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Born to be wild


 

 
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CuparFive
Schmierfink


Beiträge: 97



BeitragVerfasst am: 21.05.2012 05:23    Titel: Born to be wild eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Du bist im Kreis der zwölf das wilde Kind
Von deinen Wangen perlt der erste warme Regen
Die krausen Haare zaust ein ungestümer Frühlingswind
Du bist noch jung und unbeschwert verwegen

Dein Ding sind nicht die traurig ernsten Sachen
Du pfeifst ein trotzig freches Lied mit spitzem Mund
Wo Andre weinen möchten ist es dir zum Lachen
In deinen wasserblauen Augen sieht man bis zum Grund

Hinter der Stirn logieren Unsinn Witz und Possen
Ganz gleich wer etwas von dir will - du tust es nicht
Um deine Nase hüpfen ungezählte Sommersprossen
Ich wär so gern wie du - Aprilgesicht

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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 45
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 21.05.2012 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo CuparFive,

gefällt mir gut!
Wenn ich es lese, sehe ich meinen eigenen Sohn vor mir,
"ganz gleich, wer etwas will, du tust es nicht" Smile
Lustig, wild und schön dein Gedicht!

Lg, KeTam.
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Osiana
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 158



BeitragVerfasst am: 21.05.2012 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo CuparFive,

auch mir gefällt dein Werk!

Die Idee, sich den April als wildes, freches, Lockenkind
vorzustellen hat was.
Die flüssig zu lesende und bunte Wortwahl passen
für mich gut dazu.

Dadurch hälst du bis zur letzten Strophe das Interesse
aufrecht und schließt mit einer Anrede - einem Wunsch.

Sehr gelungen aus meiner Sicht.

Lieben Gruß
Osiana
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichShow-don't-Tellefant


Beiträge: 6150
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 21.05.2012 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich an. Bin tatsächlich auch beim Lesen nicht auf den April gekommen. Schön gespielt!
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Pencake
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 51
Beiträge: 2491
Wohnort: Hamburg
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 22.05.2012 07:17    Titel: Antworten mit Zitat

Moin CuparFive,

bei Natur-Stücken geht es mir oft zu betulich, zu passiv zu.
Genau das hast du hier ausgezeichnet gelöst, die Bewegung,
das Temperament steht hier im Mittelpunkt. Gefällt mir.

HG, Niko
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Gast







BeitragVerfasst am: 22.05.2012 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt weiß ich nicht mehr genau - warst du nicht recht angefressen bei Gegenwind, bei einem deiner Werke? Oder verwechsle ich dich?
Ich frag so dusselig, weil ich mir abgewöhnen will, Leuten Kritiken zu tippen, die sie nicht hören wollen. Sei's drum, ich werde es merken.

Ja, natürlich ist das hübsch. Kommt flott daher und ob der April nun getroffen ist, darüber ist Streit unsinnig, es ist deine Aprilsicht, die muss ich nicht teilen. Das hat Tempo und Leichtigkeit.

Aber: es erinnert stark an die Lyriker, mit denen ich sozusagen großgezogen wurde. Es hat den Tucholsky-Kästner-Schmiss. Der ist fein, den mag ich, der ist unnachahmlich --> har!

Da ist der Punkt. Es erinnert stark an Muttis Bratkartoffeln, aber es erinnert mich eben nur. Es gelingt nicht ganz.

Die eine Seite, ist, dass gerade diese Leichtigkeit der Generation Theobald Tiger mit diesem Ton Schweres/Schwerwiegendes = große Themen und Fragestellung in leichte Form warf, geradezu eine Scheinfluffigkeit. Und da fehlt (und hier habe ich es nicht allein vom April, sondern mal ganz drüber gekippt) dir ein Stück Tiefe.

Nein, Lyrik muss nicht tief sein, meine ich nicht, ich sage nur, dass es da einen grundsätzlichen Unterschied gibt und ein Teil des Zaubers dieser Art Lyrikton dir verloren geht, weil du den Kontrast nicht nutzt.

Die andere Seite ist für mich Glatteis, denn hier bin ich rein Leser und nicht sattelfest genug für den In-Fight - aber ich meine, auch im Handwerk trifft der Ton nicht immer. Das ist nicht so sauber, wie es sein müsste.

Unterm Strich: kann man machen, Frühlingsfluffelleichtlyrik, warum nicht, es gibt Übleres. Aber in der Sache wäre weit, weit mehr drin. So lese ich es und vergesse es sofort, es brennt sich nichts ein.
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CuparFive
Schmierfink


Beiträge: 97



BeitragVerfasst am: 22.05.2012 10:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo
KeTam,
Osiana,
firstoffertio,
Pencake,

ob es sich nun um eine Liebeserklärung an einen Lausbuben mit Hilfe der Wechselhaftigkeit des Aprils handelt, oder um eine Monatscharakterisierung mit Bezug auf einen liebenswerten Wildfang, ist jedem überlassen.
Hauptsache es reicht zu einem Schmunzeln.

Euch allen Dank
CF
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CuparFive
Schmierfink


Beiträge: 97



BeitragVerfasst am: 23.05.2012 06:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

debruma,

drei kurze Antworten.

Unter Kritik verstehe ich die intellektuelle Argumentation, die auf Änderung setzt.
Im speziellen Fall von Literatur/Lyrik kann man sie
an zwei Dingen festmachen, Form und Aussage. Für die Form gelten Regeln, die Aussage unterliegt einer subjektiven Betrachtungsweise.
Über Ersteres kann man nicht streiten, über Zweites sehr wohl und gelegentlich auch angefressen sein.

Mit Kästner, Tucholsky, Ringelnatz etc in einem Satz genannt zu werden ist mir wenig Schande.

Warum, und diese Frage beschäftigt mich wirklich, muß an ein kleines Gedichtlein, das nichts weiter will, als für einen Moment ein Lächeln beim Leser zu bewirken, eine Elle angelegt werden, als wolle es in den Kanon der Hochlyrik, der letzten tausen Jahre aufgenommen werden.

Will ich doch gar nicht, mir reicht, dass es einigen gefallen hat, s.o.

Gruß
CP
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Gast







BeitragVerfasst am: 23.05.2012 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Unter Kritik verstehe ich Rückmeldung vom Text - und dies kann viele Gesichter und Töne, Ansichten und Erwartungen haben.

Zitat:
das nichts weiter will, als für einen Moment ein Lächeln beim Leser zu bewirken,eine Elle angelegt werden, als wolle es in den Kanon der Hochlyrik,


hm.
Ja, weißt du, das muss mich nun wiederrum nicht interessieren, was Autor will - ich melde rück, was mit dreinfällt und was ich mir wünsche. Und das ist eben, dass mehr drin wäre. Ein Lächeln, welches mit über den Tag bleibt und sich links hinten im Hirn breit macht.

Wozu steht Gedichtlein denn hier, wenn nicht um einzusammeln, was bleibt und wohin es gehen könnte ...

Freilich muss mein Lesen für dein Schreiben kein Maßstab sein - jeder darf, wie er will. Aber wenn Gedichtlein hier steht, dann darf auch mein Senf dazu. Und der lautet: mir genügt es nicht, ich hätte gern mehr, ich will mehr, ich will ... sonst les ich nicht, nein CuparFive, den les ich nicht.

Mach was draus oder lasses ...
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seppman
Weltfriedenstreiber

Alter: 39
Beiträge: 943
Wohnort: Yaren


BeitragVerfasst am: 23.05.2012 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Moin

Mir hat es gut gefallen nur würde ich interlektual aggromentieren dass es bei der Zeile
In deinen himmelblauen Augen.. moment
In deinen wasserblauen Augen sieht man bis zum Grund
also ich würd "deine" nehmen, oder "kann man sehen den Grund"..
für mich hört sich deine Varianz an, als wäre ich im Auge..
gut war zwar jetzt nicht so interlingual agroagiert.. aber ich wollts loswerden..

Grüße
immer noch vom
seppman


_________________
Ich bin Flexitarier, ich esse dann, wenn ich Hunger, das worauf ich Hunger habe und verlass mich da völlig auf mein Bauchgefühl. Nebenbei bin ich Anhänger der Multitoleranzbewegung.
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CuparFive
Schmierfink


Beiträge: 97



BeitragVerfasst am: 24.05.2012 13:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

debruma,

genau so mach ichs.



Moin Seppman,

das bist du verbal fein losgeworden.
Ich denke aber, meine Idee des "Durchschauens", so ganz gut bebildert zu haben.

Gruß
CF
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