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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 08.06.2012 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hi MC!

Nur ein ganz schneller Kommentar: Die Idee, die Erzählweise haben mir sehr gut gefallen, obwohl ich das Ungelenke (was Sibirier anmerkte) am Anfang auch so empfunden habe. Der Schlusssatz ist der Geschichte allerdings nicht würdig. Da sollte schon noch irgendwas (wie ET schrieb) kommen - eine Erkenntnis vielleicht?

Zu dem Text ließe sich noch sehr viel anmerken ... aber ich scheue im Moment längere Diskussionen - deswegen lasse ich es lieber und sage stattdessen: Ich habe deinen Text gerne gelesen.

BN
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Aranka
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BeitragVerfasst am: 08.06.2012 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe erst heute deine Geschichte gefunden und sie hat mich von der ersten bis zur letzten Zeile in ihren stillen Bann gezogen.
Ich habe die Kommentare nur kurz überflogen und es ist schon eine Menge gesagt worden. Dennoch will ich dir auch meine Empfindungen dalassen, selbst wenn sie Wiederholungen enthalten.
Mich hat die leise, und in ihren Andeutungen dennoch präzise und eindringliche Sprache begeistert, die Haltung des Ich-Erzählers fand ich sehr beeindruckend: zurückhaltend, beobachtend, sensibel wahrnehmend und reagierend. Und trotz seiner Zurückhaltung ist er für den Leser klar, greif- und hörbar und er lässt keinen Zweifel daran, dass er uns die Geschichte aus seinem Fühlen und Denken heraus erzählte. Er erscheint mir in seiner Erzählerrolle sehr souverän und glaubwürdig.
Jack wurde mir mehr und mehr zu einer ganz dichten, vielschichtigen und bedeutsamen Person. Der Erzähler lässt sie wohl überlegt zu dem heranwachsen.
Ich könnte jetzt Stellen herausgreifen, die ich ganz einmalig finde in ihrer Formulierung, aber auch vom Gehalt her. Sie stimmen überwiegend mit den von Crim zitierten Stellen überein, darum lass ich das jetzt.
Ich würde diesen Text auch gerne nominieren, da ich das aber erst einmal mit einem Gedicht versucht habe, hoffe ich nun, dass mir das gelungen ist. Du kannst das doch sicher überprüfen, ob es geklappt hat, wenn nicht, schreibst du mir dann, wie es funktioniert. Ich habe dafür eine PN.
Wollte bei „Stil“ und „Protagonist“ nominieren.

Eine beeindruckende Geschichte, ein beeindruckender Stil. Gruß Aranka


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Mr. Curiosity
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BeitragVerfasst am: 08.06.2012 18:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Sibirier: Ich hab es testlesen lassen und das von Leuten, die mir auch mal sagen, wenn etwas Mist ist. Da stieß es zumindest schonmal nicht sauer auf. Bei den Usern in diesem Thread störte es neben dir und BlueNote auch keinen.

Ich sehe mir das wie gesagt nochmal an, wenn ich Abstand habe, insofern fühl dich bitte nicht abgewimmelt.

@BlueNote: Siehe Antwort an den Sibirier.
Längere Diskussionen brauchst du nicht zu scheuen. Bin offen für weitere Anmerkungen und freue mich sogar, wenn weiter diskutiert wird.

@Aranka: Das freut mich natürlich sehr. Wäre ja irgendwo berührend, wenn Jack bester Protagonist werden würde. Ihm davon erzählen können, werde ich wahrscheinlich eher nicht mehr ^^  Wäre ihm wohl auch egal.
Ich sehe es übrigens nicht, wenn ich nominiert werde. Wie es funktioniert, ist aber ja selbsterklärend. Einfach auf das Kästchen rechts oben klicken. Dann erscheint eine Übersicht mit allen Kategorien. Dort kannst du auswählen. Danke für deinen Kommentar und die Nominierungen.

LG David


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Prunkbold
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BeitragVerfasst am: 16.06.2012 05:53    Titel: Antworten mit Zitat

Einige Beschreibungen der Glut oder Meeres gefallen mir,
aber so insgesamt bin ich kein Fan dieses Stils,
die Nummer mit der Kreuzung heb ich mal noch hervor,
nu ja, aber wenn die Schokolade nicht schmeckt,
dann zieht sie die leckeren Nussstückchen auch runter.^^

mit Grüßen, Dummbold
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