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Marketingkonzept


 

 
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bookwriter
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 87
Beiträge: 85
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 09.04.2012 11:52    Titel: Marketingkonzept eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Marketingkonzept

Wenn ich einmal reich bin,
kaufe ich mir einen Rezensenten,
einen richtig teuren,
vomSPIEGEL oder der FAZ.

Der schreibt dann lobende Worte
über meine Romane
und aus einem Haiku
von siebzehn Silben
macht er einen Essay
von siebzehn Seiten.

Darauf kann ich bestehen.

Wenn ich einmal reich bin,
besteche ich einen Lektor
vom Suhrkampverlag.
Der bringt dann meine Gedichte heraus
und im Handumdreh´n
habe ich wieder zwei oder drei neue Leser!

Noch ist es nicht ganz so weit.

Kann sein, dass ich noch eine Weile
so weitermache, wie ich es gewohnt bin:
als Autor, den keiner kennt.
Aber manchmal - ich gebe es zu -
träum ich davon, wie es sein wird,
wenn ich einmal reich bin.

aus "Wirrwahr" 2010 beim Engelsdorfer Verlag



_________________
Das Gedicht ist wahrscheinlich das einzige kulturelle Produkt, das zur Profitmaximierung völlig ungeeignet ist. Das ist Freiheit. Wunderbar.

Hans Magnus Enzensberger "Zu große Fragen" 1978
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Max Sin
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 177



BeitragVerfasst am: 11.04.2012 18:06    Titel: Die große Offensive Antworten mit Zitat

Lieber Buchschreiber,
ein düsteres Bild das du hier von der Schriftstellerszene zeichnest. Ist es wirklich wahr das Geld alleine reicht?
Leider finde ich persönlich dein Gedicht nicht sehr ansprechen, mal ganz abgesehen vom Sinn. Es ist für meinen Geschmack zu viel einfaches Erzählen ohne richtige Bilder, die mir gefallen.
Zitat:
und aus einem Haiku
von siebzehn Silben
macht er einen Essay
von siebzehn Seiten.

Diese Stelle finde ich recht amüsant. Der Rest eben nicht. Tut mir Leid.

Max


_________________
„Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so sehr schwer?“
- Hesse
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G.T.
Klammeraffe

Alter: 36
Beiträge: 701



BeitragVerfasst am: 11.04.2012 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Du beschwörst das Bild des reichen Schriftstellers, der sich Kraft seines Geldes in der Öffentlichkeit als Künstler stilisiert. Dazu ist zu sagen:
1. Die meisten, selbst gut verkauften, Schriftsteller sind keine reichen Menschen.
2. Die reichen Menschen, die verlegt werden (Promis) bestechen sicher keine Zeitungen - das übernimmt höchstens der Verlag. Und ob dafür Bestechung notwendig ist?
3. Wieso lobende Kritiken kaufen? Verrisse bringen doch viel mehr.

Das ist ein "Die böse, korrupte Verlagswelt"-Gedicht. Gähn!
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phönixe
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 54
Beiträge: 240
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BeitragVerfasst am: 11.04.2012 23:15    Titel: Antworten mit Zitat

hallo bookwriter,
ich bin mir nicht sicher, ob es speziell für gedichte
gut wäre, ein vermögen zu besitzen um meinungen zu kaufen (oder anderen die plattform bieten, sich profilieren zu können)

wenn ein gefühl oder eine stimmung transportiert werden soll,
ist geld oder macht,
eine seelische behinderung, für die noch keine geeignete therapieform gefunden wurde.

schreiber die mit solchen unlauteren mitteln, eine bestätigung erzwingen oder ertträumen haben das aufmerksamkeitsdefizit-syndrom

welches ich hier nicht vertreten sehe

wer so bildlich klar verständlich schreibt, ist noch im vollbesitz seiner realen geistigen kräfte


und solche erscheinungsformen kann ich nur begrüßen;


lg phönixe


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Nichts kommt zweimal vor / auch wenn es uns anders schiene / wir kommen untrainiert zur Welt / und sterben ohne Routine. (wislawa szymborska)
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Nicki
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Ei 10


BeitragVerfasst am: 11.04.2012 23:23    Titel: Antworten mit Zitat

phönixe@
Zitat:
schreiber die mit solchen unlauteren mitteln, eine bestätigung erzwingen oder ertträumen haben das Aufmerksamkeitsdefizit-syndrom
welches ich hier nicht vertreten sehe

wer so bildlich klar verständlich schreibt, ist noch im vollbesitz seiner realen geistigen kräfte

Ist jetzt Off Topic, aber wenn du dich mir dem Aufmerksamkeitsdefizit-syndrom auskennen würdest, würdest du das nicht so schreiben. Das ADS hat nichts mit dem Vollbesitz geistiger Kräfte zu tun und diese Menschen sind auch nicht bekannt dafür, mit unlauteren Methoden zu arbeiten.


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MfG
Nicki

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"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." A.Einstein


*Sommerblues* September 2017 Eisermann Verlag
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phönixe
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BeitragVerfasst am: 12.04.2012 01:13    Titel: Antworten mit Zitat

@nicki,
ich bin nicht hier in diesem faden ,
um meinen kommentar von dir kommentiert zu bekommen,
ich kenne mich mit dem aufmerksamkeitsdefizitsyndrom aus.
das soll dir als antwort genügen ( und du bist ein gedichte-legastheniker?)


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Nicki
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BeitragVerfasst am: 12.04.2012 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

@nicki,
Zitat:
ich bin nicht hier in diesem faden ,
um meinen kommentar von dir kommentiert zu bekommen,

Erstens habe ich schon geschrieben: Off-Topic, das ich auch per PN hätte schreiben können. Sorry. Aber Kommentare über Komentare? Warum soll es die in einem Diskussionsforum nicht geben?

Zitat:
ich kenne mich mit dem aufmerksamkeitsdefizitsyndrom aus.
das soll dir als antwort genügen

Ich  kenne mich auch damit aus, deshalb finde ich deine Aussage zu pauschaliert. Für Nichtkenner von ADS sieht es jetzt so aus, als seien die von dir genannten Eigenschaften typisch für dieses Syndrom und das ist es mit Sicherheit nicht.
 
Zitat:
( und du bist ein gedichte-legastheniker?)
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Max Sin
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 177



BeitragVerfasst am: 12.04.2012 10:15    Titel: ! Antworten mit Zitat

Och Kinder, müsst ihr euch jetzt streiten?

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Nicki
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BeitragVerfasst am: 12.04.2012 10:26    Titel: Re: ! Antworten mit Zitat

Max Sin hat Folgendes geschrieben:
Och Kinder, müsst ihr euch jetzt streiten?

Hast recht, lohnt nicht! Sorry bookwriter, war dein Thread  Embarassed


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chachaturian
Wortedrechsler


Beiträge: 87
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BeitragVerfasst am: 17.04.2012 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Schöne Satiere das Gedicht, nicht ganz ernst, aber untergründig schon auf der richtigen Spur.
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